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mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchham

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Tageszeitung für (das früher mrhessische) Oberhessen

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Abg. Leib (Unabb Etats ist uns nicht möglic al'sck-i'bunn n'cht mitwirken.

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Der Anzeigenpreis betrigt fit bte 8gel» Zeile 20 Jj kio»f« Kr..»zufchl, emtl auetnärt. u. Sammelonz. 30^. * 33'/,»/. «rügsjuitl. Reklame,eile \2C Jt. 3e»er 'Xabntt gilt eis ?arr»batt. Bei Auskunft b bie ®e|tt«ttsft. u. Vermittlung öer »ngebet« 26 J. LenbergrtzLdr. - VefiiMtente: Mr. 5C16 Amt Frankf. a. M

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ach hat bc- r^rffe

mährend der Tauer des £l>iffenfiytarbe5 fofgeübe Warengattunqen von Deutschland nicht frei aus- erfuhrt werden dürfen: Kriegsmaterial jeder Art 'Kriegsschiffe eingeslbloffen), Sohlen und Koks 'oder A't,.unbearbeitetes Holz, Dauhalz und Holz- "S-k, Druckpsme-, Farbstoffe, zu nachfolgenden Kategorien gehörige Eifen- und Stahlnrodukie: Trutz, Platten, Zylinder, Konstr-.'ktionsstabl, Stahl- schienen, Stahlblech. Zucker, Fensterglas, Werkzeua- mafchinen, industrielle Maschinen, elektrische Ma­schinen und ihre Zubehörteils. Di-les Slfb-'t soll, wie ausdrücklich erklärt wird, nur für die Massen- stistfi'"rdsr>eriod^ anwendbar sein und nicht den "ach Beendigung des Maifenstillstandes zu treffen­den Maßnahmen norgreiien: auf-e>>em sollen da-, du ch die Privilegien nicht beschränkt werden, di" Deutschland für d'e Busfiihr über feine Landes- grenzen erent. bat. Die bestehenden Verbote in Bezug auf die Ausfuhr von Gold, Si'ber und m?e*tP'rpieren losten unberührt bleiben. Die ver­bündeten Regiernnaen erklären außerdem, datz st bereit sind,, abgesehen non dem Kriegsinaterial aller Art einschliestlich der Kriegsschiffe bei den obigen Verboten Ausnahmen unter folgenden Be­dingungen zunibilligen: Fede der verbündeten Re gierunaen hat das Recht, rr"A-er,b des Wgffen- ''iststandes zu gerechten und angemessenen Preise" ^arften aller Art der auf der Verbotsliste sieben­den Artikel zu lausen, die Deutschland für die Aus- f"br verfügbar haben fostte. Die Ve-i'»te- der ver­bündeten Regierungen werden folort in Köln oder

irgend einem anderen non ihnen h-reichneten Orte mit den Delegierten der dentbchen Regierunp '"sammentreffen, nm mit ihnen Verträge bezüglich dieker Käufe abzuschlieben. D'hnliche Zulammen- mnste werden danach aste st0 Tage stottfinden. Die Verlaufsrechie der verbündeten Regierungen, die durch diese Vereiolmrunq begründet sind, erstrecken stch nur auf zwei Drittel des gesamten Veber- 'chustss der ganzen für die Ausfuhr verfügbaren den'scheu Ma--en. Auf aste Fälle wird es Deuttch- land erlaubt sein, an die Neutralen ohne Ve- fchmnkung ein Drittel seines für die Ausfuhr rer= füobaren lleberfchusses auszuführen. Ter Netio- erlös der gemachten Käufe mutz Deutschland zur Verfüg-iug g»n-stt werden derart, datz die ans dselem Kaul stch ergebenden Summen von Deutsch­land als Zahlung für die gemäß der Brüsseler Vereinbarung eingeführten Lebensmittel verwen­det werden dürfen.

Abg. Rosen selb (Unabh.st Namens meiner Partei mkläre ich, bie preußische Republik ist ein Klaffen- staat zur Ausbeutung der Arbeiterschaft. (Lachen.) Die angebliche Soüalifierung bie einfehen soll, hat mit Sozialismus nichts zu tun. Dieser Regierung keinen Pfennig! Wir bekämpfen sie auf bas rücksichts­loseste. Den Etat lehnen wir ab.

Finanzminister Dr. Südekum: Ter Vormbner will bie Diktatur bet Arbeiterklasse.

Air wollen gleiches Recht für Alle. Die Diktatur bet Minderheit müssen wir ab lehnen. Sie finb eine Minderheit! (Widerspruch bei den Ihtnbfinngigen.) Bon den neuen Wahlen trennt uns ja nur noch ein kurze« Zeitraum. Dann können Sie ja beweisen, ob Ihr Wider- fpnich zutrisst. Preußen ist mit seinem freiesten Wahl­recht kein Klassenstaat.

Abg. Rosenfeld (Unabh.): Wir wollen in bei Tat die Herrschaft in bie Hand der Arbeiterklasse legen, und sie bildet keine Minderheit. Heben Sie den Be­lagerungszustand auf, damit wir die bleit für bie Agitation haben: dann werden wir Ihnen beweisen, daß wir die Mehrheit haben. Sie halten es nicht einmal für nötig, die Famstü-ngüter der Hohenzollern einzuzieheni

Finanzminister Dr. Südekum: Die Auswirkungen Ihrer Demagogie machen zur Zeil die Aushebung des Belagerungszustandes unmöglich. Tie Abtrennung stes Privatvermögens der Familie Hodenzottern von den« ienigen Otfitern, die der Staat in Anspruch nehmen kann, wird mit Ernst betrieben. Aber es handelt sich um eine leitrmtbenbe. komplizierte Materie, was dem Vorredner nicht nnb-kannt ist.

Abg. Dr. Heilmann (Soz.): Wenn der Militaris­mus jemals in Deutschland sein Haupt erheben sollte, io trügt bie Schuld daran allein die Gewaltpolitik des Spartakismus und seiner Hekfm. (Lebhafte 3unmmimg.)

Der Notetat wird in zweiter und dritter Lesung und in der Gesamtabskimmnng gegen die Stimmen der Un­abhängigen angenommen.

Hieraus wird die Besprechung der vom Ministerium am 25. März abgebenen Errlärung fortgesetzt.

Abg. Kleinspohn (Unabb.I: Tie Mehrheitssozia- listen sind Kopitalsknechte und keine wahren Vorkämpfer für die Freiheit H Volkes. Die Schuldigen am Kriege müssen abgeurteilt und bestraft werden. Deutschland tollte offen seine -schuld am Kriege anerkennen. Die So- zialisierungSpolitik der Regierung ist weiter nichts alS eine sade, verbrämte bürgerliche Politik. (Lachen bei den Mehrheitssozialisten.)

Minister des Innern Heine: Ich habe nie ein Hehl dasaus gemacht, daß auch die frühere deutsche Politik eine» Teil der Schuld am Kriege tränt, aber ich hätte meine Pflicht als Deutscher verletzt, wenn ich. dem Friirde den Weg in unser Land gewiesen hatte. Wir wissen, daß -die Politik der geheimen Koalitionen nicht von Deutschland gemacht worden ist. Diejenige», bie

Mrtfö.

Paris, 28. März. sHavas) Der Senat erört.-rfe den Bericht des Ausschusses, der m>t der Prüfung bei bemcktragt Ist. die für die hefriten Gebiete von '«fand rer Bedeutung sind. Michel fcrb:rte u. a Strach -naßnahmen gegen den Kaiser und den Kronprinzen.

Inrimi.

Budapest, 28. Marz. DI« Gesamtkorporafion der Vertrauensmänner der früheren kowmttttWichett Partei hielt filtern eine Konferenz ob. Der Volks - kommiffar d s Aeutzern Bels Kun legte dar' Gegen­wärtig wird ein« Sowjetverfaffung ausge- arbertet und zwar auf der Grundlage der Westungen Senins. Es ist nicht notwendig, dost man stch bis auf ben Buchstaben genau an bie russische Versagung hält. Man mutz aus den Irrtümern der Revolution lernen. Voraussichtlich können In vierzehn Tagen dieSowjet­wa h l e n ausgeschrieben werben. Die Diktatur be­bene nicht in jedem Falle d u Terror, denn der Terror ei mir eines der Mittel der Diktatur und komme nur in Frage, wenn man fein r bedarf. Der Redner erklärte sodann, da. Wichtigste sei fett die Dnrch- ührung her Sozialisierung im schnellsten Tempo. Die Konferenz nahm einstimmig eine Enttchlietzung an, wonach die kommunistische Partei endgültig in bei provisorisch als sezialistiiche Partei bezeichneten ein« heitlichn ungarischen Proletarierpartei aufgeht.

Budapest, 28. März. Der hauptstädtische Korn, missar für das Unterrichtsw.sen ordnete an, datz in sämtlichen Schulen der Religionsunterricht sofort ein« zustellen ist.

Wien, 29. Mär». Aus Budapest wird gemeldet: Die Räte-Regierung hat eine restlose Unterdrückung bei bürgerlichen Presse beschlossen. Das größte ungarische RegierungsblattPesti Hirlap" hat zusammen mit ande­ren bürgerlichen Zeitungen sein Erscheinen einstellen

. SitWe £anö?SBtrlfimm!una.

13. Sitzung vom 28. März.

Die vom K'schäft^a-duun-'sauSschuß beauteaaten V«- schristen über das Wahlprüfungsversahren werden an- genommen.

GS- folgt die zweite Beratung des N o t e t a t s. Be- 'icht°rstatter Dr. Schmedding beantragt namenS des StaatslvkuShaltaausschusses die unveränderte Annahme. Die Geltung des vorläufigen Etats soll sich bis Ende

MM.

Stockholm, 27. März. Wie dieFrankfurter Ie'tung" ans zuverlässiger Quelle erfährt, haben Amerika und England Verhandlungen mit der russische» Sowi'tregierung eingeleitet, die eine Verständigung auf her Grundlage der Notm Tschitscherins bezwecken. Lenin und Tschitscherin haben den Boden für Verhandlungen vorbereitet durch Verständigung mit den Sozialrevolutio­nären und den Menschewiki.

Rückzug der Rumänen in Bessarabien.

Berlin, 28. März. LautL.-A." befinden sich bett Wiener Abendblätter zufolge die Ru m ä n e n in Bessarabien auf dem Rückzüge. Die Bolschewisten rücken in bet Linie IsmailReni vor.

ahlre'äv-n Bänken.) Der Senat nahm einstimmig 'irr Gnüchlieülmg Reimolds an. in welcher bAt Senat ' ine beftioe Enirffsinna über bie vom Feind« auf fron- esischem Boden h'-anoonen Grausamkeiten ausdrückt. Dr sorder' die RüS-eabe und (Erekung bet geraubten 'der z rstör'e-t Güter mittels t-;n-g schnesteren Bei ehrms unb bie vollständige Wiedergutmachung der xen fr"N'estich'n PavMT-«1»»» ruu--«--- S-»<ch- un V-r- >nmschäden. Er ersucht ferner ast« Tatkraft anszu

enb.n. um berechtigte SVofntadnabtnen g gen flftr ^-rantworKichen d'irckv.ufehen. D»r Senat beschloß xaf- der B-r'cht Reunald? a»en Schulen mitgeM?1 "frbe, damit bie Lehrer ihn den Schülern vorkesen könnten.

Wien, 28. März. Nach ein*r M lduni b's ftor- "ckvonben-büeoz bestimmt die Reoi-ri«ngSvoelage über das i-fib're Her-ckcheebaus die Ankh-buno aller Herrscher- -chte und sonstigen B-rr-chke b-s Haules HpstSbura» Lothringen für imw--w'>h'-'nde Seiten und bie Landes­verweisung gster Mitoliedet dieses Hauses und bes-- '-uigen von Bourbon-Parma. D>e R-vublik Deutsch- Deiletreich ist Eiaentümerin des in ihrem Gebiet b<>- 'iodfi-hen b-weestche» und unbeweolichrn sowie des für bo? TÜber reeterenbe Haus oder e-ne Zweiolini» bi-ses he- d-nd-ne» Bermöo-ns, brffen Reinerträgnis für bur-b de>' f*rt-g aefunbh°itlich geschädigte ober ihres Ernährers b»r<mSke Stsotsbürger wwwanbt werd'« kann. Das freie und peefSnliche Privateigentum des früheren Kaisers und 'r Mitglieder des kaiserlichen Hauses bleiben unange­tastet.

Wien, 29. März. An Stelle b«S ausscheid-ndev Staatssekretärs bes Auswärtigen Amtes Bauer, ist bei -h-malige Fustizministt und h-rvorraoend« Rechtsl-Hre- Dr. Ft. Klein rum Leiter bes Auswärtigen Amtes er­nannt wo'-d-n. Dt. Klein ist ebrnso wie Bauet ein ent- 'chi-d->uet Anbäng-r de» Anschlnff-s an Deutschland.

Wien, 28. März. Der Ausstand der Eifeu- f>abner bat sich auf di« Franz-Iosessbahn und bie West- d.rhn ausgedehnt. D'.e Vethandlnngen zwischen der Re- üentna und ast n Eisenbahnvetbönb-'n trerb-n frrtge «tzt. Wenn bie auf den Strecken liegenden Lebens- mitfelzüge morgen nicht wieder fahren können, wird in bet nächsten Woche die Brotzuteilung astgemein aus die Hälft« herabscsetzt werd:» müsse».

U Amsterdam, 28. März. Der Parlamentskorre- | spondn.t desDaily Chronicle" erfährt, daß dgs englische j Ledensmittelministetium beschlossen habe, außer den < 100 000 Tonnen Kartoffeln, die bereits unterwegs sind,

| Noch 200000 Topnen Kartoffeln nach Deutschland zu f schick«». Die ansgelieferten deutschen Frachtdampser wer- A ken zum Transport der Kartoffeln verwendet.

| LSlkerbundsentwurf und Frikdeussertrag.

Paris, 27. März. (Reuter.) Wilson lief t folgenbe Erklärung veröffentlichen: Zm Hinblick auf dir sehr Überraschende Ansicht, die in mancher Kreisen-zu herrschen scheint, datz es die Erörterun- -ru der Kommission für den Völkerbund sind, die bie Endsormulieiurg des Friedensvettrages ver- |8qerten, ergreife ich sehr gern die Gelegenheit, um itttzuteilen, datz die Befchlüffe dieser Kommision »ls erst« der Plenarkonftzrenz vorgelegt wurden. Eie wurden am 14. Februar veröffentlicht, und sie j 1 selb hatte einen vollen Monat Zeit, um den ba= fcals vorgelegten Völkerbundsentwurf in allen Einzelheiten zu besprechen. Während der letzten Tage war die Kommission bemüht, aus den Kri­tiken, die die Veröffentlichungen des Dölkerbunds- vertrages hervorriefen, Nutzen zu ziehen. Der revidierte Völkerbundsvertrag ist jetzt fo gut tote fertigaefiellt und befindet sich in den Händen ri::«s Komitees, das die Aufabe hat, den End- f Entwurf fertigzustellen. Die Konferenzen der Kommission fanden ausnahmslos zu Zeiten statt, wo sie auf die Beratungen derjenigen, die es auj sich nahmen, die endgültigen Befchlüffe der Kon- serenz mit Rücksicht auf die vielen anderen kompli- iierten Friedensproblcme zu formulieren, nicht L hörend einwirken konnten, so datz die Mitglieder «er Kommission sich zu der Tatsache Glück wünschen, V kein Teil ihrer Konferenzen je irgendeine Art «an Berzögerunaen bewirkte.

tetrncir !>r. 6*n?t

Ktt??nt!fi<9ilä!ti!8.

Sie Treue der Eingeborenen.

Berlin, 28. März. Gouverneur Dr Schnee bist' vor den Vertretern der Presse einen Vortrag über Ost- afrika und bas Wilson-Pronramm. Et führte babcl u. a. auS: Naih bem Punkt 5 bes Wilson-Programrv? "bien ein Verkcknben Deutslh-Qstafrikas ht bentfckiew zweifellos, ba unsere bortioe koloniale Tätio- feit jeder unvorteüschen Prüfung st a n b h S l t. Wähtend bes Krieges sttenteu unsere Feinde Lügen unb Berleum- bungen über eine angeblich schlecht« Bebanblung bei Eingeborenen burch uns aus. In D-utfL-Ostasrika tont unsere Politik auf kulturell« unb wirtschaftliche Erschließ­ung beS Londes unb auf bie H-bung bet Eingeborenen srrichtet. In bem Lanbe. wo früher bestänbige Kämpfe bet Eingeborenen untereinander herrschten, ist bet Friede geschaffen, bet Sklaven handel beseitigt, bem Unwesen Eber Zauberer und Giftmischer gesteuert, den Einae- borenen ist perlönliche Freiheit gebracht, die Seuchen, besonders bie Pocken unb bie- Schlafkrankheit sind er­folgreich bekämpft. .Der Rinderpest ist durch veterinäre Maßnahmen Halt geboten .heidnische Wahnvorstellungen und Unsitten werben allmählich durch bie christliche Lehre unb christliche Moral verbrängi, wobei bie Mis­sionen beiher Konfessionen eine segensreiche Wirksam­keit entfalten. Schulen sorgen für Erziehung, für bas Hanbwerk unb für Vorbereitung nützlicher Kenntnisse, linset Streben war, bie (Eingeborenen auf ein möglichst hohe- kulturelles unb wirtschaftliches Niveau zu heben unb selb" v-rstänblich auch gleichzeitig bie Interessen be<? Mutterlanbes zu förbern. Im Kriege haben wir bie Früchte biefet Eingeboreneripolitik geerntet Wir waren GOOO Europäer einschließlich Frauen unb Kinder unter 8 Millionen Eingeborenen. Wenn wir die Eingeborrnen ichlecht behandelt hätten, so hätte» sie sich im Kriege icher gegen uns erhoben. Tatsächlich stand die ganze Emgeboreuen-Bevölkerung auf «nserer

4 Ilchra,

1919

müssen. Gleichzeitig teilt die Räte-Regierung mit, baß

weitere Einstellungen bevotsteben.

Die Unterbrückung

wirb mit Paw'ermangel begründet bet aber in Wirklichkeit

mrnicht besteht.

$lt AlMk BlPtltH fflUFB

Berlin, 27. März. Im Artikel 4 des Brüs­

seler Abkommens vom 14. März ist Deutschland

das Recht cirgeräumt morden, Waren zu expor­

tieren, ausgenommen diejenigen, welche die

Verbündeten der deutschen Regierung in einer

Liste noch mitteilen woll en. Diese Verbotsliste ist

unmehr der deutschen Kommission in Spaa am °6. März in eher Rat? übermittelt wo-den. Dem-

Marbnrq

Connabrnd, 29 ivfin

W MM'WWlkN.

Prag, 28. März. In der gestrigen Sitzung bet

Nationalmrsammlung wurde bet Entwurf bet Anb- wortabreff« auf die Dezember-Botichaft bes Ptäsidenen Mafatyk genehmigt. Di« Antwottabteffe erklärt: Ute ebenso rok an Polen auch an Sübslawien auzugrenze», werde ein Korridor geichaff«» werben muffen, bet be« tschecho-slowakisch.-n Staat mit bem siidflawischen Staat verbinden soll. Weitet wirb bi« Jntetnationald fterung bet Elbe, bet Donau, bet Weichsel unb ve, Eifendahnen von Ptetzbutq über das ungarische Geb!ei iwn der tschecho-slowakische» Grenze an durch da» beutsch-österrnch sch« Gebiet bi» zu den Grenzen Eüd- Slawien» gefordert.

J e MM sienlmm

ASsihlutz des $o:fr lebens vor Ostern.

28. Mörz. Wilson und die Chefs der

Stegienrngen hatten am Donne's^ag zwei Sitzun­gen. Mme hörte am Morgen Loucheur, der über die wirtschaftliche Lage Deutschlands und deffen Hilfsmittel für die Bezahlung der verlangten Ent- schädßgnngen be-ichtete. Der Nachmittagssihuno wohnten Marschall F o ch unb bie Generale Per s h i n g nab Robilant bei, bereit Anwesenheit zeigt' daß die Aussprache über militärisch« Dinge sich erstreckte. Es ist klar, datz sie die Matznahmer betrafen, bie infolge der Errichtung der S o w j e t - Herrschaft in Budapest zu treffen sind. Diese Matznrrhmen haben interalliierten Charakter. Man hofft, gegen Ende der nächsten Woche inbezug ans bie Friedenspräliminarien mit Deutfch^and zu einem Pssttiven Ergebnis zu kommen. Neben der Konfetenz zwischen den vier Präsidenten halten die Minister bes Auswärtigen bet verbündeten Mächte täglich ihrerseits Sitzungen ab, in denen weniger dringkichs Fragen behandelt werden. Am Don- nersffl® z, B. behandelten sie das Problem Schles- «vig-Hslk^jn. Am Freitag werden bie Vertreter bie Fraqe der Aufhebung der Blockade gegen Un­garn prüfen. Zwisthen der bevorstehenden An­kunft bet deutschen Finanzkommifsion in Versailles «mb bem schnelle.-en Gang der Verhandlungen des Vierer-Rats besteht kein Zusammenhang. Die Knmmifsion ist vom Finanzrat zur Prüfung der finanziellen Abkommen, die durch die Verpflegung DeukkKb»nd» notwendig geworden si"d, eingeladen worben. Die detttschen Delegie'tten kommen nicht nach Frankreich, um von den Präliminarfmedens- beditrgmigen Kenntnis zu nehmen. Der Vertrag wird Jatrm »or der zweiten Aprilwo-he den dent- sckieu Delegierten mitgeteilt werden können. Die Zurammenkunst zwischen den Vertretern der Ver­bündeten nnd den deirlfchen Vevollwächtig^en wi"d endgSlt^ in Versailles stattfinden. Der all­gemeine Eindruck ist, datz man sich bemülst, vor Ostern zur Anterzcichnung des Prälimtnarfrie- dens z« gelangen. Der endgiltige Friedensve'-trag wird im Spiegekfaal in Versailles unterzeichnet werden.

Genf, 27. März. Einer Haoas-Depcsche zu­folge teilte der Vorstf-ende d-s K^m-vx-'an-fchuffee für Auswärtiges in Paris mit, datz bie Regierung am 15. April dem Ausschutz den Friedensver- trag mit Deutschland vorlegen werde. Die Re­gierung erachte bis dahin den Friedensvertrag als abHefchloffen. Im Heeresausfchutz wurden vom Krirgsminister Erklärungen abgegeben, die auf eine Zurücknahme der militärischen Velatzuur tu Len deutschen Gebieten 6 Monate nach Ilnter- zcichnung des Friedeusvettrages schlietzen laffen.

seit c. Eingeborene haben als Afkari unb als Träger

Kurch Lieferung von Nabrungsm-tteln uns in jebet Weise

'eholfcn unb bis zum Schluß treu bei un3 ausgehalteu

Tie englischen Bchaupiungen über schlecht« Behandlung

-er Eingeborenen, darunter ein verleumdcrifcher offener Brief des englischen Bischofs in Zanfibar, sind bewußt

oolittfche Lüge», bte den Borwonb abgeben, uns

unserer Kolonien zu berauben.

Wenn bte engltfche

Koloniolverwoltung besser wäre als bie deutsche, wäre es

unerklär ich, daß während des Krieges in den englischen Nachbarkolonicu Aufstände stattfauben, in mis.rem Schutzg<,!«t dagegen nicht. Bei den Eingebo-enen Hot -ich ein Wort zur Charakterisierung ber Engländer und Deutsch'» gebildet, baS lautet:Die Engländer haben -ute Wort:, aber ein hartes Herz; bie Deutschen haben barte Worte, aber ein gutes HerDeutschland braucht Kolonien, um den Ueberschuß seiner Bolkskrast -tnfzuurhmen, um Roh^offe zu erhalten unb Absatzgebiete sür seine» Handel zu Haven.

Di«überbtffume Zritung- er*eint fechsmal Wöchentlich

i > Bezuasvreis beträgt wountlirft 1.35 Jt. frei >us Hou» (durch bi« Poft

, vis. »E I »Pm Besiellgrlb). Verlag von Dr. <£. Hitzeroth. iDiartt 21/23. Ferniprecher 55.

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