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mit dem Zkreisblatt für den Kreis Marburg

Tageszeitung für (das früher kurhefsifche) Oberhessen

1919

Srftes Blatt

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M Pa »> s, 12. Zuli. Der oberste Rat hat be-

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Htoffeg, di« Blockade gegen Deutfchland von heute, 12, 3*H ab, aufzuheben.

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verstümmelte Bahnnetz fei augenblicklich in einem

Ablaut einiger Tage zu einer neuen Sitzung trostlosen Zustande. Man verfüge nicht über di« ^ladeu, ________ _____. A 1 Mittel zuw Wiederaufbau. Zu ganz unerträglichen

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tu. Tho r n, 12. Juli. Die deutschen und polnischen Vertreter des Kreises Graudcuz fordern die waffenfähigen Männer beider Nationalitäten auf, sich zum sofortigen Eintritt in die gemeinsame Aolkswehr zu melden, um Unruhen unb Reibereien z« verhüten und bas bedrohte Leben und Eigentum der Landrsbewohner zu schützen.

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Zuständen must« es führen, wenn den anderen aus der austro-ungarifchen Monarchie hervorgegangenen Staaten Rechte «ingeräumt würden. Weiter wen­det sich die Note dagegen, daß nach den Friedens­bedingungen der Schiffspark der deutsch-österreichi­schen Gesellschaften und ihre Anlagen aufgeteilt und gegen Entschädigung abgelöst werden sollen.

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Ordnung Maßregeln zu ergreifen. Die Regierung darauf geantwortet, daß sie sich die freie Ausübung Souveränität vorbehalten müsse.

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Wfc, Haag, 11. Juli. Heute geht eine Erklänmg niederländischen Regierung an die verbündeten Mächte

Der deutsche Vertreter i»der Saarregierung.

Saarbrücken, 10. Jült. Der Herausgeber derSaarbrückener Zeitung", Hofer, der einer altangesessenen Familie des Saargebiets angehört, wurde zum Vertreter des Saarbeckens im Fünfer­rat ernannt. Im Friedensvertrag ist für das Saargebiet eine autonome Verwaltung von fünf Männern vorgesehen, von denen einer ein Saar­deutscher sein soll. Der Sitz der Regierung wird im Saargebiet fein.

Di« Treue der Eingeborenen Kameruns.

Berlin, 10. Juli Den Protesten aus allen deutschen Gauen wegen des Raubes der Kolonien schließen sich, wie dieP.-P. Rachr." erfahren, in einem Schreiben an die Nationalversammlung auch die Duala-Leute an. Sie geloben der Republik un­verbrüchliche Treue und wollen alles daran setzen, um mit dem neuen Deutschen Reich in gutem Ein­vernehmen zu leben. Das Schreiben stellt einen neuen Beweis für die Verlogenheit der englischen Behauptung dar, daß die Eingeborenen Afrikas kei- nii anderen Wunsch hätten, als von Deutschland befreit und in die schützenden Arme Englands auf' genommen zu werden.

Di« polnisch-ukrainisch«» Kämpf«.

B « r I i n, 10. Juli. Der Ukrainische Pressedienst in Wien meldet: In ihrer letzten Offensive in Ost­galizien haben die Polen riesige blutige Verluste erlitten. Die Zahl der von den Ukrainern feit dem 10. Juni gemachten Gefangenen beträgt über 8000, darunter ein Bataillon der polnischen akademischen Legion. Die Truppen Petljuras stehen in erfolg­reichem Kampfe vor Kiew.

Dresden^ 11. Juli. Die Volkskammer hat heule das Uebergongsgefetz für Volksschulen gegen die bürger­lichen Stimmen angenommen. Danach darf Religions­unterricht fa der Volksschule künftig sicht «ehr ertttS

Wien, 11. Juli. Im Wiener Arsenal versuchten fünf Personen, darunter drei tschechische Offiziere, den Arbeiterrat, der dar Arsenal verwaltet, durch ein An­gebot von 400 000 Kronen zur Herausgabe der Waffen zu bewegen. Als bk Mitglieder des Arbeiterrats das Zimmer absperrten, schossen dk Offiziere und töteten zwei Arbeiterräte, worauf fk durch das Fenster flüchte­ten. Einer blieb jedoch schwer verletzt lkgen, ein zweiter wurde gefangen genommen und durch Kolbenschläge ver­letzt.

Eine deutsche Rote.

wb. B e t J i n, 11. Juli. Der Vorsitzende der

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Kein starre« System, nur Richtlinien.

wb. Berlin, 11. Juli. Heber die Ha'tu-g de« Kabinetts zur freien oder gebundenen Wirt­schaft melden die Abendblätter:

Es ist einerseits nicht die Wiedereinführung der schrankenlosen freien Wirtschaft beabsichtig:. Andererseits will man die deutsche Volkswirtschaft nicht nach einem bestimmten System regeln. Das Kabinett wünscht nicht noch einen weiteren Schritt zur gebundenen Wirtschaft zu machen. Wenn die Blockade jetzt aufgehoben wird, kann sich eine Reih« kriegswirtschaftlicher Maßnahmen nicht mehr aufrecht erhalten lasten. Tatsache ist, daß ein Per sonalkredit zur Beschaffung von Roh­stoffen aus dem Auslande vielfach erheblich freiet und vorteilhafter arbeiten kann, »ls dies in Rahmen einer gebundenen Wirtschaftsform möglich wäre. Auf der anderen Seite ergab sich, daß in den verschiedenen Branchen (Tabak usw.) der reine Per- önalkredit der Fabrikanten nicht ausreicht. Hier wird die Kreditfähigkeit durch den Zusammenschluß der Fabrikanten und durch eine staatliche Mitwir­kung erhöht werden müsten. Es ist also unmöglich, nach einem starren System zu handeln. Rur gewiss« Richtlinien wird man aufstellen müsten. Luxus­ware wird man nach Möglichkeit für die Einfuhr ausschalten, dagegen wird man insbesondere die Be­dürfnisse der Minderbemittelten in Textil- und Le- rerwaren bei dem großen Notstand auf diesem Ge­biet sofort zu decken suchen. Grundsatz wird fein, . daß keinerlei Wirtschaftsprinzipien durchgeführt werden, welche die Sozialisierung erschweren könn­ten. Von der sozialdemokratischen Fraktion wurde gerade die Planwirtschaft u. a. auch deshalb abge- lehnt, weil sie unsozialistisch sei.

Wiffell.

Berlin, 11. Juli. Wie verlautet, wird Wistell bestimmt aus dem Kabinett ausscheiden. Ministern Präsident Bauer hat von der Fraktion Freiheit er­halten, den Posten des Reichswirtschastsmiuister» mit einem andern Sozialdemokraten zu besetze». Außer Robert Schmidt kommen bifür der Direktor der Hamburger Produktion Eberling und der Eewerkschaftsführer Hu 6 in Betracht. )

Di«OberbefftfÄe Zeitung" erscheint sechsmal wöchentlich. Der j beträat monatlich 1.60 JL. frei ins Haus; durch die Post ohne Bestellgeld Verlag von Dr. C. Sitzerath.

Markt 21/28. Fernsprecher 55.

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Die oberschlesischen Unabhängigen gegen di« Polen.

Berlin, 11. Juli. Rach einer Meldung der V. Z." erklärte der Führer der Unabhängigen in Gleiwitz, Rau, in einer stürmischen Versammlung, bei der bevorstehenden Abstimmung müsse der Kampf den Polen gelten. Jeder müsse sich besinnen, daß er deutsch von Geburt und Gesin­nung sei und alles von der deutschen Kultur und Gesittung empfing. Selbstverständlich sei es, daß alle Parteigenossen ihre Stimme für das Deutsch­tum abgeben müßten.

Danzig.

Danzig, 11. Juli. Heute trat der vom Magistrat ernannte Berfafsungsausschuß erstmalig zufammerr. In ihm sitzen 20 Mehrheitssozialistcn, 11 Demokraten, 8 Deutschnationale, 7 Zentrum, 2 Unabhängige, 3 Polen. Zunächst fall bk Wahlordnung für die verfassunggebende Versammlung vorbereitet werden. Es wurde vorgeschla- gcn, bem neuen Freistaat die BezeichnungFreie unb Hansestadt zn geben. Dk Mehrheitssozialdemokraten bekämpften diesen Vorschlag, weil sie in dem Worte Hanse-Stadt" bk Haudelsaristokratie erblicken. Ein wei­terer Beschluß geht dahin, das Parlament der Freistadt ans 90 Mitgliedern bestehen zu lassen. Der Magistrat hatte 74, die Mehrheitssozialdemokraten 144 beantragt. Die Gründung einer Polizeitruvpr zur Aufrechterhaltung der Ordnung unb Ruhe wurde beschlossen.

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Das Programm Tnsars. Die bolschewistische Gefahr.

wb. Prag, 11. Juli. In der Nationalversamm­lung hklt Ministerpräsident Tusar eine Programm­rede. Er erklärte, bezüglich der Slowakei seien die Ver­hältnisse noch nicht konsolidiert, man müsse sich daher auf die bewaffnete Macht verlassen. Tusar dankte den Franzosen und den Italienern für ihre Hilfe gegen Ungarn. Die Beschränkung der bürgerlichen Freiheit werde aufgehoben, sobald die Slowakei nicht bedroht sei. In der äußeren Politik würden weiterhin die freundschaftlichen Beziehungen zu den Verbündeten ge­pflegt werden. Hebet di« innere Politik sagte der Mi­nisterpräsident. dah für das Zusammenleben mit den nationalen Minderheiten die Grundsätze der Demo- kratie Geltung haben sollen. Zur Ernährungssrage bemerkte Tusar, das Getreide solle weiter staatlich be­wirtschaftet werden.

wb. Wien, 11. Juli. Auf di« Frage de» Prager Korrespondenten derNeuen Freien Presse" nach dem Zweck der tschecho-slowakischen Rüstungen nach Fricdens- schluh erklärte der Oberbefehlshaber der tschecho-slowa­kischen Armee, General Pelle, «s gebe keinen unga­rischen oder ruMschen, sondern nur einen einheitlichen Bolschewismus, dessen Ziele die gleichen seien. Verfalle heute Prag oder Wien dem Bolschewismus, so nehme dieser nach Deutschland und Westeuropa seinen Weg. Bei einem Angriff der Bolschewisten gegen Deutsch-Oesterreich würde« große Vorräte an Wert­gegenständen, Banknoten und Munitionsfabriken in die Hände Ungarn» fallen, wodurch der Bosschewismus neuerdings bedeutend gestärkt würde. Die wirklich ge» fährliche Zett komme «ft im Herbst, da etn allgemeiner Bolschewisteuangriff für biefe Jahreszeit vorbereitet würde, ___. ' 2

wb. Haag, 1L Juli. Das Korrespondenzbüro meldet: Anläßlich des Reut«r-B«ichts über die Korre­spondenz über den ftühereu Deutschen Kais« erfahren wir von zuständiger Stelle, daß biete keinen Bezug auf die Auslieferung des Kaisers hatte, fondnn nur auf die Möglichkeit einer Flucht des Kaif«s und des Kronprinzen. Die Mächte haben am 28. Juni die nie­derländische Regierung aufgefordert, im Interesse

Di« Erhöhung der Getreidepkeife. Reichszuschüss«.

wb. Weimar, 11. Juli. In der Sitzung des Ausschusses für Volkswirtschaft der Nationalver­sammlung wurde die Beratung der Verordnung fiter die Preise für landwirtschaftliche Erzeugnisse und Schlachtvieh fortgesetzt. Reichsernährungs­minister Schmidt erklärte, daß sein gestern mit- geteilter Vorschlag im Kabinett Zustimmung ge­funden habe. Danach soll der Betrag der notwen­dig ist, um den Brotpreis auf der alten Höhe zn halten, also 100 <M. die Tonne, aus R e t ch s m 11 e teln gedeckt werden, sofern der vorgeschlageng Grundpreis für Roggen (415 M in Aachen, Köln, Frankfurt a. M., München, Stuttgart, 410 J*. in Hamburg, Erfurt usw.) nach dem Vorschlag d« Regierung Gesetz wird. Der Reichszuschuß soll erst bis zum 1. Oktober 1919 gewährt werden. Wen« bis dahin in der Preisfrage eine andere Regelung eintreten sollte, wird die Regierung aufs Neue e« den Volkswirtschaftsausschuß zur Erörterung und Beschlußfassung herantreten. Der Minister ersuchte, diesen Vorschlag anzunehmen und dem vorgelegte» Verordnungsentwurf die Zustimmung zu geben. A» diese Mitteilung knüpfte sich eine längere Erörte­rung sowohl über die Preisfrage als auch über Prv- duktionsförderungsftagen (Frühdruschprämie). i

Ernste Lage her Kohlenversorgung.

Berlin, 1L Juli. Beim Reichswirtschaftsmini­sterium hat mit Skt Metern bet Reichs- und Lanbesbe» Hörden eine, Besprechung über bk Kohlenlage stattg» funden, in'bet von berufener Sette ein Bild bet augen­blicklichen Verhältnisse unb bet für den Winter zu «- wartenden Versorgung gegeben wurde. Danach ist He Sage äußerst ernst. Die Eisenbahnen und dkGas­werke habe» bisher in diesem Jahre im Gegensatz |u* Vorjahr keinerlei Bestände für den Winter ansammel» können, und auch für den Hausbrand ist die Heran­schaffung von Wintervorrüten bisher nicht möglich gv- wesen. Dk Folgen des gewaltigen Rückgangs bet Förde­rung unb bet Ausstände, in den Kohlenrevieren und ta Verkehrswesen werden darum erst im kommenden Winter in ihrer vollen Schwere auf bem deutschen Volke lasten, zumal bk Aussichten auf eine demnächstige erheblich« Steigerung bet Förderung gering sind. Hinzu kommt, daß der Friedensvertrag die Lkserung rkfiger Kohlen» mengen an die Gegner Vorsicht.

lenceau am 10. Juli vormittags folgende Note: kEuer Exzellenz beehre ich mich im Auftrage der ~ rutschen Regierung mitzuteilen, daß der deutsche

krichsprästdent die Ratifikationsurkunde zu dem m R. Juni unterzeichneten Friedensvertrag, den

»zu gehörenden Protokollen und der am gleichen iage unterzeichneten Vereinbarung über die mili- Erische Besetzung der Rheinlande nach erfolgter susümmung der gesetzgebenden Körperschaften des keichs am 9. 7. vollzog. Die Ratifikationsurkunde ing mit besonderem Kurier nach Versailles ab und Nusi jirb von mir nach ihrem Eintreffen alsbald über-

K r i sfangenen unverzüglich in die Wege gerettet wird und bittet, ihr auch hierüber baldmöglichst Nachricht zugeben lassen zu wollen." ^fprechnngen über die Ausführung des Vertrags, wb. V e r f a i l l s s, 11. Juli. Heute fand in Versailles eine vorbereitende Besprechung einer . Iult Mutschen und einer Enlentekommission über die

wb. Paris, 11. Juli. (HavasZ Der am Don­nerstag nachmittag versammelte Oberste Rat emp­fing die Generale, die mit der Untersuchung der Zwischenfälle in Fiume beauftragt sind, bei denen einige Franzosen getötet wurden. In Beantwor­tung einer Interpellation legte Pichon die Rolle der interalliierten Kommission bat. Man solle sich bewußt bleiben, daß die Wiederholung derartiger Vorfälle in Zukunft vermieden werden müsse.

wb. Bern, 11. Juli. Nach derChicago Tri­büne" verlautet, daß während der Arbeiten der interalliierten llntersnchungskommission in Fiume ein englisches Geschwader dort stationiert wird. Italien soll aufgefordert werden, einen Teil seiner Besatzung aus Fiume zurückzuziehen.

Marokko.

wb. Versailles, 11. Juli. Der Kammetaus- fchuß zur Prüfung des Friedcnsvetttages beschäftigte sich gestern mit den Klauseln teheffenb Marokko, Aegypten, Siam und Schantung. Der Berichterstatter sprach seine Genugtuung aus, daß Frankreich nunmehr volle Bewegungsfreiheit in Marokko habe und daß damit die Algeciras-Akte für null und nichtig ertlärt werde. Auch Tanger habe nunmehr fei­nen internationalen Charakter verloren. In der Schan- tungfrage könne Frankreich dem Vettrag zustimmen, da Amerika ihn unterzeichnet habe.

Die Bedingungen für Bulgarien.

wb. Versailles, 11. Juli. Die verbüiÄ-eten Re- gienmaen forderten die bulgarische Regierung auf, zum 25. Juli eine Friedensabordnung nach Enghien-les- Bains zu entsenden.

wb. A m st e r d a m, 11. Juli. Nach einer Meldung derCentral News" wurde die Beschlagnahme aller Besitzungen des Königs Ferdinand von Bulgarien in England im Werte von 400 000 Pfund angeordnet.

tob. Versailles, 11. Juli. Der Vertrag, der bet bulgarischen Fri-densabordnung überreicht werben soll, soll nach Mitteilung derLiberte" Freitag fertig* gestellt fein. Im Großen unb Ganzen könne gesagt wer* den, daß die Grenzen Buloariens auf den Status nuo ante zurückgeführt werden würden. Allerdings solle West* thrazien an Griechenland abgetreten werden. Serbien werde durch zwei Grenzberichtigungen an der Strumitza Keine Vorteile erlangen, während Rumänien den Tell der Dobrudscha an Bulgarien zurückzugeben habe, den es 1913 annektierte.

Holland und bet Kaiserprozeß.

Ausführung der Leistungen unb Lieferungen statt, Deutschland Im Friedensvertrag übernommen

Es wurde zwischen dem deutschen Vorsitzenden tersiaatssekretär Schröder und dem französi-

Vorsitzenden L o u ch e u r Einverständnis da- erziekt, daß über eine'Reihe von Einzelfra- , insbesondere über die Frage von Kohlen- und Ehemtkalienlieferungen schon in nächster Woche 6c< Jwberc Sachverständigenkommissionen in Versailles -isammentreten sollen. Von französischer Seite Wirde das dringende Verlangen gestellt, daß zu den Arbeiten der A u f r ä u m u n g der durch den Krieg Mflörtcn französischen Gebiete alsbald freie deut­le Arbeitskräfte in erheblichem Umfange Herange­hen würden. In Belgien wurde die Beteiligung Zutscher Arbeiter als nicht notwendig bezeichnet, ^ttrtfcherfetts wurde die sofortige eingehende Prü- Nig dieser Frage und die baldige Ueberreichung ^sprechender Vorschläge zugesagt. Im allgemeinen Ekklärten die Vertreter der Entente, daß sie für die Beteiligung Deittschlands an dem Wiederaufbau Tordsrankreichs und Belgiens zunächst schriftliche Eorschiäge Deutschlands über die Durchführung tüt ^Meinen abwarten müßten.

wb. Versailles, 11. Juli. Heute nachmit- *6 fand Im Trianon Palace-Hotel die erst« Be- Wilung zwischen der deutschen Kommission für die Letzten Rheinlande und den Vertretern der Be- WnngsmScht« statt. Den Vorsitz fühtte auf beut«

leicht. Die deutsche Regierung sieht nunmehr der Wlnshebung der von den alliierten und affo- Wierten Mächten gegen Deutschland verfügten Mlo cka d'e'm a ß n a h m e n entgegen. Sie gibt Ach ferner der Trivartung hin, daß nun: :hr. auch

Me Heimbeförderung der deutschen

(mittag!

ria'chm. putschen Friedensabordnung in Frankreich, Lega- iabnh-s, jfojisxat Frhr. v. Leisner, übermittelte Cl6-

StM-Mmich.

wb. Versailles, 11. Juli. Die Ueberrei- chung des Friedensvertrages an die österreichische Abordnung verzögette sich wiederum. Sie erfolgt frühestens am kommenden Mittwoch.

wb. St-Eermain-Laye,!!. Juli. Staats­kanzler Renner lieh (Tfemenceau eine Note über­reichen, worin gegen die Verstümmelung des deutsch-österreichischen Eisenbahnnetzes Einspruch erhoben wird. Geradezu grotesk sei die Verstüm­melung der östlichen und nördlichen Linien. Das

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ligung in ber sie sich damit einverstanben ctflärt, baß bte rjr ugj ci(üiibifdjcÄ Abmachungen mit den Verbündeten Mächten gend sei Ai!sl>ebung der Blockade automatisch außer Kraft

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und Nachrichtenverkehr sowohl innerhalb der Atzten Gebiete als auch zwischen den besetzten ®e= *?ten und dem übrigen Deutschland von allen Be- Mränkungen befreit werden müßten, sowie daß Üblich eine möglichst weitgehende Erleichterung der sEmquartierinsslaften einzutreten habe. Jnsbe- ? Schere gehe die deutsch« Regierung darauf hinaus, *6 nunmehr die Zollgrenze mit den Grenzen Reiches zufammenfallen müsse. Loucheur schlug £ die Verhandlungen erst fortzufetzen, wenn die ^fuu9 der von der deutschen Kommission aufge- «rLenen Fragen auf Seiten der Besatzungsmächte t ^-schlossen fei. Er werde dann die Kommission

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w Sette Anterstaatssekketär im Reichsmintste- ^>nn des Innern Dr. L e w a! d, auf Seiten der Verbündeten der Vertreter Frankreichs L o u - itut. Außerdem waten auf deutscher Seite an- Menb Reichskommissar v. Stark und Regi«- Eungsrat n. Friedberg. Unterstaatssekretär Le- betont«, daß den Bewohnern der besetzten ^einlande in der Ausübung ihrer ftaatsbürger- s«chen Recht« »olle Freiheit, daß der Personen«, EL-