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für bett rlrcls Marburg

mit dem Krcisblat!

Tageszeitung für (das früher kurheffifche) OLerheffcn

Di,O b e r b e i f' t * e Zeitung" etWtnt sechsmal wöchentlich. Tf

w* 4 118tütia«ettie beträ"t Monatlich 1.60 X. frei in« Hmis; durch die Poft JI2. 14 1.75 X. ohne BeiieSaeid Verl«, eow Dr.. Hitzersth.

Markt 21/23. Fernsprecher 55.

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ßerer Teil auch auf das Auswärtige Amt. wo besonderer Un.terstaatssekretär zur Abwicklung Friedensfragen ernannt werden soll.

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MafsensSlfchuna ausländischer Banknoten U Sowjet rugland.

Je kritischer die Lage der russischen Sowjetregie- rung in militärischer und wirtschaftlicher Beziehung wird, eine urnso stärkere Verbreitung der Ideen des Bolschewismus in das Ausland hin lasten sich die Machthaber in Petersburg und Moskau angelegen, fein. Diese Propaganda verschlingt natürlich viele Millionen von Geld. Und da den russischen Rubeln neuerdings der Weg ins Ausland versperrt ist. so ist in Rußland eine Fälscherindustrie gegründet worden, die eine außerordentliche Gefahr für dir Finanzen oller Eroststaaten darstellt. Von zuver. lästiaer Seite wird uns dazu berichtet: Das bolsche­wistische Kommissariat für Auslandspropaganda in Petersburg ist vorzüglich organisiert. Taufende Menschen sind hier beschäftigt, die Lehren des $ob schewismus über die ganze Welt zu verbreiten. Harip'sächlich sind es gebildete russische Kreise, die von Dolschewisten durch Drohungen und durch Hnn- ger zu dieser Tätigkeit gezwungen werden. Doch auch viele Ausländer sind in den Dienst dieser P:s- paganda gestellt worden. Ihnen werden geradezu märchenhafte Gehälter gezahlt. Jedes Land har feine eigene Abteilung. Mit besonderem Rachdruck wird gegenwärtig die Eifnlußnabme auf England und Frankreich angestrebt. Es werden Millionen und Abermillisnen von Flugschriften in allen eurs- xäischrn und astatisches Sprachen gedruckt.,

Marburg

Frtilaq. 27 Ium

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Weil?» Md W Lerzvkllel».

Man schreibt uns:

r* Das Schicksal Deutschlands ist entschieden Es hat jetzt keinen Wert, sich in lauten Klagen über unser Unglück oder in ohnmächtigen Ver­wünschungen gegen unsere unmenschlichen Peiniger zu ergehen. Mit der Annahme des Vertrages haben wir Pflichten auf uns genommen, die wir fetzt erfüllen müsten. Erfüllung der übernom­menen Lasten, das ist fetzt unsere oberste Pflicht.

Hart und schwer wird es uns werden, wir misten es alle. Es gilt manche Anstrengungen zu ertra­gen. auf Vieles werden wir freiwillig verzichten milden, wir roe-ben uns noch mehr ei"schränken als bisher und weitere Opfer bringen. Arbeit, immer wieder Arbeit, das wird in Zukunft unser tägliches Leitmotiv fein. Alle fSörbe müllen sich regen, jedes einzelnen rastlose, unermüdete Arbeit ist e-forder- lich. alle Kräfte wollen ano-fvannt fein. Die Zeil der Feierstunden ist nun endgültig vorbei. Sei dem Ausbruch der Revolution ist bei uns viel ge­sündigt worden, manche Arb-it blieb liegen und wurde nicht getan, obwohl alles nach Arbeit hun­gerte. D'^u'ch haben wir U"S selber 8"mer gemacht, als der Weltk-ieg es vermochte. In den fünf furcht­bar harten Jahren, die nun glücklich hinter uns liegen, wurden Anforderungen an unseren Geld­beutel gestellt, denen er auf die Dauer nicht gewach­sen war. die ungetane Arbeit aber hat ihn voll g erschöpft Mtz leer gemacht. Es würde uns heute viel leiEr fallen, die feindlichen Kriegsschulden abnitragen, wenn wir noch auf unfern Geldbeutel pochen könnten, aber unsere Finanzen sind ruiniert bas deutsche Geld hat heute keinen Wert mehr im Auslande. So müssen wir jetzt in dreifacher Münze zahlen, was die Entente von uns fordert. In lin­ieret Hand liegt es. neue Geldauelsen zu schaffen, und unsere Finanzen mit der Zeit wieder gesunden zu lasten. In den verflostenen Monaten haben wir die Gelegenheit dazu ne-säumt. Greifen wir fetzt zu, holen wir nach? Es ist un^e-e Bflicht, die wir für unser Vaterland und unser Volk zu erfül­len haben. Die Heimat leidet Rot. m-hr noch als jemals. Die Feinde haben uns das Mester an die Kehle gefetzt. Während d-s Krieges fnb-n wir alle durch unbarmherzige Hungerblockade schwer gelit­ten. unsere Brüder H Westen seufzen unter der Last der feindlichen Besetzung. ' Der Friedensver. trag räumt der Entente das Recht ein, neue Ee- maltmaßregeln gegen uns in Anwendung zu brin­gen wenn wir uns weigern, unsere Pflichten zu erfüllen. Wollen wir unserem Volke nicht diese neuen Opfer erfahren? Soven wir den Gegnern den Triumpf gönnen, uns völlig zu vernichten? Rein, nie und-nimmer? Das deutsche Volk ist be­reit seine Pflicht zu erfüllen, wir werden der Welt beweisen, baff wir leben wollen. Mag auch noch so schwer fein, was uns bevorsteht der Weg. den wir beschreiten müsten. auch noch so dornenvoll sein, wir werden nicht verzweifeln. Wir b"sttzen die Kraft uns wieder empor zu arbeiten, und wir werben sie ausnutzen unb unverzagt und ohne Klagen an einer neuen, besseren Zukunft bauen.

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trag erst nach bet deutschen Ratifizi rung in Kraft, so- botz Deutschland erst bann, nach bet Natifizierung. den Frieden genießen wirb.

Action francaise" warnt davor, Deutsch­land in einigen Jahren in den'kerbund ein: treten zu lasten. Deutschland, das beute so klein und erniedrigt sei, werbe sich in wenigen Jahren wieder so erholt haben, bah bann bas große Deutsch- lanb im Völkerbund von innen heraus die Vor­herrschaft in Europa sich wirksamer erftreiten werde, als es bas durch den Sieg vermocht hätte. Leon Daudet aber hält den Augenblick für gekommen, die Werbetrommel für die Wiederkehr des Königtums zu fchlagen. Dieser Sieg fordere gebieterisch die Wiederkehr der alten Ordnung in Frankreich, urb diese Ordnung fei nicht zu denken ohne ihren e-blichen Herrn.Petit Jour- nal schreibt: Frankreich könne stolz fein, der Stern der Revanche leuchte grobartiger, als man e geglaubt habe.I o u r n a l" sagt ähnlich: Der Friede bringe Gennatnung. welche die kühnsten Träume übertreffe. Frankreich erlebt zum zweiten Male die Tage von Jena. Wenn aber bet Friede dauerhaft bleiben solle, müßten die bisherigen Ver­bündeten auch weiterhin einig fein. In E16- menceausHomme 11 b t e wirb ausaeführf. daß man immer noch nicht wiste, ob Deutschland würb'a sei. sich cmeinfam mit den anderen verbün­deten Völkern an einen Tisch zu setzen. Aus einen wesentlich anderen Ton sind nur die drei fonalisti- t-ben Matter gestimmt.Journal du Peuple" "chrcibt: Der Sieg fei nichts als ein Pyrrhussieg, und es fei leicht votauszufehen gewesen, daß es so kommen werde.

Popu 1 aire" schreibt: Deutschland hat nachge- geben. Der Fried? ist da. ober welche Friede! Mer olaubt denn, das; es der versprochen« Dauerfriede ist? M't ae sind überzeugt, das; wir uns zwischen zwei Kriegen befinden, und datz die Friedens» nterzeichnuna nickt bindend ist Osteuropa steht in Brand. Palen und die Tsch^cho-Slowakei. Rumänien und Serbien, Siidllawi'n und Italim halten die Hand auf dem Schmertknauf. Der Völkerbund ist bisher nur ein Betätigungsfeld für begedriche Rivallläten. In allen Rationen tobt der Klastenkamof und die europäische Reaktion geht gegen die Revolution in Rußland und Ungarn vor. Damit ein neuer Friede entsteh«, mülle -ine neue Menschheit entsteh-m und der Sozialismus überall di« Tyrannei und Ungerechtigkeiten bet Ver­gangenheit weggeregt haben.

Freilasiung Scheuermanns.

Berlin,??. Juni. Die Verhaftung bes Ver­treters betDeutschen Tageszeitung" in Ver- r<faifre9, Scheuetmann, hat. wie basV. T. -ach bemJournal" meldet, ihren G-uvb dann, d-rst Scheuermann unter bet Beschuldigung bes "Diebstahls unb bet Plünderung, begangen im Tghre 1916 im besetzten Gebiet, steht. Rach dem- -Ibert Blatt -'*far''n bi« Journaillen, bi- Sch-ue'- n-ann aus biefer Zeit kennen, biefe Beschuldigung

hüt vollkommen unwahr.

mb. Versailles, 26. Juni. Die Verhaf­tung bes V»-treters der ..Deutschen Tagesztg." iv Versailles, Wilhelm Scheuermann, der als Mitglied der M-is-g-w"« b-T d"utschen Abordnung "an bet französischen Regierung zuoelasten wurde, veranlaßt b;e der Prell-sm-rwe ang?tzärend»n Ionr- ahhen, folgendes festzustellen: . Das Vergehen oen uvle-»" Kollegen Schei'a-mann verstößt ge­gen bas Völkerrecht, ba er Mitglied bet territo- ialeu Aho-d""vg ist. urb wacht unse-e fernere 'our"glill-sche Arbeit im Rabmen der Abordnung in Versailles unmöglich. Wir glauben befall "icht nur im Interesse der beuthben Presie bet ge­samten Welt zu banbelu. wenn mit erklären: Sollte unset Kollege Scheuermann bis mo-gen. aberb 7 Uhr nicht aus bet <^aft ertlan»n o^er ei«e ae' ü genbe Aufklärung übet den Vorfall nicht erfolg4 rein, so sind wir genötigt, Ve-sgilles zu verlassen Wit dürfen wobl erwarten, daß diele nufere <Er-, klärung auch von bet neutralen Presse wieder­gegeben wirb.

Versailles. 26. Juni. Oberst H e n r n li^ß heute nachmittag 5 Uhr bem Gesandten n. Ha-iel davon in Kenntnis festen, bah zur Vermeibung wei­teret Unannehmlichkeiten bie Freilasiung bes gestern abend verhafteten Mitgliedes bet Pfsie- gruppe bet beutschen Friedensabotbvung unb Vet- treters betDeutschen Tageszeitung" in Versailles, Wilhelm Scheuermann, angeordnet worden ist-

Die Waffenstillstandskommisston.

Berlin, 26. Juni. Reichs sinanzministet Etzbetget behält bie Leitung der Wasscnstill- standskommisston und die Ldwickelnng ihrer Ge­schäfte bet. Mit seiner allgemeinen Stellvertretung ist Ministerialrat Franz n. Stockhammern betraut worden. *

wb. B e r l i b , 26. Juni. Die Wsffen.stillstands- kommiffion wirb abgebaut. Ihre Arbeiten xehen auf die entsprechenden Reichsamter über, ein grö-

FravzSstsche Presiestimme«.

wb. Betseiiles. 24. Juni. Die Besprechunaen der Pariser Abendblätter bewegen sich tn denselben Linien wie diejenigen der Morgenblätter. Die nationalistischen Blätter betonen in ausführlichen Artikeln, datz die Verbündeten Deutschland nicht trauen dürften und Vorkehrungen treffen müßten, daß der Vertrag eingebalten werde.

Journal des Debüts" bedauert, datz die Verbündeten irr Vertrag vom 7.* 1 Mai abgeändcrt haben, nm Deutschland «ntgegenziikommen.

Temps" meint, datz angesichts des in Deutsch fctnb iroch immer herrschenden.Regimes, das immer Roch nicht mit dem alten Regime gebrochen hob«, und die im Kriege Verantwortlichen zu decken verlache, alle Verzichtmatznnhmen üf.erfliiTng seien. Das Blatt er­innert daran, datz die Ratifizierung des Friedensver­trages durch die Nationalversammlung und den Staatenausschuß in Weimar, sowie durch bk preußische Und bäuerische Landesversammlung erfolgen müsie und Meint, wenn die militärischen Führer und die alldeut­schen Agitatoren die Durchführung des Vertrages ver­hindern wollten, fei es wohl möglich, daß sie die Parla­mentserörterungen und die Ratifizierung durch aller. Hand Zwischenfälle und Quertreibereien zu verschleppen fachen würden. Glücklicherweise fehl« es de» Verhüll» Mai nicht <m Zwangsmittels, tritt doch her Der-

$rraWe LMeMsimm'E.

Sitzung vom 26. Juni.

Am Regieren g?t'sch: Hirsch. Präsident Lei­ne rt eröffnet die Sitzung.

Die Besprechung bet förmlichen Anfrage der Abg. Mols Holfmann und Gen. Hlnnbb.l übet die Std* lung bet Negierung urb Landesnerfgwmlnng zur Fne« ^en^'intewi'bmlng wirb fot'oest'-t. Hierzu liegt f"l* genbe Entschließung der Mehrkei'svarteien Gräf- ^"rtch.Iriebberg vor: Die Landes-erla'nmsnng ist mit bem Porten Volke einig in bet schärfsten Verurteilung be3 un»rfi3rten, alle"- Rch'-ewsind-n bobnlvrechen« den Frieden, der nnfer Ball besch'mvft und vereemak- tigt. Die vrenßische R-gierung bat diesen Stand- vunkt gt-ichsallS zum Au?dtuck g-hracht. Die Lan- de?versa'^mt"ng spricht b,r Neaieruna ibr Vertraue» auS. Die UrnbbÄngieen Wots Hosimann und Gen. beantraa-n'hi-rzu fnfg-nben .stulast: Trnfbem wat te d-r entscheidenden Stunde da? Eingreifen der preu» Zischen Regierung für die Unterzeichnung bei Frie­dens geb-'ten.

Ein Antrag der Rechtsparteien will folgenden Sa- 'um Veschlusi erbeben: Da« Eingreifen der pr-utzi- ichen Regierung für die Ablehnung der Unterschtist war daher geboten.

Abg. Bartel« ISoz.): Die Rechte hat kein Recht zur Kritik. Der Zusammenbruch ist die Felge ihrer verbrecherilchen Politik. ILärm reib48.1 Dir b-llen auf eine Wiedervereinigung mit den uns entrif'enen Volksteilen. Ein Staatsaebllbe in her letzt fflr P"len nnrnefrbenen Ferm ist aus bie Dauer unbgffbet. Jede, Diktatur von rechts und van links kann un8 nur in dasl EhaoS stür-en. Der Wiedeea"shan kann nur gedeihe» auf dem Boden der Demokratie.

Aba. Pelle IWelfe)' Das Unglück, dem b'*nb die Friedensunterzeichnuna vergebeiiat werden sollte, wird, wie ich fürchte, doch noch kommen. Aber wir kennen bie fttlfitben Kräfte des deutschen Balke« und verlie-en i'eshaG nicht den Glaub-n an seine Zukunft Wir Deutsch-Hannoveraner weisen bie Verfeumbn-a Weit non uns, als suchten mir mit ausländischer Hilfe unsere Wünsch- zu fermirffidien. Wst- lehnen lebe auslän­dische Einmischung ab unb hosten von dem Verständnis unserer Volksgenossen, datz Hannover wieder einmal bie Rechte eines freien Gliedstaates innerhalb des Reiches erlangen wird.

Ein Schlusiantrag wird angenommen.

In namentlicher Abstimmung wird der SIn*r«o der Rechtsparteien mit 231 gegen 58 Stimmen bei 8 Ent« üathmnen, der Antrag der Unabhängigen mit 269 gegen 20 Stimmen bei 4 Si >m menchastungen ahge- febnt. Die GntWifüung d-e MedrheitSparteien wird in ihrem ersten Satz einstimmig, im zweiten Satz a-oen die Stimmen d-r llnabhönoioen. im dritten Satz iVer- tranenSvotum für die Regierung) gegen die Rechts­parteien unb Unabhängigen angenommen.

ES folgt bie erste Beratung des Gesetzen tun,rfeS über die Sicherung unb Bewirtschaftung von Fisch ge­mäss "rn.

Abg. 33 ei 6 erm el fT*ut,<bnatL) beantragt bie Ueberroeifung an den AqrarauSschusi.

Landwirtschastsminister Braun: Die Vorlage ent­hält nur solche Eingriffe in das Priratrecht. bie i« Fnterrsie bes allgemeinen Wohls geboten sind Der Ertrag der Binnenfischerei ist für die Volksemährnnß von graft er Bedeutung unb wirb hoffentlich durch dieser Gesetz gef,nbrn werben.

Die Vorlage gebt an d-n um 6 Mitglieder ver­stärkten Londwirtichaftsau «schuß.

Es folgt bie erste Beratung des Gesetzentwrtrfe? über da? Bürger- und Gemeinderecht der Frauen unb bie weitere Durchführung der Grmeiudrwah'en.

Abg. fvttni Arendsee (Ttnabg.): Wir erwarte« von der Regierung eine Einwirkung auf dir Reichs» Iritung. Wir hosten, daß bie Gleichber-chkiguna der Frauen überall unb auf allen Gebieten durrhgesührk wird.

Abg. Fran Gotthuf en (Soz.): Wir Frau« begrüßen es, daß sie durch biefe Vorlage endlich bafl volle Bürger- und Gerne inderecht bekommen.

AbZ. Frau S s r rwi f ch sD. Vpt.) E§ ist v-erwn»« derlich, beg in bei Reichstor ferenz der ArbeiterrL- ma eiet einzige Frau vertrete» Bar. (tzört, hört! rechts.)

Iitfridtoi m Gnuiral

Seriell les. 26. Juni. Der oberste Rat der gerbünbettr. bat demTemps" zufolge beschlosien. ^te Unterzeichnung des Friedensvertrages auf k tzonnabend 28. Juni 3 Uhr nachmittags festzufetzen. £i< Loklwncht der deutschen Abordnung robb mo"- gen »ermitfag aerrüft werden. LautTemps" ist i tt wenig wahrscheinlich daß Poin-arr<r der Unter= Zeichnung beiwohnen wird. Die Regierung Hot heschlosien. eine Siegesfeier am 14. Jul! gelegent­lich des Rational festes abzuhaiten. Das Programm für die Feier wird demnächst festgesetzt werden.

Berlin, 26. 7uni. Reichminister Hermann Büller und Dr. Bell hoben sich aus einstim- »iges Ersuchen ber Reichs'-egiernng enstchlssien, als Levollmächtiqe in Rersa'ves den Friedensvertraa ,8 unterzeichuen. Sie hoben geolaubt. unter dem (MtdtbaCii Druck ber Volksnot und bem nnbedino- ' ten Bedürknis, endlich zum Frieden zu kommen, sich diesem ketzteu und schwersten persönlichen Opfer Sicht entziehen zu können.

Vers«! Iles, 26. Juni. Gesandter v. Ha­di el hat dem Vorsitzenden der F"iedensko'fe-enz klchnenceau ei-'e Rote zuteilen lasten, in der er im Auftrage des Reichsministers des Ausmä-tigen be^ 1 verbündeten Regierungen mitteilt, daß als deutsche VevoNmSchtiate zur Ve-t'-agsunterzeichnung nun­mehr bestimmt sind: 1. Reichsminister des Auswär­tigen HerWann Müller und 2. Reichsminister Dr. Bell

Pnrts, 27. Iunj. ($>anas.) WieT^mps" meldet, beschloß der Viererrat, die deutsche Regie­rung «nfzutordern. binnen kürzester Frist eine mit ° tveitgehenden Vollmachten veriehe"e Abard"ii-o : : zur Nnterzeichtlung des Vertrages nach Versailles pt eutfenben.

DieZüchtigung" Deutschlands.

wb. P « r i s , 26. Juni. sReuter.s E 11 f * mencea» erklärte in einer Rote an die deutsche Abordnung, die Versenkung der deutschen Flotte in Bcapet Flow fei eine Verletzung der Artikel 23 and 3t des Wosfcnstill^and'ne't-agos. ein großer : Nertrauensbruch und ein vorsätzlicher Bruch der Friedensbedingungen, ehe diese noch inkrast getre­ten feien. Die Ve-hr-nnung der Fahn-n in Berlin i | fei genau dieselbe Verletzung. Die Verbündeten »iirden sich Genugtuung verschaffen und gea-n die­jenigen Personen, welche dies verursacht hoben, ein \ I gerichtliches Verfahren einle'ten. Jede Wieder­holung derartiger Handlungen müsie die unglück­lichsten Folgen für die Durchführung des Vertrages haben.

wb. Paris, 26. Juni. (Renter.j In feiner Rote an die deutsche Abn-dnu-g vber den deutich-n Widerstand gegen die Einführung der polnischen Bermaltung -n gemi^en d»rch den Friedengvert''or> Polen ztraewiefenen Gebieten sagt Eiämenceaii. die deutsche Regierung we-d-' man für die Znrückzieb- 3 f- ttng aller Truppen und Beamten, die von der ver- : bündsten Kommission verlangt werde und streng i L dafür vergntmo-^^ich wchen da^ den Insu-genten j ; keine Hilfe gewnh-t unb die llebe-schreitung der neuen Gebiete Polens nicht gestattet wird.

wb. Paris. 26. Juni. (Havas.f Mehrere 3 Abgeordnete hohen in der Kammer ein« Enfschllef'- ung eingebracht, in bet sofort ersucht roirb. die möglichst rasche Zerstörung des auf den Höben des Niederwaldes errichteten Denkmals zu fordern. Es soll dies eine Züchtigung 3 t- Deutschlands für bi« Ve-ser>knng brr Flotte 1 i und di» Berbrennung der französischen Fahnen fein.

Seitdem bas Ausland die Einfuhr rns^fcher Rubelnoten verboten hat, und das Verbot streng durchgeführt wirb, fälschen die Bolschewisten aus­ländisches Papiergeld in ungcheuren Mengen. Zu diesem Zweck sind im Vrovagandakommisiariat be- iandere Dalutakommissionen eingerichtet worden, denen die Fabrikation bes Papiergeldes jedes ein­zelnen Landes obliegt. Die in Deutschland um­laufenden gefälschten Banknoten, mit denen die Kosten der russischen Propaganda bestritten werden, haben ihren Ursprung zum größten Teile wohl in Rußland. Besonders gut sind den Bolschewisten die Fälschungen französischer Banknoten gelungen. Die geübten Lithographen der Petersburger Err di-ion mr Anfertigung der Staatspapiere sind mit der Herstellung der Fälschungen beschäftigt. Die voll- t turnen ft "'n technischen yr*r-i*turiai*n fetzen sie in­stand. aicherordentliches auf diesem Gebiete zu lei­sten. Die Hautvschtnieriakeit bleibt die Ausfuhr der gefälschten Roten über die Grenze.

Der Rnzeigenprei« beträgt für di« 8get» Beil«*> 4 u BSV,*, Teumm(ltxttf.f ej QnfirtT - 43 , amtl. e. eusmert. 4> J u. 2.>e/,3>umm(t»|ui*L N) Reklamezeii- vuUia« Utrut. Ieker Äebatt gilt al, 3J«rr<ili«tt Bei 1fu»t. d M« CeitittsfL 1Ll<er- iqiQ mittig, d Anged. 25 J. Eondergediiir. Posiickeokk.: Ar. 5C15 Amt Fr t.ui.a. M **

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