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5? * Der RHet<er« and Pandwesieverefn Ijttff, wie

n Uns schreibt, am Sonnabend die diesjährige Hauptversammlung verbunden mit Rechnungs- ^aung und Lorstandswahl im Hause Freidhof ab. Pie erschienenen Feldzugsteilnehmer wurden vom cj. istsiihrer. Kam. Pickerodt, herzlich begrüßt, «xjg Rechnungslegung ergab, daß der Verein in den Kriegsjahren 9203 M für Wohlfahrtspflege «jiö 2952,25 JL für die Kriegsteilnehmer ausge, g,ben hat. Diese Zahlen sprechen für den Geist der Kameradschaft und Hilfsbereitschaft im Vereine.

langfährig« Vorfitzend« des Vereins. Herr Hchlachtbansinspettor Keppler, wurde zum Ar^i-Vorfitzenden, die Kameraden P ö l« a n n

6 d) 8 f e t zn Ehrenmitgliedern ernannt. Herr ^echnungsrat Habel wurde zum Vorsitzenden und Kauf«. Piscator zum Stellvertreter ge- ^hlt. Nutzer dem wurden neu in den Vorstand ^emählt die Kameraden Dale and Hartung.

Der Gartenbau-Verein hielt am Montag jjent» im Haus Frekdhof eine gut besuchte Sitzung ^b. In seiner Begrützungsansprache wies der Bor- ztzende, Herr Kommerzienrat Schäfer darauf litt, dah der Verein im letzten Jahre auf ein 40- ,ädriges Bestehen zurückblicken konnte; von den Gründern gehörten noch drei, die Herren Vier- jtaucreibesttzer Bopp. Kaufmann O. Kratz and Hetz. Archivrat Dr. K ö n n « ck e dem Verein an. Die Mitgliederzahl habe sich während des Krieges von 78 aus 140 vermehrt, ein erfreuliches Zeichen, kie Versammlung beschloß, die langjährigen Vor­standsmitglieder Kaufmann H. "Runkel und Pfarrer a. D. Drost in Würdigung ihrer Ver­dienste um den Verein zu Ehrenmitglieder« zu er­nennen. Im übrigen wurde der Vorstand durch Neuwahl dreier Herren ergänzt. Dem von Herrn Bäckermeister Keßler erstatteten Kassenbericht ist zu entnehmen, haß das Vereinsvermögen jetzt 734 Ji beträgt. Man besprach daun den Bezug von 65meteien (Schließmohn wird wie im vorigen Jahre wieder unentgeltlich abgegeben) und er« mahnte dazu, die Bestellungen bei Herrn Kaufmann Run lel zu bewirken. Betreff» der kchädlingsbekampfung teilte Herr Kaufmann Tromm mit, daß die Frankfurter Gold« und kilberscheide-Anstalt in hiesigen Gärten versucht, mit Dlausäu^ega» die Obfibäume von den Schäd­lingen zu befreien. Wer sich dafür interessiere, kSnne sich die Sache anseben. Die angeregte Frage der Beschaffung einer Bereinsspritze wurde offen gelassen. Gartendünger ist in diesem Jahre, wie ferner mitgeteilt wurde, schwer zu beschaffe«, wenn euch etwas Kalkstickstoff und Kaliamonsalpeter in Aussicht stehe. Es soll angeregt werden, ob sich zur Verbesserung des Bodens seitens des Kommunal­verbands nicht Torfmull beschaffen lasse. Nachdem «an noch diese und jene gartentechnische Fragen besprochen arte, wurde die Versammlung geschlossen.

* Der Familienabend bet reformierten Gemeinde' hatte am Sonntag im Philippshauss eine große Zahl ton Gästen, darunter eine ersr.ullche Anzahl ona heim- gekebrten Kriegern, versammelt, zu deren Begrützung de' Abend bestimmt war. Obwohl nicht. wie souft, Tee gereicht wurde, und dadurch die gemütlich« Anterhal. tunovpause ausfiel, nahm der Abend einen sehr schönen Verlauf. Herr Konststorialrat Bornhsiuser be- grktzte namens der Hetwatgenr-ind? unsere Feldgrauen, «ach denen wir uns lange gesehnt und deren Arbeiis- krast wir so nötig brauchen in Staat, Familie und Ke-

Vafertäiulisclier Franen-Verein.

Tie Srfrlfchnna»llntlon *b d» KatkeetzSche narben vnöiittron*, d. 5. d. Mi« , arl*l#fTe*. 6TO p

Hl-M von 1858 IlEÄy ^Donnrrotaq, den 6. d. «iouat»^ 815 abend«, im ntftanrantHrs sttcher Hof"

General- Lersammlung

Ta aesordnung: i. Aeu'.vabl de» Borstrmdei } Rechnungrodloge. b 918 stBerlchiedeuest ^Eänitbche Mitglederwer- 7^ dlmgend um rhr ttr» Wtintn gebeten.

* Deo Notstand.

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mehrt»* Herr Pfarrer Eifenborg entbot bet Ge­meinde den Eegengrutz der Heimgekebrten. Wie hätten sük draußen in den vier langen Kriegsjahren sich oft nach der Heimat, nach Weib und Kind gesehnt! Wie vieles sei anders geworden in der Hetmat, wie manches bekannte Gesicht grüße sie nicht mehr. Welche Aende- rung vor allem hn Dolkslebeni Vielen wolle deshalb bet Mut finken, wieder die Arbeit aufzunedmen. weil doch alles nutzlos erscheine. Aber sie, die Heimgekehrten, wollen mit allem, was noch an Kratt ihnen geblieben fei, Mitarbeiten für eine bessere Zukunft in Volk und Familie. Herr Turnlehrer Fischer, der jahrelang im Felde gestanden hat, betonte al» Gemeindeglied ebenfalls, daß starke, treue Arbeit nötig fei, wenn unser Volk zum Ausbau eine» neuen besirton Staatswesens geführt werden solle, vor allem sei Ertüchtigung der Jugend an Leib und St!» nötig. Alle Ansprachen fan­den aufmerksam gefesselte Zuhörer. Zwischen den vor­trägen erfreuten die Anwesenden schöne musikalische Darbietungen. Der Kirchenchor unter seinem bewähr­ten Leiter, Herrn Organisten Engelhardt, sang vorzüglich, klar und voll. Bei einer Motette von Beethoven:Rammt laßt uns anbeten- sang Frau 6tn- d'enrat Schäler die Einzelstintn« innig und hauno- cksch. Ein Einneig sang von ihr und ein Duett mit Herrn Engelhardt waren eine Erguickung für Obr und Herz. Die Klavierbegleitung hatte Fran MutzNebrerin Ebel übernommen. Einleitung»» und Schlußwort sprach Herr Pfarrer Plannet. Aach einem 6"trt nm neuen Segen für die Heimgekebrten, um Schutz für die armen Kriegsgefangenen und nm Trost für die An- ^ebIrigen ber-r, b*r*n Li-ben nickst wieder rnrßtfo*fe?rJ find, wurde bk Versammlung mit dem gemeinsamen Gesang: >Herz und Her», vereint rusannnen, sucht in Gotte» Herten Ruh" belcklollen.

eüiegekscheibeuverstcherunqsnerein e. 6. Am 81. Fnnuar fand die diesiäbriae Generalverfammsun« statt. *tit entnehmen dem Geschäftsberichte: Dem Verein ge- sfirt-n an 245 Mstpli-der gegen 242 hn Porfabr. ver­sichert waren llSll Scheiben mit einer Berfiberunas- siimme von 129519 JL Den Einm»hmen von Jt standen Ausgaben von 630.19 * gegensib r. Tie Rück­lage beträgt Mr Zeit 15110,39 Ut and der Betriebs- nittelbestand 4967 X

TWeeter Rewrerfe, Pe-siawmlnnoen utzn.

@e*enfU*e *lrrr«tntw1wn*. Ank b!» beute abend n den StttbtTäfen finttfirfienbe ösieotllstx» P-rfommhino, n der öfter h># Frage der Ttenrnm# »an Kirche und Staat gefprmden wird, fe> nachwok» bivgew-»ien.

Her *anlnbtM»k Mit heute abend bei Lederer eine WifflHeberOTtfammlung ab, um die Gemeindewahlen z« besprechen.

Niederivalsiern, 4.Febr. ES iss erfret'liib dass in den Ortschaften die Jugend bestrebt ist, anstatt üblicher veranÜgnstaSmeierei daS deutsche Turnen Hebet zur Geltung tu bringen. So hat sich am letzten Sonnabend der Wef^e Turnverein, der während der *?riee«<eit fein Birten einstellen mußte. Mieder nv* mnd 60 Mitoliederu neu aufgetan mnd wirb demnächst auch feine der voltegesundheit dienende Tisti-keii wie­der «tfnehmen. i *

HskVen-NassMä und Na<Pbav<d-hiete.

ff »fiel, 4. Febr. Mit einem Kapital von 1473 000 Mark wurde eine SiedlnngS-^sefellschaft un' beschränkter HaftungHessische Heimat mit dem 6i* in Cassel gegründet. Der Zweck ist die Beschaffung nnd Orrnhtung von Wohnstätten, die mit einer den wirt­schaftlichen Bedürfnissen deS Besitzers angepaßten er» tragssähigen Boden fläche auSgestattet sind, insbeson­dere für Handwerker, Kleingewerbetreibende, Beamte Angestellte und Lohnarbeiter jeder Art, fern« -nm Zwecke der Ansiedlung von Kriegsteilnehmern. Die

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Fndiissrie nnd Bankwelt de? NegiernngSbezirkS, die im Aussichtsrat vertreten ist. wirb die weitere Bereit­stellung von Mitteln durchführen.

Wetzlar, 4.Febr. Tie Handelskammer für den Kreis Wetzlar hat eine Entschließung gefaßt, in der sie erklärt, daß der Kreis eine wirtschaftliche und kulturelle Einheit mit dem Gebiet der umgebenden Prorinz Hel­sen-Nassau bildet, nnd daß demnach der Anschluß deS KreiseS Wetzlar an die Verwaltung jener Gebiete eine Lebens- und Entwickelungsnotwendigkeit für ihn bildet. Es wird somit in erster Linie eine Vereinigung des Kreise» mit Hessen-Nassau tu der neuen Reichs­verfassung vorzusehen sein.

Hanau, 3.Febr. DaS Landratsamt Hanau ist nrieber nach Hanau znrückqekehrt. Der von der Zen­tralregierung bestätigte Landrat, RegierungSrat Tr Schmidt, amtiert ebenfalls wieder in Hanau, fiemerf- lenSwert ist, daß jetzt Dertreter der Arbeiter- und Banernräte de» Landkreise» Hanau die Nek-envachiine de» Landratsamtes übernommen haben, während früher die» Amt von bei» städtischen Arbeiterrat Hanau kontrolliert wurde. '

Mannh e i m, 4. Febr. Am Sonntag brache" auf den zngefronenen Rheinsporeu zwei Lehrling- bei» Schlittschuhlaufen ein und erfreuten. Die Lei chen wurden bald gelirrdet.

AnysNttfche

Dappelmoed und Selbstmord. Lugano, 4. Febr Der frühere, auch in Deutschland sehr bekannte, Pro­fessor b t Gynäkologie an der Universität in Genua Luigi Vosfi, ist in seiner Mailänder Klinik von dem eifersüchtigen Satten einet Patientin erfchossen worden Dann erschoß der Mörder, ein tunesischer Kaufmann, auch feine F«m und tötete zuletzt sich selbst.

Letzte MchelchtS«.

Berlin, 4.Febr. Mit der Heimführung de deutschen Truppen au» den Gebieten bei Schwarzer Meeres sott am 16. Februar begonnen werden. Di> Fahrt geht über Konstantinopel nach Triest. Von dar au» erfolgt der Weitertransport auf dem Landwege

DerBoss. Zeitg.^ wird au» Geestemünde beritt) tet: Die Lloyddamp'erScharnhorst" und *tern- Ventana", zwei deutsche Schiffe, sind auf der Reiß von Kopenhagen» nach England beschlagnahmt worden, angeblich wegen bolschewistischer Umtriebe. Die Mann schäft wurde an Doch interniert

Berlin, 4.Febr. Die »Post^ meldet: Dieheut in Jena versammelten Mitglieder de» Jenrralverbander Deutscher Industrieller nab des Bundes der Indu­striellen beschloß, die verbände zu einemRrichSver band der deutschen Industriellen" zn verschmelzen, der sich die Wahrnehmung aller wirtschaftlichen Juter- essen der deutschen Jrchustrie zur Aufgabe fetzt

Berlin, LFebr. Au» Magdeburg erfährt das Verl. Tagebl.", daß e» gestern gelang, einige der spartakistischeu Räuber zu verhaften. Unter ihnen be­findet sich ein bekannter Schwerverbrecher, der einen vom früheren Polizeipräsidenten Eichhorn ausgestellten Reisepaß bei sich trug.

DerBert Lokakanz." schreibt: Bei den letzter Kämpfen in Hopfengarten bei Brom berg dnrchschnir ein Pole einem deutschen Kinde den Hal». Die Mutter lief hinter dem Mörder her: Dadurch wurden Grenz- schutzsoldaten aufmerksam auf ibn und nahmen ihn fest Der Mörder konnte nur mit Mühe der Lynchjustiz ent- zogen werden.

Berlin, 4. Febr. Der Lehrbetrieb der Univer­sität Bonn ist fast väTkig lahmgelegt weil beinahe alle

Hörfäle von englischen Besatznngstrudven jprr Ein« auartierung benutzt werden. Tie deutsche Waiiensiill« standskommission erhob die nötigen Vorstellungen, uG die Räumung der benötigten Hörsäle zu erzielen.

Tie bayerischen LandiagSwahlen in be< Pf-l^

Ludwigshafen a. Rh^ 4.Febr. Es entfaHtit auf die Bayerische Bolkspartei 8^ Deutsche VolkSvartei 4, Demokratische Partei 3, Cozialdemokrateu S Äbgv« ordnete. i

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tzkcrnllschtrr,

Das Seebad im Winter. Der durch «arme Bäder und Heizung gegen die rauhen winterlichen Wittemngsumschläge so empfindliche Stckdter wird einen gelinden Schauer empfinden, wenn er hört, daß in England das See baden immer mehr Lu» bänger gewinnt Es gibt eine ganze Anzahl wen Kurgästen, die zur Winterszeit an der Südküste Englands weilen und zum Staunen aller Beob­achter täglich ihr Seebad nichmen nnd sich dabei sichtlich wohl nnd frisch fühlen und über keinerlei Beschwerden klagen. Ein Seebad im Winter tonn trotz der oft schneidenden Kälte des Wasser» ohne nachteilige gesundheitliche Folgen für den Laden» den fein, wenn der Schwimmer nur schnell ins Wasser springt, zwei oder drei Minuten unau»« gesetzt schwimmt, sich dann schnell adtrocknet und inzlrht und ein paar Minuten am Strande umher» 'ättft Die Voraussetzung für die Bekömmlichkeit eines solchen Bode» ist freilich, daß di« winterlichen Badegäste nollkommen gesund »nd vor ollem von Herzleiden völlig frei find. Tie Gefahren de» winterlichen Seebades werden häufig übertrieben, silles kommt nur darauf an, daß das Bad kurz ist. Sin Arzt, der biefes Experiment wiederholt r-rchte, nerfichert:Nach einem solchen Morgenbade in» winterlichen Meere fühlt man sich frischer als |t Im Leben und lauscht mit behaglichem Lächeln de» 'siefp^öchen der Nachbar» ibtr Lungenentzündung mb Erkältungen."

Mitteilungen aus dem Leierkreiie.

Unter dieser Rubrik verästentlicht die £d>rtOlritung Stimmen an» idrem Leserkreis. Für die hierin iw- -eiprochenen Ansichten and Tendenzen »beenimmt dis -christlettung (aufter der vretzari«tzl'chen) kein» AerantwortnnO. Hefe bleibt vietmeche dem Ein» fender überlassen.

Bezugnehmend ans den Bornnq deS Herrn Prof. Bornhausen über Trennung von Kiribe und Staat möchte ich beifüaen, daß nicht nur die Baseler und 'Genfer Kirchen sich frei gemacht haben, sondern daß die Trennung der Kirche in sämtlichen Kontonen durchgesührt ist Die Schweizerinnen und Schweizer missen nicht» andere» und fühlen sich febr wohl haftet Die Kirchensteuern richten sich nach brr Größe bet ©e» neinbe, zum Beispiel haben sie vor dem $ri»e in iner größeren Gemeinde am Z^'richersee nur 6 Fron­ten Steuer bezahlt da» Jahr. Ak» ehemalige Schwei­zerin möchte ich meinen deutschen Brüdern und Schwv« lern zurnfen. greift zn unb tretet in die Fußravfen >er Heinen Schweiz, von welcher ihr noch manche» tznte lernen könnt. Luch inbezng auf die Einheit»-- ichule. Fran H.

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