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DieOberbeff>i*e Zeitung" erscheint sechrmei w«ch«ntlich. Te»

AM 4 J Q B«zv"aspr«is betrögt monatlich 1.60 X. frei IN« Hau»; dnrch die Post HO 1.75*. ohne ««stellaeld - Berlaa von Dr. L. Httzervth.

, Merkt 21/23. Fernivrecher 55.

lotf.

Vrftes Blatt

jedoch die Festnahme und ließ Scheideman«

soll.

3*eei bentfdhe Roten

Wie

randum vom 16. b. Mts. enthaltenen Ansagen als

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bindlich anseh n. die nicht in die Bestimmungen b-s

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Tpriedensvertraaes oufgenommen worden find.

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durch die vereitelte passieren.

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Marburg

Goiuinbrnb, 28 Snnt

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sucht, energisch Protest gegen diese völtcr-echts- widrigen Gewalttätigkeiten einznlcgen und die Freilassung der Beamten zu erwirken.

wb. Höch st a. M., 27. Zuni. Marschall Foch hat die vor Monatssrist durch den militärischen Verwalter des Kreises Höchst 9ten<< Altmaner ver­fügte Beurlaubung des Landrats Dr. Klausel, des Oberbürgermeisters Janke urb des Beigeord­neten Dr. Hoog, sämtlich aus Höchst, nicht nur be­stätigt. sondern noch erweitert, in dem die Absetzung dieser Herren von ihren Aemtern und ihre sofor­tige Ausweisung aus Höchst verjügt wurde.

habe keine Bedenken dacieoen, bah zur Bermriduno von Mißverständnissen ein Teil dieser Zulagen in einem Schlußprotokoll des in b*r Rote vom 21. b. Mts. vorge­schlagenen Inhaltes niederaelegt werde.

In der zweiten Rote erklärt die deutsche Regierung, daß fie gmäß Artikel 432 des Friedensvertrnges fick nicht für verpflichtet häl. das von den verbündeten Mächten ausgearbeitete Abkommen über die Rheinland« ohne weiter-s als bindend onzu- erkennen. Ferner würde es nach A nsicht der beuHdyn Regierimg im beiderleiliaen Inrerefie liegen, wenn der m tgeteille EillWiirf, dessen Bestimmunaen den prakli scheu Bedürfnissen nicht ent'prechen, znm (Renenfinnb besonderer Verhandlungen gemacht würde. Die deutsche Segienmn, wel+e die Unterzeicknunq des Ab­kommens zu verweigern nicht in der Lane ist, ball e? unter allen Umständen für notwendig, daß alsbald nach Unterzeichnung die Bevollmächtiaien beider Bcrtaas- varteien zufammen'ommen, um Bestimmungen bc8 Ad- kommen» zu ergänze» und zu berichtige».

vcrstänbltch nur den Anweisungen der Reichsregie« rung Folge leisten und nach erfolgter Ratifizierung des Friedensvertrages zu dem von der Regierung bestimmten Zeitpunkt bie Zurückziehung der Truppen aus dem abzutretenden Gebiete ver­anlassen. Bis bah in allerdings werbe er bie jetzige Grenze bes Deutschen Reiches gegen willkürliche Einfälle der Polen verteidigen. Reichskommifiar Hörsing betont ferner, daß er den bekannten Leuße- rungen des Generals Hoffmann, Widerstand auch gegen den Willen der Regierung zu leisten, völlig ernstehe.

wb Bern, 27. Juni. Rach dem ,jDailq Tele­graph" meiden englische Truppen Danzig uns amerikanische Oberschlesien besetzen.

FmktM.

Erklärung an die Geistesarbeiter.

wb. Versailles, 26. Juni. Die .Humanste" veröffentlicht eine Erklärung von Intellektuellen, in der es heißt: X5ciitcsatbeit:i! Zn der ganzen Welt zer­streute Gefährten, die Ihr seit fünf Jahren durch die Heere, die Z.nsur und den Haß im Krieg« befindlicher Nationen getrennt seid, wir richten an Euch in dieser Stunde, in welcher di« Schranken fallen und die Eren-

$05 dm d'sktzleii kedlet.

tob. Karlsruhe, 26. Juni. (Amtlich.)

wb. Lersailles, 27. Juni. Gesandter v. Ha- Niel hat heut« im Auftrage des Reich-Ministeriums des Auswärtigen dem Vorsitzenden der Friedenskonfe­renz. Tlemenceau, zwei Roten zugehen lasten.

In der ersten Rot« erklärt die deuische Regierung, fie habe aus der Rot« vom 21. Juni entnommen, daß die verbündeten Regierungen auch die in ihrem Merno-

Feder Rabatt gilt «I« Barradatt. Bei Ausk. d He 6e|*Mt»|L n. t!er- mitt.g.k Ingeb. 25 4. Lonvergebühe. - Posts checkt.: Rr. 5015 AmtFri i.i.a. M

SttiH nmluij.

DerAnzeigenvret, beträgt für die 8g«>» Zeile»! 4 u 83/,*f.Teu'nint.<uif*UIK < OfiTirfl 4 amtl auswart. 45 4« S5»i,Teuerni«<,»zuichl. 50 , Reklamezeile t' 11 x 1,*ne ----------------- ------------------------ 1919

8trhiH#5.

wb. Versailles, 27. Juni, 11.55 vorm. Die Blätter erwarten allgemein, daß die Unter­zeichnung morgen stattfinden wirb, da die P-kl­ung der Vollmachten der neuen deutschen Abord­nung in ganz kurzer Zeit beendigt sein wird. Man nimmt an, bah bie neuen Abgeordneten morgen rüh eintressen werden, sodah die Prüfung derVoll- machten 10 Uhr vormittags beginnen kann. Die Feierlichkeit der Unterzeichnung ist nach wie vor auf morgen nachmittag 3 Uhr festgesetzt. Tie Blät­ter bringen ihr Erstaunen zum Ausdruck, dah die Abordnung, die unterzeichnen soll, nur ans zwei Mitgliedern besteht.^'Zahlreiche Blätter erinnern ferner daran, dah Müller im Juli 1911 den fron ö- ischsn Sozialisten erklärt habe, die deutschen Eo- zialdemokräten würden im Kriegsfälle bie Kriegs- krebite verweigern.

wb. P a r i s , 27. Juni. (Havas.) Dutasta Tagte den deutschen Bevollmächtigten nach be* An­kunft bet deutschen Bevollmächtigten-Abo'bnung v. Hantel sagte, er habe keinerlei Nachrichten von bet beutschen Regierung, die in der Nacht vom Donnerstag von Weimar nach Berlin übergesicdelt sei. Die Resultate der Kabinettrsitzung vom Mitt­woch seien ihm nicht bekannt. D u t a st a begab sich am Donnerstag Morgen nach Versailles zu Herrn v. H a n i e l m't der Bitte um ei-e erbaiHfgc Ant­wort. ba die Verbündeten entschlossen seien, eine Verlängerung dieses abnormen Zustandes nicht zu gestatten.

Der Fünferrat tagte am Nachmittag und be- schloh bie Erennung einet Kommission, bie bie Re- digierung eines Statuts über bie internationale Regelung des asrikanischen Problems formulieren

bekannt wi'd. verhafteten die Franzosen den Kehlet Staatsanwalt Werber, weil er ge- oen den Agenten Hompa in Legelshurst, einen ^aup^führer d<-r se'-fa 'stiften Belegung im Ge­biete des Kehler Brückenkopfes, einen Haftbefehl -»egen hochverräterischer Umtriebe erli^en hatte. Weiter wurden der Amtsrichter Frisch und bei Oberamtsrichter Ruch verhaftet. Von der badischen

Die bedrohst 9'lmnrL

wb. Berlin, 27. Juni. (Amtlich.) Die De. hauptung, dah bie Reichsregieiun.g erklärt hätte, sie würbe sich einer etwaigen Kriegserklä­rung an Polen durch die Reichskommissare Hörsing und Winnig zwar offiziell widersetzen, in­offiziell sie dagegen fördern, ist bereits gestern auf das Strikteste als Erfindung gekennzeichnet worden. Nunmehr erklärt auch Reichskommisiai Hörsing, dah bie Angelegenheit ihm völlig un-

dB endcq irr

HWi*

mb. Son b'o n, 27. Juni. (Reuter.) Die Ar- beiterkonferenz bat sich mit 1 893 000 gegen 9.35 000 Stimmen für eine birefte Aktion in bet russischen Frage entschieden.

Die Helden von Seapa Flo«.

roh. Amsterdam, 27. Juni. Die englischen Blätter vom 25. Juni bri-gen eine amtli' e Mel­dung der b'itischen Admiralität über bie Vor­gänge auf dem britischen KriegsschiffRevenge" nach bet Versenkung ber deutschen Flotte. Am Sonntag nachmittag hielt der englische Admiral Freemantle eine Rede an bie auf bem Kriegsschiss ausgestellten deutschen Seeoffiziere, in ber er von einer verräterischen Hanblung sprach. Der beutsche Kontreadmiral v. Reiter erroiberte, bah er allein verantwortlich sei. Et habe das getan, was feber britische Seemann unter den gleichen Umstände» getan haben würbe; er würbe es jeberzeit wieder tun. Die deutschen Offiziere und Matrosen mar­schierten singend, wie bie englischen Blätter melden, und hochmütig inmitten ber sie bebrohen- ben Derölkerung in bie Eesangenenlager.

was jedoch mißlang.

tob. Hamburg, 27. Juni. In der Nacht zmck Donnerstag machten Einbrecher und Plüude« r e r an vielfachen Stellen wertvolle Beute. Die An- griffe auf die Fuhl-bLtte!er Strasanstau urch die Köret« tionsansialt blieben erfolglos. Eine bewaffnete Band« überfiel das Rathaus Stellrnaen-Langenfelbe, wo sir; etwa 5000 Mark und etwa 18"Zentncr Fleisch crpreß-i

An dm Asitz.

wb. Bremerhaven, 27. Juni. Heut« vormittag 10 Uhr traf der tiirki'che DampferEue Djemall' mit 1100 deutschen Orient- und Rußlandkämpfern, di« fett Ausbruch der Revolution in der Türkei interniert waren, und 25 in Konftatinoz»! beh imateten beut« -cheu ZIvi'persünen hier ein. Von den Heimgefehrre« bezogen etwa 250 in der klovdhalle Quartier. Eie werden von hier aus schnellstens in dir Heimat ent» lasten. Die übrigen 870 fuhr-n noch beut, mit bem DampferVorwärts" nach Bremen weiter.

Scheidemann.

wb. Lörrach, 27. Juni. DerOberländer Bote" in Lörrach meldet: Ministerpräfid.rnt a. D. Scheide­rn a n n sollte bei seiner Einreise in die Schweiz von

MMM Md Urttit.

tob. Berlin, 27.Jimi. Aus das Gebäude des, Ministeriums der öffentlichen Arbeiten, Ecke Bost« und W'lhelmütaße, wo f-'t nach­mittag bis in die sväte Nacht die Einignngsverhand« nngen zwischen Regieruno und Eisenbahnern statt« fanden, wurde gegen 2V- llhr nachts ein Attentat begangen. Nachdem vier Gewehrschuss atzgeftuert wor­den waren, warfen unbekannte Täter eine Bombe V3-3 das Gebäude, durch die in dem Ministerium und den angrenzenden C.Länben etwa 200 Fenster- 'ch eiben zertrümmert wurden.

wb. Frankfurt a.d. Oder, 27. Juni. Infolge der Unruhen der vergangenen Tage wurde gestern

der Belagerungszustand verhängt. Als die Regierungstruppen das Rathaus belebten, bet» 'ammelte sich, ungeachtet des Belagerungszustandes und 'ntgegrn den wiederholten Ausfordernngen deS Mili­tärs, eine große Menschenmenge aus dem Markt- olatz. Um den Platz zu räumen, waren die Regie- rungstruppen wiederholt gezwungen, Schreckichüife ab- stgeben, sowie scharf zu schießen. ES gab sieben Tote und 22 Verwundete.

tob. Landsberg a.b.23., 27. Juni. Nach, gestern mittag bie Plünderungen uu Provianiainr >-,rch eine Abteilung des Feldartil'erie-Regiment» be- mdet worden waren, dauerte die Erregung im Lause >rs Tage? noch an. Es wurde eine Einwohnerwehr gebildet, woran di: organisierte Arbeiterschall, die Mehrheitsfonalisten und die Nnabhän-igen fiA be­dingten. AbrndS kam es zn Tumulten auf dem Marktplatz, die in Schie' teien auSarteten. Ein M'tglied der Einwohnerte.>,r wurde erschossen, sowie mehrere verlebt, fiter wurde ein großes Konfek­tionsgeschäft vollständig ausgeplündert und die Ladeneisirichtnng demoliert.

tob. Hamb urg, 26. Juni. Der Senat vev» ör?nt(W eine Bekanntmachung, worin er zur Ruhe und Einsicht auifordert, um die Ernähruuo bnrgs, die weitere Zufuhr von Lebensmitteln aus dem Auslande, sowie das gesagte Wir ^"s's'etzeu nickt in Uordnung zu bringen. Der Senat wendet sich dann gegen die von ber ZwöllerwwMission anfgestellte Be­hauptung, daß die politische Gewalt auf die Betriebs­räte und die Volkswehr übergegangen sei. Die Bürger- "chaft und der Senat seien die gesetzmäßige Regierung.

In einer Versammlung ber Betriebsräte wurde eine Entschließung gefaßt, wonach die Betriebsräte die Ordnung innerhalb eines Tage- wiederhergestellt und auch die Gewähr für die fernere O'-^-^w-haltuno der Ordnung übernommen hätten. Durch ihre erweiterte Zwölserkommissiou in V..o..chung mit den sozialisti­schen Parteien Hamburgs fordern sie die sofortige Zu-^ rückziehung der in ber Näl^e Hamburgs befindlichen Negierung'truppen. Stur in diesem Falle fei bie Ruhe in Hamburg gewährleistet.

Heute mittag versuck-ten die sogenannten Jun2- sozia listen in das Rathaus einzudringen. «Ä eine Anzahl höherer Beamten als Geiseln sestzunehmen.

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Wohin sind wir biS jetzt gekommen! Wohin wir lchauen, sehen wir Ruinen! Unfere Industrie ist zu Tode zewirt'chif et, die wi'ben © reife h'b'N nnfe-f- Bofswirtsch.ift einen nicht zu erfetenben Schad n zu gefügt, unsere Finanzen sind zerrüttet, wir alle sind erschreckend arm geworden. Unausha'tsam segeln wir bergab. Tie Entente will Deutschland für immer unschädlich machen. Sollm wir da mitdelsen? Wir wären wirklich nichts Besseres wert, als man uns inoeh-iten, wenn wir nicht endlich einmal zur Vflick'l '.urückkehrten, nicht wieder im e'genen Lande Rulze und Ordnung Drsmmg schaffen. Ruhe und Ordnung lind, die erste Grundbedingung sür ein Gedeihen Die Zeiten der Zügellosigkeit müssen vorbei sein Deutschland galt von jeher als das Land.der Drb< nung. Wir sind groß geworden, haben Taten voll­bracht, die uns kein Volk ber Erde nachmachen konnte Das war un« aber nur dadurch mög/ich, daß mir uns 5en bestehenden Gesetzen unterwarfen, uns alle als 581)ne- und Brüder ein"s Staates sühlwn, vereint an dem Baue unser's Reiches halfen. Noch niemals nar nnf-re Lage so kritisch, so trostlos! Darum zurück zur Pslichtl

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d m Führer bet hiesigen U. 6. P. verhaftet werken unter der Anfckmldtguna. sich den ic;r Polittk Flucht entzi<-5 n zu wo' Die Greitzwach«

mit dem Krcisblats für den Kreis Marburst

Tageszeitung für (das früher kurhesiifche) OSerhefscit

Von unserem Berliner Vertreter Wird uns ge­schrieben:

Der Kampf im Innern, der nun schon seit den Revollltrovstagen andauert, und bald hier, bald dort von neuem auflebt. Will nicht verstummen. Tie Se^bst- zerfleischuua schlagt immer größere Wunden in unse­ren Bolfekörper, der Abgrund, der gähnend sich vor uns aufgetan, wird immer grundloser. Spartakus ruht nicht, bis wir hinabgestürzt sind. In den letzten Wochen dursten wir hoffen, daß die drohende Gefahr Überwunden sei. Aber nur eine Waffenruhe war uns besckieden. Der Kampsort hat sich verändert. Nach Berlin, München, Tüffeldors muß jetzt Hamburg die tote Plage über sich ergehen lassen. Nach allen Nach­richten, die jetzt vorliegen, zu schließen, ist der Putsch ;feit langem vorbereitet. Die gewissenlosen Hetzer haben seit Wochen die Arbeitermasfen systematisch bearbeitet und gefügig gemacht. Es ist begreiflich, wenn das Volk sich über die ungerechte Art gewisser Händler, die die notwendigsten Lebensmittel vorenthalten ober derart verteuern, daß die Bevölkerung das dazu erforderliche Geld nicht mehr aufbringen kann, erregt. Aber es gibt andere Mittel, seiner Unzusriedenbeit Ausdruck zu geben. Seit der Novemberumsturz alle Baude der Ordnung gelöst, glaubt ein jeder das Recht der Selbst­hilfe rnr suh in Anspruch nehmen zu dürfen, maßt sich das Richter- und Rächeramt an, ohne sich an die be­stehenden Gesetze zu stören. Tas ist die Frucht^ der derderblichen Ideen, die die Lobfprecher des russi'chen Bolschewismus in unser V.lk getragen haben. Ver­gebens hnüin alle einsichtigen Kreise sich Müh« gegeben, bie Masse« auf,zuklären und die Folgen zu schildern, die Bots.i'.wismus und Sparlakismus nach sich ziehen, vergebens habr-r die abschreckenden Beispiele in den andere» drutsche» Großstädten gewirkt. Man will sich nicht attfeefftn, dir Unzufriedenen lausen weiter den Ums h. Bis es yt spät ist! ___

M kr Annahme ks3ri»knwliw$.

| Darf man hoffen, mit dem letzten Akt ber Tra- jjbie, der sich in Weimar abgespielt hat, endlich auch m Ende einer perhängn'svollen Entwicklung an ge­langt zu fein? Darf man hoffen, daß jetzt endlich ch, abschließender Strich gezogen wird? Nicht in dem Kinne, als ob jetzt Vergangenes für uns vergangmi sein itnb immerdar ruhen solle. Nein, davon kann pine Rede fein. Wir stimmen demVorwärts" völlig te, wen» er erklärt, daß Deutschland nicht ruhen Werde, bis der Fetzen Papier, aus dem der Vertrag von Dersoilles verzeichnet steht, zerrissen ist. Was wir im Augenblick Preisgaben müssen, halten wir blutenden Herzens fest. Keine Sekunde lang hegen wir den I Kedanken, als ob deutsches Land und das Volk, das kS bewohnt, uns deshalb verloren seien, weil sie sich fremde Gewaltheri-schaft gefallen lassen müssen. In einem anderen Sinne aber wollen wir einen Strick unter das Vergangene ziehen. Wir wollen unsere > himze Kraft daransetzen, daß jetzt endlich eine neue ' Miwicklung anhebt und jene Linie, die seit dem ^^^ovember immer tiefer abwärts geführt hat, abge-

hrochen wird.

Blickt- man rückwärts, so sieht man deutlich. Wie ht engem inneren Zusammenhang von Wirkung und Folge' der Abstieg von Stufe zu Stufe geführt hat. Die Schwächung des nationalen Willens durch in­ländische und ans^änd'fche Betörung hat si-si schliestlick l» der bedingungslosen Annahme des Friedensver- ttogeS vollendet. Erfreulich ist es, daß die letzte uns m>ch zur Verfügung stehende.milllärische Kraft n'ck" »om ChaoS ver^chllmgen worden ist. Hindenburg hat ein Recht, in dem Augenblick zurückzntreten, in dem hie Annahme eines Ähmachfriedens die ehrenvolle Mlitärische Tradition unteres Landes tödlich trifft. Er soll von dem Schatten, der auf das militärische Hrenlleiv fällt, unberührt bleiben. Er hat nicht mir harch militärische nn"k"-qebl'.'be Großtaten, sondern r tud) durch seine Selbstüberwindung nach dem 9. No­vember genug für das Vaterland getan. Die Heer­führer aber, die augenblicklich die Stütze unserer Waf- fwmacht sind, müssen auf dem Pollen ausüarren, da- - litt nicht der Geist der zuchtlosen Auflösung, wie jetzt Wieder in Hamburg, auch noch die letzten Grundlagen i viferer staatlichen Existenz vernichten kann.

Nur wenn wir setzt mit wieder erwachendem Willen luid nationalem Bewußtsein langsam Stein sür Stein ausbauen, kann das neue Reich zustande kommen. Erweisen wir uns dessen unfähig, so haben Wit die tiefste Stufe unseres Niederganges noch lange nick» erreich!. Die Wächter der Entente halten scharfe Nacht, daß ihneu -.üchts von der Beute entgeht. Wenn k Teut'cklü'id nicht die Kraft hat, jetzt wieder mit der Arbeit ;v. beain""! so wirb die Entente uns in ganz l jur,er Zeit das Werkzeug in die Hand zwingen, brnnit Wir für fie Sk'avenbienlle tun. Dft Ausbei'tnna reuifchiünds nau? dem Mullci. enguicher und sran- giifchec Kolonien ist dann für Jahrzehnte unser Los.

'r fit-ö ülfr-v.fit. daß in o*». »m-n Volk längst mit \ ber t-Jr-.Hi E>>st'ch- auch der Wille zu neuem Schas- - fen wieder erwacht ist. Für die Regierung ist jetzt ber Augenblick gekommen, nackdem ber Krieg mit allen fei» «eu Folgerungen abgeschlossen ist» die starke und füh­rende Hand im inneren Aufbau zu zeigen. Versagt sie, so wird ihr Schicksal bald entschieden sei».

t, bei ll Ko't t-ag.-ii v MI

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zen sich wieder öffnen.' diesen Ausruf, um unseren brüderlichen Bu*d wieder zu bi Iben, einen neuen, festeren und sichereren Bund als denjenigen, der vorher beftanb. Dw M«h zahl der Intellektuellen stellt ihre Wistenschafr und Kunst In den Dienst der Re- qierlingcn. Wir f nnen di« Schwäche individueller Seelen und die elementar« Kraft groh.r Kollektiv- trömnngen. Diese haben jene in einem Auaenllick hin- megaefegt. Möge die (Erfahrung uns wenigstens für bie Zukunft dienen. Die (Erfläntnn betagt zum Schluß' Wir ehr n allein die freie Menschheit, ohne Grenzen, ohne Schranken und ohne Rassen- ober Kastenvorur teile. Wir kenn.-n ke'ne Völker! Wir kennen ein Vol das einzige universelle Volk, welches leidet, kämpft fällt und sich wieder erh bt! Tas Vnlk aller Menschen bie-afle gleichermaßen unsere Stüber sind Damit ihnen m:c uns di fe Brüderschaft zum Bewußtsein kommt, er­heben wir Über ihr« blinden Kämpfe und Biindniüe S-n frei n einzigen und vielfältigen ewigen Geist. Der Appell ist u. a. unterzeichnet von Jane Addams lVer- iniat« Staaten). Varbuüe (Frankreib), Roberto Bacco Troß s^talien). Duhamel (Frank-eiihl. Vrofellor Ein- llein sDeullchland). Frederik van (E ben sHoNanvt (Erfheub» (Belgien). Vrosellor Forel (Sckweiz). Vernet von H'ibeustam sSchwcdenß Hermann Hetze (Deutsch wnb). (EP-n Ken und Telma Saaerfoef (Schweden) Prof tzor Mar Le^mapNLinb Hemrich Mann (Denllch t'nub). MichaeW^sDänemors). Prof-^or. Rwo-

lai (Deickdand). Romain Rolland (lrronkr"'chl P-rtrond Rurt^ll (Eunlaub). Hentn van de Velde sBel- g'-u) und Stefan ?,m«ig (Oesterreich). (Wit geben dieser (Errtärung w'ob-r. mi« mir jede Kundgebung ver- -i'f-nrtich-u. di- b-n'ker^e'ß aflauen will Wir verhehlen uns freif-ch nicht, daß u'cht o^e Ilnietwich er, z. B. di- fran»'rürfyn. charakteristische Vertreter ihres Landes sind. Die Red.)

M z»n , ßö9 53:35

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S.27 5601

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bekannt sei. Er habe roeber Hilf« erbeten, »och cima <aaaj uiu» «i»u xu otumxi ^x, sei ihm solche ongeboten worben, Er werde selbst-1 ttn und dir wenigen Wasjen Mitnahmen.

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