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' »»rSett, fn betten Wer Zwanzigjährige sich bereit g^nnben haken, Handwerkslehrling zu werden. Ein xz jähriger Mann hat sich hei dem Krcisarbrftsnach- seis als Friseurlehrling gemeldet und ein 25 jähttger zlkann. der allerdings ein körvcrlickes Leiden hat, will Schuhmacher werden. Das Sprichwort heisst:3um Lernen ist man nie zu alt".

Erhöhung der Butter- «b Cierratiou? M« man gttg mitteilt, wurden heut» früh aus dem Bahnhof in xölbe wieder fremde Hamsterer von der Gendarmerie gestellt. Da« Ergebnis soll stch auf etwa einen Zentner Butter, etwa 2000 Eier. Kisten mit Wurst usw. stellen. Die Lebensmittel kommen nun der Allgemeinheit zu Lute.

Frühlingsanfang haben wir heute. 60 ganz früh« stngsartig ist das Wetter ja nicht, denn in den letzten lagen zeigten stch noch die Fluren beeist und ab und yi gab es Sckm egestöber. Landlcute und Oxlttnr- prophezeien jedoch baldige Frühlingstage, weil z. D. hie Maikäfer schon in ganz geringer Tiefe zu finden feien.

Humor M de» Gemeiudewahken. Kurz nach der fhemeindewahl fand stch am Genreindebrett ein« Dörf- chru, folgender Anschlag:

Henner daos WaohlröScht los nit lchläicht, Es pastt fier out» zwi qraod fo räicht, Flugs stelle mir zwi Liste «ff ff - Und seh« ouis zwi owe druff.

L * Mein Schwanger un der D xrouver ach

Döi klone ouis da folge naoch

Ouis Freu«' nochb-r on da die aanern, Ban bene fhnmt doch durch nit aner. Wer nit soll in den Auslchust rin, . Den sebe mir ganz ounne bin.

Nu fäikl die Waohl aus, wäi le will, Mir zwte errääche doch out« Ziel.

Tdeater Kon-ert-,e-1i»*,«ntiime« ehe.

Deutschnational« Bolkspartei. Wir machen noch einmal ouime-ksam aus den heutigen lknt->r^altunar. abend fGastbavs Seebad«, RH vbr p!inktlichf. bei dem auch erstklassige Künstler ihr« Mitwirkung freundlichst zug-lagt Mrn.

Kammersänoer Mar Kraust-Miinchen, der bi« vor kurzem den Bübnen von Hamburg und Msiuck-m anae- . hört.', bot so'ben eine Kunstreife durch deutsche G^oss- pädte vollendet. Nach Berichten aus Hannover. Broim- fchweig. Berlin. Leinzig. Dresden errang bet Künstler, wie man uns schreibt, mit seinen Darbietungen allent­halben stürmisch:« Beifall. Die feierte ihn als einer der besten Jnftfreten neuzeitlicher Lieder. Kar­ten zu seinem am nächsten Sonntag H-t in den Stadt­sölen stattfindenden Konzert find echältllch bei Kurt Reufeldt, Elisabetbstr. 4.

* SH« Lichtspiele, Bahnhofstrasse. schreibe« un«: Die nächsten Spieltage bringen uns die wund^rba'e SchävtungDie «r-tschle^-rte Maja", in 5 Abteilungen «erlasst von Ludwig B>>ck. Zn den Hauvtrollen svi?len Walter Zanllen, hm-rischer ^oftckairspi-ler und Hanna Ralf vom Lesstngtbeat-r, Berlin. Diele b-rilbmten Kräfte garantletn für ein hervorragend« Spiel.

:: Kirchhain, 21. Mär». Hier dellebt die WMiM die Büroerwehr durch H-ranzlehung HeereSentlaksener zu verstärken. Weo»n dieser Anaeleaenheit forch gestern abend im Babuhoksgastbaus eine B-rsammlnng statt.

(:) Ziegenhain, 21. Mär,. Ter seitherige Stadt- verordn-'tenvorstcher C H. Schmitt wurde als solcher wie- deraewäl'kt.

() Au« dem Breidenbacher Grund, 21.3. In Breidenbach brachte eine Ziege vier gesunde Lämmer zur Welt. Niederdieten und Wiesenbach wollen sich ta die Ueherlandzentrale des Hess-Nass. Hütkeuvereins tznschließcn.

Hefsen'Naffrmmrtz Nachbargettete.

Alsfeld, 20. Mär». Im Walde wurden zwei wuze Männer namens Waldeck und Man« verhaftet, die als Mörder des Schutzmanns Borhme in Meßen gelten.

Straßebersbach, 19. März. Unter Vergift tungserscheinungen schwer erkranft ist seit Anfang voriger Woche eine hiesige Familie von fünf Personen. Sie hatte aus einem Suppenwürfel Hergestelitetzausmacher"- Tuppe genossen. Nach etwa 12 Stunden stellten sich ratoire Bergistungs'rscheinungen ein. Die Kranken stick noch bettlägerig' und haben noch jetzt Schmerzen. Sine Frau in Steinbrücken, die von derselben Suppe. R ebenfalls erkranft. Suppenwürfel der gleichen Art, wie der verwendete, sind zur Untersuchung weggeschickt worden, um die Ursache der Vergiftung festzustellen. Die Folge bc5 Vorkommnisses ist, daß in Straßebers- »»«KiaaaniMMBaMBaaaaHBB

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Dieringhausen, 19. Mär». Hier wurde nacht? ein fetter Ochse beschlagnahmt und dem städtischen Scklackthos xnaeführt. Zwei Begleiter sind unerlannr entkommen. Auf alle Fälle sollte daS Tier, daS jeden­falls in einem Geheimstall wohnend bei der Viehzählung nicht in Betracht kam, geschlachtet werden.

Kunst und ÄZiYenschaft.

# Ein deutscher Volkskundeforscher. Am 2. Juli b. I». tritt Dr. Otto Böckel, der bekannte deutsche volkskundesorsche", in sein 60. Lebensjahr. In den Jahren 1879 und 80 begann er eie Student sein« ersten Bolksliederwanderungen. um den damals noch lebendi­gen hessischen Dolksgesang zu belauschen und aufzulckreiben. Manch» Rächt hat er auf Wanderungen verbracht um den absterbenden Dolksgesang zu retten. Im Umgang mit dem Volk gewann «r eine ganz neu« Auffassung vom Dolksltede, in dem er das gesungene Lied erkannte. Di« Früchte sei pes Sammeleifers hat t 1885 in dem Bucke Deutsche Volkslieder aus Ober- hessen" herausgegeben. Im Jahre 1883 bis 1887 war Dr. Böckel auf der Universitätsbibliothek tn Mar­burg als Hilfsarbeiter tätig. legte dann dies« Stell« nieder um sich ganz dem öffentlichen Leben zu widmen. In seinen Mußestunden sammelte er das anmutig« BuchDer Dmtschr Wald im deutschen Lied", das er im Iah « 1899 erscheinen lieft. Inzwischen war Böckels Sebensarbett über das Dolkslick in einem Buche berangereift, in em er die Forschung eines Biettft- iabrbunderts niederlegte.Psychologie der Volks­dichtungen" (erschien 1906) nannte er den stattlichen Band, der heute bereit, in zweiter Auflage vorlisgt. Stith r hat Dr. Böckel noch zwei Werk« über das Bolksl-ed berausgeqeben,Dos Handbuch des Deutschen Volksliedes" und dasD'ntfche Bolkslied für höhere Schulen". Neben dem Bolkslied bearbeitet« Dr. Böckel hauptsächlich die Dolkslag«, ein bi» dahin wenig ge» vfleytes Arbeitsfeld. Der Erttag seiner Studien liegt in d m frisch geschtieb»nen Büchlein vonDer deutschen Rolkssage" vor. Auch als vaterländischer Schriftsteller bat Dr. Böckel We'tvoste» geschaffen. Möge dem deut­schen Manne, der in den letzten Jahren von kömer- ftchen Leiden und Sorgen cheimqsucht war (er lebt schwer gelähmt und nur auf ftemd« Hilf« angewiesen in Michendorf in der Ma k), ein sorgenfreier Lebens­abend beschieden fein. Zugedackt« Eeldspendeu find zu richt n an' Dr. Böckel-Svende, Dresdner Bank, D-- nofi^en-Kalle P, Berlin-Frftdenau. Dhftnstt. 13 oder Nostschcck-Konto B»rlin NW. 25 062, Dresdner Bank, Berlin-Friedenau, Dr. Böckel-Spend«.

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BcrmifchtsG.

ArchSotog fche Funde in Mazedonien. Das eng- lisch-fran^öfische Dalkanbeer hat nach einem Bericht des Proseffors F. A. Eiardener, den dieDeutsche Levante-Zeitung" veröffentlicht, sehr interessante archäologische Funde in Ma-edonien gemacht. Man unterscheidet dabei zahlreiche Grabhügel, die ge­wöhnlich Grabmaler aus Stein und Marmor ans dem hellenistischen Zeitalter bedecken «nd andere räumlich ausgedehntere Hügel, unter denen stch Trümmerstäkten menschlicher Ansiedlungen befin­den. In den ältesten untersten Schichten solcher Hügel fand man Svuren von Pfählen und Balken, die den ursprünglich sumpfigen Boden tragbar ge­macht haben. Auch aus der römischen Zeit sind Gräber gefunden worden, und tn einem solchen eine Inschrift, die aus den Tagen Hadrians stammt und einen Mann verherrlicht, der in teurer Zeit den Einwohnern von Saloniki und den römischen Truppen Nahrungsmittelunter dem Höchstpreis" verkaufte. Der Mann war also das gerade Gegen­teil des Schleichhändlers von heute.

Wie mau Eisbären zähmt. Der Eisbär ist eines der Tiere, die stch am sch-versten zähmen lassen. Der bekannte Tierbändiger Wilhelm. Ha- genbeck kann für sich den Ruhm in Anspruch neh­men, die bisher grösste Anzahl von Eisbären zu einer gezähmten Gruppe vereinigt zu haben. (Er hat fast zwei Jahrzehnte gebraucht, um diese 75 Tiere, die ihm gehorchen, gefügig zu machen. Es find durchweg riesige Exemplare, die im Alter von 117 Jahren voneinander abweichen. Obwohl Hagenbeck jedes einzelne Tier in seiner Schar genau kennt, ist er doch nicht in der Lage, aus den

Aeutzernngen der Bären auf ihre Gemütsart und iljie Absichten schliessen zu können. Ihr Ausdruck bleibt immer derselbe, und es ist unmöglich, etwa aus ihrem Gesicht herauslesen zu wollen, ob sie ver­gnügt oder wütend find. Manchen Bären konnte er ihre Tricks in wenigen Monaten beibringen, während es bei anderen eine Reibe von Jahren bauerte, um sie in geduldigstem Ausharren zu dres­sieren. Der Eisbär ist ein äutzerst widerspenstiges Tier, das sich der Dressur hartnäckig widersetzt. Don Natur aus sehr argwöhnisch, wendet er sich sehr ost plötzlich gegen-seinen Bändiger. Die Tiere wurden von Karl Hagenbeck, dem Hamburger Tier­händler, auf mehreren Reisen nach Norden tn früher Jugend gefangen. In den Käfigen zeigten fie zunächst grotz« Wildheit. Sie stürzten sich auf den Wärter, der ihnen die Nahrung brachte und mutzten mit Schlägen zurückgetrieben werden. Dann trat der Bändiger selbst mit ihnen in Be­rührung, brachte ihnen Zucker und süße Früchte, die ihre Leckerbissen find, und nach 78 Monaten waren fie so zahm, daß fie von selbst herbeikrochen und aus der Hand fraßen. Dann erst konnte die Dressur beginnen.

Das Liebesmaß. Einen sektsamen Apparat, der dazu dienen soll, den Grad der Liebe und Freund­schaft zwischen zwei Menschen mathemattsch genau festzustellen und abzumessen, will ein ameri­kanischer Ingenieur in San Francisco entdeckt haben. Bei dieser Eefühlsmessung mutz ein jeder der beidenPatienten" einen Griff mit der Hand umNammern, der durch ein kompliziertes System von Drähten mit einem elektrischen Uhrwerk ver­bunden ist, das auf einem Zifte blatt Dann haar­scharf den Etärkegrad der liebevollen Zuneigung verzeichnet. Besteht Milchen den beiden Menscken keine Sympathie, so bleibt der Zeiger unbeweglich. Der merkwü"dige Apparat soll sogar imstande sein, die Intensität der seelischen Neigungen bis zu den zarteren Abstufnnoen genau zu rcgir4rie-<*n.

Wi« Raubvögel ihre Bente tragen. Die Vorweg-n- htit bei Raubvögel ist jedem Ratu'beobachter eine be­kannte Tatsacke. Auffällig bleibt es aber immer wie­der, wie fich selbst kltinere Raubvögel, so z. B. Sper­ber. auf eine Beute stürzm, von bet man annehmen müsste, dass fie fie nicht zu tragen imstande wären und wie fie mit dieser Beut« fast mühelos abstreich-n. A thur Feldbaus erzählt in betDeutschen-Jäger- Ztitung" von einigen derartigen B'obachiungen. In einem Falle hatte ein Sperber eine sehr starke Wild­taube in die Föyge bekommen, und es erickien ganz rStMhnft, wie' er mit diesem für feine Kräfteverhält­nisse viel 3tf tiar&n De- davonflieaen komtte. Man konnte aber bemerken, dass der Sperber die Taub« so sakft-, dah ste die Flüoel ganz frei hatte. Durch ihr ängstliches Blattern erleichterte fie dem Räuber jeden­falls da» Schleppen feiner Beute, ja sie trug ihn ge­radezu durch die Luft. Manchmal ist dem Raubvogel ein Beuttiier zu schwer, und er lässt da» Huhn nb t welches Tier immer er kn die Fänqe bekommen hat fallen, um es auf dem Boden zu töten. So liess nach der Beobachtung Feldhaus einmal ein Habicht ein Huhn, das 7% Pfund woa. erst nach Inng-rrm Fluge n ieder kall-w. Für die Bermogenheit der Raubvögel ist es bezeichnend, dass fie durch die Rahe der Menschen nur sch-»<-r tinqeschSckstert werden und diele oft ganz nahe an stch und ihre Beute herankommen taffen.

Bucker schau.

** Deutschlands Errettung aus wirt­schaftlicher Not. Don Albert Sonnt Breis ge heftet 3 Mark. Akadem.-Technischer Verlag, Ioh. Hammel. Frankkutt <t M -West. Diese Schrift bringt ungeschminkte Tatsachen der nächsten Zeit. Sie zeig» uns, wie in ferner Zeit Arbeitslosigkeit, Hungers­not, Massenunruhen, Verarmung, Verelendung usw. über uns hereinbrechen, ja schließlich der Staats- baukerott unvermeidlich ist, wenn zur Abwehr dieser Schicksalsschlaqe kein« Schritte rechtzeitig unternommen werden. Die Schrift gibt aber auch Wege und Mittel bekannt, tkckz-der wirtschaftliche Ruin von uns abge wendet w«rhen kann.

** Nökkerftriede? Den Franzosen zur War nung. Bon Arnold Steinmann-Bucher. Verlag von Leonhard Eimion Nf., Berlin W. 57. Preis 2,50 Mk Steinmann-Bucher, der während deS Krieges manch inhaltreiches Wott der Ermutigung in unterem schwe­ren Daseinskampf gesprochen hat, wendet sich mit dieser

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eb«ns- tkmvsrsmenft>ossrn tote sachliH ernsten WarnunA gegen unferr Bedrücker, namentlich dir Franzosen^ nm ihnen klar zu madten, loelche Gefahr diese Mah- losigkeit für sie selbst werden kann. Tie Schrift Steine mann-BucherS ist ein« mutvolle Verwahrung geacfl die ununterbrochene Verschärfung der Waffenstillstands-' bebingungm.

** Gewandtes Benehmen, sicheres Auftreten,' Lebenskunst. Dir Anlagen dazu, fo betont Kurt von Deissenfeld, in seinem BucheDer modern« 9 n i e s e" sind in jedem Menschen vorhanden. Daher gibt er nicht nur die unbebingt sehr wertvollen Rat­schläge »nr raschen Aneignung gewandter gesellschaft­licher llmgongSiormen, sondern er zeigt auch, dass dis DersSnlichkeits-Entwicklung dem äusseren sicheren Auf­treten zu Grunde liegen muss. Daher führt Kurt von DeissrnfeldS Buch:Der modern« Jhtiane" seinen Titel mit Recht. Die vierte Anllage deS bei Wilhelm Möller, Oranienburg erschienenenModernen Knigge" kostet im eleganten Einband, virrsarbigen Biedermeiertitek, «in Derk des Homburger Meisters Hagel, <50 Mark, la» lonmcrt 3 Mark (Potto 30 Psg ).

Letzte Stachrlchto«.

v e r l i n, 81. M Srz. Wie der ^Lo^lan».- englischen und französischen Blättern entnimmt, sei der deutsch« General Eixt v.Armin in Asch in Böhmen er­mordet worden. Eine Nachprüfung der Meldung war no chnicht möglich.

Als Nachfolger deS zurückgetretenen Oberpräsidenten von Pommern, deS früheren Reichskanzler- Michaelis» ist da» demokratische Mitglied der preussischen Landerver­sammlung L i p p m a n n-Stcttin in Aussicht genommen.

In Stettin werden die auf Grund deS Lebensmittel« abkommens abrnvermietenden deutschen Schifte mit aller Beschleunigung »nr AuSsahtt fettig gemacht.

Hamburg, 21. Mär». Der Dampfer »Lillv Rick- merS" ist gestern nachmittag mit Truppen an» bet Türkei aus der Elbe ein getroffen und in Quarantäne gelegt wov- den. Er wird voraussichtlich vor morgen vormittag nicht nach Hamburg kommen. An Bord besticken fick 2000 Manu deS AsienkorpS.

Essen, 21. März. Im rheinisch-westfälischen An« dustttegebitt macht sich seit einiger Zeit ein« gross« Werbetätigkeit zur Auswanderung bemerkbar. Di« treibenden Kräfte sind, soweit fich feststellen lässt, Mt Kommunisten. Ihre Zentrale ist Essen. Dor allem wird die Beraarbeiter-Bevölkerung für eine Auswande­rung nach Südamerika, vor allem nach Brasilien und Argentinien bearbeitet.

Forderungen Rats«« Wilhelm«.

Genf, 21. März. Der Weimar-r Korrespondent deSNewvork Amettean" meldet feinem Blatte: Ich -rfabre auS zuverlässiger Quelle, dass Erkaiier Wilhelm bei der deutschen Regierung Geld verlangt hat. In feinem Gesuche hob er hervor, dass es ungesetzlich sei, dass der ehemalige Deutsche Kaiser fortfahre, von bet Grossmut seines holländischen Gastgebers abhängig fei* zu müssen. Er sei beritt gezwungen gewesen, von seinem Gastgeber 40000 Gulden zu fordern. Man solle ihm wenigstens einen Teil feines Privatvermögens zur Ver­fügung stellen. Die Regierung kam dem Wunsche nach und stellte eine Untersuchung an, um festzustellen, welcher Teil des Vermögens Kaiser Wilhelm und welcher Tefl der Regierung zukommt. Die Untersuchung ergab, dass der Exkaiser tatsächlich ein Anrecht auf 75 Millionen Mark habe. Dock hat die Regierung beschlossen, ihm vorläufig höchstens 600000 Mark zuzusprechen.

Briefkasten der Schrtttleitung.

Mitteilungen «um dem Leserkreis, die politisch» Fragen behandeln, nehmen wir grundsätzlich nicht mehr auf; wir haben damit wenig gute Erfahrungen gemacht, ausserdem in den Zeiten des Papiermangel» und der dauernden technischen Schmierigkeiten weder Raum noch Zeit für bi« sich an jede Zuschrift knüpfen­den Entgegnungen und abermaligen Erwiderungen. Wir litten also, fich nicht die vergebliche Mühe der Ab­fassung einer Zuschrift politischen Inhalts zu machen.

F. D. Wegen (Erlangung «ine» Dienstmädchen» von Ausgewiesenen an» Ostpreussen oder Elsass-Lothringen ist die MUteilung an ba* Rote Kreuz (Landratsamt Marburg) zu richten.

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Herausgeber: Dr. Phil. Carl Hitzerath.

Verantwottlich für den pal'.lischen Teil: Kurt H a i n !e; für den örtlichen und provinziellen Teil: Wilhelm Aißner; für den Anzeigenteil: Andrea» Gafi­rn »nn, sämtlich in Marburg.

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