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.Oberhesfische Zeitung- erscheint sechsmal wöchentlich Der

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Präsident Fehrenbach eröffnet die Sitzung Uhr 50 Min.

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wb. Bern. 31. Juli. Nach Pariser Meldungen ksSecolo" und desCorriere della Sera" ist die Miedereinführung des interalliierten Wirtfchafts- a t e s grundsätzlich beschlossen. Der Korrespondent ktCorriere della Sera" berichtet, dah in Japan, Amerika und England die Abneigung gegen ein« der- ttig« Organisation fortbestehe und dah zwar der Roh- kssenot Italiens und Frankreichs Rechnung getragen, ttet keiner allzu strengen Kontrolle hinsichtlich der Verteilung über di« Rohstoff« unterstellt werden soll. Aach der Auffassung Amerika» und Englaird, dürfte kcher die Tätigkeit der neuen Organisation nur in der Feststellung gewisser, unumgänglich notwendiger Min. kstbedürnisse Italiens und Frankreich, bestehe«.

wb. Berlin, 31. Juli. Auf die deutsche« Förde­

rin« selbständige Provinz oder einen selbstäickigen Staat, andernfalls würde es zur Abstimmung für Polen kommen. Das ist die Art, wie man immer mit Handgranaten vor uns hintritt. Wenn man Preußen in ein Dutzend kleiner Republiken auflöst, so hintertreibt man dadurch dir Mög­lichkeit, eine» einheitlichen deutschen Berwaltungskörper auszubilden. Die viele» Einzelstaaten würden auch «int außerordentliche Verteuerung des BerwaltungssystemS be­deuten. Das alte preußische Brrwaltungssystem ist das billigste gewesen, das es in der Welt gegeben hat. Jawohl, eS läßt sich nicht bestreiten, daß daS demo­kratisch-republikanische Berwaltungssh- ste« viel mehr Geld erfordern wird; dafür hat es auch erhebliche Vorzüge, da es die Möglichkeit gut Entwicklung der inneren Kräfte bietet. Man soll nicht mehr t» den Ereignissen von 66 herumwühlen, weil damals Unrecht geschehe« ist. LS ist in der Welt viel Unrecht geschehen. Das größte Unrecht aber, daS je geschehen ist, ist der Frieden, den uns unsere Feinde auferlegt habe«. (Langandaucrnde Zustimmung.) Demgegenüber gibt es nur eine Aufgabe, geschloffen Und fest zusammenzustehen und «ns nicht in inneren Streüigkeiten zu verlieren. Rehme« Sie den Art. 18 i» der neue» Fassung ex. Er möge aber nur in An­wendung gebracht werden, wenn wirkliche Interessen des Reiches in Frage kommen. (Lebhafter Beifall.)

LDer Kompromißantrag M Art. 18 wich «ft großer' Mehrheft »»genommen.

Cs folgt die Beratung der zurückgestellten Artikel 74 und 76 ILolksentscheidung und Verfassungsänderung).

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In der um 3V< Uhr wieder exöfftteten Sitzung wird I die Berattrng mit' Abschnitt 4: Bildung und Schule (Art. 139-147) fortgesetzt.

Unterstaatssekretär Schulz: lieber Sinn und Trag-1 weite der Verständigung der drei Parteien habe ich im I Auftrage der Regierung und der Antragsteller folgendes zu erklären: lieber den Grundgedanken des Artikels 113, wktoach sich auf einer für alle gemeinsamen Grundschule das mittlere und höhere Schulwesen organisch ausbaurn I 'oll, sind sich die drei Parteien einig. Ein nunmehr von den drei. Parteien beantragter neuer Absatz schafft I demgegenüber die von dieser Norm abweicheiche Schulform. Als solche sind anzusehen, die Volksschulen bestimmter religiöser Bekenntnisse und die rein weltlichen Schulen, I in denen Religionsunterricht überhaupt nicht erteilt wird. I Diese Schulen sollen innerhalb der Gemeinde errichtet werden können unter den Voraussetzungen: 1. Ein orb- mingsmäßiger Antrag einer ausreichenden Zahl von I Erziehungsberechtigten der Minderheit und 2. der Auf- rechterballung eines geordneten Schulbetriebcs. Sind diese Voraussetzungen erfüllt, so muß dem Antrag statt-1 gegeben werden. Wer als erziehungsberechtigt anzu- 'eben ist, wieviel Schul»« cinzurichten sind und in velcher organischen Form, das soll die Landesgesetzgcbung I nach Richtlinien regeln, die durch ein Reichsgesetz auf­zustellen sind. Der Resolution Benermann auf Ent­schädigung der Privatschulen, die aufgelöst werden oder schwere wirtschaftlich- Schädigungen erleiden, steht die Regierung wohlwollend gegenüber. Im Artikel 146 soll nach unserem Anträge di« Teilnahme am Religions­unterricht demjenigen überlassen werden, der über die religiöse Erzehung des Kindes zu bestimmen hat. Diese Fassung ist präziser als die ursprüngliche. Die Re­gierung und die antragstcllenden Parteien sind sich über den in Artikel 140 festgekegten Begriff der Lehrer­bildung einig dahin, daß darunter nur die Bildung der Lehrer an Volksschulen, Mittelschulen und höheren Schulen zu verstehen ist, nicht aber von gewerblichen insbesondere Fachschulen.

Abg. Hofmann-Ludwigshafen (Zentr.): Die kon­fessionelle Schule als Erziehungsschule ist unser Ideal. Hier hoffen wir Weiteres.

Abg. Schiffer (Dem.): Nicht nur aus sachlichen Gründen, solcher» in erster Linie aus politischen Gründen haben wir uns zu dem Kompromiß bereit ge­sunde«.

Abg. Mumm (Deutschnatl.): Eine wesentlich« Ver­besserung gegenüber der zweiten Lesung erblicken wir in der Wendung des Kompromißantrages, daß die Erzie­hung im Sinne des deutschen Volkes erfolgen soll. Unerwünscht ist es, daß der Antrag dann noch den Zu­satz enthälturib der Völkerversöhnung". Der Redner begründet dann den Antrag Beuermann.

Abg. Runkel (D. Vpt.) bedauert, daß seine Partei zu den Beratungen nicht zugezogen worden ist. Wir be­grüßen «S, daß die Schule fortan Arbeitsschule fei« soll, ferner, daß einige wichtig« Lehrerwünsche Entgegenkommen gefunden haben. Wft bedauern aber, daß die Einheits- schul« |» Fall gebracht worden ist und daß darüber hin­aus noch die Gefahr besteht, daß di« Staatsschule in

di« Brüche geht.

D«r Abschnitt 4Bildung und Schule" wird in der Fassung des Kompromißantrages angenommen, ebenso die die Entschließung Beuermann (Zentr.) betr. Entschädigung für Privatschule».

TS folgt der fünfte Abschnitt der Grundrechte (Art. 148162) über da- Wirtschaftsleben.

In Artikel 150 wird auf Antrag Dr. Heinze (D. Vpt.) dem Absatz über Enteignung der Satz hmzu- gesügt:Wegen der Höhe btr Entschädigung ist im Streft­fall der Rechtsweg bei bcn ordentlichen Gerichten offen zu halten, sowcft Reichsgesetze nicht anders bestimmen."

Bei Art. 152 empfiehlt Abg. Hu« (Soz.) den Antrag Auer (Soz.) und Gen.:Alle Bodenschätze und alle wirtschaftlich nutzbaren Raturkräfte sind in Gemeineigen­tum zu überführ«». Privat« Regale und Mutungen sind auf den Staat zu übertragen. Das Nähere be­stimmt die Gesetzgebung."

SDie Abstimmung ergibt im Hammelsprung Ableh­nung de» Antrages mtt 170 gegen 152 Stimmen. Tos Ergeb«!» wird «ft stürmischen Pfuirufen der Sozial­demokraten ausgenommen.

Zn Art. 162 (Rätesysirm) bemerkt Abg. Dr. v. Del- brück IDeutschnatl.): Wir sind der Meinung, daß neben

Mai 1920.

Untersuchung über die Vorfälle b«i der Abreifr der deutsche« Friedensabordnung niedergeschlagen! wb. P a r i s, 31. Juli. (Havas.) Der beratende .schuß des zweiten Schiedsgerichts, das mit der Un- juchung über die Vorfälle, die sich bei der Abreise der Ischen Abordnung ereignet haben, betraut ist, hat

Untersuchung beendet und beantragt, di« Unter- tzung niederzuschlagen. Man habe festgestellt, ß die Deutschen, indem sie lärmende Gruße wechselten, rufe ausbrachten und in die Meng« Grimassen .litten, dadurch die Proteste herausgefordert haben, an habe nicht feststellen können, ob di« Menge eine geworfen hab«. Ein« deutsch: Gegen- crung bleibt abzuwarten.

Die deutschen Kriegsgefangenen.

®ie Regierung verwahrt sich in einer halbamtlichen itteilung gegen den Vorwurf, daß sie schuld an der rzögerung der Rückkehr der Kriegsgefangenen sei. titel 214 des Friedensvertrages besage: Die Heim- ffung der Kriegsgefangenen und Zivilinternierten nach dem Inkrafttreten des gegenwärtigen Verrra- sobald wie möglich stattfinden und mit der größten schleunigung durchgesührt werden. Der Friedensoer- A trete bestimmungsgemäß erst dann in Kraft, wenn durch Deutschland einerseits und drei der verbünde- Hauptmächte andererseits ratifiziert ist. Mit der lrchsührung der einzelnen Brstimmugen über die imführung der Gefangenen könne sonach erst begon- n werden, nachdem der Eesamtvertrag Rechtskraft lten habe.

Prüfungen in Kriegsgesaugeueulagern.

wb. Bern, 31. Juli. Wie die Berner Geschäfts- fie des Verbandes zum Schutze der geistigen Arbeit tn r Kriegsgefangenschaft mitteilt, haben während der ften Monate in sieben Krieggesangenenlagern Frank-

Marburg

Freitag, 1. Anglist il

vom 31. Juli.

Am Regierungstisch: Bauer, Dr. David, Prcuß, Noske, Dr. Bell.

de» Zlrbeitemusschüfle» besonder« Angestelltenausschlfk errichtet werden müsse». .

Abg. Äeenen (&..): Mr werden dem Kompro­miß, das »wischen den MehrhettSparteien tn dieser FrV abgeschlossen ist, nicht »ustimmen. D« MehrheftSp«» teten wollen damit nicht da» Rätesystem verankern, sondern den Kapitalismus.

Präsident Fehrenbach bittet den Redner, hier kein« kommunistische Festrede zu halten. (Gr. Heiterkeit. Lärmende ZurufeUnerhört!" bei den U.S.)

Abg. Koenen: Das revolutionär« Proletariat wird sich aus den Fesseln befreien und dazu verlangen wir dit Durchführung eines streng sozialistischen Rätesystems. Die Empörung, die Entrüstung, der Zorn der Arbeiter ballt sich zusammen zu einer lodernden Flamme des HauseS gegen Sie.

Präsident Fehrenbach ruft den Redner zum zwek ten Mal zur Sache und macht daraus aufmerksam, daß ihm beim dritten Mal durch daS Haus das Wort ent­zogen werden kann.

Auf die Bemerkung des Abg. Cohn (U S.), daß mit der Bemerkung, es sei hier nicht der Platz, eine kom­munistische Festrede zu halten, der Präsident eine Krittk an der Rede Koen.ns geübt habe, die ihm nicht zustehe, erklärt Präsident Fehrenbach, daß er über di« Ord­nung des Hauses zu wachen habe. Er hab« die Geschäft» des Hauses zu leiten und nehme irgendein«« Tadel iw>- bezug aus seine Geschäftsführung nicht entgegen. (Leb­haftes Bravo.)

Wg. Geher (U.S.): Wir protestieren nur «egen die ironisch-höhnische Art, in btr bet Präsüxnt bi« Aus­führungen unseres Fraktionsgenossen kritisierte.

Präsident Fehrenbach: Ob parteiisch ober un­parteiisch, darüber hat bas HauS zu entscheiben, unb ich I sehe eventuell dem Urteil des Hauses entgegen.

Abg. Geher zur Geschäftsordnung: Ich erteile ihnen das Wort zur Geschäftsordnung nicht mehr. (Bravo.) I Arbeitsminister Schlicke: Das kommende Gesetz wich I Arbeiter und Angestellte in besonder« Gruppen teilen, di» I für alle sie selbst berührenden Fragen zuständig sind.

Abg. Dr. Naumann (Dem.): Die Angestellte« kön­nen nicht mit den Arbeitern in eine Reihe gestellt weiden.

Art. 162, Abs. 4 erhält auf Antrag Spahn '(Zentr.) I folgende Fassung:Sozialpolitisch« und wirffchastspoll" I tische Gesetzentwürfe von grundlegender Bedeutung fob I len von der Reichsregierung vor ihrer Einbringung dem Reichswirtschaftsrat zur Begutachtung vorgelegt wer» Iden. Der Reichswirtschaftsrat hat das Recht selbst I solche Gesetzesvorlagen zu beantrage«. Stimmt ihnen bW Reichsregierung nicht zu, so hat sie trofcbem die Bov- I läge unter Darlegung ihres Standpunktes int Reichstag I einzubringen. Der Reichswirtschaftsrat kann die Bvv» I tage durch eines seiner Mitglieder vor dem Reichstag ver- I treten lassen." Die übrigen AbänderungSanträge zu beiti 1 Art. 162 werden abgelehnt.

Es folgen die Uebergangs- und Schlußbestimmunge« (Art. 163173).

Di« Abg. K a h l (D. Bpt.) und P b i l i p P (Deutsch«.' treten für den Antrag Heinze (D. Vpt.) und Gen. au) I Streichung des Artikels 164 ein, bet di« Familta. I von ehemaligen deutschen Landesherren von der Wah I zum Reichspräsidenten ausschließt.

I Die Abstimmung ergibt die Streichung des Ar­tikels 164 mit 198 gegen 141 Stimmen. (Gr. Unruh» links.)

I Abgelehnt wird ein Antrag Arnstadt und Gen. (Deutschnatl.) zu Artikel 172 (Zusammentritt des erste» Reichstags):Die Wahl zum nächsten Reichstag muh spätestens am 28. Januar 1920 stattsinden" gegen bi»

I Stimmen bet Rechten und der Unabhängigen.

Auf Antrag Loebe-Koch-Groeber-Dr'S pahii 1 wird ein Artikel angenommen, der als Arttkel 170 a ein« gereiht wird und bestimmt:Alle öffentlichen Beamte« I und Angehörige der Wehrmacht sind auf die Verfassung I zu vereidigen. Das Näher« wird durch Serorbnung des I Reichspräsidenten bestimmt."

Die Genehmigung zur Strafverfolgung gegen Abg. Gandorffcr wegen Vergehens gegen den Para graphen 134 des Vereinszollgesetzes wird erteilt.

mit dem Kreisblatt für den Kreis Marburg

Tageszeitung für (bas früher kurhessische) Oberhessen

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-261 Stimmen dafür, 75 dagegen.

71. Sitzung der NationalVersammlung

Nach kurzer unerheblicher Aussprache wird ein Antrag Waldstein (Dem.), Dr. Beyerle (Zentr.), Katze«- stei» (Soz.) angenommen auf Einfügung eines Art. 75 a:Durch die Volksentscheidung kann ein Beschluß des Reichstages nur dann außer Kraft gesetzt werden, wenn sich die Mehrheit der Stimmberechtigten an der Abstimmung beteiligt." Angenommen wird ferner ein Kompromiß-Antrag Wald st« in (Dem.) und Gen., wo­nach in Art. 76 bestimmt wird, daß wenn auf Volks­begehren durch Volksentscheidung eine Verfassungsände­rung beschlossen werden soll, dazu die Zustimmung der Mehrheit der Stimmberechsigten erforderlich ist.. End­lich wird noch ein Antrag Dr. Beyerle (Zentr.) an­genommen, wonach Art. 76 einen Zusatz erhält:Hat der Reichstag entgegen dem Einspruch des Reichsrates eine Verfassungsänderung beschlossen, so darf der Reichs­präsident dieses Gesetz nicht verkünden, wenn der Reichs­rat binnen zwei Buchen die Volksentscheidung verlangt."

Der 3.Abschnitt der Grundrechte: Religion und Religionsgesellschaften, Art. 13238, wer­den tn der Hauptsache in der Fassung der 2. Lesung an­genommen.

Um V<2 Uhr vertagt sich das Haus.

Zu Art. 173 (Verabschiedung der Verfassung) gibt Wg. Soebe (Soz.) im Auftrage feiner Partei eine Erklärung ab, wonach verschiedene Abstimmungen im letzten Beta-' tungsabschnftt, im besonderen die Abstimmungen über die Betgwerksftagen, bte Wirtschaftsräte und bk Wahl bet Landesherren die Erscheinung eine» gegen die Eozialdemo« traten stimmenden bürgerlichen Blocks gejagt hat­te». Di« erwähnten Abstimmungsergebnisse erweckten bet den Sozialdemokraten bk schwersten Bedenken gegen d« Annahme der Verfassung. Sk erteilen ihre ZusttmmE zu bet Verfassung nur in dem Vertrauen darauf, daß btt lebendige Entwickelung stärker sei« wirb att dretbr« gegenstehenden papiernen Hmdetmsse. (Lebhafter Bei­fall bei den Sozialdemokraten. Demonstrativer Beifall bei bet Rechten.)

Die Gesamtabstimmung über bk Verfassung erfolgt namentlich. Sie ergibt bie Annahme bet Ser* fassung mit 261 gegen 75 Stimmen bei einer Stimmenthaltung. Dagegen stimmen die Deutschnationad unb die Deutsche Volkspartei und di« Unabhängigen.

Ministerpräsident Bauer: Durch ihr« eben be­endete Abstimmung ist die Verfassung der deutschen Repu- bük in Recht und Giltigkeit getreten, «ine neue L-ft beginnt. Möge es auch eine bessere fern. Wft ftebe» in parteipolitischer Gegnerschaft. Aber eS ist mit Pnich» des Vaterlandes, beute auch einmal von dem mwere» z» sprechen: Wir sind auch Landsleute, BlutSimr- wandte, Deutsche! (Lebhafter Beifall.) W« Mai I i» einer unlösbaren Schtcksalsgemeinschz.« Wft W*

Die Beratung des Verfassungsentwurss bei dem gestern zurückgestellten Artikel 18 (Ländersrage) wird fortgesetzt.

Abg. Ulitzka (Zentr.) glaubt, daß durch, die von Soebe, Trimborn und Heine vorgeschlagene Fassung deS Artikels 18 eine Grundlage in dieser Frage geschaffen ist, daß insbesondere die bedrohten Gebiet«, wie z. B. Ober- chlesien, dadurch die Möglichkeit gewinnen, im Verbände des Deutschen Reiches zu bleiben.

Abg. Hampe (Deutschnatl.) tritt für dft Bildung eines: selbständigen Niedersachsens ein. ,

Abg. Heile (Dem.): .Wenn es möglich wäre, a(tzKwa^1 nichtpreußisch ist, in dem preußischen Staat YMehetss zu lassen, dann würde ich damit einverstanden fein. Aber dieser Weg ist nicht gangbar . Es würde sich gegen­über dem norddeutschen Block ein süddeutscher bilden, möglicherweise unter Führung Oesterreichs und wir hät­ten dann statt der Einheit eine Zersplitterung.

Abg. Graf Dohna (D. Vpt.): Die Fassung des Kompromisses ist seht wenig durchsichtig. Die wich­tigste Frage, :rt tp eiftsch ln-r hat, ob Reichs­interesse vorliegt, ist vollkommen offen gelassen.

Abg. Dr. Philipp (Deutschnatl.): Wir erblicken in dem Kompromiß eine wesentliche Verschlechte­rung des Beschlusses der ztveiten Lesung. ES ist der Vereinheitlichung des. Reiches ungünstiger als die frü­her« Fassung. Preußen wird wohl zerstückelt, aber die Bereinigung Thüringens wird nicht besonders leicht ge­macht. Wir werden den Artikel in seiner Gesamtheit ab lehn en.

Abg. Koch-Cassel (Dem.): Wir erreichen das Ziel des Einheitsstaates dadurch, daß wir die Zuständigkeit des Reiches systematisch erweitern. Solang« allerdings die süddeutschen Staaten Schwierigkeiten machen, können wir nicht allein von Preußen Entgegenkommen verlangen. Wir erwarten aber von Preußen, daß «s mit der Auto­nomie seiner Provinzen vorangeht und auf diese Weise zur Annäherung an die süddeutschen Staaten kommt.

Abg. Hör sing (Soz.): Die Bewegung, die Ober­schlesien zu einer selbständigen Republik machen will, wird nicht getragen von der großen Mass« der Bevölkerung, sondern von einer Handvoll Kapitasisten, Industriellen und Großgrundbesitzern. Oberschlesien weiß ganz genau, welch großen Schaden es für die arbeitende Klasse und ben Mittelstand wäre, von Prneßen losgelöst zu Werben. Die Bevölkerung wird der Gefahr mit allen ihr zu Gebote stehenden Mitteln zu begegnen wissen.

Preuß. Innenminister Heine: Der eingebrachte Kom- promißanftag ist kein Fortschritt gegen die Fassung der zweiten Lesurtg. Ich setze mein Vertrauen in bk Gewissenhaftigkeit der Reichsregierung, bte nur da, wo ein überwiegendes Interesse des Reiches hervortrftt, be­antragen würde, gegen den Willen der Vollsvertretung eine» Landes zu verfahren. Nu« zur oberschlesischen Frage. Im Dezember lehnten bk Oberschlesier eine selbständige Republik entschieden ab. DaS Programm kam, Oberschlesien weitgehend« Sonderrecht« zu geben. Die preußisch« Regierung tat es, soweit es auf dem Ver­waltungsweg möglich war. Dann ein neues Projekt: Oberschlesien muß selbständige Republik werden. Bei der allgemeinen Verwaltungsreform plank Preußen längst eine rechtsstattrarischr Autonomie der Provinzen. Mr Oberschkeskn haben 1oir dann sogar noch nach Rücksprache mit seinen STbgeorbneten ein Stück Verwal-

Der Nnzeigenprei» beträgt für Mt Sgesp. Zeile 30 V-m 33'/,L Xewenmai = 40 4, amtl. M. auswärt. 40 4 «. 25/ reuerunj^zufchl. --- io -z, Rekle,.... 1.50JL. Jeder Rabatt gilt al» «arrabatt. Bei Rusk. d. bi« S«,chäft»ft.«.Ler- mittlg. b. »«geb. 26 4. SonbrrgebShr.Postscheck!.: Mr. 5015 Amt Franks, a. M

Gingen wegen der Ausführungen des Abkommens über ke militärische Besetzung der rheinischen Gebiete ant- orteten di« Westmächte zum Teil entgegenkommend. Angelegnheit wird morgen zwischen den beteiligten ^tgietungen, dem Vorsitzenden der deutschen Kommis- und dem parlamentarischen Beirat des Reichskom- kissar, für die besetzten rheinischen Gebiete besprochen. Verhandlungen werden tn Versailles fortgesetzt.

wb. Amsterdam, 31. Juli. Di« englische« Blät- kt vom 29. Juli melden, daß 28 Offizier«, Maschinisten Stewards abgereist sind, um die vier in Chile in= .511. $ klierten deutschen DampferAdler",Memphis", witoUi»" undWestfalen" nach ffcngjanb zu bringen.

3. A, 2i* U| M rtmiqi

nam !k Verbündeten waren der Ansicht, daß di« Fähigkeit seuischlands nicht hinreiche, um eine solche Schuld ab- ,tragen und daß diese gestundet werden müsse, »durch aber die Frankreich zukommende Summe ge- bkf zhrdet würde. Die Verbündeten haben daher mit 66702 dsnahme für die Kriegskosten Deutschland nur die Picht auferlegt, die Summe für die Pensionen, Unter- QU. Hungen und Wiedergutmachungen auf sich zu nehmen. ds di« Höhe dieser Summe betrifft, so konnte diese .. Ht noch nicht festgestellt werden, sondern erst bis zum

tn teil - Unterbringung der deutschen Botschaft in Rom.

ikeiteu.H- Pern, 3L Juli. Rach einer römischen Mel- tang hat die d mische Regierung nach dem ablehnenden Bescheid der italienischen Regierung hinsichtlich »er Rückgabe der Botschaftsgebäude in Rom in der Bia Eudovica ein zur Zeit als Hotel dienendes Gebäude kworben. Fürst Bülow hat sein« in der Nähe liegende Aista Malta für den Botschaftsdienst vorläufig zur Verfügung gestellt. Die Botschaft wird ihre Arbeiten Hart nach der Ratifizierung des Friedens aufnehmen.

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Was Deutschland zahle« soll.

wb. Paris, 31. Juli. (Havas.) Die Friedens- j' Emission der Kammer hörte die Bericht« von Klotz ।Loucheur über die Wiedergutmachungen und vte --- Mnziellen Bedingungen an. Deutschland schuldet, so ktt fcte Klotz aus, mit den Kriegskosten zusammen über -00 Milliarden Franken. Da eine solche Schuld ö- stufenweise mit einem Zuschlag von 5 Prozent ab- k&D ^ag«n werden könnte, ergebe sich daraus, daß in - jitffn Zeitraum von 75 Jahren nahezu 210 Milliarden ^-;ahlt werden könnten, um die Schuld zu begleichen.

ichs unter Leitung von vom Kultusministerium tn ,Berlin bevollmächtigten kriegsgefangenen Oberlehrern [til. ss«folgreich« Kriegsreifeprüfungen, erste Lehrerprüfun- s und Militäranwärterprüfungen stattgefunden. An Zustandekommen der Prüfungen haben auch das "2 '1 Wveizerische Hochschulhilsswesen und das dänische Rote (VU Wreuz hervorragenden Anteil. In weiteren sieben EM ^tregsgefangenenlagern sind zur Zeit entsprechende v Wüstungen im Gange.

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