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wüfke. noch Wochen tue Penb geben werden, bi» die 9ti(wer Deutschen abttanroortlert werben können. Auskunft Aber den Verlauf der Hilfsaktion erteilt bet Bal kische verttauerwrat, Kurfürftenstratze 101.
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Verzögerung entsteht. Die amtlichen Ctellen sind mit |«flen Kräften bemüht, die Schwierigkeiten, die sich dem Rettung»werk entgegenstellen. p, beseitigen. Es
Diese Arbeiten erfordern etwa 14 Arbeitstage mit gutem Wetter kür zahlreiche Minenfahrzeuge, die erst "on anderen Seeoebirten derongezogen werden müssen Endlich ist infolge der Knoppheft der Kohlen die
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Kobl-nVersorgung dieser Suchboote zur Zeit nicht in dem nötigen Umfange möglich, wodurch wiederum ener
trieben .Juroen sind, sodost erst nach umfanareich n Naumarbeiten die Rabrlmtt wieder frei fein wirb.
aung o* eine Durchführung des Plan« „ich» zu denken ist. Weiber wurde festgestevt. uor durch d n Lisgana die Seezeichen be- Siinenfreten Wege« nach Riga ver
stände verhindern jedoch bte sofortige Ausführung der Hilfsaktion. Vor ollem muh mH den Machthabern in
getrolfen werden
Oberleutnant Bogel flüchtig.
wb. Berlin, 1Ä. Mat. Das Garde-K«m«erie» Schützenkorps teilt mit: Am Samstag den 17. Mai 13% Ahr fuhr ein Infanterieoffizier in Mütze und | Umhang in einem dunkelblauen geschloffen« Pri, I "atkraftwagen vor das Zellengefängnis Moabit in der Lehrter Straße. Der Offi-ier kalte auf «rund eines gefälschten Ausweises den im Zevengefttng« I nie wegen Ermordung der Fra« Rosa Luxemburg in Untersuchungshaft befindlichen Oberlentnant Kurt Vogel ab und fuhr mit ihm 4% Ahr im Kraftwagen vom Zellengefüngnis ab. Für bte Ermittelung des seitdem flüchtigen Vogel wnb de« i^n begleitenden Jnfanterieoffiziers oder fit sachdienliche Angaben zu deren Ermittelung wirst ein« Belohnung von 3000 Jt ausgesetzt.
DeutschustisLsle Anträge und «nftngee in bet Preotzffcheu Landesversammluug.
Die deutschnstionaleu Abgeordneten Uwetann, Kunitz und Genossen beantragen: bte Staats« regierung zu ersuchen, di« Beschaffung von Korst- Hilfsaufseher- und Fo rstarbeitetgehöf. ten durch Ankauf oder Aufbau in größtem Umfange als bisher fortznfetzeu.
Die Abgeordneten Dalkrner, Dr. Kähler und $t4» 3ng. Klotz fragen en: M die Staatsregierung bereit, ’«r Förderung be» «olkshochfchulwefens Mittel in den Staatshaushaltsplan einzustellen nud dis nötigen örtlichen Bororbeten zu unterstütze!,?
Die Abgeordneten Mentzel und Genossen freßen an: AUt Rücksicht darauf, daß die Errickttmg wa Reichs-- wehrformatlonen in verschi-deneu Oetzchaften Preußens durch Arbeiterräte verhindert wietz^ frage« mir an: Was gedenkt die Staatsregirrung zu tun, um ben Vorschriften des in Betracht kommend« Reichs- - Gesetzes alkg mein Geltung z» verschaffen?
Pekrüpen nnb m!f nnfauferen Dl.rreln «Rnff? kehr von Lüderitzbucht in ihr fteimathinb zn hlnd-rn suchen. Von der Eingeho^enenfiiriorae, wie Re unter deutscher Vermnttiinq im Diamontbeiirk fibritb mar. ist teR nichts geblieben. Die Enotändor luchen mir das Möglichste an Arbeit aus den Eingeboren n heraus- I u v r e s s e n . lasten sie aber in sanitärer Beziehung versterben und umkommen.
be« - ein ! gtittc «uch Cbft! tzig'k' ieton hab»! «Hw »erd' rechst r tnbri hinü 45 u einet UVNo
bienf ffitU tung runs flnir ßlem
| trat Betrieb. An der Kirche St Madeleine und den I dortigen feänferr-ihen siebt man noch kleine Svuren s der Zusammenstöße vom 1. Mai zwischen den demou- I Rrierenben sozialistischen Arbeitern und den Trappen I der republikanischen Armee. ES ist also hier anschei- I nend doch nicht so glatt abgegangen, wie die Pariser I Presse eS darrustellen beliebte. Wir hatten Gelegenheit, imit französischen Arbeitern fiter die poli I tischen Gegenwartsfragen zu sprechen. Sie wünsche; I durchweg nichts sehnlicher, a!8 daß es gelingen möge, I daß wir die Friedensöedingnngen letzten Endes anneb- I men können, damit auch sie wieder zu ihren Berufen l nud Familien zurück'-dren können. Wenn man mi' j solchen französischen zelpersönlich'e'teu spricht, »trt | man in der lat nichts von Haß oder Rachsucht gegen I Deutschland und das deutsche Volk. Ne fühlen sich ' | gewiß im Genüsse der Rechte nnd Berechtigungen I I des Segers, aber sie verkennen auch nicht die Schwö- I t^en ihrer Stellung. Insbesondere kann man oft- I Htraussühlen, daß ihnen die teilweise ansdring-1 I uh sich bemerkbarmachende Bevormundungdurch I I btt Engländer und Amerikaner nicht paßt. Diese I vernünftigen Stimmen, wenn sie auch nach vielen
Zehntausenden zählen, find jedoch g-genüber dem Taumel, der in den von bea Pariser Hetzblättern «:fge-1 Ätschten Massen herrscht, völlig machtlos. Das Ake.che gilt auch ffir die französischen Sozialisten, die I -»ewig gegen den Gewaltsrieden Einspruch erheben. I aber ntcht die Macht besitzen, sich sür ihres Anschauungen Raum zu schassen. I
I . Die Fahrt durch da- Weichbild von Paris ist für I [ einen Deutschen deshalb unter den jetzigen Umständen I ungeheuer schmerzlich, weil in den Pariser Pracht-1 ihn Ben auf Schritt und Tritt Erinnerungen an diesen! ^trieg und feinen für uns niederschmetternden Aus I sang sich zeigen. In großer Ausmachung, den vhan- I tastischen, theatralischen Neigungen der Franrofen I schmeichelnd, stehen hier aus viele Kilometer Aus- j Dehnung rechts und links in ununterbrochener Reiben- I 'olge Tausende und Abertausende deutscher Ge-I schütze, zu denen sich auf den freien Plätzen Ge-! schütze schwereren Kalibers gesellen. ES ist ein un-1 gemein bitteres Gefühl, sich beim Anblick dieser beut-1 lchen Kriegsarrme nnd der Sie b-aaii.nd-'i terrae dtrin k
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lob. Budape st, 19. Mai. gegenüber berS5ie= ter Tlättermeldnng, die Arader gegenrevolutionäre "egierung sei nach Szegedin übergesiedelt, um in einer utf nicht besetztem Gebiet liegenden ungarischen Stadt m residieren, bemerkt da- Ungarische Korresvonden;- 'iüro. daß S-egedin von französischen Truppen besetzt rebolten werde, die dort eine wahre Sch'eckens'ierrscha't
Sus im Stil.
I n Berlin, 19. Mai. Der frühere Führer b« I PolkSmarraedtvtston Dornbach, vor einigen I ragen bei einem Fluchtversuch durch einen Bauch. ! chi'st verletzt wurde,ist an dieser Verwundung g7.
1 Wb. Königsberg, 19. Mai. Nachdem gestern | "f Marggrabowa der Führer der KönigSherger Unsb. I ränrngen Heydemann mit drei Begleitern bet« I -c? * VI t^?r^en toar- weil et eine unangemeldete I .'sfentltche Versammlung unter freiem Himmel einbe- I rafen hatte, in der et aufrührerische R'dra gegen die I "eg'rrnng gehalten haben soll, traten heute mittag I mnächst die Arbeiter des Elektrizitätswerkes in de, lAnSstand, um die Freilassung «Setjbemann« z, rroir'enfobaübte Licht- und Kraftzufuhr« der Stadt
I unterbunden ist.
I Stettin, 19. Mai. Heute morgen rückte, Re- I n.lruJI*,6trut,l,e” b» »ollster Ordnimg ein. Zahl. I ;n*e Waffen wurden beschlagnahmt. Mehrere Ber- lafhtngen sind erfolgt. Eine Anzahl heftetet «er-
I jredjer wurden sestgenommen.
®reSben, 19. Mai. Der Prozeß wegen Er- I norbung des Kriegsminipers Reuriua wich im ^uni in Dresden verhandelt. ES sind 400 Zeugen vi vernehmen und 70 Angeklagte, unter ihnen einige bet oaupttäter, die Neuring von der Brücke in die Elbe ürzten. Ferner auch einige Frauen, von denen eine •unng in dem Augenblick, wo mau ihn Wer bal 'rückengeländer in den Strom hii-adstietz, mit ihre, mtnabel mehrere Male ins Gesicht zn stechen fertig brachte.
wb. Eisenach, 19. Mai. Rach dem nacht« et» »lgten Einrücken der Regierungstruppen deS KorpH Rärcker toudie heute früh der Belagerungszustand über Eisenach verhängt. Es Herrscht Ruhe. _ wb. Mannheim, 19. Mai. Bei den gestrigeit ytobtnererbnetentoaMen errangen d'-e Mehcheit^sozia- iRrn l»5 und die Unabhängigen 15 Sitze, zusammen TO. Auf die bürgerlichen Parteien entfielen « Man- *v<rff-. Die beiden sozialdemokratischen Partei«» habe, xnnit die Mehrheit errungen.
----- — .... von Allusionen p Nene-- Verhä l"is "inarber und »n trnferer iwwelt gewinnen, ans dem sich ein natürliches wahres >n’en aufbauen läßt: Der Memo!tfri--de, dem wir ebt unterworfen weiden sollen, ist ein niederdrückendes erschreckendes Mittel, ab-r doch ^-k-entlich eine nie lu
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rn ch-en Schutz genommen. Folglich sei die Darstellung UT1L.^.’ M e,nt siegen revolutionäre Regieruna tn der Stadt befinde, bte tn der Lage ifc ihrer Meinung freien Ausdruck zu verleihen. Un*
I erinnern zn müssen, daß durch diese selben Braßen j w>r 48 Fahren daS deutsche Heer «lS Sieger eknzog. | Diese „Trophädeu" sind freilich nicht „Eroberungen" | Ms eigener Kraft, sondern sie rühren rs der Hauvl> | fache von den Abgaben her, die wir infolge der Was» 1 ienittllstandSbediugungra leisten mußten. 8n ter „Na- i del der Cleopatra'^ sowie am Place de la To morde ] sicht man zwischen Haufen noch unau^eräamten beute I sihen SrieosmaterialS auch werttraZc.-ide Langcshr- I rrschtltze und einige deutsche Tunk» stehen, hau devcrk | ~ntr zur kindlichen Freude der Pariser die französische' I Trikolore tr^tf i
Mit solchem Anblick beschwert, gefangen wir durch I''a5 Gewühl der Massen, die wohl nicht ahnen, daß hier tu ihrer Mitte die ersten Deutschen sich befinden,' die nach fast ö Fahren erstmals Paris wieder 6e*j treten haben. Wir werden am Bahnhof von freu- chsischen Offizieren empfangen und z« uuserem Wagen! geleitet, der mitten in dem französische» Mord-Ex-' vr-ßzuge mit verhängenen Fenstern steht. Ein fran-i -^sischer Major und ein französischer Gendarmerie-' ! affigier werden den fünf Deutschen, die sich auf bte Keife nach der Heimat begeben und unter bauen sich auch der deutsche Kurier befindet, zur ^Bewachung" mgeteilt. Die Offiziere legten unS gegeidBe* bal: höflichste und freundlichste Wesen an den lag. Die Rückreise geschah auf demselben Weg über Tompidgne, St. Ouentsi., Namur und Lüttich, wie auf der Zuo, reise nach Versailles. In Aachen wurde bte französische Bewachung durch englische Offiziere abgelötzh 'ie unS dann bis Köln geleiteten. Dort wurde unser Wagen von dem frauzSsischra Arge gelöst und in Sonderfahrt bis nach Düffeldorf g«bracht. An te| Station Reisbolz, an der Grenze zwischen dem be* setzten und dem unbesetzten Gebiete, nahm ein schot< bischer Offizier die Kontrolle deS Wagen» atz, die et war ohne jegliche Behelligung, aber auch ohne deA geringsten HöslichkeitsbeweiS vollzog. In Düsseldorß wurde der Wagen dann dem n«h Berlin fahreudeA -chnellzug angehängt.
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Die Politik Dentscblands ist. seitdem sie nick' wehr von einem überragenden Gen«- geleitet wirb, eine einzige Kette von >M’'f*Tär>r’- eetnefen. Darvher heute ni-a-nds mehr ein .Rmeifef; für daS ka>s«rlicke Dentickland gewib nicht für die Politik des revolutionären beginnt sich dm gfeirfte Erkenntnis durchziisetzen. Nur m-nn mir erkennen, wo die Grundlagen für da» Fehlechafie der Volitischen Gefmnthaltnng liegen, haben wir wieder Aussicht die Geltung in der Welt zu erlangen, die unS al» Volk notwendig ist und gebührt. Cin im einzelnen so tüchtiaes. stncbsa^«-^ „nd F re, Poll
I Und nun liegt da» in Millionen von Lichtern i erstrahlende Pari» vor unS! Dir Seine wird Über« I dritten, und im Fing geht e» durch den Boi« de I Bonlogne. Er hat Aehnlichkeit mit den großen Stabt* I wäldern, die auch dra deutschen GroßstÄten und den I Örofjfiäbten anderer Länder vorgelagert sinv. Er j erinnert ebenso an den Wiener Prater, an den Stabt- | waü> von Frankfurt a. M., an den großen Forst von I Budapest tott an beu Grünewald von Berlin, nur daß I der letztere im Baumcharakter mit dem Pariser Stadt- I roalbe sich nicht messen kann. Die großen glänzen- | den Gastwirt schäften im Boi» be «onlogne sind, e» ist > zwischen der neunten und zehnten Abendstunde, mit I einer Fülle von Licht flbergofien. aber der Besuch ist, I wie sich von außen erkennen läßt, sehr gering. Und I weiter geht «S in da« Weichbild von Pari«. Plötzlich I definden wir unS in den berühmtesten Straßenzkiaeu «inmitten von Paris» in den LhampS Elyföe«. Die I «traßra sind verhältnismäßig schwach beleuchtet. Die I sinnverwirrende Lichtreklame fehlt. In den Wirt-! I schäften herrscht Avar ein bunte« Leben und Treiben, j I aber nicht vergleichbar mit früher. @8 ist gegenüber I I Zuständen, die manchen Ort- in Deutschland herrsch-n, j eine betrübende Feststellung sagen zu müffen, daß der Ernst der striegSzeit in Pari«, wo man sich doch al» «eger fühlt, effrasichtlich mehr gewürdigt wird, al« da und dort bei an». In Pari» ist heute noch da« Tanzen nicht erlaubt, und musikalische Darbietungen sind erst seit einigen Tagen in den gr5* I Bereu Kaffee« gestattet. Je weiter man in da« Innere I von Pari» erbringt, umso stärker macht sich da» Stra- genleben bemerkbar. An den Brennpunkten der Stritt I herrscht ein bunte» Gewühl und Gewimmel von Tau- I 'enden von Menschen. Eine starke Note spiekra darin I o*e Angehörigen der fremden Armeen, die tn I ungeheurer Zahl auf den Straßen sich bewegen. Neben I Engländern und Amerikanern sieht man alle schwarzen I Kolonialtnven tertrrten. Ta» Aussehen ist durchweg wie Kleidung und Ausrüstung vortrefflich. Die Mäntel I bet Soldaten sind von tadello'em Schnitt und äugen- I icheinlich ausgezeichnet in Stoff und Verstellung. Däh- I reud der Wagen-, insbesondere der Autoverkehr, ganz I außerordentlich ist, sieht man nur Wenige Straßen-1 bahnen fahren, dagegen ist die llntergrnndLnhn in vol-1
Bon unterem ^-Berichterstatter.
Tie französische Regierung hat sich lange dagegen gesträubt, Mitglieder der FriedeuSabordnung vor völliger Beendigung ihrer Aufgaben ani Versailles her- anSznlassen. Bei den ungeheuer schwierigen und durch das Verhalten der französischen Beamten und Bchörftra noch weiter erschwerten Nachrichten-Verbindungen zwischen LersatlleS und der Reichsregterung in Berlin sowie der deutschen Presse und damit der deutschen Oessentlichkeit, hat e» sich immer mehr al» dringend notwendig erwiesen, daß einzeln« Herren »u persönttcher Berichterstattung nach Deutschland znrückkehrlen. Diese Notwendigkeit wurde gebieterifefc al« die Frieden»be- dingungra bekannt wurden und eine direkte Aussprache mit der ReichSregterung ta Berlin unmöglich wurde. Die französische Militärbehörde konnte unter diesen Umständen die Rückreise nicht mehr länger verwehren, i Erschwerungen gab eS aber immer noch, da der mite tärische Kommandant be» Pariser Bahnhof», von dem I au» die Abreise erfolgte, die Bewilligung bei Obersten KriegSrateS in Pari» forderte. Diese ist schließlich auch in besonders begründeten Fällen erteilt worden.
Da auch mich die politischen Notwendigkeiten wieder nach Deutschland zurückriefen, hatte ich Sel-genheit, »ach Pari» zu kommen, um dort die Ausreise anzutreten. Don der Station Dauereston, auf der die I beutfdje Friedensabordnung ankam, konnte die Rückbe-1 förderung nicht bewerkstelligt werden. ES wurde viel-1 me^r, da es sich nur um etwa ein hribe» Dutzend Mit- ttijenbe handelte, an den vom Nordbahnhof in Paris I abgehenden Schnellzug ein deutscher Schlafwagen an- gehängt. Es war selbstverständlich, daß wir nur unter I mililärischer und ziviler Bewachung von Versailles au» die Fahri nach dem Pariser Bahnhof zurücklegen I tonnten. Sie erfolgte in französischen Militärauto-1 mobilen. Jedem war ein Geheimagent zugereilt. Die I F^htt ging zwischen den vrachtvollen mauerumqebenen I ©arten von Versailles über da» durch sein Porzellan wellberühmte Sövres noch Paris. Wir berührten I St. Germain, den Ort, in dem die österreichische Frie-1 densabordtutttg ihre Lechandlungen führt, und Cl. I »loud. ____ I
ifi te nicht- in dieser Beziehung besser aeteorben. Haben sich doch feit Beginn be» Zusammenbruchs und der Revolution Männer gefauben, bie glaubten durch ein Bekenntnis zur „Schuld am Kriege" auf unsere Feinde Eindruck zu machen. Kurt EiSne^ Förster und andere überzeugte Pazifisten werden von unseren Feinden gern benutzt, um die eigene schuld abzuleugnen, sie erscheinen ihnen aber doch nur al« Komödianten, von Deutschland selbst dazu an »ersehen eine mildere „Strafe" zu erzielen.
Diese Versuche Deutscher, Deutschland der Schuld am Kriege zu bezichtigen, haben den Münchener Historiker' Prof. W. Otto, der auch einige Zeit in Mor- kurg lehrte, veranlaßt, Deutschlands „Schuld" (Deutsch- land« „Schuld" und Recht von Dr. W. Otto, a. Prof her Geschichte in München, Verlag R. <8. ©wert. Mar-1 bürg 1919; Preis 2,20 Mk.) — einmal hm dar- plstellen. Da» Buch stelU bie Frage nach der SchüL tiefer ®t» die Etenex, Müblon u. ä. Richt bie Tage von Gerajewa bi» zum Kriegsausbruch sind ja entscheidend, auch nicht die Tatsache, daß unsere Politik damals Fehler begangen hat, sondern die Besamtvolittk der Völker vorher, Rußland» Pläne ans Konstantinopel, Frankreichs Revancheidee, England und alle» da», wo» schon so oft und noch nicht I •ft genug Deutschland und der Welt gesagt ist. Mit Recht betont Otto, daß unsere Regieruna und die Über-1 wiegenden Mafien be» Krieges einen Krieg nicht ge-1 wollt haben. Der Krieg schwebte aber feit Jahr-1 zehnten Über unserem Haupte, und bte Schuld unse-1 xer Regierung ist doppelt groß, daß sie eS zuließ, daß | wir den blutigen Austrag der Gegensätze in einem I für unS so unglücklichen Zeitpunkt führen mußten.! Otto» Schrift gibt nun im einzelnen eine treffende ] Uebersicht nnd Charakteristik der Fehlet, bte un» I »u diesem Ebne geführt haben. Fehler der politischen I wie bet militärischen Führung, wobei er aber hervor-1 hebt, daß wir unfern Heerführern nie vergessen bür-1 ten, daß sie unser Volk doch auch zn herrlichen Siegen I führten. Umso schärfer betont er da» völlige 8er-1
tote die Deuffcken schwankt, sobald e» al» Stanze? bandeln und denken soff, von einer Illusion zur an- bent. Das Bor'riegs-D '"stckland berauschte sich an seinem wirtschaftlichen Auflchwung, den e« if» ein Emporkömmling ausposaiinen w'/e, pochte *uf »eine mist'öriscke Kraft, wurde nicht mehr wie Bis marck von dem Alpdruck seindlich-r Bündnifie bedränot und würdigte se'bst den offenen Abfall deS dritten Genossen im Dreibund nur als O/'alcur. „Welt- vvlitifl' war bie Losung, Bismarck veraltet, .«er mit Zagen an die weltpolitischen Aufgaben d-r ”r’t heran- «in^ weil er wohl die Kraft seine» Volke» — wie 1800 und 1870 bewies — aber auch deren Grenzen kannte, eines Volkes, da» erst wenige Jahre zu einer Einheit gelangt war, die feine Feinde und Neider schon feit Jahrhunderten besaßen. Auch die Illusionen, denen wir unS während be» Kriege» Hingaben. können nicht so einfach auf die Irreführung beS Volkes durch bie leitenden Kreise zurückzufuhr-n sein. Jedes Volk hat doch die Sieglerung, bie es verdient, daran muß man festhalten; und bann —I tnan wußte eben, wie leicht das Boll glaubte, wa» es glauben wollte. Soll man an da» Vertrauen auf | Wilson» .,Recht»"-Frieden, auf ba» angebliche Weiter-1 greifen unserer Revolution nach Frankreich und Eng I lanb. die lleberschätzung unserer Verfaffnng»änder-1 tragen, zuletzt auf die Phantasien über die Wirk-1 lamfeit unserer sozialistischen Experimente auf unsere I Feinde verweisen? Man wird brate wiffen, daß I baJ alle» nichts al» Illusionen gewesen sind, ebenso I kcklimm. ja vielleickt verderblicher wie die Phanta-1 firn, denen sich der Deutsche auch schon früher hingab. I
SraS\fSJT, den nnbedra-tra Mtoben an ,Mea ralva.» Wenn wir ein von sM« in^ pen <Sieq v-^eNen. d-r b>e Vorans^tzung des Sie-e?
ist. Es aenstate nicht das Voll immer väter-
>ch zum Durckdalten zu ermahnen. In bet wirt 'kmftlicken Vorber-itiina für die lange Dauer des ^rieaes, der Erntst-ranasftaae, in *><*V inneren Trn , ____________ _________ ... . ............
I -aaiernng des Krieges wie in bet Abwehr d-r feind- I rtgessende Lehre auf diesem Wege. I 'cken Pr-oaaanda eerfanfe at’e». Auch die Wartefa- 1 ____
1 'rieben ihr Sw'el. Die rin-n ind»m sie die V‘l *
’flr ihre Sonderwünsche reif hielten, bie anbern indem I , 1#nBrÄnlb
I ^e den Geist einer neuen Zeit nicht erkannten. Iw I ^lllg »90.
I /nneren versäumte man, wie in England, an di-! wb. Rotterdam, 19. Mai. Der Pfanb
'raeich^ "dte "innere^rant^^l.^tz \°Tße nahestehen.de ..Daily Chronicle- meldrt.
I Wanfan kam. änafüM--» ^Dnmt”hanna‘rtf^ I -t in ben letzten Wochen eine bedeutende An- |Me sozialdemoktastsche Nevostistra. zu svreck-n, bie den Leitern der Frtedens-
I T!e et hervorhebt, unser Vat-rfand erst zu den- I K ',creni' nn° t>en *n Pans anwesenden raflifchen pilflosen Wrack gemacht habe. Bis feAt hab ! "rtretern nicht-bolsckewistischer russischer Regie- anch sie noch nicht den Versuch z,tm Aufbau aemack' | "ngen stattgesunden Hat.
>>e trage auch die Schuld an der vöttiaen Ok"-mack ! ®b- Helsingfor», 18. Mak. An der
gegenüber ben äußeren Feind-n „infolge ihres schlimm I estnischen Front begannen die angekündigten An-
I.en Verschulden», der moralischen und vhvflschen A'.s l griffsbewegungen der russischen Freikorps- Abtei- Ü **«*’• Er erinnert 'n diesem Au lungen davon nahmen Edow am Pcipus-See ammenhang daran, dost Led-bour. wie auch der nn HnnermanlänMfAe Strrll-Mrfer 4„
abhängige Sozialist Vater sich rühmten, schon 19151 qi?lx™ x. o Freischärler landeten tn der >er Unterminieruna de» Heere? begonnen zu haben I Fr. «?“”? Luga-Flnsie«. Es wachst die Gefahr Wa» aber hätte nach dem Wassers"and alle» Ke I ™r ritnnlanb. und es wird wider seinen WiKen in Wehen müssen und was geschabt Trotz der 11 Punkt- r06 Unternehmen gegen Petersburg hineingezogen Wilsons, de« Recht^sriedens, den doch auch die Feinde I werden, angenommen hatten' Heute fragt man sich, ob di-! Ein bolschewistische. Geschwäbelt ist Entente, wenn Deutschland, ebmohl es b-siegt war, bi- I heute morgen an, Kronstadt ausgefahren Eleich-
„rf8 c.a^?n<t\11ßanbe« »"Sstenutzt hätte ! eilig beschoßen bolschewist fche Batterien von Kras- -tn8-r^erJ?I<tcn 9fQ,fn Gewalffneden geboten hätte | na ja ffiorja die Küste. Britische Krteasfckine kcklu-1 FreMch hätte der raueren J-rfetzung früher und kräf- Len nach einem Geleckt von N Minute '
hger entgegengetreten werden müssen al» ba« fatia. 1-V u ”on 40 s*inutcn 1x59 bol-
fifHWe Führer, bie, wie Cohen-Reuß auf dem Räte ®kb
fongrefj sagte, jahrzehntelang ihren Biihänq-rn das I ^meldet, daß ein bolschewisttsche, Schiss gesunken -,atßb-e5 versprochen hatten, wohl konnten. Mit den- I unb e,n öweite, gestrandet sei. hilflosen Wrack, da» wir fest der Revolution sind, I Siegesmeldung General Denikin«, macht bie Entente nicht viel Federlesens. Sie fürchte, I „
die deutschen Phantasien über eine Weltrevolution ni-ht. Einmal macht ein siegreiches voll keine Rena ' Oberbefehlshaber der
lntton, bie Unterwerfung be» Geon-rS sichert dem | °’re,"rafte in Sudmtstlard, General Denikin, ganzen Voll ja Wohlleben „ntz fflenuü. und bann jf< | daß et 10 000 (Befangene machte. 28 Habet Sozialismus, der in Frankreich stets nur gerebrt |non,n und l?0 Maschinen gewebte erbeutete, hat, dort zur Feit völlig einfhifilr' Umimni., i— —- ■_________ . _ .
Wahrlich, trübe ist die F-it. möchte an» dieser ' !* *“ **
^acht hem deutschen Volke noch einmal eine lickt, s- 19 Mai. 3trat Abtransnort deri
^nhraft erwachsen. D-rfen Schlußwunsch de» Vor I »2/' "He W<w ®irt z"ständiaerfeit« rnifatteitt- iafser» wirb sich feder Leser zu einen mach-n. selbst | *®°n 0<ir drei Wochen durch die Wallenftlll-
wran er tn Einzelheiten mit d-r t-—„ramentvallen I "«"'^"wm'siion beantragt worben war. bie Erlaubnis Schrift einmal nicht mitgehen könnte. I J?T. Entfenbung eine, Dampsers nach Riga jur Abbe-
Eine Fülle von Gedanken über bie Ereignisse, tief- I forbrn,nrt k’r dortigeu nbtl-ibenbra Tentlchen zu geben, sticke Beobachtungen, ein kritisck-s Urteil eines tz'stör'- |ZnTl* nunn,<f’T bte Entsendung d-s 7000 Tonnen großen str» so ruhig, wie man e» von jemanbem, der mit I^Eoser, „honnoner" erlaubt. Erfchw rende Um- | stopfendem feeren die Errianffle eben erst miterlebt bat, nur erwarten kann. Da» sind die Borrüge der irthrist. Und doch vermifira wir da» straffe Be'one' eines zentralen ©ebanfenS in biefer Fülle. Wohl weist Öffn darauf hin. daß der letzte ®nrat> be» Versagens im Volke selbst liegt, in feinem vgerortfaen „JdeallS mu«", seinem Mangel an politischer Denkfäkiak it. 3ß doch vnbegreislich. daß ba» Voll seit etwa 1916 bet Ansicht ist, man hätte einen Ausgleichssrirfrn haben können, wenn Deutschland nur wollte. Eine Ansicht, für die bi» setzt noch nicht der Schatten eine« deweiseS hat beigebracht werden können, weil er angesichts bet Haltung Frankreichs und befon^'r» be» unechittlichra England» nicht ,n erbringen ist. Mit >em Versasier haben sich wohl viele während be« Kriege» über bte einfach unverständliche Schwatzhaftigkeit de» Volke» gewundert, haben doch selbst hohe Offiziere über bevorstehende Offensiven gesprochTN. und sogar der Termin bet Märzosfensive 1918 rar Unterruh teten schon wochenlang vorher bekannt. Diese Haltung 1 ift doch nur möglich, wenn dem deutschen Bolle der sinn de« gewaltigen Ringen» einfach nicht rragtng, wenn H nicht wußte, besser: nicht wissen wollte, daß e» nm Sein oder Nichtsein kämpfte. Wenn der Versasier mit Scharfsinn alle diese Dinge auck zum Gegenstand seiner Betrachtung macht, sie geben zn viel unter in der Fülle der Anschauungen, fiel l.rhören aber in de» Mittelpunkt, von h«r an» ist letzten Ende» auch da» Versagen der Re- rienrag zu erklären. Auf ba« Gnadengeschenk eines | MSmarck kann ein Volk nicht immer rechnen. Immer wreber muß betont werden, daß jedes Boll die Regie- rang hat, die e» verdient. Rur dann ist an-einen Wrederaukban unsere« staallichen Dasein», — «nb davon hängt letzten Endes doch auch daS Sckiickso'