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Der Friede unterzeichnet!

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Montag. 30. Janl

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ein Schreiben gerichtet, in dem er diesen bittet, nachstehendes Schriftstück zur Kenntnis der ver-

wb. B e r l i n. 28. Juni. Der ehemalige Reichs- kanzler v. Bethmann Hollweg hat, nachdem er be. "its am 20. Mai 1919 den gleichen Schritt auf

bündeten Mächte zu bringen:

In Artikel 227 der Friedensbedingungen haben die verbündeten Mächte Wilhelm II. von Hohen- zollern, den früheren Deutschen Kaiser, wegen schwerster Verletzung des internationalen Sitten, gesetzes und der geheiligten Macht bet Verträge unter öffentliche Anklage gestellt. Sie haben gleich­zeitig ihren Entschluß kundgetan, an die Regierung der Niederlande ein Ersuchen zu richten, in dem Re

«derer Land- 8-JU0 Hiiig, Seiten aus» Dur durch reicht wird. Xtf.r, orge. racht- ehen.

zner.

Unterseebootkrieg feinem Handel Europa zuzukligeU drohte und die Vision de» Zusammenbruchs, in dendie Niederlage der Entente sei« eigene» Land gestüqt haben wlbche.

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ausdrücklichen Wunsch der Reichsregierung hat fallen lasten mästen, am 25. Juni an Clsmencea«

mit dem Kreisblast für den Kreis Marburg

Tageszeitung für (bas früher kurhesfische) OSerhessen

DerAnzeigenpret» betrigt fät die 8gew Zeile» 4» »W54. JahkL _ 40* amtl *. eueroirt. 40 4 u 2d */, DeueruaoOzaschl. M , Netlamezeil» I

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1jKUt. Hetzer gilt! V«rrad«tt. Bei »ttfL k lHe «. ver-

mittig, d. Raget». S /. koadetgebiidr. Posts checkt: Xr. bLli Amt Fr rn-i. a. M

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bitten, den ehemaligen Kaiser zum Zwecke seiner Verurteilung a u »z u l i e s e r n. Mit Bezug hier, auf erlaube ich mir an die verbündeten Mächte die Bitte zu richten, das gegen den Kaiser de* absichttgZe Verfahren gegen «ich stattsinden zu lassen. Zu diesem Zwecke stelle ich mich hierdurch zur Verfügung der verbündeten Mächte. Als ehemaliger deutscher Reichekanzler trage ich für meine Amtszeit die im deutschen Staatsrecht geregelte alleinige Pe-ant- wortung für die politischen Handlungen de» Kai­sers. Ich glaube hieraus den Anspruch herleiten zu dürfen, daß die Rechenschaft, welche die verbündete» Mächte für diese Handlungen f-"s- - wollen, aus- schließlich von mir gefordert wird. In bet Heber» zeugung, daß die oerbünbeten Mächte einem durch öffentliches Stcratsrccht normierten Rechtsznstgnd auch die internationale Beachtung nicht versagen wollen, darf ich der Hoffnung Ausdruck geben, datz sie meiner dringenden Sitte stattzugeben ge«iO sein werden. 1

WS. Bersailles, 29. Juni. Die Reichsminister ermann Müller und Dt. Bell und einige Mtt- trdet der Pressegruppe der deutschen Ftiedensabord- tug sind am 28. Juni abends von Bersailles nach ^ulschlond abgereist.

wtz. Berlin, 27. Juni. Reuter erfährt: Der tiebewseettrag wird vor Ablauf eines be- hnintee Zeitraumes, wahrscheinlich 34 Wochen, -icht i» Wirksamkeit treten. Der Aufschub ist da-1 drch »erursacht, daß der Vertrag von den Par- hmenten der einzelnen Länder ratifiziert werden nch. Die gegenwärtigen Kriegsmatznahmen, rin- hlietzlich der Blockade, werden daher während er Zwischenzeit zwischen der Unterzeichnung und er Ratifizierung in Kraft bleiben.

tu. Paris, 29. Juni. Wie die Blätter mel- en, «Mi auch nach der Unterzeichnung des Frie- ensvertrages sich der deutschen Friedensabordnung l nähern, vergebens, da Ctemenceau verboten alte, sich mit den Deutschen zu unterhalten unter Androhung der Verurteilung durch ein Kriegs- Bericht. Der Vertreter der amerikanischen Agentur feUnifeb Preh" hat indessen von Dr. Bell und Mermann Müller folgende Erklärungen erhal- ett: Wir haben ohne irgendwelchen Vorbehalt Dtnierzeichnet. . . . Das deutsche Volk wird alles M seinen Kräften Stehende tun, sich den Friedens- Vedi'igunge» anzupassen. Wir glauben indes, daß Wie Verbündeten es in ihrem eigenen Interesse für Dörig erachten, in anbetracht der Unmöglichkeit der Murchfühenng einige Arttkel zu ändern. Wir den- M-, die Berbiinbeten werden nicht auf der Aus- Wef-rrrngrch« Kaisers durch Holland bestehe» blei.

In einer in Bern erschienenen Broschüre von Fran-1 cesco Pcrti, b .-titeltVier Wahrheiten eines Itali­eners an die Leuchten der Welt", spricht der Verfasser ssch über Wilson und die Kriegshilse der Vereinigten I Staaten folgendermaßen aus: I

Ich will weder den Wert b~t wirtschaftlichen Hilfe I der Vereinigten Staaten noch den Einfluß ihres te-1 wasfneten Eingreifens auf den Ausgang be» Krieg s I beftteiten. Aber da Wilson sich nur bei Italien allein I auf seine 14 Punkte beruft, hab? ich das Recht, zu I sagen und ich tue dies, weil es die Wahrheit ist, I daß die ökonomische Hilfe und die bewaffnete I n t e r -1 vention der Vereinigten Staaten nicht durch einen idealen Beweggrund veran­laßt worden ist, wie ihr Präsident stets gern zu ver­stehen gibt. Die wirtschaftliche Hilfe war ein Handel, den die Vereinigten Staaten mit Deuschland infolge | der englischen Blockade nicht haben fortsetzen können, und bas bewaffnete Eingreifen war eine Notwendig­keit, um diesen Handel zu retten und um die N i e d e r- lageder Entente zu vermeiden, die den Bankerott bei Vereinigten Staaten nach sich gezogen haben wurde.

Wiston scheint vergessen zu haben, daß er einst gegen England wegen Versck>örfung der Blockade Roten rid> tete, weil diese Amerika verhinderte, Deutfcklund mit, Waffen und Lebensmittel zu versehen.

Richt der Wunsch, zu der Vernichtung des deutschen Jnrperialismu» deizutragen, hat WistOf bewogen, in bce Krieg Mugstn-ttti, sondern J)i» Sefahr, die der

iDie -Oderhess'sche Zeitung" erscheint sechsmal wöchentlich. Der <40 svernarpret» beträgt monatlich 1.60 X. frei in« $<iu«; durch 14rr L75 X. ohne Bestellgeld - «erleg von Dr. C. Httze'-th.

I Merkt 21/21. Femiprecher 56.

Es ist vielleicht nicht alttu gewagt vorher zu sagen « »» U^g^rd Müller btt daß die Regierungen, btc diesen Frieden entworfen und H 'beurteilt hat. Er hat zweifellos recht, wenn zustande gebracht habm. bold einer ^ereuPlatz *<$8 Militärmacht und die revoltelustigen

machen müssen.h et Vad erl and bnnerrt, btt Arbeiterschaft einander feindlich gegen-

zu der Protesterllarung Smuts: Es tst, alS ob Km ^rstehm. Die Elemente der Unruhe, die unser voll- deutschen Heer von englis:her <^lle die Hand ent toirtf*aftIi^c3 Leben seit Monaten imme,

gegengestreckt würde dstn verWnendennur Mut sehen mit dem sübo-

behalten, eS kommt alles in Ordnung . I tm zglick des Instinktes, daß die Militärgewalt d«

* | einzige Faktor ist, bet ihnen auf dem Wege zu d«

Wlstm. , I blutig erstrebten sozialen Revolution noch hindernd

mb. Versailles, 28. Juni. DieHumanite I im zgege steht. Aber zwischen diesen Gewalten wird

chreibt: I sich der Kampf doch nicht entscheiden. Es wird viel-

Als Wilson in Frankreich landete, glaubte I mehr entscheidend sein, ob Herr Richard Müller recht

lichkeit ein Veto der Eerechtigkett und der Ehre E g fcft (n einer führenden Hand,

gegenüberstellen würbe. Die Enttäuschung ist l jn bet bet Regierung, liegen, wenn sie unS den Schutz kommen. Nach einigen Wochen bet Anstrenguuger I -m ynnern gewähren fall, den wir zmn neuen Ausbau bet Kämpfe, in welchen er nur von bet sozialisti-1 unserer Wittschaft brauchen.

schen öffentlichen Meinung unterstützt worden war, ließ Wilson ohnmächtig den Imperialismus ge­währen. Von dem edlen Programm, das et bet Welt votgeschlagen hatte, wurde nichts verwirklicht. Das Völkerrecht, das et so laut proklamierte, ist ebenso beschmutzt und verkannt worden wie 1815 ober nach dem 30jährigen Kriege.. D i e E e s e l l - schäft bet Nationen, wie sie aus ben Er­örterungen bet Friedenskonferenz hervorgeht, ist ein Spott. Die internationale Sicherheit, die et für ewig begründen wollte, bereit rie>ger al" je. Tlsmenceau triumphiert zu Recht, denn et sagt, datz morgen noch mehr als gestern die De- fahten des Krieges die Menschheit bedrohen.

wb. Versailles, 28. Juni. Die Feierlichkeit der Unterzeichnung im Spiegelsaale zu Versailles begann um 5 Uhr nachmittags. Nachdem sämtliche Abgeordnete der verbündeten Mächte ihre Plätze eingenommen hatten, wurden die deutschen Abgeordneten in den Saal geleitet und zu den für sie bestimm- ten Plätzen geführt. Der Vorsitzende der Friedenskonferenz Llsmenceau erhob sich und erklärte, nachdem die Bedinoungcn der verbündeten Mächte von den Deutschen angenommen seien, ersuche er die deutschen Bevollmächttgten das Friedensdokument zu unterzeichnen. <Er hob hervor, die Unterzeichnung des Friedensvertrages bedeute, dah die Bedingungen in loyaler weise eingehalten werden müßten. -

Um 5,12 Uhr unterschrieben Hermann Müller und Dr. Bell als erste den Friedensverttaa. hierauf unterschrieben der Reihe nach die Ab^ordneten der verbündeten Mächte. Kurz vor 4 Uhr war der Akt beendet. Llemenceau hob die Sitzung mit der Erklärung auf, der Friede sei geschlossen.r ersuch- te die Abqeordneten der verbündeten Mächte zu warten, bis die deutschen Be- vollmächtigten sich entfernt hätten. Die Militärmission werde die deutsche Ab- ordnung in das Hotel des Reservoirs zurückgeleiten. Die deutschen Bevoll- mächtigten verließen darauf als erste- den Saal und begaben sich auf demsel- ben Wege, auf dem sie gekommen waren, sofort in das Hotel des Reservoir»

ben. Die brutsche Regierung wirb einem Angriff gegen Polen keinerlei Unterstützung gewähren.

Rotterbam, 30. Juni. Der Rat bet Vier forberte von Hollanb eine fchätftre Bewachung bes ehemaligen Deutschen Kaisers. Dazu erfährt ber Korresponbent, baß bie hollänbifche Regierung nicht batan benke, ihre Haltung gegenüber Kaiser unb Kronprinz zu änbern.

Nach bemVerl. Lok.-Anz." haben bie chinesi­schen Abgeorbneten ben Friebensvertrag nicht unterzeichnet, weil Schantung an E h i n a nicht zurückgegeben wirb.

wb. Versailles, 28. Juni. LautTemps" veröffentlicht General Smuts eine Ecllärung, btc über seine von Reuter gemelbeien A'ustsrnngen hinaus noch besagt, ber Friebensvertrag habe ben erhofften Frieben nicht' gebrarb*; Hne wo''re Ausarbeitung beginne erst jetzt. Manche bet Abmachungen über Lanbabttetungeu seien Lnbernngsbebürftig, manche ber Sicherii"a«bestimmungen rir-k,'r r"-+ ber neuen fneb- lichen Gesinnung und der Entwaffnung der Feinde nicht im Einklang. Die vorgesehenen S rasen müß­ten bei ruhiger Erwägung gestri^-n werden, die ge­forderten Entschädigungen würden die industrielle Stott-

I bergebutt Europas bettu-, ch schädigen unb müssten zum Wohle aller gemässigter gestaltet werden. Der

! B 5 l l c r b u n b fei noch unvollk"'nnwn unb müsse zum I wahren Werkzeug des Fott'chritts uwaewanbelt werden, t Nur so iverde die Bernichtu!'^ des Militar i ?, die I vertragsgemäß Mlleitr vom Fein: e- dur^'^esühtt wer­den solle, bald zu>.. Segen für bie verbündeten Völker

I werden. ,

tob. Amsterdam, 29. Juni. Soweit sich btc holländische Presse zur Unterzeichnung | des Friedensvettraqes äußert, tut sie es unter scharfer I Verurteilung des Vertrages und seiner Urheber, fbrote IvollerTeilnahmefürDentschland.Vieuwe liotterdamsche Courant schreibt:Die Freude über den

I Frieden wird nicht von langer Dauer fein. Dieser | Friede wird die gewünschte Entspannung nicht bringen, I statt eine leuchtende Aussicht zu eröffnen, bietet er nichts anderes als eint dnnklt Zukunft. Dieser Fttede vernichtete den Militattsmus, hob ihn jedoch anders-

I wo auf den Dhron und säte unendlich viele Keime für I internationale Konflikte. Im Herzen der Völker wird I et nicht leben, da bleibt bitterer Haß zurück. Der I Besiegte fei so tief erniedrigt, daß die Geschichte kaum I ein ähnliches Beispiel von Erniedttgung sah. Rur die I zwingendste Not, auS der kein Ausweg mehr aesehen I wurde, erzwang die Unterzeichnung des Friebens- I Vertrages vorbehaltlos, jedoch mit reservatio mentalis I und siedend ent Grolle im Herzen." Das Organ der niederländischen sozialistischen Arbeiterpartei e t Volk" schreibt:Nicht die, welche durch Gewalt und Not gezwungen werden, diesen Vertrag zu unterzeich- Inen, entehren sich, sondern bie, die im Namen der : Demokratie die 0runb5a.gr für diesen Frieden legten. ; Der Rat der Vier trägt die Verantwortung für das . Elend, daS Europa aus diesem Vertrage erwächst/' . DaSAlgem. § anbei8blab" schreibt: Deutsch­land ist zwar besiegt, aber ber Friede, aus den die- I jeiligen hofften, die in dem deutschen Militarismus und

I bem deutschen Machtideal die größte Gefahr erblick- ' ten, ist deshalb noch nicht erreicht. Jetzt, wo der Fttede ßefchlossen ist, wird ix ben Ländern der Sieger ber

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U Versailles, 28. Juni. Der Vorsitzende der Lj^nskonfetenz, Cl^menceau, richtete heute Meede Noten an den Gesandten v. H a n i e l: I Mett Vorsitzender! Die verbündeten Mächte haben Mutete der deutschen Abordnung bezüglich des Ab- Ml«n, iber die Rheinlande vom 27. Juni ge- Msi. 6i< nehmen davon Notiz, daß die deutsche Mchnung Vollmacht zur Unterzeichnung des Ab- jpgtse, am festgesetzten Datum erhalten wird. Mhsben nichts dagegen einzuwenden, daß nach M üxtcrzeichnung Verhandlungen angebahnt wer- M, me, zum Vesten der Interessen der ve.schie- M» Teile eine Anzahl Fragen zu regeln, welche Eg bet deutschen Abordnung aufgeworfen werde: Eitex. Genehmigen Sie, Herr Vorsitzender, die MKerung meiner vorzüglichen Hochachtung.

k Patts, 27. Juni. Herr Vorsitzender! Ich We »te Ehre, Ihnen die förmliche Zusicherung zu MbiS, drch der gedruckte Wortlaut des Fr'^ens- Hntnqes, welcher den deutschen Bevollmächtigten ZestVeitig mit den Bevollmächtigten der verbün- . iien Mächte zur Unterschrift vorgelegt werden rb, in allen Punkten mit dem Wortlaut identisch , »eichet am 21. Juni 1919 Ihnen überreicht erbe, abgesehen von ben Kor re. uren, deren l?i, I S-M am 21. Juni zugestellt wurde, und von den &äiSMTUs:,gen, welche in der Liste der Vevollmäch- shs w genomme-* werden mutzten. Beiliegend I ich mich, Ihnen ein Exemplar des Textes

§ Friebensvettrages und der beiden Dokumente,! eiche Hn ergänzen, das heißt Protokoll und Ab-1 iiruuea bezüglich des Rheinlandes, zukommen zu Len. Diese Torte wurden mit denselben Cntz-I iikte, gchrmen und gelten: gedruckt, wie die für k llulerzeichnung bestimmten Instrumente. Ee- chmiK!» Sie, Herr Vorsitzender, den Ausdruck

.aeteet aus e'.chneten Hochachtung.

I Bersailles, 28. Juni. Gesandter v. Ha­ier richtete heute folgende Note an den Vor- der Frieden?"^' terenz, Cleimeuceau: Her» Präsident! Im Auftrage des Reichs- tt ist cts des Auswärtigen bcehte . ) mich. Euerer rzrllcnz folgendes mit'-'ei^n: Unter Hinweis^ if de« Schlützabfatz de-> Schreibens Euerer Exzel-j re* 20. Mai dieses Jahres wegen Heimbeför- trwtg der Kriegsgefangenen und auf den Teil VI n Antwort der verbündeten Mächte auf die Ve- ttrhmyn der deutschen Abordnung zu den Frie- «rsbedingungen, bittet bie deutsche Abordnung Mt eint tunlichst baldige Erklärung, wann, wo nb hi Melcher Zusammensetzung der Zusammen- iitt bet tm Artikel 213 Absatz I des Friedensvet- »gea vorgesehenen Kommission in Aussicht genom- en tsi. Genehmigen Sie, Herr Präsident, den u<btwf meinet ausgezeichneten Hochachtung.

Es untertiegt feinem Zweifel, baß bie Unabhängigen unb die Spattakisten ber Meinung sind, ihre Stunde habe tot »bet einmal geschlagen. In ber Bollvettomm- lung ber Berliner Arbttterräte, bie ein eortreffiidiet Barorntter bet polittichen Wetterlage ist, hat Herl Richard Müller bie Lage in bem Sinne gekennzeichnet, daß in b-t - ' n - r'fro'ibe der völligen potitta schen Auflösung" zwei Gewalten einander gegenüber­stünden: die Militärmacht und die Bettreiet des RategedankenS unter bet Arbeiterschaft. Das Be­merkenswerte an diesem Ausspruch- ist, baß der unab­hängige Führer einevöllige politische Auflösu"o wt sich zu fetten glaubt ES ist kein Wunder, daß bet einer solchen Auffassung die Lust zum Revoltieren wieder überall Taten sehen teilt. In Hamburg und Berlin und in vielen anderen Stählen ist der Mob zn Plünderungen aufgestachell teorden. Im Anschluß an diese zügellosen Ausschreitungen haben sich in Ham­burgdie Anhänger des Rätegedankens", von denen Herr Richard Müllet sprach, bet politischen Gewalt bemächtigt. In Berlin treiben die Dinge, wie bet Vorwärts" schon vor ein paar Tagen voll Besorgnis ankündigte, berfeiben Entwicklung zu. Der Strnk bet gifenbafinarbeiter, der da« BerkehrSzentrum be« Reiches wieder einmal zu isolieren broht, ist ganz offenkundig rein politischer Art

ES wird sich in bem bevorstehenden Kampf zette« sssen, ob Herr Richard Müller bie Lage wirklich