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Marburg unö UmgeZeich.
Marburg, 15. April.
• Marburger StadLhanbvuq. Wie schon mit- eetfilt, werden dieser Tage die Einwohncrlistcn ^getragen. Um ein möglichst richtiges Hüuser- Und^Einwohneroerzeichnis ausarbciten zu können, Linet der Verlag um sachgemäße Ausfüllung der Listen. Wenn Häuser ve'gessen oder wegen frei umderlauiender Hunde übergangen werden, ist «Mitteilung erwünscht. Tie Listen werden nach
igen Tagen wieder abgeholt. — Gleichzeitig sei tarauf aufmerksam gemacht, daß 'die Angaben im xereins-, Gewerbetreibenden-, Agenten- ufw. Re- «ister nicht mehr wie zwei Zeilen in Anspruch netz- ®'en dürfen. Jede weitere Zeile wird mit 1 -K berechnet, weil für Ankündigungen und Lmpfeh- lungen ein Anzeigenanhang vorgesehen ist. Etwaige Wünsche in dieser Hinsicht sind dem Verlag mitzuteile,:. sonst wird die Mitteilung auf 2 Zeilen gekürzt. Diejenigen, die eine Anzeige im Adreßbuch haben, werden bei den betreffende-'. Der- zeichnisscn, wie früher auch, an erster Stelle mit Fettdruck aufgeführt. -
• Polizeiliches. Es wird darauf hingewiesen? daß in der ganzen Charwoche bis einschließlich Sonnabend weder öffentliche noch prirats Dälle, xon-erte. Unterhaltungsmusiken -sworunter auch die Musik der verstene-ten Spielautomaten in Öffentlichen Lokalen geho-en) urb Ähnlich« Lustbarkeiten verboten sind. Am Ebarfrei^ag sind auch Theatervorstellungen verboten. Am Gründonnerstag soll gebührend« Rücksicht auf den Gottesdienst tu unseren Kirchen genommen werden. Eine Bekanntmachung über den Ladenschluß an den kom- merden Sonn- und Feiertagen wird noch ver- Ifjentlicht.
* Schulamtliches. Im neuesten Amtsblatt werden in Kurheffen 26 evangelische Lehrer, 2 evangelische Lehrerinnen, 1 katholischer Hauptlehrer und 1 israelitischer Led-cr ausgeschrieben.
* Set Steuerknrszettel für das bis zum 90. d. Mts »vizustellende Verzeichnis des Vermögen« nach dem Stande vom 81. Dezember 1918 kann im städtischen Steveramt. Kilian, Zimmer Nr. 11, vormittag» zwischen 10 und 12 Uhr einges hen werden.
* Die Reichvbanknebenstelke ist. wie Im Anzeigenteil zckanntnegeben wird, am 19. d. M. g-schlosi-n.
• Die Ueberinhrnng der Leiche Geh. Rat Gassers roch dem Bahnhof findet Mittwoch 11 Uhr vormitt a p s statt.
5 Tie Bohnensuppe der StadtvSter. Aus Frankfurt wird gemeldet: Nach einer S^stnndlgen Sitzung in der vorig»:« Woche werden in dieser Woche an drei anfein- «ndorfolgend-n Tagen Stadtverordnetenversammlun-
d Ihre Vermählung zeigen an £ 8 Frifc Klingelhöffer 6 ö Maria Klingelhöffer § | geb. Geiger «i 6
q Wetter u. Lohra, den 12. April 1919 ö
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bekannt gegeben.
8959
Wegen der Wichtigkeit der Tagesordnung ist eG sh» bedingt notwendig, daß feder Ott de» streises vettreteu ist. Auch wo die Dorf-Organisation noch nicht fettig trinfollte, muß jemand kommen. Heber dir am 3. Oster» laa staufindende Weneral»Bersam«i«Ug erfrb noch
Tages-Ordnung:
Statuten.
LorüandSwaU.
Anstellung eine« BereinssekretSrG.
Wünsche und Anträge.
1.
8.
3.
4.
vkißschtk VMMlkin.
Drmner-taq, den 17. April /,19 findet im Lokiß in Marburg dm
SF 8?rtmküi»mii«'!8erIiiMm A
statt.
die
der» de, Hoft^rmi«m«*'.
V.irhcr Drn 8 U r ab bajeibfi P»rSandvsttzUMA mit itt.iwtßcii des Herrn Orottfiorö Xx. Otto. 8988
Jnisße bemlkMe SorltL
Am Btitlm»* den 16. April, abend» Stz. llhe, Reitgaffe
MLt UicdeLv rfammlung«
Herr Pr->'>flor Dr Hermsllnlt spricht über
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-ren dbgrhsllen. Da das lang« Arden ar.strrnsi. ®r< den im Laufe der Sitzung am Freitag die Frankfurter Stsdtväter, um sie geistig und körperlich auf der Höhe ;u ballen, aus der Krieqskiick« mit Brhnenftwpe gespeist. Ob auch b s Prel^etischs gedacht wurde, steht nicht dabei. Jedenfalls erübrigte es sich denn die dort Sitzenden werden nicht mehr in der Lage gewesen sein, Bohnensuppe oder etwas anderes vorerst zu sich zu nehmen.
• Der Berliner Domchor erhält, wie wir bören, sttnie Männerstimmen von dem dortigen Lehreraesangverein. Dellen Mitglieder wählen unter ihren Sckül rn must kalisch und stimmlich begabte Knaben aus. die dann noei Jabre lang in Klasien Gesangunterttcht erhakr n und, auch wenn sie in den Ctcr eingetreten sind, fast täglich prob.n. Dadurch werden Leistungen erzielt, di weit über bas binausgeben. was ein Dilettantenqor erreichen kann. Hier sang mir ein Teil d s Domchor». tO Knaben und 16 Herren, aber an Kraft. Fülle und Schönheit des Klangs blieb nichts zu wünschen übrig Es ist aber auch eine dankbare Aufgabe, diese tönens- Welt der alb'n M ister des Chorgesangs Wiedererstehen zu lasten: Welch überströmender Reichtum musikalische? Gestaltung und Ausdruckskraft strömt aus dieser alten 'talienischen Musik, und doch wird sie fast in den Schatten gestellt durch die deutsche Kunst b*s Altmeister» Dach. b6ren achtstimmige Motette den Höde- rmnkt b*« Abend» bildete. Wenn «an biete h'Vrn, klaren Knabenstimmen hörte, konnte man ebne Bor- stellung gewinnen von der Herrlichkeit der musikalisch'» Gottesdienste früherer Zeiten, bei denen ja nach der alten kirchlichen Regel, daß die Frau in der Kirch? schweigen soll, niemals Frauenstimmen mitwirtten. und 's konnte fast wehmütig stimmen, daß diese Kunst, gattung für uns beinah« verloren zu sein scheint. Cbor. werbe von höchster Formvollendung und Klanqschönheit werden zwar auch in neuerer Zeit noch gefckaffen. dafür gab der zweite Teil des Konzertes reichlich» Proben, aber unser modernes Musikleben ist so unendlich viel mannigfaltiger geworden, daß sie nahezu wie eine re- pektvolle Huldigung wirken an jene alten Zetten, wo sich fast die gesamte «ustkalische Schaffenskraft ft» den Dienst der kirchlichen fiesangskunst stellte. Aber der Sinn für diele Kunst ist uns noch nicht verloren gegangen, das bewies die bi» auf den letzten Platz von gndächtigen f>3r»tn erfüllte Kirche, und wir hoffen, daß bei Domchor bald wieder den Weg zu uns findet.
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Nord eck, 14. Avril. Da der bei seiner (Sfcmnrbr k-bx beliebt gewordene Bllrg-rmeister, ?andwitt Leonbard Mißker. wegen Krankbttt daö Amt niedergelegt hat, fand bier Bürgermeisterwahl statt. Bon nenn abgegebenen Sft'mmen erhielt der bisherige Bürgermeister-Stellver. tteter Georg Wißker acht Sttmmen. der Landwitt und Sparkallenr-chner RobS. Seim eine Stimme.
(:) Schiffelbach, 13. April. Herr Bürgermeister llostf Wetzler wurde fLr eine weitere AmtSdauer be- stätz'gt und vervflicktet.
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Steen,tit« ft, der Nicola strotze kamsttaq nachmittag aushod, wird gebeten, denselben ge«e« 10®?. Belohnung in bet Welch't. b Bl. ab,»geben 8982
(C hi lchwarseoNortewa»- “ »nie mit 126 3»f. u. ein'ge BOfifg.em Eonnabeud no*m. 'n der Wttterqaffe verloren, stutzerdem war noch darin entstalten: 1 Bahn<m»wei» u. I lfladfahckarte für Pfleger Hermann Pillafch, Laode»- beilanstalt, 1 Zeichen von der Görberei^lland,Marburg 2. 1 franz. Geldstück »ab n-ch wchmrest, 8964
VLr.tet bffit PsrrdestmA sagernvoflziisteitbest tmb Ciif'kminH M N-ftespsiemtz ßz ' Form eines Uiiimrtwms überreicht. Letzteres läuft brate
Asrchbak «, ?$. Bprff. des Landwirts Zimmer in Sckwabendorf und des Briefträgers 536er in GroUeelheim ist die Räude festgesiellt.
(—) Stausebach, 14. Avril. Zwei fremde Hamsterer bezahlten einen Liter Oel und 5 Eier mit einem Hundertmarkschein. Der Schein war falsch.
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Hessen.Nassmrmid Nachbargebiele.
Frankfurt a.M., 14. April. Rach dem 16. April qeht dem „Mittaqsblatt" zufolqe von den fünf Schnell- züaen, die von und nach Frankfurt verkehren, nur noch da? S'me'lzuasvaar Frark'utt—Wen—Hagen—Betzdorf. Es ist aber nickt ausoeschlolsen, sogar wahrfSein- 'ich, daß bis zu diesem Termin auch dieses Schnellzuas- naar wegen Kohlenmangeks ausgefallen ist. — Die Proteste gegen die Verordnung d-s Magistrats über Haus- 'uchuna und Beschlagnahme von LebenSmitteln mehren l'ch. Die Soziale Arbeitsgemeinschaft der unteren Beamten erbebt namens ihrer 7000 Mitglieder schärfsten ^-derfnruck argen die Verordnung und gegen die AuS- ind Durchführung dieser Beschlagnahmen: „sie lehnt '»de B-rantwortung sür ihre -obn»bin schon sehr gereizten Mitalied-r ab und sordett die sofottige Zurücknahme b»r ^erordnuno. andernfalls sie eventuell »ur Selbsthilfe ichreften wird."
Fulda, 14. Avriü Oberbürgermeister Dr. Antoni *.<rf die «ründuna ein*r Volkshochschule für Fulda in bi» Meae geleitet. Dir Mftarb-it einer Anzahl Dozenten 'st berefts gesickett. — Das KaSweck mußt« wegen Koh» lenmangels den Betrieb «inftellen. — — ♦ ■■
UnvsNÜfcke Laa-rnachrichE.
«notsüftglück. Konstanz. 14. April. Auf bet Unters « ereignete sich gestern abend ein schweres Boots- unglück. Ein mit sechs Personen besetztes Boot kippte infolge hohen Wellenganges um. Vier Personrn ertranken, die beiden anderen wurden herausgefischt; sie waren bewußtlos, erholten pch aber wieder.
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Lrtzte srachrlcht»«.
Berlin. 15. Avril. Zum Reoi-rungSprösidenten in Frankfurt (Oders wurde d-r Vorsitzende des Bollznosans- 'chnfses der A.» und S -llkäte des Regierungsbezirks, bet Mehrheitssoziatist Schriftsteller Bartels ernannt.
Laut „Sakalan,." hat Snltusminister Hönisch für West- vreußen die Einführung der polnischen Sprache im Reliofonsunlrrricht genehmigt.
An? Dan'ig wird gemeldtt: Di» deutsche Stadt Danzie wird demnöchst eine polnische Bolksuniversität erholten. — In amtlichen deutschen Meldungen wird Hindenburg wieder Zabrze uftd Hohensalza Jnvwrazfaw genannt.
Berlin, 15. Avttl. Neber ein Ultimatum der Bremer Kommunisten wird der „Bosi. Zeitung" berichttt: D>e Unabbänasgen und Kommunisten haben d-r Regierung ihre Forderungen auf Ansbebung deS Be-
um 3 Uhr ob. Bei Nichterfüllung der Forderungen {btf sofort der Sillgemeinausstand erllätt werden.
Der „Lekalanz." meldet: Der unabhängige Sozial*' bemofrat Vater, der als tatsächlicher Leiter deS Mag* debnrger Polizeipräsidiums die Verhaftung unb Vev» ichleppung des Ministers Dr. Landsberg veranlaßt Batte, ist auS Magdeburg verschwunden. Wie von mehrhtttS* sozialistischer Seite festgestellt wird, hat sich Vater, m» seine Sicherheit besorgt, nach Braunschweig begebe».
Die Lag« in München.
Berlin, 15. Avttl. Aus Nürnberg wird eher hiesigen sozialdemokratischen Korrespondenz gemeldtt: I» Noch- und Südbayern ist alles in bester Lchnung. In München steht der weitaus größte teil der Truvpen auf feiten der Regierung Hoffmann. Die Kommunisten haben eine größere Zahl von Arbtttslosen bewaffntt. 68 Kuden noch Kämpfe zwischen ihnen und den Regierung»- truppen statt, jedoch beherttcheu die RegierungStruppen vollkommen die Lage.
Nein! — vnannehwbari
Berlin. 15. April. Unter der vebettckttft ..Nei»H* schreibt der „Vorwärts" zu den im diplomatischen Havas- Bettcht mitgtteilten Bedingungen, die Dentfchsanb iw Fttedensvettrage auserlegt werden sollen: Die Ententi ist im Irrtum, wenn sie glaubt, daß es irgend en» deutsche Regierung gebe, die so'che FttedensbchinnnngCT untettchrttben könnte. Wollen die gegenwärtigen Bk acht» Haber von drüben sie durchführen, so werden sie die Sach« selber in die Land nehmen müllen und s 'm. wie sie mit der Bevölkerung des Saaroebietes fertig wertz-n. bi« deutsch ist und e» bleiben will, und sie möge s'lber es» fahren, daß die in Vorschlag gebrachten Entsckädiannge» von un8 nicht herein zu bekommen sind, selbst wem« man unS das letzte zerrisiene Bettuch und die letzten eite» Stiefel von den Füßen zieht.
In der „Voss. Ztttg." wird ausge^übtt: Es bed»tt gar seiner ansdrückl-'chen kseststelluna. daß die von d»m Lava»» Bettckt skizzierten Ftt'dens^rderunaen sür Deufchfonß unannehmbar find. Sie entsprechen nickt den Grundsätzen d-S Recktsfriedens. und ein Völkerbund, da auf solchen Bedingungen ausgebaut wäre, würde feinet sein.
Der ,Lokalanz." meint: Sine schamlosere Verb sh« nuna der von Millon in seinen 14 Punkten lest gelegten Oftundsätzen al« die durch Lavas anaekündi-'te Lllsuna bei ^estfrage läßt sich wohl mckt vorstellen. Für letzt ergeb« sich für das Deutsche Rttch nur daü eine, die Ankes» schttft unter ein solches Friedensdokument r. udweaG zn verweigern.
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