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mit dem Kreisblatt für den Kreis Marburg

Tageszeitung für (das früher kurhesfische) Oberhessen

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Der Anzeigenprei» beträgt flr die Sgeta Zeil» 25 4 « 40*f» teurtunu«iuf*L, e i 35 J, amtl. u. auswärt. 30 Jj u. 50e/,Ieuerunq«|u)<)L = 45 Reklamezeil» "'a-

lrrffks Blatt

P.878

t'che«d beglaubigt erkennen lassen. Die MA»Manischen Ernährungskommisiar Hoover bildete.

kbc* HanPtsächlich in dem Vorhandensein n*%

London, 2. Mai. Eine Reutermeldung es für möglich, dag Deutschland nach einer Probezeit von wahrscheinlich einem Jahr Völkerbund ausgenommen werde, da man

kpnboit der Vollmachten ist sehr mannigfaltig, fceftae Prüfung ergab, daß sie die Deleoi.'rtew

M.enknnft fand heute Nachmittag 3 Uhr 15 Min. im

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der Ansicht sei. daß desien Einflutz nur nutzb.ingend auf die Bildung des neuen Deutschlaird wirken könne.

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oder die Zinse« auf die Krieg»««leihe erklärte er fit unmöglich.

1,30.4. Jeder Rabatt gilt al» Larrabatt. Bei Au«k.d. die 8e,chStt»R. u. Cer» mittig, b Ingeb. 36 j. Sonbergedihr. Postscheck : Ät. 5015 timt Franks, a. M.

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kv. Dersaille«. 1.Mai. Um die Hotels, in denen die deutsche Abordnung untergebracht ist. sind um­fassende Vorsichtsmaßregeln getroffen worden. DaS Pub­likum darf die Gebäude nicht betreten. Auch ist ihm der Verkehr mit den Deutschen unterlagt, sogar den Mitglie­dern der französischen Presse. Die Straßen sind mili­tärisch besetzt, jedoch darf die Bevölkerung dort verkehren.

| ix bei ihrer Ankunft zu den Delegierten der Gegner Bkt Der Botschafter Cambon begrüßte sie mit einer chroche etwa folgenden Inhalts:Herr Graf! Wir M Sie gebeten, hierher zu fonttnen, um die Vollmach- ikt deutschen Delegierten von Ihnen in Empfang zu fee«. Unsererseits werden wir Ihnen die Vollmachten t Vertreter der verbündeten Regierungen übergeben, st «-en Ihre Vollmachten prüfen, und Sie werden

Marburg

Sonnabend. 3. Mai

Kiautschau.

wb. A m st e r d a m. 2. Mai. DerTelegraas" meldet aus Paris: Der japanische Delegierte auf der Friedenskonferenz. Baron M a k i n o, erklärte, dasi Japan seiner Verpflichtung. Kiautschou an China zu rückzugeben, Nachkommen werde: Japan wolle es jedoch selbst zurückgeben und ge­statte nicht, daß man ihm diese Aufgabe au» der Hand nehme. Makino erklärte mit der größten Bestimmtheit, daß Japan an der Seite seiner bis­herigen Verbündeten und Freunde bleilwn werde.

Die Versorgung Deutschlands.

Berlin. 2. Mai. DasBerl. Tagebl." gibt eine Meldung, des Büros Europa Expreß wieder, wonach die erste Anknüpfung sachlicher Verhand­lungen eine Unterredung des deutschen Unter­staatssekretärs v. Braun und mit dem ameri-

H 2. Mai. DerVorwärts" gibt folgende H Versailler Korrespondenten wieder: Wir <i Welt abgeschlossen, wir empfangen mb keine Nachricht, außer durch Zeitungen, ^l.Mai nicht erschienen sind. Die Absper- Äai ist noch strenger. Die gan$t Tele» von 26 Uhr nachmittags imHotel des leiben, wo ihr der Park zur Verfügung .ledern folgt, daß keinerlei Verbindung zwi- 7-'er Genossen ,«ch den deutschen Sozial-

Mtihmi ter Silaailea in Bertlies.

I »l Versailles, 1. Mai. Im Laufe des gestrigen Ljtf wer dem Grasen Brockdorff-Rantzau im Egtage unserer Gegner telephonisch mitgeteilt worden, rijdüe mittag 12 Uhr ein Hotel Trianon die Som» jten her verbündeten Regierungen zur Prüfung der ^rechten eintreffe und der Gras aufgefordert werde, itort mit den deutschen Vollmachten einzufinden. Der fi widern, daß er die deutsche Kommission zur lÜm-g der Vollmachten beauftragt habe, zwecks Prüfung k tefcerfeitigen Vollmachten zur angegebenen Zeit im rfanM zn sein. Daraufhin kam heute mittag die 'amt- t? telephonische Mitteilung, daß der Präsident der geg- fifchen Prüfungskommission, der Botschafter Jule? e»b<x, den Grafen Brockdorsf-Rantzau bitte, selbst Bäten im wollen. Außer Cambon würden Sonar i» fflt England, Henrv feite für Amerika und ietsxi für Japan zugegen sün. Da diese sämtlich feierte sind, gab Graf fßroefborff Antwort, er roerbe : deutsche Kommission persönlich eimüferen. Die Zu-

bebingungen würden ftühestens kommenden Montag über­reicht. Bei Besprechung der Berlegung der Nationalver­sammlung nach Berlin erklärte et, die für die Uebersiede- lung noch Weimar sprechenden Gründe bestünden nur noch teilweise. Wenn geeignete Unterkunftsräume gefunden würden, stände ber Verlegung nach Berlin nichts entgegen. Um au8 deut unerträglichen Zustand herauszukommen, daß daS Plenum in Weimar und der Friedensausschuß in Berlin tage, schlug Scheidemann vor, die Plenarsitzung vorläufig aus fallen zu lassen Nach längerer Aussprache wurde befchlosienn, daß sich die Ansschußmitglieder bereit halten sollen. Die Plenar­sitzung, die für Dienstag angesctzt ist, fällt aus. Es wurde die Erwartung ausgesprochen, daß auch die Mit­glieder der Nationalversammlung sich möglichst zahlreich in Berlin einfinben, da die gesamte polftische Lage jeher Zeit einen Zusammentritt der Nationalversammlung in Berlin notwendig machen Anne. Hebet die Ver­legung ber Nationalversammlung von Weimar nach Ber­lin läßt sich noch kein enbgüttiger Beschluß fassen.

Vermittlungsversuch« in der Fiume-Frage.

Berlin. 2. Mai. Nach deutLokalanzeiger" wird in Berichten aus Paris gemeldet, datz Or­lando Wilson einen neuen Vorschlag zur Fiume« Frage anknndfgte. Frankreich und England werdÄ» diesen Vorschlag unterstützen.

wb. Rotterdam, 2. Mai. DemNieuwe Rotterdamschen Courant" zufolge meldetDaily Telegraph" aus Rom, daß sich der dortige ameri­kanische Botschafter am Mittwoch zu Sonnino be­geben habe, um diesem, wie verlautet, den Oel- zweig des Friedens anzubieten. Bei der daraus folgenden Besprechung war auch Orlando zugegen Der Korrespondent desDaily Telegraph" meldet, er habe den Eindruck, datz die schwebenden Fragen nicht gelöst werden und die Instruktion nicht zu der Hoffnung einer vollständigen Lösung der Streitfrage berechtige.

tttn Vtze,echr 't&tlS und Fr»uz»i<«.

wb. Agram, 3.Mai. Nachdem die Franzosen hie Brücke zwischen Fiume und Sussak besetzt batten, kam es zwischen diesen und vordringenden Jtalin-rn z» einem Feuergefecht. Die Italiener mußten sich zurückzie- feen und hatten drei Berlvundete. Engländer besetzten Sussak.

Heber die Fahrt nach Paris berichtet bet Vertreter der Franks. Ztg." n. a.: Die Fahrt durch das belgische Ge­biet über Lüttich und Namur ließ von den Spuren des Krieges verhältnismäßig wenig erkennen. Am Dienstag mittag wurde die französische Grenze erreicht, und die Zeichen der Zerstörung wurden nun allmählich stärker. Schmerzlich war der Anblick der Gruppen deutscher Kriegsgefangener, die an der Fortschaffung der Trümmer uuo auf den Feldern arbeiten. Zwischen den Reisenden und den beklagenswerten Volksgenossen wur­den im Borst bereiten Grüße getauscht. Die Ruinenstadt des schauerlich verwüsteten St. Quentin bleibt als stärkster Eindruck ber Fahrt tm Gedächtnis. Die beiden Züae. die von den Deutschen während des Aufenthaltes^auf den Stationen nicht verlassen werden durften, wurden hn Umkreist um Paris geführt bis zu der kleinen Station Baueresfon, von wo die Reisenden mit Automobilen nach Verstilles gelangten.

Belgien« finanzielle Forderungen.

zp. Versailles, 2.Mai. Wie die Blätter mel­den, hatten belgische Delegierte auf der Friedenskonferenz gestern eine dreistündige Beratung mit d m durch die Ab reise Orlandos znm Dreierrat gewordenen Viererrat. 15 Spezialisten sollen den Verhandlungen beigetoofent haben, deren lange Dauer darauf schließen läßt, daß'man das belgische Problem gründlich durchgesprochen hat. Nach demTemvs" habe man hauptsächlich über die ungünstige finanzielle Lage Belgiens verhandelt, besten Entschädigungsansprüche an Deutschland auf 20 Milliarden Franken beziffert werden. Der Mini ster des Aeußent, vvmans, hatte einen sofortigen Vor­schuß von 21/» Milliarden verlangt. ~

-W tuuiicoHe xRiurfnftMiguug bet «cigucyest jicau« I ziettcn Wünsche zugesagt.

Ei« Jahr Probezeit.

«osbrücklicher Vorbehalte wegen einer Ra list- fett4 den Souverän ober des Parlaments ob:r 16 Zvsttatmung der Regierungen unb Staatsobrr- ^fe Bekanntlich forderte Clemenccau in seinem zw.i- kckeoramm. daß die deutschen Delegierten die glrich- ,fecht haben müßten, wie die Delegierte« der ver- Mächte Jedenfalls findet sich für den Inhalt feidhfew Vollmacht Ärgestb ein Vorbild unter den der (Gegner, sodaß auf Anerkennung der fex Vollmacht gerechnet werden darf. Die Boll- fee deutschen Abordnung «ft eine Generalvollmacht.

Delegierten der verbündeten Großmächte sind sol- : Bereinigte Staaten: Präsident Wilson, MW, Henry White, Oberst House, General Bliß: r l« « tz : Lloyd George. Balfour, Bonar Law. Banes, fe; Kanada: Borden, Fester, Doherty, Sifton: Realien: Hughes, Cook: Südafrika: Botha, Neuseeland: Massav, Ward: Indien: der Maharadscha von Bikanir, Lord Sinha: 'ich: Clemeneeau, Pichon, Klotz, Tardieu, Ju- t: I a p a n : Saionji, Makino Chinda, Matsui, ~ner find durch Delegierte vertreten: Belgien, \ Portugal, Rumänien, Serbien, Brasilien, Guatemala. Haiti, HedschaS, Honduras, < "agua, Panama und Siam.

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Dieser teilte mit. daß zur weitere» Belieferung Deutschlands abermals 400 Millionen in Gold nötig feien. Es wurde vereinbart, daß die deut­schen Delegierten der deutschen Regierung Vor­schläge» sollten. 200 Millionen in Gold u»ü> eben­soviel in fremden Werten zu hinterlegen. Hoover legte auch dem Unterstaatssekretär nahe, Deutsch­land möge den argentinischen Weizen an kaufen, da der amerikanische so knapp sei, datz ein Höchstpreis dafür hätte eingeführt werden müssen. Braun stimmte unter der Bedingung zu. datz deutsche Unterhändler nach Argentinien reifen dürfen.

Die Volksabstimmung i* Schleswig.

Berlin, 2. Mat. Rach derVosi. Ztg." will die KopenhagenerRationaltidende" von gut unterrichteter Seit« erfahren haben, datz die erste Abstimmung in Nordschleswig am 15. Juni, in Mittelschleswig 6 Wochen später stattfinden soll.

Einladung der Ssterre'ckfsche» Delegierte« zum 12. Mat.

tob. Wien, S.Mai. Der Oberste Rat ber Verbünde ten beschloß die österreichischen Delegierten einznlaben, sich mit Vollmachten am 12. Mai in St. Gerrnaiu-en-Laye zur Prüfung der Friedensbedingungen einzufinden.

wb. Wien, 3.Mai. Hier traf eine STborbnung von Kaufleuten auS Paris zwecks Vorbereitung der Wie beraufnafeme bet Handelsbeziehungen zwischen Frankreich, und Deutsch-Oesterreich ein. Die finanzielle Blockade soll aufgehoben werben.

«m Dienstag feine Sitzung der Rational-

Versammlung.

wb. Berlin, 3. Mai. Im Frichensausschuß teilte

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wb. Berlin. 2. Mai. In der Handelskammer stielt Reichssinanzminister Ternburg einen Soitraa Mer die Finanzlage Deutschlands und die Möglichkeit einet Kriegsoutichädigung. Er sagte u. a.: Das V r- ivrecheu bet Wiedergutmachung aller Schäden in den besetzten (Sebict-n werd n wir halten, astet wir können es nur durch Arbeit. Dazu brauchen wir Leb-ns- mittel und vor allem Nohstolfe. Untere 6 gnet mästen uns auf untere zukünftige Arbeit Kredit geben, den wir tm Laufe der 3ett ottragen werden. Er avpellirK an die Bolksaenosten. zu arbeiten. Dembutg gab bann einige Ziffern feg Reicksstaushalr s, astqeftsten von den Zastlunaen an unsere Feinde. Danach werden netanWaat für Kosten von Heer. Marine und Kolonien 2. für Vetfotgungsgestüsttniste infolge des Krieges für noch zu erwartende Anintüche 4Vi Milliarden.- Die Kriegsausgasten betrugen 185 Milliarden. Mr kämen asio auf 2 Milliarden jährlich Sesamtfelastung. Zur Deckung feien sttsher 7 Milliarden Steuer Dorlagen aus- gearbeitet. Bei den hohen Dermögen dürften 6070 %

,rt 8 rnfceen Vollmachten das Gleichem. Einige unserer

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Ministerpräsident Scheidemann hat einer un« widersprochenen Nachricht zufolge einem Bericht­erstatter desDaily Chronicle" gegenüber die Volksabstimmung für den Fall, datz in der Nationalversammlung sich nur eine kleine Mehr» heit für die Annahme oder Ablehnung des Frie» densvertroges Herausstellen sollte, in Aussicht ge­stellt. Andere Mitglieder der Regierung sowie Parlamentarier haben die gleiche Ansicht ver» treten, die offenbar an Boden zu gewinnen sch-'int. Es ist aber dabei zu beachten, datz di« Vornahm* einer Volksabstimmung, zu der überdies ein um­fangreicher Apparat und weitgehend« Dorbetei» tungen notwendig sind, nicht ohne weiteres möglich ist. Nack dem Gesetz über die vorläufige Reichs­gewalt vom 10. Februar mutz Kriegserklärung und Friedensschlutz durch Reichsgesetz erfolgen. Für -a» Zustandekommen eines Reichsgesetzes ist di« Uebcreinstimmung zwischen Nationalversammlung und Staatenausschutz erforderlich. E r st wenn eine solche nicht zu erzielen ist, kann der Reichspräsi­dent die Entscheidung durch Volksabstimmung her» beiführen. Liegt eine Meinungsverschiedenheit zwischen Nationalversammlung und Etaatenaus» schütz nicht vor, worüber jetzt noch nichts fesifteht, so bedürfte es eines besonderen Gesetzes, um eine Volksabstimmmig vornehmen zu können. Die Nationalversammlung ist zu dem ausdrück­lichen Zweck gewählt worden, eine neue Verfasiung u geben und den Frieden abzuschlietzen. Es wäre seltsam, wenn ihr eine ihrer ^beiden Haupt- Reichsregientng sich vielleicht odr der Schwere vW Verantwortung scheut und das Volk in seiner Ge­samtheit entscheiden tonen mochte. Eewitz. e» steht viel aus dem Spiel: die Ehre und die Existenz des deutschen Volkes. Aber gerade deshalb wäre es verfehlt, die breite Masi« der Wähler darüber urteilen zu laßen anstatt die erwählten Vertreter des Volkes. Die Gründe dafür fegt fe" demo­kratische Kieler Hochschullehrer Prof. Baum- garten in derVossischen Ztg." im Einzelnen dar. Er erklärt, man könne nicht daran zweifeln, datz die Friedensbedingungen nur nach ein­gehendsten Verhandlungen und weitgehendsten Ab­änderungen für unser Volk, für seine Ehre und feine Zukunft erträglich sein «erden und schreibt rann weiter:

Man sollt« nun denken, datz diese Empfinbuug auch bei drr -rotzen Mehrheit der deutschen Boiksgensste» eine so unmittelbar durchschlagende sein würde, datz die Volksabstimmung in ihrem Ergebnis nicht zwetfel- haft fein könnt«. Allein da verkennt man die bisher noch mangelnd« politische, insbesondere nationale Reif« des Volkes, das die ganze« Folgen einer konsequenten Fortführung des Kriege« mit Deutfchlalid auch nach dem Frieden, feiner Bev» drängung aus einer wirklichen Konkurrenz mti dem SBeltmarft, feiner Ausschaltung aus der Reih« twt kolonisierenden und missionierenden Kulturvölker, der AbsäMiltung der für sein wirtschaftliches und kulmrell«, Leben wichtigsten Glieder kaum übersehen und vor allem geringer eiuschatzen wird, al» die bet der Ablehnung allerdings unmittelbar drohende Zeit der Aushungerung und Anarchie. Das Seipenft des Hunger­typhus und des Bolschewismus wird da» Volk gar leicht vor bet Selbstbehauptung von Ehre und Zukunft zutückichreckcii. Man braucht wahrlich nicht gering von seinem Volk und seinen breiten Mafien zu denken, um ihm oie Wiederstandskraft für diese Alternative: schmachvoller Friede oder vieljaches Sterben und inner« Anarchie nicht zuzutrauen. Darum mSchten wir mit aller Energie davor warnen, das Volk in dteft furchtbar« Versuchung zu führen. Gewiß, es mag fein, daß di« jetzige Regierung und di« jetzige Mehrheit der Nationalversammlung, wenn ste den Mut zu eine» starken Nein findet, von fern hungernden SMl »eg­ge fegt wird. Hebrigens scheinen ihre Tage auch daun gezählt, w-m» sie sich einem solchen Gemalt» frieden beugt, desien Tragweite bald offenbar werde» wird. Aber, wenn nicht da» deutsche Volk, sonder« seine fReoicrung und gewählte Vertretung fee *u« verlangte" Entscheidung trifft, dann bleibt für später, Zeiten ein Widerruf möglich: trenn kann di« arme Volk späterhin seine derzeitige Negierung und Vertretung als auf Grund irriger Voraussetzungen bandelnd verleugnen: bann ist bk setzt getroffen, Entscheidung keine endgültige. Wenn aber das deutsche Volk selbst einem Gewalt- und Schmach» frieden erst einmal zugestimmt hat, dann gibt es vor der We'tgesch'chie. vor dem Völkerbund, vor den Si ne» trafen kein Zurück mehr. Wie mag man e» rls» Heren, datz ein unter so abnorm n Verhältnissen in ge­schwächter Kraft lebendes Volk sich selbst und seine Zukunft verdammt, nur weil «s nicht weiter zu hungern sich getraut!

Prof. Baumoartsns Darlegungen und weiter«!

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* in Woferung der Gleichberechtigung und Gegenfeitigkeit i ® L Graf Brockdorff-Rantzau, die Mitglieder der Prü- l H i Dkommiffion und Juflizrat Schauer als Dolmetscher

Di« fehlenden Reser »en vor Fach» letzte« Angriff««.

DieDaily Mail vom 10. April enthält eine in französischen Blichen nicht veröftentlichte Unter­redung eines Berichterstatters des Blattes mit Mar­schall Foch. Auf fee Stage des Berichkrstatters, von welchem ZeiipuM an der Akarfchall gewußt hätte, daß er den etrb<t^tgcit Sieg erringen werde, antwortete Fochi'. .Fickchdem (General Rawlinssn und General Debency a«k 8. August 1918 ihren gemeinfauun An­griff gÄnacht hatten. Ende Augrsit wußte ich »och nicht, daß die Deutschen das Spiel verloren geben mürtr:n; ater ich toar entschlofieu, unseren Vormarsch bis'zu ihrer endgültigen Niefertage fortzusetzen. Unsere Off nfive batte sich gerade auf der ganzen Linie ent- wickstt. Die Deutschen hatten bereits 55 ihrer 180 oder 190 Divisionen in den Kamps ytcorfen. Ihre Reserven waren aufgebraucht. Bis dahin war alles gut gegangen. Dann begann der Angriff hn Abschnitt Amiens am 8. August. Auch dieser Angriff hatte Erfolg. Damit war b-i Augenblick für den allgemeinen Vor­marsch gekommen. Ich befahl Eerretal Humbert anzugreifen. Er meldete, er habe feine Reserven tut Verfügung. Ich befahl trotzdem den Angriff. Gleiche~ittq gab ich Marschall Haig den Angris'?- befehl.' Auch dieser nwtfete, daß ihn keine Re­serven jnt Serfiifitntg stunden.Greifen Sie trotz­dem an en atrentl

Diese Aeußerungen Fachs beweisen, daß fe« Kämpfe im Itztühjabr 1918 die feindlichen Reserven beträchtlich erschöpft batten, wenn auch nicht in fern von der Ob-r- sten He-resleitung erwartete« Maß. Immerhin wäre ein werterer starker Widerstand des deutschen Heeres von ausschlaggebender Wirkung gewesen tat Hinblick aus di« mangelnden setadlicheu Reserve«.

IDieOberdesf'sch« Zeitung erscheint sechrmnl wöchentlich. Der Bezugspreis beträgt monatlich 1.35 Jt. frei uil Hau» (durch die Post »hn« Bestellgeld). Verlag von Dr. C. Hitzerath. Vi«tt 2V23. Fernsprecher 55.

fc-fehlen noch, etwa von zwei oder drei Staaten. V meife» fe nach^o' ten " »v

fw fet> r Sprache:Ich habe bte benksche mmgSkommission beauftragt, ihre Vollmacht zu über- fee stelle Ihnen feiennit den Vorfitzeudeu bet «>»ilfto», Reichsiuftizminifter Landsberg, vor." stellte hieraus die übrigen Mitglieder der Stant* Pwn mnd Herrn Schguer vor. Cambon stellte feiner» ikfee ihn begleite fen"Vertreter der Großmächte vor, küch Lord Harbin ge statt Bonar Law für Eng- Hntrh White und M a t s ni. Er bat daun um ! vckdnacht. Graf Brockdorff veranlaßte den Minister iMberg die inzwischen von Geheimrat Gaus bereit- fekw Vollmacht Cambon zu übergeben, der-wieder-- * W VoNnmchten unserer Gegner 0>aus einhändigen t

fifeer den der deutschen Prüfungskommission vorliegen- -strfenfen fehlen die von Italien, Coftarira und SfeRgre. Die Vollmacht Serbiens ist im "iarttn ber Serben, Kroaten und Slowener aus- ^llk. Mf fer anderen Seite sind Vollmachteli vor- jfe Mt Bolivien und Peru, die uns nicht den Krieg

Anfern nur die Beziehungen mit uns abgebrochen ** Pom arabischen Staat Hedschas, ber uns M fea Krieg erklärt, noch von uns als selbständiger 7* oxettannt loorfen ist, werden wir die Voilniacht [fe fern Vorbehalt a »nehmen können: daß bk Be- ^feorn zwischen diesem Staat und der Türkei in einer ehemaligen Bunfesgenosien anerkannten Weise

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