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mit dem Krcisblat! für den Kicls Marburg

Tageszeitung für (bas früher kurhessische) Oberhrssen

DieO*erbe(fd<tie ?»ttvno" «rickelnt sechsmal »öibentlich. De«

sternsprecher 56.

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4 Isihrz 1919

Der Anzeiaenvret» beträgt für die Sgele Zeile 25 4 u 4Oel, $ u-nmM«vtfd(, »5 , emtl. v. aneirert. SO 4 e 50*/e$#tterutt<t«iui<hl. = 45 .Retlameleilr '.304t. ?eber Rabatt gilt al» Barrabatt. Bei Rast. d. die fl»ei<fcäft»tt. a.lQr« mitUo. b Naget». M 4- Sondergedildr. Poftsweckk.: Re. 5C15 Amt krankt, a. M.

Marbnr^

Mittwoch. 21 Mai

der deutschen Friedens"bord"ung. Reichsminisier des Auswärtigen Graf Brockdorff-Rantzau, hat folgende Note an den Vorsitzenden der Frie­denskonferenz, Cl'imeneeau, gerichtet:

Die deutsche Friedensdelegation beabsichtigt, in den nächsten Tagen noch über folgende Punkte Mit­keilungen an die verbündeten Regierungen gelan­gen zu lasten, non denen sie annimmt, daß sie unter den Begriffpraktische Vorschläge" fallen: l. (Eine Note über die territorialen Ostfragen. 2. Eine Note über Elsasi-Lothringe«. 3. Eine Note über die besetzten Gebiete. 4. Gin»' Sirre über Um­fang und Durchführung der von Deutschland über­nommenen Schadensersatzpslichten. 3. Eine Note über die weitere praktische Behandlung der Frage des Arbeiterrechts. fi. Eine Note über die Behand­ln ng des deutschen Privateigentums im feindlichen Auslande. Außerdem ist eine Zusammenfassung der Bemerkungen in Arbeit, zu denen der Entwurf des Friedensvertrages in feinen einzelnen Bestim­mungen der deutschen Regierung Anlaß bietet.

Da die hier behandelten Fragen zum Teil sehr verwickelter Art sind und mit den Sachoerständigei sowohl in Versailles als in Berlin eingehend er­örtert werden mußten, werden sie in der von Eurer Exzellenz am 7. d. Mts. bezeichneten Frist von 15 Tagen nicht sämtlich erledigt werben können, wenn die Delegation sich auch bemühen wird, mög­lichst viele der Noten innerhalb der Frist zu über­geben. Mit Rücksicht hierauf stelle ich namens der deutschen Friedensdelegation den Antrag, den In­halt der in Aussicht genommenen Noren schon jetzt als zum Gegenstand der schriftlichen Erö terung gemacht anzusehen und uns für seine eingehendere Darlegung die erforderliche Frist zu ge­währen.

Die Schuld de» Kaiser».

ImTag" spricht General d. Kav. v Bernhardt über die Schuld des Kaisers am Weltkrieg. Er kommt zu dem Schluß, daß bi? Schuld des Kaiser» wenn von einer solchen überhaupt die Rede fein könne darin liege, daß er den Krieg nicht friibzeitjp genug angefangen habe, als die Gegner noch nicht fertig ge­rüstet waren. Er fährt dann fort: Er Hot durch fein fortwährendes Rachqebea bis zu den Grenzen der MSg- lichk it die Gegner van unsrer vermeintlichen Schwäne überzeug! und erst dadurch bei ihnen den Mut zum An­griff entwickelt. Das ist der wahre und letzte Grund des Weltkrieges. Unsere Gegner wollten den Krieg auf jeden Fall herbeiführen. Ich neige daher zu der Ansicht, daß es geboten gewesen wäre, den Krieg zu beginnen, sobald er al» unvermeidlich erkannt war. was zweifellos der Fall war. und fedenfalls alles zu tun. was in Deutschland« Kräften stand, um ibn unter günstigen Bedingungen zu führen. Das ist in Wirk- lichkeit nicht geschehen. Die militätische und politische Vorbereitung war nicht genügend. Wenn beides auf der Höbe des Notwendig'« gestanden hätte, hätten mir Frankreich niedergeworfen, bevor Rußland leine Mo­bilmachung boenden konnte und England imstande war, mit Kräften aufzutreten, die den Berhältnisien des Weltkrieg?» entsprachen. Dann hätten mir aller Wahr­scheinlichkeit nach gesiegt unb den Bund unserer Feinde gesprengt. . ,, *

bebe, in der die Möglichkeiten aufgezählt sind, wodurch hie Bereinigten Staaten in irgend einem künftigen eiitopäische« Streit, der entsteht, wenn Deutschland den Frtedensbedingungen nicht nachkommt, hineingezogen werden können. Der Präsident w rde den amerikani­schen Kongreß um die Ermächtigung bitten, ein-n Teil der amerikanischen Truppen für weitere fünf Jahre als Teil der verbündeten Truppen, die von Deutsch­land die Erfüllung der Friedensbedingung.n zu er­zwingen haben werden, am Rhein belassen zu dür­fen. Wie da» Blatt meldet, bebrütet di s neben dem Bündnis mit Frankreich einen neuen Sieg Clö- menreans und zeigt noch deutlicher b n Prris, den Wilson für die Annahme d"s Völkerbundes und die Ablebnunq der Anträge Fachs hat zahlen wüsten.

wb. London. 20. Mai. sReutr.) Das Krieas- amt teilt mit. daß es General Pershing in Anbetracht der unaemffcn Haltung Deutschlands in der Frage der Triedenshedingungen und der sich daraus ergehendm mHiötrikben Lage augenblicklich nicht möglich ist. Frankreich zu verlasien und daß daher s In Londoner Besuch auf unbestimmte Zeit verschoben wird.

wb. Rotterdam, 20. Mak. DerRteuoe Stote: terdamsche Courant" m ldet. datz te Kaukasus am Berg« Rasjuk die Leichen van 115 von ben Bolsche­wisten getöteten Ruffen gefunden wurden, darunter di« Leichen der Generale Rusli und Radk» Dimi»

dern der Liga der Nationen soll Stadl und H>af verwalten. Das Blatt erklärt, die LösaaMH Fiume-Frage sei ei» großer S.ieg Wilsons.

tob. Pari?. 20. Mai. (HavaS.) Die FriedeuL- bedingungen rrrren den österreichischen SS^oUmätb« tigen voranSsicht ich am Montag den 26. Mai über^ geben werden.

Ciie neue neutrale Zone.

wb Paris, 20. Mai. (Havas.) DerTemps" glaubt zu wissen, daß der Friebensvertrag außer ben veröffentlichten Forderungen die Schaffung einer neutralen Zone vorsieht, die sich von Norden nach Sübe» ausdehnen wird, und zwar vor nördlich Flensburg bis südlich Hamburg. In der ganzen Ausdehnung dieser Zone wird Deutsch­land verpflichtet sein, ungefähr dieselben Regeln wie auf dem linken Rheinufer zu beachten. Es muß sich feder Errichtung von Festungen und Gar­nisonen enthalten. Aus dieser Klausel geht hervor, daß die Hafen von Stettin und Hamburg in mili­tärischer Hinsicht in dieser neutralisierten Zone ein­begriffen sind.

Die deutsche,, Schiffe in Amerika. Fiume.

wb Versailles, 20. Mai. Die Pariser Ausgabe derChicago Tribüne" erfährt: Die Bereinigen Staaten werden die in den amerikani­schen 5>äfen beschlaMahmten b e ti tf d) e n Schiffe mit 700 000 Tonnen trotz des Protestes Englands behalten. Die Versiuigten S aateu wollen die deutschen Schisse nicht nach der Maßgabe des ver­senkten Schiffsraumes unter die Verbündeten ver­teilen lassen, da sonst England den Löwenanteil hätte. DieChicago Tribüne" will ferner wisien, baß die Frage von F i u m-c durch die Internatio­nal sierung der S'abt auf eine gewisse Anzahl von Zähren und durch die Garantie, daß alle Staaten betreffs des Hafens von Fiume gleichberechtigt sind, gelöst sei. Ein Ausschuß von fünf Mitglie-

M'M.

Englaud u»d Amerika gegen die AnerkrnnunG Admiral Koltschaks.

r* Versailles, 20. Mai. Die beabsichtigt. Einbeztehuug Rußlands in den Friedenskongreß durch Anerkennung der Regierung Admiral Kol» t f ch a l s in Omsk hat so lebhaften Widerspruch der durch die heimliche Verständigung der Japaner mit Koltschak aufgebrachten Engländer gefunden, daß ter Plan als gescheitert gelten darf, trotz» dem bereit» russische Unterhändler rnp den Fran« zosen in Paris bereiigebalien wu Cr... Auch üime»t rika hat gegen diesen Plan, der die französische» j Sparer über ihre russische« Werte tröste» sollte, Einspruch erhoben.

Korea fordert seine Freiheit Wieder. ,, )0j wb Versailles, 20 Mai Der Vorsitzende der Friedenskonferenz erbiet! lautJntransigeant" ein fönnliches Gesuch, den Vertrag von Soeul vom 22. August 1910, durch den Japan Korea annek­tierte. für null und nichtig zu erklären. Die kore­anische Forderung stützt sich auf Wilsons Grund­sätze. Japan nehm die 14 Punkte an. Unter diesen Umständen könne der Vertrag von 1910 nicht in Kraft bleiben. Das Gesuch ist im Namen und unter Verantwortung der provisorischen repu­blikanischen Regierung Koreas von 18 000 Ein- ivohnern Koreas und 5000 Koreanern, die vor dem Vertrage von Brest-Litowsk an der Ostfront für die Verbündeten kämpften, gestellt worden.

Nach Kaiser Wilhelm König Konstantin.

B e r l t v, 20. Mai. DerV. 2. berichtet: Aus Antrag von izelos beschloß die Konferenz in P i'is. bie Str, srersolgung des früheren gr.cch'»- schev Königs Kcnstantin durch einen Gerichtshof bet Verbündeten herdeizuführen.

Ein Strafverfahren gegen den Kronprinzen.

U'b. London. 20. Mai. sReuter. Unt rhaus.s In Erwiderung auf ein- Anträge, ob die verbündeten beabsichtigen, gegen den früheren deutschen Kron­prinzen und die Lagerkommandanten, die ungesetz­licher B Handlung Kriegsg.'fangener schuldig feien, ein Strafverfahren einzuletten, erwiderte Sonar Law, der Erkronprinz und die anderen erwähnten Persöniich- keiten würden nach den Bestimmungen des Vertrages einem gerichtlich'N verfahr n in gleicher Weise unter­worfen sein wie andere feindliche Personen, die am Kriege beteiligt waren.

wb. Versailles, 20. Mal. Bei den am Sann- tag erfolgten Besprechungen zwischen den Reichs­ministern Dernburg. Brockdorfs-Rantzau und W'ssell so wie dem preußischen Finanzminister Südeium und den au» Berlin und Versailles eingetroffen n Wirtichasts- und Finanzsachverständigen wurde eine vollkommene Uebereinstimmung dahin festg.stellt, daß d r Friedens­entwurf der Gegner in der vorgeleaten Form unan­nehmbar ist. Bei dem in der ganzen Welt h rrschen- de» Wunsch nach Herbeiführung eine» dauernden Frie­den» soll jedoch von deutscher Seite nichts miv rfucht gelaffen werden, eine brauchbare Bast» für den Frieden zu finden, der den berechtigten Forderungen der Gegner Rechnung ttägt und für da» deutsch« Volk erträglich und erfüllbar ist.

tob. Versailles. 20. Mai. Wie der .Motin" mitteilt, kam die Negierung den Wünschen der Ver­sailler Hande^skamnier und der kaufmännischen Per- eine nach. D-r Trianonvark wird ab Sonntag wieder für das Publikum geöffnet, für die deutschen Dele­gierten jedoch gesperrt fein.

tob. Rotterdam, 20. Mai. DerNientoe Notterdamfche Courant" meldet: Der Pariser Korre- sponbent derDaily New«" meldet: Ich wies vor kurzem auf bie gerinne Znsiimm>m>' hin, die der Frie­densvertrag in verschiedeiU!» Streifen findet. Diese Mißstimmung hat jetzt dadurch eine feste Form ange­nommen. daß eine An-ahl Mstg^ieder der ameri- kan-schen Mi'fon ihr NücktrittSgesuch ein-

reichte. ES ist möglich, baß bie Angelea-nheit nicht mit ihrem Rücktritt und der Nichtteilnahme an der Arbeit der Friedenskonferenz endet, sie drückten, jedoch durch diesen Schritt ihre Meinung anS.

Die Oesterreich«» in St. Germain.

wb. S t. (5 e t m a i n, 20. Mai. s Havas.) Der Austausch der Vollmachten für die österreichischen De liierten und die verbündeten Vertreter sand Montag im Pavillon Henry IV. statt. Die For» malitäten nahmen nur 5 Minuten in Anspruch.

Bit Snrihtw les StttMegiaimestifili

Für bie eiserne Stirn der feindlichen Staatsmänner wird es nie einen schlagenderen Beweis geben, als ihr« Behauptung, daß der FriebensPertrag auf dem Wilson» ichen Friedensprogramm an'gebaut fei. Der Sernpunfl dieses Programms liegt in dem Se'bstb.'stimmungsrecht der Völker. In seinen Botschasten wußte der Präsident der Bereinigten Staaten nichts mit größerem Nachdruck Vit betonen, als bas Recht jedes Volkes, vom fremde« Joche befreit zu fein und selbst fein Schicksal zu be­stimmen. Wie sieht dieses Liecht in den Bestimmnnge« des Friebensvertrages ans? Der Rat der Vier, i« dem auch Wilson seinen Sitz hat, ist mit diesem Selbst» bestimmungsrecht zum Teil verschwenderisch umaegan» gen. Es darf nach seiner Ansicht auf deutschem Bode« keinen Angehörigen fremder Nationalität geben, der nicht das Recht haben soll, sich vom Deutschen Reich« loszutrennen. Ja, man ist sogar so weit gegangen, auch Reicbsbetoohner deutschen Stan-nes mit dem Selbstbestimmungsrecht zu bea'ücken, allerdings unter der Voraussetzung, daß sie ihr V-tte-land im Stich 'assen «nd sich freiw'llig u^'r fre-nbe Staatsnme» dörigkrit beheben toeriten. So sollen in Schleswig auch bie südlichen Telle, in denen überhaupt kein Däne wohnt, vor die Wahl gestellt werden» . oh sie zu Deutschland ober zu Dänemark erhören vollen. Der dänische Gesandte in Paris hat dagegen protestiert, ebenso erklärt die dänische Regierung, daß ihr eine solche Volksabstimmung im rein deutschen tzebiet durchaus u n e r to ü n s ch t ist. Zudem bat Graf Brockdorsf-Rantzau in einer seiner Noten mit Recht die Frage au'geworfen, welche Befugnis bie Gegner überhaupt besitzen, um sich in die Abmachungen zweier Irenznachbarn einzumischen. Alle diese Einwände .erden voraussichtlich vergebens fein. Der Rat bet Vier schüttet aus dem Füllhorn seiner Gaben das Sellübistimmunasrecht auf Gebiete und deren Bewohn wer aus, die nicht ben geringsten Anlaß haben, davon Hebrauch zu machen. >jw.

Wie den deutschen Schltzstoigekn. so will man such den deutschen und beutschsühlenden Bewohnern van Enden iMtb Maimedy und den urdeutschen Bewoh­nern des Saargebietes das Selbstbestimmungsrecht «wft zwingen, damit diese Gebietsteile unter scheinheiligem Borwand von Deutschland losgelöst werden können. Man rechnet dabei auf die nachhaltige Wirkung bet französischen und belgischen Propaganda unb auf bie Vaterlandslosigkeit derjenigen, die sich in dem Lande u Hanse fühlen, los es ihnen am besten geht. Da matt aber trotzdem seiner Sache natürlich nicht sicher ifc so wird die Entscheidung über die Zugehörigkeit von Eupen und MalmedH. falls die Enllcheidung gegen Belgien fallen sollte, dem Völkerb lind übertragen. So macht man aus dem Recht, das von Wilson in stinen früheren Kundoebungen heilig gesprochen wor­den ist, eine Farce. Noch schlimmer wird dieses Recht im Saargelnet entweiht. Entsche'den sich dort bie Be­wohner nach 15 Jahren für Deutschland, so soll ihnen der Weg nur daun freistehen, wenn Deutschland btt ToblenbergtoerkeinGold von Frankreich znrückkaufen kann. Hier wird also da» Se'bst- bestimmnngsrecht zu einem Geldgeschäft yerabgewürdigt und dazu unter Bedingungen, die fast mit absolute« Sicherheit Frankreich ben Gewinn dieses Menschen« Schachers in die Hand spielen.

Und weiter. Derselbe Wilson, der den Deutsche» der Westmark und der Nordmark aus dem Selbst- bestimTnungsrecht einen Fallstrick dreht, verweigert die Ausübung dieses Rechtes den Deutschen, bie int Osten wider ihren Willen unter das polnische Joch ge« zwunoen werden sollen. Er verweigert es ebenso den Deutschen, die in Böhmen unb Südtirol wohnen. Hier werben Deutsche einfach, ohne daß man sie nach ihrem i Wlllen fragt, einem kulturell minderwertigen Volk: einverleibt. So ist das Selbstbestimmungsrechk, bat s Wilson als heiligste Grundlage der neuen Weltordnung - sestlegen wollte, heute nichts aud-r 5, als ein Werkzeug! ärutaifter Vergewaltigung, mit dem man Deutschland martert.

Eine Fristuerlguar u n beanirnqk.

wb. V e r s a i l l e s . 20. Mai. Der Vorsitzes

M ben W ber Sifihin!t-iti®MM.

wb. Paris. 20. Mai. ^Echo de Paris^ mel­det. daß Marschall Fach Cl^menccau über die Be­setzung des linken Rheinufers Rechenschaft ablegte Er erstattete Bericht über die Maßnahmen für bep Fall, daß bie Deutschen sich weigern sollten, den .Lcrirag zu unterzeichnen. Im Verlauf einer Be sprechung mit Milson und Lloyd George wurden hie WitttS'ischen Maßnahme» des. Marschalls Fach einet Prüfung unterzogen.

wb. Bersailles, 20. Mai. Die regierungs­treue« yarifer Blätter scheinen heule auf Weisung bk ernfteif Folgen hervorheben zu sollen, die aus bet Richtunterzeichmung be» Vertrages entstehen rtürben. Die deutsche Abordnung kenne die Folgen tzweifeNas, deshalb dürfe man erwarten, daß sie ben Vertrag unterzeichnen würde. DerFigaro" schreibt, wenn die Deutschen Frankreich zwängen, beit Waffenstillstand zu brechen, würde Fach wiedei Kett der 6hmbe sein. Ave» würde wieder in Krage gestellt, unb es wäre sicher, daß F^ank'eich «ich! «ehr mit einem Kompromiß wie in dem Ktzlgea Friedensentwurf sich begnügen würde. Für ben Rhein nd das Saarbecken würde es radi- f falete Lösungen fordern.Wir können die Er­eignisse ruhig abwarten", fährt da» Blatt fort,die I Verbündeten müssen sich nu» fest an ihre ErNörun- l gen halten. Der Vertrag ist das Mindestmaß ! ihrer Forderungen, welche sie in allen wesentlichen A Punkten dnrchziisetzen gewillt sind." DerGaulois" s meint Aleichfalls, daß die Verbündeten die Bedin- U 8«tz-en Verschärfen würden, falls Deutschland nicht «rterzeichne, daß sie dann mit verschiedenen L. Bundesstaaten verhandeln würden. Das M ^Petit Zoarnal". das gleich der übrigen Presie er- f wartei, daß die deutsche Abordnung einen all- f gemeinen Gegenvorlchlag auf die Fricdensbedin- | tzunge« machen werde, glaubt, daß bie Prüfung [ eine Frist von etwa 8 Tagen notwendig macht, daß e baim die Westmächte ihre endgültige Antwort etJ teilen trab den deutschen Vertretern einige l Tage Bedenkzeit zur Entschließung lasten | werden. Falls dann der Vertrag unterzeichn:t werde, «kirden sich die Mitglieder bet deutschen Ab I »rdnnvg unbehindert in Frankreich bewegen dür­ft«, jedoch werde den deutschen Staatsangebörrgen bie Üedrrschreitung der französischen Grenze ct|t stack Ratifizierung de» Friedensverlrages gesta tct. Au« »rr allgemein ausgesprochenen Drohung n tot Eialchi'chterung Deutschlands geht hervor, dtß ftrankteich die Nichtunterzeichnung höchst un- tttzgenehm wäre.

reS<tfaille$,20. Mai. Da das einmütig ue Derrtschsand herüberfchallende Echo anders lautet »le die Franzosen erwarteten und sie als Kronzeuge« für die bevorstehende bedingungslose ' Lnderzeichnung nur Kautsky anführen können, t »du dem sie vergessen, daß et Tscheche ist und baß vom tschecho-slowakischen Standpunkte aus er . jedes Wort, das er sagt, ebenso unterschreiben kann. | wie mau es vom deutschen ablehnen muß, so speist I x bie Pariser Prelle ihre Leser seit zwei Tagen mit K «rlogens« Gesprächen, die sie in Versailles am Ootektifch belauscht haben will. Darin behaupten F trfunbene Mitglieder der deutschen Abordnung, baß sie unterzeichnen müßten, weil sie sonst bei £ Ihrer Rückkehr nach Deutschland von der Bevölke­rung zerristen würden. Was das franMsche Volk toit feinen Staatsmännern macht, wenn Deutsch­land ben Gewcrltfrieden nicht unterzeichnet, vergißt ° hie französische Pteste zu erörtern. Es läßt sich über aus der Entrüstung vermuten, mit der die LinksLlLtket gegen die Fortdauer der Mobilisation prstestirren. Die Linkssozialisten drohen für den Fall erneuten Vormarsches bereits vernehmlich mit t hem Truppen st teil.

»d. Brrsailies, 19. Mai. Zn einer an fein« Mitarbeiter gerichteten Note beklagt sich | Gros Brockdorff-Rantzau über allerhand

Beute, die damit beauftragt sind, die Unterhaltung l her dentschen Delegierten auszufpionieren

vnd empfiehlt den Delegierten Vorsicht. Er fügt hinzu, ss> fei zu hoffen, daß die Pariser Preste sich nicht «»«bilde, auf irgend eine Weise die Beschliiste her deuifihen Delegierten beeinflnsten zu können.

Ei« «tuet Sieg Clemtnctau».

Amsterdam, 20. Mai. Einer Radi»-Mek. bung «i» Newyork zufolge schreibtN:w dork World", da- chaiattertstische Merkmal der augenblicklichen Lage k sei die ik>« der deutschen Bevölkerung in den östlichen [. deutsttzra Provinzen an den Tag gelegt« Kampfbe- »etisch« ft. Die dortigen Zustände seien für den Vörgerkrieg gegen die polnische Besetzung reif. In s polikstchra Kreisen wird darauf hingewtesen. daß

f DeuLW«ch Lereit sei, alle anderes, wenn auch noch so

schwere» Flirdensbedingung-n hinzunehmen, wenn ihm stur sei« Sstlichen Provinzen erhalten blieben. Dem PlaK öh* »eiterh'm gemeldet, daß Wilson eine neue PekAaft «t die Bereinigten Staaten fertiggestelU