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3 Tageszeitung für (das früher kurheffifche) Oberhessen

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fs,hen, daß der Einzug der polnischen Truppen Tfgrn für den 24. Juli in Aussicht genommen

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tob. Berlin, 15. Juli. Wie von zuständiger ite erklärt wird, entspricht es nicht den Tat-

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Mittwoch, 16. Juli

Es wurde eine Tagesordnung Daniel-Renoult angenommen, die erklärt, die von den Verbündeten begangenen 'Anschläge auf die Selbständigkeit be­deutender Völkermassen müßten an den Pranger gestellt werden. Es sei zu bedauern, daß Elsaß- Lothringen inmitten dieser Verbrechen an Frank­reich zurückgekehrt sei. Wie 1871 Liebknecht und Bebel gegen die Annexion Elsaß-Lothringens pro­testiert hätten, müsse heute die sozialistische Partei gegen das Schicksal, das der Bevölkerung des Saar­reviers bereitet werde, protestieren und über das gesamte Friedensinftrument die schärfste Ver­urteilung aussprechen. Die französische Repu­blik hätte der deutschen Republik einen ehrenvollen und gerechten Frieden geschuldet, sie hätte ihn ihr aber nicht gegeben. Aus allen diesen Gründen erteile die sozialdemokratische Partei ihren Er­wählten den formellen Auftrag, gegen die Rati­fikation zu stimmen. Der Vertrag müsse nicht eine Teilrevision, sondern eine vollständige U m - gestaltung erfahren.

wb. Bern, 14. Juli. Im Nationalrat der sozialistischen Partei Frankreichs nahm Renould zu der falschen Wirtschafts- und Finanzpolitik, die der Friedensvertrag einfchlägt, scharf Stellung. Man hätte die Kriegskosten und Kriegslasten zusammen­werfen müssen. Amerika würde eine derartige Lö­sung begrüßt haben. Jetzt schienen sich Amerika und England mit ungefähr 150 Milliarden zufrie­den geben zu wollen. Dafür erhalle Frankreich un­gefähr 50%, also etwa 7080 Milliarden. Die übrigen Nationen seien Frankreich gegenüber zu nichts mehr verpflichtet. Sembat erklärte gleich­falls, die hohe Phrase, Deutschland werd« alles be­zahlen, sei heute in ihrer Unhaltbarkeit offenkundig geworden. Der Friedensvertrag werde

wb. Wien, 15. Juli. Wie die Blätter melden, Hoß das Wiener Lcmdcsgericht im Rechtsstreit zwischen de» österreichisch-ungarischen Bank und der ungarisches Gesandtschaft wegen des Verfügungsrechtes toa W Millionen Kronen, die von dem seinerzeitigen RauLch aus der ungarischen Gesandtschaft ausgefunden wurdet^ der Berufung der ungarischen Gesandtschaft Folg» flt» geben. Die vorn Bezirksgericht über di« 68 Million«»

Der zurückgetretene Chef des britischen Uebersee- Handelsamtes Sir Steel Maitland hielt vor eng­lischen Kaufleuten eine Rede, worin er erllärte, in den nächsten zwanzig Jahren sei Mittel- und Südostrußland sowie der riesige Landgürtel des Urals der Teil der Welt, wo sich der Sandel am schnellsten ausbreiten würde. Die britischen Kaufleute hätten jetzt eine gute Gelegenheit, sich d o r t f e st z n s e tz e n. Das Uebersee- Handelsamt sei bestrebt, ihnen alle Unterstützungen zu bieten, die nur möglich seien.

wb. A m st e r d a m, 15. Juli. LautTelegraaf ' befand sich an Bord des englischen DampfersLake Ray", der in Hüll eingetroffen ist, als blinder Passagier der elfjährige Erich Leizner aus Ham­burg. Er erklärte dem englischen Kapitän, daß er wegen der Armut seiner Eltern aus Deutschland auswandern wollte.

wb. Amsterdam, 15. Juli. DieNieder!. elegr.-Agentur meldet drahtlos aus Washington, die vollständige Wiederaufnahme des H a n - els Verkehrs zwischen Amerika und Deutsch- »nd nicht vor Mitte Winter zu erwarten sei.

gierung über das vom der amerikanischen Presse neuer» dings wiederholte Märchen vom einem int Jahre 1911 zwischen der japanischen und der deutschen Regierung vereinbarten Bündnisvertrag ist inzwischen erfolgt. Nach einer Reutermeldung dementiert« die japankfch» Abordnung in Pari« die ganze Erzählung als wider», sinnig. Nachdem diese deutliche japanische Erklärung mtt der viel benutzten Vündnisfabel aufräumte, läßt sich Reuter sofort am folgenden Tage einen Ersatz da­für durch den Korvefpondenten der LondonerMorning. post" in Gestalt einer angeblich aus Pariser Konferenz­kreisen stammenden Erzählung kabeln, nach der Deutsch­land unter anderenverführerischen Angeboten" ven Japanern im Jahre 1917 freie Hand in den holländi. schen Kolonien einschließlich Java und Sumatra ango- boten hätte. Auch diese Geschichte ist ebenso, wie die vorerwähnt« von dem deutsch-japanischen Bündnis in das Reich der Fabel zu verweisen. Man merkt ihr zN deutlich an, daß sie nur dazu bestimmt ist, zwischen Deutschland und Holland Mißtrauen zu säen.

Die Ueberführung deutscher Arbeiter nach Frankreich.'

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mmn Ll.! frühester Termin kommt das Inkrafttreten des r Eich ^j.dxnsvertrages, also die vollendete Ratifikation

^sserung in der Lage der deutschen Krieg», gefangenen.

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leutschen Eeneralftabsoffiziers in Memel, um mit den Mcmeler einschlägigen Stellen spätere

waren unverändert. Die Reyierungspreise sind höchsten. Die Regierung führte riesige Mengen Fleisch und andere Waren aus Amerika ein und sie nur zu den von ihr bezahlten Preisen weiter kaufen. Ueberall herrscht Durcheinander. Hier

e u r o p a schaffen. Hier liege die Gefahr. Die geringste nationalistische Strömung werde ge­nügen, um die Schranken fallen zu lassen. Renaudel protestierte gegen die Beschlagnahme der deutschen Kolonien, die der größte Skandal innerhalb des Friedensvertrages sei. Unter allgemeinem Beifall erklärte er, Freiheit bringe der Vertrag für Frankreich nicht. Kurz vor Schluß der Sitzung ergriff Longuet zu einer langen Rede das Wort. Er führte hauptsächlich aus, man hätte schon vor zwei Jahren Frieden schließen können, als Kaiser Karl seine Vorschläge machte. Man hätte 100 000 Menschenleben retten und große Gebiete vor der Zerstörung bewahren können.

Der geplante Allgemeinausstand.

wb. Versailles, 15. Juli. Der Verwal­tungsrat der Gewerkschaften erläßt einen Aufruf an die Arbeiter und Arbeiterinnen der Städte und des Landes, worin sie nachdrücklichst aufgefordert werden, laut Beschluß des Nationalausschusses vom 25. Juni am 21. Juli in einen 24stündigen Allge­meinausstand einzutreten. Es sei eine Bewegung, die von den Proletariern Italiens und Englands unterstützt werd«. Seit acht Monaten verlangten die Arbeiter Frankreichs die vollständige Demobili­sierung, die Vorbereitung zur Abrüstung, die Auf­hebung des bewaffneten Widerstandes in Rußland und Ungarn auf Grund des Rechtes eines jeden Volkes, frei über sich selbst zu verfügen, ferner die Amnestie der politisch und militärisch Verurteilten, schließlich die Wiederherstellung der konstitutio­nellen Freiheiten und vor allem die Aufhebung der Zensur. In all diesen Punkten machte die Regie­rung nur Versprechungen, unternahm aber nichts. Dazu komme, daß sie weder gegen die Lebensmittel­teuerung noch für die Wiederherstellung des wirt­schaftlichen Lebens noch gegen die Wohnungsnot etwas praktisch zu verwirklichendes unternahm.

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militärische Sicherheitsmaßnahmen zu besprechen. I,it- ^on amtlicher Stelle wird zu diesem Besuch mi'- , fiti, leteilt: An die Anwesenheit des englischen Oberst

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Vormarsch gegen Budapest.

Rotterdam, 15. Juli.Daily Mail" mel­det: Die Truppen der Verbündeten gegen Buda­pest find 50 000 Mann stark. Treiviertel des früheren ungarischen Staates find non den verbün­deten Truppen besetzt. DieTimes" melden: Der konzentrische Vormarsch auf Budapest hat be», gönnen. Artillerie und Sturmtruppen find aus etwa 12 Kilometer der Hauptstadt nahegerückt.

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wb. Rotterdam, 15. Juli.Daily Telegraph« meldet au» Mailaiw vom Sonntag: Die Auflehnung des Volkes gegen die Teuerung der Lebensmittel und die heftigen Unruhen, die bei dieser Gclegen- hett stattfanden, brachten Italien in eine sehr schwierig« Lag«. In Hunderten von Städten fehlen die Vorräte. Di« sozialistischen Organisationen vermehren dadurch, daß sie gegen die Herabsetzung der Löhne find, di« Schwierigkeiten. Eine Anzahl von Betrieben ruht voll- ständig. In ganz Italien kann man kein Paar Schuh« mehr kau sm. Alle Schuh lüden sind ausverkaust oder leer geplündert. D^« Kleidermacher weigern sich, di«' Anzüge zuzuschneiden, da di« ArbeiterbSrse die Herab­setzung der SchneiderlShn« nicht gestattet. Di« SaueeN wollen ihre Erzeugnisse nicht mehr zur Stadt bringe^ da sie bei den herabgesetzten Preisen oi« Arbeitslöh« und sonstigen Unkosten nicht mehr bestreiten könne». Andererseits blieben die Preise für alle Regierung»-

wb. Paris, 15. Juli. DiePopulaire verofseni. licht einen Brief Bela Kuns an Elemenceau, in dem er ihn an das Versprechen erinnert, wonach sich me rumänischen Truppen hinter di« neue Grenze zuruck- z-ehen würden, wenn sich di« magyarrschen Truppen aus dem tschccho-slowakischen Gebiet zurückgezogen hätten Bela Kun erklärt, daß er sein Versprechen ge- halten hab« und ersucht die Konferenz um Räumung bes Gebietes jenseits der Theiß, da sonst die Rot« Armee zur Abwehr gegen die Rumänen bereitstehe» müsse.

wb. Prag, 15. Juli. Der Ministerpräsident bei g« genrevolutionären ungarischen Regierung in Szage» gin, Graf K a r o l y i, ist zurückgetreten. An fei« Stelle wird Desider Abraham treten.

deutschen Kriegsgefangenen bei >- ^^eitskompagnien im früheren franzöpschen ationsgebiet eingegangen. Erst nach langen «Hungen konnte durchgesetzt werden, daß Dele- L* schweizerischen Gesan..1 schäft in Paris die

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wb. A m st e r d a m , 15. Juni. Aus Wrftinzton wird drahtlos gemeldet, daß neun Bataillone zum Dienst in Europa abgegangen find.

Reuter meldet aus Newyork: Das Schiffahrts­amt hat vergeblich versucht, den Ausstand der Hafenarbeiter zu verhüten. Der Ausstand wurde gestern formell proklamiert. Man wird nochmals versuchen, einen Vergleich herbeizuführen.

wb. A m st e r d a m, 15. Juli. Wie das Presse­büro Radio aus Newyork mitteilt, wurde die Bil düng einer Organisation zwecks Ernährung der Kinder in Europa bekannt gegeben. Sie ro: b das rcn der amerikanischen Hilfsorganisation begon­nene Werk in Europa fortsetzen.

wb. Newyork, 15. Juli. (Reuter.) Alle Schadenersatzansprüche an die Cunard-Linie wegen der Versenkung derLusitania" wurden endgiltig abgewiesen, da das Gericht der Ansicht war, daß die Versenkung des Schiffes ausschließlich durch ein un­gesetzliches Vorgehen der kaiserlich deutschen Regie­rung, die sich dabei eines U-Dooiskommaudanten als Werkzeug bediente, verursacht worden sei.

Deutsch-ja-iamsche Märchen.

Berlin, IS. Juli. DieDeutschs Allg. Ztg."

sM wb. Versailles, 15. Juli. Der inter- e Ausschuß für die Verantwortlichkeiten be- do. ^0-Ste sich mit der Frage der Verfolgung des Oberen Deutschen Kaisers, wegen dessen, wie ^k.nps" betont, noch kein Schritt bei der hol- ^oischen Regierung unternommen worden ist.

en soll, entbehrt jeder tatsächlichen Grundlage.

-me Besetzung von Tilsit kommt überhaupt nicht n Frage. Die Reise des Oberst Parsival hat nur Sjäftlt "l'ormatorischen Charakter.

äi'e» kh^ung des Freistaat.'s Danzig sowie des an den ibdjen, Merbund abzutretenden Gebietes nördlich der tel Kemel durch englische Truppen sind noch keinerlei

, Beschlüsse gefaßt. Die Nachricht, daß Memel be-

-2 Ȋs am 21. Juli durch Ententetruppen besetzt wer-

. wissen, daß die französische Regierung sich mit ,ltj w Schritt bei dem spanischen Geschäftsträger 62Nl L, 71 zufrieden geben und Wiedergutmachungen Erlangen werde.

-ncher Arbeiter. Sie wollen Gruppen von 3UT'®to °*5 1000 Mann in Baracken unterbringen. Die zuz. ^nzösischx Unterhändler sagen, sie kennten wohl « Schwierigkeiten, die deutsche Regierung müsse ftn t bQs deutsche Volk unbedingt zur Arbeit "halten. Nötigenfalls müsse die deutsche Re- d" Arbeiterschwierigkeiten durch staat- ||f Zwang Herr zu werden suchen. Die

L .Jbündeten fordern ferner besonders dringend o* Farbstoffe, pharmazeutische Apparate und "ätflten.

50 afe feindlichen Länder entsandt werden. Man --koch scheint bei der Regierung bei dem Mangel,an ge- -20 3| Kulten Diplomaten daran zu denken, in erwei- intern Maße Parieileute auf diese Posten zu

t wb. Memel, 15. Juli. DasMemeler Damps- wot meldet: Am Montag und Dienstag weilte b° >ei englische Oberst Parsival in Begleitung eines

Oderhessische Zeitung" erscheint sechsmal wöchentlich. Der K 4 4tQ fBezugspreis beträgt »wiiatlich 1.60 M. frei ins Hou»; durch die Post " TJ12. IvO j 1.75 J(. ohne Bestellgeld. «erleg »on Dr. r. Hitzeroth.

wb. Kopenhagen, 15. Juli. In Dänemark i faft lohnen, wieSozialdemokraten" meldet, gegen 0000 Nordschleswiger, die zur bevorstehenden , ;i:7 '/^"bstimmung in Nordschleswig das Stimmrecht vschstz ai)en- Um diesen Nordschleswigern Gelegenheit zu [6{. Eben, ihre Stimme abzugeben, wird ihnen däni- srU »cherseits freie Reise nach Nordschleswig zugestan- ' »en werden.

Der 3rie6en.

tjrtt.j tu. Weimar, 16. Juli. Die Neichsrcgierung

' beabsichtigt, die diplomatischen Beziehungen zu den bisher feindlichen Staaten so rasch als möglich »iebet aufzunehmen. Es sollen Geschäftsträger in

dort dauern die Unruhen fort. Am Freitag kam es «a* > läßlich einer Volkskundgebung in Udine zu einem Z»: sammenstoß mit den Truppen, die Maschinengewehv- i feuer abgaben, wobei vier Personen getötet wurden.

wb. Rom, 14. Juli. (Stefani.) RiM erklärte in der Kammer, die Regierung werbe, wenn es nötig sei, gegen die Presse mit den schärfsten Mitteln vorgehen. Vom Ausstand am 20. und 21. Juli sagt« Nitti, di« italienischen Arbeiter hätten dazu am wenigsten Anlaß, da sich Italien weder gegen Ungarn noch gegen Ruß­land tatkräftig beteiligt habe. Es feien aber alle Maß­nahmen getroffen, um eventuelle Unruhen im Äetme zu ersticken.

Berlin, 15. Juli. Die italienische Kammer sprach lautL.-A." dem Ministerium Nitti ihr Ver­trauen mit 257 gegen 111 Stimmen aus.

LautB. T." beabsichtigen einer Europa Preß» Me!dung zufolge die Polizisten in Mailand, Rom, Genna, Neapel und Turin, im Anschluß an den All­gemeinausstand vom 21. Juli in den Ausstand zu treten, wenn bis dahin ihre Forderungen nicht erfüllt werden.

,ö)6. Berlin, 15. Juli. Von unterrichteter wird mitgeteilt: Die Verhandlungen in Ver­les find bis jetzt von den Verbündeten in durch- b konziliantem Ton geführt worden. Sachlich 62U Stehen sie auf der strikten Durchführung des Frie- t * '^Vertrages, insbesondere auf der Ueberführung

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X Völkerbundsgeistr

wb. Amsterdam, 15. Juli.Daily News" meldet: Sir Douglas Haig hielt in Aberdeen «ine Rede, worin er erklärte, jeder Heranwachsende junge Engländer müsse im Gebrauch des Gewehres unter­wiesen werden, damit, wenn die nächste große Probe komme, wie sie eines Tages sicher'kom- yie, England eine Nation in Waffen fei^isreit und vorbereitet, um sich dieser Probe gewachsen zu zeigen.

Berichte gingen jetzt ein und zeigen erfreulicher­weise, daß die französische Regierung endlich durch­greift und den größten Mißständen gesteuert hat. Die Unterbringung hat sich sehr gebessert. Die Er­nährung ist nicht mehr unzureichend. Ueber die Behandlung wird viel weniger geklagt. Selbstver-, ständlich werden alle eingehenden Beschwerden auch weiterhin aufs nachdrücklichste verfolgt werden, je­doch können die Angehörigen erfreulicherweise mit Recht annehmen, daß die noch einlaufenden Klagen jetzt wahrscheinlich wesentlich überholt find.

Mit einem aus Rumänien heimkchrenden La­zarettzug treffen demnächst 23 Offiziere vom Gene­ralkommando 63 ein, die in Temesvar interniert waren, darunter die Generale Koch und Schoch.

Die Opfer von Scapa Flo«,

wb. B e r l i n , 15. Juli. (Amtlich.) Durch die völkerrechtswidrige, unmenschliche Beschießung der wehrlosen Besatzungen der deutschen Rettungsboote bei der Versenkung der Kriegsschiffe in Scapa Flow haben nach den bisherigen Ermittlungen, außer KorvetteWkapitän Schumann noch das Leben verlorsM. dW, Torpedomaschinist Wilhelm Mar­graf und die Torpedo-Obermaschinistenmaate Friedrich Becke und Gustav Pankrath. Alle drei gehörten zu" Besatzung d-- Torpedobostss B 126. Die endgültige Feststellung der Zahl und Namen der Getöteten, sowie der Verwundeten ließ sich infolge des Ausblebens der englischen Antwort auf die deutscherseits am 29. Juni ergangene amt­liche Anfrage trotz aller Bemühungen noch nicht er­möglichen. Die geretteten Besatzungen sind vermut­lich in den Gefangenenlagern in Oswestry (bei Shrewsbury) und Wakefield (bei Hüll) interniert.

Die polnische Agitation in Oberschlessen.

wb. Breslau, 15. Juli. Von wohl unter­richteter Seite wird mitgeieilt: Dir polnischen Organisationen zur Besitznahme Oberschlestens ar­beiten unentwegt mit allen Mitteln für die Er­reichung ihrer Ziele. Mit einer genialen Propa­ganda verbinden fie den Plan, durch Gewalttätig­keiten an den Verkehrsmitteln Sabotage zu üben. Hiergegen konnte der Grenzschutz meistenteils recht­zeitig eingreifen. Die veröffentlichten Bestim­mungen über die bevorstehende Abstimmung stärken die Hoffnungen der Polen.

Tschechischerseits scheint nicht der Wunsch zu bestehen, auf neue Unternehmungen auszugehen, so daß sich die Verhältnisse an der tschechischen Grenze int allgemeinen entspannt haben.

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Die französischen Sozialisten lehnen die Ratifiziernng ab.

wb. Varis, 15. Juli. (Havas.) Der Natio- nal-Ausschuß der Sozialisten beschloß mit 1420 ge­gen 54 Stimmen bei 501 Stimmenthaltungen, die Ratifizierung des Friedensvertrages abzuleh-

wb. Berlin, 15. Juli. In den letzten Mo-

^tren außerordentlich unrichtige Nachrichten Lage der deutschen Kriegsgefangenen Bei

___einigen Blättern Mitteilungen geknüpft, die den Tatsachen nicht entsprechen. Ueber eine etwaige h-r,

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