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Amtliche Bekanntmachungen

|fr Landrtttsämter Marburg und Kirchhain

«reis Marburg.

! Oetrifst: Zutücksührung wn Heeresgut hi bd Besitz des Reiches.

Wer sich unbefugt in dem Besitze so« Waffen, die -9 Heeresbestärrden stammen oder von tzeeresgerär Heeresgut aller Art fFahrzeuge, Pferde usw.j be= jgnb, war verpflichtet, diese EegenstLnd« bi» yon 25. Zanuar abzuliefcrn.

Diese Frist ist abgelaufen.

Wer sich heute noch unbefugterweis» l* Besitz solcher Gegenständ« befindet, hat sich strafbar gemacht und kann i^ch § 5 e. <t D. mit Gefängnis bi, zu 5 Jahren und

Geldstrafe bis zu lvv vov Ul oder mit ein« dieser Strafen bestraft werden.

Das Reichsinteresi« erfordert gründlichst« Maß- gghmen für die Erfassung und Ablieferung eile, unzu- Mgerweise im Besitz von entlasienen Soldaten und wn Zivilpersonen befindlichen Heeresgut'S.

Ich weise deshalb die Herren Bürgermeister an, di« fofottiflt Ablieferung der In Rede stehenden Gegen­winde durchzusetzen und fall, es geboten erscheint, Durchsuchungen der Wohnungen durch die Mitglieder tet Bauern- und Landarbeiter zu veranlasten. Wenn «forderlich, ist Gendarmerie zu requirieren oder bei mir die Gestellung militärischer Kommandos zu bean­tragen.

Das gemelndeweise gesammelte Heeresgut ist dem Garnisonkommando Marburg und dem u. S.-Rat «izumelden.

Atarburg, den 29. Januar 1919. (186

Der Landrat: ». Loeweustein.

Der Marburger Arbeiter- und Soldatenrat: Preutz«, Rob.

Betrifft: Lehensmitleluersorguug im Laudbqirt.

Auf Abschnitt Rr. 15 der grünen Lebensmittelkarten Annen von Ende nächster Woche ab folgende Lebens­mittel eingekouft werden:

150 Gramm Graupen oder Gries oder Rudel»

150 Gramm Kaffee-Ersatz

140 Gramm Mehl

200 Gramm Marmelade.

Auf gelbe Lebensmittelkarten erfolgt keine Zu­teilung. Außerdem können sämtliche Einwohner im Landbezlrk des Kreise» Marburg aus Grund von be­sonderen Karten, welchc von den Herren Bürgermeistern ausgegeben werden bei de» Kaufleuten in der Stadt Marburg Rosin«« (auf den Kopf 'k Pfund zu 1 «in- stlusen.

Die Herrcn Bürgermeister mosten die» ortsüblich be­kannt machen und di« ihnen zugehenden Rosinenkart«n Pcich austeilrn.

Die Rosinen find von der Stadt Marburg überwiesen Xttb bereits auf die Kaufleute in Marburg verteilt, »ine Abgabe an di« Kaufleut« im Landbezlrk kann da­her nicht erfolgen.

Marburg, den 8L Januar 1919. (204

Der Landrat: 9. Loeweustein.

Der Marburger Arbeiter- und Eoldatenrat: Rösler.

Gemeiufame Bekanntmachungen.

Die Feststellung des Wahlergebniffe« für bW ver- fasfu"qgebende preußisch« Londesversammkmig, 19. Wahlkreis, durch den Wahlausschuß hat folgende» Rr» sstltgt gehabt:

Abgegeben wurden insgesamt 1067 841 gültig« Stimmen.

Davon entfalle« auf Wahloorschkag

I. Gebeschu«

II. Gräf

III, Rad«

IV. Ritt«

V. Schwarz

VI. Sender

66 198 Stimmen 425 877 Stimmen 228 312 Stimmen 101 992 Stimmen 199 752 Stimmen 37 210 Stimme«.

Auf. di« verbundenen Wahlvorfchlög« I, IV, V ent- fallen 366 942 gültig« Stimmen.

Es «halten Sitze:

Wahlvorschlag I 1 Sitz

Wahlvorschlag II 9 Sitz«

Wahlvorschlag III 6 Sitze

Wahlvorschlag IV 2 Eitze

Wahloorschlag V 5 Sitz« Wahlvorschlag VI 0 Sitz» Als Abgeordnete sind demnach gewählt vom

Wahlvorschlag I: Gebeschus.

Dablvorschlag II: Eräf, Hauschildt, Schreiber, W«b«r, Ege. Erzcsinsli, Häse, König, Wittich

Wahlvorschlag ITT: Rade, Ehlers, Ki»p«l, vskh Hetl- brunn.

Wahlvorschlag IV: Ritter, Werner.

Wahloorschlag V: Schwarz, Rhi«l, Herftmath, Drstmen-

berg. Wentrup.

Wahlvorschlag VI: Keine» Sitz.

Cassel, den 1. Februar 1919. (203

Der Wahlkommistar für die verfastunggebend« preutzifch» Landesversammlung, 19. Wahltrei».

von Le « tze.

Ausforduung.

Tas Bezirkskommando hat auf Anordnung de» Generalkommandos 11. A^K. Freiwillige auzuwerben iflr e n« Ubt? liivg der $»:?« nffit, d e vom IV. A -K auf dem Truppenübungsplatz Aktengrabe« ausgestellt wird. L In die volkswchr werden mit Freiwillig« aufg«, nommen. Sie wird außerhalb des Rahm«« Iw» Heeres stehen.

1 Für die Annahme der Freiwillig«« ist LorSv- dingung:

a) in der Regel Zurticklegung des 14. Lebensjschm»

b) körperliche Rüstigkeit

C) längerer einwandfreier Frontdienst.

». Zunächst Zrobezeit von 21 Tagen. Bei Deetguetsteit Be.vsiictNrng ovf 6 D enate, HeJ een 1 ju S Monaten verlängert werden kann.

früher« Lösung de» Dienstverhäktnisfe» ist Bei schwerer Verletzung der Pflichten zuläMg, sie «folgt durch den «btrilungsführer unter Zustimmung b Lar trauensrate«.

4. Die Freiwilligen werden wie Mannschaften de» Sol- datenstande» bekleidet, ausgerüstet, bewaffnet m® untergebracht. Früher erworben« Btijorgungwu spräche bleiben bestehen.

i Geldak-findung: Jeder Freiwillige erhäft ein «onat- lichcs Grundgehalt von 180 X und rin« Monat».

F-sümte von je .30 X nach Ablauf eine» Monat«: an f mailichen Führerzulagen find zuständig: 30 X für _ _ Zugführer, 60 X für den Hundertfchaftsfsihr«, 120 ui für den Abteilungsführer. Di« Aerzk, tz«

TTevrrzt, Rechmmg-ftkhrer, und yerpflegvirgsmePsr erhalten die Zulage der Hunderflchaftsfllbror.

Verheiratete, die ffch selbst verpflegen nrA eirnnte» fett, erhalten als Entschädigung hierfür ehre täglich Zu­lage von 5 X. Hebet Regelung der Gebiihrniff« bei Krankheit, Urlaub, Arrest und Dienstreisen ufw. erfol- ge» noch Bestimmungen.

Meldungen in Zimm« 15 de« Bezirkskommando» Marbura von 812 vorm. und 26 nachm, tat Trevia beim Meldeamt in denlelben Stunden und tat Bieden­kopf feden Montag vormittag beim Bezirk»reldwebei

Die Absendung der Freiwillige« erfolgt auf Abruf: nicht vor dem 15. 2. 1919.

Marburg, den 27. Januar 1919.

Bezirkskommando.

gez. Herzbruch, Obetstleut. z. D. «. Be»--Kom. wird veräftentlicht.

Marburg und Kirchhain, be« 30. Za«. Ulst. (206 Di« Sandrät«:

». Loew«nsteiu. v. Gtksa.

Der Marburger Arbeiter, und Eoldatenrat. Preuße, Rich.

Verordnung.

Auf Grund de» 8 5 der Reichsgetreideordnung für di« Ernte 1918 vom 29. Mai 1918 (Reichs-Sesetzbl. 6. 435) bestimm« ich folgendes:

61.

All« Frücht«, di« »ach bet Reichsgetreidrorbnung für 1918 beschlagnahmt find, wüsten, soweit nicht von den Kommunalvsibänben ein ftüb«r«r Termin festge­setzt worben ist, spätesten» bi» zum 15. Februar 1919 au»gedroschen sein.

S 2-

Di« Kommunalverbänbe können Frücht«, die bis zu dem genannten Zeitpunkt nicht ausqedroschen sind, ge- mäß § 6 der Reichsgetreibeordnung für di« Ernte 1918 auf Kosten des Betriebsunt«rn«hmers ausdreschen lassen.

6 3-

Verstöße gegen. § 1 werden nach § 80 Ziffer 3 der Reichsgetreideordnung für 1918 mit Gefängnis bis zu einem Jahr« und mit Geld straf« bi» zu fünftausend Mark oder mit ein« dieser Strafen bestraft.

Tassel, den 20. Januar 1918. (206

Der Regierungs-Präsident.

Wird veröfscntlicht.

Rarburg mich Kirchhain, den 30. Januar 1919.

Die LandrSt«:

9. Loeweustein. v. Gilsa.

Der Marburger Arbeite»- und Soldatenrat: Rösler.

Ätele Kirchhai,.

Nach kriegsministeriell« Verfügung vom 17. Januar 1919 Rr. 147/1. 19 II 6 hat d« Staatssekretär des Reichsernährungsamtes die Aufhebung der den Ar­beitern der Rüstungsindustrie bish« gewährten Lebens- wtttelzulagen verfügt, weil die Voraussetzungen für bk Sonberbelieferungen der betreffenden Arbeiterklassen jetzt nicht mehr zutveffen. Ausgenommen davon sind nur di« Bergarbeiter und Teile be« Eisenbahnpersonal», welchen im Interesse d« Kohlenförderung und wr schleunigen Wiederherstellung de» Eisenbahnpark» die Zulagen, bte sie bisher erhalten haben, wettergewährt werden sollen.

vorstehend« Anordnung des St.ratss-kretör des Retchsernährungsamte» gilt auch für die Kriegs gefan- genen, denen nach den bisherige« Bestimmung«« al» Schwer- und Echwerstarbetkr di« gleich«« Zulagen zu. standen wie de« gleichartig« ft«t«n Arbeiter» der bett. Betriebe

Mrd veröftutlicht.

Kirchhai«, den 81. Janwar 1919. (201

Der Landrat: v. Gtkfa.

Für den Arbeit«» und Eoldakurat: XI I« r.

Der Regkerungrpräfidmtt weist »schmal« txf Grund seine, Runderlafle» vom 27. Dezember 1918 A TI G 12539 darauf hin, daß Me Drtepolizeibehärden bk SootkartenontrSg« nur auf dem vorgefchriebenen Formular «inzureichen Haden.

. Rur bei Befolgung der Vorschrift fifaM» zett- raubende Rückfragen vermieden werden.

Der Landrat: o. Gilsa. (199

Für den Arbeiter- und Soldatenrat: R 0»l«r. Ackerleine» Liehstricke.

Durch Vermittlung de» Krieg»wirtschast»amt» in Tasiel werden angebot««:

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Ackerleinen 7 Meter lang ca. 7 Millimeter stark *H X 1,15

Ackerleinen 9 Met« lang ca. 8 Mtllimet« stark mit

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Bkbstrick« ca. t Meter lang mtt XJU m Papier nb TyphofUsermischgani:

Ackerleinen 7 Meter tote ca. 9 Millimeter stark mit X 8.40 da« Stück.

Mündlich« ob« schriftliche Bestellungen, denen bet Kaufpreis beizufügen ist, werde« bi, spätesten» 11. Februar b. I. extgegengawmmeR wr der Krkgowirt» schastestelle Kirchhain.

Kirchhain, beit 30. Januar 1919. (202

D« Landrat: v Gilsa.

Für beu Arbeiter- «. Soldatenrat Marburg: Älslet.

3« ber Gemeind« Obernburg bee Kreise» Franke» berg wurde bk Maul, mtd Klinwustuch, «Wgstch Hb gestellt.

Obernburg tntAt tatWo» beste» ge^mit,

Kirchhain, b* 27. 5«*x IM ji T P»

vor Laubaat: » eiffc

Für be* «rbette» ». Snldatenrat «ttburg? «bitt

j oas tzumoristjsche Lerdbtatt

sLk I^tgrr^rn w* ketcimgebtiebencat Kcldpsfi- und prvde AbosaemenLE * monatlich röt 2)?cr1 1,60 « bei «L« Luchh«Srusgn, u. pofkustaLcA l " [ Ä*g der -Lästiges Vuitrr- t» Ser«» 6E&M, S J J'Ll-

ZM- in den Stadlsälen MmS ke 5. Wmk, lind; tiilllit $ Bit über bk Frag« der

C) Alt Einheit dks tzkiltslhk» Prnfrflanüäiatis

Ml In Ausbau In Laulnkiribk.

Redner: Konsisiorialrnt Professor D. Bomhaeuser and Professor D. Stephan.

Nach be» Vorträgen frei, st«,!prache.

Oesfnung bei Saale» ?»/. Uhr. «tntt!t1»gelb 80 Plg. Kl

von Awwere, Geh.-Rat Pros.; Borahlneer, Konsiüor.-Rat; M Bttohner, Streiner; Fink, Uii'nerf..R«ffenttnbairt; Fri. Grotefend; Hamel, Lehrer; H61k, «ymnaflel. direktor; Hauck, Lehrer; Hering-, Fabrikant; fttl. Jahnow, Oberiebreri«; Fran Prof. Joeoph; Kttraohner, Studienrat; Koreohelt, Beh.-R it; Bandau, Super- i"t-,ident; Lemmer, Lehrer; Huth; Otto, Schreiner; Fieoator, Ranfmenn; PJaanet, Pfarrer; Bado, Professor; Simone, Profestor; Sonnen «oh ein. Buch- häniler Spbrkaaoi Sohrey, Gärtner; Stephan. Profestor; Weck««ler, Profestor.

Sn be» OanbeteregiNcr * Abteilung A Nr. 107 ist bei der Firma IMarberarr ®«pett»f«brik|.#. Schä­ler zu Warbvrg heute ein- aetoagen werden: Der <üe- lellschaster Victor Achäfer ist qu» der E sellichoft out» aeschieden. D e Prokura be« f charb f>oI?,ntüPer »ob be» He nr ch Sieger ist erloschen.

Marburg, d. 31. Jan. 1919. 059 Da» Awteeertcht.

~ DkMtt stMtmtzu-Mels E. V.

Zu der am Mittwoch, d. 5. frbrwrr, abend» 81'« Uht im Eckz «wer bet BtadtaUe fiGtifinbenben h

Nifglirtrrifmmifiii * rb hierdurch nochmal» tr itfltrb «in««loben. R cht- mitgtifbrr, d>e ev. be treten wollen, sind «benfall» ein» geloben. 945

9t» Verstaub.

Gesellschaftliche PermiiqniistMarbnrg Miikwoch, d. 9. febraar 1919, pünktl. 8 Uhr abeods Ä'onotsnersammlnnq

Da» Grschein«« sämtlicher Mikelifder ist bringe«» er- wünscht. 89J

b_______>rr Vorstand.

8lt«kitkr-Zmu<i

Mi«««t«a. tz. 4. Februar, abends 81', Uhr, im Waftbeu» ^Iurst ouuo" au ßerorbf uttiche

Bersamwkvig.

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