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DieOberhessische Zeitung» erscheint sechsmal «»chentlich. - Der

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ili -> 4174» Bezugspreis beträgt monatlich 1.60 X. frei ms Hau»; dnrch tote P»st HU 175 X »hne »efteSgelto. - Verlag »on Dr. L. Hrtzerath.

11 Markt 21/». - Fernsprecher 55.

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Erbiet die erforderliche Sicherheit zu geben. Das Rttn nur dadurch geschehen, daß Belgien wirtschaft-

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hisere militärische Lage ist günstiger als die der mtente. Unser Bündnis ist fester. Die Schwierig-

Frankreich stimmen darin überein, daß der sootkrieg wirkt, daß die Ernährungslage schwie- i)t und daß die englische Regierung mit starken

hastliche Lage versetzt, die uns einem neuen Ver­eidigungskrieg mit Ruhe ins Auge sehen läßt. Hne Rumänien und die anderen besetzten Gebiete toten wir in eine hochbedenkliche Verpflegungs-

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en die schwierige Lage des oberschlefischen Beckens hon vor dem Kriege erkannt. Wir müssen Ober- hlesien auch durch Landgewinn schützen, im Westen

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Marburg

Donnerstag, 31. Inti

nds können wir dies zur Zeit nicht erreichen. 2 fragt sich, pH wir um dieses Ziel den Krieg foit- "en müffen. Das ist meines Erachtens der Falt, nn die Engländer einen Eebietsstreifen in rankreich (Calais) behalten. Tun sie das nicht, wäre der Befitz der flandrischen Küste für uns in Grund zurFortsetzung desKrie- k s über den Winter hinaus. Wir müffen dann , von der flandrischen Küste erstrebte Einwirkung England auf Umwegen erreichen können. Ich

Klage Dr. Helfserich» gegen Erzberger.

Nach einer Mitteilung derTägl. Rundsch." beab­sichtigt Staatsminifter Dr. Helfserich Erzberger vor die Schranken des Gerichtes zu stellen. Das Blatt schreibt: ,.Die bisherigen Erörterungen haben gezeigt, dah mit Herrn Erzberger kein Vorwärtskommcn ist. Je scharfer die Angriffe gegen ihn sind, je mehr man ihn auch be­leidigt, umso mehr kneift dieser Mann oder bringt durch neueEnthüllungen" es wenigstens seinen Freunden gegenüber auf ein paar Stunden fertig, dah der Kern­punkt verschoben wird. Das Wesentliche ist im Augen­blick, dah Herr Dr. Helfserich Mitteilt, er werde es zu erzwingen suchen, dah Erzberger vor den Gerichtshof treten muh. Er werde ihn wegen der in der Oeffent- lichkeit gegen ihn (Helfserich) erhobenen Anschuldigun­gen verklagen. Auch Herr Helfserich erhebt heute gegen Erzberger den Borwurf des Landesverrats und erklärt, dah es Sache des Oberreichsanwalts und des Reichsgerichts fein muffe, sich mit dem Fall Erzberger zu beschäftigen."

= 40^, otntl. u. «usmärt. 40 4 a. 25»/,Teuerungszuichl. 50 Reklameze 1.50X. Jeder Rabatt gilt al, «arrabatt. Bet «usk. to. tote Eefchäft-K. M. Bei- mittig, to. «ngeb. 25 4. Sontoergebühr. Postscheck!.: Ar. 5015 Amt Franks, a. M

toaia ' Iich so eng on uns angeschloffen wird, daß es auch " ' Seinen politischen Anschluß an uns sucht. Ganz

tob. St. Eermain, 31. Juli. Auf 6a» Er­suchen des Staatskanzlers Renner, der zur Erstat­tung der Gefamtantwort auf die FriedensvorschlHge erteilte Frist zu verlängern, wurde von der Frie­denskonferenz ein Aufschub von sieben Tagen be­willigt. Die Frist läuft somit am 7. August 1 Ahr mittags ab.

Hebung der versenkte« deutschen Schiss«?

wb, L 0 n d 0 n, 30. Juli.Evening Standard" meldet, man habe im Gegensatz zu der bisherige« Auffaffung gefunden, daß der größte Teil der ver- ; senkten deutschen Flotte gehoben werden könne, und zwar vor Beginn des nächsten Jahres. 1

RachEinstellung der Feindseligkeiten".l

wb. Bern, 30. Juli. WieNouvelliste de Lyon" meldet, wird das ftanzöfische grohe Hauptquartier nicht am 4. August, sondern an dem Tage, an dem die Ein­stellung der Feindseligkeiten durch Dekret festgestellt wird, aufgelöst werden, General Petain wird an diesem Tage zum Generalstabschef ernannt und der oberste Kriegsrat, wie er vor dem Kriege bestand, wie­der eingesetzt werde«. Zu gleicher Zeit wird auch di« Armee des Generals Gerard mit dem Hauptquartier in Speyer und die elsässische Armee Eouraud aufge­löst werden.

Monat anhalten, e» sei denn, dah alle Me nsche« auch im Inner« wirklich gleich seien. So­lange es noch Kluge und Dumme, Faule und Fleihige, Sparsame und Berschwender gibt, wird eine gleich­mäßige Verteilung de, Vermögens und Einkommen» keine Dauer haben."Vermehre da» gesamre Volkseinkommen dadurch, dah Du mehr und intenstver arbeitest. Dan wirst Du und Deine Angehörigen ihrem Anteil daran haben!"

halte das für möglich, wenn Belgien wirtschaftlich mit dem Deutschen Reich eng verbunden und Wal- lonien und Flamland geteilt mit der Zeit den Schutz gegen Frankreich und England selbst übernehmen und nach Beendigung der Okkupation ein eigenes Heer und eine Marine haben. Der Anschluß Bel­giens an Deutschland wird zur Folge haben, daß bei einer klar ihr Ziel verfolgenden Politik Hol­land an uns gezogen wird, zumal wenn sein Kolo­nialbesitz durch ein mit uns verbündetes Japan garantiert wird. Wir erhalten eine Stellung Eng­land gegenüber, die es uns ermöglicht, unseren Handel im nächsten Krieg aufrecht zu erhalten. Dies ist das dritte große Ziel, das wir nicht aus den Augen verlieren dürfen.

Der Anzeigenprei» beträgt für tote 8 gej». Zeile SO 4. u. 83'/, «j. Teuerunglzufchl. \ Lasten \

= 40 omtl. u. aurwärt. 40 4 «. 25»/,Teueruugszuichl. = 50 <*, Reklamezeile "auvlir !

........... ' ------------- 1919

mit dem Kreisblatt für den Kreis Marburg

Tageszeitung für (das früher kurheffische) Oberhessen

Ilichir 'ft-, -chtkt b 6.

»eichst.

Str Sritien.

Immer «och Furcht vor de« deutsche« Heer.

wb. Paris, 30. Juli. (Havas.) Dk Frie» 1 denskommisfion der Kammer hörte Ekmencea« und Tardieu über die Frage des linken Rheinufer, i an. Cl6menceau erklärte, dah die Bedingungen de» Friedensvertrages Frankreich eine Sicherheit »er- chafften, die einer Besetzung der Brückenköpfe gleichkomme. Auf den Einwand hinsichtlich einer möglichst raschen Zusammenziehung deutscher Trup­pen und der ferneren Hilfe Englands und Amerika» erklärte er, daß e» nicht durchführbar sei, daß eine auf 100 000 Mann herabgesetzte Armee meh­rere Millionen ausheben könne, ohne die Aufmerk« amkeit Frankreichs und der ganzen übrigen Welt auf sich zu lenken. Z

Der Wiederaufbau Rordfrankretchs.

wb. Berlin, 80. Juli. Bei der Gestellung von freien Arbeitern für Nordfrankreich wird, ab­gesehen von den notwendigen Bürgschaften für die persönliche Freiheit und eine angemeffene Unter­bringung und Verpflegung von deutscher Seite auch auf die Festsetzung günstiger Arbeitsbedin. gungen gehalten werden und auch darauf, daß die Ansprüche der Arbeiter au» der sozialen Gesetz­gebung auch während ihrer Tätigkeit i« Frankreich in vollem Umfange erhalten bleiben.

wb. S t. E e r m a t n, 29. JuL Der ftanzöfische Minister für den Wiederaufbau, Loucheur, hatte mit dem Staatskanzker Renner eine längere Be­sprechung wegen der Verwendung deutsch-öfter- reichischer Arbeiter bei dem Wiederaufbau in Nord- ftankreich. Im Laufe der llnkrredung sagte Lou- cheur zu, daß die Arbeiter al» freie Arbeiter behan­delt werden würden.

Verlängerung der Autwortfrist für Deutsch-

Einflußlos, aber doch schuldig*.

Die Bauer-Erzbergersche Regierung läßt es sich angelegen sein, mit allen Mitteln den Eindruck int Volke zu verstärken, daß die Rechtsparteien,All­deutschen",Vaterlandsparteiler",Schwerindu- trieller",Junker" usw. an Ausbruch, Verlänge­rung und Ausgang des Krieges schuld seien, d. h. daß sie maßgebenden Einfluß auf die -Äriegs« Politik der Regierung ausgeübt haben. Da höre man nun, welche Feststellungen der Unabhängige Dittmann, ehemals Volksbeauftragter, macht. Er erinnert daran, was Herr Scheidemann in der Zeit, wo noch Unabhängige und Mehrheits- dzialisten ihre Kämpfe in der gemeinsamen Frak­tion ausfochten, betont hat:

Der Reichskanzler denkt gar nicht da­ran, den Alldeutschen irgendwie entgegenzukom­men. Er liest ihre Angaben nicht einmal, sondern wirft sie einfach in den Papierkorb", oder:

Ach was, die Alldeutschen sind ein Bäcker­dutzend halbverrückter, einflußloser Lärm­macher, die in einer einzigen Droschke Platz haben".

DieD. Tagesztg." betont dazu mit Recht, daß das Scheidemanns Meinung! war zu einer Zeit, als längst noch nicht an das parlamentarische Re­gime zu denken war, das die Souveränität der Reichstagsmchrheii stabilierte, zu einer Zeit also, wo vielleicht wirklich von einer Einwirkung der rechtsstehenden oder wenn man will, der alldeut­schen Kreise auf die Politik die Rede hätte sein können. "

(Mont.

Die englische» Truppen hi Rußland. Die Demobilifiernng.

wb. London, 30. Juli. Im Unterhaus teilte E h u r ch i l l mit, die Regierung beabsichtige, die britU schen Truppen noch vor Winter aus Nordrußland zu- rückzuziehen. Die Lieferungen von Lebensmitteln und Munition an Koltschak und Denikin würden ftrtgesetzt. Die britischen Truppe würden auch aus dem Kaukasus >. und Sibirien zurückgezogen werden, und nach wenige« Monaten würden sich kaum noch irgendwelche Truppe« in Rußland befinden. Churchill führte aus, wie Kol- tfchak und Denikin dadurch, daß sie zwei Drittel »es ganzen bolschewistischen Heeres beschäftigten, die Existenz der kleinen Staaten gerettet hätten. Er betonte, daß das Gleichgewicht Mitteleuropas vielleicht in verhäng­nisvoller Weise gestört worden wäre, wenn die Verbün­deten diese Armeen nicht mit Material versorgt hätte«. Ferner teilte Churchill mit, daß sich die britische Frei- wiigen-Arme« auf etwa 250 000 Mann belaufe. Eng­land beabsichtige nicht, nach dem Krieg« eine wesentlich größere Armee zu halten, als es zur Zeit des Krtogs-, ausoruchS besaß.

wb. Amsterdam, 30. Juli. Rach englische« Blättern sprach Asquith in Willesden (MiddleIex). Er tadelte die Regierung scharf und sagte u. o,: Immer

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Cpiite Einsicht.

Die offizielle Aufklärungsstelle derdeutschen sozia- l-st'schen Republik gibt eine Flugschrift heraus, be­titeltArbeitereinkommen und Volksvermögen". Der Zweck der doch sicher von führenden sozialdemokratischen Kreisen herausgegebenen Schrift erhellt aus folgenden Ausführungen:In weiten Kreisen herrscht heute noch immer die Dorstellung, daß, wenn einmal das Volks­vermögen und das Volkseinkommen gleichmäßig auf alle Bolksgenoffen verteilt würde, die wirt­schaftliche Lage des einzelnen, insbesondere der Ar­beiter, sich wesentlich heben würde. Es ist deshalb not­wendig, diese Frage einmal von verschiedenen Seiten zu betrachten." Die folgenden Ergebnisse sind ver­nichtend für die bisherigen Lehren der Sozialdemo­kratie: Aus dem Zeugnis der Selbstbesinnung seien nur folgende Sätze angeführt:

Der Reichtum der Reichen wird gewaltig über­schätzt."Dao Privatkapital beseitigen heißt nichts andere« als eine Grundbedingungdes sozi­alen Fortschritts zerstören."Würde man die 3,71 Milliarden Zinseinkommen auf die 21 620 000 Erwerbstätigen verteilen, so käme auf den Kopf jähr­lich tut 171 Mark. Ja, aus bestimmten nahe- liegendeu Erwägimgen folgt, daß auch dieser Betrag nicht m seiner vollen Höhe dem Arbeiter zugeführt wer­den Surrte, so daß der ihm zufliehende Darbetrag wesentlich geringer sein mühte."Die Gleichmäßig­keit der Berteiümg würde wahrscheinlich noch keinen

Die .Fmderisbereitschaft* der Westmiichte.

Obwohl Herr Erzberger noch immer starke Worte vonabsolut unbegründeten Angriffen" undoffenkun­dige, 1 Geschichtsfälschungen" redet, wird er doch im Stillen davon überzeugt sein, daß seine Entlastungs- Vorstöße mißglückt sind. Es ist beim besten Wil­len nicht möglich, das viel erörterte englische Tele­gramm an ben Gesandten beim Vatikan als einen englischen Friedensschritt hinzustellen, aus den die deutsche Regierung nur hätte einzugehen brauchen, um den Ver­ständigungsfrieden zu haben. Die demokratischeVos- sische Rettung" spricht von einer Irreführung: denn was als einAngebot Englands, dem die fran­zösische Regierung sich angeschlossen habe", bezeichnet worden sei, stelle sich heraus als eine Antwort Englands auf den bekannten Friedensschritt des Papstes. Man müsse schon sthr kühn sein, um in ihr etwas anderes zu, erblicken als eine glatte Ablehnung. Es be­deute eine Verschiebung des Beweisthemas, wenn in Wei­mar neues Material dafür beigebracht worden foi, daß die damalige Regierung und die Oberste Heeresleitung von einer Freigabe Belgiens nichts wissen wollten. Das fei nicht ausschlaggebend für die Beurtellung der da­maligen Lage unb englischen Politik. Der springende Punkt sei vielmehr, ob auch die weitestgehenden Er­klärungen über Belgien zu einem wirklichen Frieden geführt hätten. Dafür biete der englische Brief nicht den mindesten Anhaltspunkt. Sein eigent­licher Kern liege in der nachdrücklichen Berufung auf die Erllärungen der Verbündeten, die sie am 12. Januar 1917 als Antwort aus die Friedensnote des Präsiden­ten Wilson erteilt hatten. In diesen Erllärungen seien die Kriegsziele der Verbündeten mit aller wünschens­werten Deutlichkeit ausgezählt. Es waren damals schon die gleichen, wie sie nun in Versailles tatsächlich durchgesetzt toorben sind. Die Kriegsziele der Westmächte haben eben seft dem Eintritt Englands in den Stieg- nie gewechselt. Die Reden englischer und französischer Staatsmänner unb Politiker, die man in Deutschland jetzt lieber verbreiten sollte anstatt der Reden Erzbergers und Müllers, haben das bündig bewiesen. Bon Geneigt­heit zur Verständigung war von Ansang bis Ende des Krieges bei den Westmächten keine Spur . Das ZiA war von jeher: Vernichtung des Deutschen Rei­ches als Machtfakwr.

Sine ErNärnng de» Vatikan».

wb. Rom, 20. Juli. (Havas.) Zu der Ver­öffentlichung von Dokumenten durch Deutschland wurde dem vatikanischen Korrespondenten der Agentur Havas erklärt, daß der Sachverhalt von Deutschland «ngenau dargestellt und falsch air»--

eben wir die beiden großen Zentren: das lothrin- g Hch-luremburgische Erzhecken mit dem Saarrevier

r. 118 rge^gekommen. Wir müffen daher einen Zuwachs den üb K Mnd erhalten. Diesen finden wir nur in Kur-

li: Vi«i Tbttbu^

Hzialen Schwierigkeiten zu kämpfen hat. Der Drang -Frieden in England wird stärker. Sollte Eng- j^tb ernsthafte Schritte unternehmen, so wäre das 1W11 hu Zeichen, daß es nicht mehr glaubt, den Krieg zu lafen ?i ewinnen. Die Hoffnung der Entente seit Ruß- ag geii knvs Niederlage ist Amerika. Es darf nicht unter- 19: hkitzt, aber auch nicht überschätzt werden. Die gro- , en Waffenerfolge zu Lande und zu Waffer stehen iSs I int unserer Seite. (U-Boote.) Ich ziehe den Schluß:

verständlich bleibt das Gebiet durch Artillerie und

$lcöCI immer sehr gefährdet. Umso dringlicher ImM & die unversehrte Erhaltung des niederrheinis h-

W Fer wären wir erst, namentlich da der Tunnelbau mhe s «overCalais Wirklichkeit wird, wenn wir ganz u®a* Delgien militärisch besetzten und an der flandrischen ^üfte stünden. Trotz aller Schwierigkeiten Eng-

gffchah, r»betget tal, üh «Sa

n Dr Luftangriffe auf England für dieses Land ist, W02 ist die Maaslinie bei Lüttich in noch erhöhterem ___5 Eaße für das Industriegebiet. Wir müffen das n*v* Debiet zu beiden Seiten der Maas und südwärts Vith fest in der Hand behalten. Der Besitz der bjgel Maaslinie allein genügt nicht, um dem Jndustrie-

. , *ie vor dem Kriege würde es mit sich bringen, daß f Damit politische Beunruhigung auf die Werke mit , Drer starken Arbeiterschaft zurückwirken würde, ivom« Bei Beginn von Feindseligkeiten wäre der Betrieb ^shmgelegt und Zerstörungen ausgesetzt. Selbst-

Dd das niederrheinisch-westfäkische Industriegebiet, UM des sich nach der belgischen und holländischen Grenze "j iwch immer mehr ausdehnen wird. Der sichere Schutz Dcser beiden Gebiete ist für uns eine Lebensfrage, ireis in müssen hier das erreichen, was wir irgend er- egelOd «ichen können und wozu unsere Lage berechtigt. ___ ®. lothringische Erzbecken verlangt einen Eebiets-

gelegt worden sei. Es handelte sich keineswegs um von Frankreich und England ausgehende Frie­densvorschläge. Bei der kurz gehaltenen Abfassung der Mitteilung des englischen Gesandten an den Kardinal Easparri handelte es sich vielmehr um das Gegenteil. Er zählte die Gründe auf, die einen Frieden unmöglich machten, insbesondere eite, die Belgien betrafen. Die Dokumente werden veröffentlicht werden.

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Erzberger und Briey-Longwy.

Herr Erzberger hatte zu der Mitteilung des Abg. Dr. Rieher, daß Erzberger im Juni 1917 sich mit seinem gesamten ihm zur Verfügung stehenden Pveffeappart ür die Annexion von Stieg und Longwy eingesetzt habe und bei dem führenden Manne des deutschen Wirtschaftslebens m einer persönliche Besprechung am 17. Juni ein Propagandaprogramm für die Annexion des französisch-lothringischen Erzbeckens entwickelt habe, erklärt, daß er sich nur entsinnen könne, im Sommer 1917 mit einem Vertreter der Obersten Heeresleirung übet die Möglichkeit gesprochen zu haben, die wirtschaft­liche Ausbeutung der französischen Erzbecken auf Grund einer Abmachung mit Frankreich für unsere Industrie zu sichern. Er leugnete aber ab, für die Annexion elnge- treten zu sein. Rechtsstehende Blätter stellen jetzt dazu fest: Tie Vertteter der rheinischen Jndusttie, besonders Herr August Thyssen, hielten den Erwerb von Stieg und Longwy für notwendig ud teilten das dem Abge­ordneten Erzberger mit. Herr Erzberger hat damals, also im Juni 1917, 4 Wochen vor der Friedensreso­lution, die Berechtigung dieser Annexion anerkannt. Er teilte 5)r. Reichert, dem Geschäfts­führer des Vereins Deutscher Eisen- und Stahl- industtieller, u. a. mit, daß er selbst, also der Abgeord­nete Erzberger, einen entsprechenden Artikel in die Ge- werkschaftszeitung der christlichen Metallarbei^r lan- zieren werde. Derartige Artikel sind in der Zeitung erschienen. Man merkte auch in den folgenden Mo­naten, daß die vom Abgeordneten Erzberger abhängige Presse sich eifrig für die Annexion von Stieg und Longwy bemühte, insbesondere die ftüheve Erzberger- sche Korrespondestz, die sich kotz der Ftiedensresolutton bis tief in das Jahr 1918 hinein für die Forde­rungen der Eisen- und Stahlindustriellen einsetzte. Rach derD. Tagesztg." hat sich Erzberger noch im Frühjahr 1918 Gutachten ausarbeiten lassen, die die Notwenvig- feit des Erzbeckens von Sriey-Longwy für die deutsche Eiseninduskie dartaten.

Auch wir können bestätigen, daß uns von einer Korrespondenz, die Herrn Erzberger offenbar nahe- stand, Auffätze über die Notwendigkeit des Sefitzes der Erzbecken von Longwy-Sriey zugegangen find, die wir, da sie unserer Ansicht entsprachen, teilweise auch Wie­dergaben.

«erui löt ig sie bringt, was wir zur Sicherstellung 1166 an Zierer späteren- wirtschaftlichen Entwickelung bc- »flrldi ürsen und uns in eine militärische und wirischast-

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flito und Litauen, die gute wirtsch itcn bieten. Unsere Bodenschätze

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ob. iics fiten im Innern sind bei uns geringer als bei der fdft. c «teilte. Trotzdem bin auch ich der Ansicht, daß ein »erso? tiebe für uns vor Beginn des Winters

' *V wb. Weimar, 30. Juli. In der in der Rede <5 Ministerpräsidenten zitierten Denkschrift Lu- Wdorffs vom 14. September 1917 heißt es u. a.: ufere Lage im Innern ist nach Angabe der Reffort- ndett ! ertreter schwierig. Die Arbeiter- und dann auch i«g. m.» Ersatzfrage hat sich, verschärft. Ich meine aber, gntfien jrst inneren Schwierigkeiten müssen durch die feste b-0 jeitung der jetzigen Regierung überwunden wer- z« ,n Bkb'glich ist es. Unsere militärische Lage ist eftstigt und der U-Bootkrieg wirkt. Demgegenüber «« »di l die Lage der Entente erheblich schwieriger. Rnß- m mb scheidet als vollwertiger Gegner gänzlich aus. Sllhrm ^e Zustände werden auf Rumänien.zurückwirken. Qßrigen Ententemächte haben mit Rußland und ^atcl umänien nicht mehr in vollem Umfang, rechnen E-A- »nnen. Aehnliche Erscheinungen weist unser Bünd- - * b nicht auf. Italien rechnet anscheinend auf einen kitten« rsolg in der zwölften Jsonzoschlacht. Die inneren hinweg stihältnisse treiben zur Krise. Auch Frankreich <» cht vor einer Kohlennot. Alle neuen Nachrichten be