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mit dem Kreisblatt für den Kreis Marburg
Tageszeitung für (das früher kurhessische) Oberhessen
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1919
Der Friede»
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ob. Hamburg, 14. Juli. Der holländische
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^knern systematisch terrorsierl und angegrif- nN werde.
Die Litauer fordern auch TilsN.
wb. Tilsit, 14. Juli. Nach einer Meldung der
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für unsere Kriegsgefangenen eingekommen. Millionen hat die Retchsregierung zunächst Verfügung gestellt. Jeder Gefangene soll bei dürftigkeit bei der Heimkehr eine Beihilfe
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lrsetzt werden. Die Litauer planen große iicn Empfang der Engländer.
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folgt.
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rine Note über neue Uebergriffe der Polen. Die fortwährenden Uebergriffe der Polen gefährdeten in hohem Matze die Vorbereitungen zur Ausfüh-
wb. P a r i s, 14. Juli. (Havas.) Der Oberste ilat beschloß Paderewski und Krammarsch einzu-
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Marburg
TikNStag, 15. Siilt
j ®on sich aus die Zuteilung dieses Gebietes be- Mnmen würde.
Wb. Paris, 14. Juli. (Havas.) Die Regierung .zog die Ausfuhrbewilligung für gewisse Lebensmittel wieder zurück, infolge des Hittaufschnellens der Preise.
Nutzen derjenigen zu sein schienen, die die Macht hatte«, darauf zu bestehen, bei denen jedoch die Wünsche oder der Vorteil der davon betroffenen Völker mrberückfich- tigt gelaffm war. 8» sei nicht leicht gewesen, Me nett«* Ideen auf die alten zu pfropfen. Er (Wilson) befürchte. das, einige aus diesem Pftopfvorgang «chta» bene Früchte eine Zeitlang bitter schmecken würden. Wilson versuchte dann die Friedensbedingungen i« einzelnen zu erklären. Seine Adresse war fast ganz de» Völkerbund und der Isolierung Amerika« gewidmet. Er erklärte: „Es kann nicht die Rede davon fein, daß Amerika aufhört, eine Weltmacht zu sein. E» handelt sich nur darum, ob wir die moralische Führung, die uns angeboten wird, zurückweisen können, ob rott das Vertrauen der Welt annehmen ober verwerfen sollen. Der Krieg und di« Friedenskonftrenz habe» diese Frage schon beantwortet. Nur eine verfehlt« Aktion kann daran auf unser« Seite etwas önbern.“ Der Präsident erklärte, es sei unmöglich, die Interesse» einer solchen großen Zahl von Nationen ohne zahb reiche Heinere Kompromisse einander anzupassen. Man habe di« praktischen Möglichkeiten ber internationale» Lage im Auge fassen und sie als Tatsache behanvel» müssen.
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wb. Weimar, 14. Juli. Heber die Vorbereitungen für die Rückkehr der deutschen Kriegsgefangenen führte der Abgeordnete Stück!en (Soz.) in den Räumen der Nationalversammlung in Weimar heute in einem längeren Vortrag aus: Rück- transporte von deutschen Kriegsgefangenen haben bisher, abgesehen von einem kleinen Transport der im Saargebiet beheimateten Kriegsgefangenen nicht stattgefunden. In den Händen der Franzosen befinden sich 340 000, in den Händen der Engländer 195 000 und in denen Amerikas 50 000 deutsche Kriegsgefangene. In Sibirien find 20 000 Kriegs- und 30 000 Zivilgefangene. Die schlimmste Behandlung ist den deutschen Kriegsgefangenen von den Franzosen zuteil geworden. Im übrigen sind die Klagen gering. Durch die private Opf-r- Willigkeit sind bisher zehn Milliarden Mack
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Wb. Fiume, 14. Juli. Der kroatische Natio- ^lrat richtete an den Völkerbund und an die Frie- ^Nskonferenz die Bitte, weitgehende Verfügungen Sicherung des Lebens und Eigentums der Tümer Bevölkerung zu treffen, die von den Jta-
hing des Friedensvertrages. Er bitte, auf die Polen einzuwirken, um fie von weiteren Provokationen abzuhalten. Die deutsche Regierung müsse jede Verantwortung für die Folgen der polnischen Lebergriffe ckblehnen.
Das Teschener Gebiet.
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Die baltische Landeswehr.
wb. M i t a u, 13. Juli. Die Prefiestelle teilt mit: Die nach § 9 der Waffenstillstandsbedingungen vom 3. Juli vorgesehene Besprechung über die Zukunft der Landeswehr hat inzwischen in Riga stattgefunden. General Gough überreichte seine Weisungen, nach denen die baltische Landeswehr, aus der die Reichsdeutschen auszuscheiden haben, als Einheit weiter besteht und in der nächsten Woche umformiert werden soll. Ihre Aufgabe wird weiterhin die Bekämpfung des Bolschewismus und die Aufrechterhaltung' von Ruhe und Ordnung im Innern sein.
Die Ungesetzlichkeit des Kaiserprozefies.
wb. Amsterdam, 14. Juni. Der frühere englische Lordkanzler Lord Buckmaster, eine Autorität auf dem Gebiete des internationalen Rechts, schreibt zu dem Verfahren gegen den vormaligen Deutschen Kaiser, es bestehe kein Gesetz, kraft besten er verurteilt werden könne, und keine in den Gesetzbüchern verzeichnete Strafe könne ihm auferlegt werden.. Daher wolle kein englischer Richter von einem solchen Verfahren etwas wisten. Zu einer solchen Aufgabe würden sich englische Richter n i ch t bereit erklären. Eine Hntersuchung, inwieweit der Kaiser kraft des deutschen Rechts persönlich für die Verletzung der belgischen Neutralität verantwortlich sei, werde sehr lange Zeit beanspruchen und möglicherweise mit Freisprechung enden. Kein Vertrag gebe den Verbündeten das Recht, unter den bestehenden Verhält- nisten die Auslieferung des Kaisers zu fordern. Die Niederlande würden fich zweifellos weigern, jemanden auszuweisen, der ihre East- srenndschaft genietze.
wb. A m st e r d a m, 14. Juli. „Nieuwes van L- | |en Dag" meldet aus London: Die britische Regie- Mg hat Lizenzen ausgegeben, durch die die W i e - Herausnahme des Handels mit Deutsch- ffgnb und deutschen Untertanen wieder ermöglicht Wird. Verschiedene Gegenstände dürfen nicht aus Deutschland nach England eingeführt werden.
ten von Toulon und die Creusotwerke sollen mit Kolo- nialkruppen besetzt worden fein.
wb. Bern, 14. Juli. Wie Lyoner Blätter melden, hörte bei Friebensausschutz unter Vorsitz Vivianis den Bericht des Abg. Venois über die Grenzen Deutschlands, Belgiens, Luxemburgs und des linken Rheinufers. In d« Frage des Rheinufers kam es zu heftigen Auseinandersetzungen, sodaß eine Einigung bis jetzt noch nicht erzielt roeroen konnte.
Paris feierte am Sonntag abend die für das Vaterland Gefallenen, wobei sich eine ungeheure Menschenmenge beteiligte. Die Menge zog vor den Katafalk, der zu Ehren der Gefallenen aufgestellt worden war. Auch Clemencean erwies den Toten seine Ehrung.
„Popoulaire" berichtet, daß anläßlich des National- festes die Kriegsbeschädigten von d« Föderation alter Kämpf« sich nach dem Kirchhof Per« Lachaise begeben wollten, um Kränze an den Gräbern der Gefallenen niederzulegen. Di« Polizei habe den Zug angegriffen ebenso an einer anderen Stelle einen Zug von etwa 250 Kriegsbeschädigten. An beiden Stellen hätte es Verwundete gegeben.
Verwaltung derjenigen Gebiete, die für Dänemark stimmten, von Dänemark übernommen werden. Sodann wird in Paris auf der Grundlage der Abstimmung die Grenze zwischen Dänemark und Deutshland festgesetzt und die Oberhoheit desjenigen Teiles Schleswigs, das nördlich dieser Grenze liegst -sns übertragen. Erst wenn diese Oberhoheit in Schleswig uns von den siegreichen Mächten üb.'r- tlagen ist, wird sich die gesetzmäßige Macht des dä- »ischen Reichstages bis zur neuen Grenze erstrecken. Wir Dänen muffen hoffen und wünschen, daß auf der Grundlage dieser Abstimmung die festgesetzte Stenge mit dar nationalen Grenze zwischen Deutschen und Dänen zufammensallen möge, damit das Celbstbestimmungsrecht der Völker hier seinem wahren Sinne nach zur Anwendung kommen kann.
Reue deutsche Note über polnische Uebergriffe.
wb. Versailles, 14. Juli. Der Vorsitzende der deutschen Friedensabordnung überreichte Lestern abend dem Ministerpräsidenten Clomenceau
j^stit« Zeitung" weilt [eit gestern in Tilsit eine -Entente-Kommission. Sie wurde heute vom Tilsiter
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wb. Versailles, 14. Juli. Der Nationalrat der sozialistischen Partei hat gestern die Aussprache über den Friedensvertrag begonnen. Laudier empfahl, gegenüber dem Friedensvertrag eine Stellung einzunehmen, die zwischen den verschiedenen Ansichten vermitteln können. Namens der Sozialdemokraten von Oberelsaß verliest dann Krum- pach eine Entschließung, die den Friedensvertrag von Versailles als in Widerspruch mit dem Wilsonschen Programm stehend bezeichnet. Er verstoße gegen die von dem internationalen sozialistischen Kongreß in Bern im Februar 1919 aufgestellten Bedingungen. Die Grundsätze des Völkerbundes feien ungenügend, den Weltfrieden sicherzustellen. Aus diesen Gründen verlangen die Sozialdemokraten von Oberelsaß, daß die sozialistische Kammerfraktion den Vertrag ablehne. Krnmpach ging dann zu einer scharfen Kritik der Art über, wie jetzt durch die Militärverwaltung im Elsaß regiert werde. Ein derartiges Regime müsse aufgehoben werden. Die elsaß-lothringischen Sozialdemokraten hätten sich bis jetzt eine gewisse Reserve auferlegt. Von nun ab aber seien sie entschlossen, gegen alle Uebergriffe vorzugehen. Dreyfuß schloß sich den Erklärungen Krumpachs namens der Sozialdemokraten des Un- terelsaß an. Toulvayse kritisiert in längeren Ausführungen den Friedensvertrag, namentlich die wirtschaftlichen und finanziellen Klauseln. Deutschland sei n i ch t in der Lage die von ihm geforderter! Entschädigungen zu zahlen. Nach seiner Ansicht hat der Protektionismus das Programm Wilsons niedergedrückt. Trotz alledem will Bedouche nicht gegen den Friedensvertrag stimmen, sondern, um eine spätere Revision ficherzustellen, fich mit einem scharfen Protest begnügen und sich der Abstimmung enthalten. Sembat vertritt den gleichen Standpunkt. Nach seiner Ansicht sei der Friedensvertrag geeignet, Deutschland in die Arme Rußlands zu treiben. Das Schlimmste fei die Polenfrage. Man habe Polen gebildet als Schutzwall gegen Deutschland, und es werde ein Bollwerk der europäischen Reaktion werden. Da liege auch der Zündstock für den Krieg von morgen. Der Völkerbund garantiere zwar nicht -enbgittig den Frieden, bedeute aber trotzdem einen Fortschritt. Mistral erklärte, er und feine Freunde würden den Vertrag ablehnen. Longuet sprach sich ebenfalls gegen den Vertrag aus, • der keinen Frieden bringen könne. Die Verbündeten seien untereinander nicht mehr einig.
300 oK bekommen mit Ausnahme derjenigen, gegen die ein Verfahren wegen Landesverrats schwebt, also der UeBerläufer. Diese Beihilfe kann in besonders gearteten Fällen bis auf 600 <M. erhöht werden, wenn die Gemeinde 150 M. zuschießt. Der Redner schilderte weiter die ausgezeichnete Organisation, die bereits zum Empfang der Kriegsgefangenen in der Heimat not bereitet ist. Bei der Entlassung fall ferner jeder Gefangene eine Abfindungssumme von 50 M und die Eebührnisse von acht Wochen erhalten, so daß das annähernd einen Betrag von 300 J*. bedeutet. Ein Teil der Gefangenen wird über die Schweiz, ein anderer über Holland kommen. Eine ähnliche Versorgung wie für die Kriegsgefangenen wird auch den deutschen Rückwanderern zuteil werden. Die Regierung wird alles tun, um den Rücktransport zu beschleunigen.
Heimkehr Mackensens.
wb. W i e n, 14. Juli. Wie die Blätter melden, werden die in Ungarn interniert gewesenen deutschen Soldaten mit Eeneralfeldmarschall von Mackensen in den nächsten Tagen auf dem Wege nach Deutschland durch Wien kommen und "ch hier einige Tage aufhalten.
DerUnzeigenprei» beträgt für die 8i
= 40-’-, amtl. u. «usroärt. 40 4 ». 25 •/, Teuerunarzuschl. — 50 -4, Reklame-et 1.60X Jeder Rabatt gilt ei» Barrabatt. — »et Hust. d die Eeichästfft. u. $«- mittig. >. Iwgeb. 26 4. «onbergebühr. — Postscheck!.: Mr. 5016 Amt Fronst.«. M.
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tob. Paris, 12. Juli. (HavaS.) Laut „Journal" do« i jat man darauf vcrzich feie bulgarischen Bevoll
tob. Bern, 14. Juli. Der „Avanti" erhält aus Wien Kenntnis von einem Flugblatt, in dem die Matrosen von Marseille, Brest unb Toulon u. a. für einen Frieden ohnt Annexionen eintreten.
„Avanti" wurde di« Bewegung mit Gewalt unterdrückt und über die genannten Städte sowie über Bordeaux der Belagerungszustand verhängt. DieWerj-
Nmlmd.
robi Helsingfors, 14. Juli. Die Behörden kamen einer bolschewistischen Berschwötunt auf die Spur. Di« aufgefunbenen Pläne betrafen unter anderem bie Sprengung großer Munttonslager bet Helsingfors unb Wibo-rg, sowie Anschläge auf da« Beben des Generals Mannerheim. Ein gegen diesen gerichtetes Attentat wurde kürzlich vereitelt. Unter de« Verhafteten befindet fich der frühere Abgeordnete Leh» faari. Angeblich war das Losbrechen des AnftnhM gleichzeitig mit dem Angriff ber bolschewistischen Streit, Tröffe für den 20. Juli geplant. Der Hafenarbeiter, streik, der das Löschen der amerikanischen Lebensnnttet, sendungen erschwett. wird mit diesen Plänen tu 3* sammenhang gebracht. . . x
Die auswärts verbreitete Meldung von einem heiM, lichen Abkommen General Mannerheim» mit Kol« t! chak wird finnischerfeits amtlich in Abrede grsteLH, Weder Mannerheim noch die finnische Regierung ode» st. er.sleitung. hätten mit Koltfchak ein «Homme» gfc schlossen, das sich auf die Teilnahme Finnlands ew Mt mil-tärifchen Besetzung Petersburgs bezogen hob«.
Der finnische Landtag wird zur Vornah»» b* Präsidentenwahl auf den 21. Jutt einberufen
■ wb. Kopenhagen, 14. Juli. Ministerpräsident Zahle hielt gestern eine Rede über die Enr- . verleibung Nordschleswigs in Dänemark und führte r. a. aus: Innerhalb zehn Tagen nach der Ratifizierung des Friedensvertrages du-ch drei Ententemächte müssen die Deutschen die beiden Abstim- -mingszonen geräumt haben. Im Laufe der darauffolgenden drei Wochen wird in der ersten Zone
Nächtigten in Enghien itnJÄ$nbg ng« I -ustntahlrsortcs ist noch nicht er t wb. Stockholm, 12. Juli.
®!i‘ schwedische Auswärtige Amt aus London ist die eng- fische-Zensur über die neutrale Post ausgehoben.
Nordschleswig.
Di« „Oberh es fische Zeitung" erscheint sechsmal wöchentlich. — Der 4 /«•) Bezugspreis beträgt monatlich 1.60 Jt. frei ins HanS; durch die Post 1.75 Jf. ohne Bestellgeld. — Verlag von Dr. €. Sitzerath.
Markt 21/2«. — Fernsprecher 55.
Fiume.
wb. Bern, 14. Juli. Wie „Popolo Romano" Mrs Paris erfahren ‘ haben will, find franzöfifche englische Kriegsschiffe nach Fiume unterwegs, »^menceau soll erklärt haben, daß, solange keine Entscheidung über Fiume getroffen sei, die Jta- "rner dort in keiner Weise die Vorhand haben wurden. Wilson und Lloyd George haben fich die- w« Standpunkt angeschlossen.
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’j« «ridkat empfangen. Die Litauer haben gefotbert, daß L’Ifit auch abgetreten werde. Die Entente Emission prüft die litauischen Angaben. Memel '™ 1 Wd am 21. Juli von englischen, später von litauischen
ebgefiimmt, innerhalb weiterer fünf Wochen in der 'ff'- i jpueiten Zone. Nach den Abstimmungen kann die
009 ^>en, sich über den Besitz des Teschener Geriet es zu verständigen, da sonst die Konferenz
wb. Amsterdam, 14. Juli. Die englischen Blätter bringen eine Exchange-Meldung, derzufolge fich augenblicklich 49 amerikanische Senatoren, da« ist mehr als die Hälfte der gesamten SRitgltebet des Senats, sich der vorbehaltlosen Annahme de« Völkerbundvertrages widersetzten.
Der Kohlenmangel in Europa.
wb. Amsterdam, 14. Juli. Laut Pressebüro Radio hat bet Leiter des amerikanischen Bergwerks- amtes Manning, ber aus Europa zurückgekehrt ist, in einem Bericht über bie Bergwerks Verhältnisse in Europa bargelegt, baß Amerika bem beunruhigen» den Mangel an Steinkohle in Europa Rechnung tragen müsse. Diesen Mangel schreibt Manning zum Teil bet geringen Steinkohlenausfuhr au» England zu, die ihren Grund in den dortigen Arbeiterschwierigkeiten habe. Manning berichtet weitet, daß e», nach Ansicht ber französischen Ingenieure noch drei bi» fünf Iahte bauern werde, bevor bie Bergwerke im früheren besetzten famzösischen Gebiet wieder betrieb- fähig sein würden. Am schlimmsten sei die Kohlennotz in Italien.
In amerikanischen Schiffahrtskreisen herrscht bi» Ansicht, daß int transatlantischen Reiseverkehr seht bald wieder die Bedingungen eintreten, rote sie vor beul Kriege herrschten. Im Saufe bet vergangenen Woche reisten fast 17 000 Reisende aus Amerika nach europäischen Häftn ab. Der Andrang bleibt weiterhin groß. Insbesondere herrscht große Nachfrage nach Fahrgelegenheit nach Italien. , ,
Ein neuer Konflikt mit Mexiko.
wb. Haag, 14. Juli. Wie der „Nieuwe Coiu raut" aus Paris meldet, steht Nachrichten aus Washington zufolge ein Konflikt zwischen den Vereinigten Staaten und Mexiko bevor. Die Vereinigten Staaten sollen beabsichtigen, die mexikanischen Häsen und einen Teil des mexikanischen Hinterlandes zu besetzen bis das Leben und Eigentum der amerikanischen Bürger gesichert und eine feste amerikanische Regierung errichtet ist.
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wb. Bern, 14. Juli. Rach Meldungen Mailänder Blätter an» Rom ist eine Mehrheit für das Kabinett Nitti gesichert, da fich die radikale Gruppe und die demokratische Vereinigung entschlossen haben, für die Regierung zu stimmen.
Wie fich die „Stampa“ aus Genua berichten läßt, macht sich dort die Arbeiterbewegung in der ganzen Stadt geltend. Der Bürgermeister wartet darauf, daß die staatliche Autorität diesem Zustand ein Ende bereitet. Nach Meldungen bet Mailänder Blätter ist in Apulien nunmehr das Volk Herr der Lage.
Dampfer „Mars", der vor dem Kriege regelmäßig 2? hier verkehrte, ist am Montag mit einer Ladung ! Stückgut im Hamburger Hafen eingetroffen, als erster Holländer, der nach Aufhebung der Blockade ohne Kontrolle Hamburg angelanfen hat.
wb. A m st e r d a m , 14. Juli. Laut „Telegraaf" meldet die „Times" aus Kapstadt, daß bisher 1480 Deutsche aus der südafrikanischen Union nach Deutschland zurückgesandt worden sind.
wb. Bern, 14, Juli. Nachdem die letzten Schwierigkeiten, die der Entlassung der etwa 1000 noch In der Schweiz befindlichen deutschen Internierten im Wege standen, beseitigt sind, wird die Kriegsinternierung in der Schweiz in etwa Monatsfrist beendet sein.
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Wilson vor dem Senat
wb. Amsterdam, 14. Juli. „Daily News" vom 11. Juli meldet, daß Wilson in seiner Rede im Senat erklärte: Die Tatsache, daß ber Völkerbund ber erste selbständige Teil des Friedensvertrages war, der ausgearbeitet wurde und über den man sich einigte, während über alle anderen Teile noch beraten wurde, habe mitgeholfen, um die Festlegung der übrigen Bertrags- teile leichter zu gestalten. Alte Verwicklungen jeglicher Art hätten im Wege gestanden, Versprechungen, die Pie Regierungen einander gemacht hätten zu Zeiten, wo noch Macht mit Recht verwechsel wurde und die Macht des Siegers schrankenlos war. Ebenso waren Verpflichtungen eingegangen, die Eebietsverteilungen und Ausbreitung bet Souveränität bezweckten und nur. zum