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Die „Dberhejftl&e Zeitunq" erscheint sechrmel wöchentlich. — Der
—<e inii SeiufliBTttf betrögt monatlich 1.60 X. tret in» Haus; durch die Pest As 1ss 1.75 X. ehn« »efteüqeid - verl.q w» Dt. C. Sitzer,th.^
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PN! Äofeeee, wo sie ebenfalls die Wachen entwaffneten und sich in den Besitz von Maschinengewehren tob Waffe« setzte«. Sie -oacn zum Schloß mit btt offenbaren Absicht, die dort wohnenden Mit - »lieber »er Regierung zu verhafte«. Zn- Mischen rückten die Landjäger an. Es kam m einem schweren Feueroefe^t »ot dem Sck'loß, das NS in Ne Hände der Ausrührer ühergegnagen »trr. SM dem Gefecht wurde das Schloß und die »»liegenden Häuser von einschlagenden Eefchosien beschädigt. Ob es Tote gegeben hat, ist zur Stunde «ch nicht festznstelle». Es gelanq 24 der Ausbrecher wieder i« Hast j« bringen. Die Ruhe ist beute stiih wieder hergestellt, jedoch befindet sich Weimar toter verstärktem m litä ifchem Schuh und im silarmznttand. Des Gelingen dieses Putsches däre das Signal zu einem ganz Deutschland er- Dssende« kommunistische« Putsche» ge- d^en mit dem Ziele, dieRegieruugzustür- |t n und den Friedensvertrag sofort ?u U"terzeich- ■en. Mit Rücksicht auf die erwähnte« Vorgänge
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Weimar, 18. Juni. Heute Nacht wurde hier tin schwerer Putsch versucht, besten Gelingen von nicht absehbaren Folgen hätte sein können, stuf dem Landgericht brachen 60 Militärgefangene, hauptsächlich politische Sträflinge aus und Kerrumpelte« die Wachen am Gefängnis, zogen
Die Antwort des Verbände- auf unsere GegenvoritblLge isi nun da. Die Form der Uebergabe in einem Efrm« vlar, die Frist zur Antwort, die Mantelnote vor allem i^igen den Willen unserer Feinde. unS die schmachvolle Demütigung, die unS der Vertrag bringt, voll auskoste« zu lassen. Nach dem 9. November glaubt die Entente dem deutschen Volke alles biete« zu können. Wenn es anch früher hieß, daß gerade das deutsche Volk im Gegensatz zum Militarismus sich der größten Schonung seitens der Feind« erfreuen durfte. Heute freilich wissen wir: Hätte Deutschland auch nur noch Reste des von eigener Hand zertrümmerten alten Heeres, die Feind« würden uns diesen Frieden nach Form und Inhalt nicht geboten haben. Die neuen Führer Deutschlands in Regierung und Parlament stehen vor einer schweren Aufgabe, wenn sie nun über die Annahme der Bedingungen entscheiden sollen. Die Feind« drohen mit dem Einmarsch, mit «twa- anderem können sie nicht droben, da die „Fricdensbedin- gungen" schon mehr verlangen als wir leisten können, Was einzelne französische Blätter vom „Bombardiere;-." von Berlin und anderen Städten fabeln, ist lediglich ein« Spekulation auf die deutsch« Dummhcft, die sie seit dev Wafsenstillstandsverbandlungen allerdings für ganz uw geheuerlich halten. Ueber die geringe Truvvenmengen. di» der Entente für eine Besetzung ganz Deutschlands noch zu» Verfügung stünden, gingen ja auch kürzlich bezeichnend« Meldungen durch die Blätter. Es ist anzunehmen, daß dtz Entente, die zur Zeit den siegreichen Bramarbas spielt für den Fall der sstichtunterzeichnung ziemlich ratlos ist Für sie ist unsere Unterschrift ein Bedürfnis, will fN nicht den Gewinn aus dem Kriege verlieren. Uns aba kommt noch nicht zum Bewußtsein, daß wir für eil Menschenalter nichts mehr verlieren können. Das wirf erst kommen, wenn di« hohen Steuern eingezogen werderz die Löhne nicht mehr steigen können, die Lcbensmiitelprriff hoch bleiben infolge unserer Valuta u. s. s. Es liegt alst durchaus die Möglichkett vor, daß Deutschland durH ruhige Haltung, indem es sich nicht durch das Ultima tum ins Boxhorn jagen läßt, dir Feind« am eheste« Sbo» zeugt chaß es durch ttxea derartige» «Stieb«" fehl
mit dem Krelsblat! für den Kreis Marburg
Tageszeitung für (bas früher kurhessische) Oberhessen
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DarrztA. — Oberschlesien. — Saarbecke«. — Kolo- ’ «{en. — Wiedergutmachungen. 1
Die Stabt Danzig wird die Berfastung einer reien Stadt erhalten. Ihre Einwohner werden als autonom anerkannt werden. Sie werden , nicht in die Herrschaft Polen» übergehe« und werden nicht einen Teil de» polnischen Staate» bilden. Polen wird gewiste wirtschaftliche Rechte in Danzig erhalten. Die Stadt selbst wurde von Deutschland losgelöst, weil kein anderes Mitte! möglich war, um einen freien und sicheren Zugang zum Meere zu bewirken, den Deutschland einzuräumen versprochen hat. Die deutschen Friedensvorschläge stehen in vollkommenem Widerspruch zu der für den Friedensschluß angenommenen Basis. Sie sehen vor, daß große Mehrheiten u n - zweijelhaft polnischer Bevölkerung unter deutscher Herrschaft bleiben würden. Sie verweigern einer Nation von über 20 Millionen den Zugang zum Meere, deren nationale Angehörige längs des ganzen zur Küste führenden Wege» in der Mehrheit sind, deren Handel immer hauptsächlich zur See erfolgte. Die Gegenvorschläge können daher von den Mächten nicht angenommen werden. Die deutsche Note hat indessen die Berichtigung begründet, die vo. genommen werden wird betreffs der Behauptung, daß Oberschlesieu, obwohl von einer polnischen Mehrheit in der Proportion vo« 2: 1, d. h. 1750 000 gegen 650 000 gemäß der deutschen Volkszählung von 1910 bewohnt, deutsch zu bleiben wünscht. Die Mächte willigen darum ein, daß die Frage, ob Oberschlesien einen Bestandteil Polens oder Deutschlands bilden soll, durch Abstimmung der Bewohner selbst entschieden wird. Das von den verbündeten Mächten vor- geschlageue Regime für das Gebiet des Saarbecken» soll 15 Jahre dauern. Diese Anordnung wurde als notwendig erachtet zugleich als Teil des allgemeinen Wiedergutmachungsplanes und als sofortige sichere Kompensation, die Frankreich für die systematische Zerstörung seiner Kohlenindustrie zuerkannt wurde.
Endlich sind die verbündeten Mächte der Ansicht, daß Eingeborene deutscher Kolonien sich lebhaft dem Gedanken widersetzen, unter deutsche Oberherrschaft zurückzufallen. Die Tradition deutscher Verwaltung und deutscher Regierungsmethoden, sowie der Gebrauch, der von den Koonien gemacht wurde, um sie als Basis zu gebrauchen, von wo aus man sich auf den Welthandel stürzen könne, mache es den Verbündeten unmöglich, diese Kolonien Deutschland zurückzugeben, noch ihm die Verant» wortung anzuvertrauen, ihre Bewohner zu erziehen und zu bilden. Es hat den Anschein, daß die deutsche Abordnung den Sinn der wirtschaftlichen und finanziellen Bedingungen in erheblichem Maße mißdeutet hat. Es besteht bei den Verbandsmächten in keiner Weise die Absicht, Deutschland zu erdrosseln und z«. verhindern, im internationalen Handel die Stellung einzunehmen, die ihn zukommt, vorausgesetzt, daß es die Vedinungen des ^riedensvertrages erfüllt und vorausgesetzt ebenfalls. daß es feine Methoden des Angreifens und Ansichreitzens aufgibt, die feine Sefchäftsmethoden, wie seine politischen Methoden charakterisierten. Es ist die Absicht uf Verbände, mächte, daß Deutschland eine gleichmäßige Behandlung genießt und in Bezug auf den Einkauf von Rohmaterio
Verkauf von Wa ren unter Vorbehalt der zeitlichen bereits angeführten Maßnahmen, die im Jnteresie der durch Deutschlands Taten zerstörten und geschwächten Nationen aufgestellt worden sind. Die Verbündeten wünschen, daß die durch den Krieg aufgepeitschte« Leidenschaften sobald al» möglich verlöschen und daß alle Nationen an dem Wohlergehen teilnehmen, das au» einem Austausch hervorgeht, wo jeder ehrlich de« Anforderungen der andere« «achkommt. Sie wünschen, daß Deutschland wie re« «achkommt. Sie wünsche«, daß Deutschland wie alle andere« Nationen sich dieser Wohltat erfreue. Aber auf viele Zahre hinaus wird noch ein beträchtlicher Teil dieser Wohltat dazu dienen müsie«, bei den Nachbarn die Schäden wieder aus- zubesiern, die Deutschland verschuldete.'
Um ihre Absichten klarer zu gestalten, haben die Verbandsmächte eine gewisie Anzahl finanzieller und wirtschaftlicher Klauseln des Vertrages abgeändert: aber die E r u n d s ä tz e, auf denen der Vertrag beruht, sind unantastbar. Der Vorschlag der Verbündeten über die.Wiedergutmachungen umschließt keineswegs seitens der Commission des reparations eine Einmischung in das innere Leben Deutschlands, wie die deutsche Denkschrift behauptet. Sie bezweckt lediglich, beiden Parteien . dieBezahlnugder Wiedergutmachung
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s bunte bet ge-»en 12 VI»? nachts ««gekommene Graf l Lrockdorff nebst feinen Begleiter« ^uZugnicht »erlasse«. Es fanden daher kbeerstenBesprechungeuimEisenbahn- f. Wagen sinkt. Der Bahnhof wurde sofort start - Militärisch gesichert.
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Gerechtigkeit ist die einzige politische Bast»
worden sind. Deshalb auch muß sich Deutschland 1 während einiger Jahre gewisse n, E i n s ch r 8 n - kuugen und Sonderbestimmungen unterwerfen. Deutschland hat die Industrien zugrunde gerichtet und die Fabriken der benachbarten Länder zerstört. Es hat sie zerstört nicht während des Kampfes, sondern mit der überlegten und berechtigten Absicht, seiner eigenen Industrie zu ermöglichen, sich der Märkte dieser Länder zu ismächtigen, bevor sich deren Industrie von der ihr zugefügten Verwüstung erholt haben würde. Deutschland hat seine Nachbarn alle» dessen beraubt, was es benutzen und fortführen konnte. Es zerstörte Schiffe aller Nationen auf offener See, wo keine Rettungsmöglichkeit für Fahrgäste und Be- ntzung vorhanden war. Es ist nur gerecht, daß die Wiedergutmachung erfolgt, und daß die so mißhandelten Völker für gewisie Zeit gegen die Konkurrenz einer Nation geschützt werden, deren Industrien intakt sind und sogar durch entwendetes Ma- terial aus besetzten Gebieten gestärkt wurden. Wenn darin eine harte Belastung für Deutschland liegt, so hat es diese sich selbst zugezogen. Jemand mutz die Folgen des Krieges tragen.
Wer soll leiden? Deutschland oder bloß die Völker, denen Deutschland Schaden zugesügt hat? Wenn das deutsche Volk selbst oder irgend eine andere Nation davon abgehalten werden soll, den Spuren Preußens zu folgen, wenn die Menschheit von der Ueberzeugung befreit werden soll, daß ein Krieg für egoistische Zwecke jedem Staat erlaubt sein soll, wenn die Nationen wie die Individuen sich unter die Herrschaft des Rechtes stellen können, wenn in naher Zukunft die Versöhnung und Beruhigung in Frage kommen soll, dann wird dieses geschehen, weil diejenigen, die die Verantwortung' des Friedensschlusses tragen, den Mut gehabt haben, darüber zu wachen, daß die Gerechtigkeit nicht verdreht werde, um des bloßen Vorteils eines bequemen Friedens willen.
Die deutsche Denkschrift behauptet, daß der deutschen Revolution Rechnung getragen werde« müsie und daß das deutsche Volk nicht verantwortlich fei für die Politik seiner Regierung, da es sie von der Macht gestürzt habe. Die verbündeten Regierungen erkennen den eingetretenen Wechsel an und freuen sich dessen. Diese Aenderung stellt eine große Hoffnung auf Frieden und Ordnung i> Europa dar, aber sie kann die Begleichung des Friedens an und für sich nicht berühren. Die deutsche Revolution wurde aufgeschoben, bis die deutschen Armeen im Felde geschlagen waren, bis jede Hoffnung, ans dem Eroberungskrieg Gewinn zu ziehen, dahingeschwunden war. Während des Krieges und vorher hat das deutsche Volk und seine Vertreter, die diesem Krieg günstig gesinnt waren, Kredite bewilligt und Kriegsanleihen gezeichnet, es hat allen Befehlen seiner Regierung gehorcht, so grausam sie sein mochten, die Vertreter teilten die Verantwortlichkeit der Politik ihrer Regierung: denn sie hätten in jedem Augenblick, wenn sie gewollt hätten, diese stürzen können.' Wenn diese Politik der Regierung erfolgreich gewesen wäre, so hatte es da» deutsche Volk mit ebenso viel Begeisterung begrüßt, wie es den Ausbruch des Krieges begrüßt hat. Das deutsche Volk kann daher nicht verlangen, daß, weil seine Regierung gewechselt hat, nachdem der Krieg verloren war, die Gerechtigkeit nun erfordere, daß es der Folgen seiner Kriegshandlungen ledig sei.
Die verbündeten Mächte halten deshalb dafür, daß der Friede, den sie vorgeschlagen haben, ein Friede der Gerechtigkeit und des R e ch t s ist, gemäß der beim Abschlüße des Waffenstillstandes angewandten Grundsätze. Man kann nicht an der Absicht der verbündeten Mächte zweifeln, al« Basis der europäischen Grundsätze, die unterdrückten Völker zu befreien und die nationalen Grenzen soviel af- möglich entsprechend dem Sinn der interessierten Völker zu ziehen, indem jedem Volk alle Erleichterungen geboten werden, national und wirtschaftlich ein unabhängiges Leben zu führen, angenommen zu haben. Diese Absicht wurde veröffenlliwl in de. ... . . o P.äsidenten Wilson am 8. Janua" 1919 sowie in den folgenden Reden des Präsidenten. Betreffs Anwendung dieser Grundsätze haben die verbündeten Mächte Bestimmungen getroffen, um Polen als unabhängige« Staat wiederherzustelle« mit einem freien und sicheren Ausgang zum Meere. Alle „von unzweifelhaft deutscher Bevölkerung bewohnten Gebiete" mit Ausnahme einzelner isolierter Städte und kürzlich gewaltsam enteigneter und inmitten unzweifelhaft polnischer Gebiete errichteter Kolonien wurden Deutschland belasten. Ueberall, wo der Wille der Bevölkerung zweifelhaft ist, wird eine Volksabstimmung vorgenommen werden.
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möglichst zu erleichtern. So muß sie ausgelegt werden. Jnfolgedesien sind die verbündeten Mächte nicht gewillt, sie abzuändern. Aber gleich der beut» che« Delegation erkennen sie die Vorteile an, die daraus erwachsen, wenn man so schnell wie möglich bat Betrag kenne« lernt, den Deutschland zah» i e« muß und den die Verbündeten annehmen kön» «en. Dieser Betrag kann nicht s o f o r t f est g e» legt werden, da die Höhe des Schaden» und die 'toften der Wiederherstellung noch nicht festgestellt werden konnten. Infolgedessen willigen die Der» bandsmächte ein, Deutschland alle notwendigen und vernünftigen Erleichterungen zu gewähren, um ihm zu gestatten, sich ein Gesamtbild der Verheerungen und Schäden zu machen, in der Frist von vier Wo» nute« von der Vertrggsunterzeichnung an vorn schlüge für die Regelung de» von ihm verschuldete« Schadens zu mache«. Falls man im Laufe von zwei, Monaten, welche der Inkraftsetzung des Vertrage» olgen, zu einer Einigung gelangen kann, wird bi» genaue pekuniäre Verantwortlichkeit Deutschland» o festgelegt werden. Fall» in dieser Frist ein» Einigung nicht Platz gegriffen hat, wird da, im Vertrag vorgesehene Arrangement ausgeführt wer» den.
Die Verbündeten können der Forderung der deutschen Delegation auf sofortige Z « las« jung Deutschland» zur Gesellschaft der Nationen nicht nachkommen. Die deutsche Revolution wurde bi» zum letzten Augenblicke des Krieges verzögert, und bisher haben die Verbündeten keinerlei Garantie, daß die Revolution eine dauerhafte Aenderung darstellt. Beim augenblicklichen Zustand des internationalen öffentlichen Gefühls kann man von den freien Nationen der Wett nicht erwarten, daß fi» sich unverzüglich und auf dem Fuße der Elerchheit mit denen verbünden, die ihnen so großes Unrecht zugefügt haben. Jeder Versuch, diese, Ergebnis in verfrühter Weise herbeizuführen, würde da» Hn» brechen der von allen gewünschten Beschwichtigung nur verzögern, statt es zu beschleunigen. Aber die verbündeten Mächte glauben, daß, wenn das deutsche Volk durch Handlungen seine Absicht, die Frie- densbediugungen zu erfüllen, seine endgültige Verzichtleistung auf die Angriffspolitik und seine Umwandlung in ein Volk bedeutet, mit welchem man auf freundschaftlichem Fuße in guter Nachbarschaft leben kann, die Erinnerung an die letzten Jahre sich schnell verwischen und es möglich sein wird, in nicht ferner Zukunft die Gesellschaft der Rationen zu ver- vollständigen, indem man Deutschland zuläßt. Die Verbandsmächte wünschen aufrichtig, datz dem so sein könne. Eie glauben, daß die Zukunft der Wett von einem engen freundshaft- lichen Zusammenwirken aller Nationen im Hinblick a"f die Regelung internationaler Fragen und die Begünstigung alles besten, was die Wohlfahrt und den Nutzen der Menschheit berührt, abhängt. Aber es wird hauptsächlich von der Haltung des deutschen Volkes abhängen, den Zeitpunkt feine» E i n t r i 11 s in die Gesellschaft der Nationen näher zu bringen.
wbnung, hat man Deutschland versprochen. Deutschland wird Gerechtigkeit zuteil werden; aber es mutz
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. Weimar, 18. Juni. Wie unser Vertreter w von einem führenden Mitglied der Friedeus- tfetbnnnfl erfahre« hat, ist der Standpunkt ^gesichts der neuen Lage folgender: Was die jtzeelle« Punkte des Vertrages angeht, also >it Allei«fch«ld Deutschlands, die Aus- Srferuug »«Kaisers, Hindenburg» u. 0. «erfone«, bfc Sesaugenenfrage usw. kann ti; Deutschland ««möglich der Forderungen der tzegner unterwerfe«. In materieller Hinsicht, lljo Wiederg«tm ichung wird t m allgemeine« eine zustimmende Haltung ein» yttommee werde« können. Unter dem Druck der Hinge glaubt man,' daß die Entwickelung dahin Dren wird, sich in der Zwangslage, i« der sjchDeutschland durch das gegnerische Ultima» tarn beftebet, letzte« Endes unter Protest ge- gtn die oben erwähnten Einzelheiten eine Unter- zeich»««g erfolge« werden wird. Allerdings glaubt mau zur Stunde noch, daß die En'scheidung angesichts der überaus schwierigen und zeitraubende» telegraphische« Serbini,u'*"5« mit Paris über r kie gestellte Frist hinaus erst getroffen werben tone.
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Deshalb bringen sie darauf, daß die Personen, bie am offensichtlichsten die verantwortlichsten für den Angriff Deutschlands und für die Mhe der Bar- -«yl ■ [ öarei und Snmenschlichkeit sind, die die gegner'sche ■* | Partei in der Kriegführung entehrt haben, der
Tsrechtigkeit überantwortet werden, "* sie öiotzn, in ihrem Lande nicht nnterzog-'n
• " : fit die Begleichung der Rechnung dieses schreck- sichen Krieges. Gerechtigkeit verlangt die deutsche WStnbnettg. Gerechtigkeit, erklärt die deutsche Ab-
rechtigkeit sein für die Toten, für die Verwundeten, für die Waisen, für alle Trauernden, damit Europa tom preußischen Despotismus befreit Dird, damit den Völker« Gerechtigkeit zuteil wird, die heute unter der Last einer Kriegsschuld wanken, bie 30 Milliarden Pfund beträgt und die sie auf sich Nehmen müssen, um die Freiheit zu erhalten, damit Gerechtigkeit geschehe den Millionen von mensch- , sichen Wesen, deren Heim, Boden und Habe die deutsche Grausamkeit geplündert und zerstört hat. Deshalb haben die verbündeten Mächte tochdrücklich erklärt, daß Deutschland als allererste Pedingung des Vertrages den Wechsel der Wiedergutmachung bis zur äußersten Grenze feiner Leistungsfähigkeit übernehmen mutz, denn die W i e - : dergutmachungdsr von ihm verübtes Schäden ist Hauptsestandteil der Gerechtigkeit.
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'«tisch eine Gerechtigkeit für alle fein. Es muß eine Ge-