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mit dem Krctsblat! für den KrcIS Marburg

Tageszeitung für (das früher kurheUche) Oberhesfcn

DirOberdefs'kcbe 3tttv nne rrickrint lechrmal «Schentlich. De»

M/x 4<Q Be «uasvrei» beträgt wonatliA 1.85 X. frei in- Hau» (bwr* die Voft JX1. HO ohne Lefteügetd). Verlag »an Dr C. Hitzerath. 3Ji«rtt 21/23.

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einmal wissen, weshalb man er ist verurteilt, e h e er gehört

21. Mai. sHcwas.) Kestern wurde Bevollmächtigte die zehnte Note

wb. Paris, von den deutschen

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dem Vertrag von Brest-Litowsk wohl an di« Vera tragsverp?lichtungen der zaris'.jschen Regietu!^ ge* Kunden, hat ihr aber weder die MlNiardemveri» noch die Menschenopfer angerechnct, um bte der Nebelfall der Heere des Zaren auf den deutsche« Osten das deutsche Volk schädigte. Wenn die oft* bündeten Regierungen sich weigern, den Kam« mifsionsbericht über die Echntdsrage herauszuarben, so paßt das in das Verfahren, in dem sie al» An«

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Wie das Büro Radio aus Newyork meldet, be­richtet dieNew Hort Time», daß England eine neue Lösung der türkischen Frage vorgeschlagen habe, wonach Konstantinopel im politischen Besitz des Sultans verbleiben soll.

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ihn beschuldigt; wurde.

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Keriimilich werde man c inige der zweifelhaften .tkUiittwiingen bezüglich des Blankoschecks fallen

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1919 *

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Tonntrstaq, 22 Mai

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Eine ygfwerlMle Oroenttmis.

Wiedergutmachung und Schnldsrage.

wd. Paris, 2t. Mai. Zm Namen der ver­bündeten Negierungen antwortete Cl6men- cea u auf die Note des Grafen v. Brockdorff- Nantzau über die Wiedergutmachung und die Zurückweisung der Schuld der früheren deutschen Regierung am Ausbruch des Krieges:

Herr Präsident! In Ihrer Note vom 13. Mai erklären Sie, daß Deutschland trotz der Annahme der Derpslichtunp der Entschädigung im November 1918 n i ch t zugibt, daß diese Annahme die Ver­antwortung für den Krieg oder für Handlungen der früheren deutschen Regierung in sich schließe. Eine solche Verrflichtung kann aber itttr verstanden werden, wenn ihr die Verantwortlichkeit des Ur­hebers der Schäden als Ursache zugrunde liegt. Elle fügen bei, daß das deutsche Volk nie einen 3ln-- g'iffskrieg geführt hat. Nun ist aber in der Note des Staatssekretärs Lansing vom 5. November 1918, die Sie billigend anriefen, gesagt, daß ans dem Ang'üff Deutschlands zu Wasser und zu Lande und in der Lust die Entschädigungspflicht hervor- oeht. Die deutsche Negierung hat, indem sie fei» nerlei Protest gegen diese Behauptung ein­legte, de:en Billigung anerkannt. Deutschland hat also 1918 den Angriff und feine Verantwort­lichkeit klar und stillschweigend zugegeben. Sie erklären weiter, daß das deutsche Volk nicht für die Haltung der früheren deutschen- Negierung verant­wortlich gemack't werden könne. Deutschland hat indessen nie erklärt, und eine solche Behauptung würde allen Prinzipien des Völkerrechts zuwider­laufen, daß eine Veränderung feines politischen Regimes oder eine Umwälzung feines Landes ge­nügen würde, um die von der Nation übernom­menen Verpflichtungen ungültig zu machen. Es hat 1871 gegenüber Frankreich vor der Ausrufung der Republik, ebenso 1917 gegenüber Rußland durch die Abschaffung des Za-ismus durch die Revolution diesen vorgebrachten Prinzipien ge- mäß gehandelt. Sie verlangen endlich die Ucber- mittlung des Berichtes der Kommission für die Verantwortlichkeit. Zur Antwort haben wir die Ehre zu erwidern, daß die verbündeten Negierun­gen die Berichte der t»n der Friedenskonferenz ein­gesetzten Kommissionen als Dokumente der inneren Ange'egenheiten betrachten, dis wir Ihnen nicht unterbreiten können.

Genehmigen Sie, Herr Präsident, die Versiche­rung meiner Hochachtung.

gez. Cl^menceau.

Eine deutsche offiziöse Widerlegung.

wb. Versailles, 21. Mai. Die Antwort der verbüi-deten Negierungen auf irie deutsche Note rom 15. Mai über die Schuldfrage deckt ein Taschenspieler st Lck auf, womit die Gegner versuchen, die Friedensbasis zu verschieben und die 14 Punkte Wilsons in die Haftung Deutschlands für den ganzen Krieg und aäe jeine Folgen umzuwandeln. Zn der No e Lansings han­delt es sich, wie ihr Eingang zeigt, um die Aus­legung des BegriffesWiederherstellung der In­vasionsgebiete" Diese Wiederherstellung konnte und muhte Deutschland übernehmen, weil es schon am 4. August 1914 durch den Mund seines leiten­den Staatsmannes anerkannte, daß es den Krieg völkerrechtswidrig, nämlich durch die Verletzung der garantierten Neutralität Belgiens nach Nord- irankrcich hineingetragen habe. Um dieseAggres­sion" handelt es sich. Nach dem Urtext der Lansing- Note beziehen sich die Wortezu Lande, zu Waller und aus der Luft" nicht auf das WortAngriff", sondern auf das WortSchaden". Belgien und Nordfrankreich erlitten im Laufe des Krieges auf allen diesen Wegen viel Schaden, aber sowohl zu Lande, als besonders zu Master und aus der Luft ganz überwiegend durch unsere Gegner. Diese werden schwerlich bereit sein, Deutschland nur für den Schaden haslbar zu machen, der der franzö­sischen und belgischen Zivilbevölkerung durch die deutschen Kriegshandlungen zu Lande, zu Master und aus der Luft entstand. Was die Haftbarkeit des deutschen Volkes für die internationalen Ver­pflichtungen seiner früheren Regierung anlangt, so erkannte die deutsche Abordnung diese ausdrück­lich in dem Umfange an, in dem sie eingegangen find. Sie bestreitet aber die Berechtigung der Gegner, das Volk für politische Vergehen zu stra­fen, die sie seinen abgelebten Führern zur Last le­gen. DeutschlLNd $at die russische Regier«-rg in

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Häger und Richter auftreten. Der Ange« klagte soll nicht

In Frankreich weiü-taftäck-sich fein Wens-ll, schreib- derVorwärts". von bett (ri"-elbeik-n b-r Fr-eben? Bedingungen. Tas ist der NZEersrieb». von dem d'e Völler nichts wissen dürfen. Die fron'äsffch»- Aresse hat nach langem Flehen um bie Erlaubnis rur Veröffentlichung ber Auszüge aus ben Fri tenLbe in- zungen, die in ben ausländischen"-rn sc' r! be­kannt gemocht waren, endlich einen frisierten Auszug aus dem Entwurf erhalten. Die vo'itischen Führe-, haben aber l e-MtiMe i Kenntnis von de» viel i'chllgeren Einzelheiten d»s Verrrag-s, der FrankrAck)-. Nachbarvolk das Todesurteil spricht.

Einezynische Verleugnung der gemachten Str« . sprechungeu".

wb. Amsterdam, 21. Mai. Dem Rewyorker Korrespondenten desManchester Guardian" zu­folge machen die amerikanischen Liberalen kein Hehl daraus, daß sie die Fnedensbedingungen für eine zynische Verleugnung der gemachten Versprechungen und aufgestellten Grundsätze hal­ten. Die wirtschaftlichen Bedingungen seien der­art, daß Miillonen Deutscher auswandern müß­ten, wenn die Regierung den Vertrag unterzeichne, und zwar hauptsächlich nach Rußland. Was 5Tc Folge sein würde, könne man aus der Stimmung der amerikanischen Iren lernen. Vom Rhein bis zur chinesischen Küste werde der Völkerbund ans Erbitterung u«d Hatz stoßen, roe» eine bc. ständige Bedrohung des Weltfriedens bedeuten würde.

Die Vernichtung der Solinger Waffeninduftrie.

Die britische Besatzungsbehörde hat die Bürger­meister des Solinger Bezirks aufgesordert anzu­ordnen, daß alle fertigen Waffen, auch Seiten­gewehre, Dolche. Säbel, adzuliefern. Die weitere Fabrikation ist verboten, ebenso der Verkauf. Selbst die faßbaren histori­schen kunstgewerblichen Wasfenfammlungen müfien abgeliefert werden. Die Briten führen mit dieser Maßnahme einen tödlichen Schlag «egen die So­linger Industrie, die Sheffield überlegene Konkurrentin. Zugleich will man verhüten, daß Waffen ins besetzte Gebiet geliefert werden.

Einen besseren Beweis für Englands wahren Kriegsgrund gibt eS nicht als diese Maßnahme. Eng­land hat ben Krieg nicht auS politischen Gründen geführt (Asquith sprmÄ von einemBesre''m--s'ri"a"> fonbern bte Beweggründe waren rein wirtschaft- lieber Natur: bte deutsche Industrie als lässige Konkurrentin sollte lebensunfähig gemacht werden. Warner gab es genug in Deutschland, die Englands Absicht und Ziel erkannt hatten und d'e von Anfang an sagten, daß, wenn wir ben Krieg verlieren, nicht nur unsere politische, fonbern vor allem uns re wirt­schaftliche Ohnmacht befieae-t wäre, unt-V ke­in erster Linie die deutschen Arbeiter würden zu leiben haben. Der SiegeSwille aber würbe in Deutschland nicht nur nicht gestärkt, sondern geradezu unterbnnben. Die Quittung liegt jetzt vor.

Die Austeiluug der Türkei.

wb. Amsterdam, 21. Mai. Der Pariser Korrespondent des sozialistischen ..Daily Herold" meldet, daß der Viererrat wegen der Türkei eine Lösung erstrebe, die gleichzeitig die Habgier Frankreich, und Italiens befriedigen und verhüten solle, daß in den mohammedanischen Ländern eine religiöse Erbitterung entstehe. Das Sultanat soll erhalten bleiben und feinen Sitz in der alten Hauptstadt D r u s s a haben. Die fünf Wilajeis Vrussa, Angora, Kastemunt, Adana und Kenia sollen unter türkischer Herrschaft bleiben. Die Franzosen werden das Mandat über die ersten drei, die ItMener das Mandat über dir anderen erhalten. __________- - -

I Dke ZerstiickelunqövlÄue.

Dresden, 21. Mai. Der aegeuwärsio in Ver- Mrk wellende mcbrbeiih-osiaMMe sätoüscke Wirt- Dofl-mmistrr Schwarz bist iu einem Briefe an die ^Dresdener Bc-lkS-e'tunq* mit, baß in Verla liier be­lichtet Wett.f, daß Frankreich alle Minen springen Mr. tun einen Zerkall des Deutschen Reiches «ck badmch berbklziiführeu, daß es den Bundesstaaten Aatzern. Württemberg, Baden und Sachlen Er­leichterungen, bei Durchführung des FriedenSver- dsser In Aussicht stelle ober ihnen gar birete Unter« ßitzmig Mstchere, lall« sie sich vom Reiche lossaqren Der Minister l-emerkt dazu: ,Wa? die deutsche Ar- Merfchaft anl-etrifft, würde eine «Zerreißung Deut'ck- tzad? «ach eine Zeneiming nn'ercr politischen und ae- Hrrksche! ilichen Orqani'atio« zur Folge haben und eine Schwächung «niercr politischen Position bedeuten."

wb. Versailles, 20. Mal. Der .Povulaire" sich sehr scharf geaen die Theorie des .Temvs". id DeÄtschlanv zerstückelt sehen möchte. Säte an iwk früher begriffen, so hätte mau die Präii- dMtarlrn anders abgesaßt, aber es fei noch nicht zu hüt zsr Aenderung. i

über die llnterzeichn^ugs- mSqlichkett.

wd. Amsterdam, 21. Mak. Erzberger erklärte A einer Unterredung mit dem Berliner Äbrrefpoiibfutcn kl .T'.-ty Hcrald", Allelard, je mehr er bett Tex- Al Frirbeusvertrager ftubiere, desto mehr erkenne er ttz- all r« Dosument tragische« Unsinns. Zme, siuander «tdetstrrvenve Joeen feien darin enthalten. Die ^kanzosen wünschen eine möglichst große Entschädigung, ährend die Briten darauf ausaingen, einen gefürchteten bar-lertksnknrr-nicn zu beseitigen. Jedes einzelne wäre «sch VtrstchtbM, beides zugleich jedoch unvereinbar. 6ditt Negierung könne Derartiges unterreichuen. Dci wüffe rabikal geändert werden, wenn er WtrieNfo'tt werbe« solle. Erst durch Gewäbrimg de» fefertigen EmtritiS in den BStkerbund, gleicher Han- ktsvedingmigen nnb einer BolkSabstimmuug in k« strittigen Gebieten könnte der Vertrag annehmbar dkrdeu. Ohne diese drei Bedmguuge« würde keine kutsche Regierung unterzeichnen.

Nur ben Schein wahre«"?

tsd. Paris, 21. Mai. (Havas.) DerPetit Pa- betrachtet dl« Frage, ob bie deutschen Delegierten kn Perirag unl-.rzeicknen werden, art gelöst. W un D«f St ockdorfs nicht unterzeichnen wove, ober Denn er von sein-t Regierung desavoukert würde, wäm * cor Span nach Berlin abgereift. Er fei aber nach .wie zurückgelchrt mit ben nötigen Vollmachten und Wf Billigung Eberts und ScheldeMann». Die deutschen «legierten würden bie Bedingungen, so wie sde find. **6i aEharen; dos wäre selb st verständlich, *ber fit »Irden den abgeSnderten Vertrag N*fer$ei6nen, sobald sie eine Aenderunq erzielt Haben »Srden. Denn man wolle nur ben Schein obren. Vrockdotsf werde In einer langen Reibe von annehmbar en Forderungen einzeln« Korret- Euren vo»»-hmrn, die erörtert werden könnten. Et ktch«st mK der Annahme dieser einzelnen Forderungen.

die retten zu können. Er werde wahrsthrinlich »a-hen wollen und die Komödie einer orkise-xu Abreise spielen. Die deutsche Regierung ®trbt nur sc viel gewinnen, um ihre Erisienz ver- ^L-LL6ns dir offerrrichis-hen Täk>7ierten

betrifft, so würden sie unterzeichnen, nachdem sie gegen einige Forderungen protestiert hätten, z. B. geWtv die Abtrennung von Deutsch-Siidtirol. Vielleicht wür­den sie versuchen, einige Konzessionen für Ungarn zu et- balten, doch würden sie belonde'es Int reffe kür bie Bet- 'ügungen haben, durch bte ihnen bet Bankerott erspart bliebe.

Das französische Varlament und die Friedens- dedingnugen.

tob. Versailles, 21. Mak. Der-Watin" meldet: Der Detonierte Benot st brachte in ber 9im­mer einen Beschlußantraq ein, einen besonderen Au'- -chilß von 34 Mitiiiedern -ttr Prü'ung der Friedens, örältminarien mit Deutschland, Ceftrrretif=Hniinnt, Bul oarten und der Türfei einncketzen. Der Heere^anS'^uk; ernannte eim-n Unterausschuß zur Ptüinng ber militä­rischen Bestimmungen des Vertraie-ü, deren Bekannt- -«he bet Devntterte Pa'ö von E'ömenc-au verlanatn toll.' LautPetit Bartffen" beschlossen 14i> Drvii- nerte aller vflstckchen Grnvven durch Beschln anttaz die Regie-img aufvtforbcin, dm Worttant des Bertr-mes 'chleunigst allen Aitglffdern ber Kammer und deS ge- mte* zttzu'tellen. Auch im grnat begnm-n sich bte Gtiwpenu rühren.' Der Ausschuß für Auswärtiges will den Vertrag prüfen.

überreicht. Nach bemPetit Pariffen" enthält ftc dar Verlangen nach einer Ergänzung des Ftiedetwoer« träges.

mb. Varis, 21. Mai. (Havas l DerEreel« verreichnet bas Gerücht, t^rak Vr-ckb-nff habe stine Ersetzung durch Dernburg verlangt. Um mtf alle Fäll? gerüstet zu sein. Hobe General Per­shing auf feine Reile nach England verz-'chtet. Er ' '>olle bann ben Oberbefehl über die' amerikanischen-vir ?nippe» sr'bst übernehmen.

Di« V-vpfrtgung D<-nllchla-ds.

wb. V e r s a i l l e s . 21. Mai. sHavas.f Bier Mitglieder der deutschen Aborbunng. darunter Bergmann, verlangten von dem Mi"isteri'.,m des Aeuk-ern ihre Pässe und d>e Ermächtigung, nach Holland zu reisen, nm dort über Verprovkantie« rungsfragen zu verhandeln.

tob. Amsterdam, 21. Mai. Gestern kam von Alber'-aal ein Sa>'dering ans '''f-'Wnnb mit aewünz« *rm Wölb im 'Werte von 290 Millionen Mark kür die u-eb-rlänbifcheRegi-rung in Amsterdam <v<l flb* M- -nn!if für d'e Lebensmittel, bie Amerika an Deutsch» !anb liefert, an.

- tob. Berlin, 81. Mai. Gemäß den Best im« munaen des Dan'ia-r Vertrages über ben Atzschs-^A von Kartosfellirkernngen ber Polen on bi« deutsche N--tz-eruug vaffiers-n bie ersten Kartoffel» und Proviantrüge die Stabt Lissa

tob. Stockholm, 21. Mai. Der Ausschuß bet neutraten Aerzte, ber kürzlich den Ernlff'ruttgSstand Drittschlanbs untersucht", bat Wilsou in einem Tele« gramm tu bebenden, welche schweren Folgen bie Friebensbkblngungen für bie Ernährung b-r deutschen Frauen und Kinder haben müs?!e, insbesondere, wenn Denlsch'and den größten Teil seiner Milchkühe auS» liefern soll.

$!t MMm« l:r brüllten firiess» SthnetntB.

tob. Berlin, 21. Mai. In ber Rote vom 28. 4. halte sich General R u b a n i barauf beschränkt, bie deutschen Klagen über die große Zahl vo» Fällen schlechter Behandlung deutscher KrirgSgkfangener U der früheren Kampfzone zur Kenntnis zu nehmen; ohne daß bie Bereitwilligkeit ausgesprochen war, eine Untersuchung ber vorgebrachten Beschwerden jtt ver­anlassen, wurden diese Fälle als einseitige vhantastllche Kiatschereten bezeichnet und mii der Bemerkung abge­tan, das französische Personal in den Lagern der deutschen Kriegsgefangenen sei fib»r jede Anklage ft» haben. Da'auühin würbe ben Franzosen am 19. ft. eine kurze Denkschrift mit Atrssagen über bie Behsud« luug be>>«scher Kri"gsgefangencr in bem früheren Kampfgebiet überreicht. Den erschütteruben Ein-.el- heiten dieser Schrift kann man entnehmen, baß bie Be­handlung ber Kriegsgefangenen seit bem Wafsenstitl- stanbe vielfach verschlechtert wurde. Angesichts der überreichte-l Unterlagen, bie auf Wunsch beliebig vermehrt werden können, würbe deutscherseits bie Er­wartung ausgesprochen, General Nubant werbe nun», mehr veranlassen, baß bie jetzt und schon, früher ge» lchilberte» Mißstände in ben französischen Lagern ge­nau untersucht und wo sie vorhanden sind, mit allem Nachdruck «^gestellt werben.

Major Pabst v. Oha in, ber Vorsitzenbe ber deutschen Unterkemmill-a" für KrieoS"esanoene bei ber internationalen Daffenst'llsianbsfommtfsion in Svaa. hat seine Tätigkeit ein stell en müssen. Maior v. Pabst batte in der Ortsgruppe Bcrlin des Dentlche« Bolksbundes zum Schutze der deutschen Kriegs- und Zivilgefangenen einen öffentlichen Vortrag gehalten. Ein fran'ösifcher Offizier, Mitg'ieb bet franröfflcben Kommiflion in Berlin, ber sich unter ben Zuhörer« befand, erstattete Bericht an General Dupont, den Ebes beo verbündereu Mission in Berlin. In durch­aus korrekter Welke richtete General Diibout in bei Angelegenheit ein Schreiben an ben Bors'tzenben bei beutschen WaffenstiltstanbSfvmMission. Reich-minist« Erzberger. General Dupont sagte bartn, ber er- wähnte Offizier habt ihm berichte^ Major v. Pabst habe gegen bie verbündete Waffenstiitstanbslommifiio« in Spaa sowie deren Dorsitzenben h"ftige Angriffe ge­richtet. Die Erklärung bcS Major- stehe nach de« bei General Dupont cingeoangenen Berichten in Wiber- svnich mit ber Wirklichkeit. Noch ehe da- Ster­ben Major v. Pabst erreichen konnte, hat Mar,chall Fach verfügt, baß Major v.Pabst wegen vecieumde-. rischer Aeu-rerungen gegen bie üiteralliierte DSift«»:

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sprach haben, daß jedoch eine Regel«n<g in ber i Mgeirblickkiche« Form undurchführbar sei.

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wb. Paris, 21. Mai. (deutet. Amtlich.) fett Deutschen ist für die Ueberreichung ber Eegen- MrschUig« eine Verlängerung der Frist bi» zum W be, Mts. gewährt worden.

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I wb. Rotterdam, 21. Mai. DemNieuwc Mvtrcrdamschen Courant" zufolge meldetDaily News" aus Paris, daß einflußreiche Mitglieder der Hrliischen und amerikanischen Friedensmission stark : tttf offene Verhandlungen mit der deut- schetr Abordnung hindrängen. Es wird daraus Hingewlesen, daß die Weigerurg, mündlich zu ver- i Handeln, unberechtigt sein würde. 'Daily News" mefbef. es könne als feststehend betrachtet werden, b-ß t< Berdündeten gewiffe Zugeständnisse vacheu werden, vermutlich in der Frage des HaarbcSens, deren augenblickliche Lösung . i-tner ernsten Kritik nicht staudhalten könne, : «ißerdetn in wirtschaftlichen Bestimmungen all-

j s tzemeincr Art. Daneben neigte» die Sachverstän- ---- | Hkgen immer mebr zu ber Ansicht, daß Frank'eich | j : «nb Migleit wohl aus ^jeben Pfennig Schaden- ..... tOergittuntz, den Deutschland bezahlen könne, An-

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