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George, daß verfassungsmässig einige Teile des 8et» trage? bestimmt der Genehmigung de? Hause? btbftrften. Die Verhandlungen über den Völkerbund machten außer» ordentlich gute Fortschritte.
Heil' neu ihr, trn. l!2s
nter zeichn en kann.
Kardinal v. Hartman« an ben Papst.
Köln, 12. Febr. Kardinal v. Hartmann sandte
«Ntefern solle«. Amerika ist der Ansicht, daß t? kl besten würe festzustellen, was die Deutschen ar «iegSmaterral besitzen, und dann die militärischen Rat- bet Verbündeten zu fragen, wieviel Material
rngland dagegen will eine bestimmte Menge Material AssseHtn, die seiner Ansicht nach genügen würde, um «ntsthland gegen einen Angriff zu schützen, und das •btige Material entweder wegzuschaffvr oder zu ver
rann entfernt werden sollten, wenn etwa infolge Nlfchewistischer Umtriebe Unzutraglichkeiten ent- te|«n oll len, die ein Zusammenarbeiten zwischen i Dfsizieren und Mannschaften gefährdeten. In
Dpaa hat man verlangt, daß die Mannschaften all-
Reichop'ästdrnten Ebert, der «. a. erklärte: Wir find bereit, die Finanzierung der Lebensmittelversorgung o zu regeln, wie es uns mogl ch ist. Zunächst muh man uns nach dem Frieden eine Art Valutaanleihe geben. Elaubt man, das nicht tun zu können, so sind wir in der Lag«, durch Dervfändung unse-er Kaliausfuhr nach Amerika kurzerhand wirtschaftliche Sicherheit zu geben Wenn man uns Bedingungen auferlegt, die uns wirtschaftlich erdrosseln und die uns die Möglichkeit nehmen. triebe1’ zu geordneten Verhältnissen zu kommen, bin ich der Meinung, dah man einen solchen Frieden nicht
Marburg
TomirMg, 13 ss.bniar
dem Papst neuerdings einen Bericht über die fortdauernd schmierigen Ernäbningsrerhältnisse, die eine graste Zunahme der Sterblichkeit zur Fo'ge hätten. So sei in Köln die Sterblichkeit Illi8 50 Prozent höher als in normalen Jahren gew sen. Düsseldorf leide vor allem unter dem Mangel an Milch für kleine Kinder. Der Papst wird gebeten, noch einmal Schritte zu tun für baldmöglichste Lieferung von Nahrungsmitteln, damit'die Hungersnot und die völlige Zerrüttung der öffentlichen Ordnung von Deutfch'and abaewandt werde.
Die belgische« Ansprüche.
Paris, 12. Febr. shavas.s Tie Kommission ter Friedmskonfer nz hörte nachmittags den Bericht über di- belgischen Ansprüche an. T-t Minister des Mustern Sumans gab das belgische Program n bekannt. In politischer Hinsicht wird das Aufgehen der belgischen Neutralität verlangt, in territorialer Beziehung stützt sich Hymans auf das Nationalitätenprinzip und verlangt eine Krenzberichtigung Belgiens gegen Holland und fordert, doh die Freiheit der Schiffahrt auf der Schelde von der Mündung bis Antwerpen durch Nückerstattuna der holländiichen Enklave von Limburg. die sich auf dem fechten Maasnf-r von Magst rtch bis Noermnnd und südlich davon erstreckt, gesichert wird. 913 Her führte Hnmans aus. dah Monts sie und Malmedo. deren venälkerunq rein maNonifch fei. bis znm Zast-e IRIS belgisch gewesen sind. Er entwickelt, die Ansicht, dost ein neutrales Purembura im neuen Europa einen wahren Widersinn darstesten würde -nnd legte dar, dah das Land ickmn morgen den Korridor für einen deutschen Einfall bilden könne. Symans ziebt einen Anfchluh Purembutas a« Frankreich od r Belg'en in Betracht, sei es durch ein ?cll- oder Militörabkommen. fei es durch Pettonal- union. Die Puremburaet mühten als erste darüber ent- icheid-n. Belaien. dos erst im Jahre 1914 ein Oufer der Gewalt aew-len lei, wolle diese aea-n bei-eundete Neutrale nicht anwenden. Man würde durch Verhandlungen zu einem zufriedenstellenden ll-b-re(nfnmm«-n gelangen: ebenso würde Holland durch gemeinsame Ab mgchungen nach Deutschland bin vergröbert Im Austausch gegen Gebiete, die es Belgien wieder zurück geben werde. "
gilt eis »arrebatt. — Bei Auskunft durch die »eickättsstelle n. Kern tt lung der Ingebete 26 4 Eenbergtbite — Postjcheckkente: Nr. 5115 Amt Frantiurt e. M.
verlangt,
eine Anfrage ia der Rationalversammlung.
Weimar, 12. Febr. In der Nationalversammlung ist folgende Anfrage Dr. Heinze und Genossen eingebracht worden:
Rach unwidersprochenen Meldungen hat die deutsche Waffenstillstandskommisfion ohne rechtzeitige Befragung und ohne ausreichende Mitmir- kung der zur Verfügung stehenden Sachverständigen Abmachungen von grösster Tragweite und verhängnisvoller Einwirkung auf das deutsche Wirtschaftsleben getroffen, so insbesondere bei der Auslieferung der deutschen Handelsflotte und bei den Verhandlungen über die Kohlen, und Erzfrage.' Ist die Retchs'eitung bereit, der Verfassung, gebenden deutschen Nationalversammlung unverzüglich eine Denkschrift über die bisher von Seiten der Waffenstillstandskommisfion gepflogenen Ver- Handlungen und getroffenen Abmachungen vorzulegen und inzwischen Auskunft zu erteilen, ob fie die Verantwortung für die bisher getroffenen Abmachungen übernehme oder ob Vorkehrungen getroffen sind, dass in Zukunft weitere Zugeständnisse in wesentlich wirtschaftlichen und finanziellen Fragen nicht ohne Hinzuziehung von Sachverstä'bigcn gemacht werden; ist die Reichsleitung ferner bereit, die Wasfenstillstandskommission dem Auswärtigen Amt zu unterstellen?
Ebert zur Lebeusmitteloersorgnug.
Wien, 12. Febr. Der Weimarer Vertreter eines hiesige» Blatter tzattß eine Unterredung mit dem
Der Anretaenprets beträgt flr die Sgei». Zeile «0 4 ;amtliche, ousroärtioeI< Qnbrd. u Sammel-An». 40 u 10»/, Krieasruicklsa. KeHome’eile 1 X. ?-b-r Rabatt I"1 * — ' ----------------------------------------- 1919
8kt)b (ßcorfle übet die !t «rufen in (?n<ilanb.
London, 1*>. Febr. kReuter.) Lloyd George sprach In einer Rede im Unterbau» ausführlich über hie Um «ben in bet Arbeiterschaft. Soweit berechtigte (Rrihtbt nur Unruhe bestünden, sei el die Aufaabe der Reglermta imb de» Unterhauses, ihr beste» zu tun, um sie zu befeitiaett und um fetten, die die Unruhe au». heuteftn, keine Handhabe zu geben. Er glaube nicht, dass Arbeit»'osigkeit befürchtet tu werden brauche, wenn nur rationell petokt‘:*aftft wird, da grosse Rückstände in der Arbeit vieler Grossindustrien beständen. Aber die erste sehr toefenHttbe Bedingung für Beschäftigung sei die Ueberzeugung, d'ss Störungen Arbeit»losigkcit erzeugte« und zwar ttickwett fortgesetzte A beitSlosig- ftit. Wenn die Produktionskosten zu hoch sind, mürbe eine verhütmnirvolle Aibeitslosigkeit eintret n Tie Lage würde berjenicen in M’ublanb gleich werden, wo die Arbeiter anscheinend prächtige Löhne erhielten, wenn fie aber mit dielen Löhnen in einen Kaufladen gingen, hetau»fündett, dass sie mit fünf Pfund nicht da» kaufen könnten, wa» in England 18 Pence koste. Tie Regierung werde die raebraditrn Forderung: ’crgfaitig prüfen und jeher berechtigten Klage abbelru aber wenn Fordemngen vorgebracht werden mit der Absicht, die Entwicklung des Staate» aufzuhalten, die bestehende Ordnung zu stürzen, die Regie,ung zu vernichten und sich nicht auf gerechte Forderungen, sondern auf die robe Kraft, die dahinter stecke, zu verlassen, so erkläre er namen» der Regierung feicrlichst, dass sie entschlossen sei, mit aller Kraft dagegen anzukämpfen. Bi» mm Frieden zwischen den Bölkem weide die Ruhe |a fottbaueru und die Industrie nicht zu ihren Friedens- aufgaben zurückkehren können.
Ei« Ausschuss, in dem alle Großmächte vertreten 'eien, werde demnächst einen Bericht übet ine Verantwortlichkeit berjentgen, bie den Krieg begonnen hätten und der für die KriegSgreuel Berantworklichen vorlegen. Uebet die dem Feinde aufzuerlegende KnegSentschädi- gung berate ein Ausschuss mit drei Unterausschüssen. Auf die Frage, ob der Fr'edenSvertrag dem Hause zur Genehmigung vorgelegt werd« würde, antwortete Llohd
Berlin, 1L Febr. * Ter oberste Kriegs rat der Verbündeten liess bet deutschen obersten Heeresleitung mitteilen, dah et von ihr eine Bestandsangabe über das zurzeit in Deutschland vorrätige ober in den Fabriken in Arbeit befindliche Kriegsmaterial verlange, insbesondere über die Zahl der vorhandenen Maschinengewehre, der schweren nnd leichten Geschütze, der Flngzengmotoren und der Seefivgzeugt. Er begründete diese Forderung mit der Polenfrage und mit der Notwendigkeit, die Bedingungen zur Verlängerung des Waffenstillstandes festz"fetzen.
Parts, 12. Febr. (Havas.j Die Sonderkom- mifsion zum Studium der Bedingungen des Waf- fenstillstandes trat gestern zusammen und arbeitete "inen Bericht aus. der morgen dem Obersten Kriegsrat vo'-gelegt wird. Außer Fach werden an der entscheidenden Sitzung die Feldmarschälle P e t a i n und Haig sowie die Generale Pershing und D i a z teilnehmen. Fach verkässt Paris am Abend des 13., wenn er sich bis dahin im Besitze des Textes für die Erneuerung des Waffenstillstandes befindet. Er wird diesen Text der deutschen Delegation mitteilen.
Berlin, 12. Febr. Die Beschlüsse bet Sonder- kommission erstrecken sich sowohl anf wirtschaftliche, militätische und maritime Fragen wie auf die Frage der Verantwortlichkeit für den Krieg. Der deutschen Negierung soll eine kurze Frist dafür gewährt werden, zu erklären, ob sie die neu-n Bedingungen anzmiehmen gewillt ist. Bevor die Verbündeten zu der Drohung eines neuen Ultimatums an Deutschland schreiten, beabsichtigt man. Informationen darüber eitntt-iehen. inwieweit die Weigerung Deutschlands auf tatsächliches Nichtkönnen oder bösen Willen bericht. Die Vertreter bet französischen Regierung im Obersten Kriegsrat haben die Forderung ausgesprochen, daß bie neuen Waffenstillstand Bedingungen dieFtiedensbe hinzu n g e n für Deutschland im Keime enthalten sollen.
B e r l i n, 12. Febr. Der „D. Tagesztg." wird au? Kopenhagen gemeldet: Bon zuverlässiger Seite ver lautet, daß bie verbündeten Regierungen beabsichtigen, gie Verlängerung des Waffenstillstandes von der Austreibung sämtlicher A.» und S.-Rättp die durch die Nationalversammlung überflüssig geworden und nur als bolschewistische Einrichtungen anzusehen seien, abhängig zu machen.
Erweiterung des besetzte« Gebietes-
Das „Pariser Journal" will wissen, dass die gegenwärtige Besetzungslinie um 15 Kilometer (bis Duis-
tle Ausnahmen nur als provisorisch ansehe. ! schliesslich war man der Meinung, daß die d e u t -
MsktMS ler MnMWiMk.
\ P«i de« Trierer Verhandlungen über die Verzögerung des Waffenstillstandsvertrages am 15. rb 16. Januar haben die Westmächte die von Deutscher Seite gcwünsch'e automatische Verlän- MNMg über den 17. Februar hinaus bis zu B - 5«« der Vorfriedensverhandlungen abgelehnt, xer Sinn dieser Ablehnung wird jetzt besonders tz«tlich durch die Bekanntgabe der Bedingungen, He die Mestmächte für die bevorstehenden neuen Werkängerungsrerhandlungen planen. Die West- Dichte verfolgen zielbemußt die Methode, uns wirtschaftlich völlig zu zertr eten. Bereits bsrch die erzwungene Auslieferung unserer Han- tzeksflotte haben sie ihrer Industrie und ihrem Handel einen Vorsprung aus Jahrzehnte hinaus gesichert. Nuntnehr werden neue Vergemaltigun- •en Platz greisen, allerhand „Kontrollen" werden angekündigt, offenbar zu dem Zwecke, jede neue Itegimg wirtschaftlicher Kraft im Keime zu ersticken und Deuffchlands Widerstandskraft bis zum Beginn der Vorfriedensverhandlungen, der immer . i > ''->• hinausgezögert wird, bis zu dem Grade z'i ze Liston, dass Deutschland jede Friedensbedin- jtfr g sich gefallen lassen mutz.
Die feindliche Waffenstillstandskommisfion ist wm G-ffte des Generals Fach beseelt, der feine Waffenstillstandsbedingungen mit der Begründung her militärischen Notwendigkeit durchsetzt. Darum >B jetzt der Anschein erweckt werden, als ob Dmktschland doch noch zuviel Widerstandskraft be- und deshalb abermals schärferen Bedin- WNjgen unterworfen werden mutzte. Cich^rtz'ch W en Franzosen und Engländer vor nichts zurück, em die Zwangslage, in der sich das deutschr_Volk befindet, bis zum äussersten auszunutzen. Aber Wen kann sich des Eindrucks nicht erwehren, daß hie allzu große Leichtigkeit, mit der sie dem Verfitzenden der deutschen Wasfenstillstandskommis- itm gegenüber ihre Forderungen bisher haben barchsetzen können, zu der sortgesetzten Steigerung ‘ tiefet Forderungen beigetragen hat. Jetzt läßt ««>« regierungsseitig zwar durchblicken, das die Zeiten des unbedingten Nachgebens turbei seien, «her es märe nützlicher für Volk und Reich gewesen, ■en« von vornherein dieser Standpunkt ein- tzmommen worden wäre.
Die Verhandlungen über die Lebens- «rittelversorgung Deuffchlands find, wie ' - 'bet abgebrochen worden, weil eine E'mi- fes .y angesichts der Schärfe der feindlichen Bedin- pmgen nicht zu erreichen war. Die Westmäch'e »erkangen, daß in die ihnen für die Dauer des WaffenstiMtandes zur Verfügung zu stellenden i Handelsschiffe auch die im Bau befindlichen dchiffe einbegriffen sein sollen. Ferner waren in Trier Ausnahmen für die abzuliefernden Schiffe pxestf*uben worden, über deren Umfang man sich h Spaa aussprechen wollte. Man batte dabei an- |nt»mmen, datz die kleineren Schiffe, die für Ne Fahrt über See weniger in Betracht kommen, eh«e weiteres unter die Ausnahmen gerechnet wer- Nw sollten. Jetzt ist mitgeteilt worden, datz man
mit dem ßtcbblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain
Tageszeitung für (bas früher kurhessischej Oberhessen
MeMWd unb Mtm.
Berlin, 11. Febr. Aus dem Sitzungsbericht bet Waffenstillftandskommission in Spaa vom 16. Febr.: Der englische Vertreter kündigte an, daß der Dampfer „Feldmarschall" mit 27 Offizieren, 88 Soldaten, 19 Zivilisten, 106 Frauen und 99 Kindern an Bord an« Deutsch - Oftasrika wahrscheinlich am 4, März m. Rotterdam ein treffen werde. — Der belgische Vertreter teilte mit, daß die in Antwerpen beim deutschen Rück- zuge zunickge'afienen deutschen Schiffe sowie das dort liegende deutsche Hafenmaterial, an Deutschland zu- rückgegeben werden würden. Tie Schisse und da« Matetial könnten in Antwerpen selbst in Empfang genommen werden. — Der verantwortliche Redaktent einer in Speyer erscheinenden Wochenschrift ist verhaftet und verurteilt worden aus Grund einer in bet Wochenschrift veröffentl Notiz, die aber von bet Zensurbehörde fteigegeber. .orden war. Der deutsche Vorsitzende ersilcht die Gegner um Aufklärung de« sattes. — Die Verbündeten wurden deiitschetseN« gebeten, den Städten Köln und Aachen durchchie Einfuhr der in Holland Überflüssigen Lebensmittel bte Möglichkeit zu geben, ihre schlechten Ernährungsver hältnisse zu verbessern.
Groß-Gerau, 11. Febr. Dw franzoslche 8k- HScde läßt für Kasernen- und andere Zwecke hier große Holzbaracken errichten. In den Heineren Gemeinde« de» Kreise» wurden die BelatzungStruppen verdoppelt
Flöt-Heim, 11. Febr. Zwischen F'-rshe« und Rüsselsheim wurde von den französischen Truppe« eine Brücke Über ben Main geschlagen, bie in Gege»- wart der Generalität auS Mainz eingeweiht w«»«,
Amsterdam, 11. Febr. Wie der Pariser Kor tzspondent des Beuterscben Büros meldet, sind die Amerikaner der Ansicht, oaß die Deutschen im Augen- »ick über ihre gen je Armee verfügen müssen.
L-«ndp», 1L Febr. Der Sondervertreter des AttteMe« MrM telegraphiert aus Paris: Die Ameri
kaner find dafür, es den Deutschen freizustellen, wie sie augenblicklich über ihr Mannschaftsmaterial verfugen wollen, gleichzeitig bestehen sie auf der Auslieferung »iner Menge von Kriegsmaterial, die bie mil.tärismen Berater der Westmächte für notwendig halten. Die Amerikaner sind im allgemeinen bet Ansicht, daß bie Verbündeten an die ursprünglichen Bedingungen des Waffenstillstandes gebunden sind. Der französische und britische amtliche Standpunft ist, daß feine unrHtme Gefahr der Erneuerung von Feindseligkeiten durch!die Deutschen besiehe. Tkeie hätten zweifellos drei Millionen Mann in Uniform. Met uniformierte Leute seien noch keine Armee. Die Frage sei vielmehr, 'nwieweit sie kampffähig und diszipliniert leien. Der Ton der Reden in der Weimarer Nationalver- rammlung habe das Misstrauen, mit dem bie Franzosen ihre Nachbarn^ betrachteten, nicht vermindert. Infolgedessen verlangen sie Maßregeln, um die Wiederaufnahme bet Feindseligkeiten durch den Feind oder seine Weigerung, bie Fricdensbedingungen der Verbündeten anzunehmen, unmöglich zu machen.
Sie in
Berlin, 12. Febr. Durch bie deutsche Waffen- siittst-mdskommission ist folgende Note der deutsche« 'Regierung betreffend ben Durchbruch bet Po.en nach Grodno Übergeben worden:
Marschall Foch verlangte am 25. Januar ben freien Durchzug ter polnischen Truppen nach Grodn« und darüber hinms zur Mwebr des Bolschewismus. Die Weigerung der deutschen Behörden, die Besetzung ’tnet Gebiete durch die Polen zu gestatten, wurde a« Beweis dafür hingesiellt, daß die deutsche Regierung dem Bolschewismus -inen Widerstand entgeqensev« wolle. Die tM'tsche Regierung wies daraus ihre Behörden an, eine Einigung mit den Polen über deren Vormarsch herbeizusühren. Es ist an Ort und Stelle et« entsprechendes Abkommen formuliert worden, das gegenwärtig der Regierung zur Prüfung vorliegt. 3* dem die deutsche Regierung in solcher Gestalt den Wünschen der alliierten Mächte ans 3utafiur.. des Vor- marsthcs polnischer Truppen nach Grodno und tn oa» Webtet östlich davon Rechnung trägt, sieht sie fick, genötigt, auf folgendes hinzuweisen: Daö Delanntwerde« ter Zulastnng des polnischen Vormarsches hatte etne« energisckien Einspruch der Signet unD tet Sei 6 ruhen zur Folge. Beide Teile verwahre« sich gegen die Ausliesening nichtpoliiischer Gebietsteile aii Polen und machen geltend, daß die Zulassung ter Polen lediglich eint brutale Vergewaltigung aller nichtpolnischen Bewohner und weiter die <*«8* üeserung der Gebiete an den Bolschewismus zur Folge haben werden. Die deutsche Regierung -DOrtete hierauf, daß sie zu ihrer Maßnahme durch ocn Truck der alliierten Mächte gezwungen sei, fie selbst könne sich der Stichhaltigkeit des erhobenen Einspruchs nicht verschließen. Die Regelung der politischen Gestaltung ter etemals russischen Gebiete ist der Friedenskonfv- reitj Vorbehalten. Die Zulassung polnischer Truppe« in Gebiete, bie Polen bisher nicht zngesprochcn |tu6, bedeutet daher eine Maßnahme, die den Beschtussen ter Friedeuskonserenz v o r z u g r e i f e u geeignet 'N. Die deutsche Regierung hat, um sich nuht dem Vorwurf eines solchen Mrgreisens anszuietzen, in dem Wammen die ausdrückliche Bestimmung ausnehmen lasse«, „ach welcher sie durch die Zulassung der Truppt« i« ba« ftri.tifie Okbitl ktintSwegs zur Frage der tnb- gültigcu Zugehörigkeit dieses Gebiets Stellung nimmt. Sie bringt dies den alliierten Mächten hiermit zur Kenntnis. Des weiteren ist daraus hinzuweisen, dast die Widerstandskraft ter polnischen Truppen gegen die Bolschewisten infolge der großen Verbreitung dcS Bolschewismus in ter polnischen Armee sehr gering in, ss daß die polnische Abwehr des Bo sibc iSmuS nicht nu« non Seiten btt Litauer und Wei i ist ern toi) deutscherseits mit großem Mißtrau., d->-achtet miA Wie seht dieses Mißtrauen getrchtiertigt ist, zeigte s>« bei bet Räumung der Stadt W i i u a. Die deut^eck Truppen mußten diese Stadt aus Verlangen des Ma» schalls Fach ben Polen zur Verteidigung übergebt«. Dtr Erfolg dies« Maßnahmt war, baß btt $olt« zwar bie Stadt besetzttn, aber «ur, um sie zwti Tag! darauf tintr ihntn an Zahl und Ausrüstung stag unttrltgtneu rottn Tr«pptnmacht I» übtrlitftrn, wodurch das gtjamtt um Wilna au* gtbautt Vtrteidigungssysttm trsch ütttrt Kutte 4A dtntscht Rtgitmng muß bei ditstt Sachlage dtt antwottung für bie Folgen bet von Marschall wtlanglCÄ Maßnahme ausdrücklich «blehnem
i Itwrin in dem ersten Hafen der Verbündeten, der« Ne Schiffe anlaufen, von ihre« Schiffen ent«
L ?tt«t werden foHen.
Heber die für die Weiterverlängerung des Waf- Astiststands von Deutschland zu leistenden neuen Aarantien" find die Ansichten innerhalb der Ver- l Iwbefeit gekeilt, wie folgende Meldungen zeigen:
Äettetbaet, 11. Febr. ^Daily NewS" erfährt *9 Paris, bass «an beabsichtigt, in den Besiimwitn- J« f8t bte BerlLngtrttng des Waffenstillstands ab- «mnenS festzusetzen, daß bte Deutschen eine gewisse »hk von Soldaten mit entsprechender Ausrüstung be- wte« und eine bestimmte Menge Kriegsmaterial
... .........—w ----2. bürg) vorgerückt werden soll und dass Fach zwei Drittel sch«« Mannschaften von ihren Schiffen no$ ltt Deutschland vorhandenen Geschützmaterials
Iviu Ofi-rheiritAe Rettung“ erlck-eint sechsmal möibenttich. — Der N-»u"osvreis beträet Viertels, bwt* bie Poft lohne Bestellaelv^ 8,75 X. mb« 6t„bt ®latbi.ro fr-t
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