Einzelbild herunterladen
 

mit dem KreisblaL für de» Kreis Marburg

Tageszeitung für (das früher kurheffifche) Oberhessen

DieOberbeffifAe Zeitung" erscheint sechsmal wSchentlich. Der

wf 401 Bezuasprei« betrat monatlich 1.60 X. frei tn» Han»; durch die Pop

, 1O< 1.75 X. ohne Bestellgeld Verlag von Dr. L. -itzeroth.

1 Merkt 21/Ä. Fernsprecher 65.

Reichsverfch'

schuh bereits angenommen worden ist.

Einmarsch noch vor

lungen gewagt werden sollte, was nach einigen Tellen an der Demarkationslinie nicht unmöglich erscheint, oder aber erfolgen sollte, nachdem die Verhandlungen durch die Weigerung der Reichs­regierung, diesen Frieden zu unterzeichnen, zum Abbruch gekommen sind; in jedem dieser Fälle ist die Regierung bereit, einer polnischen Besitzergrei­fung der Gebiete mit den Waffen in der Hand ent- negenzutreten. Sie setzt dabei voraus, daß die überwältigende Mehrheit des Volkes zu den Ver­sicherungen steht, die in so vielen e heberden Kund­gebungen zum Ausdruck kamen. Gestützt auf den Willen der Bevlökerung, wird die Regierung das Höchste daran setzen, um das Deutschtum des Ostens vor der Polonisierung zu schützen.

Marbnrq

Montag. 16 Jirnl

Versailles, 15. Juni. LautMatln" haben die fronzösischen Gewerkschaftler In ihrer vorgestrigen Besprechung mit den italienischen Gewerksschafts- führern beschlossen, di« Ausrufung des General­streik» zu verschieben, bi» auch di« englischen Gewerk­schaften in dieser Sache Beschlüsse gefaßt haben. Eine französisch-italienilche Abordnung wird in kurzem ven englischen Gewerkschaftlern die vorgestern gesagten Cnt- schlüste über einen internationalen Generalstreik zur Kenntnis bringen.

Pari», 15. Juni. Der Transportarbeiter­streik. der feit dem 8. Juni dauert, ist beendet, die Arbeit wird am Montag früh bei allen Gesell­schaften wieer ausgenommen. ,V.

sei.6ocolo" meldet, daß der Generalstreik in Som fortdauer« und daß anläßlich der Beerdigung von Rosa Luxemburg auch in Turin der Streik erklärt wurde. Zusammenstöße zwischen Polizei und Arbeitern fanden statt, wobei es einige Verwundet« gab. Di« Meng: sang das Lied: Tod dem König . . . Der Streik soll heut« noch andauern. Aus Carrara und anderen Orten werden ebenfalls Ausstände gemeldet. In Spezia wurden von der Meng« einige Geschäfte <r- bdochcn al» Protest gegen di« Teuerung.

M d» HetatMnng.

F . te Paris" über dieArnderungen".

,Echa de Paris" glaubt bestätigen zu können, ujbie «Händerungen folgendes betreffen: V L Wiedergutmachungen. Deutschland itb eine »iermonatliche Frist eingeräumt, W de« Alliierten Vorschläge sowohl über die Ee- stmtheit seiner Schuld, wie über die Tilgungsweise iSttr(>rciten zu können. Deutschland wird der gatente Waren und Arbeitskräfte anbieten können. Nr Entente wird zwei Monate Zeit zur Beantwor- tung haben.

2. Die polnischen Grenzen. Innerhalb -bis 18 Monaten wird in den an Polen abzutre- steilden Teilen Oberschlesiens eine Volksabstimmung Ksttfinven. Abmachungen über die Lieferung ober- Mefisi^r Kohle und ein finanzielles Abkommen [ «ganzen diese Festsetzungen.

z. Die Zulassung Deutschlands zur Kesellschasr der Nationen. Prüfung der brutschen wirtschaftlichen Vorschläge, welche im W gtnfatz zum Original-Vertrag für Deuts hland Ee- jküseitigkeitsbehandlung festsetzen, wird bis zu die­ser Zulassung veischoben.

4 Allgemeine Herabsetzung der SRÜft« l,ngen. Die Mächte beabstchtigen uuverzüg- sich Unterhandlungen im Hinblick auf die Durch- sührung dieser Herabsetzung zu beginnen.

8. Schutz der deutschen Minderheiten in den lientschland abgenommenen Landesteilen durch die Gesellschaft der Nationen.

6. Festsetzung des Effektivbestandes des deut­schen Heeres auf 200 000 Mann, für drei Jahre.

I 7. Das Berwaltungsregime des von den alliier- tz» Trnppen besetzten linken Rheinufers. Ein in­teralliierter Zivilausschutz wird eingesetzt, welchen eie bestehenden militärischen Ausschüsse unterge- «dnet find.

Versammlung wieder in Weimar zusammen. Ein großer Teil der Abgeordneten hat sich bereit» dort ein- gefunden, auch die Reichsminlster find fast vollständig erschienen. Die Beratungen, die wahrscheinlich am Dienstag beginnen, werden von einschneidender Wich­tigkeit sein. Zunächst wird man sich mit der Antwort der Entente befassen und darüber entscheiden, ob der Vertrag nun von Deutschland angenommen werden kann, oder ob er auch weiterhin noch als unannehmbar bezeichnet werden muß. Soviel steht jetzt schon fest, mit geringfügigen Abänderungen der feindlichen Bedingungen geben sich Regierung und Na­tionalversammlung nicht zufrieden. Man ist nicht gewillt weiter nachzugeben od r sich mit Kompro­missen abzufinden. Insbesondere dürfte der Vorschlag Schlesien gegen die Kolonien auszutauschen und eine endgültig« Festsetzung der Entschädigungs­summe erst im Laufe dieses Iahte» durch eine En- tentekommisfion auf den schärfsten Widerstand stoßen. Deutschland verzichttt weder auf seine kolonialen Be- sttzunaen, noch auch ist es gewillt, biese gegen irgend ein deutsches Gebiet einzutauschen. Auch über die finan­ziellen Fragen kann sich die Regierung nilfit in ein wei-

Muk In tien olikrt« fiihilra.

wb. Versailles. 15. Juni. Den Blättern zu­folge dauern die Ausstände mit unverminderter Stärke fort. Wie dieHumanite" berichtet, ist die Wi­derstandskraft der Ausständigen noch ebenso stark wie in den ersten Tagen. Sie seien entschlossen, unter allen Um­standen durchzuhalten.

Aus Pari» wird demDaily Herald" unteim 12. Zuni gemeldet, daß, wenn kein Wunder geschieht, am Montag di« Streikbewegung die Form eines Gene­ralstreiks annehmen dürste. Der Bergarbeiterstreik beginnt am Montag, und der Transportarbeit.rstreil wird unmittetbar folgen. Die reaktionäre regierungs­freundliche Presie wird in ihren Forderungen nach energischen Maßregeln immer hysterischer. Gerade diese Panikstimmung sei die größte Gefahr. Der Regierung fehle es an Ideen. Eie sei eng mit den Interessen der Großindustrie verknüpft. Die oberen Klass n däch-ci an nichts anderes als an ihr Geld und sagen sich: Rach uns das Cha»! Im Falle einer Krise würden sich Vie Ereignisse entweder zu einer Revolution oder zu einer mi litörischen Diktatur und einem rück­sichtslosen Unterdrückungssystem entwickeln.

Amsterdam, 15. Juni. (Wolff.) DemDailr Gerald" wird aus Dover gemeldet, daß das dritte Bataillon des Eliteregiments Black Watch, das nach Konstantinopel einge^chifft wrden sollte, meu­terte. Ein Teil der Leute drängte sich im letzten Augenblick vor irr Abreise des Schiffes über den Lan­dungssteg ans Ufer zurück. Die Unzufriedenen wurder in ein Ruh lager bei Dover gebracht und aufgefordert die Ursache ihrer Unzufriedenheit bekannt zu geben. D' Hälfte der Mannschaften d'S Bataillons war inDeutsch- 'and gefangen gewesen. Einige von i^nen waren drei bis viermal verwundet. Di« meisten der Meuterer ha den fAwren Rrt-^bie"ri sich. Won e»t-Tte*

nach diesem Vorfall, daß leim von den früheren Krieosgefanoenen ine Ausland gestb ckt wird.

wb. Amsterdam. 15. Juni. Nach den englischen Zeitungen vom 2d. Mts. sind in dem Schi ffsver- k«h r zwischen England, den Bereinigten Staaten und Kanada Stockung«« eingetreten, weil di« Schiffs- stewards stteiken.

wb. Amsterdam, 14. Juni. DerTel-araof" meldet aus London, der Vorschlag der italienischen sozialistischen Partei, daß in den verbündeten Ländern als Beweis von Sympathie für die russische und ungarische Sonsietregierung und als Protest gegen dsi Frickensbedingungen «in 84stiindiger General­streik ausgerufen werden solle, ist von der b r i t i s ch e n Arbeiterpartei abgelehnt worden.

wb. Amsterdam, 14. Juni. DerTelegraaf meldet aus London: In einer Konferenz der Arbeitnehmer und Arbeitgeber im Baugewerbe wurde die Einführung der 44 Stundenwoch« mit Beibehaltung der jetzigen Löhne beschlossen.

StreiNage in Italien.

wb. Bern, 14. Juni. Die Streiklage in I t a l i e n hat sich weiter verschärft. DerAvantt" ist mit Nachrichten über Streiks und Tumulten angesüllt. In Turin kam e» gestern zu Sttaß'nkämpfen zwischen den Arbeitern und der bewaffneten Macht, wobei das Gebäude der Arbeitskammer mit Steinen beworfen wurde. DerAvantt" schildett die Lag« folgender­maßen: Agitationen und Streit» in fast ganz Italien. Sperren, Konflitte, Tote und Verwundete, das ist das Bild unseres Landes. Die Lebensmittelpreise steigen zu schwindelnder Höhe, Rohstoffe fehlen, die Er­werbsmöglichkeit schwindet, da» Elend wächst in Italien überall, jede Derufsklaffe befindet sich in furchtbarster Gärung.

Bern, 15. Juni. Gestern wurde versucht, in Mai­land den Generalstreik zu erreichen.Popolo d'Jtalia" glaubt, daß die Ursache de» Ausstande» mit der vet- sctzung von Rosa Luxemburg in Betbütbuno zu bringen

totes V rhandeln einlassen. Was Deutschland leisten ritnn ist in der Riesensumme von 100 Milliarden fest- crrlegt. Ob di« Nationalversammlung nach der Ent­scheidung über den Frieden weiter tagen oder*re Sitz­ungen abbrechen wird, stellt noch dahin. Sollte das Erster« der 1 all sein, so wird sogleich in die Lesung der Reichsverfa sing eingetreten, die vom Bcrsasiungsau»-

MM dn Rtiitnm ii-ta

* Dillreie.

- wb. Serttw, 14. Juni. Di« entschlaf sene Hilfe der Reichsregierung, dir O st Provinzen gegen den polnischen Einmarsch mit bewaffneter Hand zu schützen, geht aus einer Erklärung des Reichskommissars Win- n i g hervor, zu deren Wiedergabe die Presse er« mächtigt wird. Es heißt darin u. a.: Die Bevöl­kerung des Ostens soll wissen, daß sie sich auf die Regierung verlassen kann. Die jetzige Regie­rung wird einen Frieden, der der D ft e n preisgibt, niemals et r e * :-t < und n« t e rz e i ch n e n. Die Regierung ist ent­schlossen, einen polnischen Ei"marsch in die strit igen Gebiete des Ostens mit den Waffen i

>er Hand abzuwehren, ganz gleich, ob dieser

Zwecke der Verpflegung und Aufrechterhaltung der Ordnung vereinbart, worden ist. Im Artikel 3 de» Cpaaer Abkommens vom 4. April wird durch aus« diückliche Bezugnahme auf den eben genannten Ar­tikel erneut bestimmt, daß die beförderten polni­schen Truppen lediglich zur Aufrechterhaltung der Ordnung in den von den Deutschen an ihren Ost­grenzen geräumten Gebieten bestimmt sind. In dem Zusatzabkommen zu dem Protokoll vom 4. April ist ausdrücklich vereinbart, daß die Transporizllge nach ihrer Entladung in kürzester Frist auf dem selben Wege von den Polen zurückgeführt werden müssen. Nach einer Meldung der deutschen Obersten Heeresleitung sind seit gestern morgen die Leer­züge nicht mehr zurückgegechen worden. Die deutsche Regierung läßt es dahi. gesellt fei, ob die polnische Maßnahme eine Verwirklichung der verschiedenen vorhergegangenen Meldungen ist, wie fie Eenerak Dupont gestern mitgeteilt worden sind. Sie stellt das Aushören der Rückgabe des Leermaterial» lediglich als Tatsache fest. Die deutsche Regierung kann ihre Bereitschaft zur Durchführung der Haller- scheu Transoprte nicht besser beweisen al» da­durch, daß sie die örtlichen dßutschen Befehlsstellen anweisen ließ, die Transporten vorerst f ö r t* zusetzen. Hinsichtlich der Rückführung des Leer­matertals aus Polen über Fraustadt erklärt sich die deutsche Regierung mit der in der Note vom 3. Juni durch Marschall gc* - ' ; g

befriedigt, erwartet aber rascheste Aufklärung über die in der gestrigen an General Dupont über­gebenen Note enthaltenen Meldungen.

Die in der Note erwähnte Erklärung Fachs vom 13. Juni, deren Kenntnis für die Beurteilung des Zusammenhangs nötig ist, war an General Nudant in Spaa gerichtet und lautet folgendermaßen: Ich gebe der französischen Mission in Warschau di» nötigen Befehl«, damit die leeren Achsen zu gleicher Zeit mit vollen Zügen in Lissa eintreffen. Ich bitte Sie, davon die deutsche Delegation zu benach­richtigen, indem Sie sie jedoch darauf aufmerksam machen, daß durch höhere Gewalt Verzögerungen eintreten können. Ich ersuche darum, daß die volle« Züge regelmäßig von Lissa abfahren, selbst wenn leere Züge noch nicht angekommen sind. Fall» di» sechs leeren Züge, die innerhalb 24 Stunde« in Lissa eintreffen müssen, nicht ankommen oder mit bedeutender Verspätung, müssen Sie mich sofort in Kenntnis setzen, damit ich von neuem einschreite« kann.

B e r Uh , 15. Juni. Auf bem Brief von Reich-wehe« Minister Erzberger auf die bennrubigenden Melvnnaeu vo» der deul''ch-vo!nischen Demarkationslinie bin «e dea 6bet der sranzSstscben Milirärmifston in Berlin, General Dupont vom 12.. Jnui hat Dupont am Sonnabend ge­antwortet, daß die Transporte wieder ausgeu»«» mm seien.

Der hauptsächlichste Beschwerdepunkt, d. h. die Nicht- Zurückgabe de» leere« Material» sei dadurch behoben, daß seit dem 14. Juni vier Leerzüge nsu Pole« nach Deutschland zurückkebiten. Bezüglich der Verwendung der Divisionen Haller gegen eine deutsche Front habe er Dupont sofort nach Warschau gedrahtet, um Erzberger» Standpunkt mitzuteilen und nach Spaa, um von den mündlichen Verpflichtungen, die der Marschall ihnen gegenüber ktngeganqen wäre, Kenntni» zu bekom­men. Die Antwort wende er sofort Mitteilen.

tu. Oppeln, 15. Juni. Ein Teil der Truppe«, die General Haller an der oberschlesischen Grenze bereit­gestellt hat, hat versagt. DaS Infanterieregiment 27 mußte am 11. Juni tvegen Gehorsamiverwei- g e r h tt g zurückgezogen werden, um Unruhen tm Innern des Landes zu unterdrücken. Anscheinend ist es wiederum in Lod z zu Unruhen gekommen.

Die polnkMu Brückensprengungen.

wb. Berlin, 14. Juni. Von zuständiger Stelle wird uns mitgeteilt: In der Nacht zum 11. Juni wurden die eiserne« lleberbauteu einet Brücke bei Markowitz an der Strecke Kandr- zinRatibor, in der Nacht zum 12. Juni die eiser­nen lleberbauteu eines Bauwerk» auf der Strecke CoselNeisse und CoselPolnisch-Neukirch sowie die eisernen Ueberbauten auf der Malapaneflut- brücke auf der Strecke OppelnBreslau ge­sprengt. In der Nacht zum 12. Juni wurde aus der Strecke KreuzburgKempen zwischen den Bahn. Höfen Lenka und Oestau ein offener Durchlaß von polnischer Hand gesprengt, wodurch da» Gleis Kem­penKreuzburg zerstört wurde; in der Nacht zum 14. Juni wurde an der Strecke Kempen Namslau die Brücke 1 Klm. südwestlich Baranow gesprengt. Zur Ermittelung der Täter wurden für jeden einzelnen Fall 10000 JL Belohnung ausge­setzt. Militärische Maßnahmen zur Siche­rung gegen weitere Eisenbahn-Sabotage find ge­troffen. , j

Polen gegen jede Volksabstimmung,

Der deutsche Bolksrat für Westpreußen schreibt) Die bisher bekamrtgegebenerl Vorfriedensbedisgrov»

Notenwechsel Enners Nudants. Die Hallertrausporte.

wb. Berlin, 14. Juni. Auf die Anfrage des Vorsitzenden der internationalen Waffenstillstands- kommifston in Spaa, General Nudant,, ob sich die Nachrichten von einer deutscherseits veranlaßten Unterbrechung der Transporte der Haller-Armee bestätige, antwortete Erzberger durch folgende Note:

Oertliche deutsche Befehlsstellen an der deutsch- polnische« Demarkationslinie haben ohne Wissen der Obersten Heeresleitung und ohne meine Zu­stimmung aus eigener Initiative auf Grund der ihnen bekannt gewordenen, von mir General Du­pont in einer Note vom 12. Juni mitgeteilten Mel­dungen über polnische Angriffsabsichten die Haller- fchen Transporte angehalten. Ich ersuchte Dupont um Aufklärung über diese Meldungen und ersuchte um Abstellung für den Fall, daß die Nachrichten den Tatsachen entsprechen sollten. Die deutsche Re­gierung hat durch die loyale Durchführung der Waffenstillstandsbedingungen vor aller Welt ge­zeigt, daß es ihr Bestreben ist, die schweren über­nommenen Verpflichtungen zu erfüllen. Sie ist auch ernstlich gewillt, den Spaaer Vertrag vom 4. April restlos durchzuführen und hat dies wäh­rend zweier Monate trotz mancher Bedenken der deutschen Bevölkerung durch die Tat hewiesen. Eie muß dabei allerdings vorausfetzen, daß auch von polnischer Seite nicht gegen den Vertrag verstoßen wird. Vor der durch General Dupont heibci- geführten Erklärung will fie die Nachrichten über polnische Angriffsabsichten nicht zur Grundlage ihres Verhaltens machen. Sie weist aber darauf hin, daß nach dem Artikel 16 des Waffenstillstands­vertrages vom 11. November 1918 der freie Zu­gang der Alliierten zu den von den Deutschen an ihren Ostgrenzen geräumten Gebieten lediglich zum

Der Anzeigen»»!» beträgt flrdt«8gei» Zeile 30 4» 83V, t»trturtu«3ufrf>L, pj Qnftrft 43 >, amtt. «. eueroärt. 43 4 «- 25»/,i>umina#i«|4)l. 60 ^.Xftlemextilf

i.50ut. Jeb» Stabe« gilt al, Barrabatt. Bet Aa»k. d. die Geichittrtz.e. ver» IQ1Q mittig, d Ang«b. 50 koabergebühr. Postscheck! : Nr. 5015 Amt Fr imi.a. M

«erfailkes, 15. Junt.Matin" berichtet, dich der Generalsekretär der Friedenskonferenz Sutaft« persönlich in Begleitung seines Kabi- i «üchefs Arnavon Montag mittag dem Grafen firsckdsrff-Rantzau die Antwort der Ber- Ksbete» übergeben wird. Graf Brockdorff wird teilte Offiziell von der Stunde und den Bedingun- P« der Uebergabe in Kenntnis gefetzt werden. Das Dokument nrirb aus drei Teilen bestehen, zunächst rv» einem kurzen Begleitbrief, in dem der Entschluß ter Alliierten kurz dargelegt imb die Frist für den endgültige« Bescheid Deutschlands angegeben wird, st daß a«s einer Denkschrift von etwa 50 Drucksei­te«, die auf jede der deutschen Forderungen eingeht tob kapitelweise die in dem Vertrag vorgenomme- «tn Abänderungen darlegt, endlich aus dem Wort^ teut des Vertrages selbst. Wie die Blätter melden, :8kb dtcFristfünf Tage betragen. In dieser Stift befinden sich die drei Tage, die für die Kün- tegung des Waffenlttllstandes vorgesehen stnd.

Bei der Uebergabe des definitiven Textes wird Lritasta. übrigens durch den Grafen Brockdorff- fiantzav «tue Empfangsbescheinigung toter,teki^ien lassen, welche die Zeit der Uebergabe Ntfttitt Genau fünf Tage später muß Deutfch- feine Zustimmung gegeben haben, da sonst der Ikrmartete der Armeen beginnt.

Versailles, 15. Juni. Wie der ,/tcmys" s erfährt, soll nach dem abgeänderten Entwurf ew ^Äksadstimmung i« Schle 0 wig nur in zwei vr ten drei ursprünglich ins Auge gefaßten Zone ktl|inbeit. Die Maßnahrneii für den internatio- tolenSchutz der deutschen Minderhei ; tt« würden keineswegs auf Elfaß-Lothringen, dar Us rein französisches, Deutschland wiedergenom- encs Land gilt, ausgedehnt werden.

Paris, 15. Juni. Der oberste Blockade- |*et ist zusammengetreten, um die letzten Maß - >am e« zu besprechen, die erforderlich würde: tun Deutschland die Friedensbedingungen nicht toterzeichnet.

L wb. Paris, 15. Juni. Graf Brockborff« antza« ersuchte um Bereitstellung eines Sonderzngrs « Stunde« »ach Ueberrrichnng der Antwort, der direkt Wch rein gehen wird.

tob. Ämflerbawi,14. Juni. Dem Pressebüro Radio s festige schreibt di«Rewyork Sun" in einem Artikel, die tettbSiibdex glaubten zuversichtlich, daß die Nicht- fi8dt«r,eichn«ng d«S FnedensvettrageS zur Re« »»lution n Deutschland führen und eine neu« Regie- unter Erzberger anS Ruder bringen werde, die p Vertrag wahrscheinlich unterzeichnen würde. Man 1"ss«, daß die Revolution innerhalb 5Tagen auSbreche - die Unterzeichnung des Friedensvettrage» kurz danach folgen könne. In dem Artikel wird zugegeben, daß die ,*tbüifttttn wegen der politischen Lage und au» Furcht *t einem allgemeinen Streik keine Lust haben. militS- L Maßnahmen gegen Deutschland zu ergreifen.

. Bo« uwfe«an Berliner Vertreter wird uns geschrie- In Tag«« tritt di« deutsche Rational»