MWd.
Dir deutschen Staats- und Böllerrechtslehrer (von
als Privatpersi Staat ein Asyl
b« Deuutznng besten Saatgutes and richtige Düngung viel mit In der Hauptsache gelte es, immer ncch mehr Karroffeln jtt bauen, denn fit könnten auf die mannigfachste Welse benutzt werden. In den Kriegsjahrcn habe man so recht den Segen des Karteffelbaues kennen
sachlich ein Teil der deutschen Flotte versenkt werden soll. Leygues erklärte, Frankreich erhebe Anspruch auf einen Teil der in England internierten Kriegsschiffe. Wie „Journal" erfährt, wird Frankreich fest auf seinem Standpunkt beharren und sein Recht zur Geltung bringen.
Das Urteil der Amerikaner.
Bern, 23. Fcbr. Dem „Verl. Tagebl." zufolge veröffentlicht der amerikanische Journalist Pulitzer im „New York World" einen auffehenerregen Aufsatz, in dem er mitteilt, daß die amerikanische Be, satzungsarmee in Deutschland das deutsche Volk sehr sympathisch findet, das französische Volk jedoch im Vergleiche mtt den Deutschen wenig günstig beurteilt
kein Beginn der Berhandlnnge».
Berlin, 24. Febr. Nach Meldung der 'Äaf- fenftillstandskommisfion konnten die Verhandlungen über das Lebensmittel-, bas Schiffahrtsund bas Finanzabkommen in Spaa, beten Beginn ffit heute angesetzt worden war, nicht beginnen, da die Verbündeten in letzter Stunde mitteilten, daß ihre Vorarbeiten noch nicht abgeschlossen seien. An eine Aufnahme der Verhandlungen »st dem 4. März sei nicht zu denke».
Deutsche Staats- und vökkerrechtsl-hrer gegen die Auslieferung des Kaiser«.
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lschecho-slo^schsn Ganzen erforderlichen Arbeiten, Peuiungsrom
™ bl°K Schutzmaßnahmen, die durch die wirtschaft. Freiwillige abzuhakten sind lrche Notwendigkeit geboten seien. An ein lieber-' ’ - ■ - -
ich reiten der Grenze durch die ffchecho-slowakischen Truppen werde n i ch t gedacht.
Troppau, 23. Febr. In Freudenchal fand heute ein von etwa 4000 Pertennen besuchter Volks tag des deutschen VolksrateS für Westschlesien statt. Wäh. rend der Rede des Sozialdemokraten Scharbwell er» schien eine tschechische Militärparwuille und forderte die Auflösung der Versammlung, was man ablehnte. Trotz des Protestes deS Bürgermeisters räumten die Tschechen mit dem Bajonett den Saal, woraus die Teilnehmer der Versammlung sich auf dem Hauptplatz versammelten, wo neuechings Ansprachen gehalten tour- den. Plötzlich erschien auf dem Hauptplatze eine größere tschechische Truppenabteilung und feuerte in die bereits im Auseinandergehen begriffene Menge. Lin Arbeiter wurde schwer verletzt
Saatgut nicht tmstand» leien, bte Lecker wie im treib gen Jahre ordnu»g->!nLßig zu bestellen. Sie befürchten einen gewaltigen Rückgang bei Erträge, weil *-• an allem fehtt, und die Regierung nichts unternimmt, um der Rot zu steuern. Durch vte Erwerbslojensürsorg« soll di« Regierung die Landflucht in der oerhöngnlsvo listen Weise gefördert ha-en, durch die Aufhebung der Gefindeorlinung find im Herbst Ausstände auf de« Lande zu gewärtigen. Durch die neuen Wahlen zu den Eemeinbeverrtrtungen geht die Leitung in den Gemeinden an vielen Stellen in di« Hände der Landarbeiter über. Recht dunkel scheu die Bauer» in die Zukunft.
geführt, so wurden die Folgen für Deutschland geradezu verhängnisvoll sein. Der deutsche Außenhandel würde vollständig in feindliche Abhängigkeit geraten, das deutsche Echiffahrts- gewerbe und damit zugleich viele andere Gewerbe arbeit«, und brotlos gemacht Die einst so blühenden deutschen Hansastädte müßten veröden. Durch die Erdrosselung unserer Seeschifffahrt würde der Zusammenbruch unserer gesamten Eisenindustrie unabwendbar und Arbeitslosigkeit von vielen Hunderttausenden, ja Millionen von Arbeitern die notwendige Folge sein. Durch Ablieferung unserer gesamten Handelsflotte würden wir uns foyar der Möglichkeit begeben, unsere Kriegsgefangenen in Japan und der Türkei in absehbarer Zeit in die Heimat zurückzuholen. Die deutsche Handelsflagge würde für viele Jahre vom Weltmeere verschwinden. Die „Freiheit" der Meere würde damit ganz im Sinne der MestmLchte gesichert sein. Die angelsächflschen Länder würben geradezu ein Monopol für den Seetransport erlangen.
Epartakistische Wahlverhiuderung In Düsseldorf.
Düsseldorf, 24. Febr. Die Stadtverordnetenwahlen wurden durch bewaffnetesEin- schreiten von Spartakisten gestört. Bereits am Samstag abend verlangten bewaffnete Männer von einigen Wahlvorstehern die Herausgabe bet Wählerlisten. In den betreffenden Bezirken konnte deshalb nicht mit der Wahl begonnen werden. Gestern abend erschienen mit Gewehren und Handgranaten bewaffnete Spartakisten in den meisten Wahllokalen der Stadt und der Vororte, bemächffgten sich gewaltsam der Wahlurnen und Wahllisten, verbrannten sie auf der Straße oder warfen sie in den Rhein. In mehreren Fällen kam es zu lebhaften Schießereien, wobei ein Ingenieur durch Lungenschuß schwer verletzt wurde. Da die Erstürmung der Wahllokale in allen Stadtteilen fast zu gleicher Zeit losging, muß angenommen werden, baß es sich hierbei um einen vorher festgelegten Plan bet jetzigen Machthaber handelt.
Isei-Gisselbcrg, hielt Herr Landwittfchaftssck«k-DIrek- tor Schlicht einen über el »stündigen Vortrag übe- -Neues beim Kar.tosfelbau". Er wies e-n- leitend auf die Schwere der Zeit und auch darauf daß durch die Streiks und v- "«unlust heiter Kreise die Erzeugung der notwendigen
[febr in Frage gestellt werden könnte. Durch den Mangel an Kohlen stö«-^ viele Fabriken und Betriebe. welche die «----ade fetzt-»ach der «mmutzmq, der landwrrtschaftl^" Bodenftichen so dringend notwendigen kü«'!"lchrn Düngemittel e-zeugten, still. In et«
Mit denen ins SMhrisMsmeo.
Berlin, 23. Febr. Der Verein Deutscher Eisen- und Stahl-Industriellen hat an die Nationalversammlung und an sämtliche Reichs- minifter einen Protest gegen die bevorstehende Ratifizierung des Cchiffahrts- und Lebensmittel- abkommens gerichtet. Welcher Wert dieser Abmachung beizumeffen fei, gehe deutlich aus den nachträglichen Veröffentlichungen der Waffenstill- ftandskommisston hervor, wonach der „Vertrag" den Gegnern keinerlei bindende Verpflichtung auferlegt, so daß die Lieferung von Lebensmitteln für uns höchst ungewiß ist. Aeberdies seien die in Aussicht gestellten Mengen so winzig, daß sie den Abschluß eines so ungeheuerlichen Vertrages nicht im entferntesten rechtfertigen könnten. Es liege nahe, und die neuen Verschärfungen bestärkten diese Annahme, daß die Verbündeten die Frage der Auslieferung der deutschen Flotte den Friedensverhandlungen vorweg nehmen und den Friedenskongreß vor eine vollendete Tatsache stellen möchten. Werde das Abkommen aus-
* gelernt. In feinen weiteren Ausführungen gab der ' Redner beherzigenswerte Ratschläge, rote sich durch fach, 1 gemäße Düngung mit Stallmist unter Zuhilfenahme : vgn Kunstdiiagemitteln die Kartoffelertrsge steigern - lassen. Bei dem Saatgut muffe ebenfalls ausgepa^- werben, daß man nur ertragreiche Sorten, die sich d- - Bodenverhältnissen an pass en und nicht aurreartet sci-.n, anbaue. Man falle nur anerkanntes Saatgut benutze» und es liege der Gedanke nabe, ob sich nicht hier eine Saatgut-Senossenschaft ins Leben rufen lasse, die d-n Kommunalverband beliefere. Die Saatkartofseln mtig» ten mindestens £0 Gramm roitgta; zerschnittene und kleine Knollen hatten bei allen Versuch-u Heime Erträge gegeben. Der Redner schloß feine Ausführungen mit dem Hinweis, daß jeder Landwirt bemüht j..u möchte, feine Erträgnisse \» viel wie möglich zu steigern, damit wir möglichst unabhängig von dem Bezug von Lebensmitteln au» dem feindlichen Ausland würden. An die beifällig aufgcnommenen Ausführungen schloß fich eine rege Aussprache, in der eine ganze Reihe Rad- ner ihre Erfahrungen zum Ausdruck brachten Ea wurde n. a. ausgeführt, daß die Vorschläge, die Air. bauflachen zu vermehren, gut gemeint seien! Wenn di« Arbeiter jedoch fehlten oder die meisten Leute fich bk Finger nicht mehr schmutzig machen wollten, roiitbt nichts daraus werden, denn groß« Kattosfelflächeu er. forderten auch größere Arbeitsleistungen. Auch die Be» schaffting von Saatgut begegne besonders unter den jetzigen in» Deutschland herrschenden Verhältnissen den größten Schwierigkeiten. Man besprach auch die Do- kämpsung der verschiedenen Kartofsclkrankheiten auf die bei der Anzucht von Saatgut da» größte Ec-.vicht gelegt werden müsse. Ein Antrag, bei der Regierung dieserhalb und wegen Deschaffting der nötigen Tiinge- mittel vorstellig zu werden, sand Annahme. Wenn in dieser Hinficht die nötige Unterstützung ausbleibe, müß. ten die Landwirte jede Verantwortung ablehnen. £a"> rat v. Loewenstein meinte, daß es mit dem Kali eine Schwierigkeiten haben würde, schon wegen bei Verpflichtung» dem Ausland gegenüber. Die Dem
stellt das Minlsterlrnck für LandeSberteldlgung fest, daß alle derartigen Nachrichten jeder Grundlage entbehren. -
neuer Aufstand gegen die Eowjettegrerung ausgebrochen ist. Die Sozialrevolutionäre wollten die gesamte Regierung Lenins während einer Sitzung im Kreml gefangen nehmen. Sie erhielten mit Hilfe falscher Papiere und durch Verrat des Kommandanten Einlaß. Der Aufstand scheint jedoch durch außerordentliche Maßregeln der Bok- schewistenbehörde» unterdrückt zu fein. 50 Angehörige der Sozialrevolutionäre wurden verhaftet, darunter Frau Spiridonowa.
Helsingsors. 24.Febr. (Harms.) Ter Schriftsteller Damlewffi ist in Petersburg der hungert.
Ak IfMräMen.
Prack, 23. gebt, Gegenüber den Meldungen ausländischer Flitter über einen beabsichtigten Einzall ffchecho-flowakisch« Truppe« in das Elatzer Lebtet
Parts, 24. Febr. DaS französische Torpedoboot JpnflamHte” brachte am 19. Februar im Baltischen Meer zwei deutsche, ohne Ermächtigung fahrende Dampfer auf, mit denen eS in den Kieker Hafen ein- fuhr. Die Deutschen schlossen darauf die BrunSbütteler Schleuse unter hem Vorwand, daß es fich nm eine an. gesetzliche Aufbringung handele. Der Kommandant des Torpedobootes beharrte auf feinem Recht, verließ den Kanal und begab sich mit seinen Prisen nach Dünkirchen.
lOtqett ru>‘l‘,luA'‘ -vun»riuln« erzeugten, |iiu. x$n er. lfro^flu^nrem.rn sicr Lin'c Reite es, Brotsrüchte und Kartoffeln zu tauen;
m “ Jr k ' H«"^r entney- kje Viehzucht wieder aus den alten Stand zu bringen,
bcn Sa“ejn btefe»» Frühjahr t-otz Lütl>o lange dauern und auch gar nicht so leicht jein, rote i? nMtfi,tn~Uk m 5 ®» l5m“!<6en Um «ehr Brot »nd Kartoffeln heraus,-uroitt^aften, bestellen. Sie find ge- L^ien die Anbauflächen durch Inansptuchnabme der n ® l'I". ^"hiland, brach ^dländereien vergrößert werden. Fetner spreche auch
liegen zu lasten. Ucberetnstimmend teilen uns Bauern,' - '• - ■ ■ - - 1
Gemeindevorsteher und Gutsbesitzer mit. daß sie infolge des großen Mangels an Dünger, Thomasmehl, Kali, Stickstoff, an Kohlen, an brauchbaren Arbeitskräften infolge Abwanderung der Arbeiter Arbeiterinnen nach den Großstädten, Fortgang *t russischen uttb anderer Gefangenen, Urk»«t»sunlust der heimischen Arbeiter tmb dann tnftffge Mangels an
Ein neu«, Aufstand aeaen di« Bsllcktewitten < ,!? deutschen Staats- und BSllrrrechtslehrer (von
« « \ ® T Z der Universität Marburg Pros. Bredi unb Prof.
^ll<c<t?Äin' 24- ®e^r‘ wird ISchücking) veröffentli«tot eine Erlläruiig, in der sie
aus Hekfingfors gemeldet, daß nach einem amt- ----v' ■ ■ - y--
lichen bolschewistischen Bericht in Moskau ein
SMtzk Weilngn.
Berlin, 24. Febr. Dte Nachricht, daß der Direktor der Hamkmrg-Amerika-Linie, v.Holtzenborff, znm Oberhofmeißer des Reichspräsidenten Lbert ernannt tvorden sei, trifft, wie bte „P. P. R." melden, nicht zu.
B e r l i n, 24. Febr. Lei der Nationalversammlung tff folgende Interpellation des Sbg. Arnstadt und Genossen eingegangen: „Wider Recht und Gesetz haben Einzelstaaten tote Sachsen, Hamburg und Braunschweig Eingriffe in den Religionsunterricht vorgenommen oder für das neue zu Ostern beginnende Schuljahr vorgesehen. Denkt dte RrichSleitung zu solchen Eingriffen der Einzelstaate» in die Verwaltung des zu Recht bestehenden Schulgesetzes Stellung zu nehmen?" — Tie ReichSregierung wird morgen trHären, daß sie innerhalb der vorgeschriebenen Frist bereit ist, die Interpellation zu beantworten. — Siehe Parlamentsbericht.
Berlin, 24. Febr. Von zuständiger Seite wird müße teilt, daß die Prüfungen zum Nachweis der wis- senschaftlichen Befähigung für den Einjährig-
I Weimar, 24. Febr. Ministerpräsident Schote« I wann erklärte dem Berichterstatter des „Berl. Tagebl.» i daß von irgend einer Krise innerhalb des Kabinettl keine Rede sein könnte. 1
. H nover, 24. Febr I» einigen Forstbezirle, tn der Lüneburger Herde sind neuerdings Offizier« lauf eigenen Wunsch als Waldarbeiter angestellt worden. Sie erhalten freie Kost und Wohnung und für den Tag 6 Mark Lohn. Sie arbeiten hauptsächlich bet den Durchforstungen. B
® 23; Febr. Das städtische Gaswerk
I ^nn»- falls nicht »och Kohlen eintreffen, am Montag den Betrieb emstellen. 8
I BreSlau, 24. Febr. Korvettenkapitän Graf
Dohna, der Kommandant der „Möwe", ruft auf zur Bildung eines Freikorps Dohna für den Grenzschutz
I Oft. Abzeichen: Fliegende Möwe am Kragen. Mete
I düng tn Saga», Artilleriekaserne.
L KuktbuS, 24. Febr. Die RegierungStnippei, haben, nachdem sie, ohne auf Widerstand zu stoßen, ihre militärische Aufgabe durchgeführt haben, heute dft Stadt wieder verlaffen.
Budapest, 84. Febr. Bisher find inSgesa-nt Tü Komnrumsten wegen Aufruhrs verhaftet worden. Beim Verhör gaben sie an, daß sie mit rusfischein Gt td e gearbeitet und monatlich 300000 Kronen auS» gegeben hätten.
Warschau, 24. Febr ltzavaS.) In Warschau »nd ut ganz Polen, namentlich tn den östlichen Gebieten, greift der ThphuS immer weiter um sich.
London, 24. Febr. (Reuter) Newyorker Zci- tnngen zufolge find Sonntag 14 (Spanier im Zusammenhang mit den angeblich gegen Wilson geplanten Anschlag verhaftet worden.
Höchst (Main), 24. Febr. Die französische Besatzung der Stadt Höchst wird ht den nächsten Tagen um weitere 4000 Mann verstärft, angeblich wegen drohender spartakistischer Umtriebe.
Limburg, 24. Febr. Im nahen Goldhausen mußten kürzlich 50 Männer »nd junge Burschen eint Nacht in einer kalten verschlossene» Scheune sitzen, da sie dem Befehl des amerikanischen Kommandanten in Montabaur, die Straße» sorgfältig zu reinigen, nicht Folge geleistet hatten. Am andern Morgen mußte außerdem noch jeher Gefangene vor seiner Entlasfttng 60 Mark Strafe zahlen. — Eine Frau in Steinefrenz, die zu verbotener Zeit telephoniert hatte, bezahlte ihren Ungehorsam mit 500 Mark Geldstrafe.
Die Frledensbedlngunge«.
Pari«, 24. Febr. Picho» erklärte auswär- ttgen Zonrnalisten- zur Frag« der Entschädigung, nach seiner Bnficyr fei in dem Abkommen zwischen den Verbündeten da« Wesentlichste, daß die Entschädigung in natura und bar von Deutschland zu verlangen fei. Die Verteilung unter den Verbündeten werde sich dann glatt abwickeln. Einige österreichisch« Staaten, so die Tschechen, Übernehmen einen Teil der österreichischen Staats- schuld vor dem Kriege; ander« ehemalig« österreichische Staate« lehnen jede llebernahm« ab. liebet das wahrscheinlich« Datum der Unterzeichnung des Präliminarfrieden« befragt, antwortete Picho», dar Komitee der Konferenz habe alle notwendigen Maßnahmen zur beschleunigten Lösung aller wesentlichen Fragen getroffen. Wilson hab« beim Verlassen Frankreichs die Anficht ausgesprochen, « sei möglich, einen Präliminarfrieden in der ersten Hälft« des Mai und vielleicht schon früher zu unterzeichnen. Der Prä- liminarvertrag werde die allgemeinen Grundsätze enthalten, au« denen die Einzelheiten de« end- gültigen Friedensvertrages abgeleitet werden sollen. Der neue Waffenstillstand enthalt« wahr- scheinlich die endgültigen militärischen Bedingungen. Zur Zeit handle es sich da- rum, den Waffenstillftand mit Deutschland zu erneuern.
Pari«, 23. Febr. (Hava«.) Dem „Petft Aournal" zufolge ist nicht anzunehmen, daß tat-
6nrtota In Mk.
Graubenz, 25. Febr. In Schwetz bei Graubenz versuchten Spartakisten, entlassene Matrosen, zwei ^ffchdrebstahlS vechastete Männer, z» heftete», ^tär eiuschntt, fiele» aus he» Häuser» mehrere Schüsse- Das Militär erwiderte da- Feuer, wobei ei» ILzähriges Mädchen sowie ein älterer Mann er- schofzen tourben. lieber Schwetz wurde der Belagerungszustaub verhängt.
Glei Witz, 26. Febr. Der Vorsitzende Katzemich vom Gleiwitzer Eoldatenrat ist von der Führung der Freiwilligenkompagnie verhaftet worben. Weitere Ver haftuuge» stehen Wege» großer Mißwirtschaft, Betrug, Unterschlagungen ufro. bevor. Auch der frühere Vor- sitzende Tente, jetzt Vorsitzender in Kottewitz, ist an dieser Affäre beteiligt
Hannover, 24. Febr. In der Rächt zum €®nn- tag wurde» bte Schloßwache unb die militärische Poli- wache alarmiert, da zwei Insasse« deS Mikitärarrest Hauses ihre Zellen erbrochen und die Zellen von "üwten 60 Gefangenen geöffnet hatten Diese Gefangene befanden sich bereits auf dem Hofe und versuchten den AuSgaug zu erreiche» unter dem Rufe "Hoch lebe dte Freiheit u»d Spartakus". Wachen umstellte» dar Gebäude u»d überwältigte» die Ausbrecher.
Treiben, 24. Febr. Wegen Eisners Ermor
düng haben Spartakisten in Pirna sämtliche Betriebe Mlgeleg» und alle Offiziere abgesetzt
Di« Auftösnng bei sächsischen Heere«.
"den, 24. Febr. In einer Versammlung von 8^ und S.-Räte-Vertretern au, 20 Garnison- orten Sachsen« würbe befchlosien, alle Offizier« sofort nach ordnung»mäßig«r Uebergeb« ihrer Dienstgeschäft« au» dem Truppendienst auszuschalten. Der Kriegsmini ! er hat bereit» einige Tage vorher verfügt, daß die Verabschiedung aller jüngeren Offiziere sowie aller beseitigen Offiziere, di« erst während der Kriege, Offizier wurden, ferner aller Offizier« a. D. und z j). und de, de- urlaubten Stande, in die Wege zu letten sei. Es ist ferner die Zusicherung gegeben worden, daß bte Auflösung des gesamten alten Heere« restlos erfolgt und auch sofort die Entlafsung de« Jahr- gangs 1899 durchgeführt werde.
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Berlin, 23. Febr. Die Wahlbeteiligung bei den Stadtverordnetenwahlen war durchschnittlich 25 Prozent geringer als bei den Wahlen zur Preußiichen San- desöersmnmluna. Es erhielten die Unabhängigen bisher 260 078^ die Mehrheitssozialisten 249 003, die verbundenen Listen der drei rechtsstehenden Parteien 162 362, die Demokrattsche Partei 113 653 Stimmen. Danach erhalten die Unabhängigen 48 Sitze, die Mehr- heitssozialisten 46, die Demokratische Partei 20, die Deutschnationalen 15, die Deutsche Volkspartei 8 und das Zentrum 7.
H annover, 24. Febr. Nach den gestrigen Ge- meindewahlen der Stadt Hannover verteilen sich die Sitze wie folgt auf die einzelnen Parteien: Mehrheits- soztalisteu 35, Unabhängige 2, Hauswirte und Gewerbetreibende 6, Angestellte 2, Demokratische Partei 8, Deutsch-Hannoversche Partei und Zentrum 20, Gast- Witte 1, Wahlvorschlag Tramm 1 (Eradtdirektor Tramm O.D.), Bürgerbunds.
Bei der Gemeindewahl in Linden wurden 37 Sozialdemokraten, 4 Unabhängige Sozialdemokraten unb 13 Bürgerlich« gewählt.
Duisburg, 24. Febr. Bei beit Stadtverordnetenwahlen erhielten das Zentrum 25^ die Sozialdemokraten 21, die Dentschnattonalen 10, die Deutsche Lotkspartei 7, die Demokratische Partei 6, die kommunistische Partei 4, die Polen 2 Sitze.
MMMkM.
Wien, 25. Febr. Den Abendblättern zufolge wird morgen, nachdem Italien bereits einen von seinen vier Lebensmittelzügen eingestellt und noch weitere Eegenmaßregeln angedroht qat, mit der Ablieferung der von Italien verlangten Lokomotiven und Waggons begonnen, selbstverständlich unter voller Wahrung des von Deutsch-Oesterneich vertretene» Rechtsstandpunktes. 6 _Graz, 23. Febr. (Amtlich.) Bei ben gestrigen Zusammenstößen wurden fünf Personeu getötet «nd I acht meist schwer verletzt. Sin Verletzter ist gestorben.
WHM 116 MhW.
Berlin, 23. Febr. Aus dem Sitzungsbericht der Waffenstillstandskommission in Spaa vom 22. Febr.: ®enerat Rudant teilte ans die deutsche Anftage mit baß der Abtransport der Deutschen aus Haidar Pascha bereit- im Gange sei unb die ersten Schisse Malta ver- Wfen hätten. — Die deutsche Regierung ließ den Gegnern eine Rote überreichen, die dagegen protestiert, baß die feindlichen BesatzungSbebörben bie Ge- meindewahlen im besetzten Gebiet verbiete». General Nndant erklärte hierzu, Marschall Fach habe R» auf einen weiteren Befehl die Abhaltung der Wahlen Verboten, da die Besatzungsbehörden mu den «obigen Gemeindeverwaltungen, die über eine lange Er- jahnxrt£; .rfügen, gut eingearbeitet seien. D» Ser» teeter der deutschen Regierung ersuchte trotzdem Maßnahmen zu treffen, welche bie Durchführung der Ge- Meindewählen im besetzten Gebiet ficherstellen. Er bat Rudant sich in diesem Sinne bet Marschall Fach zu verwenden. Rudant erwiderte, et glaube nicht an eine baldige Aendernng der EntfcheLung de- Marschalls Foch.
Stuttgart, 24. Febr. Der Borstand bei toflrt* tembergischen Fleilchversorgungsst.He, Ministerialrat Schall, ist zur Bearbeitung wirtschaftlicher Fragen zur Waffenstillstandskommission nach Spaa berufen worden.
erjuatng; vewszentiuyen eine Erklärung, in der sie Ifich ßege» die Denkschrift von zwei Professoren der I Parier ^uriftenfabiltät wenden, die zu dem Ergebnis.
kommt, den Kaiser vor ein interuationalcs Gericht zu toten. Die deutschen Rechtslehrer erklären dagegen, daß bte Ausführung dieses Vorschlags etne.i völlig»
[ Bruch der völkerrechtlichen Ordnung bedeuten würbe. Nachdem Kaiser Wilhelm seinem Throne entsagt unb als Privatperson in dem neutralen niederlarischen Slam ein Asyl gefunden habe, solle seine Auslieferung an die Kriegsfeinbe bei der niederländischen Regierung betrieben werden. Das LoS des Kaisers solle als» das des flüchtig gewordenen Berhrechcrs fein, obwohl doch die oberste Voraussetzung völkerrechtlicher Ausliefernrig fehle, eine durch die Gesetze sowohl des ersuchenden als des ersuchten Staates vorgesehene nicht politische Straftat Die Erklärung schließt: Wir weizen mit Entschiedenheit das Unterfangen zurück, das Auslieferungsverfahren, diese wohlbewährte, den Vc-
... ,, , ,, ,dürfnissen strafender Gerechtigkeit bienende Völkerrechte
VWlkmk flache Prozedur, znm Deckmantel rechtloser Aill-
o ,, , * jkur zu machen. Wir erwarten zuversichtlich, baß die
.j“11.“der Deutschen Landwirtschazlsge- ihollmtdische Ration, die einstmals der Welt den un- Zeufchast erklärte Unterstaatssekretär Dr. Ramm vom lsterblichen Hugo Grotius geschentt hat, deren gastliche- ^Pwto«tschaftSmtntflerium: Durch den Rückgang unse i Land heute bie Pflanzstätte ist der auf Ausbau und' res Vtehbestandes ist der natürliche Dünger sehr zurück I Schutz internationalen Rechts gerichteten Bestrebungen, gegangen, hauchen noch die künstlichen Düngemittel. I mcht bte Hand dazu bieten wird, einem Unalücklick'-n In Frtedenszeiten vechtauchten wir 210000 Tonnen k das gewährte Asyl zu kürzen.
reinen «tickstoff heute stehen nur 80000 Tonnen I e
jur Verfügung. An Phosphorsäure steht uns nur ein s
Drtttel (220 000 Tonnen) des Frichensvechrauches! 11816»ereilt
jur Verfügung. Für daS Iaht 1919 werden wir nur s ■ * .
mit einer halben Ernte rechnen können. Aber! Die am eennabenb im Ledererfchcn Saale abgehate. auch 1920 können wir keineswegs auf eine volle | *ene Versammlung des Landroirtschaftlichen Kreisver» Ernte hoffen. Herr d.Lochoto begründete eine Ent-1ei"9 Marburg war sehr zahlreich bejucht Rach Eröff- schlteßung, wonach die Landwirte bie Verantwortung |ttUU8 durch den Vorsitzenden, Herrn Eutrbefitzer Kai. für die drohende Hungersnot ablehnen müssen, 11'* Ä— " -
wenn ihnen nicht genügender Sttckstoff zur Bersügung stände. Eine enffprechende Eingabe soll der Vorstand der Regierung unb der Nationalversammlung unterbreiten. Die Arbeiter, die ben Stillstand unserer Fabriken, die künstliche Stickstoffverbindungen erzeugen, verschulde», hÄxn eS zu verantworten, wenn unser ganzes Volk einer Hungersnot entgegengeht
k, iFreftolllfgenblen ff gemäß ?91 der ^eFrerti renfifien @rcn,en «i-id-rlich-n A-b-ik-n I -jNZericht-t-n P-afungSkommisfj-n-n 8föt einiSBrij