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mit dem Kreisblatt für den Kreis Marburg

Tageszeitung für ldas früher kurhessische) OSerhessen

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1919

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Regierungen und den deutschen Bevollmächtigten am

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14. Mär; getroffenen Anordnungen gestattete» bereit-

die Ausstandstage kein

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Lieferung b-träckllicher Mengen von Lebensmitteln das deutsche Volk und die Schaffung von Mast

Unter dem Vorsitz detz fanden am 18. Avril

Wb. Pari-, 19. April. (HavaS.) Die Eisenbabner beschlossen, vom Ausstand am .1. Mai Abstand »u neb- men, indesien eine Solidaritätskundgebung zu veran­stalten und für den Zentralwrrkstätten- und Devotdienst außer für Mannschaften für dringende Reparaturen, eine 24stündige Arbeitseinstellung anzuordne«.

Wb. Haag, 20. Avril. WieHet Vaderland" mel- bet. bat der amerikanische Lebensmittelkontrolleur Hoo­ver auf der Reis« nach Berlin, wo er an den Besprech­ungen über die Lebensmittelversorgung Deutschlands teil- nehmen wird, Oldenzaal passiert.

gesichert. Solange diese Frage offen ist, kann mit den Bezügen selbst nicht mit irgendwelcher Bestimmtheit 'erechnet werden. Die Lebcnsmitteleinfuhr auS den neu­tralen Ländern wird durch die Verbündeten aufs Schwerst- gehemmt. So ist es insbesondere wegen deS Verbots. Hold zur Deckung fälliger Verbindlichkeiten nach neu­tralen Ländern auszuführen, zur Zeit nicht möglich, mit den Neutralen Valuta-Transaktionen zwecks Be- iablung der Lebensmittel zu schließen. Es darf dahei nicht verkannt werden, daß Deutschland noch immer nicht mit Sicherheit darauf rechnen kann, daß seiner Leistung und Bereitstellung seines Schiffsraums die volle zugesagte Gegenleistung entsprechen 'wird.

wieder aufzunehinen, daß durch Einnahmeuaussall entsteht.

Wb. Berlin, 19. April.

Reichsarbeitsministers Bauer

Wolff-Büro mit Genehmigung des Generaldirektors der Lebensmittelversorgung Hoover eine Erklärung zuge­stellt, in der es heißt:

Die vom amerikanischen Generaldirektor der Leben?- Mittelversorgung in Uebereinstimmunq mit dm verbünde-

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erneut Verhandlungen zwischen d'm Verband der Metalle industriellen und den Vertretern der im Ausstande be­findlichen Angestellten statt. Nach vielstündiger Ver­handlung gelang e? schließlich im Wege beiderseitigen Ent­gegenkommens für beide Teile eine befriedigende Lösung zu finden. Da? Mitbestimmungsrecht wird in der Weise gewährt, daß die Geschästsleitung dem An->«e stelltenauSfchaß von jeder Neueinst-llrmg von Angestell­ten Kenntnis gibt. Di«S gilt nicht für die leitenden Beamten. Ferner hat die GefchöstSleitung dem An«» stelltenausfchuß von jeder Kündigung und Entlastung Angestellter, bevor diese erfolgt, Kenntnis zu geben. Wie­derum find die leitenden Angestelltengruppen ausgenom­men. Ein Einfvruch gegen die Kündigung hat keine aufschiebende Wirkung. Im Ztveifelsfalle entscheidet über Einstellung und Kündigung der Schlichtungsausschutz. Ferner wird vereinbart, daß unter der Voraussetzung der allgemeinen Wiederaufnahme der Arbeit am ersten Ar» lieitstage nach Ostern bereit« ab 18. April Bezahlung stattzufinden hat, daß den Angestellten bei der nächsten Gehaltszahlung rin angemessener Vorschuß zu ge» währen ist.

Sie Mmm SentföMs.

Die Finanzierung noch nicht gesichert.

Von maßgebender amerikanischer Seite wird

wb. Berlin, 19. April. Im Einvernehmen mit dem Reichswehrininister, dem Kriegsminister und dem Reichsschatzminister wird folgendes bekanntgegeben: Der Ausstand der Angestellten in den Spandauer Heeres- »verkstätteu ergibt die Unmöglichkeit einer ersvrießlichen Arbeit in diesen Betrieben. Sie werden deshalb bi- auf weiteres geschloffen. Die Arbeiter werden ersucht, ab Dienstag, den 22. April bis zur weiteren Mitteilung an ihren Arbeitsstätten nicht zu erscheinen. Die Lohnansprüche der Arbeiter werden voll von der Re­gierung anerkannt. Die Lobnznblnng erfolgt bis iist weiteres in der bisherigen Weise. Jede Störung der Ordnung durch Gewalttätigkeit oder sonstige unge­setzliche Maßnahmen wird auf Grund des bestehenden Belagerungszustandes mit aller Strenge geahndet.

Die Schließung der Spaudauer Heereerserkstätten toar nach Ansicht der Reichsr.riieruug auch ohne äußeren Anlaß der Angestelltenansstä"de-«j wirtschaftlichen Grün­den dringend notwendig. Selbst wenn eS die Lage der Reichsfinanzen gestatten wurde, den Betrieb im unge­fähren Umfange des FriedeuSbetriebs vou 1913114 auf­recht zu erhalten, konnten doch für die Arbeiterzahl in dieser Höbe wegen der wesentlichen Verringerung der FriedensprSfen,stärke von Heer und Flotte Aufträge auf Waffen und Munition nicht in genügender Menge ge­geben werden. Es muß deshalb die Umstellung der Spandauer Heereswerkstätten in FriedenSbe- triebe erfolgen. Zu diesem Zweck wird die Reichs» regierung die bereits begonnene Entmilitarisierung und Neuorganisation sowohl der Leitung als auch der Be­triebseinrichtung beschleunigt durchführen. Die ReichS- regierung wird Sachverständige aus den Kreisen von Fabrikanten und Arbeitern der Spaudauer Werkstätten und anderer Betriebe, ferner aus Vertretren der Gewerk­schaften, insbesondere der Zentralverbände der Metal» arbeitet, der Holzarbeiter, der Transportarbeiter usw. berufen und ein Organ schassen, das zusammen mit der Reichsregierung diejenigen Maßnahmen zu beraten und sofort durchzusuhren hat, um die Spandauer Betriebe wenigstens so weit zu bringen, daß sie sich selbst er­halten können. Tie Finanzen des Reiches gestatten unter keinen Umständen, daß die Spaudauer Werk­stätten und andere Staatsbetriebe so wie bisher tut Laufe eines Etatsjahres Fehlbeträge von mehr»« ren hundert Millionen ergeben. Gegen die Soziali­sier u n g dieser Betriebe hat die Reichsrrgicrnng nichts einzuwenden, falls diese Betriebe erst gesundet raÜ. für die Sozialrsiemna reif geworden fu& In jtbca

mnn 24. April der gesamte Personenverkehr eingestellt wird.

BirlMt SMm der ßmntaet Seerertelrlete.

Sm Kode de§ MeMeiimMdn.

wb. Berlin, 22. März. Heber die Beendi­gung des Berliner Angestelltenausstandes wird heute abgestimmt. Die Arbeit soll morgen überall wieder ausgenommen werden.

wb. Berlin, 22 April. Am zweiten Osterfeier« tag fand im Zirkus Busch eine Ricsenversammlung aus­ständiger Banlbeamten statt, worin zu der Erklärung ''er Bankleitungen und dein Schiedsspruch des Schlich- ttingsausschusses Stellung genommen wurde. Während ves sehr bewegten Verlaufs der zweieinhalbstündiaen Sitzung kam wiederholt zum Ausdruck, daß die Forde« nmgen zwar nicht ganz erfüllt feien, daß man aber aus >em Erreichten weiter bauen könne. In einer temvera« mentvollen Ansprache betonte der Vorsitzende des Deut» 'chen Bankbeamtenvereins, Fürstmbera. daß der Ausstand den Bankleitnngen gezeigt habe, daß die bereinigten Kräfte der Arbeitnehmer nicht zu unterschätzen seien. In den Urgrund aller Erbitterung und Verdrießlichkeit regen die Diktatur der Bankleitnngen sei eine gewaltig« Bresche gelegt. Es wurde folgere Entschließung ein­stimmig angenommen: Die Versammlung der ausständigen Bankangestellten im Zirkus Busch verlangt Abstimmun­gen in den Betrieben. Den Betriebsversammlungen empfiehlt sie, die Arbeit nur unter der Voraussetzung

Marburg

Dienstag, 22. April

Sie KiMim not Serloite.

Verhandlungen oder nur Entgegennahme?

*6. Berlin, 19. April. Der Oberste Rat dc

Der An,eigenurei, beträgt fVr die 8,-l» Zeile 20 ' ---------

au»n>«rt. m. e«mmelonj. 30^. «. 88V,/. Sriqj.ju,«». neuameuue i .«>.*. seoer Rabatt gilt eie Senebett. Bei «uifvnft b. die «e,chätt,«t. «. Bernnttlmtq der Angebote » 4. «onbergebähr. Postscheckkonto: Mr.6Clt Amt Franks. c M

Diese Ausführungen zeigen, von welchem guten Wil- en die amerikanische Ernährungsl-ehörde offenbar jetzt erfüllt ist. Das deutsche Volk muß sich aber darüber klar fein, daß es sich nur um ein Programm handelt, dessen Durchführung nicht allein von der amerikanischen Gin« uhrbehörde abhängig ist. Vor allem ist die Finan­zierung der Leöensmittekdezüge noch nicht genügend

DieOberheflifche Zeitunq" erlchetnt fechomol wöchentlich. Der Bezuoovrei, beträgt monatlich 1.35 X. frei ins Hau» (bur* die Post ohne Bestellgeld). Verlag von Dr. C. Hitzerottz. Markt 21/21. Fernsprecher 55.

Sie stinlRitzdeuerm.

tob. Bremen, 19. Avril. Die Arbeiter des Gas- werkes haben beschlossen, sich dem Ausstand anzufchlie-- 'en, während die Arbeiter des Wasseriverkes eine Betei­ligung abgelebnt haben. Die Straßenbahner beschlossen, wie dieWeser^itung" meldet, sofort in einen Abwehr- russtand einzutreten.

wb. Hannover, 19. April. Das Personal der Zeitungen ist wegen Lohnstreitigkeiten ausständig. Die Zeitungen sind gestern und beute nicht erschienen.

wb, Breslau, 19. April. In Beutheu dauert der Ausstand aus den GrubenKl.ophas", »Wolfgang" undGraf Franz" an. I-- einer im Zechenhause in Zaborze stattgefundenen Besprechung der gesamten Be­legschaft, der Beamten, Angestellten und Arbeiter der Königin Liiis.'ngrube" wurde beschlossen, wegen vor Verhaftung von 100 Bergleuten im Nuhtrev-cr als Protest in den Ausstand zu treten, falls die sofortige Freilastung der Verhafteten nickst erfolgt. Der Sym- pathieausstand wird event. auf sämtliche ober- schlcstschen Gruden ausgedehnt. Die Regierung wurde telegraphisch vo« diesem Beschluß in Kenntnis gesetzt.

Offenbach, 19. April. Der Kommunistenführer Eisen reich, der den Vutschversuch am Karfreitag veranlaßte, ist mit seiner Geliebten verhaftet wor­den. Eisenreich ist der Anarchist, der vor mehreren Fahren vom Darmstädter Schwurgericht zu einer länge­ren Zuchthausstrafe verurteilt wurde und und diese in­zwischen verbüßt bat.

Die Einstellung de» Eiseadahnveekehes.

wb. Frankfurt a. M., 19. Mai. Der gesamte Personenzugverkehr im besetzten Gebiet des Bezirk» der Eifenbahndirektion Frankfurt a. M. wird zunächst vom 20. bis einfchl. 22. April wegen Kohlenmangels ein» Mellt.

wb. Nürnberg, 19. April. Wegen der Kohlern «t wird in den allernächsten Tagen der gesamte Per- onenverkehr Bayerns eingestellt.

wb. Stuttgart, 21. April. Die Generaldirek­tton der württembergischen Eisenbahnen teilt mit, daß infolge der Einstellung des gesamten Schnellzugsver­kehr» in Baden und wegen Kohlenmangels vom 23. April ab auch die auf den württembergischen Strecken noch verkehrenden Schnellzüge ausfallen. Die Eeneral- bireftbn teilt ferner mit, daß wegen Kohlenmangels auf sämtlichen rechtsrheinischen bayerischen Strecken

§e*A zu einer Sitzung zusammen, tn der über ber Hutschen Eegenentwurf eines Völkerbundes Bc- Wlktz gefasst rverden soll. Tie L.«e"o-f«Eichtu stiuu gLpebrneirsalls schon morgen erfolgen.

$» geplante Verbot der deutschen Kriegervereine.

Nach Pressemeldungen sollen unsere Feind« b absich tige», di« Auflösung von Veteranen-, Turn-, Schützen vereipen usw., frit militärische Übungen abhalten, als etee Bedingung des Friedens zu fordern. Der Kyff- bäuskv-Buud der deutschen Landes-Kriegernerbände hat deshalb eine Eingabe an die Kommission für die Fr;e- drpsskrhandlungcn gemacht, in der es heißt:Die Ktiogk ?r und Veteranen vereine sind nicht militärische Verehre, sonder» bürgerlich« Vereine. Ihr Zweck ist 9lle*e der Liebe zum Vaterlande, Unterstützung be- dürltiOer Mitglieder und deren Hinterbliebenen und nach dem Kriege, lesonders die Fürsorge für KrieWsSZchädigte. für Kriegshinterbliebene und für be- diirjr^» Kriegsteilnehmer. Im Namen von 32 000

Krieg-rvereinen darf der Knffhänser-Bund daß« pan der deutschen Friedenskommisston erwarten. *6 1k witi der größten Energie sich diesen Forderungen « U*i»d« widersetzen wird, falls eine solche un-

Zumutung überhaupt gestellt werden sollte."

Die belgischen Forderungen.

*>. Amsterdam, 19. April. sHavas.) Einer ^enSemneldung aus Brüsiel zufolge sandte das bel- bifche imtionalpolitische Komitee an den belgischen De- ^Anstlchttgten in Paris ein Telegramm, in dem sur ein Bündnis mit Luxemburg, volle Entschädi- 8®>6, notmendige Sicherungen auf der Schelde, in Lim- w* an der deutsch-belgischen Grenz« verlangt

Der Bevollmächtigte wird aufgefordert, einen Weben, der Belgien nicht Genüge tut, abzulehnen.

Der deutsche Völkerbuudrntrourf.

Berlin, 22. April. Das Kabinett

Verbündeten hat telegraphisch die deutschen Del« gtirtt« fsir den 25. April nach Versailles eingela- bett, »m den von beit verbünbeten Mächten festge- schsen Text ber Friebenspräliminanen in Emp- M fanst zu nehmen. Das Telegramm enthält die Bemerkung, bie Delegierten sollten strengstens aus ihre Rolle beschränkt bleiben unb nut Iskrsonen umfasien, bie für ihre besonbere Mis­sion 6«ftiir.mt sinb. Reichsminister Graf ».Brock- darff-Rantzau antwortete, bie deutsche Regie- tung werbe ben Eesanbten v. Hantel, Geheim­rat Keller unb Legationsrat Schmitt nach rersntves mit Vollmachten entsenben, um ben Text " decwittjurfes ber Friebenspräliminarien ent - t tezsn zunehmen, ben sie alsbalb ber beulfchon ReB^rüna übermitteln würben.

wb. B e r l i n, 21. April. Anfchliotzcnb an bas deutsche Telegramm vom 19. April übergab General Äsbwnt in Spaa bie Antwort der Verbünbeten, in >m Bestimmung von Bevollmächtigten nach Ver- ja-itts eforbert wirb, bieebens 0 ermächtigt sinb, ; bie gefemte Friebensfrage zu verhanbeln wie He Vertreter ber Verbünbeten. Der Reichsminister des Aentzern antwortete, die bontschs Regieruno werd« nunmehr in Voraussetzung, daß im Anschluß an bie Aebergabe bes Entwurfes bet Friedensbe- dd^Wngen über ben Inhalt Verhanblung e.n beabsichtigt werben, als Delegierte bie Reichs mt«tft«r Graf V r 0 ck b 0 r s f - Rantzau, L a n b s - berg, Eiesberts, Piäsibent L e i n e r t, Dr Melchior und Prof. S ch ü ck i n g entfenben mewn Bewegungsfreiheit sowie freier Verkehr mit ber brutschen Negierung gewährleistet wirb.

M BoKoautgad« der Bedluqunge» nicht vor dem 2. Mai.

wl. Berlin, 22. April. Die erste Abieiltmc bet brutschen Friedensdelegierten geht erst nach riarr zustimmenden Antwort (T^mcnceaus auf bie bemtsch« Antwortnote ab, vielleicht also am 28 ApM, Sann also frühestens bie Vebingungen am 1. Mai in Paris in Empfang nehmen, bie vor ben: l 2. in Berlin nicht bekannt werben.

Berlin, 19. April 1919.

Sehr verehrte Exzellenz! Mit schwerem Herzen habe ich, nachdem alle Versuche, eine andrre Lösung zu stn- ben, fehlgeschlagen sind. Ihr mir vom Präsidenten des R^ichsministerium» vorgelegte» Abtch'edsgesuch vom Mörz bewilligt. Indem ich Ihnen bi« Urkunde "brr Ihr« Entbindung vom Amt« als Reichsministei b«r Finanzen unb Vizepräsident des Reicheminist-riums 'inter Gewährung des gefetzlickzen Ruhegehalts f« b-t Anlage zugcheu laße, kann ich nicht umhin. Ihnen zu- tteich mit dem Ausdruck meines nochmaligen ttefen 'Bedauerns über Ihr Ausscheiden aus dem Reichs- 'Nsnisterium meinen aufrichtigen tiefempkundenen Dank dafür auszusprechen, daß Sie in dieser so überaus 'chw-ren und ernsten Zeit Ihre Kraft und Ihr reiches Wissen so völlig in den Dienst der Negierung und da­mit unser«? neuen Vaterland«» gestellt haben. Ich hoffe, daß Sie auch nach Ihrem Ausscheiden aus vem Reichsministerium in derselb'n aufopfernden und selbst­losen Weise wenigsten» in Ihrer Eigenschaft als Parla­mentarier Ihr Wiffen und Ihre Erfahrungen vem Vaterlande zur Verfügung stellen werden.

Mit ausgezeichneter Hock>achtung und Verehrung

Ihr ergebenster Ebert.

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t ** eje Kummer nacm roeucr mit gegen

I titttnen iw« gesamten Antrag an, der für die Parla- f auf Grund des Verhältniswahlsystems die

I ,y^"i^»Mi*n*ng festsetzt.

Si'iWNuzmiiiistk Sernburn.

tob. Berlin, 19. April. Der Reichspräsibent -ollzog heute bie Ernennung bes Staatssekretärs z. D. Dornburg zum Reichsminister ber Reichs- 'inanzen. Dernburg wirb gleichzeitig bas Amt bes 'sizepräsibcnten bes Reichsministeriums überneh­men.

Der Reichspräsident an Schiffer.

wb. Berlin, 19. April. Reichspräsident Ebert bat anläßlich des Rücktritts des Reichsrninisters der Finanzen Schiffer an diesen folgendes Schreiben ge­richtet:

. wb Paris, 19. April. Die Kammer hat die Ge- über den Achtstundentag angenom-- ®, tL Ew Kammer nahm weiter mit 285 gegen 138

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Fmkkei-.

nahmen für die sortges-<-te Ergänzung. Es ist indefsev ^anz klar, daß eine gerecht« und nugebinderte Verteilune >er Lrk»enSmittel nur möllich ist, solange gefestigt« unb irdnungs mäßige Verbältnisse besteh'». Hoover tr refir besorgt weaen der !k n r n b e n in verschißenen Tei 'cn Deutschlands, die dahin führen können, die Trans- "ortmöglichk-it und eine ungehinderte Verbindung zu ver­ändern. Er ist der Meinung, daß die fortgesetzte Unter- brechnng der öffentlichen Ordnung all die gemachten Anstrengungen stark beeinträchtigen wird und ernstlich Gesundheit und Kraft des ganzen deutschen Volkes bfbrobt. Wie weit Maßnahmen sür die Lebensmittelversorgung 'etroften sind unb wie die Lage augenblicklich ist, soll da-' wlgende kurz zusammen gefaßt zeigen: Es herrscht ein« 1 r 0 ß« Knappheit an Lebensmitteln, bie sür Europa verfügbar sinb. Auf Grund der Tatsache, baß nick' genug Schifssranm für die lange Reife nach Australi-n tnb Argentinien zur Verfügung steht, muß daher ein TL'fjer Teil der Versorgung Europas bis zur iiächsten Tritte auf den nahen Markt Nordamerikasbeschränk' '-leiben. Die M-nge. bie für d« L-bensmittelversorgung in Nordamerika verftiabar ist mit einiger Ergänzung -nm südlichen Amerika würde genügen, bie Be völkerung Europas bis zur nächsten Ernte burchzu- bringen, aber nur bei peinlichster Sparsamkeit 'tnb Sorgfalt in der Verteilung. Die ersten 350OOC Tonnen des in der ersten Hälfte des Avril verfügbare,' deutschen Handelsfchiffraums wurden zur Beladung nach sen Vereinigten Staaten und Kanada geschickt. Dies-- Schiffe werden, felbst wenn bi ne Verrögerungen eintreten, nicht vor dem l.Juni mit einigermaßen be- lrächtlichckr Lebensmittelladnng nach Deutschland ziirück- 'ehren. Es wirb erwartet, daß bie iiveiten verfügbaren 350 000 Tonnen brutschen Handelsschinsraums nach Ar- lentinien geschickt unb im 3ult mit LebenSmitt-ln natfi Deittlchlnnd zurückkehreu werden. In der Zwischenzeit nuß baS deutsche Volk während der Monate April und Aai 'versorgt werden. Hierfür sind ungefähr für die Iprillftferung 200 000 Tennen verfügbar gemacht au >e:r Vorräten in Europa, die der amerikanischen Lebens nittelvrrwaltung unb dem britischen Lebensmittelmini sterium gehören. Von diesen Lebensmitteln sind schätz- 'nzswcife 30000 Tonnen Schweinefleisch, 1520 OOC Tonnen andere Fette aus dem Vereinigten Köni.rreich as übrige ist Brotgetreide in Form von Weizen, feinem Mehl, Roggen, Getreidemehl. Erbsen, Bohnen unb Reis. Damit Lebensmittel sür Lieferung nach Deutschland wäbrenb des April verfügbar fein sollen, ist die ameri­kanische Lebensmittelverwaltung bemüht, annähernd 200 000 Tonnen amerikanischen Schiffsraum zu be­laden, wofür 3040 000 Tonnen amerikanischer Fette und als Rest Brotgetreide in Betracht kommen. Anord­nungen für die Lieferungen von F-tten im Mai sind auch vom französischen LebenSmittelministerium getrofsen toor- ben. Die Anordnungen für bie Erleichterung der Blockade bezüglich der Fische von den skandinavischen Ländern und sür die Freigabe der Lebensmittekeinsubr von diesen Ländern mit dem weiteren Mcht, solche Exporte aus dem Aus lande wieder rinzuführen, werden dazu bei­tragen, die Lage zu erleichtern. In ber deutschen Steife teirb über bie Preisfrage verhand-lt, zu denen bie ausländische« Lebensrnittel berechnet sind. Weder die amerikanisch« Lebensmittelv-rwaltung »och das «ngsiscbe Lebensmittel-Ministerium arbeiten ans irgend einer Basis von Berdienst. Genau dieselben Preise sind für Ver­käufe nach Deutschland sestMsetzt wie für den Berkaus an bie eigenen Verbraucher und an alle anderen Völker ber Welt. Augenblicklich werden Lebensmittel von ber amerikanischen Lebensmittelverwattung nicht nur nach Deutschland, sondern auch nach Finnland, den balttschen Staaten, Polen, Rumänien, Serbien, Südslawi-n, Cefier- reich, Ungarn, Tschecho-Slowakien, ber Türkei, Arme- nien unb Belgien geliefert, und alle werben genau auf derselben Grundlage behandelt. Man hat nicht ben Wunsch, die Lebensmittel preise in irgend einem Teile Europas in bie Höhe zu treiben, sondern bie Anstrengung der Vereinigten Staaten, die Bersorgung aufrecht zu er­halten und bie SparfamSnt, bie für das amerikanische Volk nötig geworden ist, um der allgemeinen Hunger­katastrophe Europas entgegenzutreten, macht bie Lage elbst bis zur nächsten Ernte außerordentlich schwierig.