mit dem KrelsblaL für den Kreis Marburg
Tageszeitung für (das früher kurhessische) Oberhessen
j «adnittttag dnberufett worden.
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Deutschland« in den Völkerbund beherrscht übri-
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Ostgrcnzen Deutschlands, für Wtrtfchastsfragen, Häfen und Schiffahrtswege. Der Ausschuß für die Gesellschaft der Nationen konnte sich Lber die Bedingungen für die Zulassung
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Mittwoch, 11 Juni
=. 40 ■* «mtl. «u auswärt. 40 4 *-25 */» Teuerunasz«schl. = W Nerlamezetu 1.50X Jeder Mebett gilt al, Barrabatt. — Bei Mu,L b- die Seichäftsst.«. 8*r« »ittlg.d.Uaaed. »9 ^.eo,der,ed»hr.-PoMch««.: Kr. 5C15 Ä*t3*1-14.0.».
bet Deutsch-freiheitlichen Partei nah« eine Latsch l i e tz u n g gegea di« F*iede»abediu-un« gen an, wodurch auch Nordtirol zu einem lebens, unfähigen Gebilde und zm» Spielball romanischer Hinterlist gemacht würde, an. Die Entschließung verwirft jede Preisgabe deutschen Bodens und Scheidung Deutsch-Oesterreichs vom SJIuj^etlanbe Deutschland und
Zm SoIÄte hts Srleacs.
Bcthman« Hollwea über die Vorgänge im Juli 1914.
rob. Berlin, 10. Juni. Der frühere Reichskanzler v. Bethmann Hollweg macht in seinen Betrachtungen zum Weltkrieg, deren erster Band in den nächsten Tagen im Verlage von Reimar Hobbing erscheinen wird, über den angeblichen Kr 0 nrat vom 5. Juli 1914, auf den die Vegenbe den Ursprung des Krieges zurückführen wollte,, folgende Mitteilungen:
Am 5. Jnli 1914 übergab Graf Szöghenhi noch dem Frühstück an der kaiserlichen Tafel dem Kaiser ein Handschreiben Kaiser Franz Josef- nebst einer Denkschrift seiner Regierung. Die Denkschrift entwickelte ein umfangreiches Balkanprogramm auf lange Sicht, daö den russischen Plänen mit kräftigen diplomatischen Aktionen enl-egentreten sollte. Siegen das feindlich- Serbien und zum Ersatz für da? unsicher gewordene Rumänien wollte diese Politik sich auf Bulgarien und die Türkei stützen. Das Ziel war ein Serbien ausschließnider Balkanbund unter der Aegide der Zentralmächte. Das Ereignis in S e r a s e w 0 wurde als Beweis dafür angezogen, daß der Gegensatz zwischen Oesterreich Ungarn und Serb-en unüberbrückbar geworden sei. Das Handschreiben "faßte die Gedankengänge der ; Denkschrift kurz zusammen und Ivies darauf hin, daß die Friedenspolitik der Mächte bedroht Um re, wenn die Agitation in Belgrad ungestört fortlebe. Der Kaiser nahm die beiden Schriftstücke mit dem Bemerken in Empfang, daß er erst nach Beratung mit seinem Reichskanzler antworten könne. Am Nachmittag desselben 5. Juli empfing der Kaiser mich und den Unterstaats« fefrctnr Zimmermann, der den da:"als beurlaubten Staatssekretär v. Jaqow vertrat, km Park de? Neuen Palais irr Potsdam. Andere Personen waren nicht zu« gegen. Vom Tenor der österreichischen Dokurnentr, deren Abschrift Zimmermann mitgeteilt war, hatte ich vorher Kenntnis genommen. Nachdem ich über ihren Inhalt referiert hatte, erklärte der Kaiser, et könne sich über den Ernst der Lage, in die die Donau-Monarchie durch die groß-serbische Propaganda gebracht worden sei, keiner Täuschung hingeben. Unsere- Amtes sei es aber nicht, dem Bundesgenossen zu taten, was auf die Seraiewoer Bluttat zu tun sei. Darüber müsse Oesterreich-Ungarn selbst befinden. Direkter Anregungen und Ratschläge sollten wir nns umso mehr enthalten, alr vir mit allen Mitteln dagegen arbeiten müßten, daß der österreichisch-serbische Streit zu einem internationalen Konflikt anwachse. Kaiser Franz Josef aber müsse wissen, daß wir auch in ernster Stunde Oesterreich- Ungarn nicht betiaffen würden. Unser eigenes LebeuS- inteteffe erfordere eine unversehrte Erhaltung Oesterreichs. Bulgarien beran^u'i-hen. erscheine ihm gut. doch dürfte dadurch Rumänien nicht vor den Kopf gestoßen werden. Diese Anstchten des Kaiser- deckten sich mit meinen eigenen Anschauungen. Nach Berlin zurückgekehrt, empstng ich den Grasen Szögvenyi und erklärte ihm. daß der Kaiser sich der Gefahr einer panstovistiscken grof-ferbt* schen Propaganda nicht verschließe. Angesichts der Hal- ttrng Rumäniens und den Bestrebungen, die einen neuen Balkanbuud gegen Oest-rr-ich-Un-m-n zustande zn bn'ugen suchten, würden wir die österreichischen Schritte znr Gewinnung Bulgarien-für den Dreibund unten« stützen. In Bukarest würden wir un8 im Sinne einer bundeSfreundlichen Dirigierung der rumänischen Politik bemühen. Zu den »wischen Oesterreich-Ungarn und Serbien schwebenden Fragen könne der Kaiser keine Stellung nehmen, da sie sich seiner Kompetenz entzögen. Kaiser Fran- Joses könne sich aber daraus verlasse», daß der Kaiser im Einklang mit den Bündnisvflichten und der alten Freundschaft treu an der Seite Oesierreich-Uugarn- stehen würde. Am 6. Juli begab sich der Kaiser auf die Nordlandreise und beantwortete am 14. Juli von Som»
1 Halm aus da- Handschreiben dc- Kaisers Franz Josef
Die Forderungen «metftas wegen U-Bootsschädrn.
wb. Amsterdam, 9. Zunt. Wie das Preffe- bureau Radio au, Washington meldet, erklärte Frank P 0 l k in einer Mitteilung an den Kongreß, daß die Forderungen amerikanischer Bürger an Deutschland, die infolge bee Unterseebootkriege» und der Maßregeln, die die deutsche Regierung gegen amerikanisches Eigentum In Deutschland ergriff, entstanden sind, beinah« eine Milliarde Dollar betragen. Allein die Forderungen, die sich aus dem Unterseebootkrieg ergeben, betragen 600 Millionen Dollars.
Die Engländer auf Oefel.
tu. H a a g, 11. Juni. Der „Rat der Vier" hat der Besetzung der Insel durch britische Truppen zugestimmt. 50 englische Kriegsschiffe sollen in Helstngfors und Reval stationiert werden.
sie Forderungen, die eine Mehrausgabe von über vierzig Millionen Lire ausmacki-n. bewilligte«.
Die 3-“ erfährt au, Lugano. 10. Juni: Wie lH letzten italienische« Meldungen erkennen laste«, hat W Streikbewegung in Frankreich ihre Rückwirkung auf Italien nicht verfehlt. Es ist im ganzen Land« eht tarkes Anwachsen der Arbeitseinstellungen j» koiv tatteren, die an allen Orten durch Zusammenstöße miß der Polizei einen politischen Charakter «hab, ten. In Neapel ist der Generalstreik proklamiert worden, zwischen Ausständigen und Streikbrechern kam e» in den Straßen zu blutige« Zusammenstöße», bei denen Barrikaden gebaut wurden und eine Reih, von Menschen teils leicht, teile schwer verletzt wurde.
wb. Bern, 11. Juni . Auf dem republikanischen Kongreß in Rom wurde beschlossen, daß mit allen Msiteln die Absicht, die Wahlen schon im Juli nach dem augenblicklich"« WabN-^-m ftrtfinbe« zu lassen. bekämpft werden soll. Sollte die Regierung auf beut Plan bestehen, so würde die republikanische Partei die Initiative zur Einberufung der versaffnng- gebenden Versammlung ertrreife«.
Für Trennung von den Westmächten.
Berlin, 11. Juni. Wie der „V. 3“ au, Rom belichtet wird, ist in Italien eine starke Stimnu'.ng für Deutschlands Eintritt i» den Völkerbund vorhanden. Die Lostrennung Italiens von den westlichen V e r b it 11 d e t e n finde in der italienischen Presse immer entschiedener Ausdruck.
rob. Innsbruck, 6. Zunt. (Äorr^Smwm.) massenhaft besuchte allgemeine Wählerversammlung
wb. A m st e r d a m, 10. Juni. Dem Prosit S Radio zufolge meldet „New P0rk Sun", daß es ihrem Londoner Bitto nicht gelungen ist, den vollständigen Text des F r i c d c u s 0 e r t r aq - mit Deutschland nach Amerika zu senden, da der britische Zensor es nicht gestattete. Ein Senatur wird dem Senat einen Antrag unterbreiten. eine Untersuchung anzusisllen, weshalb die britische Zensur den Vertrag zurückhalte.
Forderungen der amerikanischen Reger.
rob. Amsterdam, 10. Juni. „Daily Telegraph" meldet aus Paris: Am Donnerstag hat eine Abordnung amerikanischer Neger der Friedenskonferenz eine Denkschrift überreicht, in der sie um Zuerkennung der Rechte einer geschützten Minderheit nach dem Beispiel des vom Vrererrat für die osteuropäischen Mächte vorgesehenen Min - derhettsschutzes ersuchen.
Gegen ei« englifch-sran,öfisch-aMerikS«isch«s Rebenbündnis.
wb. Washington, 11. Juni, (Havas.) Der Präsident be, amerikanischen Kongresses ist gegen den Vorschlag, daß England und die Vereinigten Staaten im Falle eine, deutschen Angriffes helfen sollen. Er erklärt, daß der Völkerbund den Weltfrieden sichern solle, bann fei ein englisch - französisch - amerikanisches Rebenbünbni, unnütz, ba es mir das Mttz- trauen In bte Wirkfamtett bes Völkerbundes de- wetsen würde. Wenn bleie drei Länder ein besonderes Bündnis fließen, warum soll bann Deutschland, Rußland und Japan nicht auch ein gleiches hm?!
wb. Paris,.10. Juni. (Havas.) Die Regierungschefs begannen heute morgen die Prn s un g des Berichtes der Kommission über die he ul sch en G ege np or sch läge.
rob Versailles, 11. Juni. „Temps" meldet, daß der B i e r e r r a t, der in feinen vorhergehenden Sitzungen eine allgemeine Eesamtprüfung des deutschen Gegenvorschlages vorge- lommcn hatte, gestern die Prüfung der von den verschiedenen Ausschüssen vorgelegten Berichte über die einzelnen Fragen des deutschen Eegen- porschlages begann und am Nachmittag fortsetzte. Eine Anzahl dieser Berichte, und zwar gerade die wichtigsten, find noch nicht überreicht. Es handelt sich um die Berichte der Aus-
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die südafrikanische Republik vor dem Burenkriege besaß. Lloyd George erklärte in seiner Antwort, daß die südafrikanische Union sich auf einem grundsätzlichen Abkommen zwischen den britischen und holländischen Elementen aufbaue und deshalb von einer Seite ohne Zustimmung der andern nicht aufgelöst werden könne. Großbritannien könne keiner Aktion, die die Auflösung dieser. Union bedeute, zustimmen.
Die Buren und Deutsch-Südwestafrika.
rob. Amsterdam, 9. Juni. Der Pariser Korrespondent der „Daily Neros", unter vielen Buren in Südafrika scheine Abneigung gegen die Annahme des Mandats über Deutsch-Südwestafrika durch die südafrikanische Union zu herrschen. Viele Buren seien dafür, daß Deutschland die Kolonie weiter verwalte, jedoch unter der Kontrolle des Völkerbundes. Auch General Smuts sei für dieses LD-ei».
Beröffentlichung des Friedensvertrage» in Amerika. — Wilson gegen den Senat.
wb. N e ro y 01 k, 9. Juni. Senator Vorah legte heute dem Senat ein Exemplar des Friedensver- trages vor, das von Zeitungskorrespondenten nach Amerika gebracht wurde. Der Senat ordnete mit 247 gegen 24 Stimmen an, daß der Friedensvertrag als öffentliches Dokument gedruckt werde.
roh. W a s h i n g t 0 n, 9. Juni. (Reuter.) Wilson telegraphierte an den Senat, daß es höchst u n - erwünscht sei, den Text des Fricdensvertrages, über den noch verhandelt werde und der noch Aen- derungen unterworfen sei, zu veröffentlichen. Er forderte den Senat dringend auf, eine gründliche UntersuchMg anzustellen, wie die Exemplare des Vertrages in die Hände von Privatpersonen gelangt seien. '
Deutschlands zur Gesellschaft der Rationen nicht einigen. Die Berichte der Ausschüße für die Wiedergutmachung und die Finanzfrage wurden gestern überreicht.
rob. Amsterdam, 10. Juni. Die „Times" meldet aus Paris: Bezüglich der Abänderung der Bestimmungen des Friedensvertrages mit Deutschland über dir Finanz-Angelegenheiten und die Grenze hu Osten ist noch keine Entscheidung getroffen. Wahrscheinlich wird in der Enischädi- ßimgsfrage ein Kompromiß getroffen. Die Kom- »issiou wird Deutschland statt im Mai 1921 einige Monate nach Unterzeichnung den Be- ttog der endgültigen Entschädigungssumme mitteilen.
rob. Pa ri s, 10. Juni. (Havas.) Das Orga- nisaiionskomitee des Völkerbundes hielt am Montag nachmittag unter dem Vorsttz Ptchons eine zweite Sitzung ab. Es wurde eine Entschließung gefaßt, die folgenden Inhalt hat: Für bett Völkerbund roird es von Bedeutung fein, fo schnell wir möglich über alle wichtigen politischen, wirtschaftlichen, sinanziellen und soziale« sowie alle anderen Einzelheiten in allen Teilen der Welt be- «achlichtigl z« werden.
die Abendblätter berichten, tfl der Ausschuß für den Völkerbund unter dem Vorsitz Wilsons heute
gen4 auch weiterhin das Interesse der Blätter. Den g~ fchärmen aller bisherigen Anfsäpe veröffentlicht die ,,8i» bette". Sie erklärt darin, Frankreich habe bereits uw F geheirre Zugeständnisse gemacht und könne nicht toeiter- grhen. Es fei notroenbig, daß Glemcnceau jetzt seinen ganze n Wllen und seine ganze Energie zeige. Wenn wider Frankreichs Willen Deutschland in den Völkerbund auf« genommen werde, müsse Frankreich austreten.
5 a a 8, ia Juni. „Daily Expreß" erfährt aus Paris: Wenn, wie es festzustehen scheint, Deutschland im nächsten Oktober als Mitglied ibes Völkerbundes in Washington vertreten sein wird, dann wird die Okkupationsarmee sofort aus dem Rheinland zurück- gezogen «erben, statt dort 15 Jahre zu bleiben. Diese Lösung wird von Lloyd George und von Wilson energisch befürwortet.
Oberfchlesten.
tob. Amsterdam, 10. Juni. Dem Pressebüro . Radio zufolge melden amerikanische Blätter, daß endgültig entschieden ist, daß in>Oberschlesien eine Volksabstimmung stattfinden wird.
Die Mdafrikanifch« Abordnung in Paris.
wb. Amsterdam, 11. Juni. Rach einer W -Reutermeldung aus London wurde die füdafri» j konische Abordnung mit Hertzog und Reitz 6 in Paris von Lloyd George empfangen. Sie erklärte, thp Hauptziel fei die Wiederher- k- stellung des nationalen Statuts, da»
schüfst für die territorialen Fragen (Grenzen Deutschlands mit Belgien und Schleswig), für die
i Die Mm des Memsles.
I Aufnahme Deulfchla ids in beit Völkerbund.
i Hrbergab« der Antwort nicht vor dem 13. Juni.
| wb. P « ris, 9. Juni. (Reuter.) Clßmenceau, | |»tb Robert Cecil und Oberst House empfahlen ÄS Ergebnis ihrer gemeinsamen Beratungen, | Deutschland in den Völkerbund auf- zuuehme«, wenn es den Friedensvertrag
। Unterzeichn« und loyal durchführe und eine feste i Uegierunq eirrfctze. Es wurde brschlofseit, daß die | Antwort »er Verbündeten auf die deutschen Eezen- 1 erschlüge nicht vor dem 13. Juni übergeben wer- fcn solle, und daß die Deutschen fünf Tage Jeit zur Erwiderung bekommen sollen.
ordert die Verteidigung deutschen WefeNH bis zum äußersten.
Die gesamte Presse Tirols ist einig in dec 8eber- yntgung, daß niemals in die AbtretmiWEWAvate etngeroiliigt werden dürfe. Aus ÄlüdlWrol vorliegende Erklärungen fordern zum unbedingten Ausharren auf bis zur Wiedervereinigung mit Nordtirol. An die Landesregierung wurde die Aufforderung gerichtet, Italien selbst von der schweren Ee- :at>r einer Verfeindung mit Deutschland zu überzeugen. In Tirol wurde allgemeine Landestrauer ungeordnet.
Bildung einer deutschnationalen Volkspartei in - Oesterreich.
dup. Wien, 9. Juni. Die bürgerlich-demokratisch Partei, als deren Führer der jetzt in Saint-Germain weilende Dr. Klein gilt, die trotz aller Anstrengungen bei den Wahlen in die Nationalversammlung nur ein einziges Mandat, bei ben Wahlen in den Gemeind'rat und in den Landtag gar keius zu er-
"t vermochte, bat sich a u f g e l ö st. Der größere ‘ ,il der Partei hat nun b'fchlossen, sich dem unter der Führung Karl Hermann Wolfs stehenden Deutschnationalen Verein anzuschließen. Die politische Or- gauifation der Partei, der Deutfchnatiouole Verein für O-esterreich, zählt beretts über 80 000 Mitglieder. Jetzt kommen noch ctroa 5 bis (1000 ehemalige bürgerliche Dei'.tdkrateu dazu. Außerdem find Verhandlungen mit der natioualfozialen Partei, die man richtiger als die deutfchnationale Arbeiterpartei be,zeichnen kann, im Zuge. Die Deutfchnationalnr der Richtung Wolfs haben dem Fichrer dieser Arüeiterpariei bei ben letzten Landtagsrvahlen ein ihnen sicheres Mandat überlasten. Dieses Entgegenkommen hat zu einer weiteren Annäherung g.führt. So dürfte es auch wohl in kurzer Zeit zu einer Eingliederung der riationalgesiuuten Arbeiter in die Deutfchuationale Partei kommen. Dann blieben lediglich noch die Raiionaloemokrateu außerhalb dieses Verbandes. Die sich bisher deutschuatioual nenwenbe Partei gedenkt sich fürderhin „deutsch- nationale Volkspartei" zu neunen.
Fmlkkitz.
Fortdauer der Ausstaudsbeweguug.
rob. Versailles, 10. Juni. Die Negierung hat von der Requirierung der Pariser Untergrundbahnen Abstand genommen.
rob. Versailles, 10. Juni. Wie die „Liberty" meldet, haben sich die K 0 h l e n v 0 r - rät« in Paris infolge der Ausstände in Nordfrankreich fo verringert, daß mit starken Ein - schränkunen des E'er und Gasver
brauchs in Paris zu rechnen ist.
wb. Versailles, 10. Juni. Die Führer verschiedener Arbeiierverbäiide erklären in der „Humanste", die Maßnahmen und Trehuugen der Regierung würden die Arbeiterschaft nicht eiuschüchtern. Die streikenden Verbände seien gewillt, ihre Forderungen d u r ch z u f e tz e n. Heute abend findet eine Sitzung des Verbandes der Seeleute statt, tu der, wie die Presst vermutet, der Generalstreik erklärt werben wird. Die pharmazeutischen Arbeiter beschlossen gefront abend den Generalstreik.
Die Gesetzvorlage Über be« Achtstundentag.
rob. Versailles, 10. Juni. Die Pariser Abendblätter melden, daß die Kammer heute alle Artikel der Gesetzvorlage auf Einführung des Achtstundentages in den Bergroerken vom 16. Juni an mit großer Stimmenmehrheit annahm. Als die Kammer die Vorlage dann insgesamt annehmen wollte, erklärte Loucheur, daß dabei Einfahrt, Ausfahrt und die Mittagspause cin.begriffcn seien und die tatsächliche Arbeitszeit nur 7 Stunden und 25 Minuten betragen würde, wodurch in der Förderung ein ungeheurer Ausfall entstehen würde. Die Regierung sei n i ch t in der Lage, die Vorlage anzunehmen und bitte die WvrlaK an den Ausschuß zurückzuverroeisen und eine zweite Lesung vornehmen zu lassen. Obwohl die Sozialisten und der Vorsitzende des zuständigen Ausschusses den Antrag Loucheurs bekämpften, beschloß die Kammer mit 351 gegen 133 Stimmen, für morgen die zweite Lesung anzusetzen.
. brftks Blatt
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wb. Pari», 1L Juni. Dem „Secolo" gufolgr dauert der Ausstand in Neapel an und hat sich au" weitere ArbeitSzweige ausgedehnt. Auch die Straßen bahnführer haben gestern die Arbeit niebergeTegt. In Rom soll die Au s fr a n d s b e w e g u n g, wie der „Sortiere della Sera" meldet, im Abflauen fein Der in Genu« von ben Seeleute« mit Gewalt an der Ausfahrt gebixberte Dampfer „Nrdoro", bet Mumtio« «ach Ruftand zur Bekämpfung der Bol« schevTtsten führe« sollte, ist auf Anordnung des Trans- portministerS «ach Gibraltar zur Löschung der Ladung geleitet Morden. Dem Verband bet Seeleute ist vo« der Regierung ausdrücklich versprochen worden, daß da? Schis nicht mehr pnx Transport von Truppen und Kriegsmaterial «ach Rußland verwendet werden solle. Der für heute auqekündigte Generalstreik der tialieui» scheu Lehrerschaft konnte in letzter Stunde ver« h stte t tottbat, da der Unterrichts« und der Schatzminist«
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Markt 21/88. — Fennprecher 55.