mit dem Kreisblatt für den Kreis Marburg
Tageszeitung für (das früher kurhessischej Oberhessen
Der Anzeigenprei» beträgt für bi« Sgefp. Zeile 30 j.u. 33'/, •/, Teuerungtzuschl. ri ev-r.-- = 40 4, amtl. u. «uewiit. 40 4 ». 25»/,Teuerunaszuschl. — 60 v», 1lekl«»ezeil« «*• 'vu¥lU«
Die „Oderhessische Zeitung" erscheint sechsmal wächentlich. — Der
• wn Bezugspreis beträgt monatlich 1.60 X. frei ins Haus; durch die Poft
2. lOti 1,75 vN. ohne Bestellgeld. — Verlag »on Dr. L. Hitzeroth.
Markt 21/23. — Ferniprecher 5».
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»ngarische Oberkommando folgende Bedingungen erfülle: Ungarn hat alles auf dem Gebiet seines Lmdes befindliche Kriegsmaterial, mit Ausnahme des Materials, das zur Ausrüstung jener bewaff- scten Macht notwendig ist, die Ungarn zu erhalten tcrechtigt sein wird, um im Lande die Ordnung
eine Pflicht, wenn sie die Entscheidung in dieser Frage in die Hände der Ententemächte legt.
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2 440 000 Tonnen betragen und habe sich während Krieges um mehr als 90 000 Tonnen gesteigert.
Wb. Paris, 6. Aug. Bezüglich der Nachricht,
wb. London, 6. Aug. (Reuter.) In $e* antwortung einer Anfrage über die Erklärung Erzbergers in Weimar betreffend des Friedensangebotes, das die Verbündeten Deutschland im August 1917 gemacht haben sollen, sagte Harmsworth im Unterhaus, die Erklärungen Erzbergers in Wei« mar seien keine genaue Darstellung der Tatsachen. Harmsworth schilderte die Vorgänge im einzelnen und sagte, es sei klar, daß die britische Regierung zu jener Zeit keineAngebote gemacht habe. . ,
.Die ungarische Regierung überreichte auf diese Äderungen der Rumänen folgende Antwort: An
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wb. Versailles, 6. Aug. Die französische Kammer verhandelte gestern über den Gesetzentwurf betreffend die Liquidierung der sequestrierten deutschen Werte m Frankreich. Das Gesetz wurde angenommen.
wb. Versailles, 7. Aug. Der französischen Kammer ging der Gesetzentwurf zum Aufbau der französischen Handelsflotte zu. Die Handelsflotte solle auf fünf Millionen Bruttotonnen gebracht werden. In der Begründung des Antrages wird gesagt, die Bruttotonnage der französischen Handelsflotte habe 1914
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.. leuerungszuschl. = 60 4,Äeriente« 1.50.*. Jeder Rabatt gilt al» Barrabatt. — Bei Aurk. b. bi« »efchistsst. x. Der» mittig, b. Lnged. 25 4. Lonbergebiihr. — Postscheck!.: Xr. 5015 Amt Franks, a. M.
wb. Wien, 6. Aug. Die Blätter melden aus Budapest: In Budapest herrscht vollkommene Ruhe. Heute früh wurde unter Trommelschlag verkündet, daß innerhalb zweier Stunden alle Waffen abgeliefert werden müßten. Die Besetzung wurde vorläufig durch drei Divisionen vorgenommen. — Die „Ungarische Post" meldet: Die Gerüchte über Ausschreitungen des rumänischen Militärs bewahrheiten sich. Die rumänischen Soldaten verübten in den Vororten von Budapest Gewalttaten und gebrauchten beim geringsten Zwischenfall Schießwaffen.
wb. Wien, 6. Ang. Tie Abendblätter melden «u» Budapest: Die planmäßigen Plünderungen ver rumänischen Soldaten im Verein mit dem Budarefter Straßenpöbel begannen damit, daß Kaufläden überfallen wurden. Hierauf drang man in die Häuser ein und raubte sie völlig aus. Der Wert des gestohlenen Gutes zäblt nadi Millionen. Gewalttätigkeiten werden auch
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Ludendorff über das Weißbuch.
B e r l i n, 6. Aug. In einem Aufsatz des De»« rals Ludendorff im „Lokalanz." gegen das Weih» buch wird weiter hervorgehoben, daß auch Material das die Reichsregierung selbst betrifft oder von chr herrührt, noch fehlt. Daß Ludeadorff am 9. Ok- tobr gesagt habe, die Oberste Heeresleitung hätte anfangs September eine neutrale Friedensvermitt» •tuns angeregt, ist unrichtig. Die Anregung zn einer neutralen Friedensvermittlung wurde 6e< reits am 13. und 14. August in Spa geplant. Di« Dokumente enthalten auch andere Unrichtigkeiten. Die Angabe, der Reichskanzler Prinz Max von Baden hätte am 1. Oktober eine Besprechung mit Hindenburg gehabt, stimmt nicht, da der General- feldmarschall sich auf der Fahrt von Spa nach Berlin befand. Ludendorff stellt ausdrücklich fest, daß bereits in dieser einfachen Tatsache, sich die Ereip nisse für den Prinzen Max in seiner Erinnerung um einige Tage verschoben. Ferner erklärt Luden« dorff, sein Vorschlag für die erste Rote sei erheblich weniger als der Wortlaut der Note selbst. Die Unterstellung, er hätte zur bedingungslosen Kapitulation getrieben und von einer Katastrophe gesprochen, weist er zurück. Seine Voraussicht, die er (tat 12. März dem Ministerpräsidenten Scheidemann ausgesprochen habe, daß die Denkschrift eine objektive und lückenlose Darstellung aller Vorgänge nicht geben werde, auf die das deutsche Volk Anspruch hat, sei durch das Weißbuch bestätigt worden
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sich Dutasta nach Berlin begeben werde, erfährt das Blatt „Paris Midi", daß diese Nachricht in diplomatischen Kreisen nicht nur vermeint werde, sondern daß man auch darin erinnert, daß die Wiederaufnahme der Beziehungen zu Deutschland, solange der Friedensvertrag nicht ratifiziert ist, unmöglich sei.
Durch ein Dekret wurde der Prüfet Lhalell, der Wege» der deutschfeindlichen Kundgebungen am Id. 6. bei der Abreise eines Teiles der deutschen FriedenSab- ordnuug seines Amte» enthöbe» wurde, wieder in fein Amt gefetzt.
Wb. Amsterdam, 6. Aug. Der .Telegraaf" meldet m» Paris: Am 6. August kam die erste Ladung Steinkohlen cm» dem SNhrgebiej in Franl-
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«nd Eruppixrung dieser Truppen wird vom rumä- tiifdjen Oberkommando nachträglich bestimmt werden. Ferner sind alle ungarischen Fabriken dem ^rumänischen Oberkommando zu übergeben, die zur Herstellung von Ausrüstungsgegenständen und ^Munition dienen. Ungarn hat die für eine Armee MN 300 000 Mann notwendige Ausrüstung zu lie- 0hn. An beweglichem Eisenbahnmaterial, Ma- Wnen und sonstigen Eisenbahnmaterialien hat sLngarn 50 Prozent des in seinem Besitz befindlichen Mventars an Rumänien abzuliefern. Ferner Diid 200 Tourenautomobile und 400 Lastautomobile M gutem betriebsfähigem Zustande mit vollstän- Kizer Ausrüstung abzuliefern. An Rindern und ßmstigen Tieren sind 30 Prozent des Inventarbe- 'stvndes abzugeben, desgleichen 30 Prozent der in Ungarn befindlichen landwirtschaftlichen Maschi- ftw», weiter 20 000 Waggons Getreide, 10 000 Wagens Mais sowie 5000 Waggons Gerste und Hafer. Mgarn hat alle Wasserfahrzeuge zurückzugeben, die mm rumänischen Staate, rumänischen Gesellschaften Wer rumänischen Staatsbürgern gehörten, vom Winde in Rumänien erbeutet wurden und jetzt in ptii ungarischen Gewässern zu finden sind, Ueber- F5 hat Ungarn 50 Prozent der sein Eigentum bildenden Wasserfahrzeuge aller Art abzultefern. Alle Wnmnischen Kriegsgefangenen, Geiseln und Deser- Wre, welcher Rationalität sie auch immer ange- Wen, sind herauszugeben. In dem Entwurf des Mkommens wird ferner die Forderung aufgestellt, Ff! Ungarn auf eigene Rechnung alle rumänischen »ruppen erhalte, die sich zur Zeit der Unterzeich- WLg der Militärkonvention westlich der Theiß be- Wden. Ungarn hat Kohlen zu beschaffen, die für Bweckv des Eisenbahnverkehrs und der rumänischen Behörden notwendig sind, die sich in dem besetzten Webiete westlich der Theiß befinden. Die rumäni-
Truppen werden sich erst bann über die Theiß Osten zurückziehen, wenn das ungarische Ober-
Erzberger im Zenlruinsnrttil.
Einen bündigen Beweis dafür, daß auch innerhalb des Zentrums eine starke Gegnerschaft gegen Erzberger besteht, lieferte eine Versammlung, die die „Mittelstandsvereinigung innerhalb der Zentrumspartei" am 4. ds. Mts. in Köln abhielt. Mit wenigen Ausnahmen war die Versammlung einmütig in der lebhaftesten Verurteilung Erz« bergers. Gegenüber dem starken Beifall, den die Gegner Erzbergers fanden, konnten die zustimmenden Aeußerungen sich nicht durchsetzen. Als besonders scharfer Gegner Erzbergers bekannte sich Pfarrer Dr. E e s ch e r» der ausführte:
Seit der Revolution haben wir "i., mehr eins» solchen Skandal erlebt wie in de: vorigen Woche in Weimar. Zuerst wird in der P>. > mit großem Tam-Tam dem Volk verkündet, daß nthüllungen bevorstünden, demselben Volk, das gerrce seit einigen Wochen wieder an die Arbeit ge 'en war. Die Enthüllungen werden mit dem nör: i Apparat frisiert, und so machen sie im ersten mblick ungeheures Aufsehen. Ribot aber lad; ein« fach über die Behauptung, daß im Somme: 1917 eine--Friedensmöglichkeit bestanden habe; e- llt sich heraus, daß der B e r i ch t E z e r n i n s da schon in der Hand der Feinde war; eine engt, e Zeitung schreibt, es wäre Heller W a h n s i n n, daß damals England ein Friedensangebot gemach: habe. Was hat Erzberger bewiesen? Wenn ma« sich vorsichtig ausdrückt, so kann man sagen, daß sich vielleicht eine Friedensmöglichkeit nach Ansicht des päpstlichen Staatssekretärs damals gezeigt hat, mehr nicht. Ferner hat er die Deutschnationalen zerschmettern wollen. Dieser Bluff könnte al« gelungen erscheinen. Nennen wir aber doch da» Kind mit dem rechten Namen: Der Vorstoß de» Herrn Erzberger war unehrlich, er war «»<) gerecht, denn es ist einfach nicht wahr, daß die Deutschnationalen damals die einzige» Träger des Krieges bis zum letzten zur Verteidigung unseres Vaterlandes gewesen wären. Bi» in die Reihen der Unabhängigen hiss einsaßendieAnnektionisten. Herr Erzberger hat eine Broschüre verfaßt, die eine Annek« tion des Erzbeckens von Briey verlangte« Da steht es ihm jetzt schlecht an, über die herz« fallen, die damals derselben Ansicht waren wie «. Ungerecht ist es, die Volkspsychologie des Jahr»» 1917 ohne weiteres als die des Jahres 1919 z» unterstellen. Wenn damals, im Sommer 1917, je» mand, auch unter den Sozialdemokraten, in einet, Volksversammlung befürwortet hätte, um de» Preis von Elfaß-Lothri-tgen den Krieg sofort z» beenden — man hätte ihn aufgeknüpft. Ma» muß sagen: Armes Zentrum, das an einen solche».
wb. Budapest, 6. Aug. Nach einer Meldung des Ungarischen Korrespondenzbüros sprach der Ministerrat die Rückgabe sämtlicher in den Gemeinbesitz übernommenen Finanzinstitute, Unternehmungen, Betriebe, Fabriken und Geschäfte in das Privateigentum aus.
Die Neuwahlen.
wb. Budapest,?. Aug. Das Amtsblatt veröffentlicht eine Verordnung der Regierung der ungarischen Volksrepublik betreffend das Wahlrecht zur Nationalversammlung sowie zu den Munizipal- und Gemeindevertretungen. Wahlberechtigt ist jede männliche Person, die ihr 21. Lebensjahr vollendet hat und zum mindesten seit 6 Jahren ungarischer Staatsbürger ist und mit irgendeiner vaterländischen Sprache des Lesens und Schreibens kundig ist. Jeder Wähler hat eine Stimme. Die Wahl erfolgt gemeindeweise in unmittelbarer, ge- heinrer Abstimmung. Das Munizipalgemeindewohlrecht ist an eine halbjährige Ortsansässigkeit geknüpft. Die Wahlen zur verfassunggebenden Nationalversammlung erfolgen auf Grund des Verhältniswahlsystems. Der Termin der Ausschreibung dieser Wahlen wird in einer besonderen Regierungsverordnung festgestellt werden. Die Zeit der Dauer ihrer Tätigkeit erstreckt sich auf zwei Jahre, vom Tage des Zusammentritts an geregnet.
Abbau der Sozialisierung.
wb. Berlin, 6. Aug. Rach einet amtlichen Mitteilung aus Budapest gab der ungarische Minister des Aeußern namens der neuen ungarischen Regierung eine Erklärung zur Veröffentlichung in der reichsdeutschen Presse ab, die besagt: Das Privateigentum der In» und Ausländer wird geachtet. Den Inhabern und Bezugsberechtigten wird wieder freie Verfügung über ihre Wertdepots, Einlagen und die Einziehung ihrer Forderungen zuge- standen. Dem deutschen Generalkonsulat wird Er- mächtigung erteilt, sich zwecks Kontrolle von dem Vorhandensein aller Wertdepots zu überzeugen. Es erfolgt die Freigabe des Handels. In den nächsten Tagen wird die Regierung mit dem Abbau der Sozialisierung im allgemeinen beginnen. Hebet die Festsetzung der oberen Grenze, über die hinaus die Betriebe sozialisiert bleiben, wird die endgültige Bestimmung der Nationalversammlung, die für Ende August einberufen werden soll, Vorbehalten. Es erfolgt jedoch noch im Laufe der Woche die bedingungslose Freigabe aller Settlebe von Ausländern, die bereits sozialisiert waren und die Wiedereinsetzung der Eigentümer j» ihren Besitz. ________... - ■'
Friedensmisschuß der französischen Kammer.
wb. Versailles, 6. Aug. Der F.ftkensansschnß der französischen Kammer hörte gestern den General- bericht des Abg. B a r t h o u, der schließlich mit 30 gegen 2 Stimmen genehmigt wurde. 28 Mitglieder des Ausschusses nahmen an der Abstimmung nicht teil. Der Bericht beginnt mit der historischen Darstellung der diplomatischen Ereignisse vom Mord von Serajewo an und macht für den Krieg Kaiser Wilhelm verantwortlich. Er beschäftigt sich dann mit der deutschen Kriegführung und wirft dem deutschen Generalstab vor, er habe den Krieg spstematisch in barbarischster Weise gerührt . Deshalb müßten die Schuldigen gemäß Art. 227 und 231 des Friedensvertrages bestraft werden. Was dem Vertrag vorzuwerfen wäre, sei ,daß er das Werk Bismarcks nicht zerstört habe. Es sei im Gegenteil die deutsche Einheit vertieft und durch den Vertrag formell anerkannt worden. Zu gleicher Zeit sei aber der Völkerbund gegründet worden . Er könne aus keinen Fall ein Aequivalent dafür bieten, daß man Deutschland nicht in seine Bestandteile zerlegt habe, aber wenn er in seiner jetzigen Gestaltung nicht alle Hoffnungen erfüllen könne, sei das nicht die Schuld Frankreichs. Es sei bedauerlich, daß Frankreich im Völkerbund nur eine Stimme habe. Zu den territorialen Fragen übergehend stellte Barthou fest, daß der Vertrag auf diesem Gebiet das Werk des Rechts und der Gerechtigkeit sei. Schleswig komme au Dänemark zurück, Elsaß-Lothringen werde Frankreich wieder- gegeben und Polen wieder hergestellt. Auch Belgien erhalte seine alten Provinzen wieder, außerdem seine absolute politische Freiheit. Es könne Bündnisse schließen, mit wem es wolle. Zum Schluß sagte Barthou, der Vertrag von Versailles lasse, was seine Grundlage betreffe, eine gewisse Einheit vermissen und in der Form eine gewisse Klarheit. Was ihn auszeichne, sei, daß er den Nationen das Recht, über sich selbst zu verfügen, habe geben wollen, daß er den preußischen Militarismus vernichte und den Völkerbund gründe und den niedergedrückten Völkern das Leben und die Unabhängigkeit wiedergebe. Jetzt müsse die Airsführung überwacht werden und Deutschland müsse es unmöglich gemacht werden, wieder Schaden anzurichten. Allem voran gehe die Sicherheit Frankreichs, und aus den Ruinen des preußischen Militarismus steige der Völkerbund mit der ganzen Kraft des Rechtes empor.
:e (jjjji »orin das rumänische Oberkommando erklärt, auf tmiigliej die Besetzung ganz Ungarns zu verzichten, wenn das
englischen General Kordon, Leiter der Brrda- Ester Ententcmission, Die ungarische Volksrepublik ^lelt am 5. August die Waffenstillstandsbeding- ^gen namens des rumänischen Hauptquartiers. , ungarische Volksrepublik hat bereits am 13. coeniber 1918 mit den verbündeten Mächten einen ^fsenstillstand geschloffen. Doch machen ihr die ?*Cr* Waffenstillstandsbedingungen einer der ^Eentemächte die Erfüllung der Bedingungen des
lie girhmi« Ser Siiwn nSmro.
Die Westmächte sollen entscheide«.
wb. B u d a p e st, 6. Aug. Am 3. August er- ßhienen Vertreter der ungarischen Regierung und tzes ungarischen Oberkommandos beim rumänischen Oberbefehlshaber General Mardarescu, um diesem den Wunsch der ungarischen Negierung zu übermittln, daß weiteres Blutvergießen eingestellt und «in Waffenstillstand geschloffen werde. Am 5. Aug. überreichte General Mardarescu den ungarischen Vertretern den Entwurf eines Militärabkommens,
aus ben RachbardörfcrE. gemeldet, wo die Rumänen Mebberd-n, Rinder unb Schweine forttrieben. Gleich- 3eif: v - *■ unter dem Hhuhe. der.jstumänen eine Degen die Juden ein, worauf die jüdischen ©tu»
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deinen tintig geschlagen wurden. Auch aus Wesiungarn treffen beunruhigende Nachrichten über die Aufwiegelung der dortigen Bauern durch die Szegediner Gegenregierung ein.
wb. Versailles, 6. Aug. Rach einer Radiomeldung soll der oberste Rat die Blockade Ungarns a u f g e - hoben haben.
Die Szegediner Gegenregierung für Personalunion mit Rumänien?
Wien, 6. Aug. Die Szegediner Gegenregierung hat sich entschlossen, die ungarische Krone dem König von Rumänien anzutragen. Sie begründet diesen Schritt damit, daß ein bedeutender Teil Ungarns durch den Beschluß der Friedenskonferenz unter Rumäniens Souveränität gestellt würde . Die Millionen von Ungarn, die diese Gebiete bewohnen, könnten dem Ungartum nur dadurch erhalten werden, daß Ungarn mit Rumänien in eine Personalunion tritt. Es heißt, daß König Ferdinand in einigen Tagen in Ofenpest eintrifft und dort von der Szegediner Regierung empfangen werden soll.
Die „Neue Freie Preffe" veröffentlicht Aeuße- rungen d?s " :' sbec Szegediner Kriegs- ininistenums über die militärischen Pläne der Szegediner Regierung. Dieser erklärte, die Szegediner Regieung könne auch die neue Budapester Regieung nicht anerkennen und begleite deren Tätigkeit mißtrauisch. Sie nehme den Kampf gegen sie auf. Er machte kein Hehl daraus, daß alle bisherigen gegenrevolutionären Versuche von Szegedin ausgingen.
Die Haltung der Bürgerlichen.
wb. Wien, 6. Aug. Tie Blätter melden aus Budapest: Die Verhandlungen mir den bürgerlichen Politikern führten bisher zu keinem Ergebnis. Die Bürgerlichen lehnen ab, in das Kabinett einzutreten. Sie wollen das Wahlergebnis abwarten. Der Vertreter der Landwirte, Szabo, erklärte sich grundsätzlich bereit, in das Kabinett einzutreten.
Eine Militärmisfion der BerbLndeten.
wb. P a r i s, 6. Aug. (Havas.) Der Oberste Rat hat beschloffen, eine interalliierte Militärmission, bestehend aus je einem englischen, amerikanischen, französischen und italienischen Offizier, nach Budapest zu entsenden.
Gestern abend zogen französische Truppen in Budapest ein, heute die Engländer unter General Eordon und die Amerikaner unter Hauptmann Wyß.
■1* rmschließlich der Offiziere den Stand von 15 000 rt Stens unter keiner Bedingung überschreiten düc- ^”5UÄ|; sin. Die Organisation, Ergänzung, Ausrüstung Uhr "
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^minando alle diese Bedingungen erfüllt hat. Zur il zmss Entrolle der Durchführung der Militärkonvention '-nach» Ürd in Budapest eine rumänische Militärkoinmis- _tätig sein, und zwar so lange, bis der Friede b ( ^ifijicrt wird, der zwischen Rumänien einerseits den legalen ungarischen Behörden andererseits umann schlossen wird. Diese Konvention ist entweder in :t »rem ganzen Umfange anzunehmen oder in ihrem ?llzen Umfange abzulehnen. Jnfolgedeffen sind Ivl ^SenVorschläge nicht zulässig. Die Frist für die Antwortung der Bedingungen läuft am 5. August Mikk!, ;19-10 Uhr abends, ab. Im Falle der Ablehnung ie5>rt:cat u gellten Bedingungen wird das rumänische o rd^qk-. bert°mmanbo ohne Rücksicht auf das Verhältnis irndurz- vorhandenen Bestände Ungarns alles Mate- . 669 * 2Utl und alle Tiere w e g n e h m e n, die Rumä- Sijaufei l1en nötig hat, um wenigstens zum Teil den Ab- IflMö zu ersetzen, den Rumänien von Seiten eines Ivltn* Iklndes erlitten fiat, her mafirenh So» o-u
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