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Um die Freiheit Aegsvtens.
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bereits bekannten Note der deutschen Regierung ein Bedauern über da» den Gesetzen zuwider« laufende Geschehnis aussprach. Ein Augenzeuge des Vorfalles bestätigt, daß es den Mitgliedern drr deutschen Abordnung in keiner Weise eingefallen ist, das französische Publikum durch Hochrufe, Grimassen usw. zu reizen. Sehr sonderbar wirkt bie Behauptung, daß nicht festgestellt sei, daß die Menge Steine warf. Frau Dornblüth, die noch an einer Kopfverletzung im Krankenhause dckr- niederliegt, kann das Gegenteil bestätigen. Auch andere Mitglieder der Abordnung wurden, wenn auch leichter, durch Steinwürse verletzt. Das feindliche Verhalten des französischen Publikums beschränkte sich nicht auf den Augenblick, als die deutschen Delegierten das Hotel verließen, sondern setzte sich den ganzen, ziemlich langen Weg fort, den die Abordnung zum Bahnhof zurückzulegen hatte.
Milderungen für Deutsch-Oesterreich?
wb. W i e n, 1. Aug. Die „Neue Freie Presse" meldet: Die Vertreter der in Wien weilenden Ententemissionen' die während ihres Aufenthaltes in Wien Gelegenheit hatten, die wirtschaftlichen Verhältniffe Deutsch-Oesterreichs gründlich kennen zu lernen,.sind zu der einheitlichen Ueberzeugung gelangt, daß die finanziellen Bedingungen des Friedensveriragsentwurfs von St. Germain z u hart feien und daß sich die Notwendigkeit ihrer Milderung ergebe. Die Vertreter erstatteten in diesem Sinne nach Paris Bericht.
wb. Klagenfurt, 31. Juli. Im Lause des Tages räumten die südslawischen Truppen die nördliche Zone des Klagenfurter Beckens und zogen sich hinter die vom Viererrat festgesetzte Demarkationslinie zurück. '
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München, 81. Juli. Der früher« Staatssekretär des Aeuheren v. Kühl mann ist mit der Abfassung der Aufzeichnungen über feine Tätigkeit als Auslands- Minister beschäftigt, die noch in diesem Jahre im Druck erscheinen werden. Er erklärt schon jetzt, datz ein be- stimmte» englisches oder französisches Friedensangevot niemals der Reichsregierung vorgelegen hab«.
roK* Bern, 81. Juli. Der „Eorriere della Sera" veröffentlicht einen autzerordentlich heftigen redaktionelle« Leitaufsatz gegen Erzberger, der je nach dem Mnde geh«, den Annexionisten und Pazifisten spiel« urü> durch Korruption gearbeitet habe. Nach dieser Sachlage Bunten seine Enthüllungen nur auf B e r - dreZung d,x Tatsachen beruheru
wb. Paris, 1. Aug. Der „Matin" meldet, datz, Poincare nach Ablauf seiner Amtszeit im Februar 1920 nicht wieder kandidieren wird. Er wird im Maas« departement bei den Senatswahlen kandidieren. Er könnt« aber auch als Ministerpräsident oder Ministeij in der Regierung bleiben.
wb. Lon'don, 1. Aug. Im Oberhaus« routix gestern di« Zustimmung des Königs zu der Vortag« über den englisch-französischen Vertras bekanntgegeben, wodurch beide Vorlagen Gesetz werde«, wb. Versailler, 1. Aug. Der Sonderbericht* erstattet des „Echo de Paris" in Washington meldet, der Senatsausschutz für auswärtige Angelegenheiten beginne mit der Vernehmung finanzieller und wirtschaftlicher Sachverständiger. Senator Eor« schlug etiN Abänderung des Friedensvertrags vor, wonach Im land, Korea, und die Philippinen zu unabhängi, gen Staaten erklärt werden sollen.
Krieg? ichädij :reinM :rburg|
Die Zurückziehung-ber englischen Trippe« «w Rordruhland.
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Marburg
Sonnabend, 2. August
AildniiWN lit Die besetzten Miete.
b. Berlin, 1.Aug. Die durch den Unterstaats- sekretär im Ministerium de» Innern Lewalb am 11. Juli überreichte Note ist von den Westmächten jetzt beantwortet worden.
Di« Westmächte sind bestrebt, die Besetzung so wenig wie möglich drückend zu gestallen. Zunächst bleibe» alle deutschen Gesetze in Wirksamkeit, und es wird völlig freie Ausübung der persönlichen und staatlichen Rechte, völlige Religionsfreiheit, Freihell der Presse und der Versammlungen sowie volle Bewegungsfreihell zugestan» den. Die Westmächte gestehen ferner zu,.keine Verordnungen zu erlassen, ohne sich vorher mll dem Reichskommissar in Verbindung gefetzt zu haben. Die Höhe der Besatzungstruppen wird alsbald mllgeteilt werden. Auch in der Festsetzung der Höhe der deutschen Polini» truppen soll ein Einverständnis herbeigeführt werde«. Es war bisher bestimmt worden, daß sämtliche Persone« in den besetzten Gebieten den Gerichten der Besatzungs- truppen unterstellt sein sollen. Diese Bestimmung ist aufgehoben worden. Richierlich« Handlungen wegen poetischer Vergehen deutscher Staatsangehöriger in der ßdt seit dem Wafftnstillstandsabkommen sind verboten. Es tritt also eine gewisse Genrralamncstie ht Kraft. Alle Bestimmungen der Westmächte erstrecken sich nicht a«f das Zivilrecht. Die Austragung privatrechtlicher Verträge kann also vor deutschen Gerichten erfolgen. S>k bisherige Bestimmung, daß alle auf deutschem Gebiete befindlichen Deutschen, die sich einer strafbaren Handlung giegen ein Mitglied der Besatzungstruppe haben zuschulden kommen lassen, ausgeliefert werden müssen, ist ebenfalls aufgehoben worden. Sie bleibt nur noch für die Personen in Kraft, die sich auf deutsches Gebiet gv>, flüchtet haben. Die Westmächte haben nicht die Absicht, die politischen BerwaltnngSgrenzen abzuändern. Damit wäre die Frage der rheinischen Republik erledigt. Das bisherige Verbot der Abführung vo» Stenern und Abgaben der im besetzten Gebiet liegende«, Gemeinden an die zuständigen Kreiskassen ist ebensallü ausgehoben worden. Ferner verzichten die Westmächte auf das Recht, deutsche Beamte im besetzten Gebiet vo» sich aus abzufetzcn und verpflichten sich, falls sie eint solche Absetzung wünschen, diese durch den deutsche« Reichskommifsar in die Wege leiten zu lasse«. H tritt weiter völlige Freiheit des Brief6er» kehrS, ferner der Telegramme und Ferngespräche em. Wenn die Weftmächte es für nötig halten,,den Be» lagerNugszustand über ein Gebiet zu verhänge«, so werden sie sich auch hier zunächst mit dem Reichskommisfat in Verbindung setzen. Alle bisher von den milllärische« Besä tzungsbehörden erlassenen Verordnungen werde« außer Kraft gesetzt. Die Westmächt« werden ferner sämtliche Akten der bisher ausgewiesenen deutschen Reichsangehörigen nachprüfen und die Rückberusung dieser Persone« ins Auge fafsen. Die Westmächte haben sernerhin nicht die Absicht, sich in die innere Organisation Deutschlands einzumischen. Sie haben zugesagt, daß in, Zukunft keinerlei Agenten mehr unterhalten werden, die eine Ihm» trolle über die deutschen Regierungsstellen auszuübe« haben. Die deutsche Regierung hat außerdem sticht zu befürchten, daß von den Besatzungsbehörden ein fremb» fprachiger Unterricht eingesührt wird.
Das sind gewiß wesentliche Zugeständniffe. Dio Hauptsache ist jedoch die Frage, ob die hier zugesazs ten Milderungen auch verwirklicht werden.
3« dem „erlösten" Elsaß.
Karlsruhe, 31. Juli. Di« in den letzten Tageck aus Straßburg zurückkehrenden Flüchtlinge berichte« Einzelheiten über di« Ausstandsunruhen in Straßburg, die einen ernsten Charakter trugen. Zwei französisch« Offiziere wurden umgebracht, einem die Hirnfchabe em» geschlage«. Auf dem Kleberplatz riefen dl« Ausständigen: „Es led.e Preußen!", und am Bahnhof sangen sie die „Wacht am Rhein". Mehrer« Tage lang Hal die französische Militärbehörde es für iotwendig er, achtet, die wichtigsten Straßenkreuzungen militärisch be». setzen zu lassen.
wb. Berlin, I.Aug. Der „Abend" meldet au» Karlsruhe: Nach weiteren verläßlichen Berichten an» Straßburg sind dort erneute Unruhen ausgebrochen. Auf dem Bahnhofsplatz sanden Kundgebungen statt, biß einen geradezu revolutionären Charakter trugen. Die Ausständigen griffen erneut daS französische Militär an und töteten eine größere Anzahl Soldaten und mehrere Ofsiziere, von denen einige in den Fluß geworfen wurden. Der Gouverneur droht« den Belag«, rungszustand an.
mit dem Kreisblatt für den Kreis Marburg
Tageszeitung für (das früher kurhessische) Oberhessen
: C.br
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b Domänen zwischen Tokaj und Szolnok an einzelnen jellen den llebergang über die Theiß. An den
Uebcrgang der Rumänen über di« T^-'ß.
B u d a p e st, 1. Aug. Das Armeeoberkommando meldet: Am 31. Juli versuchten die Ru-
wb. London, 1. Aug. (Reuter.) Di« R^ierung ftMkssL.Dimmte, daß General Rawlinfon. sofort nach Ijzjjii^DAordrußland gehen solle, um dafür zu sorgen, daß vie mrrückziehung der Truppen von Archangelsk mtt dem Aückzuge von Murman in Uebeveinstimmung gebracht
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a.£ l" Die Ursache des schon seit Wochen in Frage 20 Mo tzrhenden Rücktritts der Räteregierung liegt in den "’S Wnehmenden Ernährungs- und Eeldschwierigke--
Wb. Berlin, 1. Aug. Noch einer Haager Melkst der „Deutschen Allgem. Ztg." traf eint ägyp- ksich- Abordnung in Paris ein, um den Kamps für fr8 Unabhängiareit des ägyptischen Volkes auszu- ^LDkhmen.
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rt tt SU^öElnen Stellen gelang es jedoch dem Feind, h e r- i| I! iiei6 erzukommen. Unsere Truppe« gingen zum D. Gegenangriff über, um den Feind zurückzuwerfen.
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Die finanziellen Bedingungen.
wb. Versailles, 1. Aug. Vor dem Fr-e- densausschuß .der Kammer sprach Finanzminift'-r Klotz über die finanziellen Verpflichtungen Deutschlands. Nach Klotz belaufen sich die Kriegskosten auf 1005 Milliarden. Wenn auch kein Hauptgläubiger bevorzugt werden solle, habe man trotzdem Privilegien ausstellen müsien und sei zu iem Ergebnis gekommen, daß in erster ßinit*Tte Wiederherstellung der besetzten Gebiete und dann die Wiedergutmachung des zugefügten Schadens ftoit- finden müsse. Von der jährlichen Entschädigungssumme, die Deutschland b? '.alle, werSe Frankreich mehr als 50 Prozent erhalten. Hätte man die sofortige Zahlung verlangt, so wäre Deutschland ruiniert und dem Bolschewismus verfallen gewesen. Der Grundsatz sei deshalb gewesen,^Deutschland die Erfüllung seiner Verpflichtungen 'dadurch zu ermöglichen, daß es arbeite. Es fragt sich nun, was Deutschland bezahlen könne. Die Reichsbank verfüge nur noch über eine Milliarde und vrei- hundert Millionen Eoldmark. Die mobilen Werte, die Deutschland verfügbar habe^ könnten kaum sieben bis acht Milliarden übersteigen, denn viele Werte seien ins Ausland gegangen. Deutschland habe zwar vor dem Kriege dreißig Milliarden ausländischer Werte besessen, diese Summe sei aber im Kriege vermindert worden. Außerdem seien viele Werte seiner, früheren Verbündeten stark entwertet worden. Die Verbündeten hätten sich deshalb der Werte und Güter bemächtigen müsien, die Deutschen im Auslande gehören. Es handle sich hier um eine große Summe, deren Höhe man aber habe noch nicht festsetzen können. Dazu kämen die H a n d e l s- schiffe und Binnenschiffe. Die einzige Regelung, die als vrapilch erkannt worden sei, sei die Ausgabe von Schatzschoiucu, bie zugunsten der Wiederherfcellungskommission bis 1921 in Bezug auf ihre Hohe festgesetzt werden sollen. Ihr Wert werde selbstverständlich davon abhängen, in welcher wirtschaftlichen Lage sich Deutschland befinden werde. Die Arbeits- und Sparkraft des deutschen' Volkes gebe aber keine Veranlassung zur Verzweiflung.
Die Ablieferung von Milchkühen.
wb. Versailles, 31. Juli. Heute fand die erste Besprechung zwischen den deutschen und sran- zösischen Sachverständigen über die Abgabe von Tieren nach der Anlage 4 zu dem Artikel 236 des Friedensvertrages statt. Von den deutschen Kom- misiaren wurde zu der Frage der Ablieferung von Milchkühen ausgeführt, daß es nicht die Absicht der Westmächte sein könne, auch noch nach dem Krieg die deutschen Kinder durch die Entziehung der Milch zu schwächen. Es wurde darauf hingewe- sen, daß sich bei den Westmächten selbst gegen die Lieferung von Milchkühen Bedenken erhoben haben, wie insbesondere aus einer Rede'Lord Robert Cecils im englischen Unterhaus heroorgehe. Die deutschen Abgeordneten erklärten, daß sie fest darauf vertrauten, daß die Westmächte Deutschland die Lieferung von Milchkühen aus den deutschen Beständen erlasien werden. Sie würden sich aber dieser Lieferung fügen, wenn sie tatsächlich dazu gezwungen werden sollten. Der Vertreter der Wrst- mächte behielt sich die Antwort auf diese Erklärung vor.
Die deutschen L«stschiffe.
wb. Amsterdam, 1. Aug. General Seely beantwortete eine Anfrage, wieviele deutsche starre Luftschiffe gemäß den Friedensbedingungen England zugewiesen würden, dahin, daß nach den Friedensbedingungen alle deutschen Luftschiffe ausgeliefert werden müßten, daß aber die genaue Zahl der England zuzuweisenden Luftschiffe noch nicht bekannt sei. Die Luftschiffe würden in Deutschland übernommen werden.
Die Kriegsgefangenen.
wb. Versailles, 1. Aug. In der heutigen Vollsitzung des Organisationsausschusies der Wie- dergutmachungskommisfion bat der Vorsitzende der deutsch. Friedensabordnung, Frhr. v. Lersner, nochmals, endlich die Frage der Heimbeförderung der deutschen Kriegsgefangenen in Angriff zu nehmen. Minister" Loucheur versprach, Ministerpräsident Clömenceau umgehend von dem Ersuchen Kenntnis zu geben.
w Die Vorfälle 6d der Abreise der Deutsche«.
wb. B e r l i n, 1. Aug. Zu der Havasmeldang, daß da» Schiedsgericht zur Untersuchung über die Vorfälle, de sich bei der Abreise der deutschen Abordnung ereigneten, beantragt hat, die Untersuchung niederzuschlagen, erfährt dar Wolffsche Büro: Diese Havasmeldung steht in sonderbarem Gegensatz' zu der Tatsache, daß Cl^menceau in iei
__M die Entscheidung mit brausendem Jubel ent- 7*/< M gegen. In den Kasernen wurde das Ergebnis gleich- i jubelnd begrüßt. Die Kommunisten scheinen
' Hch in die Verhältnisse gefunden zu haben und an !. An?» fttne Gegenaktion zu denken.
4 wb. Budapest, 1. Aug. Die neue Regierung itoilu $ folgendermaßen zusammen: Ministerpräst- «MHnt: Julius Peidl; Minister des Innern: Karl * aye r; Kriegminister: I. Hau brich; Minister ies Aeußern: Peter Agoston; Unterrichtsmini- r: Alexander Earbai; Justizminister: Karl
sDie „Oberhessische Zeitung" erscheint sechsmal wöchentlich. - Der « .inQ IBezugspreis beträgt monatlich 1.60 X. frei in« Haus- durch die Post 1 (O 1.75 X. ohne Bestellgeld. — Verlag eon Dr. C. Hrtzeroth.
1 Markt 21/21. — Fernsprecher 55.
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WM der MWW» SmsrlttgikkM. ammltu Wien, 1. Aug. Bela Kun und die Räteregie- Norlla, ring sind z u r ü ck g e t r e t e n. Ein rein s-zialisti- Hes Ministerium ist gebildet. Seine c:'.e Tat 'st Me Wiederherstellung des Privateigentums.
Um 4 Uhr nachmittags trat der 500 Köpfe zählende Arbeiter- und Soldatenrat im Parlament zusammen. Es wurde beschlossen, daß die Rätere- > a- L «erung abzudanken habe und ein rein sozialistisckjes hinett zu bilden sei. Die Menge auf der Straße
aratni; Landwirtschaftsminister: Josef T a - «cs; Finanzminister: Josef Misrits; Mini- für Handel und Gewerbe: Anton Dovofek; knährungsminister: Frank Knittelhofer; ationalitäteinninister: Viktor Knaller.
wb. Budapest, 2. Aug. Kriegsminister
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Ein Sieg Denikins.
' tob. Amsterdam, 31. Juli. Drahtlos wird Vmeldet, daß Denikin eine neue Offensive an der iharkow-Poltawa-Front begonnen habe.
tob. Amsterdam, 1. Aug. (Reuter.) Die
"Armee Denikins errang einen großen Sieg. Sie wichtige Stadt Karatschi« an der Wolga, 110 Keilen nördlich von Zarizin, wurde den Bolschewisten abgenommen. Der Angriff geschah am 25. Suli und glückte vollständig. Die Truppen Denikins haben 5000 Bolschewisten gefangen genommen bnd neun Kanonen, eine Anzahl Maschinengewehre kvwie eine große Menge anderen Kriegsmaterials erbeutet. Die Bolschewisten kämpften mit großer Erbitterung, mutzten sich aber vor den Freiwilligen Denikins, die bei der Verfolgung bereits zwölf Steilen übet Kamischin hinausgekommen sind, zu- rsickziehen.
tob. London, 2. Aug. (Reuter.) Denikin lei Poltawa eingenommen und große Mengen Proviant und Kriegsmaterial erbeutet.
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wb. Versailles, 31. Juli. Die bulgarische Friedensabordnung überreichte heute der Friedenskonferenz ihre erste Note, die die mazedonische Frage, die Dobrudscha und Thrazien behandelt. Bulgarien vertritt den Standpunkt, daß ihm diese Provinzen nach dem Programm Wilsons nicht entrisien werden dürfen.
wb. Amsterdam, 1. Aug. Nach einem in englischen Blättern veröffentlichten Reutertelegramm erhielt man in amtlichen britischen Kreisen verläßliche Berichte aus Sofia, die ein sehr ernstes Bild der inneren Lage in Bulgarien geben. Mau hat den Eindruck, daß Bulgarien dem Beispiele Ungarns folgen, die Sowjetrepublik errichten und König Boris absetzen wird.
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tob. Bern, 1. Aug. Tie Vatikaukreiseu nahestehende Mailänder „Italia" erhätt aus Rom folgend« Ausfiih- rungen zu dem päpstlichen Vermittelungsverfuch:
Die Enthüllungen Erzbergers, der während des Krieges eine so bedeutende und je nach den Zeiten und Umständen so verschiedenartige Rolle spielte, machen in Rom tiefen Eindruck. Werden die Dinge aber aus das richtige Maß zurückgefithrt, so erscheinen sie weit bescheidener. Die englische Regierung bestätigte, wie bekannt, sofort den Empfang der päpstlichen Note und verpflichtete sich dabei, ihre Antwort mit der größten Sorgfalt zu erwägen. Ende August oder Anfang September überreichte England der Kurie eine zweite Note, die eigentlich nicht die Antwort auf die Botschaft des Papstes darstellte, sonder« sich nur auf diese bezog, die für die Stellungnahme zur Pavstnote nötige Vorfrage erörterte und die Frage der völligen belgischen Unabhängigkeit besprach. Auf diese Anfrage bezieht sich die von Pacelli abgesandte Note. Will man also genau sein, so muß man sagen, daß eS sich dabei nicht um einen englischen Friedens- Vorschlag. sondern um die Antwort auf die päpstliche Note handelt, die von der Staatskanzlei des Vatikans der deutschen Regierung übermittett wurde, um deren Ansicht über die englische Vorfrage zu erfahren. Die in der deutschen Antwort auf die päpstliche Note sicherlich efngefügtc Julientschließung genügte der englische« Regierung nicht. Dieser Gedankenaustausch zwischen England, dem Helligcn Stuhl und Deutschland wurde nie veröffentlicht, da er zu keinem Ergebnis geführt hatte.
auch so i eins/, ch eins «cht 811 mando tdo zu .h,(j
:anj -idtftft) das strengste Standrecht angeordnet. Wer die »fe:m"rvrdnung stört, plündert oder seinen Befehlen nicht llit c aMckicht Folge leistet, wird erschossen.
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ur -cit ten, der Unzufriedenheit der sozialdemokratischen «tiAt» .Arbeiterorganisationen und der ungünstigen mili- sst. Krischen Lage gegenüber Rumänen und Tschechen. ——— 'Die Rumänen stehe« bereits vor Budapest. Es ist * ftber anzunehmen, datz die Westmächte de« weiteren k^>rmarsch verbieten, da eine Regierung vorhanden Ht, die die Wünsche der Westmächte wird befriedi- 8»n könne«. Der neue Ministerpräsident ist der Mhrer der Setzer- und Buchdruckergewerkschaft.
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mittig, b. ««geb. 25 j. Eonbergebühr. — Postscheckk.: Rr. 5016 Amt Francs. a.M
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