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mit dem KreisLlatt für die Kreise Marburg und Kirchham

Tageszeitung für (das früher kurhessische) Oberhes-cn

Marbura

1919

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Berlin, 27. Febr. Der deutsch-Ssterrelchlscke Staatssekretär des Auswärtigen, Dr. Bauer, ist heute in Berlin eingetrosfen.

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rffaf-tfofömpfer Freud« Ausdruck, nach fünf schweren fahren di« geliebte fximot wiederzufebew Er dankte den Niederlanden und seinen deutschen Landsleuten kür den überaus het-JtbU Empfang. der ihm und den Seinen ->u Teil aewarden war. Nm Außeroewö^nlick"« und nickt Alltägliche« zu vollbrinaen. hätten fie alle kni« ihrer Vaterlandsliebe und Pflichttreue gelck-wft.

Mit einem kroch des General, auf das deutsche Vater« land, in das alle Anwesenden begeistert einsttmmte», techloß die scklichte Begrüßungsfeier.

H a a g, 27. Febr. Heute nachmittag fand bei der deutschen Gesandtschaft zu Ehren des Generals v. 2et- tow-Borbeck ein großer Empfang statt, zu dem i holländische Freund«, die Mitglieder der beuticke« I Kolonie im Haag sowie holländische und deutsch« Presst- I Vertreter erschiene«.

I General ». Lett»» Wer di« Anhänglichkeit der ®»e»

I Stmei.

I Rotterdam. 26. Febr. General v. Lettow-Vor- I beck hatte die Freundlichkeit, einem Vertret«, »e« > Wolff-Büro« ein« Unterredung zu gewähren, in der jet erklä'te, daß er besonderen M-rt auf di« Feststellung I lege, daß die ihm und seinen Leuten von de« Eng» ländern zuteil geworden« Behandlung, vor alle« 1 während der Heimfahrt, durchaus rücksichtsvoll j und taktvoll war. Ein« andere Frag« sei die. ob überhaupt di« Behandlung als Gefangene zulässig !war, da die Engländer in den Uehergahebedingungen Idi«Evacuatton" der Ostafrikaner zugesagt hatten. I General ». Lettow-Borb ck erklärte, daß die Behaup. I tung unserer Gegner, Deutschland habe infolge der I Wechten Behandlung der Eingeborenen feder Anrecht lauf seine Kolonien oe-roitft, durch di« Treue und lAnhänglickkeit. die nickt nur die Askari«. lon» idern noch vielmehr Tausend« von Trägern, di« mit bet Ikleinen deutschen Schar durch Dick und Dün» Igingen, bewiesen haben, schlagend widerlegt werden.

Schlecht behandelt« Eingeborene seien solcher Treu«

MMMmL uni) MWg.

£ o n b o n , 27. Febr. Auf der Arbeiterkonferenz sagte ßlont George, die Blockade könne nicht eher aufgehoben werden, als bis Deutschland einen Friedensvertrag unterzeichnet hätte, der den Krieg unmöglich mache. Er hoffe zuversichtlich, daß der Präliminarfriede binnen wenigen Wochen unter­zeichnet werde.

Basel, 26. Febr. Sonar Law erklärte im ena- tischen Unterhaus, England werde von Deutschland einen Teil der eroberten englischen Geschütze zurück«

und Hingebung nickt fähig. Di« Eingeborenen zetg» t-n ihre Anhänglichkeit auch später, als die Deutschen hinterm Gitter" saßen, und bei der Abfahrt j)on Twressalam kam die von allen Eingeborenen darüber empfundene Trauer offen zum Ausdruck.

Blut Henmter. Ferner konnte ick feststellen. daß gleich darauf eine größere Zahl Polen auf die Stelle zueilten, wo die Schwester lag und sie um­ringt«». Darauf betraten die Polen das Gehöft . mit Geschrei »nd durchsuchten die Räume. Ich vernahm 4m Keller jämmerliches Geschrei eines Kameraden, der bereits morgens durch Beinschuß verwandet war. Nachdem sich alles beruhigt hatte und ich nur noch das Wimmern des armen Ka- meraben vernehmen konnte, verließ ich das Ver­steck imb ging hinaus. Hier bot sich mir ein schreck- Anblick. Die Polen batten einen verwun­deten Kameraden vollständig entkleidet und Nase, Zunge und Geschlechtsteile vollständig abgeschnitten. Ich verbarg mich Ms zur Nacht vom 8. auf 9. Februar. A'i, Schleichwegen gelangte ich am 9. morgens nach Wilhelmsdorf. Von hier aus begab ich mich über SMeuf« 11 nach Rakel zu meinem Bataillon."

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Freie Abstimmung in Deutsch-Böhmen.

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Bern, 27. Febr. Wie Schweizer Blätter mel­den, erllärte Wilson entern Pressevertreter gegen- über, daß er am 15. Mär» wieder in Europa eintreffen und im Juni nach Amerika zurückkehren werde. E«! läßt sich allo voranssehen, daß die Friedenskonferenz zu diesem Zeitpunkt beendet sein wird.

W a s h i n g t o n, 26. Febr. (Reuter.) Der Flot- tevausschusi des Senats beschloß mit 8 gegen 6 Sum­men, zu Gunsten einer Flottenkreditvorlage im Betrage von 720 Millionen Dollar zu berichten. Die Repu­blikaner sind gegen die Vorlage.

Amsterdam, 27. Febr. Rach einem hiesigen Blatt melden dieTimes" aus Washington: Eine Probeabstimmung im Senat ergab, daß 31 Mitglieder den Völkerbund offen unterstützen und 21 Mitglieder ihm nicht geneigt sind.

Sie jWrikmk la Soferbam. ,

Rotterdam, 2«. Febr. Eine Abordnung Mo niederländischen Jägerregiments aus Haag verwh beim Empfang der Deutschen aus Ostasrika den Dienst im Hafen. Di« deuttchr Kolont« von Rotterdam batte für die beim kehrenden Krieger einen würdigen E ma- lang vorbe eitet. Der große. ,um Empfangssaal her» gerichtete Lagerraum der Holland-Amerika-Linie war mit Palmen. Lorbeer und Blumen reich geschmückt. Als derFeldmarschall" unter dem brausenden Hu-ra aller Deutschen an dem Quai anlegte, trat die (tratet Gestalt des General« v. Lettow-Dorbeck au» dem Hintergrund de« oberen Decks hervor. Mtt donne-nder Stimme rief der General:Unser geliebte« deutsches Baterland, e« lebe hoch!" Begeistert stimmte« alle deutschen Männer. Frauen und Kinder in Meten

I ersten Gruß der hetmkehrenden Helden ein. AI» dt« Afrikaner die Erlaubnis, das Schift zu verlasten. er- I halten hatten, nahmen sie ave. 27 Offiziere, 87 Unter» I offiziere und Mannschaften, 19 Zivilbeamte, 1l>6 Frauen und 91 Kinder, inmitten der sie begrüßenden Lands- leute in d-r Empfangshalle Ausstellung. Der beutl<be Gesandte Dr. Rosen begrüßte die Heimkehrenden, ^-neral v L e t t o w - B o r b e ck gab seiner und oller

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Verlust« nicht ausgeglichen werden können. Allel Werften und Arsenal« der Marin« hatten eine doppelte Ausgabe zu erfüllen: 1. Die Wachschiffe im Mittelmeer !und im Adriatischen Meer sowie die Flottille, die gegen I die U-Boot« Krieg führten. In ihrem fetzigen Zustand zu erhalten. I Die fortwährende Herstellung von Ka­nonen, Material und Munition für die verbündeten Armeen. Der Minister sagte weiter: Der Mangel an Rohstokfen und die Transportschmterigkeifen Ihaben unsere Bemühungen besonder« erschwert. Wir I waren gezwungen vom Bau von Dreadnought« und

U-Booten abzusehen. Die anderen Marinen be­fanden sich in günstigeren Umständen, da ihr« W rften ihr Cchifssbauproa-amm fast vollständig ausführen konnten. Die französi'che Flotte kann nur durch Neue­rungen ihre Kräfte wieder sammeln. Die Lölung. wo- ein Teil seiner Tonnage we<MNom- fchttnt mir di« einzig richtige und

Skbau, 27. Febr. Am 18. Februar wurden an I Vor» »es ans Schweden in Libau angelangten Damp- fersRuneburg" Aktenstücke beschlagnahmt. Rach An­gabe der »orlliufigen lettländischen Regierung fanden sich »»ter den Aktenstücken Aufzeichnungen des ehe- NialiWe« livländischen Landmarschalls Heinrich v. Stryk vor, «9» welchen der Plan einer Verschwörung gegen die jeitoeüige lettländifche Regierung h rvor- gehen soll. Der deutschbaltifche Nattonalausschuß in Libau uudder livländisch: residierende Landrat erklär­ten hierzu, » die Deutschbalten einem solchen Plan DoSstSndjg fernstehrn. Der Gouverneur von. Libau er- liet Strvk einen Haftbefehl.

werden. , |

Das Schicksal der deutschen <ylott«.

London, 27. Febr. Im Oberhause lenkte Lord Islington die Aufmerksamkeit auf Aeitunosberichte. wonach bi« Pariser Konferenz in Betracht zieh«, dog allrdeutscheu Kriegsschiffe, di« sich zur Zeit in- britischen I Gewahrsam in Scapa Flow befänden, versenkt wer­den sollten, undfragte die Regierung, ob die Möglich­keit bestände, daß dieser Plan ausgefiibrt werde. Lo-d Cptton antwortete im Namen der Regierung, der Plan einer Versenkung der deutschen Schiffe werde nur aus-1 gefühtt werden, wenn die Bertteter der in Paris v?r-1 sammelten Völker einstimmig zu dem Schluß kommen I würden, daß diese Entscheidung dieb ste sei, die getrof- len werden könnte. Er könne jedenfalls sagen, daß diese Schiffe in der Zukunft niemals einen Teil ir- genb einer Flotte der Welt bilden und daß sie niemals der Flotte irgend einer Ration hinzu- gefvgt würden. Dies sei die Politik, an die sich die eng­lische Regierung durchaus gebunden fühle. Wenn diese Schiffe in Zukunst nicht mehr als Kriegsschiffe go-| braucht würden, so Miete n nur bret Möglichkeiten über sie zu verfügen: 1. sie könnten versenkt werben, 2. sie könnten ahmontiert werden und 3. sie könnten znm öffentlichen Verkauf gestellt werden und an den Hochst- bietenden unter gewisfn Bedingungen für toten zu­künftigen Gebrauch versteigett werden. Es fti nichts weiter als eine wirtschaftliche Frage, ob es sich be^rhlt malhen würde, die Schiffe abzubrechen und das in ihnen nthaltene Material für andere Zwecke zu gebrauchen. Die Bestimmung darüber liege allein bei der Friedens- konterenz. Fraitkreich verlangt, wie auch aus folgen­der "Meldung hervorgeht, einen Teil der deutschen Flotte für sich. England stimmt dem also nicht zu.

Pari«, 27. Febr. (Havas.) Der Marineminister sprach gestern in der Kammer über den Stand der fran- zöpsche» Seestreitttäfte, Bi« jetzt hätte« bie erlitten«

ütt Wrillt MeksWch.

München, 27. Febr. Die heutige Sitzung dos Kongresses der Arbeiter-, Soldaten- und Bauern-Räl« beriet bie Verfassung des freien Volksstaate- Bayern. Hierzu lagen folgende Richtlinien des Zentralratcs vor: Es wird der Oeffentlichkeit mitgeteilt, daß der Land­tag aus Gründen seiner eigenen Sicherheit in 9hr5e* tracht der Vokksstimmunq vertagt bleiben soll. Der rilsammengetretene Landes-Arbeiter-, Soldaten- und Bauernrat soll den UntertitelProvisorischer Ratw- nalrat" erhalten. Der Rätekongreß ist bis jum > sammentritt einer neuen einzichernfenden Körperschast Träger der ihm von dem arbeitenden Volk übertrage­nen höchsten Gewalt. Er bildet einen AktionsausschuS und dieser hnebtrum den Zentralrat. Ein anderer Antrag sordett unter Beibehaltung der im Amte ver­bliebenen Minister die Bildung eines sozialistischen Ministeriums und die Angliederung eines Landwirte schaftsministeriums aus Kreisen des Bauernbunde-. In der Aussprache forderte Bauernrat Gandorser de« Abbau der Lebensmittelpreise und Höchstpreise für täglich« Bedarfsartikel. Als Generalredner der Mehr- heitssozialisten trat Löwenfeld für den weiteren Ausbau deS Rätesystems ein, sprach sich dagegen entschieden gegen die Rätediktatur aus. LS fei zwei,ello- Diktatur, wenn die kleinst« Grupp« mit dem robustesten Schädel und dem größ­ten Maul die Massen beherrsche. Die Arbeitslosen hätten nicht allein das Recht, sich als das Proletariat und Volk zu betrachten. Es käme daraus an, was ba­ll anze Land beschließe. Der Rätegedanke mae» I schiere und lasse sich von keiner Macht der Welt auf­halten.

In der Nachmittags fitzung sprach Sowatenrat Dr. Levien als Notreferent zu den Verfassung-srageu. Er sagte u.«.: Wir müssen jetzt alles tun, unseren Sozialismus zu verteidigen. Jetzt haben Sw dr« «Wacht in »er Haute. Ws ist bie Macht, btt EuD

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auimfltt. 1. Ssmmel-lln,. 30 4.x »/,/. Äneg«iul*l. Rekle eite 1 X. «Der | Rabatt «fit al« Barrabatt. Sei Auskunft b die te|<t5t:«*t. u. Sem.ttluno ber Ingebete 26 4. feenbeigrbibr. Peftfcheckkento: Rr. 6C1I Amt Franks, a. M.

Seil in, 27. Febr. Das barbarische Ber- halten »er Bolen in den von ihnen besetzten Ge­bieten erhellt immer wieder aus bekannt werden­den Einzelheiten. Am 7. Februar, während des Gefechts bei Grünthal ermordeten die Polen eine deutsche Krankenpflegerin, die sich nm einen deutschen Verwundeten bemühte, Sogen ste aus und verstümmelten sie auf? Gräßlichste. Ebenso ermordeten und verstümmelten sie entsetzlich einen schwervermundete« beulten Soldaten, den sie in einem Haus in Grünthal fanden. Ein entflohener deutscher Soldat sagte eidlich:Ich lag mit anderen Truppen In Grün- bet Srmberg und ro.tr auf Feldwache unter­gebracht. Die Polen überrumpelten uns. Wir verteidigten uns im Hause. Als polnische Hand­granaten aber schon in das Haus flogen, gaben wir »en Kampf auf. Drei meiner Kameraden ver­steckt <- 'ck im Keller, ich in der Bodensinbe. Bald daro _ hörte ich die Kameraden schreien. Ich hoffte immer noch auf Hilfe. Als diese aber ans- i Ute», ging ich nach unten und sah dort meine Kameraden blutüberströmt nackend da- stehen. Als die Polen mich sahen, fingen sie an, mich «mch « u s z u z i e h e n und sagten, es würde mir ebenso geben. Einer meiner Kameraden bat 1 um etwas Wasser, da er sehr schwach war. Ein Pole entgegenete, er solle gleich Wasier haben und stach ihn mit dem Bajonett. Gleich darauf e r - stachen bie Polen die beiden anderen Kame­raden ebenso. Ich konnte durch List entkommen."

Neber »i« Ermordung der deutschen Kranken- kchwester werden protokollarische Aussagen eines Gefreiten vom Grenzschutzbataillon mitgeteilt, wort« e» heißt:Während des Gefechts bei Grün­thal bediente ich mit dem nach dem Gefecht gefal­len« Matrosen Gebrich ein schweres Maschinen- Mwelft. Etwa in der 10. Stunde vormittags rte: vir Matrose Gebrich zu:Sieh mal, da fällt eine Schwester k" Ich sah mittels Fernstecher die Schwester, die offenbar mit dem Verbinden eines perwrmdeien deutschen Soldaten beschäftigt ge­wesen war, ausgestreckt am Boden liegen. Als sich die Polen mehr näherten, rief mir der Matrose plötzlich zu:Jetzt haben sie von uns eine Schwester, ziehen sie vollständig aus und schneiden ihr die Brüste ab." Ich konnte durch den FernstcchLr feststellen, »atz die Schwester nackend am Boden lag an» eine große Blutlache sich auf dem Schnee verbreitet«. Die Schwester lag auf dem Rücken, «n» stnks und rechts von ihrem Lberkörver lief

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Haag, 27. Febr. Der Kriegsminister erklärte in der Zweiten Kammer, er halte den Augenblick für eine Verminderung der Rüstungen noch mcht für ge­kommen. Tie Entwickelung der Verhättnisse nack Friedensschluß müsse abaewartet werden. Abrüstungen seien augenblicklich gefährlich. Holland müsse sein Heer gegen jeden Versuch, Landesteile loszureißen, bereithalten. Maßregeln seien getrosten worden,^ um eine etwaige zweite Mobilmachung zu beschleunrgen. Die teilweise Demobilmachung wolle noch nrcht de- sagen, daß Holland sich Limburg und Zeelandrsch- Flandern ohne weiteres wegnehmen lasse.

Amsterdam, 27. Febr. Rach demAllgemeen Handelsblad" meldetDaily Telegraph" aus Patts, eS verlaute, daß Belgien vorschlagen wolle, Holland für seine Gebietsabtretungen mit einem Stück von O st - frieSland mit der Stadt Emden ,u entschä- Ibigen. Man glaube, daß England diesen Vorschlag ^«Ltersrützen werde.

tu, Oberhess'icke Zeitung" ftitfceint sechsmal «Schentlich. Der M'«'. '» s t'x'm-

J12. VU ohne Bestellgeld) - «erlag Dr. C Httzerattz. Markt 21/». * Fernsprecher 55.

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Basel, 26. Febr.DallN Tele-'ravb^ m:st>et ans PattS: Pichon erklärte im Karuueransschuß, die Vorverhandlungen Über den Fciedeusschlnß seien i n Frage gestellt, wenn das russische Rätesystem in Deutschland siegen würde. t ,

Berlin, 27. Febr. In der Sitzung der Was- cknstillstandskommission in Spoa vom 26. Februar übergab General v. Hamm er stein General Ru- baut eine Rote, in der bi« französisch« ^tegrerung --rsucht wird, ihrer Gesandtschaft in Budavest die De-1 keiligung am Ankauf und Abtransport des in Ungarn verbliebenen Heeresaeräts der Heeresgruppe Macken­sen zu verbieten. Rudant wußte von einem Verkaul nichts und bezweifelte, daß die verbündeten Regierun­gen Deutschlands Besitzrecht an diesen Wasicn aner­kennen würden. General v. Hammerstern sprach die Bitte ans, die in Temesvar, Semlin, Aeram und Del- erad befindlichen 200 Offiziere und 4000 Mann ine sich in überaus trauriger Lag« befinden, in deutschen Eisenbahnzügen heimruschafsen. Die französische Stern- misiion teilte mit, daß die Nachricht von ber Stete- tung von Kohle au? dem Saargebiet an Italien nicht den Tatsachen entspreche.

Berlin, 27. Febr. Di« durch die Besetzung Elsaß-Lothringens b-rbeigefübrten Mißstände macken sich immer empfindlicher bemerkbar. Die itnicken Klagen der Betroffenen und die Gesuche um Abhilfe veranlaßt.» die deutsch« 8. . fenstil si-ndskommlsttlm eine umfangreiche Denkschrift ber Entente zu

Berlin, 27. Febr. Um eine schnelle und be- friebiynbe Lösung aller Fragen, die durch die im Osten feftgeleflie Demarkationslinie entstehen, herbeizuleiten, ist eiw« Kommission für die die Innehaltung der De- marllttionslmie gegenüber den Polen betreffenden An­gelegenheiten gebildet worden. Vorsitzender ist Wirft. Gch. Rat Frhr. v.Rechenberg.

Pari», 27. Febr. Di« Kommission für Paten wirb vor »e*t 8. März bie Staatsgrenze gegen »entschbanb bekannt geben.

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Q6<Simbtttg (Lahns, 26. Febr. Die amerikanische Besatzungsbehörde macht bekannt, daß «s sSmtttchen I männlichen Einwohnern des besetzten GebreteS ver­boten ist, in irgendeinen freiwilligen deutschen Heeres- verband einzutreten. Im nahen^ Goldhausen hat 1 der Ottskommandant angeordnet, daß sämtltche Mist-1 hansin mit Tannenreisern abzudecken sind. 12 ein» I wohner befolgten den Befehl nicht und bekamen wegen Ungehorsam 14 Tage Hast, außerdem 200 Mark sileldstrafe. In- Montabaur fand am 22. Femmar, am Tage des Geburtstages Washingtons, eine große Jarabe der amerikanischen Truppen in 5Trttüei eng eit I des Generals Pershing und Marschall ^och statt. I Nach der Parade wurden die Kinder gespeist und erhiel­ten Schokolade und Süßigkeiten.

Samberg, 26. Febr. Der Ortskommandant I LefLbre ließ einige Einwohner, die ihre Straße nicht sauber genug gereinigt hatten, mit 500 Mark Geldstra:e büßen, außerdem mußten sie einen Tag Maschinen-1 teile putzen.

Erneuter Rat zur Teilung Deutschland».

Bern, 27. Febr. DieGazette be Lausann«" er teilt ben Westmächten erneut den Rat. angesichts ber gegenwärtigen Lag« in Bayern den psychologstchen Augenblick zu erfassen und dem preußischen Rorbdeutsch- [anb ein großes Sübdeutschlanb, bas auch Deutsch-Oesterreich umfassen würbe, entgegenzustellen. Nur hierburch könne ein dauernder Friede gesichert

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Paris, 27. Febr. fHavaS.) Iamosora Ysbihawa übergab gestern dem Präsidenten PoinearS einen von Japan angebotenen Ehrendegen. Der Präsident sprach seinen Dank ans.

H a a g. 27. Febr. Frankreich sieht sich gezwungen tut Bezahlung seiner Kriegskosten eine Kapital­ste u er, bie fünfzig Milliarden einbringen soll, aus- zusckreiben. , .

Berlin. 27. Febr. DerVorwärts" meldet, tu Paris seien bolschewistische Strömungen von bedeu­tender Stärke zu bemerken. Unter den Arbestern werde lebhaft ein Kommunismus nach russischem Vor­bild gepredigt. Die Regierung habe eine durchgreifende Gegenaktion anaeorbnet Eine Aniahl von Hans- luchungen und Verhaftongen sei bereits erfolgt. Für die Leitung ber antibolschewistischen Maßregeln fr ber bekannte Militär-Staatsanwalt Kapitän Bouchar- don ausersehen.

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Bern. 27. Febr. . DieNeue Zürcher Ztg." zu ben vom 10. bis 22. Februar in Bern zwischm t-ctern Deutsch-Böhmens und der Westmächte stattge-j funbeiren Verhandlungen über bie Zukunft Deutsch- Böhmens mit: Die amerikanische Delegation auf ver Wirtschaflskonferenz stellte nach Anhörung der deutsch- böhmischen Kommission ben Antrag, daß bie Zuteilung Tteutsch-Böbmens an ben tschecho-slswakischen Staat so­lange in der Schweb« bleibe, bi« eine Volksabstim­mung stattgefunben habe. Die amerikanisch.- Delegation setzte sick energisch bafüt ein, daß bie Abstimmung in Deutsch-Böhmen durch keine P-opaganda werder von llckech'scher noch von deutscher Seite beeinflußt werde. Sie b anttagte zu diesem Zweck, daß da« gesamte Ge­biet von Deutsch-Böhmen vom Böhmer Wald bi« Tropuau von amerikanischen und eng­lischen Truppen besetzt werd«. Dieser ameri­kanische Vorschlag wurde von englischer Seite unrer- I stutzt und schließlich nach einigem Zögern von Frank-

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