Mitteillmqen aus Dem gderfrtife,
fwlri^rw.
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fcS fcrtror, fn tote brüderlichem Geist da? Ankwärkige Amt die Verhandlungen mit ihm geführt habe. Sehr wichtig sei das Entgegenkommen in Wirtschaftsfragen und der Wunsch, daß deutsch-österreichische Abgeordnete schon setzt an den Verfass,,ngsberatnnaen teilnehmen sollten. Tie berufenen Vertreter Deutsch-Oesterreichs hätten schon erklärt, Deutsch-Oesterreich sei ein Glickflaat des Deutschen Reiches. Nach einer Erwiderung des Präsidenten Haußmann wurde die Erklärung ohne Besprechung einstimmig angenommen.
stfreu Vekdkamp-ssskann fpieTte. SfeTe hat für Montag die Lsgleitung am Flügel übernommen.
örrr Pfarrer Martin greift die Volks kirchliche Vereinigung an, weil sie im Grunde nichts anderes wolle als .Herr Dieterich. Dafür bringt er, so viel wir sehen, nur den einen Beweis, baß wir eine „Bolkskirche" erstreben. Denn das meint er doch wohl mit dem Vorwurf der Demokratisierung «nd deS Kampfes gegen die ..Bekenntm'skirche". Nun kann man solche Schlagworte sehr verschieden verstehen. Wenn w i r an der Bolkskirche sesthalteu, so tun wir es deshalb, weil sie uns als der | nnzige Weg erscheint, daS gesamte Volk mit der Predigt des Evangeliums zu erreiche« «nd mü den Kräften des Christentums zu durchdringen. Dazu gehört zwar nicht ein Kampf gegen die „B-kenntniSkirche", wie Herr Pfarrer Martin ihn nns fälschlich vorwirst, wohl aber die Besinnung auf den Gemeinbesitz des evangelischen Christentums unb die Sammlung (bet Lutheraner wie der Refor- mierten wie der verschiedenen „Richtungen", die ans dem Boden der Reformation stehen) zum gemeinsamen Kampfe für den neuen Ausbau uns-reS Volkslebens in christlichevangelischem Geiste. Darüber denkt Herr Pfarrer Martin als Vertreter einer kleinen Eonderkirch« vielleicht anders. Er zieht vielleicht den Weg der Spaltung vor, der am reinsten in Nordamerika zur Ausprägung gelangt, in, Deutschland aber durch das allgemeine kirchlich- reugiöse Empfinden als unvereinbar mti unserer Art
(—) Dreihausen, 22. März. Morgen nachm. 4 llbr findet hier eine Versammlung des Hessischen Volksbundes statt. Redner: Herr Bruno Jacob-Marburg.
(:) Kirchhain, 21. März. Tie Kriegsbeschädiyten- Vereinigunz Marburg und llmgeaend hält Sonntag, den 23. März, nachm. 2Nhr im Gasthof Zipfel eine Besprechung und Beratungsstunde ab, bereit noch weitere folgen werde». Anmeldungen werde» daselbst entgegen- genommen.
flehe«, deren Ueb'rschre'tung durch die BollchewMen «l» Kriegs-rklärung angesehen werden muffe. Bon der „Times" kann man nicht die Einsicht erwarten, daß eine neut-ole Zone kein Hilfsmittel zur Abwendung der Bosickewistenaefabr ist. Wmn der einzige berechn tigte, nerständllche und notwendige Krieg der Bürgerkrieg ist. wie ein bolsckewistftch-r Redner ^ äußert hat, dann wird auch eine solche Politik des Cichgehenlastens nichts helf'n. C" * — ‘
TctRcn, um dir Bewegung zu meistern. Dazu gehört 'erner ein mit allergrößter Beschleunigung ahge- fchlostener Frieden der Gerechtigkeit.
Der Verbind hat somit die Wahl zwischen einem gerechten Frieden und der Züchtung des W ltkassen- karnvses. Entweder wird Deutschland behandelt, wie 'S nach Annahme der 14 Punkte Wilsons dazu ein Recht bat, oder es o>frb zum Bolsch-w'smus getrieben, und damit sinkt ganz Europa in Trümmer. Der Klaffenkampf wird allgemein.
Kirchliche Or hrichten.
Christlicher Verein junger Männer, llnioersitätsstr. 32 lPhilippsbausi. Sonntag 3 Uhr ab, freie Unterhaltung. Abends Uhr, Vortrag: Herr Missionar Eckardt: Meine Erlebnisse im Indischen Gefanacnen- lager. Dienstag, Si-4 Uhr: Posaunenstunde. Sonnabend. 8'4 y-r: Eebetstunde. Junge Männer find herzlich e'ngeladen.
HesseN'Nasscmund Nachbakgebiete.
Bad Wildungen, 21. März. Wie verlautet, I find Vorbereitungen zur Errichtung einer Billenkolonie I ün neben Badeorte Rcinhardhousen im Gange, in der sich Mitglieder der kaiserlichen Familie anzusiedeln beabsichtigen.
Frankfurt a.M., 21. März. In der Schlotz- straste wurde daS Nest eines „Großhändlers" aufgehoben, deS Agenten Dinges. Er hatte während deS Krieges für eine große Fabrik die Herbeischaffung von Lebensmitteln befo-gt und sich dabei weitreichende Verbindungen verschafft. In den Lagerräumen hatte er seit mehreren Monaten Lebensmittel in großen Mengen aufgestapelt, der-n Herkunft noch nicht genau feststeht. Die Dolizei nahm Plötzlich eine gründliche Durchsuchung vor. Hierbei fand sie 1500 Kilodosen Fleischkonserven, Weinvorräte und Honig, außerdem 62 der größten Fabrik- s Treibriemen im W'rte von nahezu 70 000 Mark. Zur Fortschaffung der SchiebervorrSte waren zwei große Lastkraftwagen erforderlich. — Stadtverordneter Zimmermann wurde als Nachfolger von Dr. Sinzheimer, der auf eigenen Wunsch auSscheidet, znm Polizeipräsidenten ernannt. Herr Zimmermann gehört dem linken Flüge' der Mehr8eitisoz'aid'mokratie an. Er wird sein Amt am 15. April antreten.
G. Hanau, 21. März. Gestern hat die hiesige Sri minalvolizei in mehrer'n hiesigen ("erwirtschaften unvermutete Durchsuchung'» vor-enommen, um fer'iuftrl!en. ob Vorräte an Schttichhaickelswaren vorhanden waren Btt dem Gastwirt Meyer, Hotel zum Adler, wurde eine bedeutende Menge von Fl-isch- und Fettwaren vorgeiun- de», deren rechtmäßigen Erwerb der Besitzer nicht nach weisen konnte. Es hand'lt sich zweifellos nm Ware, die im Schleichhandel erworben worden ist. Die im Hotel Adler ber^funbene Schleichhandelsware wurde beschlag- I nahmt und der alTaemrin*» Lebensmittelversorgung zuge-1 führt. Der Wirtschastsbetrieb d-s Hotels Adler ist ge- ichlossen worden. Die Polizei jpirb in der nächste» Zest I noch andere Gast- und Schankto'rtschkiften, Schlächtereiei: I und dergl. kontrollieren, um auf brfe Weile den Schleichhandel, der in der letzten Zeit einen bedrohlichen Um- I fang angenommen hat, wirksam zu bekämpfen.
Unpolitische LagernachrtchiE.
Berhaftung eines Hochstaplers. München, 20. Mörz. Einen gefährlichen B trüget und Hochstapler, den angeblichen italienischen Staatsangehörigen Mar. chese Armando Imperiale von Sorrent, hat di« hiesig- Polizei v« hastet. Er trat mit gefälschten diplomatischen Pässen und gefälschten Vollmachten der italienischen Regierung auf, der Volksrepublik Bayern Lebensmittel, rote kondensierte Milch und Kristallreis, in erheblichen Mengen zu schenke» und bereitftehende Waren im Wert« von 17 Million » Mark (Olivenöl und 8 Millionen Kalkeier) zu verkausen. Er bestand auf Barzahlung im Voraus und zwar zunächst auf Zahlung eines Vorschusses von 7 Millionen. Als er den Betrag nicht erhielt, ging er auf tz Million-» herutzter Sein Eekahren stel auf, und et wurde schließlich verhaftet. Er gab sich als englischer Etaatsangehörs- gt und interniert gewesener Fliegerostiziet aus. Seine Angafen erwiest» sich als falsch. Es steht fest, daß der Verhaftet« unter verschiedenen Namen und titeln Betrügereien in Berlin und Wie» verübt hat.
♦ Deufkhe tagend trabe Sport ♦ ♦ denn mit Maß und Ziel betriebene Leibesübungen ▲ ♦ find vom erzteherischen und ärztlichen Standpunkt ♦
• aus unbedingt für uuskn männliche und weiblich« ♦ J Jugend notwendig. ♦
Wir sahen ihn jetzt öfter mit der Scherbe. Immer machte er eine» Scherz, wenn er s« aussetzte. Et wollte sich damit entschuldige».
.Fleiner," sagt« ich z» ihm, „setz doch daS Ding ab, es steht dir nicht.'« Ich hatte nicht mit seiner auffallenden Liebe zu dieser Spielerei gerechnet.
an'bent Lande von erholungsbedürftigem Beamllo sofort ««jucht. Bitgeb. m. Ppis « 4 J o. d. Gkschst b 2334
. Hochschulnachrlchten.
X Eine städtische Universität in Koin. Aus Köln erfährt die „Vofi. Ztg.", daß di« Stadtverordneten-Versammlung die Gründung einer städtische» Universität beschlofie» hat. Für Erweiterungsbauten an den bestehenden Hochschulen wurden 1 300 000 Mark bewilligt. Di« Universität soll am 1. April eröffnet werden.
Noch einmal bat ich ihn: »Lege doch daS Unglück- selige Dmg ab!"
Jetzt lachte er mich aus.
„G8 tat mit leid —," sagte er bann, „aber ich kann tatsächlich auf dem rechten Auge schlecht fc6n!"
„Warum trägst Du eS den» aus dem linken —?"
„Ach so--" mich trifft cm giftiger Blick. Ich
gebe es auf.
Heute habe ich ihn nach langer Zeit wiedergesehn. Er trug ein Monokle. Perfekt. Da sich das Monokle dem Gesicht nicht angepaßt hatte, hatte bc5 Gesicht ihm den Gefallen getan.
V.uä dem schlichten natürlichen Jungen Var eine ^**ier*R AfVEr.* /-.= *-»•.♦ fe* —kg ------ —--tsSK-UrCS. *— l
Ich hatte grade an diesem Tage «och meine Freude tn seinem frischen und aufrichtigen Wesen. Trotzdem er, wie Habermann sagte, der personifizierte Schneid var, büßte a von feiner N^türlichLrt sichls 63
:$hi ioWmimR» fiiräM inünwii?
Berlin, 22. März. Bon einwandfreier Seite er» b;-> . Börienreitung'st Infolge d-r Ankündigung »er Wei-mächte. daß sie gan; Ungarn, mit Ausnahme von Budapest unb lluwebuiw bei 'tzen würden, versammelte (ich aesteen b«8 fWnttt vb t-W* fi-ta-m P rftritt ein. Die !itafuneiix’öi:o:ina fli-vMlim'n die Soziaidemokrvten. 'f5 st'bt fest, daß die Sozravem-kraten mit den Kam« •nuniften eine E-'-ston-ig b-»b--o-sübrt haben. Das neue n«tt wird s:ch m«s bolschewistitch-r iV--><i-bloge anibauen. Für heute Abend to'rb die Ausnitanz der ungarischen Sowjet-Republik -rworr-t. <^i* «ene Negierung ttrrb ba<Mrt mit der MoSkanct Regierung ein Bündnis suchen. Drei Abgeordume der Lenjm^n Regierung weil-n in B>>d<*v-st unb he»> n die Mittest,-ng gemacht, dost die „re*e Armee" im Anmarsch ans der Linie B-ody—Stawsian ang. tnmmen sei. In etwa 14 Tagen könne man mir d-r Ankunft der roten Armee in Budapest rechnen. Gleichzeitig haben sich in den von den Tfchecho-Slowaken besetzte» Gebieten Ungarns an verschied^um St-ll-n Meutereien slowakischer Truvpen ereignet, b*e von brn Tschechen mit blanker Wafft bstämust werden mußten. Es wird sicher angenommen, daß die slowakischen Formationen sich beim Eintreffen der Sowjet-Tnrppe» mit diesen verbrüdern werden.
Marburg mrr AmgegE
Mardurg, 22. März.
* S®n bet Hauptpost. Don morgen an werden die neuem Briefschalt,träume in Benutzung genommen. In den bisb r bcmtat«m Schals rr--men verbleibt nu: die Annahme und Ausgabe von Paketen.
• Warnung. Die Btriebsd'Sektion der Kreisbahn keilt mit: In letzter Zeit wird der Bahnkörper und 'onit'ge Anlagen d-r Mar'n-g-r Kreiskabn v-n Pri- I vatpersonen aus Bequemlichkeit häuf-g als Weg be- I nutzt. Die Betriebsdirektion der Kreisbahn macht da- I aufmerksam, daß das Betreten des Bobnkörp-rs Istreng verbot-» ist und wi d jeden, der betroffen wird, I unnachstch sich zur Anzeige bringen.
• Poli eilkches 8bet Theaterbesuch. Nach § 42 der Reg.-Pol.-Derordnung vom 21. fi. 1909 ist das Rauchen I 'm T^entot verboten. Die Polizei ersucht uns desbalb auf das Verbot aufmerksam zu mack-n. Trotz Aus- banges e-ner ganzen Anzabl Detbo'sschildet ist an den letzten The-'te obendon soviel geraucht worden, daß Be- ichwerd n darüber erhoben worden sind. Dir Polini wird daher demnächst mit Ordnungsstrafen vergehen •"«nen, da Verwarnungen den gewünschten Erfolg nicht haken.
st. Stadttheater. Die Vorstellung vom „Stel* mädcrlhaus" am Don» rstag fand vor ansver- kauftem Hause unter großen Beifatrskondgekunaen nach 'edet Gesangs- und Tanzelnlagr statt und war on- 'vrechend inszeniert, flott und lebend^ bei gutem Zu- 'ommentntol nnb ane f-nnttn^tnerL-n Einzell ist-'ngen. Namentlich im ersttn Aufzuge log. dank einer treMib-» B-setznnq der Herre-^llen: ..Tolk n, €ftv>nm, Großer. । Telflel. Lerch", Schmiß «nd Schwung. Besonders ber- ! notzuhcben ist de- darstellerisch fein abgetanste 6<ftn- । b rt von Ad. Talken ft, vo"endeter Maske. Die Musik I war »u laut und das Orchester wenig d'szipl'niert. Auch I '»'e Damen tn*en vollanf i^re Marge« I
^^aer gab sich von ibrer besten Sette als Hannerl. I wbfafii unterll-'tzt von d»n Do«,.-« Mallldlo „nd Hav-1 nitfi. Avsaozeichnet in drastischer Spiekweile kopierte! Lanlle Dölos^a die Hau-beioroerin. Vrnchttg v-r-1 ’Krnerte Rad. Goll den Gloserweifter. Eine ganz köst-1
Karr-katar mtt a"en Mitteln derb grotesker Komik 'chuf Eurt L"rch als Pottzeispttzel.
* Schleichhandel. Z« nvst-er gostrsg-n Meld'ma I betreffend die Festnabm« «an Schle'chb^nd>ern in Eölbo wird nns witgtteilt. daß d«e erste 6*R«nm<i nicht ganz | •timmt. Es wurden rorgefunden 43 Pfund Butter, OOS '’eier 25 Bfo-d -ttne. f-«'*-* <r"-rrt- , ^ntnerWi M nrb | 1 Rentner Erbsen. Heute f sth tmrrben eb-nfglls in I 5t»I&e wieder 125 gebamstert« Gier b sch'aonabmi. ferner wurde biet ein im Kr-ile Kirchbgin schwarz ge- tchlocht.?tes Kalb, das einer bieflgen Gastwirtschaft zu- gettih t werden sollte, von einem Polizeibeamten beschlagnahmt. I
Sfieger» nnb Flnasport-Jnteeefienten werden auf I öie heutige Anzeige besonders hingewiesen. I
Theater Weewrt« fle-fnmmluanen osm. I dkukh Schwarzkopf. Heute findet nm I llhr der Abend der gefeierten Danttsinstl rin Ruth I Schwarttopf statt, unter Mirkung der Jägettapell«, die auch einige Musikeinlaaen spielen wird. Es sind noch Karten in allen Preislage» zu habe» bei Kurt Reufeldt und ab 7 llhr an der Etadtfaa lasse. I
* Das Konzert Mar Crantz, morgen Sonntag, muß! bereits nm 7 Uhr beginnen, da der Künstler! infolge dringend gewordener Verpflichtung nach Be- j endigung des Konzerts nach Gießen fahren will, «m I turn dort aus den Schnellzug nach Dr-sd n zu erreichen.! Den Klavierpart wird Herr Fritz Ma lata, L«brer am Hoch'schen Konse-vatorium in Frankfurt a. M. über- j nehmen, da Herr Adolf Knotte inflg« Schlaganfalls I plötzlich gestorben ist. I
' Die Tnrngemeinde v-ranstaltet morgen nachmittag ftn Schloßgarten für die bis setzt vom Heer« entlassenen Mitglieder eine Begrüßungsfeier.
Son in lMm!Men 5«nt.
Don einem Sonderbericht-rstatter des „Petit Journal", der unter dem Namen Marcel Ray Ich eibt, wird dem Pariser Blatt aus Warschau ein B richt gesandt, der manches Neue über die Att der bollchewistische» Propaganda enthält. Zwischen Lenin, dem Opportunisten, und Trotzki, dem Bo kömpser des Dis ans Ende Gehens, hat sich die Meinungsdifferenz in letzt r Zeit stark vertieft. Lenin scheint die Oberhand gewonnen zu haben. Er hofft nickt mehr darauf, in den Weststaaten bTe kommunist'sche Revolution organisieren zu können. Seine ganz? Propaganda geht nunmehr darauf hinaus, ein bewaffnetes Eing eften der Verbündete» in Rußland zu verhüten. Lenin ist der Ansicht, daß, wenn das besiegte Deutickland dem Bolschewismus wid rstebt, die anderen Nationen noch weiter en'fernt sind, die Eckönbetten des L »'nismus zu begreife». Das will nun nickt besagen, daß er das Propaganda-Bü-o für England. Frankrttck und Italien schließen will. Dtoscs Bü'o. das unter Leitung eines Studenten Namens Kr >ibitsch steht und monatlich über 3 Millionen Rubel verfügt, soll seine Ansttengungen verdoppeln aber 'N ein r neuen Richtung. Die Agenden, die nach der Schweiz und Frankre-ch entsandt werden, haben die Ausgabe, die Nichteinmischung d-s Verbandes in den Arbeiterkreis'» zu propooieren. Die Agent » von Kru- billch sind nickt T-rroristen. sondern P a z i ft st e n. Ne predigen die Rechne d-s Menschen und der Völker, i’e Wohltaten eines künftigen Völkerbundes in den Rußland ei »treten würde, wenn man es rußig leben lallen würde. Reckte Hand von Krubittch Ist ein gemflle' I ® r fi ' aum, CM der Unterabteilung der Spio-1 nageküros: diese Büros find di« Zent alorganisation der Sowfets, sie stoßen in direkter Verbindung mit dem Erekutivbüro in Stockholm, das bisher Radek und seiner Sekretärin unterstand.
In Bau-rnkreise» und im niederen Volk gilt Lenin als derjenige, der den Zaren mit eigener Hand getötet und die Zarin aeßettottt bat, Lenin gilt schon als neuer Zar. dellen Bild in den Bauernßöuker» ßönot In'wifcken beschleunigt sich d-r inner« Zusammenbruch immer mehr. Infolge der Rationalisierung ist der! Handel unb b4« Industrie ruiniert. Die Sowjets sind 1 unfähig, die Ernährung der Städte und des Landes du-chmführe». In Petersburg sind kommunistische I Wirtschaften entstanden, in denen jedermann für 3.50 Rubel eine ganz ungenügende Ernährung erbölt. In Petersburg ist Sinowiew bet eigentliche Leitet der Schreck nsherrschaft, v ist dabei von 2 Fronen, bet I Stanowa nnb Iakowalewna unterstützt; die Stanowa präsidiert b-m Ktlminalgetickt, das aus görnfich ungebildeten des Lesens und Schreibens un-1 kunigen sog. Richtern zu>ammena-setzt ist. E>ne Zeit- lang wurden di« Verurteilten n-ken fi>~en ftisch aufge- I schaufelten Gräbern mit Musik binq-rWct .1
Rach der „Rattonaltid-nde" vom 25. 2. verfügen die I Bvlsckemiki b-i ibrem Angriff gegen die Oftfeepto-! vinzen im Abschnitt Narwa—Pffom über «in Heer von I 400 000 Mann. Das ganz« Bolschemifthe-r soll ans I 750 000 Mann bestehen, von denen aber nut 250 000 I Mann geübte Truppen sind. I
Gänzlich zerrüttet ist das russische Betkeb'swefen. I Der Lokomotivpark ist infolge des hohen Prozentsatzes I nicht betrlebssähiger Lokomotiven von Iabt zu Iabt | gesunken, sodaß man einen Zusammenbruch schon für I den Avril voraussteht. Ebenso traurig ist bet Zustand des Wagenparks, bä auch bi« Zahl bet tevotatutbe- | dürftigen Waaen ständig wächst. Das Vettebrsw'sen I wi d in den nächsten Monaten gönttich gelähmt sein. I
Di« Weltgefaht des Bollchewismvs befltmi»n | lwnmebt auch btt englischen Blätter einzuseben. Die „Times” zwar bvfft. daß man den Bolschewismus tr= I Mnnören kann, wenn man einen kräftigen Pufferstaat! zwischen Deutschland und Frankreich errichtet. Die | Pariser Konferenz mülle in Oftpoleu eine Linie r< |
Da» Moaoir e. Lust mit diesem frischen, jungen Menschen
. ", . . I zusammen zu fein.
». .. . Deidsieck. I Also das Monokle! Ich wollte ja vom Monokle
llrlÄ c* ^Eleinen »och vor mit. „Der personi- erzählen. Wahrscheinlich hatte es ihm doch keim Rübe
Echnerd, sagte Habermann immer. Haber- gelassen. «S wat ein niedliches Spielzmg, und den
Abe^ich Ärt h€tM6"af6er- . Blasierte» zu spielen war etit amüsantes Spiel.
«bet uv will vom Kleine« sprechen. Er wat noch 1 — -
flanj rin Kind. Als sich Haberman« einmal au8 Ulk eht Monokle auffeite, lachte er so laut nnb vergnügt ans, daß «wn allein schon über dieses Lachen lächeln mußte.
Habermann meinte, rin Monokle müsse auch dem Kleine« gut stehe«. Er hätte daS nicht sagen dürfen, «bet es war nun einmal gesagt, unb der Kleine griff »en scherzhaften Vorschlag mit so rein kindlicher unb farnlloser Freude auf. daß ich ih« heute noch wie »amaks in seiner unschuldigen und harmlose« Laune »or mir sehe.
Das Monokle war gerade sehr ta der Rod«. «« prb Leute, die es mit der ernsthafteste« Miene trugen. t-t wußten sehr stichhaltige Gründe für das Tragen Jrer Scherbe» anzugeben. Jedenfalls konnten fie schlecht fohen. Wie gesagt: Die Dinger waren moder«. Man veiß, was das heißt, modern! Welche faszienierenbe j Wirkung dieses Wott aus alle diejenigen ausübt, die icken gesunden Menschenverstand um einen Judaslohn •n ihre Eitelkeit verschachert haben. Genug — weil ei eben modern war, mußte rS auch unser Kleiner für etwas ganz besonderes hatte«. Ei« Monokle — — wer weiß, vielleicht stand ihm daS Ding doch nicht Übel.
„Was meint ihr?" kragte er eit einem ironischen | Lachen.
„Vorzüglich!" rufen die andere». Aber sie lachten gamicht ironisch. I
Der Kleine toirb stutzig. „Meint ihr?" Noch ei«-! mal betrachtet er sich im Spiegel. Dann legt er die! Scherbe beiseite. I
Gartenbau- Verein.
Die Mital eder werben zu Sonntag mittag > 4 Uhr in brm Urcisldirtt Warten am Glaskopf zur A stchliunng ber Vert Inung der Schädbnae önrrf) Blansäurega- eingelob ?290 Brr Noesianb. 26-30 DM R. auf ,»to Lqpvthetz «««-
' we-haltz fotrr er bann so zornig über die Aufnahme, bfe' er in Marburg gesunden hat? Vielleicht würde er biejJ wehr Herrn Pfarrer Matti» als Bundesgenossen be» OTüfj’»: denn er wollte die evangelischen Christen wider- einander mobilisieren — und daS tut auch Herr Pfarre, Marti«, wohl ohne eS zu wolle«.
Der Vorstand der Volkskirchlichen Vereinigung.
Zu dem Kirchen-Konzert schreibt man u»< aus unserem Leserkreis: Die im Einverständnis mti bet hiesigen kirchlichen Behörde stattfindenden Kirchenkonzerte finden zu besonders niedrigen Preisen statt, um allen Kreisen der Bevölkerung die Möglichkeit deS Besuches zu geben. So betrügt ber Eintrittspreis jn dem am 25. stattfindenden Kirchenkonzert einheitlich nur I Mark, eine Anzahl nummerierte Plätze werden z» 3 Mark und 2 Mark ausgcgeben, damit nicht nur die Unkosten dieser Veranstaltung gedeckt werden, fonb-rn auch ein Ueberschuß verbleibt, ber zu weiteren Veranstaltungen von Musik-Andachten verwmdet werden soll. Möchte der Besuch dieser Konzerte zeigen, daß in Marburg auch noch gesunder Sinn für ernste unb der Zeit würdige Veranstaltungen vorhanden ist unb daß nicht nur dem Vergnügen und seichter Unterhaltung ' der Massenznlauf sicher ist. Die Musikandachten des Jahres 1915 waren regelmäßig von über 1000 I». Wrcrn besucht, hoffentlich steht in dieser Hinsicht das Jahr 1919 noch auf gleicher Höhe. Die Kirche ist geheizt.
t schwarz steif. Danstrman- drndnt, Gr. 52,
L Spitihtelaittye
zu ocr'anfi». 52323 StayeitÄ in d. Geschst.
^Oho!" entgegnete er, „laß mir doch das Vergnügen!" sollte ich ihm die Freude nicht gönnen?
Ich furchte nur eins. Und «s traf ein.
Monokle nicht"'staubt' (Er* mochtt ^elb^’ ttnfihn^ daß I ^Scktentum") abgelchnt worden ist. Wir wollen^ nicht fein frisches harmlose» Gesicht einen lächerlichen Gegen-1 8erf$lagnng des evangelischen Christentums in 150 satz dazu bildete. Aber--warum feilte gerade er I m ^smtril eine möglichst weitgehende
sich nicht modernisieren dürft«? I ^wemschast, btt aber de« Sonderbesitz der bestehenden
Man merkt ihm tonen «•» i», — ! 5ilrti,nT.,n 'nner Weise anzutasten braucht. Was dann die
«KÄS L
MÄ* ®« L 'Sä
Früher Lte man baTan ihm ^t legen, cs tnuerlich an ihrem Leben trilnimmt Eta Mittel
M hatte man da- <m ihm mcht gekannt. ! solcher Teilnahme ist natürlich auch der Stimmzettel.
■Örn einzelnen aber ist die Fragt der kirchlichen Wahlen
* Geroeeabend Kerekiaeto. Der anöerordentlich rege Kartenv rkauf zu dem Montag stattfindenden 2. Kon- jert des jugendlichen Geigcnmeiste s beweißt, wie man uns schreibt, feine ungewöhnliche Anziehungskraft. Das ... . , Programm ist diesmal besonne s sckän. es bringt als
«nten anderen Staudpuntt nimmt der Hauptwerk bas herrlicke V!oliv-Konzert in 6-Moll s^Da.ltz Telegraph ein. bei von den Verbündeten vei- von Bruch und die berühmte Ekwconn« für Bwline fangt, baß sie Deutschland jede nur mögliche Hilf« allein von Bach, deren KlaoierÜberttagun« kürzlich
Herausgeber: Dr. phik. Cars httztroth. Verantwortttch für den politischen Teil: Kurth ainke; für den örtlichen und provinzitkltit Teil: Wllhtlni Wißntr; für den Anzrigenie-l: Andreas Gaß» mann, sämtlich in Marburg.
von uns noch nicht verhandelt worden: also gibt es auch knnt Brschlüsie, für die wir att Ganze? haftbar gewacht werde» könnten. — Soviel über die arundsätz- ltchm Fragen, di« Herr Pfarrer Martin berührt. Jn [ der Einzelfrage des Religionsunterrichts hat Herr Pfarrer Martin die Rednerin mißverstanden; sie hält einen dogmatischen Rcligionsunterrichl, d. h. eine Wertung der Dogmen für das Glaubensleben, für durchaus notwendig, möchte aber diese Aufgabe nicht der Schult, sondern selbstverständlich der Kirch-, und zwar ihrer Konfirman- denunterweisung, überlassen. Wenn Herr Dieterich in alledinn so denkt mit wir — bann desto besser, dann bat « «Äresd d-r L;ita 2,’itmaU kräftig umgetou. Lü.r
Letzte Irachrtcht-tt.
Berlin, 22. März. Rach Protest- -'-»«men an5 Westp'-->ußen, die fortgejctzt in großer Zahl bei d-r deutschen r^ricdenSdelcgafion einlausen, ist di« dortige deutsche B"völkerung cnt(-*fo*>m, im Folie ein« Eirtoer- '"ibung in Polen bewaffnettn Widerstand zu leisten.
Brüssel, 22. März. Am Bahnhof von Erimde bei Tirl-'mont fand eine Erplofio » stntt. Wie verlautet, befanti'n sich dort 150 Waggons Munition. Es ist unmöglich, sich dem Ort der Katastrophe zu uöhern. In Tirlcmrut sind d e Fenster-chribr» zart iimmett Einz-lbeiten fehlen noch,
Paris, 22. März. lReuter.) Mil!erand wurde zum Generalkommissar der R'pnb'ik in Sttn'churg eruannl unb reiste sogleich dorthin ab.
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