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mit dem KreisLlatt für die Kreise Marburg und Kirchham

Tageszeitung für (das früher kurhefsifchej Oberheffen

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Der Anzeigenpreis beträgt fit die Sgeie. Zeil» 10 J ; e*tli<

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uns rette» kau«.

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Ara ff rtnetWsL nm He Sefabrtti 6S$ MI CTtnS tet UebcraangSzeit ,» übekwteden. Wir haben alle» eetan, wm da» ®tetfd>aft»te6en wieder in (Sana tu bringe«. Wenn der 6'tfola unserer Arbeit nicht nnieten Wun­sche» rnUdtach. so müßen die Grdndr gerecht gewürdigt werben. Wir richten deshalb an die Unternehmer den btinoenten Appell, die Wiederbelebung der Produktion

die Gegner, ,u treiben. -Wir flkweral

Ditte Sied1" toiriilen -- «sichis i>cc 6ci;.üf;c klein.

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hineiaaclragea.

«er»ewafti(*unfiScIäwe fordern den .au». (KHIcitlfle Sutlmmung.) An» nvienbS erfcheini die Stbulbfraa* Gleichwohl ist bc8 deuilche Volk en»

* Weimar, 6. Februar. luittagS eröffnete bet

Giert

Um - volvbeauktr»»ie

mit allen Kra len in fördern, rufen wir bie Arbeiterschask spannen

S»r Arbeit, die affet»

Sir müßen arbeiten tttib

Marburg

Freitag. 7. Februar

u. Sommei-Anz. 40 » 10'/. Krieqszatchl »g. Vtetlcmereiie 1 X. _____________

gilt al» Barrabatt. Bei Suitunft durch die vetchgftsftelle «. Fetmittlnnq der Angebstr 35 j Ssnbergebahr. Postlch««snts: Ar. IC» Amt FranksnN a. DL

bibber n n e r b 6 r t hart burdwefilbrt worden.

Wir nmraeu

»ns nicht junt Aeuherllen

in

Und

*. V R. d. A.

h, Leutnant.

Sinterseidi könnte lebe bewifibe Sieglern na ptmuuaen lein, auf die meliere Mitwirkung an ben KrtebevS- verhandlungen zu vetiübteu und ben Gegnern die gan-u Lall der Verantwortung für die Äeuge Haftung der Selk zuzuschieben. Man Helle null nicht vor die »et» hön-ii!Svolle Wahl zwischen Berbungern und Schmach. Auch eine sozialllttsche VaiUregierung und aezube diese Mus daran sek halten:

Lieber ärgste Euivehrnng «rS Eutehrnug!

(8ebb. Sufttmmunfl.) Im Nc.lrauen aus di« Uriah sähe beb Präsidenten Wilsons bat Deutsch­land die Sassen ttiebergeiest. Jetzt gebe man uns ben K'tlioitfrietcn. auf den mir Auloruch haben. Uniert freie Volksrepublik, da» ganze deutsch« Volk, erstrebt nichts anderes, al» glei&bererhtlat tu den Bund der Völker einzutreteu und sich dort durch Kleid und Tüch­tigkeit eine geachtete Stellung zu erwerben. (»Doemelne Sniiimmung.) Deutschland fantt der Welt noch »leie» leisten. Wir sind auf »em Wege, der Welk noch einmal sozialistisch voran,nschrelten. indem mir dienen dem Sozialismus, der allein Däner haben kann, der dem Woblftand und die Snltur des Volke» bebt dem Sozialismus btt werdenden Wirklichkeit Wir wenden uns noch einmal an all« Böller der Wett mit dem drt» »enden Appell.

he« beatfche» Berte Gerechtigkeit

Wibcrfabren »u lallen, durch Veraeroaltigung nufere» Volkes und unserer Wirtschakt nicht da» zu vernichten. waS sich trotzdem bvsinungsvoll bet un» anbahnt Wie können auch nickt daraus verzichten, die

ganze öeatsche Ratio« iw Rahme« eine» Reiche» »u einigen.

Ich bin sicher, im Sinne der gesamten sikationalvev- lammlung ,n sprechen, wenn i* die Kundgebung der deutsch - diterreickisäen Rationalnertammluna für den Anschluß an Deutschland aufrichtig und voll Kreuda begrübe und sie mit herzlicher Brüderlichkeit erwidere. Untere Stamme»- nnb Schlckla'Seenosien dürfen vem sichert sein. taS wir sie im neuen Reiche der deutschen Nation mtt offenen Armen nnb Herzen willkommen heitzcu. Deutschland darf nickt wieder dem allen Elend bet Serlrnttemug nnb Verengung an Belm,alen. Nu» eine «rotz« einheitlich« Entzoitllnuadiahigkett nmereO Wirtschaftsleben».

eia politisch akliouSsShigeS, festgelügke». einige» DentfchiauL.

kann die Zukunft nufere» Volke» sichersielle«. Die or». viforifch« Siealerung bot eine lebt üble Erbschaft an» getreten. Wit haben, gestützt und geWtbext vom Zen-

schiessen, alle zur Verantwortung zu ziehen, denen em abschilichrS Sterlckulden ober eine absickillche Sttebrr» frn.tzk uachgewkfen werden kann. WeSdaib haben nach eigenen Zeugnis unsere Gegner gekämpft? Um len KaifrriSmn» zu vcrntckteul C» gibt ibn nicht mehr. Er ifl für Immer erledigt. Wir haben ge­kämpft, um den Militarismus zu zerklöven. Er ift in Trümmer gestürzt und wird nicht mehr erstohen. Die Waffen kttliftandSbedingungen sind

Dor unverkennbar vorherrschende Will» der I Maanschaften, allen auf <5runb de, Im A. V. Bl. 'Ur. 8 Veröffentlichten Erlasses und des Soldaten- kütecht«»«s des 11. A.-K.s an sie gestellten An- ißokdermigen nicht zu entsprechen, läßt auch den als ft p«??» bestätigten bezw. erwählten Offizieren chic 8rIs für das ihnen ausgesprochene Vertrauen iherart Unsicher erscheinen, daß sie der festen lieber« ,|e$gwttt sind, im Falle energischer Anforderungen ttt die Mannschaften deren Vertrauen sofort zu ; »ertteran. In der Erkenntnis, daß auf solcher lättetlege ein« gedeihliche Arbeit nicht möglich ist. Und bet Kommandeur de, Batls. und die Komp- Chefs w* ihren Dienststellungen zurückgetreten, tzie fingeren Offiziere haben sich diesem Dorgeben «ngesthl^en aus der Ansicht heraus, daß für sie die M»rH?dinMmgen zu erspteßlicher Arbr't unter den «^waltenden Ilmständen erst recht fehlen.

Die dienstlichen Geschäfte im Bataillon werden aam geregelt werden.

gez. Graf Gobte.

M r? r

Noske», die Mit großem Beifall ausgenommen mür­ben, wurde einstimmig folgender Beschluß gefaßt: Die Fraktion nimmt von den Mitteilungen über die Vorgänge in Bremen Kenntnis und billigt da, Verhalten der Reichsregierung.

Vertreter bet Retch,la«de aus der NatianaU Versammlung?

W r i m a r, 6. Febr. In Weimar sind im Lause des Mittwoch 12 Vertreter der Reichslande ein« getroffen, die den Antrag auf Zulassung als Ab- geordnete der Neichslande zur Nationalversamm- lung stellen wollen. Dieser Zustimmung wider« sprach der Vorsitzende der de »'chen Wafsenstill- standskommisston Erzberger, der davon eine Er- schwerung der FriedensverandlUWeu befürchtet.

SitznUgs-Kerichi.

sie erste Sitzung der Natioualver» sammln u« hn Sialionallhkaier zu Weimar mit einer Ansprache, in der er u. a. sagte:

Die vravlforlfcke ft! Ogiern ng verbau« ihr Mandat btt llinvoluiion. <$ic wird e» in bie staub bet 91 a t i o tt a l v e r f a ui tu l u n g tu» rlicftegcn. Sie Steoierung begrübt in dfrier

KaiUtulverfamatutua ben höchste« nnb eiaMea Ceaecräa t« Deatschiaad.

Bitt den allen *,tilge« unb dürften neu Gölte» Sim* ben i» e» für Immer vorbei. ILebkaNer «eifa« link». 8i!6en reckt». Stuft red» 18: Abwartenl» Diele Aalio» «alvtrlammlung hat eine grobe trpubtifanildx Vtehestett.

Das deutsche Dort ist frei.

IteRt frei unb regiert in btt Zukunft sich leib#. Str habt« ben Urte« verloren. Diele Tatlacke ift »»ine {folge der Revolution. E» war bie laiierlicke !N««le­rn ug be» Printen äbar von Vaden, die ben fSaffcnMÖ* staub elnlehetc. der uni mtfcrio» machte. Nach kn Zukainmeubruch uuleret Verbünde len unb angeftibt» bet unlilärlfckcn unb witlsckafllicken tagt ton nie ne nicht ander» banieln. Die SltDolulie« lehnt bie V«r- antwertun« ab für da» 6len», in »a» bie nerteirle Politik bet alten toenulieu unb ber leltbiFinnige Utber» mut bet Militaristen da» beiUfdx Volk geführt bat Sie Itt auch nickt verantworUich für untere f <6 » e r e LebenSmlttelnot. Richt nur nn». and» uniert Gegner bat ber Krieg ungeheuer erschöpft. Au» dem Gefühl der Erschöpfung bd untere« Gegner« beraub wirb

der AasdeatangSsiedauke la das Friedensarerk

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r6. I«

füfirutt) der Absichten. Bei der Armierung der Schilf« sollte sehr vorsichtig verfahren werden» damit di« 8fr sapung der eingelaukenen englischen Kreuzer ntchstk merke, da die Lieferung der Verschlüsse gegen ben Waf­fenstillstands vertrag verstoße.

Ktel, 8. Febr. Etwa 2000 Arbeiter, di» n einer Versammlung des Spartakusbundes, bei roten Soldatenbunde» und der Unabhängigen teil» nahmen, zogen heute mittag zum Gouverneur, «x dis Bewaffnung der Arbeiterschaft N» wie die Einstellung der Lebensmittelzufuhr für Ml nach Bremen gegangene Eiserne Division zu fe< dern. Letzteres sagte der Gouverneur bereits vor­her einem Arbeiterausschuß zu. Al-' web.er, Gruppen in eine in der Nähe liegende dringen wollten, gaben die Sicherhritsmannscha^ ten Feuer, wobei vier Zivilisten und ein Matrof« getötet sowie acht Zivilisten und vier Marineleurt verwundet wurden. Anschließend an die v«rgL«-I wurden große öffentliche Versammlungen der Ar­beiterschaft abgehalten, in denen für morgen bn General st reik beschlossen wurde.

Kiel, 6. Febr. Der gestern beschlossen» Se» neralstreik wurde in allen Betrieben Kiel, nutz Umgebung durchgeführt. Da der Straßenbahnvem kehr von den Ausständigen gehindert wurde, Hal die Strastenbahngesellschaft ihren gesamten Betriel eingestellt.

Düsseldorf, 5. Febi. Zwischen den Stet tretet« des DW ldorfer Beamten-Brrbande» und bet bürgt* lichen Berufsorganisationen einerseit, und dem tkfli zugsaus'chuß be, Arbeiterrate» andererscit» fa«d^ gestern Verhandlungen statt. Nach langer Erörternatz erklärt-e plötzlich der Obrrbürgermeister, daß die bfttgem lichen Unterhändler verhaftet sein. Die Mitgliedes de, Dollzugsausschusle» ertfärben, daß sie die SckrnÄ für alle Folgen der Bürgerschaft auferlegten. Die Be* haftet n. vier Herren von den Beamten« und Beruf* arganisationen und zwei Herren von der Brest«, die ptt Berichterstattung zug-ezogen waren, wurden nach b« Istesängnis gebracht. Die Beamten der Post, Telegt* nhie und des Fernsprechamtes samt« br Eisenbahn be­ben den Betr-eb eingestellt. Auch zahlreich« PrinatdO, triebe. Gescheite und Gastwirtschaften sind geschlolle«. Die bürgerliche Prell« bat ibr Erscheinen eingefteflt Die Err gutm in der Bürgerschaft über die brutal» Verhaftung tötet Vertreter ist außerordentlich. Der Volldu'sausschutz bee Arbeiterrate» setzte Streikbrecher -ur B dienung seiner Telegraphen» und Fernsprechzen, träte ein Der Arbffterousschutz der Rheinischen Metall» warenfabr!! bat den größten Teil bet Arbeiter bewaff­net, die die Düroräunve besetzten und die Beamten «k der Riederlegnng der Arbeit hindern.

In der ,.D"Utschen Allq. Zig" wird Heronrgehoben, daß dem Beispiel bet Düsteldorfer Bürgerschaft auch aa anderen Orten Folge gel'llstet wird. Es scheine somit, al, ob sich da» Bürgertum zu einem schärfere« Bo» geben gegen radikale Dsrgewaltigung zu einigen bfr ginne.

Düsseldorf. 6. Febr. Starke Trupp» be- waffneter Spartakisten durchziehen die Stadt. Bei einer Schießerei in der Karlltraße wurde ein Paffant schwer verletzt. Der Ausstand der Post« und Eisenbahnbeamten und der Angestellten Mtt an und macht sich empfindlich fühlbar. Die Spar­takisten suchen nach f-ilfskrätten, um die Beamt« zu ersetzen und dadurch den Berkohr aufrecht zu er­halten. Der Ausstand der Geschäftsleute gewtnnk an Ausdehnung. Die verhafteten Vertreter bei Vereinigten Beamten, und Berufsorganisationen sind bisher noch nicht freigelasien.

Mülheim (Rubrs,*5. Febr. Di« vereinigt» Mülheimer Beamtenschaft und die anaelchlollenen Arbeiterverbände von Post und Eisenbahn haben beute au» Anlaß der Besetzung des Bahnhofs Mül« beim-Enplnghafen durch die Mülheimer Sicher- beitsmehr und der damit verbundenen Freiheits beranbung und Lebensbedrohung der Beamten and Arbeiter die Arbeit niederrrelegt. Der Post- unb Eisenbahnverkehr und der gesamte städtische Ber, tvaltungsbetrieb ruben. Die Beamten beschloll«« t in einer großen Versammlung, die Arbeit ert wieder aufzunehmen, wenn folgende Forderung«« erfüllt werden: 1. Zurückziehung der Sicherheit» Mannschaften vor dem Babnbof und Räumung der Schulen, die gleichfalls geschlollen sind, von den darin untergebrachten Mannschaften. 2. Besei­tigung be» gegenwärtigen Arbeiter- und Sol­datenrats. Neuwahl in der von der Negieru"g angeordneten Weise. Nachmittags hat eine groß« Versammlung der Mülheimer Arbeiterschaft acker sozialistischen Nichtungen stattgefunden, in der Ma Führer der Mehrheitssozialisten, der HnobM» gigen und der Kommunisten sprachen. Man be­schloß die Vereinigung der drei Parteien zum Zwecke der einheitlichen Verteidigung der Nev Hon. Für den Fall, daß die Negierungstruppen die Mülheimer Verbältnisi« eingretfen sollten, werden sämtliche Arbeiter nach erfolgtem Sitev-r» ras die Arbeit niederlegen. Die Neuwahl bee C# beiterrat» soll baldigst burch bi» sozialistisch«»^ Wähler erfolge«. .

Welt, nicht mtt eStwalttatcn »an Stiegen, sondern dntck die befreiend« GewaU de» Frieden», gaffen Sie sich hi Ihren Beratungen und Befcklubfasiungen ffet» teilen von dem ®runtfa6: Nile» für da» Volk und alle» durch da» Volk. Da» ift der E«. gtnSmunfd). mtt tun ich dte Tag trag bar Nativ u»l »er» lammluna eröffne.

Sodann wurde die GeschästSorbnuna de» NeichStage» al» provisorischer Botfchloa de» AltctSpräsibenten anpenommen. Belm dann er- folarnden Namensaufruf etaab sich die An» «esenbeit von 897 Abaeordnetcn. AfierSprösi. bent Pfannkuch beraumte die nächste Sitzung auf Freitag 8 Ubr nachmittag» an. Daaesv'dn,,ng: Wahl des B,ölldenteu, ber Bi»ept«iidei»t«n unb sie»

Psm JLser-Katsrllo« H

H mm folgende» an da» Generalkommando des jl. Armeekorps in Casiel gerichtete Schreiben zur HertVenUichiing zugegangen:

Marburg, 6. 2. 1919.

3» de« letzten Tagen mehrten sich die Anzeichen, tz«tz Mannschaften des Jag.-Vatls. Nr. H nicht mit Iffee Offizieren des Batls. einverstanden waren Md eia« Verwendung des Batls. in schwieriger MÜttscher Lage damit ausgeschlosien zu sein schien. Der Kasnmandeur und die drei Komp.-Chefs stell' |h deshalb durch den Soldatenrat des Batls. die Bertmntensfrage unter dem Hinweis, daß sie bei eaetelitbem Vertrauen sofort zurücktreten würden. Die Vertrauensfrage wurde gegenüber dem Äom« Batche« and dem Komp.-Chef der 2. Komp., tzaRPchmmn Prinz Friedrich zur Lippe, verneint VNd zaglrtch wurden Ersatzvorschläge für sie

geben rolr i u e r u n b e. Sozialismus ift nach uuferet gfuffaffuiig nur mögliK. wenn die Produktion eine aeuftseud dode Öüife -er Ärl>eiiSlelftuna tnnebält. Sosiallömnö ift uns Orsirnttalion. Ordnung und Soli­darität. nicht Glüenmiiditinicit Wlderipenftigkeit und Serftöruno Svrgcnr-sll blickt un» die Zukunft au. Wir vertrauen aber trab alledem auf die unoerroüftliche SckmffenSkraft der deutschen Nation. Die alten Grund­lagen bet beutfiten Machtstellung sind fili immer ge­brochen. Die preubffche Oeecmeuie. das beOenäeUernlrb« Peer, die Politik bet ItWmniernben Webt sind bei un» für alle Zukunft unmöglich gemacht. Wie mülle« hje» i# Weimar 61« Wandlung vollziehen:

Dom 3mpniatisum8 zum A-ealiSuurL

van der Weltmacht jur gelftigeu Gröde. So tvslken wir an Sie Arbeit gebet», untere grvbeu Stete fest vor Siugen: Da» Recht dcS deuifcheu Bolle» zu tvabren. tu Deutfchland eine starte Demokralie vetoufern und dte mit roabr«u fozte-lem Efeift uub foztellftifrder Art er­füllen. DaS wollen mir wastr machen, was Sichte bet deutschen Naiiou o!S ihre Bestimmung gegeben hat: Wir wollen errichten ein Reich de» Neckt» und der Wahrhaftigkeit, gegründet auf Gleichheit alle» besten, wo, Sleufchenantlib trägt. lLedhafter öeiFatL)

Hieroaf beftkfl ber MkbrbeliSsoztalift M'g. Pfannkuch den Präsideuteastubl und richtete vlS Alterspräsident au die Versammlung eine Ansprache, in der er u. a. saate:

gebt ift da» deuilche Bolk fein eigner Herr, fein« eigene oberste toeivatt geworden. Es must dte grob« Prüfung hefteben, ob es reif ift in Kreiselt zu leben, oder ob e» wiederum unter die brutale Gewaltherr­schaft einer Minderheit fick beugen must. Dte Natio­nalversammlung Ift der Au»druck de» Willens der deutschen Nation. Ste allein bat von deute ab itt Deutschland zu entscheiden. S5ec ibr dte ununtsckränlte Gemalt zu schmälern versucht. . der frevelt au de», deutschen Volle» Süiajeftät und 6rei­be it Tie ganze deutsch« Station Innerhalb und intber» halb der alten SleichSsvenzen bllcft erivartu na sooft uuf diele e-erfammfung. Seien wir ivftrbfa unterer unge­heueren Ausgabe und tun wir alle untere Pflicht tu Siebe tum deutschen Volk nnb zur den Ischen Srrtbeit, die untere Herzen unb ft dos« erfüllt. Deutsch.

Sie LW im SielS.

Hamburg, K. Febr. Der Zentralbeamtrnrat rich­tete an Ebert ein Telegramm, worin es u. a. heißt: ..Bei dem Bersnche deS Arbeiter- und Soldatenrats, regierungsfeindliche Truppen und Arbe'ter des Solda- tenrats Hamburg nach Bremen Lberznführen, wurden die Eisenbahner mit Gewalt bedroht und haben deshalb die Arbeit eingestellt. Zu ihrer Unterstützung hat heute die gesamte Beamtenschaft Broß-Hambnrgs d'e Arbeit niedergelegt. Der Eisenbahnbetrieb ruht vollständig." In Elmshorn fanden bereits Versammlungen statt, um auch dort Eisenbahn, Post und Telegraphen still- ;nlegen, falls irgendwelche M'itärtransporte erzwun­gen werden sollten. Es verlautet, daß aus dem Lock­stedter Lager Spartakisten nach Neumünster ab gerückt seien» doch kommen über Neumünster keinerlei Trup­pen hinaus, weil die Bahnhöfe in der Umgegend ge­sperrt sind. Falls ein befriedigendes Ergebnis in den Verhandlungen mit dem Arbeiter- und Soldatenrat nicht emielt wird, soll der Eisenbahnverkehr der Pro­vinz Schleswig-Holstein stillgelegt werden, desgleichen der Verkehr bis Wittenberge.

Homburg, 6. Febr. Zu der (bereits mitgeteiltenf Beendigung de» Beamtenousstande» teilt der Zentral­rat der Beamten u. a. mit, daß bie Derhanolungen feine völlige Klärung gebracht haben, daß aber bi« Be­amten unter Berücksichtigung b r weitgehende Lchabi. (jungen burch ben Ausstand die Arbeit auf genommen hätten. Der Arbeiter- unb Soldatenrat eilt mit, daß ber Schutz von Personen und Eigentum au'ikchterhalten nxttbe. Gegen bie B'waffnung rndtruhtigter Z.vilrrr- sonen sei bereit» energisch «ingeschrttten. Auh dte Le- l»ensmitdelverjorgung werd« in der b'sh.'k'.zm Form gemöbrleistet. Der Arbeiter- und Sofbat.miat lege de- sonderen Wert auf ein Einvernehm.il mit bat mitt­leren und unteren Beamten.

Bremen, K.Febr. Ter Hamburger Soldatenrat hat von der Curhavener SpartakuSleitung verlangt, zur Hilfeleistung für die Bremer Spartakisten Minen­boote gesechtsklar zu machen. Die Geschütze auf die­sen Booten haben keine Verschlüsse, da diese entspre­chend den Waffenstillstandsbedingungen entfernt wer­den mußten. Der Hamburger Soldatenrat hat nun angeordnet, Verschlüsse durch Schiffe zu senden. Der Lotse hat fick wegen Eisganges geweigert, da» Schiff j# führe» ynjejgebcffen tarn es nicht zu einer Aus-

Hümm Her MsnMsgMM.

Weimar, 6. Febr. (Durch Funkspruch Ilsin- |ee.) Z»r Eröffnung ber Deutschen Nationalver- ^mntkavD geinte heute die Stadt Weimar ein un» -ervlhnlich militärisches Bild. Infolge ber dro­hend« Haltung der spartakistischen Gruppen der thiirmgifchcn Städte hatte die Regierung die zur kirsrschtrrtzaltung der öffentlichen Ordnung- Hgcn Verbreitungen getroffen. Im Stadtbilde fikiawts find annähernd 25000 Mann ein» ttsdkri, darunter Artillerie- und Minenwerfer- : ÄbiettHSgen. Für den Sicherheitsdienst in und tüt rtrs Parlamentsgebaude sorgen auserwählte Darmfchaften des Berliner Polizeikorps. Der all- - |:v-txen Stimmung wird durch Flaggenschmuck Äiizbrack »erliehen, worunter alte 48er schwarz- trt=g«lbaie Fahnen vorherrschen.

I Der Eröffnungssitzung gingen vormittags Tsttesbienste in -der evangelischen und katholischen i Kirche »entrt, an denen viele Parlamentarier teil- lläbniÄ».

ÄchM vor 2 Uhr begann die Ansammlung der I Bci riftnrHn vor dem Rationaltheater, uni die An- , büitfe ^sr Abgeordneten zu erwarten. Vor dem l Hause leer eine Eh r e n ko m pagn i e aufge- im übrigen waren keinerlei Absperrungs- - famfltge Behinderungsnmßregeln getroffen.

den Vorbereitungen der Parteien ergibt stch die Wührscheinlichkeit, daß die Mehrheits- fszialiKen, bie Deutsch-Demokraten und das Zen­tra« einen gemeinsamen parlamentarischen Rkh»heitsblock bilden.

Man rechnet mit einer Zusammensetzung des Arne» Neichskabtnetts aus 7 Sozialdemokraten, 4 [ Lentrsrnsangehörigen und 4 Demokraten. Präsi- t deut ber Nationalversammlung wird voraussich- Üch ber Mehrheitssozialist L ö b e - Breslau, ber Hhsn in ben Nat der Volksbeauftragten einticlcr bKir-, Als Diäten wird ben Abgeordneten wahr­scheinlich eine Pauschalsumme von 3000 M für die I fceuet ber Tagung gezahlt werden, wobei man sitit 80 Sitzungstagen rechnet. Busschußmitglieder V knet? weitere 20 Jl täglich erhalten, wenn die l «isschußfitzungen länger als eine Woche oauT.t.

Weimar, 6. Febr. Die Deutschnationale E^-lkspartet wählte ben Grafen Posadowsky tu ihrem Fraktionsvorsitzenden. Zum Vorsitzenden der Deutschen Lolkspartei wurde der sächsische Ab- sieordnete Dr. H e i n tz e gewählt.

Weimar, 5. Febr. Die sozialdemokratische prafiton beschäftigte sich heute mtt ben Bremer ®cfemaaiße«. Nach eingehenden Darlegungen

Di«Dberbtlfiftbe Beituna" rtitbeint lrchsmal mäckentlich. * -mo» nn Bezugspreis beträgt Viertels, burch bi« Post (ohne Bestellgelds, < J12» Uw tu bet 6tabt Marburg frei in« Hau» 3 76, bet unliien Zeitungsstellen auf dem Vanbe 8,76 X- Verlag>« Dr. C. Hitzersttz. Markt 31/23. Farn!««.Üd.

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