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mit Frankreich, England oder Amerika die sofortige Ratifizierung des Versailles Vertrages notwendig mache, erklärte Nitti, es gäbe keine derartige Be-

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Mittwoch, 6. August

' Kriegszustand beendet würde. Die Bevölkerung »erde keinen Aufschub dulden.

wb. B e r n , 5. Ang. Auf eine Anfrage im

»Je Verbündeten noch nicht die Erlaubnis zur Rückführung der deutschen Kriegsgefangenen in Si- "rn-n, -Ebenso konnte noch keine deutsche Hilfskom-

rinen freundschaftlichen Akt gegenüber den Verbün- »Instst beten. Nach Zeitungsineldungen ist nut der Ra- tifiäierung kaum vor den; 10. Dezember zu rechnen,

zvngsleistungen zusammenzufaffen. Sie besteht aus Bcrtretern der beteiligten Zentralbehörden, des ^eichsfinanzministeriums, des auswärtigen Amtes, brs Reichswirtschaftsministeriums, des Reichs- trbeitsministeriums und des Reichsschatzministe- kiums. Ferner soll eine Anzahl wirtschaftlicher sachverständiger als Mitglieder berufen werden. Este Kommission soll keine eigene Tätigkeit als Be­hörde ausüben, hat daher auch keine eigenen Be- Mten. Sie soll vielmehr ein sachgemäßes Z u - fammenwirken der verschiedenen beteiligten Behörden, deren Zuständigkeit durch ihre Bildung Acht berührt wird, erleichtern und sichern.

Die rheinischen Besatzungstruppen.

wb. Bern, 5. Aug. Die Lyoner Blätter mel- Ku aus Paris: Der Oberste Rat hat im Hinblick auf die Bedeutung der französischen Kontingente "ui Rhein beschlosien, daß die Besatzungstruppen dem Befehl eines französischen Generals unterstellt werden.

Einzelbestimmungen, die die Gegenvorschläge endgültiger Fassung nochmals Vorbringen.

Friedsnswilligkeit Lenins.

Paris, 6. Aug. In einer Unterredung,

. der Memel bestehende Bor­parlament hat in feiner heutigen Sitzung, an der die Nationallitauer nicht teilnahmen, eine Abord- ^ng von fünf. Herren gewählt, die sich nach Ver- Mlles oder Paris begechen soll, um mit den verbün­deten Regierungen durch Vermittelung des Aus­wärtigem Amtes in Verbindung zu treten und die Wünsche der Bevölkerung des Memelgebietes zum Ausdruck zu bringen.

Noch keine Heimkehr der Kriegsgefangenen z in Sibirien.

wb. Berlin, 5. Aug. Wie verlautet, gaben

die Abgeordneten demnächst ihre Ferien anire- 8. Nur noch die Sozialisten.stellen sich der Rati­fizierung entgegen.

Eine Kriegslastrnkommissio».

! wb. B e r I i n , 5. Aug. (Amtlich.) Zur Aus- !fuhrung der Bestimmungen des Friedensvertrages über die Entschädigung an die Verbündeten wurde durch den Erlaß des Reichspräsidenten vom 31. Juli 1 die deutsche Kriegsla st enkom Mission ge­bildet. Zum Vorsitzenden wurde der Abteilnngs-

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Das Memelgebiet.

wb. M e m e \, §. Aug. DasMemeler Dampf- dvot" meldet: Das aus den Memeler Stadtverord-

Die Ausstände in England,

wb. L.o n d o n, 5. Aug. (Unterhaus.) Auf eine An­frage über beit Polikeiaurchand sagte der Staatssekretär des Innern Shortt, die Lage habe sich nicht wesentlich verändert. -Der Ausstand sei eine Meuterei gegen die dem Publikum geschuldete Pflicht. Die Regierung werde sich auf kein Kompromiß mit den Ausständige» einlassen, und die entlassenen Leute würden nicht wie­der eingestellt werden.

wb. Amsterdam, 5.Aug. LautTelegraaf" md- bet dieTimes" aus Äverpool, daß zahlreiche Polizisten die Behörden ersuchten, sie wieder einzustellen »ab er- klärten^ daß jie durch EinfchLHterun- zu» LetfiKW

Ueber den Rücktritt der Räteregierung meldet die Köln. Ztg." aus Budapest: Trotzdem der Umsturz völlig unvermittelt kam. fanden sich auch, die Arbeiter sehr rasch mit der Wendung der Dinge ab. Auch die Ar­beiterschaft hatte von der Rätediktatur zumeist nur Nachteile. Sie mußte in erster Reihe die Soldaten für die Rote Armee stellen, die im Feldzuge gegen die Tscheche» etwa 46 v. H. an Toten, Verwundeten und Kranken einbüßte, und die in der Offensive gegen die Rumänen ebenfalls empfindliche Verluste an Menschen­leben erlitt. Die Erhöhung der Arbeitslöhne hat sich angesichts der Entwertung des Geldes und der riesigen Steigerung der Preise für Lebensmittel und sonstige Be- darfsarttkel als völlig wirkungslos erwiesen, so daß die Arbeiterschaft währeird der etwas mehr als viermonattgeu Dauer der proletarischen Diktatur die ver­sprochenen Segnungen dieses Regimes nicht zu spüren bekam. Auch die Beschlagnahme der Wohnungen der Bür­gerlichen zugunsten der Arbeiterschaft erwies sich als nutzlos, denn die bürgerlichen Wohnungen wurden nur zu Massenguattieren eingerichtet, in denen sich tue Ar­beiterschaft selbst äußerst unbehaglich fühlte. Die pro­letarische Diktatur wurde eigentlich nur von einem ganz verschwindend kleinen Häuslein gewollt. Man greift nicht zu niedrig, wenn man die Gesamtzahl der ül-erzeugungstreuen Bolschewiken im ganzen Lande au höchstens 30000 veranschlagt. Unter den Kommunisten, die in Amt und Würden eingesetzt waren, befanden sich auch viele unlautere Element, und das führte denn auch zu den häufigen Klagen über die Korruption, gegen die anzukämpsen die Volksbeauftragten selbst sich außerstande erklärten. Auch die Unzufriedenheit an der Front, die sich nach dem Rückzug aus dem tschecho-slowasischen Kriegsschauplatz bemerkbar machte,' erleichterte den un­blutigen Systemwechsel.

- wb. Rotterdam, 5.Aug. Heute ist der Dampfer Sizilien" aus Montreal mit 841 aus Kanada aus­gewiesenen Deutschen an Bord in Rotterdam eiuge- trofftn. -------

General Ludendorff teilt demL.-A." mit, daß die Akten der Obersten Heeresleitung und deren Zuschriften an die Reichsleitung ins Weißbuch teil­weise nicht ausgenommen worden sind. Die Heeresleitung habe z. B. die Aufgabe geringer ranzösisch sprechender Teile Elsaß-Lothringens in Betracht gezogen, die Abtretung deutscher Gebiete im Osteu aber als für sie nicht in Frage kom­mend bezeichnet.

Hindenburg und Ludendorfs.

In einer Unterredung, die ein Berichterstatter bei BerlinerLokalanzeiger" mit Generalseldmarschall von Hindenburg hatte, sagte dieser:Was mein Ludendorff .getan hat, decke ich und was er heute sagt, unter­schreibe ich auch alles mit mÄnem Namen und bin bereit, dafür einzutreten und es jederzeit öffrnt- lich zu erklären. Ich will nicht in dem Schlamm rühre«, der schon genug aufgewühlt worden ist, aber ich wieder­hole: was Ludgndorff tut, halte ich auch heute noch für gut und decke es mit meinem Namen. Wenn es nötig wird, werde ich zum Weißbuch im einzelnen und ausführlich noch Stellung nehmen. Vorläufig ist das noch nicht erforderlich."

DieD. Tagesztg." ist der Ansicht, daß diese Kund­gebungen Hindenburgs von größerer Wirkung gewesen sein würden, wenn sie gleich nach Einsetzen der Angriffe auf Ludendorff ergangen wären.

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Oberschlefien.

Berlin, 5. Aug. DieVosi. Ztg." meldet aus Breslau: Zur Beratung der oberschlefischen Frage hatten sich am Montag Vertreter aller Parteien Oberschlesiens auf Einladung des Zentralvolksrates in Breslau versammelt. Es wurde die durch die Annahme des § 18 der Verfassung für Oberschlesien geschaffene Lage besprochen. Alle Parteien, mii Einschluß der Sozialdemokraten, einigten sich dahin, die alsbaldige Schaffung einer selbständigen Provinz Oberschlesien bei den maßgebenden Stellen mit allen Mitteln zu betreiben.

Bon Polen abgeschosien.

Berlin, 5. Aug. Zu dem Absturz des deut­schen Riesenflugzeuges meldet dasBerl. Tagebl." u. a.: Das Flugzeug, das Eigentum der Deutschen Luftreederei ist, wurde von polnischen Grenzschutz­truppen abgeschossen. Es befand sich auf der ersten Reise, und zwar im Auftrage der ukrainischen Regierung, die das Flugzeug gechartert hatte. Aus technischen Gründen wurde der Flug, der nach Po- dolien führen sollte, von Breslau aus unternom­men. Der Riesenapparat Mr vor dem .Aufstieg

radiotelegraphisch geführt wurde, erklärte Lenin dem Berichterstatter derUnited Preß" seine Be­reitwilligkeit zu einem Frieden mit Deutschland und zu der Anerkennung sämtlicher ausländischer Schulden Rußlands unter der Bedingung, daß der Frieden wirklich unterzeichnet und von den fünf Großmächten bestätigt wird.

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Die Wmik.

Die deutsch-polnischen Verhandlungen.

wb. Berlin, 5. Aug. Die Nachricht, daß die direkten Verhandlungen zwischen Polen und Preu­ßen am Mittwoch in Berlin begannen, ist unrichtig. Der Termin-für den Beginn der Verhandlungen ist noch nicht festgesetzt worden.

wb. Versailles, 5. Aug. Der Oberste Rat bestimmte, daß die interalliierte Militärmission in Berti» Bei dem Beginne der deutsch-polnischen Ver­handlungen die verbündeten Regierungen vertreten werde.

mit dem Kreisblatt für dm Kreis Marburg

Tageszeitung für (das früher kurhesiifche) Oberhessen

Das Weißbuch.

Ein« Erklärung des Generals v. Gollwitz.

In einer Zuschrift aus Freiburg an dieKreuz» zeitung" nimmt General der Artillerie z. D. v o « Dallwitz Stellung zu den Angaben des Weiß­buches über die mit ihm und General v. M u d r « gepflogenen Besprechungen am 28. Oktober 1819< Er verwahrt sich dagegen, daß er und v. Mudra de« Vorschlag, unter Aufbietung aller moralischen und materiellen' Mittel weiter Widerstand zu leisten, allen gelasien oder wesentlich abgeschwächt hätten. Darüber schreibt et: Nachdem wir in mehrstün» >igem Vortrag die Notwendigkeit weiteren Wider» tandes zur Etkämpfung günstiger Waffenstill» stands- und Friedensbedingungen dargelegt hatten, und unsre Vorschläge nicht ohne Eindruck geblieben zu sein schienen, war allerdings die Verlesung de» Telegramms über den Sonderschritt Oesterreich» durch Staatssekretär Dr. Solf ein merklicher Dämpfer auf die allgemeine Stimmung. Die Be« Krechung der daraus sich ergebenden Möglichkeiten önnte gleichwohl uns Generals nicht davon ab« iringen, weiterm Widerstand unter schärfster An« pornüng des nationalen Empfindens das Wort zu reden. Wir waren viel zu -feft überzeugt, daß ein« ofortige Nachgiebigkeit für den Gegner nur Anlaß ein könnte, unsere Lage als hoffnungslos ;i tzuschätzen und ihm die Auferlegung schwerster B-oingungen nahezulegen. ' Ich habe dies« leberzeugung insbesondere Herrn Gröber gegrn- über vertreten, der befürchtete, daß durch weitere» Kämpfen der Gegner nur gereizt würde und will alsdann schwerere Bedingungen zu erwarten hat» ten.Sie werden jetztdiedenkbarübelste» Bedingungen bekommen," habe ich den Herren Mi­nistern zugerufen und mich darin leider nicht geirrt. Vor der Tür waren General v. Mudra und ich bald einig darüber, daß die timide Entschließung (m Kabinett obsiegen würde. Ich versuchte darauf­hin noch eine letzte Einwirkung, indem ich Staats­sekretär Dr. Solf herausbat, ihm die Möglichkeit, die Lage im Osten auch nach dem Ausfall Oester­reichs für einige Zeit zu halten, ziffernmäßig be­legte und ihn bat, diese Darlegung sogleich noch zur Kenntnis des präsidierenden Vizekanzlers von Payer und des Kollegiums zu bringen. Ob diese» geschehen ist, weiß ich nicht. Eine Voraus» s e tz u n g für erfolgreiche Leistung weitern Wider­standes. war, daß die Führer der Sozial» demokratie es gewollt und verstan­den hätten, die inzwischen mißleiteten Masten na­tional neu zu beleben und z« willigem Mittun an­zuregen. Eine Auseinandersetzung mit Herrn Scheidemann hierüber erweckte freilich bange Zwei­fel. Unsre Darlegungen und Vorschläge, auf die ich hier nicht näher eingehe, fanden am folgenden Tage in Spaa die volle Billigung des Eeneralfeld- marschalls v. Hindenburg.

Der Sritien.

Die Frage der Ratifizierung.

gewendet. .Zur Beschaffung von Wintersachen find 12 Millionen Mark zur Verfügung gestellt, doch hat sich die Regierung deshalb noch nicht damit ab­gefunden, daß die Gefangenen auch diesen Winter noch in Sibirien bleiben sollen.

Dae Balkanftage«.

wb. B e r n, 5. Aug. DemTemps" zufolge soll eine Einigung in der thrazischen Frage zwischen den griechischen, italienischen und amerikanischen Abord­nungen unmittelbar bevorstehen. Die amerikanische Abordnung scheint nicht darauf zu bestehen, daß die ägäische Kllste Bulgarien verbleibt. DerMatin" ' ündigt eine große Verstimmung in der griechischen und serbischen Abordnung an, die der Ansicht find, daß mit Bulgarien zu schonend umgegangen wird. Die serbische Abordnung protestiere hauptsächlich gegen die wirtschaftlichen Klauseln des bulgarischen Friedensvertrages. Serbien behauptet, daß die weggeführten Viehbestände 3 Millionen Köpfe be­tragen, während als Wiedergutmachung nur 28 000 Stück eingeräumt werden. DerTemps" spricht die Befürchtung aus, daß die Durchführung des Friedensvertrage^mit Bulgarien Frankreich über­tragen werde oder zum'mindesten ein französischer General den Oberbefehl über die Truppen erhalten oUte, denen die Durchführung des Vertrages ob­liegen werde. Es bestehe kein Grund, warum ge­rade Frankreich diese undankbare Aufgabe über­nehmen solle. Zn Kleinasien und in der Türkei würden dann die verbündeten Streitkräfte unter dem Befehl eines englischen Führers stehen. Frank­reich dürfe sich im Orient, wo es Vertragsrechte be­sitze, nicht ausweisen lafien.

Die deutsch-österreichifche Antwort.

wb. Wien, 5. Aug. Der Berichterstatter des Neuen Wiener Tagblattes" in St. Germain mel­det, die deutsch-österreichische Antwortnote, die mor­gen überreicht wird, beschränke sich'hauptsächlich da­rauf, die Einwendungen gegen die Friedensbestim­mungen zusammenzufassen und die grundsätzlichen Forderungen darzulegen, an denen die Abordnung festhalten müsse, wenn Deutsch-Oesterreich nicht wirtschaftlich zusammenbrechen solle. Die Note tritt nochmals für die gerechten Eebietsansprüche Deutsch- Oesterreichs ein und setzt überzeugend die tödlichen finanziellen und wirtschaftlichen Bestimmungen auseinander. Als Veil/ge zur Note erhält der Oberste Rat Denkschriften und Bemerkungen zu den

derpfl- leitet im Reichsfinanzministerium, Bergmann, »Ater Ernennung zum llnterstaatssekretär, zuM D,°- -M.6telh)ertretei des Vorsitzenden, der Unterstaats- stkretär im Reichsfinanzministerium Dr. Schrö- 3 tilae&K61 berufen. Die Kommission hat die Aufgabe, ' ^rhandlungen mit der interalliierten Wiedergut-

ITteOberhessische Zeitung" erscheint sechsmal wöchentlich. Der Bezugspreis betragt monatlich 1.60 X. frei ins Hau«: durch die Poft 1.75 X. ohne Bestes,eld. - Verlag »on Dr. C. Hrtzeroth.

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wb. Versailles, 5. Aug. Ministerpräsident (Kmenceau, der zsterst auf die sofortige Durchbe­ratung des Friedensvertrages im Plenum bestand, erklärt« in der gestrigen Unterredung mit dem Bor­genden und dem Generalberichterstatter des Frie- Msausschufies der Kammer, den - Abgeordneten kiviani und Barthou, daß er sich dem Beschluß dec Kammer fügen wolle, die Aussprache erst nach der Hirzen Ferienpause zu beginnen. Unter diesen Um- pLnden dürfte die Kammer die Erörterung am 25. August eröffnen.

wb. Versailles, 6. Aug. Der Friedensaus- ßhuß der Kammer hörte den Bericht des Eeneral- brrichterstatters Bar!Hou. Nach demTemps" um­faßt der Bericht etwa 50 Druckseiten und empfiehlt, ghzwar mit einigen Vorbehalten, die Ratifizierung des'Friedensvertrages.

wb. Amsterdam, 5. Aug. Dem Preßbüro

» Aschnngskommifsion unter Beteiligung des Aus- 1 vJ» »artigen Amtes zu führen und die Tätigkeit der beteiligten deutschen Behörden für die Entschädi-

DerAnzeigenpreis beträgt ffit die 8a»sp. Zeile 80 4. u. 83V,/. Teuerungszuschl. p j

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sachgemäß geprüft worden und hatte sich als durch­aus betriebsfähig und zuverlässig erwiesen. Aus diesem Grund« erschien es fast ausgeschlossen, daß das Flugzeug. das Opfer eines Betriebsunfalles ge- porden fein sollte. Diese Annahme bestätigte sich. Sämtliche Insassen des Flugzeuges, die aus sechs Personen Besatzung und zwei Fluggästen bestand, wurden getötet.

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Die MtzW ran MM.

wb. Wien, 5. Aug. D« Blatter melden, daß 2500 Mann franiösischer Truppen von der Szegediner Front in Budapest einmarschieren werden. Dietschecho-

l 0 wakische Armee rückte gestern über die Demarka­tionslinie vor unb ist mit schwachen Kräften im Anmarsch aus Blckapest. Rach derNeuen Freien Presse" seien bereits englische Truppen von Fiume aus unter­wegs nach Budapest, um an der Besetzung der Haupt­stadt teilzunehme«.

DaS Vordringen der rumänischen Truppen bis Buda­pest schuf in der Verpflegung der hauptstädtischen Be­völkerung eine ttftische Lage, da infolge der rumänischen Besetzung der zwischen der Donau und der Theiß liegende Landestell von der Hauptstadt abgeschnitten worden ist. Die ungarische Regierung ersuchte die rumänische Heeres­leitung, im Interesse der Versorgung der Hauptstadt den Nahrungsmitteltranspotten keine Schwierigkeiten zu machen. Der Ackerbauminister Tabaes erklärte, er werde beute noch verfügen, daß die für die Produktion schäd­lichen Verordnungen außer Kraft gesetzt werden. In­der Angelegenheit der Sozialisierung der Grundbesitze ent» scheidet die Nationalversammlung. Die Maßnahmen, die die Bauern verbittern, werden abgestellt. Wir sind, sagte der Minister, ein Agrarstaat und müssen mit der Bauern­schaft rechnen.

wb. Budapest, 5. Aug. Nach einer Meldung des Ungar. Korrespondenzbüros richtete der Chef der Buda­pester Mission. Oberslleittnant Romanelli, am 3.8. an die ungarische Regierung eine Rote, in der er mit Rücksicht darauf, daß der neuen ungarischen Regierung jetzt zur Sichenrng der Ruhe und öffentlichen Ordnung rumänische Truppen zur Verfügung stünden, verlangt: 1. die un­garische Armee auf das im Wafsenstillstandsvertrag vom 13. November 1918 festgesetzte Heereskontingent zu bttn- gen und sie auf die entsprechenden Fttedensstandorte zu verteilen, 2. die Zivilbevölkerung der Hauptstadt und des ganzen Laiches zur Abgabe aller Schußwaffen außer Jagdgewehren Munitton, Handgranaten und Spreng­mitteln aufzufordern, 3. die Umgestaltung und Entwaff­nung der Roten Armee ehestens in Angriff zu nehmen.

Ein dreigliedriges Direktorium.

wb. W i e n, 5. Aug. DasNeue Wiener Tag­blatt" meldet, daß zur Sicherung eines einheitlichen Vorgehens der Regierung und angesichts der schwie­rigen Lage Budapests ein dreigliedriges Direkior- riunt aus zwei bürgerlichen und einem sozialisti­schen Mitglieds gebildet werde.

Die Bauer« gegen die Bolschewisten.

Berlin, 6. Aug. Aus Ungarn kommen Be­richte über das Vorgehen der Bauern gegen die Bolschewisten. Große Scharen von Bauern ziehen, mit Gewehren und Sensen bewaffnet, in die Städte, um der Bürgerschaft in ihrem Kampf gegen die Bolschewisten zu helfen.

667! Radio zufolge schreibtNewyork World": Es wäre IksthA «in großer Schritt zur Wiederherstellung normaler Merhäktnisse, wenn durch die Ratifizierung ches Pa- fnser Friedensvertrages der technisch noch bestehende

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parlamentarischen Friedensausschuß, ob ein bereits ^geschlossenes oder geplantes politisches Bündnis

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