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btt englische Eingebore- ' kl, daß sie ater nur ausführenden Organe , Gesetze kümmern, ist jetzt 0.... tcn aus dem Lüderitzer Diar
i a i c 1 stehe und bk t um bk bestehende» '.Mich erhärtete Nackrich- ttgkbtct van Deutsch-Süd-
Marburg
TicnSlag, 20. Mai
MrMimmz md WnMms.
Der „Vorwärts" tritt erneut dafür ein, die Entscheidung über die Frage der Unterzeichnung oder Ablehnung des Friedens einer Volksabstimmung zu übertragen. Die Folge einer Nicht- unterzeichnung werde die Wiederherstellung der Hungerblockade mit äußerster Rücksichtslosigkeit sein. Der Kriegszustand würde sofort wieder ausleben, und es müsie mit der sofortigen Besetzung wenigstens des rheinisch-westfälischen Kohlen- und Industriegebietes gerechnet werden. Unter diesem Drucke werde Deutschland kaum auf einige Zeit Widerstand leisten können. Die Regierung würde sehr bald unter den Wirkungen der dann sicher ein- setzenden Verzweiflungsaktion erschüttert werden. Ihre Nachfolgerin könne nur eine zum Unterzeichnen bereite ein, und auch diese müßte unter den fürchterlichen Folgen der Unterzeichnung in ganz kurzer Zeit vor den Stürmen elender Menschen, die für all ihr Unglück die unterzeichnende Regierung verantwortlich machen würden, zum Teufel gehen. Deutschland würde au» einer Erschütterung in die andere, in Anarchie und wilden Putschismus gestürzt werden, in denen die wenigen Reserven zum Schutze des Lebens unseres Volkes vernichtet werden würden. Die Verantwortung für eine solche Situation dürfe kein Friedens- delegierter, kein Regierungsmann und kein Abgeordneter übernehmen. In dieser Stunde, wo Sein oder Nichtsein unseres Volkes auf dem Spiele stehen, dürfe kein Einzelner und keine Vertretungs- körperschaft die Entscheidung wagen. Weder die Regierung noch die Nationalversammlung seien dazu legitimiert. Es müsse vielmehr mit Festigkeit auf einer Volksabstimmung bestanden werden.
Es ist verständlich, daß die Reichsregierung sich sträubt, die Verantwortung für die Unterzeichnung ober Nichtunterzeichnung zu übernehmen. Sie dar sich jrdcch dieser Verantwortung nicht entziehen, indem sie sie auf das Volk in seiner Gesamtheit abV Die Nachteile, die mit einer Volksabstimmung veibunden find ober die sich aus ihr ergeben können, sind schwerwiegend. Eine Abstimmung
durch da« Volk, da, sich in seiner Masse naturgemäß von. Erwägungen bei Augenblick» wird leiten lassen, nürde da« Schicksal Deutschlandsein für alle Mal tefflcgen. und es gäbt kein Zurück mehr, wenn das Volksurteil einmal als drückend und verfehlt erkannt würde. Die Entscheidung einer im Tegen- ätz zu dem Volksganzen nicht bleibenden Regierung und Vol.sveitretung könnte sehr wohl einmal um» gestißen weiden, falls sie sich als unheilvoll heraus- tcllt Es ist anzunehmen, daß, wenn schon nicht die Regierung, so doch die zu diesem Zwecke mit ge» wählte Nationalversammlung die Verantwortung einer E« lschridung In der Frage der Unterzeichnung, der Friedensbedingungen wird tragen wollen.
Englische Eingebot,'ntupolitik.
wb. Berlin, 19. Mai. Vcn berufener Sette wird
Wb. Sattowitz, 19. Mai. Justizrat Czapla. der Führer de« polnischen Obersten BocksralS für Cbet« ichlesien begab sich, nachdem fein an Hochverrat gttw ^endeS Treiben aufgedeckt wo wen war, nach SSarfrfta«, Die Pfalz gegen die laudesveetSterischen Umtriebe.
Berlin, 19. «al. Wie der „Vorwärt,- eus Speiet meldet, wurde dort am Sonnabend ein fta* «ssenfreundlicher Putsch versucht, an dem 21 Herren ane Landau beteiligt waren. Die «v^biften nerlonoten twm RegierungSPoiiftdenten bet Pfalz die Auren lang oer selbständigen Revub 1 ik der Pfalz, um für diese einen günftiqeten Sond-rftieben zu ertanaen. Der Regierungspräsident lehnte bcs landesuerräterilche Ansinn n ab und l-tief für Simntcg eine Verlamm-^,, tung ein. en der Mitglieder der «Mtionafnerfammlung, nlälzische Landtagsabgeordnete. Fü'>r-r aller politischen Parteien und Vertreter der gewerkschaftlichen, genolle» ichaftlichen und wirtschaftlichen Organifationen teil, nahmen. Rach eingedender «nsiprache und einmflttaet Verurteilung bet Sandauer Putschisten wurva eine Entschlieftung angenommen, in der mit grÄtal Entschiedenb-it bet-nt wird, dah die Pfalz uni«,« lich zu Deutschland gehört. Die PKlie, wollen in bet schwersten Stunde der dwischen Geschich» ihrem geliebten Vaterland unverbrüchliche I«* halten.
Sie Srirt-nslonfftfnj.
Weitere deutsche Segennoten.
•neben der Äesomtantwort auf die gegnerischen For herungeu werben der „Frft. Zta." zufolge noch weiter ikt Einzelfragen der Friede:!Bedingungen den Gea- grrn besondere'Noten überreicht, und zwar werden als Unmittelbar bevorstehend bezeichnet: eine größere Note Ver die Frage der deutschen Ostmarken, eine Note ’ibvr Elsaß-Lothringen und die linkSrhei- gischen besetzten Gebiete, eine Note über den Umfang geb die Durchführung der von Deutschland übernouu jgttteK Echadenersatzvervflichtungen, eine sstote über die Behandlung deutsch"» Privateigen- Inm3 im feindlichen Ausland und eine Ant- W-rt auf die Cleiu-rneeausche Note über die Frage des Arbeite rrech ts.
• Benbtvmg bet Bedingungen übet da» Saarbecken?
Haag, 19. Mai.. „Daito News" meldet ans Bar», daß im Rriuziv eine Aenderunz )c r Bebingungcu beffüglich des Sa ar- lecke nS angenommen worden sei. Bei der Negelli"- trTmfte Frankreich mehr Kohlen als es verloren habe. Wie Kohlen des Saarbeckens fielen Frankreich ohne Kahl: ng zu. Eine andere Bestimmung besage» baK .Weatsr^laud an Frankreich soviel Kohlen liefern soll. ■N’e btt Gruben in Nordsrankreich in den n ächsten dehn Jahren weniger produzieren als vor dem Kriege, ifcflr diese Kohlen solle Frankreich jedoch bezahlen. Da- Mich »rhalte Frankreich .eine St-ün kohlenmenge, die Dinen Berlusteu gleichkommt, und dazu noch die Pro- Mstt-n des Saarbeckens.
Flume.
wd. P a r i s, 19. Mai. Es scheint, daß man sich Mf die Internationalisierung Fiumes «iMgeu wird, da weder Italien noch Südslawonien ßch ffii eine andere Lösung erklären.
Die Beratungen in Spott.
wb. Spaa, 18. Mai. Am 18. Mai fanden in Bpaa Beratungen wirtschaftlicher ünd finanzieller Natur patt, die auf den Friedensvertrag Bezug habe«, unter Vorsitz des stellvertretenden Präst- kettftn des Reichs Ministeriums Dornburg. Es »ahmen trV box Reichsminister des Auswärtigen Graf B r o u o o r f f - R a n tz a u , der mit meh- «ren Herren der deutschen Friedensabordnung aus BetfaiHes eingetroffen war, Reichswirtschafis- lNinister Wiffell und der preußische Finanz- »inister S ü d e k u m. Die Herren verließen «bendr 6:ma. um nach Liersmilles und Berlin zu- n'iüzukehren.
Die Reichsministsr Giesberts und Lands- terg sind bereits am Vormittag nach Versailles ptrssckgekehrt.
Die tsirkifche Frage.
wb. V e r f a i l l e s, 18. Mai. Der „Temps" »eldct: Die Erklärungen des Staatssekretärs für Indien, Monragu, des Maharadschas von Bikanir »nd der mohammedanischen Delegierten Indiens »achten geltend, daß die Inder vorwiegend Anteil •tt dem Kampf gegen die Türkei, den Bundes- Genossen Deutschlands, hätten, und bringen in Er- tttiterunfl, daß den iiwischeu Mohammedanern ge
ben. Immer wieder muß betont werden, baß au* bei greise» bet polnisch sprechenden Arbeiterschaft p* radezu am lautesten bet Nut ertönt, nicht vom Wend' kchen Reiche losgetrennt zu werden. So kommen an« xn sogenannten stockpolnischen Kreisen Kreuzbnrg und Rosenberg die eindringlichsten Notschreie. Dte mäh» rischsprechenben Oberschlesier klaren in mehreren Drahtungen au8 den verschied- n Orten - Wir fühlen oollkommen beutsch und wollen mit unserer Setmat lieber Not und Tod aushalten al« gegen unfern Willen verschachert zu werden.
mitgeteilt-. Der hier ftds gr^-gfe Verdacht, das, zwar .'•■bui, j human und m-.nx
Der 1niefgew»tet« bttrigt fit die Red» Zeit» »4« «)•). teuenma««^! k 4 fUfcrX - MS < am« b. autwatt. 80 4 ■ 50»/eteumrne«|it*L = 45 ,AeN««e,etI'I'^- > so.« teder Rabatt gilt alt «arrebatt - Bet Hust. b. K» «eiLsttast *. «er-1 10t«
«W v llngeb * 4 6en»«rg.btbt. - MIM. :*l6C1S «*t sirankt. a. W. | «13
mit dem Krcisblatt für den Kreis Marburg
Tageszeitung für (bas früher kurhessische) Oberhessen
westafrika nnmidorleglich beroi.-sen. Aus bet ®£ß|'* vorliegenden Nacht chteu geht bereut, dah die englt.pcu Polizeiorgane die Cmg-Serenen aus dem Ambo la »da nicht nur körperlich schwerste mihhandeln, so», der» auch syste,ncu:;ch um ihren sauer «sparten LohM
Genubei die Verpflichtung eingegangen wurde, den bieg nicht dazu zu benutzen, den Islam in der Person des Sultans zu demPigcn. Obwohl bisher keinerlei Beschluß gefaßt wurde, scheint es, daß man sich nrmrnehr auf eine Lösung einstellt, welche die ^tegritit der eigentlichen Türkei (ausgenommen -'tn-entlich die arabischen Länder) achtet. Unter vic-ser Bsraussetzung würde der Sultan in Kon- ftamtin^wl bleiben. Jede der verbündeten Mächte würde ein« Mission in einer geographisch abgesonderten Zen« erhalten und zwar die Vereinigten 6taat«u t» Konstantinopel, Griechenland an der Nestküfte Kleinasiens, Italien in Süd-Anatolien und Frankreich in Nord-Anatolien.
Schwierige Lage in Smyrna.
Bl. Konstantinopel, 18. Mai. -(Havas.) «l, di« griechischen Truppen gestern abend 11 Uhr fa Smyrna landeten, wurden sie au« dem tür- Aschen Lager mit Eewehrfeuer empfangen. Eg iverden über 300 tote Türken und 100 Griechen -«zählt. Die griechische Bevölkerung nimmt eine jetnbfeltfle Haltung ein. Es kam ferner zu Massenkundgebungen der Türken. Die Lag« wird als ^»utzerardentlich schwierig bezeichnet.
Das unzufriedene Ehina.
wb. s « st e r b a m, 18. Mai. Das Pressebüro Madio meldet drahtlos, die Pariser Ausgabe des sstkew Parker ^Herolds" berichte, daß das chinesische ^Kabinett zurückgetreten sei.
i Dem „Telegraaf“ zufolge rneldet die „Times" «us Schanghai, daß jetzt als Ausdruck der Unzufriedenheit Wit dem von der Pariser Konferenz ge- Laßrrn Bchskan und als Fortsetzung bei Protest-
! undgebungen versucht wird, den B » o k o 11 von apanischen Banknoten. Waren und Schissen zu organisieren. Die chinesischen Blätter weigern sich japanische Anzeigen aufzunehmen. Die Geschäfte weigern sich, japanische Waren auszustellen.
Mtsson <m bett Franenkongretz.
wb. Zürich. >8. Mai. Die Borfitz nde des Internationalen sfrauenkougresses erhielt ein Antwotttele- yramm Wilsons auf ein vom Kongreß nach Paris ge. richtete? Telegramm, das tautet: Ihre Botschaft appelliert sowohl an meinen Kops wie an mein Herz, und ich wünsche ausrichtig, daß Mittel gesunden werden, obgleich bieAussichten nicht vielversprechend ilnb wegen unendlicher praktischer Schwierigkeiten, gez. Woodrow Wilson.
-----ch.-----
Gii ftMer Mell n Sen $n$.
wb. Rom. 19. Mai. Die „Tribuna" meldet, daß die deutschen Bischöfe einen Appell an den Pjipst gerichtet haben, in dem er um Schutz fit das nont Ruin bed"ohte Deutschland angcrufen wird. Die Bischöfe erinnern an die päpstliche Rote zugunsten eines gerechten und dauernden Frieden«: sie geben zu, daß das deutsche Volk Opfer bringen müsse, fordern jedoch für ein Volk von 70 Millionen das Recht auf Leben. Weiter berichtet die „Tribnna", daß der Papst dem Kardinal Hartmann in sehr herzlichen Wo-ten ve sihert habe, daß er versuche, mit allen Mitteln die deutschen Katholiken zu unterstützen. Er bitte Gott, die Staatshäupter, die das Schicksal Europas ht den fiänben hielten, zu erleuchten. Zn vatikanischen Kreisen ve'sichert man, daß der Papst bei den in Wris versammelten Staatsoberhäuptern gehandelt hab? oder noch handeln we.de.
Die Blätter melden, daß Prinz Friedrich von Preußen in Begleitung von Vertrauenspersonen bet deutschen Regierung sich nach Lugano begab, wo et mit dem preußischen Gesandten am Vatikan eine Besprechung hatte. Man hegt die Annahme, daß von gewissen deutschen Kreisen dringliche Schritte unternommen wurden, um durch die Vermittelung des Vatikans eine Milderung in den Frie- oensbedingungen zu erreichen. — Es handelt- sich offenbar um den Prinzen Friedrich Wilhelm von Preußen, früher Landtat in Schlesien.
wb. Breslau, 18. Mai. Wie die „Schlesische Volksztg." erfährt, erhielt der Fürstbischof von Breslau auf seine Bitte an den Papst um dessen Eingreifen für eine Milderung der Fricdensbedin. gungen durch den Nuntius in München die offizielle Mitteilung, daß der Papst bereit» in dieser Richtung tätig ist.
Gras Reventlow weift in der „D. Tagevzig." darauf hin, daß die unmittelbaren Folgen der Nichtunterzeichnung die gleichen sein würden wie die der Unterzeichnung, auch der „unter Protest", fit die vielfach Stimmung gemacht werde (Gt$. »erget). Bei Nichtunterzeichnung werde weiterer Einmarsch und Blockadeverschörfung erfolgen. Wenn die Bedingungen unterzeichnet, aber nicht voll erfüllt würden, was wir einfach nicht könnten, so würden die Gegner ebenfalls ein- marschieren und die Blockade verschärfen und oben- drein trotz de, „Proteste," erklären, man sehe nun wieder die deutsche Treulosigkeit und Vertragsbrüchigkeit.
Ein« Anfrage an die Schweiz.
wb. B e r n, IS. Mat. Nach zuverlässigen nicht- schweizerischen Quellen erfährt die Schweizerische Depeschenagenkur, daß die verbündeten Regierungen heute an die schweizerische Negierung die Anfrage gelangen Neffen, ob sie geneigt wäre, eine strengere Matznahme bei einer Verschärf sung her Blockade gegen Deutschland zu ergreifen. Es handelt sich darum, ob sich die schweizerische Regierung dazu versieben würde, die gesamte Ein- und Ausfuhr mit Deutschland zu verbieten mit Ausnahme derjenigen, die die Verbündeten zugestehen.
Verstärkung bet französisch-englischen Rheinpsste«.
Ludwig, basen. 20. Mai. Die an den Rheinbrücken gelegenen Garnisonen tn bet Pfalz erhalten bedeutenbe Trupr,enn»--ft8rkn^gen.
Volksabstimmung i» Ostpreußens
wb. Königsberg, 10. Mai. Heute vormittag ianb zwischen bem vreußischen Ministervräsibenten Hirsch und den Ministern Brann unb Heine seit- und den Mitgll"dern beS ostp'reuftischen Nrovin- nalrat« sowie dem Oberpräsidenien v.Batoeki and- rerseitS eine wichf'ge Konferenz statt, i» der u. a. eine allgemeine Volksabstimmung der Provinz über die unmenschlichen Friebensbedinguvgen besprechen wurde. In der Besprechung kam zum Ausdruck, daß bet größte Teil bet Arbeiterschaft Ostpreußens geschlossen hinter bem Nein bet Reichsregierung steht.
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SmWbMll Mh $relt!k.
wb. Berlin, 19. Mai. Zu einer machtvollen Kundgebung deutscher Arbeit unb Wirtschaft gestaltete llch heut? nachmittag die in de- Bh'lborn'nnie auf Anregung des deutschen Wirtschaftskongresses ^von über vierzig Verbänden einbttufm Ve-sarnmlung. Sämtliche Schichten W erwerbstätigen Deusschlauds au? Arb"i»g-Ler- und Arbe-tnebmerkreisen treren durch die Einbemfet vettreten, zu oeneu neben vielen anderen der Blind der Landwirte, der deutsche Bauernhund, der Hausabmid. der ZentralauSschn^ der deutschen Reederei, der MittelstandSverband, der Berbaud deutscher Tauf- mällnischer V* «‘'■'•nt*"-etbanb, der
christli«hen Gewerllchasten DeutVila-ds. der Reichs« verband bet Deutschen Presse, bet Verb and deutscher Eiseuhahn-H andwerker und Arheiter, di-- Gesellschaft kür soziale Reform gehört. Nach Ansprachen deS Generaldir-ft-rs Brüggmann,bes Vorsitzenden des deutschen Wittfchaftskonbresses, und der Vertreter der einberufenden Oraanisatronen, die jeder für sein wirtschaftliches Teilgebiet die Un-rsüllüarle-t der Friedens- bebingungen, btt Notwendigkeit d's Zusammenbruchs der denischeu Wirtschaft bet ihrer Annahme und Dnrch- kührnng nachwiesen. wurde ttnstirnmig eine Entschließung angenommen, in der Einspruch erhoben wird gegen die Vernichtung deutscher Arbeit nud Wirtschaft durch die Deutschland zugemnteten Frt'deuZbedtngun- qen. Ein s-lchet Fri<-^e bedeute Arbetts'o'igktit, Elend unb Hunger für ein Volk von 60 Millionen.
wb. Kattowitz, 18. Mai. In ganz Ober- schlesien sanden nochmal» große Protestkuudgl-bunatn und Ttmonstrationsumzügt gegen den G-waltfriebtn statt. Trotz des regnerischen Wetter» sanden in den größeren Industriemittelpunlten wir ?attow.tz, Hindenburg usw. riesige Umzüge statt. Die Scbeutun z diese» Demonstrations-Sonntags lag aber darin» daß es wohl kein noch so entlegenes Oettchen im Regierungsbezirk Oppeln gab, wo die Einwohnerschast sich nicht zum Demonstrationszuge sammelte. Rach bei dem Slaatskommissariat für Ooerschlesien eiugelause- 1 neu Berichten kann man annehmen, daß von den in F-age tommtnbea 1 200 000 Einwohnern gut eine Mil- i ; a drknudete^ auf eile Fälle bei Deutfchlarrd zu blei-
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Die Weffrn ächte, die sich eine Zeitlang für M SelbstbestimmttngSrecht her Eingeborenen begeisterten, haben kurzer Hand b--schlossen, Wt detttfcben Kolonien unter sich »u verteilen. Wie die Cfin^6oTtnHt über die deutsche Herrschaft denken, gebt wieder «u» folgendem Erlebnis hervor, da» ein heimgtkebrter Ost» akrikaner den „Berliner Politischen Nachrichten" mit-
Etwa am 15. Iaimar 1919 wurde ich in angelegenbriten der Deutschen vom Gefangenenlager au» nach Tabora befohlen. Von dem begleitrndett englischen Offizier erhielt ich die Erlaubnis, mich von vormittag» bi» nachmittags 3>/, Uhr frei zu bewegen. Ich hie« mcch in den Straßen auf und hart« im Augenblick einen starken Anhang Schwarzer, entlassene ASkari, Träger und andere bei mir. Alk begrüßten mich stürmisch al» Deutschen, befragten mich über die Zukunft der Kolonie, unb aller Enden oef man mir zur „Mzuri fana, kama wädatschi kurudil („Es wäre sebr schön, wenn die Deutschen zurück« k S m e n !") Hm dr-ck> die 6nfl(5rS- Nnannehm- lichkeiten zu bekovnnen. ging ich in ein ‘ - chenlokal. Hier sand ich dieselbe Sympathie für die Deutschen. Alle, Griechen wie Schwarze, sagten mir, daß si« ihre Zuneigung zu den Deutschen nicht frei ansspreiben könnten und bürftm. d-mn es seien Fäll? von Verhaftungen beziehunoswekse Entziehungen von Konzessionen vorgekommen, sofern sie sich deut ehsreundllch gezeigt hätten. Am Nachmittag traf i-b mit einem englischen Leutnant im GepÄmaguziu zusammen. Al» die Eingeborenen mich bemerkt batten, strömten sie herbei und begrüßten mich rückhaltlos. Der englische Offizier, über die Freude unb Anhänglichkeit erstaunt, fragte mich, wie es nur möglich fei, daß die Leute, alt wie jung, so an den Deutschen hcngen, obwohl wir heu Leuten doch wahrend des Feldcuges nichts hätt- können al» Strapazen und schmale Kost; obend. -e strenge Behandlung. Ich antwortete ihm. büv sei eben der beste Beweis bafttx, baß bie Schwarze» uns richttß erkannt hätten. Si« wüßten ganz genau, baß wir ihnen nur Gute» täten, schätzten uns msolaedcssen und hingen sehr an un*. Der englische Offizier schüttelte ben Kopf unb meinte, ja, so müsse es wohl sein, sonst hätte v. Leito» solch einen Krieg nicht führen könne«. Beim Einsteigen wurde unscr Automobil von Eingeborenen umringt; erst aut meine Aussotoerung ieilten sie sich, und unter ihren Zurusen: „Wadallchl tunavenba fana!" uno: „Tutakuona marra inginef* („Wir lieben bie Deu!scheu sehr!" und: „Wir werde« un» Wiedersehen!") fuhr da» Auto ab.