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DieOberbejfifdie Zeituup" erscheint lechem«! »>S»entlich. Der

M2 *)Q Vezugsvrei» beträgt Viertelt bet* die Toft (ebne AefteNaelvs. 1.75 X.

VtX. «-O m der Stadt Marburg irr! in« t>«u« s.75, bei unteren Zeikungeitellen auf de»

Lande M <* Verl», een Dr. C. Httzerottz. Werft 21/21. Ferner.55

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die sofortige Zurückziehung der Ttct^rn (berstenberg, da deren Auftrag restlos erfüllt ist. Die Division Terstenberg erklärt, im Ciufe des 2. Februar in die Stadt Bremen und in Hemeiin» »en nicht einzumarfchteren, fall» kein Trupprn- zuzug von aufeen nach Bremen erfolgt.

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Montaq. 3 Febrmr

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aufhält, ist verpflichtet, sich über seine Person durch einen Paß auSzuweisen, in dem ihm von der zustän­digen Sebärbe die Erlaubnis zum Eintritt und Aufent- ba(t in Weimar erteilt ist. Diese Bestimmung findet feine Anwendung auf Personen, die im Gebiet der Stadt Weimar ihren Wohnsitz oder seit bet Zeit vor dem 20. Januar 1919 ihren gewöhnlichen Aufenthalt haben. Ueberschreitungen werden mit Geldstrafen bis 160 Mark oder mit S^aft bestraft: auch kann zwangs­weise Abschiebung erfolgen. Zur Entscheidung über die Erteilung der Eintritts- und Aufenthaltserlaubnis wird in Weimar dieFremdenstelle SBeimat" errich­tet. Die Erlaubnis darf nur erteilt werden, wenn ein ausreichender Grund zur Reife dargetan ist und ihr Zn-eck den öffentlichen Interessen nicht zuwid-rläuft.

Entwaffnung von Regierung»truppen In Weimar.

Weimar, 2. Febr. DaS zum Quartiermachen vorausgeschickte 100 Mann starke Kommando der nack Weimar befohlenen Regierung^truppen vom LandeS- jägetkorps wurde nach seinem Eintreffen vom hiesigen Soldatenrat deS Ins.-Regiment» Nr. 91 entwaff­net. Die Entwaffnung ist angeblich deshalb erfolgt, weil der Soldatenrat e» nicht gern sah, daß nach Wei­mar Soldaten entsandt werden, die nicht zum 11. Armeekorps gehören. -Nachdem weitere Truppen ein- getrofsen waren, wurden vorn Eoldatenrat nach güt­lichen Verhandlungen die Waffen zurückaegeben. Tie Regierung hat unverzüglich Maßnahmen getroffen, um die Wiederholung derartiger Vorfälle unmöglich zu machen.

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diesem da» $"5m?bT0tmular beweisen, daß die stimmun'strn de» 21er Rate» nach Wilhllms- Dabei batte et aber da» Unglück,

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Arthmd'mm mit Urtmtn.

Die Selbatenräte de, 9. Armeeokrps gegen die Regierung.

Siemen, 1. Febr. Der Vorsitzende der Sol­datenräte des 9. Armeekorps Pool teilt mit: Falls Noske nicht sofort die Truppen vor Bremen z u rückzieht, wird das ganze 9. Armeekorps mobil gemacht und außerdem die ganze A t - beiterschaft au f gerufen, um gegen bi; Regierung zu ziehen. Als Derhandlungsbasi^ stellt der Bremer Rat der Volksbeauftragten fol genbe neue Richtlinien auf: Waffenabgabe der Arbeiterschaft an das Regiment Nr. 75, das Regi­ment Nr. 75 übernimmt dr.' Sucherhvttsdn 'it In Bremen. Der Rat der Volksbeauftragren fo'gt für Ruhe und Ordnung: er jutbd in Bren n keine Regierungstruppen. Die Lebensmittelschiffe wer­den nicht behindert, falls Noske fein Vorh rbrn tuf= gibt. Hierzu wird bemerkt: Degen die Waffen­abgabe an das Regiment Nr. 75 würde Herr Noske wohl kaum Widerspruch erheben. Bei der angedrohten Mobilisierung des 9. Armeekorps ist zu bedenken, daß der größte Teil der deutschen Armee inzwischen demobilisiert ist.

Hamburg, 1. Febr. Der Große Arbeiter­rat von Hamburg nahm mit 232 gege* "B Stim­men eine von Dr. Laufen berg vorgelegte Entfchlie- stung an. in der er sich mit der Bremer Arbeiter­schaft solidarisch erklärt. Der Große Sir bei (errat verlangt: Sofortige Sicherung drr Anmarsch­straßen: Bewaffnung der Hamburger Arbeiter­schaft innerhalb 48 Stunden: Besetzung des Hafens und Beschlagnahme sämtlicher Lebensmittellager, Unlerstützung Bremen, mit allen militärischen Mitteln.

Da, Ergebnis der Berhandl argen.

Bremen, 2. Febr. Ueber das Ergebr.is bet am 2. Februar. 3 Uhr morgen», gepflogenen Ver­handlungen zwischen den Bre-n- t Volksbrauflrag- trn, Vertretern de» Bremer Sol-a<enrats der Bremer Meh heitsfozialisten. Vertretern der Divi­sion Eerstenberg. Vertretern des Obersten Sol­datenrats von Groß-Hamburg, des A.- und S.-Rats Oldenburg und des Korps-Soldat ntiats des 9. A -K. unter dem Vorsitz des Genossen L .mpl wird gemeldet:

Die Volksbeauftragten Bremens sind bereit, auf Verlangen der Reichsregierung zurück;n- treten. Tie bewaffnete Arbeiterschaft Bremens ist bereit, an den Korps-Soldatenrat des 9. A.-K. alle Waffen und Munition abzulie - fern. Der Drifte Soldatenrat iin Groß-Häm­in d der Korps-Soldatenrat des 9. A. X. verbürgen sich für die Durchführung bei Entw Jfnung und für Wiederherstellung geordneter Zustande in Bre­men. Die Mehrheitssozialisten Bremens und sämt­liche Vermittler erbitten von der Reiche regte r u ng

WB. WilhelM»ha»en, 1. Febr. Der Lhef bee S'cherheitswesen» beim Mer Rat. ttnabdänzlzer Dorn, wollte bei einer Besprechung mit einem Be-

Berlin, l.Febr. Der Eoang. Bund zur Wah^ rang der deutsch-protestantischen Interessen ruft bl einem Fun klorach alle christlich Gesinnten aller 2 fabel auf, zum Heile bet Menschheit einzutreten für eineu baldigen Friedensschluß, für die sofortige Aufhebung bet Hungerblockade und für die Rückgabe der deutsche» Gefangenen.

Solingen, St Fan. Die Führer der hiesige» Unabhängigen hatten sich vor dem englischen ftrti* geeicht wegen Vergehens gegen die milit faschen Vor­schriften zu verantworten. Der Redakteur Merke! bet .. Volks stimme", der au« Anlaß des Tode« von ?4 knecht und Rosa Luremburg zum Generalstreik auf*»«* beete, erhielt vier Monate Gefängnis, bet Av« beiter Bös wegen Veebreitung eine« Generalstreikvla» fat« ebenfalls vier Monate Geffagni« und der Par-ei- fekeetär Bollert, weil er sich iw Besitz eine« Revolver« befand, vier Monate Gefängnis und Zwang«» arbeit.

Pari«, 81. Fan. Laut »Echo de Pari«* et» wartet der Ausschuß^ der die Frnge bet Trappfstärkt in den Rbeinlanben prüfen soll, daß b<e Gesamt­stärke der ftranxofen. Engländer und Amerikaner eint Million nicht erreichen werde.Homme Libre" ver­langt die schleunigste Verbindung Frankreichs mit denk elsaß-lothringischen Eisenbahnnetz.

Meiromftttf und Aohftsffe un» gegen deutsche Werft.

Berlin, 2. Febr. Wie die Waffenstillstands ko»- misiion berichtet, hat da« Oberkommando der BerbÜn» beten am 81. Januar in Eva« eine Rote ftbev reichen lallen, in der im Zusammenhang mit der Le­bensmittelversorgung Deutschland« v-elchiedene Anga­ben finanzieller Art von der deutschen Regieraa« verlangt formen. ®e toll der Aollenbestand der Reich«» bank und ihre Bestände an AuSlandSwechseln ui*' Wertpapieren angegeben werden, die an neutrales Pl ästen lombardiert werben können, eb-nso wer-eck Anaaben g-forbert. au« denen hervorgebt, in weichet Höbe sich Werte neutraler Staaten im Besitz der deut­schen Banken und sonstiger Institute und von Privat­personen befinden: ferner soll berichtet werden, welche gesetzliche Machtbefugnis die gegenwärt'ge deutsche Regierung bat. um den Besitz deutscher Staats­angehöriger an Denollten, Wertvavieren und anderen Werten in Deutschland und in den neutralen Ländern zu tiauibierem Daran ansch'ießend soll eine Auf­stellung der Vorräte aller Art gegeben werden, die in Deutschland für eine sofortige Ausfuhr vor­behaltlich bet Billigung bet verbündeten RegieranaeN bereit stehen. Die Rote betonte, daß alle technischen Aufklärungen über diese Punkte möglichst schnell mitgeteift werden müßten, damit die Verbündeten Re» nierangen und die Bereinigten Staaten dem deutschen Ersuchen inn Verformung mit Lebensmitteln und Roh­stoffen nachkommen könnten. ES ist da« erste Mal, baß die Verbündeten in einem offiziellen Schriftstück von der Versorgung Deutschland« mit Lebensrnitteln und Rohstoffen sowie von der deutschen Ausfuhr spre­chen. Die Rote beweist aber auch zugleich, daß der Ver­band für die Werte, bte er un« liefern will, unbedingte Sicherheit verlangt, b. h. er will Zahlung nickt in Reichsmark sondern in Werten, die wir n u r d u r ch Arbeit erzeugen können. Ma« wir brauchen, ist also Arbeit und nochmal« Arbeit, nut so bekommen mir Lebensmittel und Rohstofie; nur bann ist an die Wieberanfnahme bet bentschen Ausfuhr zu bentat, aber dauernde Ausstände und Versuche, die Ausfahrt der deutschen Schiffe zu verhindern, müssen unS bei» Hungertode entgegen führen.

Roch keine Ausfahrt bet deutschen Handelsschiffe.

Hamburg, 1. Febr. Heute sollte die erste Staffel der auÄjufiefernben deutschen Handeslschifse auSlausen, für Hamburg etwa 17. Ihre Abfahrt konnte nicht erfolgen, weil die erforderliche Einigung de» Deutsche, SeemannSbundeS mit den Reedereien noch immer nicht erfolgt war und bet Deutsche Seemannsbund gedroht hatte, die Schiffe nicht herau«zulassen, solange feurt Forderungen nicht erfüllt seien.;

Die Rheinländer he« zum Reiche.

Berlin, 1. Febr. Auf Einladung desFreiheits» Hundes der deutschen Rheinlande" sanden am 30. L unter gewaltigem Andrange bet Bevölkerung von stöl, zwei große Volksversammlungen statt, die von Bef tretetn aller Parteien einberufen waren. Staatsiek« töt Trimbotn hielt eine begeistert ausgenommen« Rede. Die Franzosen strebten offen die Angliederung deS ganzen linken Rheinufer» an. Der Gedanke Je* unfaßbar für [eßen Deutschen, der am Rhein« wohne. E« sei dieser Lage gegenüber die Pflicht jede« Rheinländers, seine TreuezumReichezu betonen. Die Rheinland« seien ein echt deutsche« Land, da« wirtschaftliche Rückgrat DeulschlandS. Tie Rheinland« wollten von dem Selbstbestimmung-recht bei Völker Gebrauch machen. Da« gemeinsame Blut, daß aus den Schlachtfeldern vergossen worden sei, habe bu Rheinlande unlösbar mit dem Reiche zusammen­geschweißt. Redakteur Meerfeld (Soz.) betonte, daß gegenüber der drohenden Annexion alle Partei­gegensätze zurücktreten müßten. Ter demokratische eb­ner, Justizrat Falk, schloß mit dem Rufe:Sie sollen ihn nicht haben, den freien deutschen Rhein!" Ti« Versammlung nahm unter dem tosenden Beifall eine« nach Tausenden zählenden Menschenmenge eine Ent­schließung an, die den festen, unabänderlichen Wüten, bekundet, an dem deutschen Baterlande se stzu« halten.

Köln, 2. gebe. Die englische Militärbehörde Has dieKölnische Zeitung" auf zehn und das ^Kölnel Lageolatt" auf acht Tage verbstt«.

In falsche, Poptee zu überreichen, au, den zum Er­staunen de» Beamten-Stestvertreter» ersichtlich trat, daß e» sich um ein Patent al» Ehef de, Sicherheitsdienstes unter der zu gründenden kommun! st ilchen Regierung für Herrn Dora handelte, da» von Ton unterzeichnet war. Bi» dahtn stritt Dorn ab, mR er Kommunisten Überhaupt nur kenne. Al» er nun sah, was er angerichtet batte, suchte er sich damit >-rauszu- reden, daß e» ein Ccheinmanöver sei. um die ft cm mu­ffen im gegebenen Augenblick abz«fasten. Daraufhin wurde Dorn verhaftet. Dieser Dorfast ist nur einer der vielen Beweise für die intime Zusammenge­hörigkeit der Unabhängigen Soziald'M'krafe mit tenen ertremen Elementen, die sich bald KommunUt-n, bald Soartakisten, bald Bollchewisten nennen. Man wird darum der Oessentlichkett kaum verübeln körnen, wenn Re zwischen diesen tsi-uvpm der Terroristen und der Unabhängigen einen Unterschied nicht mehr zu machen vermag.

Eine neue Aktion bet Spartakisten ht Berlin?

Berlin, 2.Febr. Ueber eine neue Aktion ber Kommunisten und Spartakisten, die au« vt'sckiedenen Anzeichen erwartet wirb, erfährt DieVoss. Itg." au« zuverlässig erscheinender Quelle, daß Adolf Hoff­man n, ber als die Seele der neuen Bewegung in Bersin gilt, in Versammlungen mehrfach folgende Forderungen aufgestellt hat: Beseitigung ber fetzigen Regierung, Bildung einer roten Garde, Rache für Liebknecht. Bekannte Führer ber Spartakusbe­wegung sind nach Braunschweig und Wilhelmshaven ge­schickt worben, um die Anhänger zu organisieren und nach Berlin zu bringen. Diele Führer sind reich­lich mit Militärfahrscheinen versehen, um die Leute in kleinen Trupps von 2 bU 6 Mann nach Berlin zu überführen. !

mit bem ßreisblcitt für bk Äicifc Marburg unb Klrchyuln

Tageszeitung für (bas früher kurhessische) Oberhesien

ttltsprrchende Neuregelung der Verhältnisi« die persönliche» Nutznießer der Revolution ebenso be- Mtige« Verde wie die Kriegsgewinnler", als ei" «tdinß neben der Nationalversammlung. Ent- *bet gehe das deutsche Volk den Weg der Demo- »kvtic, oder es versinkt in den Abgrung der An- fachie «nd der Hungersnot, die unvermeidlich erbe, wert die Hoffnungen auf die National Mtfammhing. die uns Kredit, Lebensmittel und ans dem Ausland verschaffe« soll, zu Wanden gemocht würden.

Leb« RnsklSge gegen die Nattonalnerjammluag Ard gemeldet:

Elf ««ach, 1. Febr. Gegen die Regierung «ert-EcheldeMan« richtete sich -ein Beschlug btt *ftem hier tagenden Soldstenräte des 11. und « Armeekorps, in dem mit 62 gegen '2 Stimmen «tschieden wurde, daß von ihnen der National, dersammlnng in Weimar und somit b-.t jetzigen legienwg kein Schutz gewährt werde. Kleih ßeitig sprach man sich gegen die Heranziehung d»n (Sorbetruppen au». Man glaubt« auch, drß We, Gotha und Erfurt den Truppenzug m «Beimat Verhindern würden. Die Ueber- Aittlung de» Beschlusses an b«n Oberbefehlshaber Josfe verhinderten Unabhängige durch Be- lltzur g de, hiesigen Telegraphenamtes, das augen­blicklich noch unter Kontrolle steht.

Berkin, 1. Febr. Hier liegen Nachrichten sivr, daß spartakistische Elemente in Thürtngr l sich ^sten, die Nationalversammlung in Weimar zu »rengen.

Der »Reichsanz." veröffentlicht eine Verordnung die Beschränkungen des Aufenthalts in Weimar «ährend der Dauer der Aationalversammlung. Wer * da« Gehret der Stadt Weimar ein tritt'oder sich dort

Berlin, l.Febr. DiePolitisch-Parlamentar Rachr." schreiben: Die Soldatenräte haben bis znm Tage der neuen kriegsministeriellen Verordnungen ba« Reich täglich 200 000 Mark gekostet. Durch die neitert Verordnungen ist dieser ungeheure Betrag auf 40 000 Mark herabgesetzt worden. Daß einzelne So<da- tenräte in ber Bewilligung von Gehältern an sich selbst nicht knauserig geweftn sind, beweist nicht- deutlicher. a^s daß ber Seure-rat der Marine jedem feiner Mitglieder ein Monatsgehalt von 12 000 Mark bewilligt hat, was einem JahreS- gehalt von 140000 bis 150000 Mark entspricht.

. MittM lind A. M S.-Hii!t.

®ef Entschluß der Regierung, in Deutschland Wieder einigermaßen geordnete unv gesetzliche Zu ftilrtbe t» schaffen durch energisches Borgehen gegen kartakistische und sonstige Eewaltherrsckpift und f Nnberafung der allein den Dolkswillen ver- Mrperuden Nationalversammlung scheint sich zu «teer Äreftprobe zwischen Regierung und A - und L.-Röte» auswachsen zu wollen, von deren Aus- j geug e» »dhängen wird, ob wir Frieden, Fretheit Wt Br»t oder Verschlechterung der gegenwärtrqen Austände dis zum völligen Zusammenbruch und Sr HnnFersnot haben werden. Die A.- unb E.- fte fleinen sich mit dem Gedanken nur schwer »ertrank machen, daß sie in ihrer diktatorisch-n Eigenschaft wie bisher nicht fortbestehen, fondern dem Mehrheitswillen de» deutschen Volkes, der Demokratie, weichen sollen. Auch derVorwärts" i kommt K» einer völligen Ablehnung der s setzigen Gestaltung, vor allen Dingen aus )er grundfätzlichrn Erwägung heraus, daß die Räte- »irtfchnfk mit Demokratie nicht das mindeste zu tun habe. In dem wirklich demokratischen Aufbau infs künftigen Deutschland bleibe für Arbeit:r- »nd Sakdatenräte als Inhaber der p-litischrn Gewalt kein Raum: sie seien wie alle Zsirger den »Ggemeinen Gesetzen unterworfen. Fon- h-stehe» kSnnten sie nur auf dem Boden der B e - i«f»»igBRitation: und da fei es dann wi?< her püllg unmöglich, auf die Dauer mit Arbeiter" ttnb Soldaten als mit zwei gleichen Hälften zu operieren. Soldat sei nut, roet noch im Dienste : Reiche, Waffen trägt. Die Tätigkeit Der Ar-

heiterrSte könne nur auf wirtschaftlichem Gebiete liegen; unb da sei Voraussetzung, daß sie sich gewerkschaftlich gliedern. Das allein seien die Zukmrftsm-glichkeiten, die den Räten bevorstiiv- dea. ^Entweder sie müsien sich der Demokratie totetwrbee« und in sachlicher Erledigung ihnen invertrauter Berufsangelegenheiten ihre Existenz Herertzti.znng erweisen oder sie müsien gegen bi: Demokratie den Kampf auf Leben und Tod auf tzehmea, sie müssen die Demokratie zu vernichtei! bestrebt Jein, um das russische Rätesystem an ihre Stelle j» setzen. Für einen Sozialdemokraten ta.'v

kein Schwanken geben. Das^esystem ist h: «rneinang des sozialistischen Programms."

Der ven den Groß-Berliner A.- und S.-Räten ftforderle Re'chskongreß «Ser A.- und S.-R8te Vird »tun Zentralrat orundsötztich gebilligt, ^cr ^nlrelrat ist der Ansicht, daß die Einberufung «eses Kongresses deshalb notwendig ist, weil er W« Stellung der A - und S.-Rate feftkgen soll

*n> wann dieser Kongreß, der Ende Februar m Berkin stattfinden soll, zusammentreten wird. M n«h festgesetzt werden. DieVosi. Ztg." be- Mchnet den Rärekongreß,nm den sich alle scharen stcklen, Me befürchten, daß eine dem Volkswillen

MtlfflilM md Akt»

Berlin, 1. Febr. Au« dem Sitzungsbericht ber Wafsenstillstandskommission in Spaa vom 31. Januar: Die englische Regierung ließ m-ttellen, baß baS Schiff, das bte deutschen Truppen aus O st a f r i k a znrück- bringen soll, ben Weg Über das Kap nehmen werbe: das Schiss sei bis zum letzten Platz besetzt. Der beut- scheu Kommission ist ein Telegramm be« französischen Admirals in Odessa zugegangeu, au« dem man schlie­ßen kann, daß die Verbündeten bereit« ihre Zustim­mung zum Abtransport ber deutschen Truppen im Schwarzen Meer-Gebiet gegeben haben. Ter fran­zösische Vorsitzende teilte fedoch auf Anfrage mit, baß er noch keine Kenntnis von einem Abtransport-Befehl habe; er werde aber sofort genauere Mitteilungen ein» fordern. Deutscherseits wurde baranshin dringend um baldige endgültige Entscheidung der Frage gebeten. Bei dieser Ge'egenhett wiederholte die deutsche Kommission ihr Ersuchen, mit den deutschen Kriegsgefangenen in Sibirien über Japan und Amerika in Verbindung treten zu dürfen. Sie teilte mit, daß die nach Ruß­land entfanbte deutsche Kommission für Gefangenen­fürsorge nicht nach Sibirien gelangen konnte. Es sei erwünscht, daß die Verbündeten zunächst den Brief­verkehr mit den Gefangenen ermöglüchen und ihnen Geldsendungen sowie Reinere Pakete übermittelten. An Hand von Zeugenaussagen legte die deutsche Kom­mission gegen bte unwürdige und empörende Art schärfste Verwahrung ein, in der die Franzosen die Leibesuntersuchungen deutscher ans Elsaß- Lothringen ausgewiesener ober geflüchteter Frauen vornehmen. Sie überreichte ferner eine größere An­zahl Noten, in denen um Abstellung zahlreicher Miß­stände ersucht wird, die sich aus der Msperrung des besetzten Gebietes vom unbesetzten Teil Deutschlands ergeben haben.

Berlin, 2. Febr. Ter Flüchtnngsausschuß in Offenburg teilt einen neuen Uebergriff der französischen Besatzunastruppen mit: Bei der Grenzülerschreitung in Offenburg müssen sich die deutschen Frauen in Ge­genwart der ftan-ösischen Soldaten entkleiden und von ihnen abgreifen lassen.

Ein Berichterstatter meldet folgendes au« Rhein­hessen: Ter Ausschuß eine- TorseS in Rheinhessen bat den französischen Ortskommandanten um Genehmigung zur Abhaltung eines Ma-kenballS. Tie Antwort Da Frankreich um seine Söhne trauert, kön­nen im besetzten Gebiet derartige unzeitgemäßen Veranstaltungen nicht genehmigt werden. Außerdem hat auch Deutschland erhebliche Gründe zur Trauer unb zur Sparsamkeit."

Berlin, L Febr. Wie von zuständiger Seite ver­lautet, hat Generatfeldmarjchall v. Hindenburg nach einem mündlichen Vortrag des General- v. W i n t e r- feldt dessen Auffassung gebilligt, daß er unter den gegebenen Verhältnissen nicht auf feinem Posten in Spaa bleiben kann.

Det Inietaenweet» beträgt für die v«e!» Zeile »0 ; amtliche, auvmärtiae r I Qnfirrt u. 6a*mel»Xn|. 40 4. m. 1O*<. ftrtea»|ui*la«. Reklame,eile I Fever Rabatt*** *Mlt|ig» gilt al» Aarrabatt. Sei Auskunft bur<t> ote GeichäHallelle u. Vermlttlanq der «nm

Ungabaia» LandergebÜdr. Postscheckkonto: Rr. »01» Amt Frankfurt a. M.