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mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain

Tageszeitung für (das früher kurheffifche) Oüsrheffen

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Gotha, 18. Fchr.

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Polen und Ukrainer.

Wien, 18. Febr. Aus Warschau wird durch ftunfc 'pruch aemeldet: Die interalliierte Kommission betchloß. eine Abordnung nach dem polnisch-uk-ainischen Grenz- gebiet zu entsenden, welche die sofortige E i n st e l - l u n g der sreindseliakeiten zwilchen den polnischen und den ukrainischen Truppen herbeikilbren soll In einem Telegramm an den Truppenkommandanten wurde der Abschluß eines Waffenstillstandes bis zum Eintreffen b-t Abordnung verlangt.

Wteilung des Weimarer Landjägerkorps dir Poft, den

Blchnhol und dat KelLeujjchloL d« Srz d« uuj

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den, »t$ Ibs -um Abschluß des Präliminarfriedens Settimg haben soll. Deutschland werde danach eine "''"ärrwncht von 25000 Mann zur Aufrecht­em g der inneren Ordnung besitzen dürfen. ÄUes Mchegsgerät soll der Kriegsindustrie der Der- biindete« ttnte.r-tcllt werden.

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Di« neue deutsche Flagge.

Weimar, 18. Febr. Der Staatenausschuß beschloß, daß die schwarz-rot-golbrnT Flagg« in Deutschland al» Nationalfarbe eine geführt werden soll.

Schiffe mit Beschlag belegen. Ueber das'weitere Schicksal dieser Schiffe ist noch kein Beschoß gefaßt worden. Im Hinblick aber auf den Völkerbund ist es nun nötig, die deutschen Schiffe unter die Verbündeten zu verteilen. Es steht beinahe fest, daß die deutsche Flotte alsaltesEisenver- kauft wird.

Der Raub der deutschen Kolonie«.

Amsterdam, 17. Febr.Allgemeen Handelsblad" schreibt über den Paragraphen bs Dölkerbundent- wurfs, der die Regelung der Kolonialfragen betrifft: Wir können hierin vorläufig nichts anderes erblicken, als de« mehr oder weniger scheinheiligen Ver­such. die Verteilung der kolonialen Beute unter schönen Losungsworten zu verbergen und Deutschland von je» dem Kolonialbesitz auszuschließen.Rieuws von den Dag" schreibt: Man fragt sich, woraus denn ersichtlich lich ist, daß Deutschland In seinen Kolonien es so viel bunter trieb als andere Mächte, di« überseeischen Besitz haben. Treten etwa di« Portugiesen in ihren Kolonien menschenfreundlicher auf?

Unabhängigen bestehenden Regierung. Der Grund M der Maßnahme ist anscheinend die Weigerung des hieft gen Regiments, in seine Versetzung nach Coburg p willigen. Die Kasernen wurden teilweise mit Regt» rungstruppen belegt. Die Fabriken und das ölt> irizitätSwerk streiken.

M Die Diviston Eerstenberg.

Hamburg, 18. Febr. Gestern fanden in Cup- Haven Verhandlungen mit dem dort eingetrofsenen Adjutanten der Division Gerstenberg, Hauptmann Dannert, statt, der im Auftrag, der Reichsregierung die von dieser gewünschten Sicherheitsmaßnahmen ftst- stellen soll. Dem Vernehmen nach ist man zu einem völligen Uebereinkommen gelangt, das aber noch der Bestätigung durch die Reichsregierung bedarf. Es wrrtz infolgedessen aus einen weiteren Vormarsch b r Drvb ston Gerstenberg gegen Luxbaven verzichtet werden.

Hindenburg gegen Scheid«mann» Angriff «N Ludendorff.

Weimar, 18. Febr. Wie der Korrespondent W Telegraphen-Union" von zuverlälstger Seit« erfäbr^ hat Generalfeldmarschall v. Hindenburg «in Schrei»«« an d«n Ministerpräsidentrn Scheidemann gerichtet. M dem er Bezug nimmt auf die von Scheid«mann in bet Nationalversammlung gemachten Aeußcrungen bezüg­lich des Gmerals Ludendorff und in dem er dies« Verunglimpfung auf» energischste zurückwrist.

Brief Hindenburgs an Scheidemann ist heute dmch Flugpost in Weimar eingetroffen.

906 Mikl ionen-Steueroorlag« in Preußen.

Verl in. 17. Febr. Im preußischen Finanzmini» sterium find Steuervorlagen fertiggestellt, di« nach zu» verlässigem Vernehmen bereit« im März der preußi, ichen Landesversammlung zugeben sollen. 6t« bringe« bi« bisher höchste Steuersollsumm« von 900 Million«« Mark.

n>-f nor^elegt we

Marburq

Mittwoch, 19 Februar

Die Wahlen in MlWtrrti®.

Wien. 18. Febr. Da» endgültige amtlich» Ergebnis der Wahlen liegt noch nicht vor, doch wird in unterrichteten Kreisen nach den bisherige« Meldungen folgende» Gesamtergebnis erwartet: 75 Sozialdemokraten. 63 Christlich Saziale, 22 Deutsch-Freiheitliche. 1 Tscheche. 1 Iüd.-Rationaler, Die Sozialdemokraten feierten ihre Wahl« erfolge durch Umzüge und Siegesfeiern in verschie» denen Bezirken Wien». Dabei wurde auch der Forderung Ausdruck verliehen, daß die Sozial« demokraten nunmehr in dem neu zu wählende« Wiener Gemeinderat und dem niederösterreichischen Landtage den führenden Platz einnehmen müßte und daß ihnen insbesondere die Stelle des Bür« germeisters gebührt.

t» vmk im MM» MMtttM.

Berlin. 18. Febr. Die Lage im Ruhrkoblen- Tbier hat sich wesentlich gebessert. Die Nachrichten Iber das Zurückschlagen der Reaienmgstrnvven be- stätigt sich nicht, im Gegenteil sind die Reg-erungs- trnppen fast überall im F 0 r t s ch r e i t e n. Es ist da­mit zu rechnen, daß in absehbarer Zeit im Ruhrrevier überall wieder Ruhe eintreten wird.

Bochum, 18. fttbr. Auf den meisten Zechen deS Bochumer Bezirks sind heute früh die Belegschaften nicht eingefahren. Die Mehrzahl der Bergleute isi allerdings gegen den Streik, doch beugen sie sich dem Terrorismus der Spartakisten. Allerorts begeg­net man dem Verlangen nach Eintreffen von Regie- rungstruppen. Als ein Trupp bewaffneter Bergleute auf den Anruf einer Sicherheitswache nicht halt machte, wurde Feuer gegeben. Ein Bergmann wurde verwundet.

E > > e n (Rührt, 18. Febr. Ueber den Umfang des Ausstandes im Ruhrrevier liegen noch keine zuver­lässigen Angaben öor; da die Telephonanlagen der Zechen zum Teil von Spartakisten besetzt sind. Es 'eigt sich auch jetzt wieder, daß der größte Teil der Ausständigen sich durch Zwang an der Arbeits­niederlegung beteiligt hat, da die Bergleute mit Ge­walt am Einfahren gehindert werden. Auf einigen Zechen herben sich die Arbeiter mit der Bürgecwehr zu­sammengeschlossen, um fremde Elemente von der Zeche frrnzuhaltcn.

Auf der Zeche Brasse ließ sich der größte Teil der Belegschaft durch eine kleine Gruppe einschüchtern und fuhr iusolgessen nicht ein. In einer aus den Zechen­anlagen abgehaltenen Belegschaftsversammlung, in der die Arbeitswilligen lebhaft ihren Unwillen gegen die Streikanstifter ausdrückten, wurde nach langen Ver­handlungen beschlossen, die Arbeit wieder aufzunehmen. Dieser Beschluß wurde jedoch in einer kurz daraus von Spartakusleuten einberufenen Versammlung wieder umgcworfen. Die ganze Belegschaft mußte feiern, obwohl der größte Teil der Leute, insbesondere die MehrheitSsosialistrn und christlichen Gewerkschaftler, gegen die Siresiöewegung ist, die Arbeitswilligleit aber nicht energisch genug ausdrücken konnte. Auf der Zeche Loestende hatte die Belegschaft nach Verhandlun­gen mit dem Direltor der Belegschafisversammlung be­schlossen einzufahren. Einige Mairs se« drohten

ömW Mwi.

Madrid, 18. Febr. (Havas.j Die Lage ÖL Granada verschlimmert sich. Der Belagen,ngsznstwM wurde verhängt. Di« Studenten von Madrid bliebeik' von den Kollegien fern, indem sie gegen die Ereigniss« in Granada protestierten.

London, 17 Febr. Rach einer Reulermeldunq ist bHe Laa« in Petersburg und Moskau schlimmer denn f«.

Kapstadt, 17. Febr. Den nationalistischen Ab­geordneten, die infolge der Weigerung der Bemannung des Handelsschiffes ..Durham Castle" mit ihnen an 'Horb in See zu stehen, nicht absahren konnten, ist angeboren worden, ihre Reise auf einem Kriegsschiff zu machen.

Doch Aurweijung bet Deutschen aus China?

Amsterdam, 18. Febr. Einem hiesigen Blatt« mfolgr meldet di«Times" aus Shau^l)al. daß dir cht» »efifche Regierung jetzt endgültige Sch itte unternahm, ate feir.blirhen Untertanen in die Heimat zurückzufen» den. Es ist jetzt die erste Gruppe der ausgewtefene« Deutf<f>en an Bord zweier Schi sie unter Begleitung eines britischen Kanonenboote» abgefahren. Es roeiBht nur wenige Ausnahmen zugelastrn. Rur Personen über f>0 Jahre, Kranke und Aerzte. deren Dienste von bex niederländischen Konsularbehörden beansprucht roerben, 0üifen bleiben, ebenso Penonen, für die dte verbünd«» tu Gesandten einstehen. Die Kosten bet Heimbeförd» rung werden aus dem Ergebnis des Verkaufs des deut» chen Vefit«e bestritten.

Amsterdam, 18 Febr. Di«Times" meldet «v» Schanghai, daß der gesamte deutsche Besitz t« China t<« schlagnahmt worden ist

Japan und China.

Bern, 18. Febr. Rach demEcho de Pari," ee» Ursachen die chinesi'ckt-japaniichen Beziehungen tn W» jhington Unruhe. Japan drangt daraus, daß Chino für den Fall der Rückerstattung von Tsingtau mit Japan den über di« Schantung-Eifenbahn abgesäKosienen Vertrag ratistziert, der ihm gerotffe wirtschaftliche Voo, teil« in China zusichert, was di« Friedenskonferenz oet einfalt accomplt* stellen rotirbc Chino hat bagege« die Hilfe Amerikas angerufew, um der Gefahr M fc«n»nnMi nonTnrwte nttmnMiA U Btib«

u. Sammei'Unz. L) U 10't, Krtegszuichlaa.

gilt al, Verrebett. Bei Auskunft burrt, vte GeichSttsitelle u. VermitTlunq der Ingtbel« 26 4 Sanbergedühr. Psstfcheckksnt«: Ar. »C16 »mt FrantsuN a. M.

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3c£jteriKtg der Befrfrigungen auf Helgoland. Di« d«»Hchc Flotte als altes Elfen verkauft.

Pari», 17. Febr. Nach Reuter ist so gut wie Rdjcr, daß die endgültigen Friedensbedingungen belrcffs der deutschen Flotte folgende Punkte um- Kffen «»erd«»:

Die Zerstörung aller Forts auf Helgoland und >er Befestigungsanlagen am Kieler Kanal sowie die de» Kanal« für den gewöhnlichen

Verkeh«. Mm« wird Deutschland nur eine Flotte bluffe«, >i« W, Verteidigungszweck« genügt.

Amsterdam, 18. Febr. Einem hiesigen Blatte 51t felgt meldet der Korrespondent der Firnes" ws Paris, man werde von Deutschland Ordern, daß «s an die Verbündeten das gesamte ^riegsgerät ausliefert, das nicht von einem auf *535 Di»istonen herabgesetzten Heer benötigt ^ird. L»r der Ausführung dieser Bestimmung fcjrb die Besetzung Essens und der SR a= *n e a r f e n i'.f - ::rter der einen oder anderen für notw.. . ig erachtet. Deutschland wird ^Seibern fnfort die Schiffe aualiefrrn müßen, die 1" den früheren Wajsenstiv!:a..dsbedinLUNgen Qt- wurde«, aber noch nicht ausgeliefort wor- sind. Die Verbündeten werden darauf die vriedensWrke der detitfchen Flotte indirekt da- rer:;et:er., daß ft« dir internierten deutschen

Sie Mmk.

Berlin, 18. Febr. (Amtlich.) Fm Aufstandsge- btet der Provinz Pofen zeigt sich überall das Bestreben bet Polen, das Aufstandsgebiet zu vergrößern. Der Hauptdrnck richt te sich gegen die Abschnitte Rawitsch LisiaMeseritz Züllichan BrombergRakcl. Die Kämpfe tn den beiden erstgenannten Abschnitten waren für uns erfolgreich. Häufige hartnäckige Angriffs her Polen scheiterten restlos und immer unter schweren Feindverlusten. Oestsich Zülltchou führte ein von un» krn Truppen gegen den südlich Bentschen vorsyringen- denTeil bet feindlichen Linie unternommener Angriff zu einem vollen Erfolg. Di« Ortschaften Vomst, Wor- 'chalpo, Kopnttz, llnrubstadt und Gr. Grttzsg wurden micberqeroonnett. Unsere Stellungen wurden erheblich verbessett. Die Einbuße des Feindes ist groß. Im Ab- ichnitt Brombe-gRakel mußt-n wir, dem feindltchen Druck nachgebend unsere Truppen allgometn in bte Retze-Linte zurücknehme». Verstärkungen wurden berangefübrt.

Roch dem am. Februar neuerdings nc-fan<T'rten Wafsenstillsiandsabkommen sivck bte Feindseligkeiten seit bem 17. Februar vormittag« eingestellt.

Bolfchewiki-Front: Dt« Sage im Baltikum ist gefestigt.

die Förderseile zu durchschneiden und die Körbe in den Sumpf zu Wersen. Die Leute konnten infolgedessen nicht «infahren. Die Spartakisten zogen dann von Westende nach der Aktiengesellschaft für Hüttenbetrieb und nach der Maschinenbau-A. G. Stiegler und leg­ten auch dott bie Betriebe still.

Das sogenannte Streikkomitee verbreitete ein Flug- blatt solgenden Wortlauts: Die Regierungstnippen ziehen in das Industriestebiet ein, um die revolutio­nären Errungenschaften zu beseitigen und die Sozia­lisierung des Bergbaues zu verhindern. Auf zum Generalstreik! Die Arbeit muß ruhen bis Noskes Bl'.tthunde aus dem Rheinland und Westfalen hinaus sind.

Hamborn, 18. Febr. In der großen Ver­sammlung der Spartasisten und Ausständigen, die am Montag hier stattfand, wurde der Kampf bis zum äußersten gegen die Regierung Ebert-Schcidemann- Noske und die Durchführung der sofortigen Sozialisie­rung der Berg- und Hüttenbetriebe beschlossen.

Elberfeld, 18. Febr. Die spartakistischen Un- ruhen, die sich im ganzen rheinisch-westfälischen Jn- dustttebezirk schon feit einigen Tagen bemerkbar machen, griffen nunmehr auch auf Elberfeld über. Durch Dla- katanschlag wurden heute früh die Arbeiter des Wup- pertales zum Generalstreik aufgerufen. Die Arbeits­niederlegung ist als Protest gegen die Entsendung von Negierungstruppen in den rheinisch-westfälischen Jndustriebezirk aufzusassen. Ferner wird die so­fortige Jnangrissnahme der Sozialisierung gefor­dert. Kurz nach 12 Uhr mittags kam es vor dem Eisen» bahndirektionsgebäude zu einem blutigen Ztoischenfall. Bon der Sicherheitswache de- Gebäudes soll die Her­ausgabe von Wasien verlangt worden sein, wai abge­lehnt wurde. Bei dem sich entspinnenden Feuerge- fecht büßten drei Menschen daS Leben ein, und zwanzig wurden verwundet, darunter einige schwer. Unter den Verwundeten befindet sich der Ingenieur Ahlers- Düsseldorf, der einen Bauchschuß davontrug. Bon der Stadtverwaltung wurden, da die polizeiliche Hilfe un­zureichend war, Regierungstruppen zur Aufrechterhal­tung der Ruh eund Ordnung angefordert.

Elberfeld, 18. F«br. Die Eisenbahn­direktion wurde von den Spartakisten gestürmt und besetzt.

Regierungstrnpp«« in da« Ruhrgebiet.

. 8« 11 i«, 18. Febrr. Trotz der Drohung«« der Spartakifte», die Bergwerksbetried« z« sabotieren, ist di« Reichsregierung «ntfcklosten, im Ruhrrevier Ordnung zu fchosfe«. Sie hat bereits ein« Bri­gade nach Münster beordert uud will weitere Truppenfendungen folge« lasten.

Berlin. 18. Febr. Heute morgen empfingen Reichswehrminister Noske, Eisenbahnminister Hofs und Kriegsministet Reinhardt im Schloß die Ab­ordnung der Eisenbahner au« dem Ruhrgebiet. Der Führer der Abordnung berichtete zunächst über die Vorgänge auf einer Anzahl Bahnhöfe nnb legte die Einzelheiten bar. Die Abordnung überreich e der Reichsregierung tm Auftrage einer in Esten abgehaltenen Vertreterkonfetenz der Direktions­bezirke Esten. Münster und Elberfeld eine Anzahl von Forderungen. Reichswehrminister Roske er­widerte, daß durch die Unruhen in Berlin, an der Wasserkante und in Oberschlesten sowie durch die Organisierung des Grenzschutzes alle vorhandenen Kräfte voll in Anspruch genommen seien. Es seien jedoch starke Abteilungen vo» Negierungstruppen seit Sonntag im Anmarsch nach Münster, und andere Truppen ständen tm Sennelager tn Bereit­schaft. Weitere Maßnahmen würden getroffen werden.

IDieOberhessifche Zeitung" erscheint lechsm«! wichentlich. Der Bezugsprei» beträgt »iertelj. b»rch bte Poft (ohne Bestellaelb), 1.75 X. m bet Stabt Marburg frei in« (>eu4 3.75, bei unseren Zettungsfteüen auf bem L-nbe 8,75 X. Cerlag »en Dr. C. Httzer.ttz. Markt 21/21. Ferner.->5.

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Berlin, 18. Febr. Unter dem Reichswehrminister RoSke sühtt Vizeadmiral Rogge, ein Sohn des be­kannten Berliner Hojpredtgers, die G/hhüfte des Reichsmarineamtes. Er besitzt aber keine Stimme im Kabinett.

Danzig, 18. Febr. Zwischen dem BollzttgsauS- schuß und dem Generalkommando deS 17 Armeekorps war Streit ausgebrochen wegen der Neuordnung der Kommandogemalt. Der Vollzugsausschuß halt« de- schlosten, die Anordnungen des Kriegsministerz für Westpreußen außer Kraft zu setzen. Jetzt ist nun­mehr eine Einigung in der Weise erfolgt, daß die kriegsminisierielle Anordaung auch für das 17. Armee- korps in Kraft gesetzt wird, daß aber neue Aus- führungsbestimmungen erlassen werden, die sowohl vom <^eneralkommando wie auch vom Vollzugsausschuß für Westpreußen gezeichnet werden.

Dresden, 18. Febr. Die Vereidigung der Sichcrheitstruppen beginnt morgen. Tie Eidesformel hat folgenden Wottlaut: Ich schwöre nach reiflicher Ueberlegung, daß ich während meiner Zugehörigkeit zur Sicherheitstruppe der gegenwärtigen. und jeder durch bie Volkskammer des Freistaates Sachsen bestätig­ten Regierung unbedingten Gehorsam leisten, Ruhr und Ordnung in ihrem Dienste aufrechterhalten. Nach- teile von ihr abwenden, sowie alle im Tienftvertrage eiugegangenen Verpflichtungen gewissetchast erfüllen

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8«rli«, 18. Febr. Wie verlautet, weilten l»ti Offizier« des amerikanischen Hauptquartiers öt Siemen, um sich an Ort und Stelle von den dort herrschenden verhältnisien zu überzeugen. Diese Hertt« -aden bei ihrer Abreise ausdrücklich die ZttfichsrUNA, alles, was in ihren Kräften stehe, tun «t wollen, nm nach Deutschland über Bremen Le- ienfiniWI heranzuschaffen. Für die Arbeiter, die bei de« Transporten behilflich sind, wollen sie be- fouLeb« Zulagen befüimorten. Sie hätten sich vor. den K««rdneten Zuständen in Bremen überzeugt, rmd es fei keinerlei Gefahr für bte über Bremen zehetiden Lebenswittelt''ansporte vorhanden,

Berlin, 18. Febr. Der Vorsitzende der britischen JRiifi»» bei der Waffenstillstandskommission in Svaa iab auf Nnftaa deutscher Seite nachstehende Vr- Säruug ab: I m der Lage, Sie davon zu ver- iäubigen, daß ut.ie Namen von Leuten der Unter- ^eebootsbefatzungen, die in englische Gefangenschaft ge­raten sind, verheimlicht wurden.

Part«, 18. Febr. (Havas.) Der Staats­sekretär bt» Auswärtigen sagte, daß die K 0 st e n für bte Erhaltung der verbündeten Armeen in den bksctztsn Gebieten gemäß de,, Bedingungen des k WafienstiNftandes von Deutschland zu ver- find. Die verbündeten Negierungen find l dabei, rr«e gemeinsame Anfstellting der Kosten an- - zufsrti-en.

Bern, 17. Febr. Die Blätter melden eine zu­nehmende Gärung unter den französischen Besatz- unMrnphen. Die Fälle wiederholen sich, daß Sol- böte» ttt Gewehr t den Rhein werfen. Die franzö­sische» eolbate» ho?,en vielfach, daß die Revolution in Frankreich in der nächsten Zeit ausbrechen werd«.

Mst»chen-Eladbach, 17. Febr. Augenzeugen M-. bericht.-«, baß am 12. Februar abends das Bismarck- k ' denkmal *«» französischen und belgischen Soldaten W° »Ur Erb« Geriffen wurde. Die Soldaten spannten um k »ie Figur «in Seil und zogen sie mittels eines M j «m anderen Ende befestigten Automobils zur Erde, e : Die Gleichfalls beabsichtigte Zerstörung des Denkmals G Kaiser BUHelrnS I. konnte im letzten Augenblick durch | llichrii^anG eines Holzverschlages verhindert werden, j Graf Nrockdo?ff Obe-leiter der Waffenftillftaubs- verhanblungen.

Berlin, 18. Febr. Wie verlautet, wird die Wafftlrftilkfttmbskommiision auch künftig nicht dem Auswärtigen Amt unterstellt werben, jeboch hat sich Graf Brockdorff-Rantzau bie Oberleitung tter bte Verhandlungen vorbehalten. In allen entscheidenden Fragen wird die Nationalversamm­lung befragt »erben.

Berlin, 18. Febr. Wie cs heißt, wurde an Stelle des Kapftäuo zur See Vanselow Kor- vetleukapttä» Hintz m ann zur Waffenstillstands- fommiflton lommandiert. Andererseits werden die EerSchte über den Rücktritt des Kapitäns Van- felow nie unbegründet bezeichnet.

Die «abgMtigcn Waffeüstillftandcbrbiugungen.

Paris» 18. Febr. (Havas.f In den nächsten lagen tokb. wie Foch in Paris erklärte, ein eud-

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