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mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain

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Tageszeitung für (das früher kurheffifche) Oberhessen

Der liqetgeneret» beträgt fit die 8gell Bette 20 J u 50 »i. ffru<juf<tt, emtl. n Qnhrrt aeimert. u. Semmelani. 30 j. 1 SSV,*/, Krieg»,ut«}L IteHemeieile 1.20.4. Hetzer *ö»

Radin gilt «! Barrabatt. Bet Suifinft d dieeidjättifi. u. Fermittleng

1919

bei Ingebete 26 kandetgehAht. PoftschetNonto: 5tr. 6016 Imt Franks.«. St.

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-z tfir Leben einsehen, einstimmig

e^ankt wird. (Sehr nAHg!) Gestern sind in Adlers«

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bof eine große Menge Mass»-: und 475 000 Patronen eingebrarbt worden. (Zuruf bei den Unabhängigen:

Marburg

Dienstag, 18. Mürz

®eetf*lan> soll das Recht haben, zu kaufen und »fttMfikhrn» >i# zu 300 000 Tonnen Zerealien und TOSOe Trmrn Fett einschließlich Schwetnefleisch- erzeurntsf«, »egetabilische Oele und kondensierte MUch manntNch bis zum L Septewbrr.^ Es kann 6efHmmt« Maren ausführen. Der Erlös mutz je­doch prc Lezahlung der Nahrungsmittel verwandt Wette«. Sobald die deutschen Schiffe überliefett »Eben sind, soll der erste Gebrauch, der von den Schiffen gemacht wird, der Transpott der deutschen Vorräte sei« bis zu der angegebenen Höhe für die Zeit bi- ptm 1. September. Die Erklärung der vereinigen Regierungen wird null und nich­tig, falls Deutschland die Bedingungen des Waf- fenslillstandes bricht oder irgendwie ver- j/j.« m Perpflichtunsen betreffs Uebergabe

leerte zur Ueberhplung gebracht wecken. Er Wick dann später ausfahren. Die Seeleute machen ihre Anmusterung von der bindenden Zusage abhängig, bah sie nicht »on Bord entfernt werden.

Die Ausfuhr von Kalt.

Berlin, 17. Mär,. In Rotterdam ist das Abkommen über die Lieferung von Kali nach Eng­land abgeschloffen worden. Es ist nicht ausgeschlos­sen, daß es noch zu einem weiteren Abkommen zur Lieferung von Kalimengen nach Amerika kommt. England nimmt 30 000 Tonnen ab, deren Ertrag der deutschen Regierung gutgeschrieben wird, um auf die Bezahlung der Lebensmittel angerechnet zu werden. 10 000 Tonnen gehen über Hamburg oder Bremen, 20 000 Tonnen über Rotterdam.

Das aus Ferrol geflüchtete deutsche U-Boot ist von. seiner eigenen Besatzung versenkt word'n, was aus der nestern wiedergegebenen Wolsf-Mrto.mz nicht he'v^'ging.

Berlin, 17. März. Aus dem Sitzungsbericht der Waffenstillstandskommission in Svaa vom 16. März ist Hervornr heben: General v. Hammerstein ersuchte um die Erlaubnis, die Lebensmittel aus Rotterdam zur See nach Hamburg, Stettin, Warnemünde, Rostock und Wismar zu bff8rb*rn, da die Beförderung zu Laude teilweise un­möglich sei. stoch gestotttte vorbehaltlich bet Zu­stimmung des kommandierenden englischen Generals in her Ostsee zur Lebensmittelversorgung der deutschen Truv- wen in Windau die Küstenschiffahrt zwischen Libau und Windau.

Stockholm» 16. März. LautStockholms Tid- ningen" ist das schwedische Rote Kreuz damit beschäl» Hgt, die Unterbringung notleidender Kinder aus Deutschland, Oesterreich, Polen, Belgien und den bal­tischen Provinzen in Schwcken vorzubereiten. Man rechnet zunächst mit 700 Kindern, die im Laufe des Aprils hier erwartet wecken. Die Vorverhandlungen mit den zuständigen Stellen tn Deutschland und Oester­reich sind bereits km Gange. Außerdem plant das schwe­dische Rote Kreuz, i»ieSvenska Dagbladet" erfährt, eine Sammlung von Leinenwäsche, um diese deutschen Krankenhäusern zur Bersügung zu stelle«.

Ms Mein Wtm.

Stdla, 17. März. In der Eröffnunges tzung M«t IX März teilte Admiral Wemyß die (Im all- gmeinew bereits veröffentlichten) Bedingungen" «rtt, eeNt betten die verbündeten Mächte bereit fb* die Versorgung Deutschlands mit Lebens- totttetn je erlauben. Im einzelnen ist daraus noch

MM.

Helfingfor», 16. März. Nach Peters­burger Blättern sand tn Moskau ein Sowjet- Kongreß statt, tn dem der russische Krtegskommissar die daldtge Bertreibung der Entente-Truppen von Archangelsk und der Schwarze Meer-Küste tn Aus­sicht stellte. Trotzki erklärte, die Gefahr eines Ein. Marsches der Entente in Rußland sei überstanden Die rote Fahne und die rote Armee würden bald ihren Stegeszug über die ganze Welt antreten. Eher als man glaube, würden russische Soldaten auf den Barrikaden Londons, Berlins, Roms und von Paris kämpfen.

Helfingfor«, 17. März. Rach einer Meldung der russischen Presse ist in dem Sowjetrußland brr Per­sonenverkehr aus den Eisenbahnen vollständig einge- stellt worden. Die BerkehrSkrisis verschärfte sich so. daß die Eisenbahnen für die nächste Zeit ausschließlich für den Transport von Lebensmitteln und Kohlen zur Vertagung stehen müssen.

Ei» bolschewistisch« Äriegepüm gegen Deutschland.

Haag, 17. März. DieTime," meldet au» Hel- singsors: Die Regierung ln Moskau hat auf Ersuchen Trotzkis den Roten Generalstab beauftragt, so schnell wie möglich den Plan für ein Heer von 150 000 Mann zu entwerfen, da» im April oder Mai in Deutsch- Unfr einfaHen soll. Ferner soll dieses Heer, wenn e* keine Unterstützung durch die deutschen Spartakisten findet, die 100 000 rassischen Krieg,gefan- gentn, die sich noch in Deutschland befinden, kampf­fähig machen. Dieser Plan werde dem Major Busch, einem ehemaligen deutschen Kriegsgefangenen, der tn Moskau eine große Rolle spiele, zugcschrieben.

Bit Milk.

Posen, 17. März. (Savas.) Die deutschen Dele- eiterten sind am Freitag nach Posen zurückgekehrt. Die Verhandlungen werden dort wieder ausgenommen.

Berlin, 17 März. An bet Posenschen Front wurde Frielendorf vorübergehend von den Polen besetzt. Dir feindliche Artillerie schoß 62 Schuß gegen Bentschen und gegen Strese. Wir waren schließlich gezwungen, das Feuer »egen die polnische Batterie mit 10 Schuß zu erwidern Westlich Rakel beschossen die Polen einen Aüterzug auf bet Ostbahn mit Mafchinengewebrseuer und »ermundeten de» Zugführer Zn bet Gegend von Rakel und Margonin feindliche Vorstöße. Bet Groß- Reudorf stindliches Artilletteseuet, das wir schließlich auch hier erwidern mußten. Oestlich von Rakel kam es durch da» Vorgehen der Polen zu einem Gefecht. wobei der Gegner Verluste erlitt. Auch wir hatten zwei Tote und vier Verwundete In bet Nacht »um 16 März ver­suchten bte Polen vergeblich, bic Kanalbrücke bei Muro- «enuzcht zu überschreiten.

3m Baltikum folgten wir dem weichenden Gegner im Raume von Schaulen unb gegen Tuckum. Dagegen mußten totr in der Mitte eine vorgeschobene Abteilung »or einem umfassenden feindlichen Angriff planmäßig turücknehmen, um unnötige Verluste tu vermeiden.

der Handelsflotte durchzuführen. Herr v. Braun erklärte, daß die deutsche Regierung diese Bestim­mungen grundsätzlich als Basis einer befriedigen­den Regelung annehme. In der Vollsitzung vom 14. März wurden diese Vereinbarungen endgiltig angenommen.

Berlin, 17. März. DieB. Z. a. M." mel­det: Wie wir von zuständiger Stelle erfahren, sind von den 270 000 Tonnen Lebensmittel, die nach den in Brüssel getroffen Vereinbarungen so­fort an Deutschland geliefert werden, 30 000 Ton­nen bereits in Rotterdam gelaust worden und teil­weise im Anrollen. Delegierte der Reichsfleisch- nnb Reichsfettsfelle haben in Rotterdam die La­dungen abAenommen. Es handelt sich um 10 000 Tonnen reines Schweineschmalz und etwa 20 000 Tonnen Speck. Weiter» 40 000 Tonnen Lebens­mittel, darunter Schweinefleisch und Milch, werden tn den nächsten Tagen ebenfalls angekauft werden.

Amsterdam, 17. März. Einer Reutermel­dung zufolge erklärte Hoover in einer Unttrredpng mit dem Pariser Vertreter derDaily Rems", er fürchte, es werde eine geraume Zeit vergehen, benot die deutschen Schiffe in den Dienst gestellt werden könnten, da sie erst überholt werden müß- teb. Die deutsche Lebensmitfellage sei ernst. Er qlai'be aber, daß man Abhilfe schaffen könne. Das deutsche Problem sei mehr ein kommerzielles Problem.

Kein« Erhöhung der Brotration.

Berlin, 17. März. Wie die Blätter melden, wird das Lebensmittelabkommen zunächst nicht qestatten, die Brotration zu erhöhen, selbst wenn die erste Sendung non 270 000 Tonnen Getreide in Deutschland angelangt ist. Die Sendung kann nur azu dienen, die bisherigen Rrotrationer icherzust eilen, die ohne die Getreidezufuhr chon in nächster Zeit hätten heruntergesetzt nerben muffen. Ob später die Rationen erhöht werden können, hängt von der weiteren Einfuhr ab, die nur möglich ist, wenn wir die zur Einfuh- »gelassenen Mengen im Ausland kaufen kön­nen und die nötige Tonnage haben, um die Ein­führung zu bewerkstelligen. Können wir diese Voraussetzungen erfüllen, so mi-b sich später oller iirgg unsere Versorgung, insbesondere mit Brot, Fleisch und Fett, günstiger gestalten. Dagegen dürfte mit einer VerbesserungdesBrotes zu rechnen sein, da man die Ausmahlung des Ke- tteides herabsetzen kann, liebet die Verteilung der Fett- und Fleischmenoen^t sich noch nicht Sicheres sagen, doch sollen Erwägungen, darüber angestellt werden, di- Gft ft ä h t e z n b » s o r fugen. Das amerikanische Schmalz besitzt nfcht den feinen Geschmack, den man" vom Schweinefett gewohnt ist. Der awerikavitcke S.reck ist ungeräu chert und in Salz und Salpeter konserviert. Es empfiehlt sich den Spetf zu wassern und dann>- chern zu lallen. Das Schweinefleisch ist gevökel' -echt schmackhaft. Ausgezeichnet ist Dörrfleisch, das in langen, schmalen Streifen getrocknet ist. An kondensierter Milch wird gezuckerte und ungesüßte Mich geliefert.

Das Schiffahrtsabkomorsu. Die Bemaaaungs- frage.

Berlin, 17. März. Heber den Inhalt des neuen Schiffahrtsabkommens melden die Abend blätter u. a.: Die deutsch« Regierung ist ver­pflichtet, alle ihre Energie darauf zu vereinen Schiffe von erhöhtet Tragfähigkeit zu bauen unt vom Stapel gehen zu lassen. Für die Bedürfnill bet deutschen Ostfront wird eine Anzahl von Schis fen frei gegeben. Die feindlichen Vertrete betonten, es könne gar feine Rede davon fein, daß bei der ersten Anfahrt der britischen und franzö siechen Häfen durch deutsche Mannschaften diese bei behalten würden: di» deutschen Mannschanen wür­den auf Kosten der Verbündeten, aber auf Schiffen, die Deutschland zu stelle" hätte, in ir"' f>*tm zutückbefördert. Dagegen wäre die Frag« der deutschen Bemannung bet Schiffs für er e no nalige sehr ernste Erwägung reif, wenn Deutsch fanl> seine eigenen Schiffe mit Kohlen versorgen könnte, so daß sie eine transttl-'-ntnLe Fei' machen könnten, ohne in England oder gtnnftei'' zu bunkern. Eine Aussprache entspann sich am', darüber, ob die auf den deutschen e:> befindlichen Schiffe unter das Abkommen falle- und ausgeliefert werden sollen ober im deutschen hskibev. Die Deutschen vertraten den Stand­punkt, daß diese Schiffe nicht unter da» Abkom­men fallen.

Hamburg, 17. Mär». Die DampferSafierin Auguste Viktoria",Cleveland",Patrizia", Graf Wal- berfee",Prätoria",Kap Finisterre", ,Ligoma" unb Prinzessin" sollen » och in biefer Woche den Hamburger Hasen zwecks Uebersübrung von Lebensmitteln nach Deutschlaub verlassen. Der RiefenbamvferImperator" kann erst nach erfolgtet Baggerung in» Dock bet Vulkan»

!. Mt zMMewWges.

Betfi», 17. Mätz. Ein Pariser Blatt glaubt fcwt J6. T.E zu wtffen, daß die Verbündeten im f^rtl Neu deutschen Bevollmächtigten ihre Be- «Meilen können. Die Verhandlungen |o6ra A» Versailles stattfinden, wogegen Ostern das Jttetzenstekument unterzeichnet werden würde, das tz«rn de» Parlamenten zur Bestätigung vorgelegt wette» «ässe.

Baris, 16. März. Bei einem Empfang von Journottste» sagte Pichon nach einer Havas-Mel- kmg, tetz die deutschen Schiffe, die zur Versorgung Htettfchlante dienen sollen, dem interalliierter TransPsrtausfchiiß zur Verfügung gestellt werden, k in dessen Besitz überzugehen. Ihr Schicksal wird von ter Friedenskonferenz geregelt werden. Kuf die Frage nach dem Unterschied zwischen Prä- liwulatsrieden und Fri»densnert-ag selbst erflärt' Pich-». die Friedenspräliminarien bildeten die Mmdflitzltchen Fundamente des Friede-svertrags Biefer M die praktische Ausführung jener Grundlagen. Die Präliminarien bedeuteten aber nicht die Wiederaufnahme der diplomatischen Be- gteh«lgen. Si» bestimmten lediglich das Ende des Kriegszustandes. Nach dem Vorfrieden könne Deutzschloud unmittelbar seine Beziehungen mit dem Ausland wieder aufnehrnen. Pichon sagte weitet, die Konferenz habe die Frage der Schaf­fung Deutsch-Oesterreichs als neutralen »neH'ingigen Staat noch nicht genau ge- prllst, ater es sei nicht daran zu zweifeln, daß diese Shuetgfenti für jenes Land selbst Vorteile witt- ßhäsMcher. m-litärischer und handelspolitischer Art Htt.it»» «erde, lieber Polen sagte Pichon, bte Adr».s* der polnischen Truppen «ach Danzig ist ztu^sbykich beschlossen, französische Offiziere sind efemfaWs beauftragt, nach Polen zur Verstärkung des Heeres zu gehen, reber die bolsche­wistische Gefahr erklärte Pichon, die Frage werde tekd auf die Tagesord'ung kommen, unt verAcherte, daß die französische Regierung beschlos fee habe, die Sowjetregierung n i e ms l s a n z u - erkenne «.

Kepeuhagen, 17. März.Ekstmbladet" «e^et au» Stockholm: In hiesigen unterrichteten deutsche» Kreisen verlautet mit größter Bestimmt­heit, daß Deutschlad es a b l e h n e n wird, einen Friste« zu unterzeichnen, der nicht in IleLc-ein- |Knun»«g mit Wilsons 14 Punkten steht. Man uetet keinen Umständen einen Frieden an- »Lhmsn, bet den Keim zu neuen Konflikten in sich trögt. .Elstrabladet" bemerkt hierzu:Sollte bei Friste ter artig werben, daß die deutsche Regierung fsth «eigert, ihn anzunebmen, so würbe bte Lag» Sfr Levtschkand kaum schlimmer werden können, als sie gegen »artig ist. Das Millionenheer, das rrsordertich ist, um das ganze Reich zu besetzen. fa»3 0»» de« Verbündeten zu solchem Zwecke ganz Acher-nicht geschaffen werden. Es wird sich um 3*enXfrift zeigen, daß man früher oder später ge- Wnmgeu ist. gegenüber der deutschen Republik Ee- rechtVei» zu üben. Natürllch ist eine gewiffe Ee- stchr damit verbunden, zu dem Friedensschluß nein zu sage»: aber in Anbetracht der Zustä'cke in be*- Äiateni der Derbiinbeten ist die Eefabt einer Wchs» Demonstration in Wirklichkeit doch nicht fe groß, afs |e im ersten Augenblick zu sein scheint.

ZOrkch, 17. März. Admiral Troubridge hat die Schllfuhet auf bet Donau zwischen Preßbär« in-b Br« ka atemt He ausschttetzllche Herrschaft der Tschecho- Ssltai gestellt.

Mlföt SanitsitrlmmluM.

4. Sitzung vom 17. März.

Die Beratung de« Antrages Aböls Hofsmann auf Aushebung bes Standrecht» unb Belagerungszustan­des toirb fortgesetzt. Dazu liegt ein Antrag bet Unab­hängigen Sozialisten vor auf Einsetzung eines Unter» suchungsausschusfes aus Mitgliedern bet Lande»« versammluna unb be« Berliner Vvllzugsrats, bet bte Vor« aänge, bie sich in ben letzten Wochen in den Straften Berlins abfnietten, untersuchen soll. Ein Antrag bet Mehrheitssozialisten will einen Ausschuß beS Parlament» mit ber Feststellung bet Ursachen unb des Verlaufs bet Unruhen betrauen.

Ministerpräsident Hirsch: Mit ber nnn-biie-w Mel­dung von ber Ermockung ber sämtlichen Beamten be» Lichtenberger Polizeipräsidiums hat.das Ministerium be» Innern nicht das Mindeste zu tun g-habt. Die Nachricht stammt von dem Kommando ber Schutzmanns^aft. Die Sache ist wickerholt von Leuten, bie sie für zuverlässig hielten, gem-ldet unb ist aus ber graften Err-wtng zu erffären. Die Beamten fiitb aber in rohester Weise mißhandelt unb wickerholt mit Erschießen bedroht tootben. Den Spartakismus werden wir. foto~it es sich um eine aetstige Bewegung handelt, geistigen Waisen be« kämpfen, aber bet Gewalt wird Gewalt entgegengesetzt werden. (Beifall.)

Krtegsminister Reinhardt: Der Kamps gegen den Bolschewismus ist unbckinqt notwendig, unb wir müssen erwarten, baß ben Männern, bie im Kampfe gegen

Lügei Großer Lärm.)

Präsibent Leinert: Ich bitte btt Herren der Uw abhängigen sozialistischen Partei ben parlamentarischen Anstanb zu wahren. (Lärm bei ben Unabhängigem)

Krtegsminister Rein darbt fortfabrenb: Die Be­hauptungen des Abg. Adolf Hofsmann kann ich im rtnzesnen nicht beantworten. Das ist eine Unm5alick>keit. (Sehr richtig.) Der Minister schildert bann bte Grau­samkeit ber Spartakisten in einzeln-" Fällen. (Zn- ruf von Aböls Hckkfmann, Für icken Fall können nrir Hunderte von Ihrer Seite nennen! Pfuirufe bei bet Mehrheit.) Helsen Sie dem Reickswehrmwister tntb mir unsere Wehr auSruaestalten, baß unsere Truppen auf bie höckste Stufe ber Disziplin kommen. Ich muß mich verwahren, baß einzelne Ausschreitungen, bie, aus ber Iugenb ber Truppen zu erklären sind, aus eine Stufe gestellt wecken mit bett Taten ber Plünderer, Räuber unb Möcker. (Sehr richtig!) Ebenso l-ge ich Vroteft ein gegen die Art, mit bet bet Abg. Hoffmann den Kaf­fer kritisiert, ber sich lediglich aus vaterlän« bischem Empfinden nach Holland zurückgezogen bat. Jetzt ist bie Zett, in bet alle Volksgenossen zn« sannnenhalten müssen. Sie malen fo gern die Gefabt einer Geaenrtvoltttton an bie Wand Welchen Anlaß haben Sie bazn? In btesen Kämpfen haben Sie ge­sehen. mit welcher

unbedingten Treue unb Hingebung sich bie Führet unb bie Truppen bem sozialistischen' nicht militärischen Oberbefehlshaber unteraeorbnet haben

Ab« Siering (So,.): Die Spartakisten sinb WM ersten Tage des Generalstreiks cm mit Waffenaewall gegen bie Regierung losgezogen. Der Generalstreik, man mag zu ihm stehen, wie man will, ist beschmutzt wor­ben burch Verbrecherbanben. Daß bie Regierung gegen dieser Verbrechertum mit ben allerfchärfsten Mitteln los­geht, begrüßen wir. .

Abg. Granowski (Z.): Ich frage bte Regierung, welche öorbereitenben Maßnahmen sie getrof- t»n hat. nm sonstige Unruhen unb weitere« Blutvev- gießen zu eermetben. Die Regierung muß den Staat»- bürgern

ausreichenden Schuh für Leben, ©efunbbeit unb Eigentum geben unb nötigen­falls die schärfsten MiOrl bazu an wenden. Wir batten bie Zeit noch nicht für gekommen, um nun auch den Belageruugszustanb aiifzubeden Wo ich di Tten# nungslinie zwischen Unabhängigen und Spartakisten ziehen soll, weiß ich in diesem Augenblick nicht (Sebr richttg.) Rach ben Reden von Hoffmann unb Dr Rosenfeld kann man sie getrost in einen Sack werten (Sehr richtig! Lärm bei ben Unabhängigen ) Schade, haft die verhäng­ten Strafen die HanMtchuldiaen nicht getroffen habe». (Sehr richttg.) Die Regiencng hätte bte führenden Soar- tafiftm in Schutzhaft nehmen sollen Die Grenzlinien zwischen Mehrhe,tZsozialis>en unb Unabhängigen sinb viel­fach auch noch zu verschwommen. Der Antrag ber Mrbr» beitSsozialist.m bedarf ber Erweiterung auf ganz Preu­ßen. E« ist nicht angängt«. baß er auf Berlin be» schränkt mtrb. (Beifall im Zentrum )

«hg Rieb ei (Tiem ): Die «rbkiterschast Wirb MU nröfiter Leichtfertigkeit von einem Streik in den andern gejagt. Der Generalstreik sollte mir das Mittel zn> i Zweck eine« politischen Putsche« sein In Düsseld i veranstalteten meine Parteisreunde einen Umzug, ni'd da fchoffen bie Spartakisten und Unabhängigen ohne jeden Anlaß mit Maschi neng,wehren hinein, wobei e» 14 Tote unb 30 Verwundete gab. (Hört, hört! Lebhaft« Rufe der Demokraten: Mörder!) W-r »inssen dem Ober­befehlshaber Noske und den Re,-' i-uix» unfern Dank onssprechen. ebenso ben t Männern bet Schutzmannschast. Sie haben im Kampfe gegen bit Verbrecher ihre volle Schuldigkeit getan. Daß bet Be­lagerungszustand nicht aufgehoben wecken kann, ver­steht sich von selbst. Die Unabhängigen unb Sparta­kisten rüsten sich zu einem neuen Streik. Es ist ja fchoN crllärt wocken, beim nächsten Streik würden bie Eisen»

IDieOberbeffifAe Zeitung- erscheint fech»mal wöchentlich. Der ! MW ÄK |$e,up»pret» beträgt monatlich 1.25 X. frei >1>S Hau« (durch bte Poft ! e/IX, V») lohne Bestellgeld) BetUtg wen Dr C. Hitzerattz. Marti 21/23. I Fernsprecher 55.