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Wb. Bern, 20. Juli. Nach MailSnöer Blättern der italienische allgemeine GcwerkschaftSverband und sozialistische Parteileitimg beschlossen, daß die Eiseu»

sonst wo nottut, haben Unabhängige und Komrnu- nisten allgemeine Arbeit-sru.he verkün­det, von der nur die für die Lebensmittelversor­gung wichtigen Betriebe ausgenommen sein sollen. Es sollen in Berlin Versammlungen unter freiem Himmel stattsinden, die jedoch innerhalb des Weichbildes der Stadt Berlin vom Oberkommando verboten worden sind. Die Mehrheitssozialdemo­kraten sind gegen jede Arbeitsruhe und wollen nach Arbeitsschluß lediglich Versammlungen in ge­schlossenen Räumen abhalten.

Kraft, nachdem er außer durch das Deutsche Reich durch mindestens drei der feindlichen Hauptmächte oroie durch die Macht ratifiziert worden ist, der gegenüber die betreffenden Bestimmungen gelten. Bisher wurde der Friedensvertrag lediglich von Deutschland ratifiziert.

wb. V e r l i n, 19. Juli. Die deutsch bleibenden Kreise der Provinzen Westpreußen und Polen sol­len an schon bestehende Verwaltungseinheiten an« geschloffen werden.

Marburg

Montag, 21. Juli

Ser hiterwtio* MonWmM.

Die internationale Sozialdemokratie hat den 21. Juli zu einer gemeinsamen Protestaktion gegen den Imperialismus, den Eewaltfrieden, den Kapi­talismus und für die Solidarität des internatio- nalep Proletariats bestimmt. Diese Aktion sollte bestehen in Kundgebungen und in einem 24stiin-' digen Protestausstand, der in Frankreich allgemein zu werden schien. In Frankreich ist er jedoch, wie unten ausführlicher mitgeteilt wird, vertagt worden. In Italien hat die Stimmung für einen Allgemeinausstand bedeutend nachgelassen, in Eng­land, wo politische Ausstände überhaupt abgelehnt werden, wird man es bei einigen Kundgebungen bewenden lassen. In Deutschland, dem Lande, wo

tob. Wien, 19. Juli. Da Deutsch-Oesterreich in« olge unzureichender Kohleneinläufe vor einer Ka­tastrophe steht, hat die'Regierung die Bahnen ver­anlaßt, auS ihren ohnehin geringen eisernen Beständen da? Wiener Elektrizitätswerk zu unterstützen. ES ist unerläßlich,, daß diese von den Bahnen gelieferte Kohle binnen wenigen Tagen zurückerstattet wird, wenn nicht mit einem vollständigen Zusammenbruch des Bahn- verkehrS gerechnet werden soll. Dom 20. Juli ab dürfen die städtischen Straßenbahnen nur bis V2IO Uhr abends fahren. Gleichzcickstig ersuchte die dculsch- österreichische Regienmg die Regierungen der Verbün- deteu, imverzüglich die tschecho slowakische, die polnische und die deutsche Regierung aufzufordern, die Kohlen­einsuhr nach Wien zu steigern. ,

bahner und die in öffentlichen Diensten Beschäftigten ihre Arbeit erst am Montag ein Reffen. Die ZeitungS- druckereien stehen von heute früh bis morgen abend still. Angesichts der bevorstehenden Ausstandstage Der», langt der Ministerpräsident in energischen Rundschreiben an die Präsekten Schutz der öffentlichen Ordnung mif allen Mitteln und gegen alle Seiten, von denen sta. gestört werden könnte.

Die Itcbetflc^c der Ar'edensbedirr/>ungen.

tob. Paris, 20. Juli. (Hcivas.) Heute mittag begab sich Generalsekretär Dutasta nach St. Germain, wo er Renner mittfite* daß der Friedensvertrag mit Oesterreich fertiggestellt sei. Dutasta übergab der östcr- rcicknschen Abordnung eine Anzahl von Exemplaren des Friedensvertrages. Der Vertrag ist mit einem Be­gleitschreiben von Clemenceau versehen, der der öster­reichischen Abordnung zehn Tage Frist gewährt, damit sie ihre Bedingungen schriftlich einreichen könne, und die Oesterreicher gleichzeitig darauf aufmerksam macht, daß der Vertrag auf alle in den Noten der Oesterreicher enthaltenen Bemerkungen antwort. Die Uebergabe des Vertrages geschah ohne jedes Zeremoniell.

ken.Unterausschuß, der die Wiederaufnahme des IBM fcp st v rkehrs. mit Deutschland in Erwägung Io, L * ehest soll.

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Anordnungen des Obersten Wirtjchaftsrates.

mb. Amsterda m , 20. Juli. Rach einer

Das Siegesfest.

t ob. Amsterdam, 20. Juli. Gestern wurde, wie t Blätter melden, in London mit großem Pomp das reges fest gefeiert. ' Eine ungeheuere Menschen- »nge beobachtete den Marsch der verbündeten Trup- w, die unter Führung von Haig, Beatty, Pershrng 12 Fach in die Stadt einzogen.

Smuts' Rat.

wb. Amsterdam, 20. Juli. General Smuts, v 8m Freitag nach Südafrika zurückgereist ist, riet

Der Stiften.

DieWiedergutmachung-.

sb. Versailles, 19. Juli. Im Friedens- ^chuß der Kammer berichtete Dubois über die iedergutmachungsklauseln des Friedensver^ages st Deutschland. Er.berechnete die Schadensumme, , Deutschland bezahlen müffe, auf 200 Mil - arben, die sich znsammensetzen aus 119 Mil-

M dem Kreisblatt für den Kreis Warburg

Tageszeitung für (das früher kurheffische) Oberhessen

Die M«l.

wb. Berlin, 19. Juli. In der Oeffentlichkeit und in der Presse tauchen immer wieder Nachrichten über die angeblich unmittelbar bevorstehende Be- etzung dieser oder jener Stadt durch die Polen auf, die die Bevölkerung beunruhigen. Wie wir von zuständiger Seite erfahren, entbehren alle diese Nachrichten der realen llnterlagen,. weil gegen­wärtig über den Zeitpunkt des Inkrafttretens noch nichts Genaues gesagt werden kann. Nach Ar-

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Sozialisierung der Elektrizitätswirtschaft.

wb. Weimar, 19. Juli. Wie verlautet, gehl der Nationalversammlung voraussichtlich in den nächsten Tagen ein Gesetzentwurf über die Soziali« sterung der Elektrizitätswirtschaft zu. Die Kohle t- lieferungen an die Westmächte zwingen dazu, *)ie Sparsamkeit und Wirtschaftlichkeit der heimischen Einergiequellen sicherzustellen. Es ist beabsichtigr, den. Bau von elektrischen Höchstspannungen sofort in Angriff zu nehmen. Um bei der Energieerzeu­gung dem Reiche eine maßgebende Führerrolle zu sichern, soll die privatkapitalistische Beteiligung an, den großen Elektrizitätswerken in Reichseigentum übergeführt werden. Es ist aber nicht daran ge«' dacht, die private elektrische Industrie in Reichs« besitz zu überführen. Ferner ist beabsichtigt, an' den Ausbau der deutschen Wasserkräfte durch da». Reich heranzugehen. Den Freistaaten soll die volle Verfügung über die Wasserkräfte ihres Landes, über ihre Elektrizitätswerke und über ihre in den staatlichen Werken erzeugte Energie verbleiben.

Der« gSberfler Zwischenfall.

wb. Königsberg, 19. Juli. Ucber die Lor« gäuge in der gestrigen Stadtverordnetensttzung wird noch berichtet, daß die Soldaten, die in den Sitzungssaal eindrangen, der Reichswehr angehörten. e Grenzschutz« truppen waren nicht daran beteiligt. Das Vorgehen der Soldaten war von diesen auf eigene Faust ohne Wiffen ihrer vorgesetzten Dienststellen unternommen.

Das Gouvernement hat an Magistrat und Stadt­verordnete ein Telegramm gerichtet, in dem da» leb­hafteste Bedauern über die Vorgänge in der Stadtver­ordnetenversammlung vom 18. Juli ausgesprochen und mitgeteilt wird, daß eine gerichtliche Untersuchung im Gange sei und die Schuldigen zur Rechenschaft gezogen würden. Auch das Generalkommando hat den beiden Körperschaften sein Bedauern ausgesprochen. In de» Telegramm heißt eS schließlich: Auf die Notwendigkeit eines unbedingten Schutzes der Versammlungsfreiheit wurde da» Gouveruemeut nochmals besonders hinge«

' eiuer Abschicdsertlärung, Rußland in Ruhe zu lassen^ '* Blockade aufzuheben und ein« Politik freundschaft- Neutralität allen Parteien gegenüber zu ver- r Al«: V'cHeicht sei ein gereinigtes Sowjet-

üBi*' Litern die einzige Hoffnung, die Rußland geblieben

6- Ein solches System sei vermutlich viel bester als n Zarismus, zu dem dis gegenwärtige Politik Eng-

Bertagung des Allgemeinausstand«».

wb. Versailles, 19. Juli. Zwölf Mit­glieder des Verwaltungsrates des Allgemeinen Ar« Heiterverbandes wurden gestern von Elämencean empfangen, der sich 50 Minuten mit ihnen untet« hielt und erklärt haben soll, er könne po.litische Ausstände nicht dulden. Jouhaux soll da­rauf geantwortet haben, der Ausstand richte sich in der Hauptsache gegen ds^ tzKhensteuerung und trage einen ausgesprochen wimschäftlichen Charakter. De-r Verwaltungsrat des Allgemeinen Arbeiterver­bandes faßte unter dem Eindruck der Vorgänge in der Kammer den Beschluß, den Allgemeinausstand vom 21. Juli zu vertagen und dem Nationalkomiisr am Montag die Angelegenheit zur endgültigen Entscheidung zu unterbreiten. In der Tagesord­nung wird erklärt, daß die durch die Kammerabstim» mung geschaffene Lage bewiesen- habe, daß bte Stimme der arbeitenden Klasse, die die Regie­rungspolitik verurteile, gehört sei.

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Die Kohlennot.

wb. Bern, 19. Juli. In einer Pariser Korre» ponbenz schlägt Barzini imCorriere della Sera" mit Rücksicht auf die schlechte Kohlenversorgung, die für Ita­lien zur Zeit das wichtigste Problem sei, die nachträg­liche Abänderung des Friedensvertrages vor, damit die italienischen Ansprüche auf deutsche Kohlen nicht erst 6t* riedigt werden würden, wenn das deutsche Kohlenkon­tingent an Frankreich ganz geliefert sei. Barzini teilt bei d'eser Gelegenheit mit, daß nach dem Waffenstill* ftandsrertrag Monatlich durchschnittlich nur 481000 To. Kohle anstatt der versprochenen 800 000 Tonnen gelie­fert wurden. Aus englisch- Hilfe sei vorerst nicht z» rechnen, da England aus Furcht, selbst in Kohlenot zu geraten, überall, und auch im Ausland«, für die Schiff­fahrt große Kohlenlager anlege. Desgleichen brauche Amerika auf absehbare Zeit sein« Kohlen selber. Frank- - reif!) -nnue seine Gruben nicht ausbeuten, einmal, weil sie teilweise zerstört seien, aber noch viel mehr deshalb weil es ihm an Arbeitskräften fehle.

Posten haben, das Vaterland ist trotz aller Reden Nebenfache. Und das Volk merkt es nicht . . . Ein Volk, das den Krieg ohne Eingreifen Amerikas sicher gewonnen hätte! Blasse Angst hat den Frieden diktieren lassen, einen Frieden, wie ihr ihn nun ver­dient habt. Politisch seid ihr unreif, unreif auch für die Freiheit.

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L Berlin, 19. Juli. DemLokal-Anz." wird E®5 Amsterdam gemeldet: Wilson befahl, daß die Mensuln in der Schweiz und Holland ermächtigt g^oen, Amerika bis zur Wiederaufnahme des Madels mit Deutschland solange zu vertreten, vis 1 r1 Senat den Frieden ratifiziert haben wird.

M wb. Amsterdam, 19. Juli. Das Pressebüro ^dio meldet aus Washington: Das Postdeparte- j ^knt teilt mit, daß der internationale Paketpost- **n-?t mit Deutschland wieder auf genommen wurde. Z* werden Pakete bis zu 11 Pfund angenommen.

Chicago wird gemeldet: Die deutsche Bevöl- *tung in Chicago schickte in den ersten 24 Stunden - ^4 der Wiederaufnahme des , Briefpostverkehrs den Mittelmächten 10 000 Briefe ab.

-tob. Amsterdam, 20. Juli. Englischen Blättern folge fragte Bottomley in einer Sitzung des Unter- - Ms vom 17., ob die verbündeten Regierungen sich A 15 Recht der Ueberwachung und Ernennung 1 Zutscher Gesandten in den Bereinigten Staa- und anderen Ländern vorbehielten. , Harmsworth - ^^mie die Frage und sagte: Soviel ich weiß, *We kein« der verbündeten Regierungen diese Frage

1 r Sprach«. Was England betrifft, so steht es dem j sicher jederzeit frei, auf den Rat seiner Minister die 4 einer als Vertreter eines fremden Staates

1 5 von St. James vorgeschlagenen Person zu

sts zu führen scheine. Wenn die irisch« Frage rlaud ich: »rach den großen Grundsätzen,- die die Grundlagen

britischen Reiches bildeten, geregelt werde, müsse Reich aufh 0 ren zu bestehen. Es könne kein 6t!es Europa geben ohne ein stabf les Deutfch-

« r die Löschung von La Plata-Westen fütDeutsch- |] Md sein solle. Der Rat empfahl ben Verbündeten, e russischen Gefangenen in Deutschland mit Le- Bismitteht zu versorgen. Er ernannte ferner

11E röcketftattet würden. Davon entfielen auf Frank­sch 1 Milliarde 993 Millionen, auf England die 11| eiche Summe und auf Amerika 1 Milliarde 300 I u Millionen.

_____. euter-Meldung aus Paris ordnete der Oberste Rs firtschaftsrat an, daß Antwerpen einer der Häfen

Aiiierikanisches Urteil über das heutige Deutschland.

Der ..Kreuzztg." wird die Abschrift eines Briefes zur Verfügung gestellt, den ein Amerikaner ans dem besetz­ten Gebiet an einen Bekannten in Deutschland ge­schrieben hat. Darin heißt es:

Das früher gefürchtete und gehaßte deutsche Volk hat sich seit den Novembertagen 1918 zu 90 v. H. als dumm und gemein entpuppt. Einige Beweise: Dumm war euer Volh als es die Revolution machte und sein Heer zerschlug, gemein ist es, weil ihm jedes No-tionalgefühl fehlt. Dieflammen­den" Proteste gegen den Gewaltsrieden sind hier nicht ernst genommen worden, denn für 90 v. H. war und ist die Hauptsache, Geld erpressen, nicht arbeiten, nur essen und tanzen können, schieben, plündern, steh* len, morden; Frieden und Schicksal des Vaterlandes war und ist diesem Teil gänzlich gleichgültig. Dumm sind eure Arbeiter; unsagbar dymm, wenn sie von der Internationale etwas erhoffen. Dumm sind sie, weil sie nur Hetzern jeden Alters glauben, etwas anderes gar nicht hören wollen. Drimm sind sie, weil sie nicht merken, daß ihre Hetzer und Ver­führer sich stets ans dem Staube machen, wenn es ernst wird und weil sie nicht glauben, daß es den Führern nur um persönliche Macht und Ver* mögens vor teile z« tun ist. Gemein ist der Arbeiter, der die Not des Vaterlandes durch sinn­lose Streiks auszunutzen sucht; dabei sicht er nicht, daß er sich selbst schadet. Eure Regierung ist eine überaus traurige. Aus Angst vor einer Gegen­revolution von rechts wozu der Bürger zu träge und zu feige ist läßt sie dem Spartaffsmus freie Hand. Die bolschewistischen Drahtzieher sitzen im Parlament, denn zwischen Unabhängigen und Spar­takisten ist doch kein Unterschich. Jedem Gebrüll halbwüchsiger Burschen wird nachgegeben, stets wird verhandelt, aber nicht gehandelt. Nein, mein Freund, auf diese Weise wird es nie anders. Unb btt Soziali­sierungspläne! Ein Teil der Regierung hat sicher schon eingcsehen, daß cs damit nie und nimmer etwas Gutes werden kann, aber es fehlt der Mut des Eingeftändnisi:- Die Partei geht über das Vater­land, auch Parlament! Wenn.sie nur ihre fetten

gesucht, vden für materielle Schäden, in denen 23 Mil- e pfcen für entgangene Gewinne durch Stillegung Biau? 5 Industrie einbegriffen sind. Die Summe der itüt Vitalisierten Militärpensionen bezifferte sich auf jhxSZ s Milliarden unb 51 Millionen. Für bie Entschä- iUWI Augen minberjähriger Kinber berechnete er 6 gkM Wjarben 920 Millionen, für Entschädigungen' an 48 jpterMiebene 2 Milliarden 915 Millionen; für chchäbigungen an Witwen unb Verwunbete rech- eh er 6 Milliarben, für militärische llnterstützua- 1 Berlin M nach bem Gesetz vom 5. August 1914 13 Mil- Wen 275 Millionen unb schließlich für bie Zu- . endungen an Kriegsgefangene 15 170 000 Fr. itfafoti feien bie Kriegskosten nicht einbegriffen, b6236 ; Belgien allein mit 5 Milliarben 266 Millionen

Berkin, 21. Juli. Zu dem heukig-n Te^ion- strationsausstand der Unabhängigen wird in dsn Berliner Blättern mitgeteilt, daß sowohl die Groß- Berliner Straßenbahn als auch die Siemensbahn und die städtische Straßenbahn von früh ab die Arbeit ein­stellen. Die Hoch- Md Untergrundbahnen werden sich dem Ausstand anschließen. Das kausmännische Personal beteiligt sich nicht au dem Ausstand. Der Verkehr auf fcen Omnibuslinien wird in dem bis­herigen Maßstabe fortgeführt. Der Stadt-, Ring- und Vorortverkehr erleidet keine Störung. Ebenso wird der Fernverkehr voll aufrecht erhalten. Als bezeich­nend wird es angesehen, daß sich auch die Arbeiter­schaft sogenannter lebenswichtiger Betriebe zu dec un­abhängigen Streikparole bekannt hat. In den städti­schen Elektrizitätswerken ruht der Betrieb völlig. Die Arbeiter der städtischen Gaswerke streiken gleichfalls. Die städtischen Wasserwerke hofft man mit Hilfe ar­beitswilliger Kräfte in Gang halten zu können.

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MineltMk in FmkM.

wb. Paris, 19. Juli. (Havas.) In Beant­wortung bet Teuerungsinterpellation führte Ver­pflegungsminister Bore b aus, Paß bet Arbeits­ertrag geringer sei infolge Ser Verluste Frankreichs an Toten unb SBerrounbetcn. Die Einfuhr sei 80 mal größer gewesen als in Friebenszeiten. Die Regierung habe alles getan, um bie Versorgung Des Laubes sicher zu stellen. Die Polemiken unb Zwischenfälle seien nicht geeignet, bie Aufgabe bet Regierung zu erleichtern. Der Minister fuhr fort: Wir alle muffen bie Aktion bes Staates ergänzen burch private Initiative. Unsere Losung ist: Ein­fuhr burch ben Staat unb Ergänzung burch Privat­einfuhr."

Die Maßnahmen bet Regierung würben auf bas schärfste angegriffen, hauptsächlich von bem Ab- georbneten be Monzie unb Paisant, bie bie Politik bet Regierung für vollstänbig verkehrt hielten. Boret verwarf bie Tagesorbnung Angagneur, bet erklärte, bas Ministerium habe sich unfähig er­wiesen, gegen bie Teuerung anzukämpfen. Belgien unb Italien hätten Erfolge erzielt. Der Ernäh­rungsminister erklärte, nur bie Tagesorbnung Re- naubel annehmen zu können, boch würbe bet Tages­ordnung Augagneur mit 227 gegen 213 Stimmen bet Vorrang zuerkannt. Durch bie Abstimmung ist bas Ministeriunuin bie Minberheit gebracht. Boret hat Clömenceau einen Rücktritt angeboten,

wb. Bern, 19. Juli. Wie bet LyonerNou- velliste" erklärt, muß nach Ansicht einiger Depu­tierter mit Boret auch Klotz unb Loucheur zurück­treten. Viviani habe bemerkt, was jetzt geschehen sei, sei der Anfang vom Ende.

wb. Versailles, 20. Juli. Ministerpräsi­dent Clemenceau hat bie Entlassung bes Ministers Botel angenommen. Zu beffen Nachfolget er­nannte er den ^«maligen französchen Botschafter in PeterrburL No ulens.

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reM'SHmüS.

im und kein stabiles und in glücklichen Verhältnisten

| Großbritannien, solange in Europa Durch-

; und Unruhe herrschten.In unserer auf bte Ö48-nch-gung Europas gerichteten Politik", so erklärte 63551 »uis.ist die Versöhnung Deutschlands Ifti'iT 16 wesentlicher Bedeutung. Wir haben in Deutsch-

1 fck -ine gemäßigte Republik, die meiner Ansicht nach -c ^wutigung und Unterstützung verdient. Ebert ver-

vor UNS ermutigt und gestützt zu werden; wir titn nicht mit Ebert ebenso verfahren wie mtt VH ^»ski und Karolyi!"

t DieOberhessische Zeitüng" erscheint sechsmal wöchentlich. Der

MM Bezugspreis beträgt monatlich 1.60 jH. frei ins Haus; durch die Post xv Iv# 1.75 X. shne Bestellgeld. Lerlug »on Dr. C. Hitzetsth.

Markt 21/2$. Fernsprecher 55.

Der Anzeigenpreis beträgt für 6U 8 gesp. Zeile 30 4. u. 33V,/« Deuerungszuschl., u

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