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mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchham

5et Injefgenerei« beträgt fit Me 8 jet» Seile 20 4 u 60 *i, Rtuiytfd'L, amtl r J '\flhffL auetrart. u. 6ammel«lnt 30 «. 33V,<. Äritg»;ui»1. 9teH«me?eile 1 X ^eber

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"ZS KReruaevret« beträgt Monatlich 1.?5 *. frei niS <5<ni« (b«r* die Tob Jts. d») ct-ne Sefteügelb). Verlag e»n Dr C. Hitzerstd. M«rkt 21/23.

1919

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bebingungen, die Deutschland annehmen und Lurche ühren müsse. Falls diese versäumt würde, hätte man niemanden mehr, mit dem Frieden abzuschlie- sten wäre. Nach der Unterzeichnung de» Friedens- vertrages durch Deutschland könnten Nahrungs­mittel und Rohprodukte sofort eingcfübrt werden. Es muffe jedem wider st reden, die Waffe des Hungers auch nur einen Augenblick länger ausz»- nutzen, als es nötig fei, um die Bedingungen zu erreichen, für die die Verbündeten gekämpft haben. Zur Erfüllung der Bedingungen fei es aber not­wendig, eine starke Armee am Rhein zu lassen.

DieTimes" schreibt: Unsere Rheinarmee ist nicht nur dazu da, um der deutschen Regierung un­seren Willen aufzuerlegen, sondern auch um eine stabile Regierung zu sichern, der ein Friede auf­erlegt werden kann. Wen« die stabile Regierung verschwindet, müffen wir ihre Arbeit verrichten, was eine viel schwierigere Aufgabe sein würde. Wir sehen daher keine andere Wahl al» die, unser Rheinheer auf der festigen Höhe zu halten und, so weit wir können, die Regierung in Weimar bei der Aufrechterhaltung der Autorität zu unter­stützen.

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Die £e6ensmhtel9erhanbtun'ien.

Heia« Versorgung bis jur nächsten Ernte, aber ShteHeferung der gesamten Handelsflotte.

Aerkiu, 5. März. Am 4. März begannen ii 5paa die Verhandlungen über die Lebensmittel' ßrrfoMmg Deutschlands. Eie sind verbunden mit Itn Verhandlungen über die Zurverfügungstellung fet »«rtfchen Flotte und die Finanzierung der Le ßensmittelversorgung. Geleitet werden sie deut tect^eii» »» Unterstaalssekretär ».Staun, eng- pscherssMs von Admiral Hope. Im Laufe der PoUptzanß übereichten die verbündeten Regierun

Die Dege in Sein.

Halle, 5.März. Die Eisenbahn wurde wieder in Betrieb genommen. Der Zugverkehr WeimarBev- (in (über Halle) sowie MünchenBerlin (über Halles ist wieder ausgenommen worden. In der Nacht wurden 11 Plünderer verhaftet. Am Nachmittag wurde auch das städtische Elektrizitätswerk wieder in Betrieb ge- etzt.

Essen, 5. März. Auf einzelnen Zechen find die Belegschaften wegen Lohnforderungen erneut tu be< Ausstand getreten. Die Gesamtzahl der AuSständigeu im Ruhrgebiet beträgt 7500 Manu.

Oldenburg, 5. März. Infolge der Verhaftung des Präsidenten Kuhnt sprach das Direktorium bet Oldenburger Freistaates seine Enthebung als Mit­glied des Direktoriums auS.

Braunschweig und das Riitesqstem.

Braunschweig, 6. März. Bei der gestrig«! Urabstimmung der organisierten Arbeiterschaft d« Stad Braunschweig in der Frage des Rätesystem» wurden, wie derVolksfreund" meldet, 3814 Stim­men für die sofortige, 3013 Stimmen für die spätere Einführung des Rätesystems in Braun­schweig abgegeben; 116 Stimmen waren ungültig.

Die preußische Landesversammlung.

Weimar, 5. März. Inden Kreisen der preutzi- scheu Regierung besteht die Absicht, die preußische Ra- ttonalversammlung für Anfang nächster Wache muh Berlin einzu berufen.

Industriegebiete Der Iudustriearbetterausstaud

gen jMXi Schriftstücke, in denen die Bedingungen scher die teilweise Lebensmittelversorgung Deutsch fßT*s w> die Ablieferung der deutschen Handels Jloite ten einzelnen festgesetzt sind. Admiral Hove trUckri«, seine Zeit sei bemessen, übermorgen Wüßte» die Verhandlungen beendet Jeiii. Im übrigen möchte er. klar zu verstehen Hebe», daß man es nicht erlauben werde, irgend­welche Rahrungsmitlel nach Deutschland gelangen te isHe«, bis ein bedeutender Fortschritt in der »ebeWabe der deutschen Handelsflotte gemacht sei Ws «eifete daher sofort die Versicherung der ** *"'*« Regierung erfolgen, daß sie das Nötige

fen der Flotte tun und die gesamte unter die Kontrolle der Verbündete:

Aus den Verhandlungen geht klar <erevt, dah die Verbündeten entgegen den deut- hhe« WSnschen nicht die Absicht haben, über die Des«ml« Versorgung Deutschlands bis zur Rächst«« Ernte zu verhandeln, sondern eine lleiee, Bereits abgesprochene Teilliefe- «u«g twi 270 000 Tonnen machen wollen: Ibartott htnaus wollen sie Deutschland nut noch eine ztamRch verklausuliette Teillieferung von 106 801 Tonnen aus Argentnieu ermöglichen. Ndr-wval Hope erklärte, daß in dem Vertrage nichts do» *eet Höhe der Lebensmittellieferung stehe, «ich ss sei keine Rede davon, Deutschland oder tos jtkiMnd Ms zur nächsten Ernte zu versorge». Die Vertttedeten beschäftigen sich zwar mit dem Prö­ble« ehwt späteren Versorgung Deutschlands, ste feien «der nicht vorbereitet und nicht gewillt, sch«« fetzt über die Mengen und Bedingungen chc: gemimten Versorgung Deutschlands zu verhan- fheln. Der englische Delegierte Kaynes fugte HÜM, dah zwischen Deutschland und den Derbitn- ,dkt«r noch der Kriegszustand bestehe. Unter ,tiefe« Umständen legen die Verbündeten den größ- ien Mert darauf, daß Deutschland eine Vor­leistung mache. Die Verbündeten hätten be- sthdHs«, »i ch t über mehr zu verhandeln als über riuc Menge von 270 000 Tonnen. Auch diese

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Meuge Änne Deutschland nur auf dem Wege der Lbltefervng der Schisse erhalten. Wenn die Schiffe c'-rrkbefert seien, werde dieser prinzipielle Stand- -mM die Zertretet bet Verbündeten nicht hindern, in wchmsthe Besprechungen über weitere Lieferun­gkit «n Deutschland eiuzutreten. Für die Abliefe- etune der Flotte werden die alten schweren Bedin- ßr-yHov gestellt. Der deutsche Delegierte erklärte, dotz dir Auslieferung der Flotte nach dem Der- out erfolgen solle, um die Lebensmittelver- Deutschlands sicherzustellen. Ein Abschluß Lbcc Ne G esam t verso t gun g Deutschlands väse dazu die imhoenbige Vorbedingung. R tiwee begründete in längeren Ausführungen dir Rechtmäßigkeit des deutschen Standpunktes v«ch dem Wortlaut des Vertrages und nach den Htufremngen des Marschalls Fach und machte au bie pokttische Gefahr einet Vetbrei- t u « des Bolfchewism u in Europa auf- vrrrHaM, di« aus bet ablehnenden Haltung der verbündeten Regierungen folgen müßte. Deutsch­land habe das größte Interesse daran, die Vet- hundt«,Aen zu beschleunigen, und es sei fest ent­schlossen, mit bet Auslieferung der Schiffe sofort zu beginnen, die deutsche Regierung könne aber bic Verantwortung nicht übernehmen, die Flotte heczugeden. ohne die Lebensmittelversorgung für die hungernde deutsche Bevölkerung geordnet zu habe». Admiral Hope erklärte zum Schluß der Verhandlungen, er könne nicht einwilligen, die Eiirzelfragen in den Unterkommissionen zu behan- betn, bevor er nicht schlüssige Antworten auf die Frage wegen der Auslieferung der gesamten beut« fchen Flotte erhalten habe. Daraufhin wurden die Vechartdtemgen auf den 5. März vormittags vet- lagt

Zufolge dieser Vorgänge in Spaa fand heute borgen ior Weimar eine Sitzung des Kabinetts Krtt, oft beten Ergebnis eine Instruktion nach »pao an «n{ett Unterhändler gegangen ist. Au

befinde».

Im Laufe bet letzten zwei Tage wurden durch Plünderer und Räuber schwere Äusschteitun- gen begangen. Eine große Anzahl von Anzeigen ist bei dem hiesigen Pollzeipräsidimn über die Plün­derungen von Gold- und Schmuckwarengeschäfte ein­gelaufen. Das geraubte Gut beläuft sich auf viele Millionen. Auch auf Kleiderstücke und Stoffe hatte» es die Räuber abgesehen. Konfekttonshäuser wurden aufgeräumt und für Huudertausende von Mark gestohlen. Im Norden und Osten der Stadt bis ins Zentrum herunter sind zahlreiche Geschäfte aus­geraubt. Besonders wurden jedoch Lebensmittelge­schäfte, namentlich Butter- unb Fleischwarenhandlun­gen, ansgeplündett. Auf offener Straße hielten etwa zehn Matrosen an der Ecke bet Schönhauser- unb Treskowstraße einen Schneidermeister an und raubten ihm seine Brieftasche mit 2000 Mark und seine goldene Uhr und Kette.

Berlin, 5. März. Unter bet Ueberschrift Menschliche Bestien" berichtet betVorwärts" über einen Vorfall, bet sich gestern abend am Alerander- vlatz zugetragen hat. Der Platz war um biese Zeit von einer bichten Menschenmenge besetzt., Plötzlich passierte ein Auto ben Platz, in dem zwei Militär­personen saßen. Ohne baß von ben Insassen bie geringste Provokation verübt worben wäre, wurde bas Auto zum Hallen gebracht, umringt und die beide» Jnsaffen herausgettssen. Der eine wurde so- fott zu Boden gerissen unb noch, als er blutüberströmt dalag, von allen Seiten mit Hieben und Schlägen bedacht. Der andere suchte zu flüchten, wurde aber von einet dichte« Menschenmenge verfolgt, eingeholt unb buchstäblich in Stücke gerissen. Zu weitere Ausschreitungen kam es auf betn Görlitzer Bahnho wo versucht würbe, bie Geleise aufzurcißen, um ben nach Kotüms ansfahrenden Zug an der Weitersahtt zu hindern. Auch in bet Kastanien-Allee ist es zwi­schen bem Mob und einer Abteilung Regierungs­truppen zu einem Feuergesecht gekommen.

Berlin, L. März. In einer Versammlung ber auf bem Boden bet S.P. D. sichenden Betrichsver- trauensleute und Achefterräte wurde von den Refe­renten u. a. erklärt, wen» in einem Teil bet Betriebe bie Arbeit ruhe, so sei in den meisten Fälle» die Ent- scheidung übet den Ausstand nicht durch geheime Abstimmung erfolgt. I» anderen Betrichen habe die geheime Abstimmung ergeben, daß eine starke Mehr­heft fich gegen den Ausstand erklärte, z. B. seren in etwa 80 Betrieben mit geheimer Abstimmung nur 7908 Stimme« für, 20 720 Stimme« gegen den Aus­stand abgegeben worden. Die Nrchtstreikenden als Streikbrecher hinzustelle«, fei durchaus unberechtigt, da «s sich tun einen polttische^Ausstand handele. Wo bie Abstimmung eine Mehrheit gegen ben AuL- Wnch ergebt« habe, feilte gearbeitet werde».

unb der verbrecherischen Handlungen, die hier ge- chehen, liegt in ihrem Berhalten. Sie sollten an« ;esichts di:,er Ereignisse bedenken, daß es gegen das Völkerrecht und die Menschlichkeit ist, einen gefallenen Gegner hilflos am Boden liegen zu lassen, sie sollten aber auch bedenken, je schwächer Deutschland wird, »m so mehr wich seine Widerstandskraft gegen den Bolschewismus g e s ch w ä ch t: je schärfer sie im Westen die Schraube anziehen, um so offener wird der Oster^ :ür das Eindringen bolschewistischer Ideen. Kommt aber der Bolschewismus, so macht er n i ch t an unseren Grenzen Halt. Der Bolschewismus ist eine Krank­heit, aber eine ansteckende Krankheit, und es ist ge- ährlich, der Nacbbar eines Dauses zu sein, in dem die Pest ist. Ties geben wir unseren Feinden zu bedenken, bevor sie über den neuen Wasfenstiilstand beschließen.

Belagernngszustand im Elsaß.

Genf. 4. März. DerT.mps" meldet aus Straß­burg Der französische Befehlshaber befahl die Ver- küingung des Belagerungszustandes über die elsässischen

Ausschreitungen und Plünderunge«.

Berlin, 5. März. Bei dem Einzuge der Trutz- veu zum Schutz des Polizeipräsidiums gestern mittag ^ersuchte eine tausendkövsige Menge auf dem Weran- derplatz die Truppen zurückzutzalten. Diese mußten chließlich die Schußwaffe gebrauchen, wodurch drei Versonen getötet wurden. Das Polizeipräsidium er­hielt Abends weiteren Schutz durch Regierun gstruv- veu und eine Feldartillerie-Abteilung. Ein Versuch, in die Aleranderkaserrie einzudringen, wurde unter schweren Verlusten des Gesindels abgeschlagen. In der Kaiser Wilbelmstraße, der Münzstraße sowie am Bülowvlatz waren zahlreiche Barrikaden errich­tet. Die Spartakisten versuchten unter allen erdenk­lichen Verlleidungen in das Polizeipräsidium einzu- dringen und die Besatzung zur Uebergabe des Ge­bäudes zu veranlassen. Heute Morgen trafen weitere zahlreiche Truppen ein, die den ganzen inneren Stadt­teil besetzt halten. Schwere Tanks führen heute rüh nach der Münzstraße, um bie Gegenb von bem zahlreichen Gesindel zu befreien. Trotz aller War­nungen der Kornmandanttir sammel« sich immer wieder große Mengen von verbrecherischen Elementen aus dem Alexanderplatz an. Da um 11 Uhr vormittags die Ansammlungen und Zusammenrottungeu trotz des Belagerungszustandes zunabmen, mußte der Platz mit Waffengewalt geräumt werden. Ausfällig ist, baß sich unter ber Masse zahlreiche Frauen unb Kinder

Amsterdam, 5. Märg. Der liberaleMan- gester Guardian" unterzieht bie Blockadepolitik der Verbündeten einer scharfen Kritik und schreibt: Man spttcht von Entschädigungen, aber wie soll ein ruiniertes und in sozialer Auflösung begrif­fenes Deutschland Entschädigungen zahlen? Wie soll es arbeiten, wenn es kein Material hat? Mer ist für bie Beibehaltung dieser grausamen und törichten Politik verantwortlich?

London, 8. März. (Reuter.) Der Korre­spondent desDaily Expreß" meldet aus Paris, daß die Kommission der Juristen, die ernannt wor­den ist, um die Frage der Schuld am Kriege zu untersuchen, entschieden hat, daß gegen ein Staats­oberhaupt nicht vorgegangen werden kann. Dieser Beschluß muß indeffen von der Gesamt­konferenz ratifiziert werden.

Die West «ächte und bie Gefahr des Bolschewismus.

Berlin, 5. Mäm. DieDeutsche Allg. Ztg." schreibt: Die deutsche Reichsregierung kennt den Ernst der gegenwärtigen Lage, sie verkennt auch die Gründe nicht, die diese Lage herbeigefühtt haben und sie fort« dauernd verschärfen. Das deutsche Volk ist von Natur nicht xu wilde« Streiks unb Unruhen veranlagt, aber ein Volh, bas Iah« hinbunb käintzfenb Unenbliches gebulbet »nb geopfert hat und ttotz aller Leistungen sich geschlagen sieht, ein Volk, bas ben Frieben ge­sucht hat unb trotz bes Waffenstillstandes sich mit den Waffen der Hungerblockade mtt immer neuen entehren­den Bedingungen bekämpft sieht, ein solches Volk wird im Innern krank. Die gegenwärtige» Unruhen, der Terror und die alltäglichen Verbreche« sind Krank­heiten des sozialen Körpers, denen er nicht zu wider­stehen vervwchte, weil er durch die Entbehrungen und den Blutverlust geschwächt war. DaS deutsche Bol! wird nut genesen, wenn man ihm Rohstosse gibt, damit es arbeiten kann, und Nahrungsmittel, damit es leben kann. Beides verweigern uni die Feinde. Der tüffte Grund d« gegenwärtigen Lrrje

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Arbeiterräte «nb Arbeitsrecht.

Berlin, 5. März. Aus den Verhandlungen flt* scheu den Vertretern der Berliner Arbeiterschaft »ni der Regierung ergeben sich für die nächste Zeit fol­gende gesetzgeberische Absichten der Regiernng:

1. Arbeiterräte: Die Arbeiterräte weiden <84 wirtschaftliche Interessenvertretung grundsätzlich anerkannt und in ber Verfassung verankert. IH« Ab­grenzung, ih« Wahl und üjre Ausgaben werden durch ein sofott zu erlasiendes besondere- Gesetz geregelt^ um bie bemokratifchen Errungenschaften der Revolu­tion zu sichern. Für bie einzelnen Betriebe sind Be­triebs-Arbeiter- und -Angestellten- Räte zu wählen, bie bei bet Regelung ber allgemei­nen Arbeitsverhältnisse gleichberechtigt mitzuwitke« haben. Zur Kontrolle unb Regelung der Vrodut- tion unb btt Warenverteilung werben für alle I» bustrie- unb Gewerbszweige ArbeitSgemein« schäften gebilbet, in bene« bie Unternehmer, bic Betriebsleiter, bie Arbeiter, bie Angestellten, bie Av beitgeber- unb die Arbeitnehmerorganisatione« mite zuwirken haben. Für bestimmte territoriale vezitte werden Bezirks-Arbeitsräte (AtbeitSkammet») und für das ganze Reich ein Zentral-Arbeitte tat gebildet. I« den Bezirks- und Zentral-Arbeitte räteu sollen alte, bie selbst Arbeit leisten, auch die Arbeitgeber der freien Berufe usw., vertrete« sei«, Diese Räte habe« bei de« Sozialisierungsmaßnohme« mitzuwirken und sind zur Shmtrolle der sozialisierte« Betriebe und Gewerbezweige heranzuzicheu. Sie babe« Wetter "tte Wittfchafts- und Sozialpolitischen Gesetze z« begutachte« und habe« das Recht, jdbß joiche flte

getroffenen amtlichen Berichten gibt die Lage in bei Reichshauptstabt zu Beunruhigungen keinen Anlaß. ' Die bem Reichswehrministet Noske zur Verfügung thenden Truppen «ichen vollständig auS, um Ruhe und Ordnung aufrecht erhalten zu können.

Die Einignngsverhandlunge».

Weimar, 5. März. Wie zuverlässig »et* lautet, haben die bis in die späten Nachtstunde» andauernden Einigungsvethandlungen zwischen den Vertretern der Berliner Mehrheitssozialifte» und dem Kabinett einen befriedigenden Verlauf genommen. Tie Abordnung ber Arbeiter tehrte noch nachts nach Berlin zurück, um die Vorschläge der Regierung den ausständigen Arbeiter« ptt Genehmigung vorzulegen. Wie verlautet, soll« ich die Vorschläge in bet Richtung der BerankemmG bet Arbeiter- unb Coldatenräte bewegen.

Spandau von Regierungstruppen besetzt.

Spandau, 5. März. In Spandau ist da» Freikorps Hülsen eingezogen. Alle öffentliche» Gebäude wurden vom Korps besetzt. Sein Haupt­quartier hat General Hülsen im Rathaus auf­geschlagen. Die Kundgebungen der Spandauei Arbeiterschaft gegen den Ausstand dauern fort; es fanden heute wieder stü mische Kundgebungen Tausender von Arbeitern statt. Die in den Fa Briten nicht eingelassenen Arbeiter stürmte» r Eingänge und verschassten sich gewaltsam Eint' In Spandau ist durch die Unterbindung des e^ irischen Stromes der Betrieb in den meistE brifen stillgelegt; die spartakistischen Arbeiter Kreisk'afiwerkes terrorisiere» hic.cury ganz Spandau. Die Zeitungen können nicht ee» scheinen, sie geben teils nur kleine Ausgabe» heraus, die im Handbetrieb hergestellt werd«. Sonst ist alles ruhig.

Grund dieser neuen Instruktion wird heute nach­mittag in Spaa wiederum verhandelt.

Widerspruch der Verbündete« gege« die Fochsche, Bedingungen.

Genf, 5. März. Ti- aefarn'e frar.Msche Re- rierungspreffe gibt mit allen Ausdrücken des Be- pauers zu, daß die von Marschall Foch ansgearbei- tefeii Ffti-»d»-^beding"ngen bei den Vertretern d- (st'-r mäLi. m Montag wider Erwarten auf en4 ich ebenen Widerspruch gestoßen sind, und dast non ihrer Billigung non den Vertretern der G'-e möchte vorerst keine Rede sein kann. Es ist allem Anschein nack Einspruch -rhoben worben gegen >i- Absicht des Marschalls Foch, Deutschland zur An­nahme seiner Bedingungen 'n ptrtngen, bevor bie Verbündeten irqenbwelche Zufuhren von Nab- -iingsmitteln gestatten, roas von ben zustönbigen Kommissionen als no4wenbig erklärt worben ist. E? bleibt nunmehr abzuwarten, ob Foch bis Enbe -dieser Woche seinen neuen Bericht ausarbeiten -nirb ober ob er sich liebe- nbe-bannr ziirückzieht

Churchill für baldig« Lebenamittellieferung. Die Besetzung des linksrheinischen Gebietes.

London, 4. März. Im Unterhaus e-klärte Churchill bezüglich der Abstimusting wegen Bewill ligung von 2/, Millionen Mann für das Heer, baß ber Äuforberung infolge der augenblicklich un­geklärten Verhältniff« stattgegeben werben muffe. Die Besatzunasarmee am Rhein bürste bis Enbe 1920 aufrecht zu erhalten fein. In naher Zukunft werde der Rat ber Verbiinbeten auf etre beschien nigte Erfüllung der Bedingungen von Deutschland bringen müffen. Deutschland hungere und sei bem sozialen unb nationalen Zusammenbruch ge­fährlich nahe. Die« sei bi« Zeit für Friedens-

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