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mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain

; Tageszeitung für (das früher kurhefstfche) Oberheffen

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1919

Laube 8,75 X. Verlag »* Dr. C. tzltzeratt. SNarkt Ll/28 Feroipr.5>ü

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Vrffes Blatt

Gelten

Solbotenrot der Stadt Münster steht nicht auf des Zent-al-Eoldatenrat».

Das Generalkommando des 7. A.-K. hat den soldatenrat aufgehoben. Di« Neuwahl de«

ialdatenrat» ist in die Wege geleitet. Ein provisori­scher Korvssoldatenrat blieb in Tätigkeit.

ErSffnnng der Braunschweiger Landesoersammlung.

Braunschweig, 10. Febr. Die braunschw'igische Landesversammlung wurde heute durch den Vorsitzen- den de« Landes-Arbeiter- und Soldatenrat»« S ch v » mit der Verlesung einer Rede eröffnet. In der R de -vird ausgeführt' dem Landtage wfirben Vorlagen zu- gehen, die die Sozialisierung beträfen. Reis für di» Sozialisierung feien neben anderen namentlich die Berg

Truppen. Durch Erlas, der Regierung wurde da« Am! giment nach Wiedertehr geordneter Berhältnisi» vaz» ausersehen, für di« Aufrechterhaltung der Ruh« in iw« Reichshauplstadt al» Sicher heiistrupp« zu verbleiben. Das Regiment Reinhard ist eine straff-diszlplimerr» von Offizieren geführte Trupve, welche die Regierung unterstützt. Das Regiment stellt noch weitere krie^s. verrvendungsfähig« Personen ein. Gebührnisse sind di«' des Dienstgrade« und 5 X tägliche Zulage: autzerve» h'ie Untc kunfi und Verpflegung. Da» Hauptwerb» Büro Berlin-Moabit, Reue» Kriminalgericht, Rathm nowerstraße 79 versendet auf Ansordern einen Frag», l bogen, nach desien Rücksendung eventuell ein Frelkahmf schein nach Berlin übersandt wird. Militörpavle«' und Uniformen sind mitzabringen. E» ist de» Regt,, ment Reinhard sehr erwünscht, ffir neuauszusiellend« Formationen auch «n, de« Reich reichliche« Z» zang zu erhalten.

Grundlage aufgestellte Bolkowehr zu bilden. D>r Kommandierende General de» 7. Armeekorp» hat die Reichsregierung um militärischen Schutz g'gen die Durchführung der Beschlüsse gebeten. Dieser militärisch« Schutz traf am Sonntag in Münster ein. Der Bezirks-

ailt al« Barrabatt. Bei 1u»tunh durch die Tetchältsdelle a. Vern Ü lang der Angebote 26 4 Sonbergebühr. Postscheckkonto: Rr. »Gib Amt Front,art «. M.

BorlSustg «och fein« weiteren Berhand- Innern.

Berlin, 1L Febr. Der ^Boss. Ztg." zufolge ha' die deutsch« Waffenstillstandokommisflon ihr« Reise nach Trier vorläufig verschieben müssen, wei ldie Entente-

Korps-

Kirvr-

Marbura

Mittwoch. 12. Februar

Girrt RMmiWkkl.

Weimar, 11. Febr. Die Raiionalverfamm« fnt »llhlte mit 277 von 379 abgegebenen Stirn, Men Sei 81 Stimmenthaltungen Fritz Ebert znm »rasisorilchon Reichspräsidenten. Gras Pofadvmfkq zehiett 49 Stimmen, Scheidemann und Erzberger fe 1 Stimme. Ebert erklärte die Wahl a u $ «

Nächste Sitzung Donnerstag 8 Uhr. Entgegen­nahme einer Erklärung der neuen Reichsregierung.

Den Sitzungsbericht veröffentlichen wir auf bei 8. Seite.

Zweifel, daß England nicht nur auf diesem Gebiete, sondern auch in der irischen Frage mit großen Cchwie- rigkeitrn zu kämpsen hat. Nennenswerte Hilfe wird unS aber daraus nicht erwachsen. Wenn eS zu einem Konflikt mit den Westmächten kommen sollte, so werken wir nichts für unS haben, al» den eigenen Dillen, uns dem Schlimmsten nicht zu beugen, sondern mit einheittichem und starkem Bolkswillen auf unserem Rechte zn bestehen. Für die neue Regierung wird das die Probe feilte ob die Zeit der großen Worte und der Halbheiten vorüber ist und ob der gebrochene deutsche Wille sich endlich wieder zu Taten aufrassen kann.

V DieObeebesl'f ck>e Zeitung" erscheint sechsmal mickieutlich. Der

W1 Bezug,prei» beträot viertelt, durch die Post lobne Bestellgeld), X.75 X. ÖU m bet Stabt Starburg frei in« Pau« 3 7b, bei unteren Zeitungsstellen auf bem

giert ist in Heidelberg als Sohn ein-»« Schnei» tzermeisters geboren. Nach Besuch der Volk schule erlernte er dns Sattlerhandwerk, 1892 wurde er ffebaftcnr derBremer Bstrgerzeitung", 1900 Ar. beitersekretär in Bremen. Ende 1905 erfolgte seine Wahl znm Mitglied des Pürteivorstande» der 6o» tzialdevuekratischen Partei.

Da« neue Reichskabinett.

Stet mar, 12. Febr. Die Zusammensetzung de? WelchSkabinettS wird wie folgt angegeben: Ministerpräsident: Scheidemann (Soz.): Vizekanz­ler: Preuß (Dem.), gleichreitiq Rtichsamt de» Zn- Weren; Reichsverteidigungsamt: No»ke (Soz): Reich?- er6eit»aint: Bauer (Soz.); Reicksernäs'rn"a«am t - 6erelb (Ztr.); Reichsscha'ramt: Petersen (Dem.): Reichspostamt: GieSbert» (Z'r.): ReichS'innnramt Schiffer (Dem.); Reichswirtichastsamt: Witte. VSoz.); Skeickssustizamt: Landsbera (Soz.): AuS- toärti«» Amt: Graf VroSdorff-R a nhau : jRinitttr ohne Portefeuille: David (Soz.), Hue fEvz.^ «rzberger (Ztr.).

»Hefe Liste ist jedoch noch nicht endgültig.

Vertreter mitgeteilt haben, daß man den Beginn der Verhandlungen nach nicht festsetzen könne. Die deut­sch« Kommission würde 40 Stunden vorher verständigt

Berlin, 11. Febr. Wit» dem Bericht über die Berhandsungen der in Spaa tagenden Unterkommiffion für die Erledigung de» SchisfahrtsabkommenS ergibt sich, daß die Westmächte ihr« Bedingungen weiter verschärfen, sodaß sich bi» jetzt keine Einigung bat erzielen kaffen. Die mündlichen Verhandlungen sind zunächst abgebrochen worden. Unter diesen Umständen bleiben die WuSsichten für unsere Lebens­mittelversorgung, wie bereit» festgestellt, nach wie vor höchst unsicher.

London, 11. Febr. In Beeng ans die Erneue­rung de» Waffenstillstände» drücken die Blätter ihre Unzufriedenheit mit der Haltung Deutschland» wäh­rend de» Waffenstillstandes an» und fordern die Auf­erlegung strengster Bedingungen.

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Die Lm im AM.

6ine SraWt?

$*n den Völkern bet Verbündeten lauschen die Kvtnzosen am gespanntesten auf alle», was in Deutsch­land »orgeht. Für sie ist unsere dauernde Schwächung das einzige Kriegsziel, das ihnen vor­schwebt. So haben sie es denn auch sehr unliebsam Empfunden, daß Herr Eberl in seiner Eröffnungs­ansprache in Weimar etwas kraftvollere Töne ange schlagen hat, als die Entente sie bisher zu stören ge­wöhnt war. Vielen kommen diese Kraftstoffen in der Edertschen Rede gewiß immer noch sehr l '-beiden vor^ und e» ist eben das Bezeichnende, daß jich die Franzosen sogar schon durch diesen an sich geringen Aufwand von Energie gereizt fühlen. Eine ganze Anzahl Pariser Z-itungen verlangen, das» der deut- toen Regierung die Lust an einer solchen Protest- kprache verleidet werden soll, und es scheint ihnen allen dir Erneuerung des Waffenstillstandes die gegebene Gelegenheit zu sein, um den deutschen Uebermut, wie fit e» nennen, zu dämpfen. Es handelt sich vorläufia ttur nm Keitungsstimmen. Der ganze Ton aber ent­spricht durchaus dem Geiste, in dem General Fach die Verhandlungen bisher geführt hat. und es wird deshalb gut fein, wenn wir uns daraus einrichten, daß die Erneuerung des Waffenstillstandes die erste Krafi­tz rode zwischen uns und den Westmächten sein wird.

Sin falsch gewähltes Wort? Kann von einer Kraft­protze die Siebe sein, wenn alle Macht auf der Seite des einen ist und der andere sichselbstzurOhn- in achtverurteilt hat ? Der Zweifel ist berechtigt. Indessen bleibt uns immer eine Waffe: die mora­lische Widerstandskraft. Bon ihr hat Herr @ber in feiner Rede gesprochen Er hat erklärt, daß die Nachgiebigkeit der deutschen Regierung auch einma' ein End« haben könne und daß e» dann heißen müsse: Lieber schwere Entbehrung als die Duldung nationaler Entehrung. Dabei stehen nicht nur die neuen Waffen- , Killstandsbckingungen auf dem Spiel, sondern auch , da» Eeldstbestimmungsrecht Deutsch-Oesterreichs und ; unser BerteidigungSrecht gegen die Polen. Nach der Sprache, die die Pariser Blätter führen, ist es sehr gut Möglich, daß unsere moralische Widerstandskraft von dem Machtgefühl der Westmächte aus die Probe gestellt wird. Dann wird sich zeigen, welche Zugkraft b:e Parole die Herr Ebert auSgegebeu hat, bei den Massen besitzt.

Die eigene Widerstandskraft wird vermutlich unsere :einzige Waffe sein. E» könnte zu Enttäuschungen ; führen, wenn man sich auf die Ausstandsunruhen ver- »assen wollte, die in England ausgebrochen sind und bie Lloyd George veranlaßt haben, schleunigst nach -London zurückzukehren. Es scheint ein kleiner Wel­lenschlag des Bolschewismus auch an das Gestade Eng­land» gelangt zu sein. Vergessen wir aber nicht, daß tn Großbritannien die Staatsautorität völlig unge­schwächt ist. A.- und S.-Röte werden sicher dort 'leinen Boden finden, auf dem sie Wurzel fassen und Üppig gedeihen können. Im übrigen ist England von leher daS Land der Ausstände gewesen. Es ist nicht Unwahrscheinlick, daß Lloyd George die Gefahr bannen wird. ES würoe ihm nicht zum erstenmale gelingen, baS Steeiffieber der Arbeiter durch Zureden und durch tfi-rTwi ff ( jn dämpfen. E" rst bei alledem kein

Bremen, 11. Febr. Die Negieriingsirvvpe ffir Bremen erläßt «lnen Aufruf znm Beitritt in die Tmtitte zum Schutz der Stadt Brernen. Major v. Engelbrecht vom Inf.-Regiment Rr.75 ist zum Sta^ klomm and an len ernannt worden.

Braunschweig, 10. Febr. Die ffir gestern und beute angefetzten Konferenzen von Vertretern der Ar­beiter- und Soldatenräte Westdeutschlands betreffend den Plan zur Gründung einer nordwestdeut­schen Bundesrepublik, zu denen 97 Delegierte erschienen sind, werden vertraulich geführt.

Leipzig» 10. Febr. Der Ausstand der städti- ftfien Beamten ist vorläufig beigelegt. Die Beamten, die an den gestellten Gehaltsfo-derungen seflhalten, beschlossen den Dienst wieder aufzunehmen.

Eisenach, 10. Febr. Die Reichstagung der deutschen Techniker beschloß in der gestrigen Hanvt tagung einstimmig, den Bund technischer Berufssteller als Gesamt^ertretung der deutschen technffchen Geistes­arbeiter anzuerkennen. An die Reicksregierung ging nachfolgende Entschließung ab: Die Reichstaguug d-r deutschen Techniker ist von tiefster Sorge über das Schicksal der deutschen Wirtschaft erfüllt. Der Wieder­aufbau hangt von der technischen Arbeit ab, denn auf dem Weltmarkt kämpft für unS nut bet Über­legene Wert deutscher Erzeugnisse, der auS dem Kleist der Techniker stammt. Die deutschen Techniker haben das begründete Empfinden, daß sie alS Sach- verständlge ungenügenden Einffuß auf den Gang dieser Dinge haben und fordern, daß sachverständige Tech­niker sofort an aff den Steilen zur Mitarbeit heran- gezogen werden, die da? kommende Wirtschaftsleben mitbestimmen, insbesondere auch in den Waffenstill­stands- und Friedenskomm iffionen.

Saarbrücken, 11. Febr. Die drei Stiftle Saar­brücken, Bnrbach und Saarlouis weig etn sich, die von der preußischen vorläufigen Regierung angeord­neten Stadtverordnetenwahlen fetzt schon vorzunehmen. Die Saarlouiser Stadtverordnetenversammlung betd)'o6 einstimmig einen Protest, worin sie entschieden da- gegen Verwahrung einlegt, daß ohne Anhörung der in B äffte zusammentretenden Nationalversammlung Preußen» die Regierung eine derartig in da» Ge­meinde? eben einschneidende Verordnung erläßt gerade zu einer Zeit, da die Gemeinden mitten in den schwer« steil Ausgaben deS Wiederaufbaus ihre» wirtschaft­lichen Lebens, der Regelung der verworrenen Finan- zen und der überaus schwierioen Ern Shrungsf ragen fielen. Der frtrmöfitoe M'itärvermalter des firei- fe8 Saarlouis hat bereits die Ausführung der mini­steriellen Verfügung verboten. -

Eia widerspenstiger Korpssoldatenrat.

Münster L $ß-, 11. Febr. Wie derMünsterische Anzeiger" meldet, nahm der Zentral-Soldatenrat »es 7. Armeekorps ein« Entschließung an. in der die 35er fügung der Reicksregierung ütrr di« Kommandogemalt und di« Stellung der Solbatenräte nicht aneria-mt wird. In den Richtlinien an di« Bczirks-Soldatenräte des 7. Korps heißt es u. a.: Di« Kommandogemalt des 7. Korps liegt in den Händen des Z-ntral-Soldaten- rats. Rangabzeichen sind sofort zu entfernen. Im Ve- reich des 7. Armeekorps darf lein Freiwilligen.Batail­lon gebildet werden. Jede Werbetätigkeit ist zu mtrr- bindcn. Die Abreise von Freiwilligen ist zu verhindern. An stell» ka stehautzm» He«»» ist *w eef fsfekt

werke. Di« Gesetze, die bereits vom Arbeiter- und Sol­datenrat erlassn sind, so dasjenige über di« Trennung non Kirch? und Staat, gelten al» unantastbar. De Landtag hab« sich nicht mehr damit zu befaßen. Der Arbeiter- und Soldatenrat bleib« di« oberste Be­hörde, hab« also di? letzte Entsch idung. Hier sowie mehrfach im Verlause der Ansprache mürbe Widerspruch (out. Zum Präsidenten der Landesversammlung roigb^ Rechtsanwalt Dr. Jasper (Mehrheitgsozialist) ge­wählt. Dr. Jasper erklärt« in seiner Ansprache, daß bk oanbesversammliing sich völlig auf ben Boden bet Reich,beschlüsfe stelle. Er betonte, daß man Sonberb*- strebungen nernti-iben und al» Glied r be« großen Va- -erlanbes wirken müsse. E» ist ein Antrag eingegan- len, dieRegierung wolle sich jed-r Föxberung de» Pla­nesir Gründung einer norbmestdeuischen Vunbe« republik enthalten vielmehr ba.für sorgen, baß die Re­publik Braunschweig Im Rahmen des größeren Nieder­achsen aufgeh«.

Die Wahle» in Lübeck.

Lübeck, 10. Febr. Bei den Wahlen zur Bür­gerschaft errangen die Sozialdemokraten von PO Sitzen 42. Auf die Demokraten entfielen 29, auf die Deuffchnatlonalen 6 und auf die mit de« Deutschnationalen verbundenen Landbewohner 8

Da» zukünftige Bolksheer.

Berlin, 11. Febr. lieber die Pläne zur Auf steffung eines neuen Bolksbeeres verlautet, daf diese« Heer sich bdem schweirerischen Mifizfisstem nähere, daß aber eine aktive Dienstzeit von 6 Mo naten vorgesehen werden soll. Die Stärke soll 250 000 Mann betragen, also weniger als die Hälfte des früheren stehenden Heeres.

Säuberung be» Offizierkorp».

Berlin, 11. Febr. Der Deutsche Offizierbund erläßt in seinem Bundesorgan einen Aufruf av alle Offiziere der Arme« und Marine, ihm bei der beabsichtigten Säuberung des Offizierkorps von unlauteren Elementen durch Lieferung von Ma- tcrlal gegen solche Offiziere behilflich zu sein, bte sich im Kriege als Schmarotzer des Standes erwiesen haben. Um das verschwunden« Vertrauen der breiten Dolksmassen wieder zu erwerben, da» rör den Aufbau eines netten Heeres absolut erfor. derlich fei. würde man sich nicht scheuen, jene Cle­mente jetzt auszumerzen, die dem Osfiziersstand U n e h r e gemacht haben.

Auflösung bt» Reichskolonialamt»?

Di« Deutsch« Kolontalgesellschast teilt mit: Zei tungsnachrichten zufolge ist in Weimar in Aussicht g« nommen rootben, bas Retchskoloniakamt als roiches ein gehen zu lassen unb es als Unterstaatssekretariat dem Auswärtigen Amt anzugldebern. Sollte dies« Angabe ben Tatsachen entsprechen, so würbe das btm Ausland gegenüber nicht» anbere» bvbeuten al» einen weder be»

rE-LeSmM.

Graz. 10. Febr. In einer von mehreren tau­send Personen bestichten Polkskundgebung für bi» Freiheit Deutsch-Döhmen» und des Gubdenlanbe» und für den Anschluß Deutsch-Oesterreichs an da» Deutsche Reich widerlegte der Staatssekretär für das Heerwesen di« Behauptung der Tscksechen, daß sie von den Deutschen bedrückt werden. Ganz Deutsch-Böhmen sei einig in dem Gedanken, daß auch den Deutschen das Selbstbestimmungsrecht zu« gebilligt werden müsse. Nachdem das deutsche Volk im Kriege nicht geschlagen, sondern nur zermürbt und ausgehnua- rt sei, müsse mit ihm ander» per«

Sie Mail.

Rakel, 11. Febr. Der Schutz der Stadt Rakel,; bte unter schwerem Artitteriefener liegt, iibernahm daßi' Fre,twilliaenkorv» Brüssow, das am 5. Februar Bev- lin^ verlassen hat. Das Korps sichert augenblicksich birffStadt und di« umsiegewden Ortschaften und steht hl engster Fühlung mit dem feinde, der über gnt aus« gebildete und wobldisziplinierte Jnfanterietruvpen vev« iflgt. Die Eiusch'äge der polnischen Artillerie erfolgen hauptsächlich am Bahnhof und auf dem Marktplatz^ doch erwidert bi« Artillerie des Freiwilligenkorp» w unterbrochen da» Feuer. Augenblicklich muß man -inem kräftigen Borstoß der Polen rechnen. Daß Verhalten der Polen, selbst Verwundeten gegenüber, ist von viehischer Rohheit. In dem Gesecht der Rosko, da» bei dem Korps über 100 Mann Verlust» forderte, machten die Polen selbst Krankenträger nnhj Verwundete in bestialischer Weise nieder. ?

DerVerl. Lokalanz." meldet aus Thorn: Hut weiteren Aufruhrbewegungen die Spitze abzubrechen,: sind au» Eulmsee 14 Polen o<< Festlinasgefangene ie» »ie Festung Graubenz e'.ngeliesert worden.

Danzig, 11. Febr. Aus Antrag der 86. InL Division ist der Belagerungszustand, der auf Grün», bet Vorgänge über Culmsee verhängt werden mufet^, auch an| eine Anzahl Ortschaften der Umgegend bo». Eulmsee ausgedehnt worden. Die Division hat in 'liefen Grenzgebieten durch die feindselige Haltung den' Polen, die u. a. Fernsprechleitungen zerstören und de» Truppen bewafsneten Widerstand leisten, nach wie voll. erhebliche Schwierigkeiten zu fiberwinden.

Danzig, 12. Febr. Gegenüber dem Verlange», des A.- und S.-Rotes auf Entwaffnung de» Grenz­schutzes unterstützt die Bürgschaft da» die Erfüllung dieser Forderung verweigernd« Generalkom­mando, daS auch die Zustimmung der Reichs­reeg i e r u n g besitzt.

Ter Danziger Bürgerrat hat b.'jchlossen, den Gene­ralstreik zu erklären, wenn der Voltzugsausjchuß nicht in letzter Stunde von seinen feiuofeligen Ab­sichten oblägt.

rcchtigten noch gerechtfe tigten Rückzug In Der Ver­tretung unktet kolonialen Interessen, die mir um so mehr bedauern müßten, al» bet Mberhall bet kürzlich 0 ranstalteten kolonialen Protestkundgebungen deutlich genug bewiesen hat. daß da» deutsch« Volk nicht ba-an denkt, feine kolonialen Recht« bet englisch-französischen Vänbergiet zu opfern.

Wie von unterrichteter Seit« verlautet, ist nicht beabsichtigt, das Reichskolonialamt al» selbständige Behörde eingehen zu lassen.

Ein« Sensationomelbnng.

Berlin, 1L Febr. Fn verschiedenen Blöttern war dieser Tage ein« angebliche A utzerung Sübefum» au« der Finanzmlnisterkonferen, wiedergegeben, bte große, Aussehen erregt hat. Danach sollt« Dr. Siibekum g7sagt haben, Deutschland steh« vor bem Staalstanteroti und e» werbe dahin kommen, baß alle» Einkommen bi» auf einen geringen Rest konfisziert würbe. Wie auf Rach frage b i Dr. Sübekum erklärt wirb, hat die Rebe, auf

fahren werd: ' mit einem im Waffengang ge­

schlagenen Gegucr. Namen» der Deutschnationalen Bolkspartei in der deutschen Nationalversammlung feierte Generalsekretär Geiser (Berlin) die Einig­keit des deutschen Bolle» tn den beiden Republik«» sowie ihre mit Geist und Herz erfolgte Bereini­gung. Bbg. Wastiam betonte, daß die Grenze be» großen deutschen Vaterlandes im Süden bie Drau bilden müsse. Hieraus wurde eine Entschließun- angenommen, wonach die Versammelten dtrTren» nung der Deutschen nie dulden und sich für di« dauernde Vereinigung des deutschen Volke» von Deutflh-Böhmen. Mähren und Schlesien mit bei deutschen Alpenländern ein setzen werden. Da» Endziel aller Vefttebungtn könne nur in bem reftn losen Anschluß an Deutschland gefunden werden. ,

bs etftotrag btt ergaben bet regreruugstreueu s ausgebreitet.

bi« sich dies« Mitteilung bezog, ganz ander» gelautet al» bi« in ben erwähnten Dlättermeldungen wieberpe» gcbenen Aeußerungen. Da», wo» ihm batla tu ben Mund gelegt wurde, hab« er nie gesagt.

Freiwillige vor!

Berlin, 10. Febr. In Berlin hakten bte frret- willi gen-Regimenter Ruh« unb Ordnung <ut,rtd)L Da« Fretwilligen-Regiment R « inharb hatte bereit» Bet der Wieb-rh-rstellung der Ctbnung unb Sicherheit eaC v-n Perti»-r 6z»rta^t»tageu weUnrJWjrr S.ibrtJ er

Gacke dienen müsse».

Den botschewrstischen üfclttern zufolge hat sich W , Tbrbut-Stubca» m Pete !»?>« rg nn- Etil Ian

M!md.

Amsterdam, 10. Febr.Daily Telegraph" ew fährt au» Stockholm, daß nach Berichten au» PetrrSa bürg die bolschewistisch« Regierung Berocknungen tt* lassen hat. denen zufolge all« in Rußland aniäjsigeH Männer mit Einschluß der Fremden in der 8utnf