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mit dem Kreisblatt für den Kreis Marburg

Tageszeitung für (das früher kurhesiische) Oberhessen

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DieOberhessische Zeitung" erscheint sechsmal wöchentlich. Der

Der Anzeigenpreis beträgt für bie 8 ges». Zeile 30 ^.u. 33V, 's. Leuerungrzuschl. Ri = *0 4, amtl. u. eusroärt. 40 4 n.25'/,Teu«runqSzuschl. 50 Rekämezetle 04.

TM» 4>7(1 Bezugspreis beträgt monatlich 1.60 Jl. frei in» Hau»; durch die Poft JI2. l«v 1.75 x ohne Bestellgeld. Verlag »on Dr. L. Hitzerath.

1919

Lllerkt 21/23. Fernsprecher 55.

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Teil der Frankreich zukommenden Tonnage in

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aufgehoben worden. Zahlreiche Redner mach- anger. fen starke Norbebnlt» nnh Rnh

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Genehmigung des polnischen Parlaments.

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General Gough forderte, das)

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Matrosen ei als eine Verletzung des Waffenstill­standes anzusehen, Deutschland sei dafür verant­wortlich. Es könne nicht nur zu dem Schadenersatz, sondern auch zur Lieferung von Material für Neu­bau gezwungen werden.

ten starke Vorbehalte und sind über die finanziellen Leistungen Deutschlands enttäuscht.

Marburg

Montag, 4. August

= *Jd), amu. u. auswart. 4U 4 u. us-/,LeuerunqSzu,chl. 50 Aeklamez« 1.50X Zeder Rabatt gilt al» Barrabatt. Bei «usk. d. die Teichäftsst. u. Per- «ittlg. d Angeb. » 4. EondergebLhr. Postsche«.: Ar. 5015 Amt Frintf. a. M

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Hindenburg tritt für Ludeudorff ein

Berlin, 3-. Aug. Von der Kommandostelle Kolberg geht dem Wolff-Vüro folgende Kund­gebung zu:

Die Angriffe gegen meinen früheren Mitarbei­ter, General Ludendorfs, mehren sich. Ohne mich in eine Erörterung über das Unberechtigte dieser Angriffe einzulassen, bemerke ich, daß für alle Entschließungen der Obersten Heeresleitung i ch allein die volle Verantwortung trage. General Ludendorff hat stets im Einverständnismit mir gehandelt. Wer General Ludendorff trifft, trifft also mich.

Hannover, den 31. 7. 1919. ' "" V~"y

Eez. v. Hindenburg, Eeneralfeldmarschall.

Prinz Heinrich an König Georg.

tob. Hamburg, 3. Aug . DieHamburger Nstch- richten" veröffentlichen einen offenen Brief des Prinzen Heinrich an den König von England. Darin heißt

Neue Angriffe Helfferichs gegen Erzberger

Dr. Helfferich setzt seine Angttffe gegen beiger fort. Er wendet sich in derKreuzzeitung* gegen die Behauptung Erzbergers, daß Helfferich im Verein mit Ludendorff das deutsche Voll in der belgv- chen Frage vor vollendete Tatsachen habe stellen wol­len und erklärt, daß es sich um nichts anderes gehandelt habe als um die Liquidation des stanzösischen Besitze» an drei Kohlenfeldern in der belgischen Campinr, eine in aller Oeffentlichkeit eingeleitete Maßnahme, die al» Repressalie gegen die Liquidation deutschen Besitzes durch Frankreich gerechtfertigt und nötig gewesen sei. Weiter schreibt Dr. Helfferich:

Auf Grund dieses Raren, jedenfalls für Herrn Erz­berger klaren Tatbestandes wagt es Herr Erzberger, i» einem früheren Leiborgan zur Verseuchung der deut­schen Zentrumspresse schreiben zu lassen:Michaelis und Helfferich haben den Reichstag hintergangen und habe» den Verständigungssrieden vernichtet im Bunde mit der Obersten Heeresleitung uno den Alldeutschen." Da Herr Erzberger auch jetzt wieder zu feige ist, um außer­halb des Schutzes der Nationalversammlungs-Immu­nität mit offenem Visier zu kämpfen, werde ich dies« Beschuldigung in die Reihe derjenigen aufnebmen, wegen derer ich bei dem Staatsgerichtshof alsbald nach einer Errichtung ein Verfahren gegen mich be­antragen werde. Mag dieses Staatsgerichtshof noch so "ehr als Parteigericht ausgebaut sein ich werde jeden- alls Gelegenheit- haben, Herrn Erzberger die Zunge zu lösen, und zwar unter seinem Eid, über Dinge, über die der beredsame Mann so standhaft zu schweigen ver­steht. Vor allem werde ich ihn unter seinem Zeugeneid über die Schritte vernehmen lassen, die er in seiner ange­nehmen Doppeleigenschaft als Abgeordneter und Anfsichtsratsmitglied des Thhssenschen Konzern» unternommen hat, um durch die Ueberweisung des wert­vollsten Erzbergwerks des Briey-Gebiets an den Thhssen­schen Konzern noch während des Krieges einevollendete Tatsache" zu schaffen. Ich werde ihn weiter unter seinem Zeugeneid darüber vernehmen lasten, daß ich diese Zu­mutung des interessierten Abgeordneten, durch Liquida­tion von französischem Eigentum auf französischem Bode» das Völkerrecht zu verletzen, ebenso zurückgewiese« habe tote die-Zumutung, im Falle einer Liquidation eint einzelne Firma auf Kosten der Allgemeinheit der deut­schen Industrie und aus Kosten der Gesamtheit der ge­schädigten Ausländsdeutschen zu bevorzugen. Erzber- vers Ausdeutung meines Depeschenwechfels mit Luden- dorsf ist angesichts seines eigenen Verhaltens nicht nur eine kaum zu übertreffende Fahrlässigkeit, sondern aber­mals eine bewußte Unwahrheit, die lckiglich dem Zwecke dienen soll, die Ansmerksamkest der Unkun­digen und Urteilslosen von dem Verbrechen ab­zulenken, das Herr Erzberger im Sommer 1917 im Fahrwasser der Familie Bourbon-Parma am deutschen Volk begangen haj. Und dieser Mann drückt toetter zur Schande Deutschlands einen deutschen Ministerftuhl!

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Annahme des Friedensvertrages im französischen Fpiedensausschuß. '

wb. Versailles, 2. Äug. Der Friedens- gusschuß der französischen Kammer ratifi­zierte gestern den Friedensvertrag mit 35 gegen eine Stimme (Abg. Louis Marin) bei zwei Stimm­enthaltungen (Abg. Erodet, Daniel-Vincent). Der Hriedensausschuß besteht aus 60 Mitgliedern.

' Marineminister Leygues setzte auseinander, «eiche Anstrengungen die französische Regierung mache, um die während des Krieges verlorene Ton­nage wieder zu erhalten. Unglücklicherweise sei ein

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Eine Erklärnng Kronprinz Rupprechts

tob. München, 2. Ang. DieMünchener Zei­tung" veröffentlicht ein Schreiben, das der ehemalige Kronprinz. Ruppttcht von Bayern an den Präsidenten des bayerischen Landtages gerichtet hat. Darin heißt es:

Herr Präsident! Bis zur Stunde erwartete ich auf die Einsetzung eines deutschen Staatsgerichts­hofes, der die Verantwortung aller Führer des deut­schen Volkes für die politische Leitung der letzten Jahre und für die militärpolitischen Führer während des Krie­ges feststellen soll. Durch bie Bildung eines solchen deutschen Staatsgerichtshofes wäre die Gemeinsamkeit der Verantwortung für alle deutschen Stämme und damit die innere Geschlossenheit in der Erfassung ihres ein­heitlichen Schicksals aufs neue festgelegt worden. Es ist nicht zu diesem Akte der klaren Betonung der Volkssouveränität gekommen. Die deutsche Regierung hat sich in der traurigen Zwangslage gesehen, gemäß dem Friedensvertrag die Auslieferung aller jener Personen an die feindlichen Mächte zuzugestehen, die von diesen angellagt sind, Handlungen gegen die Ge­setze und Gebräuche des Krieges begangen zu haben. Ich bin mir solcher Handlungen nicht bewußt. Sollte dennoch meine Auslieferung begehrt werden, lege ich hiermit feierlichst Verwahrung ein, ein Gericht anzu- ertennen, in dem der Kläger zugleich Richter ist und welches in Wirklichkeit als Instrument der Be­friedigung des Rachebedürfnisses dient oder zur Osten- tation der angeblich reinen Kriegsmoral unserer bis­herigen Gegner. Diese Friedensbedingung verletzt, das Selbstbestimmungsrecht - des deutschen Staates in einem wesentlichen Punkte. Die Sieger haben damit bekun­det, daß sie nicht die Träger der sittlichen Idee sein wollen, sondern die Vollstrecker plutokratischer .Weltgewalt. Ich beuge mich nicht freiwillig einer solchen Tyrannei und werde unter keinen Umständen der Aufforderung, vor einem austerdeutschen Staatsgerichts­hose Rede und Antwort zu stehen, gutwillig Folge leisten. Aber ich erkläre hiermit feierlich: Nachdem meine Er­wartung auf die Einsetzung eines deutschen Staatsge- richtSbores nicht mehr erfüllbar ist. bin ich bereit, dem bayerischen Volke vor einem bayerischen Staats­gerichtshofe Mich zu stellen, weil die Wahrung des vollen Selbstbestimmungsrechts und der damit verbundenen Sou­veränität des bayerischen Bolles mir am Herzen liegt. Darum. Herr Präsident, überantworte ich mich hiermit dem bayerischen Landtag als dem derzeitigen einzigen Träger der bayerischen Staatshoheit. Sollte der baye­rische Landtag, für den Fall, daß meine Auslieferung an einen interalliierten Gerichtshof verlangt wird, solchem Verlangen Rechnung tragen, so werde ich mich diesem Bescheide fügen, und ich bin dann wenigstens der Ver­antwortung enthoben, durch mein persönliches Verhalten zu der Mißachtung der Souveränität des bayerischen Volkes beigetragen zu haben.

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EnteiW über öos MWtz.

General Lud em dorff nimmt imTag" Stel­lung zu dem Weißbuch über die Vorgänge, die zum Waffenstillstand und Friedensschlutz geführt haben. Er erklärte, die amtliche Vorbemerkung gebe eine durchaus einseitige und ent st eilende Dür­ft e l l u n g der Geschichte und ziehe einseitige und falsche Schlüsse. Prinz Max habe ebenfalls am 5. Oktober ausgeführt, daß wir, wenn es unab­änderlich fei, weiterkämpfen, den Endkampf um Le­ben oder Tod weiterführen würden. Die Einigkeit zwischen Reichsleitung und Oberster Heeresleitung habe bis zum 17. Oktober angehalten, und als die zweite Wilsortz-Note keinen Zweifel mehr an der Notwendigkeit ließ, weiter zu kämpfen, falls wir nicht kapitulieren wollten, habe er in der Sitzung vom 17. Oktober diesem Standpunkt folgerichtig Rechnung getragen, während die Reichsleitung nicht entschlossen war, ihrerseits die Folge aus den Worten des Reichskanzlers am 5. Oktober zu ziehen, lieber die Besprechung -bes 29. September ent­halt", fährt Ludendorff fort,die Denkschrift nichts, und doch ist sie für den Hergang der Ereignisie und für die ganze Beurteiulng der Lage von wesent­licher Bedeutung." Die Ereignisie vom 13. August bis 28. September seien vollständig einseitig von Herrn v. Hintze dargestellt worden. Zum Schluß sagt Ludendorff:Von Schweden habe ich im Fe­bruar an den Reichspräsidenten geschrieben und ihn gebeten, durch Gegenüberstellung des Materials, nicht meiner Person wegen, Klarheit zu schaffen. Ich habe Antwort auf dies Schreiben nie er­halten. Gern hätte ich dem deutschen Volk diesen Streit erspart. Ich hoffe, daß meine im August er­scheinenden Kriegserinnerungen zur Klärung der Lage beitragen werden, nicht um niederzureißen, sondern um aufzubauen."

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wb. Paris, 2. Aug. (Reuter.) Das polnische k.Parlament genehmigte den Friedensvertrag Nii Deutschland gestern mit 285 gegn 41 Stimmen.

wb. Mährisch-Ostrau, 2. Aug. Im pol- i'schen Parlament gab Paderewski Erklärungen Wer den Friedensvertrag mit Deutschland ab und «ilte mit, daß Polen durch die Abänderung des Pertrages 95 000 Quadratkilometer verliere, aber W 000 Polen gewinne. Die Internationalisierung der Weichsel konnte nicht verhindert werden, weil -die Westmächte alle Flüsie der Welt internatio­nalisieren wollen.

d biet« Matrosen sei als eine Verletzung des Waffenstill- soSendr t, - - - - - -

ans Kurland statt. G1.1tn.ul Guu^ fviLtiiu, uuy **r Abtransport der deutschen Truppen bis zum 20. 8. y beendet fein müsse. Tie deutschen militärischen Stellen : ^esen darauf hin, daß die Durchführung in dieser 1 'Urzen Zell technisch unmöglich ist.

Vorbeugung.

Herr Erzberger hat sich nun schon allerhand sagen lasien müsien. Er erwartet aber noch mehr und läßt deshalb durch das halbamtliche Wolff-Büro vorbeugen, das folgende Meldung ver­breitet:

Der Reichsregierung ist vom Staatsministerium eine» Freistaates ein Schreiben zugegangen, - in dem darauf aufmerksam gemacht wird, daß seit mehreren Monaten in Stadt und Land -systematisch und von ganz bestimm­ten Stetten aus Gerüchte und Verleumdungen gegen Mitglieder der Reichsregierung sowie der einzelnen frei- staatlichen Regierungen, insbesondere Legen die Führer der alten sozialdemokratischen. Partei, die im Regie­rungsdienst tätig sind, in Umlauf gesetzt toorden sind. Die Verdächtigungen richten sich besonders gegen den Reichspräsidenten Ebert, den früheren Ministerprä­sidenten Scheidemann und gegen den Reichsmrnister Erzberger. Sie sind derartig niederträchtig, daß man hoffen darf, sie werden von dem gesunden Sinn bet Mehrheit des Volkes mit Entrüstung abgelehnt werden. Indessen häufen sich die Gerüchte in der letzten Zeit immer mehr. Das Staatsministerium des betreffende# Freistaates hält es daher für nötig, daß die systemati­schen Verleumdungsaktionen widerlegt -und zum Scheitern gebracht werden. Gleichzeitig ist von anderer Seite dem Ministerpräsidenten mitgeteilt worden, daß in den nächsten Tagen gegen den Reichsminister Er-zber- ger neue Verdächtigungen auftauchen werden. Es soll ihm Hamsterei während der Kriegszeit vorgeworsen werden. Seim Reklamationsakten sollen ver­öffentlicht und seine Steuererllärung unter Nachweis über sein Einkommen einander gegenübergestellt werden, um ihm schwere Steuerhinterziehung nachzuwev- sen . Es bebau' kaum der Feststellung, daß alle solch« Verleumdungen völlig grundlos und wider besseres Wis­sen ausgestreut sind. Es soll keiner bestimmten Partei und keinem bestimmen Bevöllerungskreis die Schuld an den niederträchtigen Lügen ausgeladen werden. Di« Reichsregierung bittet aber jeden, dem solche oder ähnlich« . Verdächtigungen geäußert werden, diese zu ihrer Kennt- .nis zu bringen, damit sie in der Lage ist, den Verbrei­ter zur Rechenschaft oder vor das Strafgericht zu ziehen. Ihr liegt nicht an der Brandmarkung des einzelnen, wohl aber an der restlosen Aufklärung der Grundlosig­keit solcher Ausstreuungen.

Private Angelegenheiten in den Kampf gegen politische Gegner hineinzuziehen, verdient Vem urteilung. Es scheint aber hi^-^l« ob das Augem^

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Danzig.

wb- Amsterdam, 2. Aug. Reuter meldet »us Paris: Der Oberste Rat hat beschlosien, daß die deutschen Truppen aus Danzig zurückgezogen werden sollen. Den polnischen Truppen wird es untersagt, Danzig zu betreten. Das Gebiet wird drei Abgrenzungskommissionen übergeben.

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wb. Bern, 2. Aug. Wie derProgrtzs de Lyon" aus Paris erfährt, besteht innerhalb des Friedensausfchusies der Kammer über den Vertrag fMgenbc Ansicht: Die Mitglieder sind der Meinung, daß die Mehrzahl der Deutschland auferlegten Be-

Der französische Druck im Saargebiet.

wb. Versailles, Z. Aug. Dem Berichtersta-ter Matin" erklärte der französische Befehlshaber deS «aargebiets. General Andlauer in Saarbrücken, Frank- leidj kontrolliere die Kohlengruben des Saargcbiets voll­ständig. Es wäre also absurd, wenn es nicht den Ver­such machen würde, auch in den metallurgischen Unter­nehmungen Einfluß zu gewinnen. Wenn man dtesen «abriken Kohlen liefere, könne man leicht großen Ein­fluß auf ihren Geschäftsgang ausüben. Die In­dustriellen müßten deshalb begreifen, daß es in ihrem Interesse liege, wenn sie sich dem französischen Kaptral «ngliederien. General Andlauer meinte schließlich, foenn man die Industrie in der Hand habe, sei es wohl -eicht auf die Einwohner einzuwirken, damit diese von ihrem Recht der Naturalisation Ge­brauch machen.

®et Abtransport der deutschen Truppen au8 Kurland.

3. Ang. Am 2. 8. fand erneut eine den Abtransport der deutschen Tr>.tp-

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Die Bereitschaft zumBerständigungsfrieden"!

Genf, 2. Aug.Echo de Paris" bringt eine Unterredung mit Ribot. Ribot wiederholte feine Erklärung.-rn der Kammer, daß Frankreich kein direktes Friedensangebot an Deutschland gerichtet habe, wohl aber sei auf Grund des Czerninschen Ge­heimberichtes bereits 1917 die traurige Lage der Mittelmächte bekannt geworden, weshalb die Mest- mächte eine Friedensgeneigtheit Deutschlands er­proben wollten. Selbstverständlich hätte der Frieden niemals anders abge­schlossen werden können, als es jetzt geschah.

Ein italienisches Urteil.

wb. B e r n, 3. Aug. DerEorriere della Sera" bezeichnet die Auswahl der Schriftstücke im deut­schen Weißbuch als tendenziös. Erzberger habe die Auswahl der Dokumente s 0 getroffen, da­mit das deutsche Volk bei dem Glauben bleiben solle, daß er nicht bie geringste Schuld an der Kata­strophe habe.

Ein französisches Urteil über Erzberger.

Ein hervorragender französischer Politiker, der bei den rechtsstehenden republikanischen Kreisen große Ach­tung genießt und vor dem Krieg Teutschlarch ost besucht hat, sagte demJournal de Töbats" zufolge: Was den Deutschen dort drüben sensationell erscheint, ist uns schon etwas Altes, und dann haben wir auch gewisse Gründe, nicht allzu essen zu fein. Dagegen können wir uns zu zwei Dingen -beglückwünschen: 1. daß ein Politiker wie Erzberger mst diesen Enthüllungen begonnen hat, und 2. daß diese Enthüllungen in der ersten Versammlung der neuen deutschen Republik er­folgt sind. Cb die Deutschen Herrn Erzberger gut ken- neu, weiß ich nicht, aber wir kennen ihn gut, so gut, daß niemand etwas ernsthaft nimmt, was von dieser Seite stammt. Herr Erzberger ist eben viel zu bekannt unb viel zu kompromitiert in der ganzen Welt, um mit dem, was er sagt, noch großen Eindruck iu machen.

Versailles, 4. Aug.Sntranfigeant" er» wahrst eine Depesche auS Tokio, wonach Japan und China fet Peking über die Schantungfrage verhandeln wollen. Japan soll danach zum Entgegenkommen be- »if fein.

Pf-, hr« tote zielt.

Da die Stimmen in der Ententepresse bezüglich der Auslieferung Kaiser Wilhelms II. nicht verstummen wol­len, richte ich folgenden offenen Brief int Anschluß an meine bis heute unbeantwortet gebliebene Depesche vom 7. Juli an Eure Majestät, indem ich nochmals an das Gerechtigkeitsgefühl Eurer Majestät appelliere. Soll­ten sich Eure Majestät und Ihre verantwortlichen Rat­geber noch wirklich im Unfiaren befinden über die Ursache und Schuld am Weltkriege, so bitte ich zu bedenken, daß vorhandene Dokumente sowie Tatsachen ztveifelsstei darauf hindeuten, daß einzig die englische Regierung es war, welche seit Jahren diesen Weltkrieg vorberei­tete, um Deutschland als lästigen Mitbewerber auszu­schalten, daß somit diese Regierung allein die Schuld für die Entstehung des Krieges sowie dessen Folgen trägt. Trägt somit England die Hauptschuld an der Herbei­führung des furchtbarsten aller'Kriege, so tragen Mit­schuld auch alle jene Nationen .welche sich als mit Eng­land verbündet betrachten. Wollte man in der uner­hörten Forderung der Auslieferung eines Souveräns den Wtlnfch erblicken, her Wahrheit der Kriegsurfache näherzukommen ich vermag dies nicht ---- müßte mau folgerichtig den Schluß ziehen, daß. auch jene vor da? Forum gestellt werden, die in erster Linie sich der Schuld am Kriege dringend verdächtig machten. Dazu gehören die leitenden Staatsmänner der britischen Regie­rung sowie die der mit England verbündeten Staaten. Der Prinz, erklärt weiter, er könne sich einen Gerichts­hof vorsiellen, zusammengesetzt, au5 Männern neutra­ler Staaten, mit dem Sitz in Madrid, der .Hauptstadt jenes Landes, das einen rechtlich denkenden Souverän besitze, der redlich bemüht gewesen fei unbedingte Neu- irafttät zu wahren. Der Prinz schildert dann, wie Deutschland nicht durch die Waffen der Entente, son­dern durchsilberne Kugeln" und durch die Hunger­blockade, das humane Werk^ug englischer Kriegskunst, bezwungen wurde und wehrlos der Rache und Habgier der erbarmtingslosen Gegner ausgeliefert fei. Deutsch­land fei schwer getroffen, aber nicht tot. Der deutsche Geist, der zurzeit schwer umuachtet erscheine, lebe weiter und werde dermaleinst Rechenschaft von seinen Feinden fordern. Dantm bitte ich, schließt der Prinz, in zwölfter Stunde nochmals, von einer Vorgerichtstellung Seiner Majestät Kaiser Wilhelms II. Abstand zu nehmen.

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'banatÄ Wn9!!n9en im Prinzip als für Frankreich befriedi- ere ro* 8enI) bezeichnet werden dürfen. Eines der hervor- ren M tragendsten Mitglieder der Kammer äußerte sich zu- i M fammenfaffend, der Vertrag sei in seinen Durchfüh­rungsmaßnahmen schwach. Der Ausschuß bedauerte Jener, daß dex Friedensvertrag nicht einmal ver­sucht habe, die Einheit des Deutschen Reiches zu zerstören. Wenn auch die Zere- »onie vom 28. Juni 1919 in Versailles Frankreich -ewisse moralische Befriedigung geben könne, so sei doch dadurch die Zeremonie vom 18. Januar 1871

ungsge wb. Paris, 4. Aug. (Havas.) Das Verbot der Die bo Einfuhr von deutschen Banknoten, Gold und anderen »rlehn* Zahlungsmitteln wurde aufgehoben.

? V / wb. Paris, 2. Aug. (Havas.) LautMatin" fcjnrf'en die Städte Douai und Cambrai mit dem Ereuz der Ehrenlegion ausgezeichnet.