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mit dem Krclsblat! für den KrclS Marburg

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Tageszeitung für (das früher kurheUche) Oberhessen

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MtOderb»H<f*e Aeitvng- »ri*»tnt sechsmal »MwiitH*. T»*

X-» 4<Jn Ä»z«a»«r»t» bettigt monatlich 1.85 X. frei ml Hau« Oer* dir Tek 3» iäV .hn« »eKeÜgeld). Verla, eee Dr C. dttzerattz. Markt 21/28. -

1919

Feraiprecher 55.

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l||T*||t leibe Gruppen getrennt zu erfolge^ Wahlberech- 111 Hi tigt sind ht beiden Gruvven soln» «rts-nkässtgen

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N.-Räts find zu betrachten, welche aus mindestens L Personen bestehen und aus gleichen Teilen aus

Arbeite? ber». nichtlandwirtschaftlichen Lanbbevöl- I feruttg gebildet wurden. Die Wahlen haben für

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wattige Rüstungen betreiben und baß auch sie sich vorbereite« für einen großen Schlag.

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Wahl das 20. Lebensjahr vollendet haben.

Für den Arbeiter-Rat Marburg: P o e r f ch.

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Ans. rtgebot« an «$. i.-Cr?, 4842

Marburg

Counadkud. 24. Mai

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l'chen Regierungen von dein Gefühl der Billigkeit hätten leiten lasten, selbstverständlich sein wüsten, baß die noch in feindlicher Gefangenschaft zurück­gebliebenen Kriegsgefangenen dieselben Ver- qnnstianngen hätten genießen wüsten, wie sie den Angehörigen der verbündeten Mächte beim Ab­schluß des Wafsenstiststandes in Deutschland zu­gestanden wurden. Die deutsche Regierung kann nach diesen Borgängen durchaus nicht sicher sein, daß die deutschen Kriegsgefangenen bis zu ihrer ^>eimschaffung mit voller Berücksichtigung ihres Ge­fühlslebens und ihrer Bedürfniste behandelt wer­den. Wenn im übrigen die verbündeten Regie­rungen behauvten, daß sie hinstchllich der Nachfor­schung nach Vermißten und der Pflege der Grab­stätten alle billigen Wünsche erfüllt hätten und zu e-füllen gewillt sind, ist nicht einzusehen, warum sie sich weigern, in den Vertrag Bestimmungen aufzu­nehmen, die auch ihrerseits vollständige Gegen­seitigkeit gewährleisten. Die Behauptung der ver- b"ndetcn Regierungen, daß keinerlei Vergleich zwi­schen der Behandlung der Kriegsgefangenen durch Deutschland einerseits und die verbündeten Regie- 'vnaen andere*sests möglich H. ist geradezu u n - a<*beu erlich' stn wird widerlegt durch un- *ählige eidliche Absagen d-"'tscher Kri"gsg"fan- "ener. die namentlich in Frankreich da« rieste Les zu erdulden hatten. Die Welt mag aus Grund b,'-f Aussagen urteilen, aus welcher Seite das Unrecht zu suchen ist.

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Die deutsche« Beschwerde« «übertriebe»". I wb. Paris. 20. Mai. sRouter.j In der 8nt< worl der Verbündeten ans die Brockdorss-Rote re« ist. Mai über die wirtschaftlichen Brstimmnnge« wird erklärt, die in der Note enthaltenen Beschwer« Mt bezüglich der B-Möllerung Schiffahrt, Kohlen, Blockade usw. seien übertrieben. Deutschland müste sich vergegenwärtigen, daß cs aus dem Un­glück. da« über die ganze Welt gekommen sei und für das es hauptsächlich verantwortlich sei, nichts ohne Einbuße hervorgehe« könne.

Die Sehetmdiplomatie.

wb. Bersailles, 23. Mai.Matin" teilt mit, daß Clömenceau im Hausbaltsausschuß der Kammer die Bekanntgabe des Friedensentwurfs, um die der Ausschuß nachgesucht hatte, verweis Berte.

M Mito kmmrlttr.

wb. Spaa, 23. Mai. Heute fand in Epaa i« Hotel der Waffenslillstandskommisfion die Besprech, ung zwischen den entsandten Kabinettsmitglieder» unter Führung des 9Jfirtrvrn-:'"r'iv-,en u"d der deutschen Abordnung aus Be sailles statt. In vol­ler Uebereinstimmung wurde der deutsche G-egen« verschlag festgestellt. Morgen werden die Versailler Finanzdelegierten mit dem Reichsfinanzminister die Einzelheiten der Finanzvorschläge zum endgül« tigen Abschluß bringen. Die Ueberreichung der Gegenvorschläge, die ungefähr einen Umsang von SO Schreibmaschinenseiten haben, wird in Bälde er­folgen. Die Minister und die Delegierten sind heute abend wieder nach Berlin und Versailles ab- gereist.

Nach Blattermeldungen blieb Reichsminister Dernburg mit den Sachperständigen für finanziell« Fragen zur weiteren Beratung in Spaa zurück. Dernburg soll in Anbetracht der Wichtigkeit der ft« »-anziellen Fragen lautBerk. Lokalanz" die deutsche Erwiderung endgültig zusammenstcllen. Die deutsche Antwort werde in etwa drei Tagen erfolgen können.

wb. Paris, 23. Mai. Das Tagesereignis ist die Abreise des Grafen Brockdorff-Nantzau und der

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wb. Paris. 22. Mai. s5>avas.Z Auf die Niste bng Grafen Brockdorff-Rantzau betreffend die deut- chen Vorschläge für den Völkerbund ant- wonZete (>J<rme«*eeou:

Die Kommission der verbündeten Mächte ftw dierte diese Vorschläge, deren Bestimmungen im 'fUncmcinen erst erörtert werden können, wenn bei ^ölke-hnnh endgültig gebildet ist. Die Kommission befch*ä"kt sich beute darauf, die Aufmerksamkeit aui eine An»abs von P'>vlion zu lenken. Die Kommis­sion ist der Ansicht, daß die in dem Pakt enthaltenen Vo"schlöge, die lange erörtert worden sind, prak­tischer find, al« die der deutschen Reaterung, und dast sie freier porig-et sind zur Errichtung eines Völkerbundes. D'e Kommission stellt mit Befriedi­gung fest, daß Deutschland einem Völkerbund günstig oeaenübersteht, sie teilt aber die Auffassung der deutschen Vorschläge nicht und unterbreitet 'oloonde Bemerkungen: Ein Vr-mirilunasargan entsprechend dem deutschen Projekt ist nicht ge­eignet, de» Frieden z» unterhalte«, und die aus nem Ertmurs bekannten Räte find eher dazu im­stande. dieser Aula«^« vo-o-bl ru me^e*1. Vo-mvao ties Systems eines Vermittlungsausschusses könnten die dem S'b'e^sge'-^'stt nicht unterbreiteten Kon­flikte beiaelegt werden. Ge«ev die Einsetzung einer solchen Kommission wendet sich übrigens keine Bestimmung des Vertrages. Die deutschen Vor­schläge wegen der Zusammensetzung und das Ver­fahren eines bostävdiaen internationalen Justiz- Hofes werden vom Rat des Völkerbundes später aeprüft werden. Die alloemeine Durchfüh-ung des Prinzips des obligatorischen Schiedsgerichts ist in der vo'geschlagenen Weise gegenwärtig u n m ö g - l i ch. Die Einricht"ng eines ständigen Iustizhries wird der weiteren Entwi^lung des Gedankens för­derlich fein. Die Kommission steht den Versailler Borschlägen betreffend F-ribrit der Durchfuhr des Verkehrs und der wirtschaftlichen und Handels­beziehungen der verschiedenen Lander wohlwollend gegenüber. Entsprechende Abmachungen werden gegenwärtig erwogen, die dem Völkerbund dann unterbreitet werden. Die Verbündeten erkennen die Woblbegründetbeit des Vorschlages an. daß den Zuwiderhandelnden Staaten die Kosten der Schäden aufzuerlegen sind, die den Mitgliedern des Völker­bunde« aus Verfehlungen gegenüber dem Vertrage erwa>hsen. Immerhin vertraut die Kommission darauf, daß der Völkerbund in den Fälle« einer solchen Verfehlung wirksame Maßnahmen vorsehen wird, und sie hält e« deshalb nicht für nötig, die Bestimmungen des Pakte« in diesem Sinne abzu­ändern. Die Kommission nimmt mit Genug'uunp von der Tatsache, daß die deutsche Regierung dem Abrüstung, yedanken sympathisch gegen- übersteht, Kenntnis. Sie weist darauf hin. daß in dem Pakt Vorschläge an die Mitglieder de» Völkerbunde» sowie Projekte über die internatio­nale Abrüstung vorgesehen find. Die Kommission nimmt die deu:schen Vorschläge betreffend da» Ver­fahren gegen die fehlbaren Mitglieder be» Völker­bünde» zur Kenntnis. Sie ist jedoch der Ansicht, daß ein wirtschaftlicher, automatisch wir­kender Druck den zuwiderhandelnden Staaten im Zusammenhang mit den erforderlichen internatio­nalen militärischen oder maritimen Maßnahmen einschneidendere Erfolge zu verheiße« scheinen als die deutschen Vorschläge.

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Die ArirKs^efangenrn.

wb. Versa iIle», 23. Mai. Dem Grafen Brockdorff-Rantzau ging heute die Antwort Clö- menceaus auf seine Note vom 10. Mai über die Kriegsgefangenen zu. Eie besagt, daß die Verbündeten der Befreiung der Kiiegs- und Zivil- gefangenen, die sich Verbrechen oder Vergehen haben zuschulden kommen lasten, nicht zustimmen können. Es wird ein Sondersall angeführt, in dem ein deutscher Gefangener nacht« einen Landwirt, bei dem er arbeitete, und dessen Frau ermordet hätte. Hinsichtlich besten, was sich aus die Milderung be­zieht. welche die deutsche Regierung in dem Geschick bet Kriegsgefangenen und Zivilinternierten zwi- chen dem Zeitpunkt der Unterzeichnung des Frie- dens und der Heimbesö dsruvg eintreten zu lasten vorschlug, wüßten die Verbündeten nicht, welche Milderung gewährt werden konnte, denb sie hätten sich bemüht, die Kt'-gso-ki'e zu b-obachlen und den Forderungen der Mevschli-Hkrit G»nüge zu leisten Die verbündeten Mächte begbst-hti<,en. die Kriegs- nefavgenen in b»r fra--0-l-e-- 3eilt*,rnne mit voller Berücksichtigung ihres Eesühlslebens und ihrer Be­dürfniste zu behandeln. Die Wiedererstattung be« persönlichen Eigentums an die Krioa«aesange-ev werde erfolgen. Bezüglich der Auskünfte über Vermißte hätten sich die Verbündeten ständig bemüht, der deutschen Regierung alle Informa tionen zuaeben zu lasten, und sie würden gewiß damit fortfah'en. Was die Erhaltung der E r a b - stätten und die klerführung von Leichen Gesol- lener anbetrifft, wird auf den bet-efsenden Artikel der FriedensbedinflU"gen verwiesen. Bezüglich der geforderten uneingeschränkten Gegenseitigkeit mi'b' ten die Verbündeten ertlä-en. daß sie e« für erfor­derlich gehalten hätten, in den Artikel 222 eine Einfügung zu wachen wegen der Behandlung, die ihre eigene« in Deutschland während des Kriege« internierten Staatsangehörigen zu erleiden geh-rbt hätten. Da keinerlei Vergleich zwischen der Behandlung bei Krieysgesangenen du-ch die deutsche Regierung einerseits und durch die ver- bündeten Mächte anderseits möglich sei. so könne in dieser Einsicht keine Gegenseitigkeit gefordert werden. Eie waren bereit, alles mögliche zu tun. um die deutschen Kriegsgefangenen und Zivilinter­nierten gehörig nervflegt und or-m^on nach Friedensschluß heimzu befördern. Eie be­dauerten Indexen, b«6- die v-tz^re»

Bekleidungsgearnstänb« unzureichend feien, nm die deutschen Kriegsgefangenen neu anszu- ftaften. Die Kommissionen, die sich mit der kielm- beförderung der Kriegsgefangenen zu befallen hät­ten, würden die Vertreter der verbündeten Mächte einsetzen, sobald der Friede unterzeichnet sei.

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nenb ist bie deutsche öffentliche, Meinung in bet Trane der Ilnterzeich-ung des Vert"oges verschiede« ver Aufsagung. Tie Lane in Deuts^lovd ist offen­bar verwickelt, und es ist wohl möglich, daß bte deutschen Bevollmächtigt-^ noch einmal alle Mög- 'ichkeiten gründlich erwägen wollen, bevor sie sich nach d"' eT,f*n oo-.r g'-de-"n Ri^^i"g bi" ev'schci- ^en. Vielleicht wird abt* auch die Regierung Scheibemann, die du-'ch die ?sf"nriich" t^ klörung g e b u n d e n ist, der Abo--dnung. deren Führer für die Unterzeichnung ist, ihre gegenteilige Meinung mitteilrn.

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ei«anM« tzeu Kreisen der selbständigen Landwirte und der : d s 8er *

strkles Blatt.

Krlranntmachnug.

Es ist In letzter Z-^it vorgekommen, daß Bürger- Weister eine Neuwahl der Arbeiter- und Vauern- rstte ansrdneten, weil sie entweder persönlich ob? einige Gemeindemitgliedsr mit ihrer Tätigkeit picht eierverstanden waren. Terartige Anordnungen «nb hierauf erfof-'4» Reu^abl^u "v>- A-b^iter- v"t Baeetnriten entbehren jeder rechtlichen Grundlage enb sind daher ungüüig, vorausgesetzt, daß bk früheren Arbeiter- und Bauernräte ordnungs- temäh gewählt waren. Die Arbeiter- und auernrüte können nur von ihren Auftraggebern, tzas sind die Ortsansässige« über 20 Jahre, ihrer Funkti»» enthoben werden. Sie sind daher ver­nichtet, wn Zeit zu Zeit in einer rechtzeitig ein- bcrusenen und bekanvta-oebe"e'! Ve'l-»>"mlung. her alle Ibcz 20 Jahre ttltqj Ortsansässigen Zutritt haben, Bericht über ihre Tätigkeit zu erstatten. Er­klärt sich die Versammlung nicht mit der Tätigkeit "des A.- H- D.-Rates einverstanden, so muß dieser »on fein *m Amt zurückkreten. Hierauf ist eine »eitere Versammlung mit der TagesordnungNeu­wahl des A.- u. B.-Rates" eluruberufen: sie muß «indellsn« 3 Tage vor ihrem Stattfinden ordent- ttch beknnnt gegeben fein. In dkser Ve-sammluvg W dann die Neuwahl vorzunchmen. Ergänzungs- »ablen fiir ausgeschiedene Mitglieder müllen in derselbe« Weise vorgenommen werden. Mangels Gesetzlicher Vo^scktriften über G'gänzungs- und N?u- »ahlen der A.- u. B.-Räte, ist, bis solche geschaffen »erden, nach diesen allgemein anerkannten parla­mentarischen Grundsätzen zu verfahren. In ftrit-

LautMatin" hat die Liga zur Verewigung be« Andenkens an das deutsche Verbrechen in Versailles Maueranschläge anbringen lasten, die lauten: Mit Mördern, Branbüiftern, Dieben diskutiert man nicht, man richtet sie.

Gegnerische Kritik an de» Friedensbedingunge«.

wb. A m st e rd a rn. 23. Mai. Die englischen Blät­ter vom 21. Ma» veröffentlichen eine Kundgebung bei nationalen Friedensrates, worin der FnedevSvertraa verworfen wird, weil er dem republikanischen und revolutionären Deutschland eine ^-ba"dlung zuteil D werden läßt, tote sie dem militärischen 5»ohenzollern« Deutschland gegenüber nicht schlimmer hätte sein kön­nen, und zwar trotz her vielen Erklärungen während deS Kriege», daß die Berbündeten nicht gegen ba« deutsche Pulk kjstnvfen sondern geg-N die militärische w-eußische Tyrannei. Der Fried-nsvrrtrag müßte al». Tnstrument für eine dauernde Regelung von jedem! Demokraten. Pa5isill"n und Internationalisten zu- rückaemiesen werden.

tob. Bern, 23. Mai. LautSecolo" svricht sich die republikanische Partei Italien» in einer Ent- kchltebung gegen die in Pari» onoen-andt- G"t><-iv-b'.?l»- matte au» und bebautet die harte« Deutschland auf« erlegten Bedingungen. Die Labwle--ttvg Deutschland» betritt« die Vernichtung b»r Veichtgnr nn*tt Europa».

Die Folge« einet Besetzung Deutschland«.

tob. Rotterdam, 23. Mai.Daily NewSk» schreibt über die Deutschland zngeschriebene Abücht, de« Friedensvertrag nicht zu unterzeichnen: Wen» dieser Fall eintritt, bleiben de« Verbündeten zwei Mög­lichkeiten offen: die eine bestebr darin, den Vertrag z» revidieren, bie andere darin. Deutschland zu besetzen. Der letztere Weg würde eine gewaltige Aufgab« bedeuten; nicht, daß Dcurfchland etwa Widerstand leisten würde, es besteht sogar Grund zu der Annahme, daß einflußreiche Elemente in Deutschland einer solchen Lösung nicht abhold sind. Die Besetzung würde ledoch eine unbeilvolle llv.ternehmurtg für die Lander bedeuten, bie sie cmssührten. Sie würde eine unbe« schränkte Ausdchnung der Tienstpslichr und bte An­wendung großer Heere zur Eintreibung von SchmdeM

Der >nzeiaen»ret» beträgt für bit Rgri» Zeil» 25 J u *>', tfu«nenu«titf*L| r «

85 , emtl. e. «u»®ert. SO 1 50e/,t»»mine«|ui<il. = 45 , A»kl,mezetl-ß''« CSUlUi '.SfiJl. Jever Rabatt gilt al, Barrabatt. M Uwet.b bi» ®»id;ih»X. e.

mittig, b. Ingeb. 3» 4- kombergedAht. Postl-deikk : 5tt. SCI5 Amt F rankt, a. Al.

Zu dieser Antwortnote wird von zuständiger Stelle bemerkt:

Die verbündeten Regierungen führen zur Be­gründung ihrer Ablehnung der Freilallung der­jenigen Kriegs- und Zivilqcfavgenen. die wogen anderer als disriplivarer Vergehen sich in Unter- suchuttgs- oder Etrathaft befinden, einen anschei­nend besonders krassen Fall an, in dem sich ein deutscher Kriegsgefangener nach seiner Gefangen­nahme des Mordes gegen einen Nnternohmer, bei dem er arbeitete, und besten Frau schuldig mach'e. Die verbündeten Regierungen werden wohl selbst nicht behaupten wollen, daß unter den früher in deutscher f>anb befinblichen Kriegsgescmge-en sich keine Fälle dieser Art ereignet hotten. Im Ge­genteil, e» sind nur allzuviel Fälle vo-g-kom- men, in denen Kriegsgefangene in Deutschland schwere Verbreche« begangen haben, na­mentlich Notzucht. Brandstiftung, Mord usw. Da« bat die verbündeten Regierungen seinerzeit beim Waffenstillstand nicht abgehalten, die b e d i n - gungskase Rückgabe auch solcher Gefan- gener zu verlangen, die wegen derartiger Verqehev und Verbrechen verurteilt worden waren. Es ist nicht einzusebe«, warum in dieser Beziehung die deutschen Gefangenen in der Hand der verbündeten Regierungen ander» behandelt werden sollen als die in deutscher Hand befindlichen feindlichen Ge­fangenen. Die Nachrichten, die fortgesetzt über die Behandlung namentlich der noch in französilcher <mnb befindlichen Kriegsgefangenen der deutschen Regierung zugegangen sind, lasten es unbedingt er­forderlich erscheinen, für sie jetzt endlich eine des- sere Behandlung durchzusetzen. Gerade die Her­beiführung einer Verständigung über die Einzel­heiten sollte der Zweck der vorgeschlapenen münd­lichen Beratung sein. Es hätte, wenn sich die seind-

Fülle« wende man sich an den unterzeichneten Lrbeitemmt. Als ordnungsgemäß gewählt» B - u.

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t* Berlin, 23. Mai. Der Kampf um die -»litrfche Mckcht scheint erntet und mit verstärkten ÄtttctR als bisher einsetzen zu wollen. Durch die Schwere der Friedcnsbcdingungen bot die Regie- nmg nicht nur sich selbst und Us Land in «tot höchst mißliche Lage gebracht, sondern diese FriedensLedingukigen und die Stellungnahme dazu ßvd auch Vorwand und Anlaß $u einem leiben. Phasttiche» Kampf ber Unabhängigen gegen bie Netzrheitssozialisten unb ihre Vertreter in ber Htzigen Regierung geworden. Die Unabhängigen Mchen bie Stellung der Regierung zu untergraben Bttd streben nunmehr ganz unverhüllt bte Regie« tAngsgewalt für sich selbst an. Sie wollen aber »icht rcher diese Macht übernehmen, als bis von ler jetzige« Regierung die vorliegenden Friedens- bedikig««gen unterzeichnet sind. Für diese »ollen di« Unabhängigen die Ausführung

Friedensöedinguvgen denken, haben sie As jetzt allerdings noch niemandem gesagt. Ihre -Annahme, daß der Frieden von Versailles ebenso Ivrch eine Revolution revidiert würde, wie da» bei Mt Friedensverträgen von Bukarest und Brest- ^kitowsk der Fall gewesen ist, ist schon um deswillen rin höchst «»sicherer Wechsel auf die Zukunft. Mil gererbe nach Annahme des jetzigen Friedens- «ttwurf» be« gegnerischen Völkern alle nur irgenb« We möglichen Probuktions« unb Arbeitsbebingun- Mr in einer Weiss gesichert werben, bie sie für .Wfheoolttttonäre Ideen keineswegs bereit machen Würde.

Daß es den Unabhängige« um die ausschließliche Politische Macht geht, haben ihre Redner bei den letzten großen Kundgebungen in Berlin mit aller Deutlichkeit ausgesprochen. Haase hat wiederum Mt aller Entschiedenheit abaelehnt, in eine Hegtenmg eingutreten, in welcher noch Mehrheits- sozialiste« säßen. Nur wenn bie Unabhängigen Allein bte Regierungsgewalt nützen ckönnten, Würden sie die Regierung übernehmen. Adolf Hofs- Dann scheint diesen Tag schon vor sich zu sehen, Mtn er ließ die vor ihm versammelte Menge schwö-

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Mt, daß sie da sein werde, wenn sie gerufen würde.

Das könne eher geschehen, als manche ahnten. Na- Wrlich«nte das nur auf dem Wegs einer neuen , Mvslutisn durchgesetzt werden. Zu allem kommt, kii die 6 » e rtakisten im Hintergründe ae-