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*<t y ^untf in $t»m5erfl di« Berwaktunq t**s Land- \«flmte5 baf:Ibrt enbRiiitig, dem Oderförster a. R.

r'c n e r in Wetter vom 1. Juli d. I. ab die Oder- kirsterstclle Dannenberg im Regierungsbezirk Lüneburg, «eijcfet: der Forstmeister Ho ost von Weilmünster zum 7 «xuli 1919 nach Wetter unter Verleihung der Ober- Merstelle Wetter-Ost.

«Reue Rm*sbe?eichnuna. Vom Ministerium

Innern ist unterm 10. März 1919 die Genehmi­gung erteilt worden, daß von den preustischen Polizeisergeanten künftig die Amtsbezeichnung «^lizeiWachtmeister «nd von den bisherigen Po- Miwachtmeistern die Amtsbezeichnung Polizei- Lberwachtmeister geführt wird.

* Schleichhandel. Von den Schleichhändlern, die ichsarz-geschlachtetes Fleisch in die Stadt bringen, wurden heute früh zwei dingfest gemacht. Cie hat­ten große Mengen Rind- und Cchaffleisch, das be- Wlagnahmt wurde. Wie man hört, kam das be­treffende Fuhrwerk aus Neustadt.

Hiihaerdiebftahl. Zu dem gestern gemeldet n Mnerdiebstahl wird uns noch mitgeteilt, bah auch ein« Marderfalle mitgenommen wurde. Blutspuren Leuten ba-auf hin. dah einer der Dieb« vielleicht bei -er Gelegenheit in die Falle gegriffen und sich vei- letzt bat.

Tanzspiele. In b~r Besprechung der Tanzspiel« ist beiAnitras Tanz- richtig zu lesen: mit elegant gc- togenem Körper. (St.)

Theater Konzert«, B«-1awm1»naen ns».

vaterländischer Fraueu-Berein. Auf di« heut». Abend ftattfinbenbe Generalversammlung des Datei- ländifchen Frauen-Vereins wird auch an dieser Stelle hingewiefen. Sie wirb über die verfchiedenen Arbeits­gebiete des Vereins berichten, und aus dem Felde zu- rückgekehrte Schwestern wollen ihre Erlebnisse erzählen.

* Stadttheater. ImElückskandidat" dem neuen Lustspiel von Hans Müller-Schlösser, da« am Donners­tag erstmalig aufgefüht wird, find in den Hauptrollen beschäftigt die Damen Delosea und Kallmar sowie die Herren Volck, Teleki, Kroßer, Reppert, Heres, Feigel, Koch und Lerch. Di« Spielleitung hat Herr volck.

* Bunter Abend. Drei Mitglieder der Frankfurter Oper, Frau Mary Gareis (Sopran), Fräul'in Anni- Kißling (Mezzosopran) und Herr Josef Kaieis (Bast) werden uns am kommenden Sonnabend, den 29. März, einen heiteren Abend bereiten ähnlich jenem des Easielei Künstlerpaares Merk l-Schorn. Karten ja 3M 2,50, 1,50 und 1 Jt ab heute bei Kurt Reufeldt

Marburger Konzert-Verein. Frau Lula Mqfz- Tmeiner hat sich dankenswerter Weife bereit er- tlä-ft, ihrem mit so außerordentlichem Beifall aufge- uommenen Liederabend einen zweiten folgen zu lassen, und zwar hören wir an diesem Abend «ine prächtige Auswahl Brahmslchi Lieder. Tie Eintrittspreise be­tragen «M. 3., 4., eine Anzahl besonders bevorzugte- Plätze kosten 6., 5.. Kartenausgabe bei Elwert von 101 und 85.

* Gründung ein«» hessischen Bauernvereine. Man schreibt uns: Sonntag, den 30.. findet hier di« Grün­dung eines Bauernvereins statt. Me wir hören, ist die Stimmurrg überall sehr dafür. Auch find schon überall in Deutschland derartige Verein« ins Leben gernf'n ober in der Entstehung begriffen und drängen nach Zusammenschluß. Da alle Stände genötigt sind, sich zusammenzuschliesten, soweit sie es noch nicht sind, bleibt auch dem Bauernstand nicht» ander«» übrig. Roheres im Anzeigenteil.

:: Kirchhain, 25. Mär». Am 4. April tritt der Kreistag zu einer Sitzung zusammen.

Durch die weitere Steigerung des Materials, insbesondere des Papiers, sind auch die hiesigen Zeitungen gezwungen, den Bezugspreis monatlich um 10 Pfg. zu erhöhen.

Verlag derHess. Landesztg."

Verlag der ,L) b e r h. Zeitung."

Die ,^)derh. Ztg." kostet demnach durch die Post, Agenturen auf dem Lande sowie in der Geschäfts­stelle in Marburg monatlich 1.35 JE

MlvMdnestn. ö!dW

vom 25. März.

Die heutige Stadtverordnetenfitzung umfasst« 5 Punkte. Unter Mitteilungen zur Kenntnisnahme bracht« Stadtverordnetenvorsteher Iustizrat Rohde trott Eingänge betreffend den Bau von Wohnungs­baracken und Kleinsamilienhäufern zur Verlesung. Ferner wurde mitgeteilt, bah der Magistrat die Zu, 1 immun« dazu gegeben hat, dah einig« in der letzten Sitzung gewählt« Kommissionen durch Hinzuwahl eini­ger Herren aus der Stadtverordnetenversammlung mehr Mitglieder erhalten, wie vorgesehen.

Nachdem man die W r h l e n zu den verschiedenen Ausschüssen vertagt hatte, beschästigten fick die Stadt- verordneten «ndgiiktig mit der schon mehrfach erwähn­en Frage der Erhöhung des Fahrgeldes bei der Straßenbahn. Der Stadtverord- netenvorsteher gab noch einmal eine kurze Be- iründung des Antrags, die darin gipfelte, bah es not­wendig ist, eine Erhöhung der Einnahmen bezw. eine Entlastung der Straßenbabn herbeizuführen, deren 'lnterbau von den Sachverständigen bei der Einrich- ?ung als auf sieben Jahve haltbar geschätzt, fetzt aber !<hon zehn Iah--« benutzt würde. Ter Ausschuß, der di« Angelegenheit ausführlich beraten habe, empfehle eben­falls den Antrag, den Fahrpreis auf 15 Pfg. zu er stöben. Bei b-T sich anschließenden Aussprache empfabl Stadtv. Schäfer I für kleine Strecken 10 und für ganze Strecken 20 Pfg.. Stadtv. Tucker schloß sich ibm an. btt 2M>n müsse wereu der vielen Reparaturen ent­lastet werden, Stadtv. Aretz war für 15 Pfg., Bürger­meister Mueller meinte, bei Teilstrecken brauche man besondere Schaffner, Stadtv. Stumps trat dem schon mehrfach angeschnittenen Eingesandt in unserer Zeitung entgegen, das fei alles nicht richtig, er fei für <5 Pfg., die durch besondere Münzen entrechtet werden könnten. Stadtv. Sckäfer II wies darauf hin. ba6 durch den 15 Pfg.-Tarif die zur Rentabilität der Bahn nötig werdend' Entlastung begünstigt würde, Stadtv Trommershaufen bedav"rt«, baft man ein Ver­kehrsmittel verteuern wolle, Stadtv. Weber erklärte sich gegen den Staffeltarif, in Großstädten kämen Ent- ftinnng-n in Betracht, in Marburg nicht. Stadtv. Suck war für 15 Pfg.. der Verkehr würde nicht leiden. Der Stadtverordnetenvorsteher erinnerte daran, bah in bett Kriegsfahren an der Babn nichts ge­macht w'rden konnte und bann beantragte Stadtv Rofe Schluh bet Aussprache. Der Antrag, ben Preis auf 15 Pfg. festzusehen, fanb Annahme.

Die sich anschliehenden Ergänzungswahlen zum Magistrat brachten etwas Aufregung in die Sitzung. Auszuscheiben hatten die Magistratsmitglieder Engel, Runckel, Prof. Dr. Maurmann Schollmeper und Geh. Rat Tnrz«ck. Die Wahl­vorschläge lauteten auf die Stadt». Rose und Erden- b « r g e r, sowie Zeichenlehrer Becker, und die seit­herigen Magistratsmitgkieder P. Runckel und Apo­theker Schollmeper. Bet den Stadtv. Rose und Erdenberger ging die Sache glatt, ersterer erhielt 36. letzterer 34 Stimmen. Stadtv. Siebt schlug dann anstelle des Herrn Becker aus politischen Gründen ein Zentrumsmitglied vor und empfahl ben Stadtv.

Sipmann. Stadtv. Ross bezeichnete dies als politischen Schachzug, ebenso sprachen sich die Stadtv Walter und Weber dagegen aus, Stadtv. Stumpf pflichtete ihnen chei. Das Zentrum fei im Magistrat durch Herrn Tromm vertreten, Stadtv. S i p m a n n trat zu Gunsten des Stadtv. Becker zu­rück und bann wurde gewählt. Ergebnis: Becker 20. Sipmonn 10 Stimmen. Dann kam der Wahlvo'- Ichlag Runckel. Dieser ging mit 24 Stimmen durch. Stadtv. Seh. Rat Tröltsch erhielt 12 Stimmen. Stadtv. Rose schlug dann unter Berufung auf die Durchbrechung des Wahlvorschlags vor, Eeh. Rat Tuczeck wieder zuwäblen. Stabt». Siebt schloß sich au. K-oße Auflegung fünf Minuten Paus heftig auieinanbei icbenbe Gruppen und Grüppchen im Saale und dann folgte der letzte Wahlgang mit dem Ergebnis, bah Geh. Rat Tuczeck 29 und Avo- tbeki Schollmeper 3 Stimmen erbi'lten. Fünf Zettel waren weih. Al, Ersatzstadtverordnete kommen fedenfall» fetzt anstelle Erbenberger Frl. Hest nnd an Stell« Ros« Herr Hildemann an die Reibe.

Es folgt« noch ein Dringkichkettsantrag, der dahin koutete. die Bwrbeitnna der Frage der Bebaimng des Eavveler Feldes rott Kleinwohnungen der Bau- kommisston zu übertragen. Es e-Mqte Zullimmun" Stadt». Wolf! regte an, ben Klnbersntelplotz nicht zu v'rgeffen. S'adt». Trommershanlen erwähnte noch bie Fnwe der Zusa«menleaung verschi'deuer Kom- missioi» n und b'nn wurde in eine vertrauliche Sitzung eingetreten. Schluß 8 Uhr.

Ifitb Alarburq fcklakt. . .

Man schreibt una weiter: Hört Ihr's. Arbftter Büraer, Studenten Marburgs? Ihr schlaft! Rusli sch-m Bollchew'SmuS rüttelt drohend an ben Grundfesie'- unseres Vater^nh.-s Ho-den fanatischer Lumuen über­schwemmen unsere ki-beu Gaue. In Rußland seh-m wft das erschreckende B'ld einer wirtschaftlichen Kotastroube Ivie sie schlimmer f-in Ange je gefeben! Erbt sie Euch an, die Gesilde. wo sie Hausen, diese bolschennstischrn <5hänen des Oüens? Mach und Totschlag. B^rgewalti- enng und Raub sind ihr G-uglge! Ungarn liegt zu ihren Füßen! Immer gewaltiger wogt die tzeereswoqe gegen uns heran. Bon ihr sagt Hindenburg noch vw wenigen Tagen:Der Umfang dieser Massen ist noch gar nicht zu übersehen." Dazu kommen jetzt noch die an der ungarischen Front fKiwtoorb'1»» Heere der Bolschewik» nnd im Innern? SvartakuS setzt seine ganze Kral' daran, den Boden für den Bolschewismus vorzubereiteu Das ist der deutsche Bglfch--w'Sm"S: Z-rstöm-no, Hun aer nnd Elend trug er in so manche blühende Stadt nnd übt Bente noch sein SchreckcuSremment, die Diktatur der Straße aus. Au anderen bisher noch unberührten Orten gährt und brod-lt es. T-talich lest Ihr von der drohenden Früknabrsoffensipe der Bolschewisten, nnd Id<k haben wir dagegen zu setzen? Aus Kens (T. U.) wirt , 'emeldet und darauf hinaNo-esin:Dieser Arm^e fieber gegenwärtig nur wenige polnische und butsche Verbände gegenüber, dtz» aber gänzlich unzulänglich sind." So ist es' ftknd Ihr? Was tut Ihr dagegen? Ihr schlaft in der <irbgeffbiehenbHt der hessischen Berge weiter? Arbeiter Burger, Akademiker, erkennt Ihr nicht den Selbstmord der in Eurer Tatenlosigk-it liegt, seht Ihr nicht, bah Ib' Euch selbst zu Grund« richtet, daß unser ganW Volks- uud Wirtschaftsleben zufammenbricht und Ihr Euch unter den Trümmern Eurer eigenes Grab f(häufelt? 9M, wachet auch. Ihr Arbeiter, Bllner, Akademiker, herunter von Euren Ber^-n, heraus aus E-'ren Tälent, Schulter an Schulter gegen die ungeheuere Gefahr!

Ärifffopen b« Sch«is"""ung.

Einfeuber. Di« Bse^belabavei sind, wie man uns mitteilt, längst beseitigt.

Zeffen-Naffs« tntb NachbLkgebleLe. ]

§§ Cassel, 25, M ärz. Einbrecher drangen t* vergangener Nacht in das Herrengarderobengeschäft von Hermann Kolckhorst in der Marktgasse ein und plün­derten das Lager fast vollständig aus. Für 12 730 Mark Anzüge, Stoss« und Futtersachen wurden gestohlen. Die Kriminalpolizei verhaftete den 21jährigen ans Erfurt stammenden Arbeiter Fritz Klinge, der in Grebenstein dem Landwirt Husemann ein wertvolles Pferd stahl und es m Cassel »um Verkaufe anbot, wobei er abgefaßt wurde. Der Kriminalpolizei ist bamit ein guter Griff gelungen. Kling« hat ein« groß« Anzahl Pferdedieb- stähle verübt. Tie Stadtverordnelenversammlun, lehnte den Antrag der Großen Casseler Straßenbahn auf Erhöhung der Fahrpreise um b Pfennige für jede Strecke ab; der Magistrat soll vielmehr versuchen, die Berstadt» tichung des mit 5 Milk. Mark Aktienkapital arbeitenden Unternehmens in absehbarer Zeit durch: m. Die

Sozialdemokraten, die fetzt in der Stad .retenv-v»

sammlung die Mehrheft haben, beletzten den Posten bei Stadtverordnetenvorstchers durch den Vorsitzenden bei Ar» deiter-Zentralrat's Albert Grzesinski und setzten «8 durch« daß von den sieben ausscheidenden unbesoldetru Mftgliv» dern des Magistrats sechs durch Sozialdemokraten ergänzt wurden.

!.

Unpolitische Lag-Bnachrichie«.

Das KinderunglSck in Oberschlesien. Gleiwitz, 24. März. Wi« bet .LUxrfchl. SUanbereT meldet, b* läuft sich bi« Zahl ber toten Kinder auf rund 72, bk bei Verletzten auf 18.

Feiienkinder und Ausstand. Königsberg, 24. März. Der lanbwiitfchaftliche Verein Tifchken bd Ragnit fatzt« einstimmig den Beschlich, dies, Jahr keine Ferienkinder aufzunehmen, wenn bet Ausstaub im Jnbustriebezirk, der das deutsche Wirt» schastskeben schwer schäbige, nicht baldigst beigelegt wird. Auch in anderen Orten Ostpreußen» «erden ähnliche Maßnahmen erwogen.

Abgefaßte Hamsterer. Würzburg. 24. März, Am badischen Daduhof Heidingsfeld wurden zwei Ham­sterer aus Frankfurt (ein Kaufmann mit Frau) er» wischt. Es wurden ihnen IW Ci er, drei Schinken unM ein großes Stück Räucherfkeisch abgenommen.

Letzte Siachrtcht-«.

Rückzug der Franzosen au8 Ungarn?

Basel, 26. März. Laut Ungar. Telegr. Korrespon» '»enzbüro traten die Franzosen ans ' 'n nnd de« gnjen besetzten Gebiet den Rückzug ft' isier Rich» titng an. Andererseits verlautet, daß b' "»rbflnbeten 'n Ungarn b^rächftiche Trnppenmengen zvi.'mmengstbe» *9nnen. Auster dem Orient-Heere ständen noch big 'scheck;o-stowak^chen und süd-slawischen Truw-n bereit <m von den ihnen zugesprochenen Gebietsteü-n Ungar tt Jesitz zu ergreifen.

Briand Nachfolger Clemencean? ?

Genf, 26. März. In den Wandelgängen *? rfautel dem(Fordere della Sera" zufolge, dast Briand zuM Nack'folger Elemeneeaus ausersehen worden sei.

Aus Paris wird genreldet: ES erhält sich bartnäckiG das Gerücht, öaß Clemeueean zurücktreten weide infolge feiner Verwundung und z,inehmenden Kräfteverfalb's, bei auf sein hohes Alter zurückzuftibren sei. In 'Schleis rber wird der Rücktritt auf die Wirkung der l'i-> älzunD in Ungarn und die Spannung zwischen ihm v Wilson mrückzuführen sein.________________________ _

Herausgeber: Dr. Phil. Carl Hitzeroth. Verantwortlich für den politischen Teil: KurtH n in!t| fflr den örtlichen und provinziellen Teil: Wilhelm Aitzner; für den Anzeigenteil: And-fflsl* mann, sämtlich in Marburg.

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Studenten die Korporationen an­gehören oder die sich ans Freund­schaft zusammenscbliessen werden bis zu 20 Mann in dieselbe Kom­panie eingestel't. Das Landes- Scbützen-Korps ist disziplinierte Regierungstruppe.

Bedingungen: Mobile Löhnung dein Dienstgrad entsprechend, je- doch nicht unter Mk. 30. und täglich Mk. 5. Zulage freie Verpflegung, Unterkunft und Be­kleidung Faroilienunterstützung r.d sonstige Vergünstigung wie beim Feldheer vierwöcbentliche Kündigung.

Beachtet den Anschlag am schwarz. Brett Meldungen werden bis aof wei­teres im Gasthof zur Sonne, Am Markt, von 91 und 87 Uhr, entgegenge- nümmau. 3388

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