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mit dem Kreisblatt für die Kreife Marburg und Kirchhain

Tageszeitung für (das früher kurheffifche) Oberhessen

. I

Ferniprech« 55.

wenn auch sehr spät. Die Sicfctung der ersten

Kontrakte darüber ab-

Lebeusmittclladung ist

35 (MX) Tonnen in Rotterdam ist icjt tot Gange. Die Lebensmittel hauptsächlich kondensierte Milch, Speck und Fett werden jetzt nach Deutschland verkrachtet Auch in Hamburg sind bereits drei Schisse mit Lebens­mitteln angekommen. Ferner sind Kontrakte über 230 OOP Tonnen Lebensmittel abgeschlossen. Da- Geld dafür ist in Brüssel hinterlegt, sodaß auch sie sofort übernommen weichen könne«. Neber die Lieferung besonderer LebenS- mittelmenge» wird im Augenblick in Rotterdam mit den Vertretern der englischen, amerikanischen und fron zösifchen Regierung verhandelt Ich hoffe, daß die Liefe­rungen sofort ausgenommen hrrben können cha eS sich nur um Artikel handelt, die schon in Europa sind. Um aber für Mär» unb April die volle monatliche Ration von 370 000 Tonnen zu erhalten, müssen wir versuchen auch auS neutralen Ländern Lebensmittel z» beziehen, da die Zufuhren auS Amerika mit den jetzt ausfahrenden deutschen Schiffen erst im Mai in Europa ankommen können. E» wurde» uns zu unserer Genugtuung auch auS Holland größere Partien Lebensrnittel angeboten

hoffe sehr auf entgegenkommende Haltung der hol­

ländischen Vertreter, damit bald geschlossen werden können.

, .5. k

Polen ausgezeichnet organisiert und insbesondere vov- trefstich mit Waffen ausgerüstet sind. ES muß von der Regierung verlangt werden, daß unverzüglich eine groß­zügige und lückenlose EntwafsnungSaktion in Ost« und Westpreußen vorqenommen wird. Nach Lage der Dinge wich eS sich nicht dabei vermeiden lassen, daß diese Ge­biete al» im Kriegszustand befindlich erklärt werden. Diese Maßnahme braucht niemand«» zu erschrecke«, sie ist aber al» BorbeugungSmittel gegen bluttgsten Aufruhr eine Notwendigkeit.

Niemand kann zur Zeit übersehe», wie die Dinge im Osten verlaufen. Die von Fach zugesagten Garanti« gegen di« geschildert« Gefahren können eine schlüssige Gewähr dafür nicht geben, daß die Leidenschaften k» schwersten Znsamm-nstöst»» sich auswirk«. Mit aller Entschiedenheit müssen die deutsche Regierung und da» deutsche Volk Einspruch gegen dir Maßnahme und die Abtrennung unbestritten deutscher Gebiete vom deutsch« Reichskörper erheben. Einen Frieden, der un» diese Aussage machen würde, könnte von einem deutsch« Staatsmann niemal» unterzeichnet werden. Die im Waffenstillstand unsererseits übernommen« Verpflichtun­gen werb«« sicher mit größter Loyalität erfüllt. Aber nicht zu ertragen und zu erdulden wäre eS, wenn, lediglich um Frankreich» Prestige-Politik zu stützen, die natio­nalen, polifisch« und wirtschaftlichen Lebensintereff« unserer Brüder im Osten vergewaltigt würden. Daaeg« die Stimme zu xrheben. haben alle Deutschen Veran­lassung, denn es steh« hier die wichtigsten wirtschaft­lich«, namentlich ernährungSwirtschastlichen, Jntereffe» auf dem Spiele. Ein Verlust unserer agrarischen öst­lichen Provinzen tofltbe unsere Ernähruugsbasi», die ohnehin schon schmal genug ist, noch dermaßen verengen, daß auch bei einer Masscnabwanderung deutscher Arbei­ter dir ausreichende Ernährung unseres Volke» eine Un­möglichkeit wäre.

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3Rbt käme. Wilson sagte ihnen, daß die Entfchcidi- f ^Agefrag« sehr verwickelt und aus diesem Grunde eine

i» erwarten sei. Die Delegation ver-

hier angekommen.

Berlin, 2. Avril. Rach einer Meldung derBoffs zeitung^' sind geste« im Berliner Osthafen die ersten Kähne mit amerikanischem Mehl au» Hamburg eingetrof fen. Wahrscheinlich wird Mehl noch vor Oste« auSge- gebe» «erden und »war ei» halbes Pfund ans dm Kops Weitere Sendungen werben demnächst eintreffcn.

Stockholm. 1.Avril. LautStockholms Dagblad" erhielt der amerikanische Gesandte in Stockholm, Mor­ris, vom Obersten Blockaderat telegraphisch die Nachricht daß alle Norwegen, Schweden und Dänemark auferlegten Fsschansfuhr-Verbot« nach Deutschland aufgehoben wor­den sind nnd da» schwedisch« Rote Kreuz in die Lage ver- "etzt ward« ist, 200 000 Tonn« Heringe nach Deutsch­land au-zuführ«.

Verkaufs-Berhandl«n-e« iw Köln.

Berlin. 2. April. Die in Rotterdam begonnene« Verhandlung« mit den Verbiindeten über den Verkauf deutscher Erzengntsie zur .Erzielung »er Auslands- valuta für dm L bensmittelkauf werden am 3. April 'n Köln fortgesetzt. Es wird Uber den Verkauf von Holz, Kohl«, Zucke«. Papier und Papiermafl« an die Verbündeten verhandelt. Den Vorsitz der deutschen Ge- famtkommission führt Dr. Hjalmar Schacht. Direktor der Rationalbauk für Deutschland, In dessen Vertretung Dr. Alerander K r e u t e t, Reser n» der Wafsenstill- standskommifsion für wirtschaftliche Angelegenheiten, beide Herren als bevollmächtigte Vertreter des Reichs­ministers Erzberger.

Marburg

Tonntrslag, 3. April

!w"' i vorband-n, die darauf ausgebe, t** Deut u'Ht aufzufordern. dn Beratun-'en über den v -e vertrag nach Versa ist es zu kommen, sondern vn Vertrag in Svaa -ormlegen. Heber ein iw *«5 Beetraoes, ml« üb-- die territorial« Be.

-t-wTi. tnerbe kein« Aussprache zage-

Hamburg, 2 Avril. Der amerikanische Dampf-r .Wrst-Wonke" mit einer groß«

Reu« Rümpf« i« Kurland.

Berlin, 2. April. An der Posener Front teee die aggressive Tätigkeit der Polen besonder, leh, hast im Abschnitt Krmpen-Fraustadt. Seit dem 30. März griffen die Bolschewisten aus der kurländische» Front von Soldaten bis Scklock und zwar unter Ein­satz b trächtlich.r Verstärkungen und mit stark«, Artillerie an. Die Kämpfe «urd-g am 3». Mär» fortgesetzt und dauern lei Stolgen ich Mitau) und bei Kalnzem (iüblid) von Schlacks uu) an. Senft iinb die Bolschewisten zurückgeschlagen.

Eine Verschwörung gegen den Kaiser?

Hamburg, 1. April. DieHamb. Nachr." mel­den: In Hamburg hat sich ein Komplott spartakisiijcher Matrosen gebildet mit dem Zweck, Len Kaiser zu er­morden. Namen unb Persönlichkeiten bet Verschwöre»! sind genau bekannt. Die Behörden [mb uatettichret.

sichert» Wisson, daß die Mehrheit bee amerikanischen V"lkes für den Völkerbund sei. Um zu gewährleisten, daß drr Kongreß den Vökkerbundsvrrtrag annimmt, sei jedoch notwendig, daß Bürgschaften dafür gegeben wür. den. daß die Monroe-Lehre weiter in Kraft bleib«. Die Amerikaner wollten nut die Sicherheit haben, daß sie durch ihr« Beitritt zum Völkerbund nicht »er- pflichtet seien, bei Schwierigkeiten von untergeordneter B deutung in Europa militärisch einzugreifen. Die Delegation ist der Ansicht, daß die gesamte öffentlrche Meinung in Amerika den Völkerbundsplan unterstützt, wenn diese gefordert« Bürgschaft gegeben wird.

Die Blockade.

Paris, 1. 9^rf. P-nter r~o>et: Es wurde be­schloss«. die Blockad- nicht nur über Pole» unb Est­land. sondern auch über Deutsch-Oest-rreich, die Türkei. Bulgarien, die Tsschecho-Slowakei und die durch Ru­mänien nnd Serbien besetzt« Gebiete auszuheben. Eine inte«at!onake Handelskommission mit d-m Sitz in Men soll bi« Ausfuhr von Deutsch-Oesterreich nach Deutschland nerfjinbrtn.

Washington, 2 Aprik. (Reuter.) Da» Krieq»- hanb-'iSamt bat in Hebereiustimmnng mit den verbündeten Nation« Erlaubnis aegeb«, am 9. Avril den Handel mit Deutsch-Oesterreich wieder aufzimehmen.

Sine Probeabstimmung in Schleswig.

Hamburg, 2.Avril. Die ..Hamburger Nachr." melden, daß der b«tsch« Ausschuß für da» Herzogtum Schleswig, um bie zuständigen St-ll« Deutschlands und Dänemarks sowie die Friebenskons-renz von der wahren natiouasen Gesinnung Fl«Sb,?rg» »u unter- ''chten, eine Probeabstimmung veranstaltet bat. Es sind 24 863 bw-tsche itnferf(Triften rinnenann« gegen gegen 1401 dänische Dabei sei zu berücksichtigen, baß man in deutschen Kreis« der Probeabstimmung nicht 'lloemeine D-gchlung geschenkt hgl>e, unb daß in den Kasern« nicht mit ab^e^immt wurde.

Au» de« besetzten Gebiet.

Lndwigshave», 2. Aprik. Nach pfälzischen Blättermeld-'Ng« beginnt bie Nollrunasmittelversor- gvnq d-r durch' 'di,? fr«i!--istsch n Besgtzungsbe- r'Srben dies« Woche und zwar .zunächst mit Mehl und Fett. Die Verteilung nehmen die Kommunaloerbänd« vor. Zunächst sollen bie größeren Stöbt« bedacht werd«».

Saarbrücken, 2. April. Zwilch« b« Ber- iretern der Arl-eitgeber und der Arbeitnehmer im Saarqekiet und in der Westpfalz wurde eine verein, baruna geiross«. nach der vom 15. April ob die a ch t - stündige Arbeitszeit für das Saarg-birt und di- Westpfakz unter Anrechnung der Löhne eingeführt wird.

D r B ro.arbetterausstanb auf d-n Saargruben unb den pfälzischen Gruben wurde »ach Beratungen zwi­schen ben christlichen und sozialdemokratischen Berg- -rbeiterorganisationer und de« Leiter der framMchen V.-rgw->rkskontrolle mit dem 31. März abgebrochen. Der Lohn wird um 2 .< die Sch'cht erhöht. Die bis- h-riitz-n monatlich« Zuschuss« von 500 000 -X werden auf 850 00t) je zur Verbilligung der Zpfaklebensmittel erhöht. Maßregelungen dürken keine Vorkommen. DI« Inhaftierten werd« schleunigst abgeurteilt werden.

Oberbü-germeiftz-r Mangold wurde auf Verfügung des Marschak's Foch feine» Amte« enthoben. D'e kranzösifche Militärverwaltung nabm Anstoß an de« ^ervortreten des Oberbürgermeisters als Unterzeichner des rheinischen Proteste» ce<rn dk Loslösung von Deutschland. Oberböroerrneifter Manoold steht schon kost zehn Jahre an der Spitze der zwei Saarstabte Saarbrücken nutz Maistatt-Burbach

Lari», 2.April. (HavaS.) DerPetit Pari­si«" bestätigt, baß Fach, ber sich h«te mittag mit Erz- berger in Svaa trifft, den Unterhimdle« sagen wirb, bi« Westmächt« forderten, indem sie von ihrem Recht, da» ihr der WafsensiillstandSvertrag verleiht, Gebrauch macht, daß Danzig den Division« des General» Hass«, geöffnet wirb. Er wirb Erzberger eine Frist von 48 Stunden zur Antwort geben. Die von verschiede- neu Seit« erhalten« Nachricht« bestätige» de« schon ge- wonuenen Eindruck, daß Deutschland auf seiner Weige­rung nicht beharr« wird.

Amsterdam, 2.April. DemAllgemcen Han- drisblad" wird aus Paris gemeldet, daß dir Westmächte fest «tschlossen sei«, ihren Willen bezüglich Danzig» durch,usetzen. Dir Truppen drS Generals Hall« würden in Danzig unb in keiner ander« Stabt ausgv- ichifft werden. Üeber da» endgültige Schicksal Danzig» sei noch kein Beschluß gefaßt.

Bern, 2.April. Rach derChicago Tribüne" soll dir Danziger Frage durch Schaffung eines Freihafen» wn Danzig unter deutscher Kontrolle gelöst werden; derNewvork Herold" erssärt demgegenüber, daß die englisch« D«legation rin« Plan auf Neutralisie­rung be» Korridors von der polnisch« Grenz« bi» Danzig auSarbrite, wonach Pol« das Recht habe, Danzig al» Has« zu benutzen. Die neutrale Zone soll von einer deutsch-potnischen Kommission, der auch et» Neutraler angchört, verwaltet werden.

Berlin, 2.April. Die Stadt Danzig hat n«er» dings eine Kundgebung an die Deutsche Waffenstillstands-' kvmmission in Span gerichtet, in der gegen die Landung polnischer Truppen in Danzig nochmals feierlich Ein­spruch erhöbe» wird. Am Schluß der eingehend be» arüubrtr» Darstellung heißt e»: Kein Schiff mit bei» «ich« Truvve» an Bord darf in den Danziger Has« rinlaufe«. Möge bie deutsche Regierung Danzig vor dem Schicksal der Stobt Posen i-ivahr« könu«.

KSnigSberg LBr, Der Reichskommissar für b« Osten, Sinnig, nimmt in derKönigsberger Hav- iüngsch« Zeitung" zur Frage ber Landung polnischer Truppen in Danzig folgendermaßen Stellung: Wen» mit sagen: Hände weg von Danzig! so ist da» mehr al» cj» Protest r» ist eine Warnung, die sich nicht nur an bie Polen richtet. Da» Maß ist voll! Streckt nun bie Hand nach Danzig au», so können mir un« Ober eine solche Schmach nicht in.hr auf b« Protest bei Worte» beschränken, da müßte und würde da« brutsche Volk wieder zur Nation toetben, bie freudig «((cf etzt a» ihre Ehre.

Amsterdam, 2. April. De«Allgemeen Han- wird aus Paris gemeldet, daß eine au» sechs Xe,mMit<mera und sechs Demokrat« bestehende Dele- daki«, des amerikanischen Kongresses dort eingeiroffen <st v»b wüt Wilson eine Beratung abgehalten hat. Sie «rkttrt« «uf Befrage«, daß sie einen günstigen Ein- empfange» hätten, daß der größte Teil der der jjriebensfnwfer«, unterbreiteten Fragen in kürzester Seit gelöst sein würde und daß bet Friede bald zu-

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Die Zwangslage, in der sich Deutschla^ heute unter dem Druck der Waffenstsslstandsbedingung« befindet, nutzen die Franzose» mit ganz bestimmten nnd d«tlich er­kennbare» Zicllini« aus. Die große Zang«, die vor dem Kriege schs» u»S vs» Osten und Weste» gefesselt hielt, soll mtcut nnd mit verstärktem Druck wieder in Tätigkeit gesetzt werben. Biel« Milliarden hat Frankreich vor dem Krstge Rußland zur Verfügung gestellt, um dieses instand zu setz«, ei» riesiges strategisches Eisen- netz für bm raschen Aufmarsch eines Millionenheeres gegen die Deutsch« bereit zu stellen. Rußland ist als Machtfaktor für Frankreich fürs erste ausgrichaltet. Dahc» zielt bie französische Politik darauf ab, im Osten ein mäch­tiger Polen zu schaffen, das für Frankreich die Roll- eine? Puffers zwischen Deutschland unb Rußland rin- leimen soll. Dem einen Hebel der Zange, der im Westen durch R«tralisie«ng ber Rheinland« anoesetzt werden soll, würde aus diese Weise bet Hebel vom Osten her «nt- gegenaes-tzt tofiben.

Br«ne,ch ist zur Stunde die volnische Rot. E» hat kernen Zweck, sich rückschauend zu entrüste» über Fehler unserer Ostvofifik. Polnisch« Truvve» unter Führuno eine» amerikanisch« General» erheischen übet ein« , so urd«tsche Stadt, wie Danzig cj ist, gebieterisch den Einmarsch in deutsches und deutsch-polnisches Gebiet. DaS Ziel liegt Nar zutage: Richt nut Wcstpreußen, fenbern auch Ostpreußen soll durch Vorwegnahme »inet auf militärische Gewatt ausgrbauten Entscheidung vom deutschen Reichsgebiet« losgelöst und d«.polnischen ober vielmehr französische» Interessen nutzbar gemacht werben.

Mit ber Armee be» Generals Haller hat e» seine eigene Bewandtni». Es handelt sich um Polen, bi« in Frankreich, Italien und ber Schw-ri, ansässig war«, und die im Verbände der Armeen der Verbündeten den Krieg gegen unS führt«. So betrachtet, kann mau nicht daran rütteln, baß e» sich ber Form nach tatsächlich um Truppen ber Verbündeten handelt. Dieser Charaftcr würbe sich aber sofort verwischen, wenn diese Trup­pen Danzig und deutschen Boden betreten. Dann iii£> es Polen, nicht» anderes. Die Landung und d:r Ein­marsch von Trupp« polnischer Nationalität in jenen Gebieten muß ober von den allerschwersten Folgen begleitet sein. Die Polen werden in diesem Beginnen unzweifelhaft daS Signal zu einem bewassneten Aufstand und Aufruhr gegen die Deutschen erblicken. Die Deutschen hingegen werden ihrerseits zur bewaffneten Auslehnung gegen den damit offensichtlich gewordenen Raub deutsche Provinz« miö gegen die Vergewaltigung deutschen Bo-

Pa ris. 2. April. (Aavas. ) Es verlautet, daß b Berbandkvngen für bie Friedenspräliminarien mit bei; dnHscheu Delegierten nicht in Versailles stattfiitden werb«, Ambern wie btt letzten Verhandlungen für die Abkomm« an einem von Varis entfemt-'ren Ort Nn» die AbfMuß-Sitz»ug, wo die llnters-hriftw Vecsitzet werb« soll«, toeebe in Versailles statiiinb-n.

N» ft?, 2. April. Kava» berichtet au» Pont-St»- Röjr»«: Die deutsche Finanzkommission ist am Diens- w#*imnen. Die Ankunft wurde geheim aebalten W* OrHkd) von bet Bevölkerung unbemerkt. Die beut« J4ea Dekegierten begaben sich im Automobil nach dem PtessiS-Villette, wo sie ihren Aufenthalt nehmen. 6er Pwenn zum S^'sosse wird aufs strenast« bewacht.

»ewlf«, 2. April. In bet Geschäftsstelle des lueeirfigro Amtes für die Friedensverhandlung« fceb yfr-w unter Zuziehung eines kleinen Kreises von 6e*wM»bige« eine Besprechung über eine Reihe ®*NHpn Fragen rcchtspolitischer Art statt. Insbeson­dere dabei die Behandlung bet deutsche» Au »- 4«nb»f»rbetunge«, der vor dem Kriege abge- Waffen« Verträge mit ben Angehörigen der gegneri- ^>hev fieber, sowie bie beiderseitige» Sequestrationen «b tifflHbniionen erörtert.

Ctnc «verttanifche Kongreßabsrbnung bei Wilson.

Ic - en w-rden. ll ber die Fro-t b"r V-iohlung t-rr Sn» ckw»o7",g soll dagegen mit beit

beit »»erben. Eg m«rbe sogar die AdsiM gestuß^ Zokammenkünfte einer aemünlchten Kom dl« für jedes Igt>r die itt d Sum-»'

pnd Vif ber BeMhlnng fesifts-n sott e«n,»r)chten. E-- 0»vrd- ?wrllh.-r f"doch noch keine Ep'schelbunq gefä"t Man fei b-r Ansicht, datz dr- V n t - r z e i ch u u » g dee Ftfetz-m- Anfang Mni stottsinv-n könn".

«Werbe m . 2. April. Dom ..Teseoraaf" rufolo- betfet der Rat der V-er in Poris nochmals übst di- lk» tlch» »i gu n g? ftag e. Man lch-int allgemein bet Vwsichk tu sein, doß es seht schmierig fein m-»de. V. reiN N*t die volle Summe zn bestimmen, die Denit-d» M w#*renb ber pächtzen Sabre be»n*4»n könne. Man ** vt*t. welche EntmicklungsmoaliMelt bet Hand-l 8»b W Industrie in TeittWanb für die Zukunft btct«. Es ich int, daß mau fe«-t eine neue Lösung ht bMn Frage zu finden t>eri»At, indem man In b®« Ftiebensverkroa folgende Punkte aufnimmt: 1. Feit- jetz«»p brr Entschädigung, die Deutschland bezahlen iRVx f Festsetzung des Zeitpunktes, an w ichem vw erst« Arbknrlqen ftattzufinden bobe», 3. Feftjetzung d-r SeSttmäcirritfef. Zu gleicher Zelt würde» auch d-r BürcMoftrn für bie Bezahlung der Entschädigung fest- besetzt merb'n.

Bern. 8.Avril. Rach derChicago Tribüne" w'>h «Ser W» hrscheinli-hkrit nach festgesetzt totrbcu, daß bt* von Devtsihlond zu zoblenden Entschäiäqunqen in Dal- fetü zpr enkricht« sind, h>»tf der Dollar bie geringsten Sch>-m-»p>»>,a« g"s tz»m o«cn»-'c«

V*»l», 1. April. sReuter.) Ter Viererrat er-! Sgi Üen Plan. Frankreich die mlrtfchaftliche und pefiifMte Aufs t <fi.t über das Saar Hecken zu^ Sa, bis bie Erube» Rordkrankrelchs wieder leiftungs-

3 sind. Das dauert voraussichtlich fünf Jahre.

turinteresse der ganze» zivilisierte» Welt. Auch .dic l dcnS und d«tscher Ansprüche getrieben werden. Damst Regierungen der Verbündete» erkannt« diese GesahrS-wSte der blutige Bürgerkrieg unvermeidlich. Ein« "tl*~ solche Entwicklung ist umsomehr z» befürcht«, weil di»

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Rotterdam. 1. Avril. Der Unterstaotsftkretär im Sr-tfät-cx Reichs-ErnährnngSministerium, v. Brann, ber n Svaa und Brüssel bie Berhandknng« über die Le- h-nsmittelverforguna Dentschlanbs kritete, aewährlt rinom Mitarbeiter de»Ri«»»e Rotterbamfche Courant" eine ssnterrednng. in ber er sagte: Die nach dem Brüsseler Vertrage z»gestandene Srbenlatittefmenge von 70 000 Tonn« Fett und 300000 Tonnen Weizen fit ben Monat ist für ein Volk von fast 70 Millionen natürlich ge­ring- Diese» Onantnm ist »ngesäht 70 Prvz-nt der Lebensrnittel, bie bie deutsch« Delegiert« als Mindest­menge bezeichnet« D«tschland wird danach trachten, mit den ihm eingeräumt« Ration« so schwierig da? auch sein mag sich auf den Brin« zu erhalten, vor- ausgesetzt, baß diese Ration« recht bald eintresfen. Die gegenwärtig in Deutschland vorhanden« Vorräte a«Üg« nicht einmal für bie jetzigen unzurrichenben Ration«. D«tschland wird mit seinem eigenen Brot­getreide wahrscheinlich nicht länger als bis Juni aus­kommen. Die Verteilunq von Kartoffeln wird in vielen Gegenden schon im Mai aushören müssen. Das deutsche Volk hat vier Jahre lang an Unterernährung zu leiden gehabt und ist jetzt «m End« seiner Krast. Rur » kann der Zusammenbruch im vergangen« November erssärt werden. Der Bolschewismus ilammt immer näher an der deutsch« Grenze auf, unb auch in Deutschland selbst können seine Brandherde nur noch mit Mühe eingedämmt werden. Wenn wir nicht in allernächster Zu­kunft durch bessere und reichlichere Nahrung die Folgen seS nervösen Niederbruch» beheben können, ist es wahr- schcinlich zu spät; dann würde der Bolschewismus die Grenzen Deutschlands und wahrscheinlich auch Hollands überströmen. Es handelt sich nicht mehr um eine aus­schließlich deutsche Angelegcuheit. sondern um da» Lul-

Det 1nielgen»Tet« beträgt sie die tz g-i» Zeil» 20 J u S0*l, KruSzusM., «mH E l Q-c-» auswärr.». S«mmelanz. 80^. » 53'/,*/. Krirg,,u,chl. Nekl«mez«tle >.20^k. Jeder ,j*- x'UUiyi Rabatt gilt «I« $«rf«t«tt Bei Auskunft b die Ge)cköft,li. ». Vermtttluno 1Q1O der »ngeb«t« 2» K-nbergrblbt. Posts-eckkont«: R- ' ?mtFr«nkf.«. M.

Ak WkikilMiM««!.

Äebtt Eebietsfragen (eine Verhandlung«.

Amfttrdam, 2. April. DasAllgeme« Han- befeNeb** meldet aus Paris: Auf der Friedenskonfe- C«8 Wehrt der Grundsatz für die Abrüstung des sinken Rbeinwfm angenommen zu sein. Für bie Schleifung ber Festung« muß nur noch bet Zeitpunkt festgesetzt Werde». Erößtre Schwierigkeiten biete die Bejchluß- (efheeg Wer andere militärische Einrichtungen m:e Bahn Hirt«. Flugplätze ujw. Diese Bestimmung n »*»« auch auf eine» rechtsrheinischen Ee- btetsftretf« Anwendung finden. Außerdem werde die Besetz«» dieser Gebiete bi» zu dem Zeitpunkt, an dem D i-rfcktand all« Verpflichtungen nachgekemmen ist. enwge«. Frankreich würde als Mandatarmacht b« BAk-rhundes die t» Frage kommenden Gebiete be- sch«. Ein eventueller Widerstand Deutschlands wäh- «eeb bei B:f"tzung würde selbsttätig die Mitglieder bee Mlk.rbur-des Mm Eingreifen veranlassen. Was das Saarbecken anlange, werd- Fronkrssch | t) tn.t jeder Negelung abfinden, bie ihm di« Kohlen- Produktion verschaffe. Der Korrespondent d>> ,Hlgem«cn Handelsblad" Mit ferner mit, er 3nbe <»- bßvrx, Fnch werde fetmtl-t Erörterung fi*et di« DwnrtRtt Frog« zulassen, sondern Erzbera»r aufforv-rn !»»e»hakb 4 8 Stunden der Fo-der,,ng der Wt? jfcrtteHr nachzukommen. Augenblicks >ch sei eine

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