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!.U«Sh«mKreiseKirchhain,14. Juli. Iw BahnhosShotel zu Kirchhain hielt am Sonnabend der Kreisbauernverein seine erste Generalversammlung ab, zu der sich eine Menge Mitglieder eingesunden hatten. Der Vorsitzende erstattete einen Bericht über die Pro- »inzialversammlung in Gießen, worauf beschlossen wurde, sich dem Provinzial Verb and anzuschließen. Als Vertreter wurden folgende Sperren benimmt: H. Hohl- Kirchhain, Bürgermeister Knau-Stausebach, Meiler- Kirchhain, Theis-Hcttsdorf und Bürgermeister Rhiel- Sindersfeld. Stellvertreter wurden tz. AmendHolz- hausen, Kreyling-Rauschenbcrg und Herbst-Wohra. Herr Rechtsanwalt Boette hielt anschließend einen lehrreichen Dortrag über Kriegswirtschaften. Ferner besprach man die geplante Einrichtung einer landwirtschaftlichen Win- teffchule in Kirchhain und die Abhaltung eines land­wirtschaftlichen Buchführungskursus. Die Bersamm- lung nahm einen anregenden Verlauf.

() Biedenkopf, 16. Juli. In einer hier abgehaltenen stark besuchten öffentlichen Versammlung wurde die Belassung der hier anwesenden Kurgäste unter den folgenden Bedingungen bewilligt: Die Kur­gäste haben 1. sich des Hamsterns innerhalb des Krei­ses Biedenkopf zu enthalten, es ist ihnen untersagt, Rucksäcke, Koffer oder dergleichen bei chren Aus­flügen mitzunehmen oder sich Lebensmittel bringen zu lassen; 2. sich der Nutzung der Walderzeugnisse zu ent­halten; 3. den Aufkauf von Stachel- und Johannis­beeren pp. sowie von Obst und Gemüse zu unterlassen.

Uebertretung dieser Beftimmmrgen Kat die sofor­tige Ausweisung des betr. Kurgastes zur Folge, außer­dem ist ein entsprechendes Sühnegeld zugnnsten her hiesigen Armen zu entrichten. Dic Wirre geben sot-wn- des bekannt: Gäste, die dem zuwidechandeln, werden wir sofort ausweisen und für Hinterlegung des Sühne- geldes Sorge tragen.

*** Frankenberg, 14. Juli. Wir lesen in dxr Frankenb. Ztg.": Wie gefährlich das verbotene Jagd- handwerk für die Beteiligten werden kann, beweist wieder einmal ein beklagenswerter Vorfall, der sich in der Nacht zum Sonntag in der Nähe ereignet hat. Drei jung «Burschen von 2325 Jahren aus dem Dorfe Röddenau hatten sich die fragliche Nacht dazu auserwählt, in den Gründen des Heßlarwaldes auf Rotwild zu pürschen, und waren gegen 2Nhr von Hause aufgebrochen. Daß am selbigen Morgen der Hüter des Forstes sein Revier beging, um den schon wiederhclt hier wahrgenommenen Schießereien auf die Spur zu kommen, wurde den Rvddeuaner Burschen zum Ver­hängnis. Gegen 6 Uhr morgens erfolgte am fogen. Köhlerplatz das Zusammentreffen des staatlichen För­sters Wicke aus Somplar mit den Wilderern. Da diese der Aufforderung des Beamten, die Waffen r.ieber zulegen, nicht Folge leisteten und einer auf den För­ster anlegte, machte letzterer von seiner Waffe Gebrauch »nd traf den 23jährigen Maurer Joh. Meifer mit einem Schuß in die Brust, welcher leiden den sofortigen Tod des jungen Mannes zur Folge hatte. Die beiden anderen, Joh. D. und Heinr. L., ergriffen die Flucht: einer von chnen kehrte später nochmals an die Nnglücks-- stelle zurück und stellte die tödliche Wirkung des Schus­ses bei seinem Kameraden fest. Die Leiche des jungen M., der in drei Kriegsjahren dem fein,blichen Blei gee trotzt und nun ein Opfer sträflichen Jagdfrevels ge­worden war, wurde von den über das schreckliche Ereig­nis benachrichtigten Angehörigen heimgeholt. Die am gestrigen Tage geführte Untersuchung ergab, daß zwei der Wildschützen mit MilitärkaraLineni bewaffnet ge­wesen waren, und daß der dritte eine gleiche Waffe, die aber nicht gebrauchsfähig war, nebst Munition auf dem Heuboden versteckt hatte. Auch wurde hn Walde ein frisch erlegtes Reh aufgefunden. Ms zum Ab­schluß der gerichtlichen Untersuchung wurde der Leich­nam des erschossenen M. mit Beschlag belegt. Den be­troffenen hartgeprüfteu Eltern bringt man altem eine Teilnahme entgegen. '

Lessen-Nassau und Nachbargeblste.

Herborn-Seelbach, 16. Juli. Der Arbeiter K. beabsichtigte, Fische in der Ahr zu fangen und wollte dieselben durch Entladen einer Dynamitpat­rone vorher im Wasser töten, jedoch explodierte die Patrone bereits, als K. sie noch in der Hand hatte, und scblrcg ihm diese, die rechte ab. Außerdem erlitt K. noch schwere Verletzungen am Unterleib.

Obe rursel,-15. Juli. Die Stadtverordneten lehnten einen Antrag der Unabhängigen auf Umbe­nennung der nach Fürstlichkeiten benannten Orts­straßen mit der Begründung ab, daß diese Namen stets an di« glücklichsten Zeiten der Stadt und des deut­schen Volke? erinnern würden. Auch der Anttag auf Entfernung der Kaiserbilder aus dem Sitzungssaal wurde abgelehnt.

Frankfurt a.M., 15. Juli. Die Frankfutter Einsichrmesse, die die Beziehungen Deutschlands zum Ausland auffrischen soll, wird, nachdem sie nunmehr vom Handelsministenum in Berlin die Genehmigung erhalten hat, zu einer Veranstaltung größten Stils werden. Schon der Umstand, daß für sie die größte Halle Deutschlands, die Festhalte am Hoheuzollernplatz, bereitgesteltt ist, läßt darauf schließen. Täglich treffen aus den neutralen Ländern, namentlich der Schweiz, Norwegen und Holland, Anfragen ein. Cs wird mit einer Ansstellerschar von mindestenZ 1OOOO gerechnet.

B

Die Mess «soll in der Hauptsache Gebrsuchsgegenstände zur Schau bringen, Luxusartikel sollen mit Rücksicht ans die schlecht edeutsche Valuta ausgeschlossen sein. Im Stadtteil Sachsenhansen 'wurden neue Pocken­fälle festgestellt. Ta der Zuzug Ortsfre mder nach Frankfurt in den letzten Wochen fo überhand ge­nommen hat, daß eine ordnungsmäßige Unterbringung trotz aller Maßnahmen nicht mehr möglich, hat jetzt der Magistrat ein Zuzugsverbot erlassen. Nur mit ganz l>esonderer Genehmigung darf der Aufenthalt in Frankfurt länger als 8 Tag «dauern.

® 511 i n g e n, 15. Juli. Als äußerst uu-uverlästig erwiesen sich drei Begleiter eines Transports von Be­kleidungsstücken für das hiesige Durchgangslager. Nach­dem die Belleidungsstücke ausgeladen waren, eröffneten sie gleich einenLaden", um die Sachen zu versilbern. Ter Fahrdienstleiter des hiesigen Bahnhofs erhielt hiervon Kenntnis und verhinderte den Weiterver­kauf. Die Personen wurden sestgenommeu. Die Sachen waren für die heimkehrenden Gefangenen be­stimmt.

UnpsMfchr LsTSckmachrichre«.

Muuitiousexplofion. Berlin, 16. Juli. Dir B. 3" meldet: Heute früh flogen in Hohen-Schön- hausen zwei Schuppen der Deutschen Werkhütten-Ge- sellichaft, in denen Minenziinder, Sprengkapseln und Putt»er lagerten, in die Luft. Infolge der Explosion wurden im Umkreis von mehreren Kilometern die Fensterscheiben zettrümmert, Menichenleben find noch den bisherigen Feststellungen nicht zu beklagen. Aller­dings wird die Wache von sechs bis acht Köpfen bisher vermißt, doch ist auf Grund von Aussagen von Arbeitern anzu nehmen, daß st« fich rechtzeitig m Sicherheit ge ­bracht hat. Tne Explosion ist anscheinend auf ver­brecherische Brandstiftung zurückzvführen.

Waldbrände. Toulon, 16. Juli. Die Wald­brände von Bornes, die eingedämmt schienen, sind wie­der aufgeflammt. Es sind bereits große Waldstrecken zerstört. Etwa 300 000 Hektar sollen eingeäschert sein. Das ganze Tal von Sauvebonn ist in Gefahr. Es wur­den Truppen in die gefährdeten Gegenden gesandt. Bis jetzt sind drei Soldaten bei den Löfcharbeiten ums Leben gekommen.

Im Sturm gefunten. Valparaiso, 16. Juli. An der Küste wütete zwei Tage lang ein heftiger Sturm. Mehrere deutsche Dampfer, darunter Gotha",Don Carlos", ferner ein Schleppdampfer so­wie drei deutsche Segler sind gesunken. Der Schaden wird auf 200 Millionen Pesetas geschätzt. Dis heute zählt man 87 Ertrunkene, doch glaubt man, daß mehr als doppelt so viel Personen umgekommen sind. Der Sturm hat sich wieder gelegt

HochfchukiachrlHten.

X Wtederbesetzung des Frankfurter chirurgischen Lehrstuhls. Wie dieHockschulkorr." erführt, hat Pror. Dr. Sauerbruch (München) den an ihn ergangenen Ruf zur llebernahme des chirurgischen L-Hrstuhls an der Universität Frankfurt a. M. als Nachfolger L. Rehns abgelehnt; Direktor Dr. Schmieden, Direk­tor der chirurgischen Klinik der llniversttät Hall«, hat nunmehr eine Berufung nach Franksutt erhalten.

X Die Zmischensemester in Preisen. Dom 22. Sep­tember bis 20. Dezember werden die meisten preußi­schen Hochschulen ein neues Zwischensemester einlegen und zwar die Universitäten Berlin, Breslau, Göttingen, Halle, Kiel, Königsberg, Marburg und Münster, die technischen Hochschulen Eharlottenburg, Breslau und Hannover. Die Universitäten Bonn, Köln, Frankfurt und Greifswald, die technischen Hochschulen Aachen und Danzig fegen kein Zwischensemester ein, sondern begin­nen das Winterhalbjahr wie sonst, während die Hoch­schulen mit Zwischensemester das Winterhalbjahr am 5. Januar beginnen lassen. Dafür sollen zugelassen wer­den: 1. Studiereiche, die dem Grenzschutz Ost, einem Frei­willige nverband oder der Reichswehr angehören wch hierdurch mindesten» ein Semester verloren haben; 2. studierende Kriegsteilnehmer, die mindestens zwei Se­mester verloren; 3. Kriegsteilnehmer, di« ein Semester verloren und verhindert waren, am ersten Zwischen- semester teilzunehmen; 4. ausnahmsweise Hilfsdienst- pflichtige, die entsprechend« Semester verloren; S. Reichsavsländer deutscher Abstammung, besonders Deutsch-Oester reicher und Deutsch-Balten, Lei denen t>k genannten Voraussetzungen vorliegen; 6. Reichsdeutsche und Reichsausländer der genannten Art, di« durch krie­gerische Maßnahmen, wie Internierung oder Absper­rung ohne ihr Verschulden am Studium verhindert waren.

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Vermischt-«.

Das eree Deutschland. DieD. Ztg." gibt folgen den Brief an eine Weingroßhandlung in Frankturt wieder:Eie beehren mich fortgesetzt mit dem Eonver- angebot Ihrer Wein«, ohne dabei zu bedenken, daß das bescheiden« Einkommen eines pensionierten Offiziers mit Familie nicht ausreicht, um sich den Genuß Ihrer teuren Wein« zu gestatten (billigste Flasche 12 J(). Ich möchte Ihnen empfehlen, sich nur an die b e s s e r g «- »nwiiin.iim i ।ii nniuinro

Beim Bezirkskommsttdo Arolsen sollen noch

Freiwillige K MM eingestellt werden. Leute mit guter Handschrift und leichter Auffassungsgabe wollen Bewerbmegrschreide« mit Lebenslauf, polizeil. Führungszeugnis mb Militär» papieren sofort einreichen. Maschiuenschreiber und Steno­graphen bevorzugt.

6387 Bezirkskommaudp Arolsen.

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Die der Gemeinde Albsharrfe« zusteheud« Jagd

fall am Mittwoch, de« 80, Juli, nachmittag» s Uhr in der Wohmmg bei unterzeichneten öffentlich meistbietend verpachtet wach«, vediogiwg« werd« int Termin befasst gegeben.

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Easwerkdirektor m,d Ofenarbeiter. Dte Stadt Laufch.ru schreibt in einer Nummer des ^Journals für Gasbeleuchtung" die Stell« eines städtischen Saswerk- divettors aus. Sie verlangt Hochschulbildung, mehr­jährige Praxis und bewilligt ein Eehalb von 8000 «M bei freier Wohnung und- Heizung. Rechnet man das letztere hoch, mit 2000 M Wert, so würde der Direktor ein Einkommen von 5000 Jt jährlich haben. Dagegen erhält ein Ofenhausoorarbeiter laut Tarifvertrag jähr­lich 6300 M..

Krankheiten nnb Tanzverbot. Die Tanzwut, dte gegenwärttg überall in der Welt herrscht, ist gerave unter den heutigen Berhältnisien mit chren Folgeer­scheinungen des Krieges mit so großen Gefahren ver­bunden. daß ein Münchner Arzt, Dr. Rosenberger, rote dteMünchner Mediz. Wochenschrift" berichtet, in einer Sitzung des Aerztlichen Vereins einen Antrag auf Er­laß eines Tanzverbotes begründete. Er rotes zunächst darauf hin, daß auch in München das Tanzen überhand geMm.men habe, und er charakteristerte die Art dieses Tanzens damit, daß manche bet vielen Tanzunterhal- iungen in den Ankündigungen ausdrücklichberent* bezeichnet wurden. Diese Vergnügungen fördern aber die Uebertragung von Krankheiten.

Die Rückkehr zum Knüppel. Di« Kommandantur der Easseler Reichswehrbttgade hat den Geschäftsleuten in einer öffentlichen Bekanntmachung den Rat erteilt, sie möchten sich straßenweise organisieren und di« hand­festesten unter sich mit Knüppeln bewaffnen, um da­mit den Kampf gegen Einbrecher und Plünderer zu er­öffnen, roenn ihnen eine solche Gefahr droht. Wie wir durch diesen Frieden um ein Jahrhundett zuruckgewor- fen werden, so also auch in der Form der Waffen.

Ein Vogelschutzpark bei Goslar. Ein wahrhaftes Bogelparadies hat in der Rahe von Goslar am Harz in einer stillen Waldmulde Baronin Dranca auf einem von der Stadt zur Verfügung gestellten Gebiet tm Jahre 1912 geschaffen und durch alle Schwierigkeiten des Krieges erhalten. Der Land- und Forstwirtilvaft ist dadurch ein große: Nutzen entstanden, denn die Itter geschonten und gepflegte^: Singvögel verzehren die schäd­lichen Jnsetten in unglaublichen Mengen, eine kleine Meise z. V. an einem Tag« etwa 1000. während 1000 Nonnenraupen doch genügen, eine Fichte kahl zu sresien. Die Anlage des Parkes ist nach einer Schilderung, nie Dr. Weltereck inRfedersachf-n« veröffentlicht, um ,»n Keines Blockhaus gruppiert, das alle notwendigen vle- rätfchasten, Futter, Fallen usw. enthält. Eine Alrane davor ist der bevorzugte Sammelplatz zahmer Vogel- arten, andere Vögel werden von einem selbsttätigen Vogelhaus inmitten hoher Bäume oder von freischwe- benden Futterdächern, die katzen- und mäusesicher ll.nd, angezogen. Ilnzöblig« Ristgelegcnheiten, von verfchi-:- denster Form und an den verschieden-ten Stellen ap.ee-- brachr, dienen dem Nachwuchs. Für die Meisen sind die Berlepschen natürlichen Spechthöhlen naä^gebilde- ten Nisthöhlen vorgesehen, die im Winter bis zu 20 kleinen Vögeln zu gleicher Zett in einem Nest als warme Schlupfwinkel dienen. Auch für die Finken. Grasmücken usw., di« Frei- und EtrauchLrütei sind, ist durch sachgemäßes Anpflanzen und Beschneiden beson­derer Holzarten, die diese Vögel zum Nestbau bevor­zugen. gesorgt. Ganze Halden find mit wilden Rosen überwuchert und itetetr großen Scharren der kleinen Sänger ungestörte Nistgelegercheit. Die roichtige Wssier- fraxe ist durch Ausnutzung einer Quelle zu zwei Bade platzen gelöst und hat zu einer besonders anziehenden Restaltuna Anlaß gegeben. Bei der Wichtigkeit, die der Vogelschutz in Deutschland für die nstroendize Ent­wicklung unserer Land- und Forstwirtichaft hat, ist die Nachahmung dieser vorbildlichen Anlage sehr zu wütffchen.

Das Bermächtni, des Ehsf«indes. Ein Testament von besooderer Eigenart fand fich, wie eine .nglsichc Zeitschrift mitteilt, im Nachlass« eine» sehr veich-n Lotedoner Herrn, der mehre re male vergeblich oer sucht hatte, fich zu verheiraten. Er hinterließ fein Vermögen den acht Tarnen, di« ihm alle einen Korb gegeben hatten, und er begründete diese Bestimmung folgender­maßen:Diese Tarnen haben, indem sie meine Bewer­bung ablehnten, mir die Möglichkeit gegeben, ein ruhi­ges und behagliches Leben zu führen, wie es mir in der Ehe nie möglich gewesen wäre. Dafür schulde ich ihnen den größten Dank, den ich ihnen hiermit al- ftatte. Im Gegensttz zu dem Testament dieses Ehe­feindes steht das Vermächtnis, das eine alte Tarne. Hetty Blsomer, zur Verfasierin hatte. Ete verfügte über ihr gegen eine Million Mark betragendes Ver­mögen mit folgendem Bekenntnis:Ich bin nicht frei­willig ehelos geblieben; dreimal war ich verlobt, aber dreimal unrrde ich das Opfer männlicher Treulosigkeit Aus diesem Grunde bestimm« ich, daß die Zinsen des von mir hinterlassenen Vermögens alljährlich am Jahrestage meines Todes unter 5 Frauen verteilt wer­den, die über 40 Jahre alt find und mrchwe'stn können daß sie verlobt waren und von ihren Verlobten ver­lassen wurden." In einem Zusatz erilätte die Männer-

Miilinr ausgebildete und unonsae- vitdete, werden bei der N«ch- eichten-Abtl». Mr. 118 in Butzbach, He'seii,;. den übllch. Reilbsme-rbedingungen ein« geteilt. 6253

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______^!s deut unbereg r'tck Mit an

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feindin noch:Sollte «frort der Fall «Mreten, daß - einmal «temand finden würde, dem dte Zinsen könnt werden können, so sollen st« zum Kapital » schlagen werden. Doch halte ich dies für ganz nnroj; scheinlich und ausgeschlossen, da die Männer von Rod treulos und schlecht sind und immer wieder dös

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