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Tageszeitung für (das früher kurhessische) Oberhessen

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Verl«- Mit Dr. C. Hitzerettz. Werft 21/23. 3#rwf#r.55.

Vairte 8,6, JL

Es fühlt sich als Vertreter einer

Nechtsfriede.u

,auf deni

kraftvollen Politik, wahrend andere

Marburg

Freitag. 31 Januar

Paris, 30. Ian. (Havas.) Morgen wird der Ausschuß der Vertreter der Großmächte im Beisein des französischen Kolonialministers Simon die Frage der Kolonien weiter behandeln. Wahlschein« lich wird man von der Internationalisierung der deutschen Gebiete absehen und sie einverständlich den Staaten zusprechen, die sie unter Aufsicht des Völkerbundes zu b e s t tz e u wünschen.

Da, »Selbsibestimmungsrecht*!

London, 30. Ian. (Reuter.) Die Regierung von Kapstadt hat General Deroet und Eobler, die beide Mitglieder der von dem Kongreß in Bloemfontein ernannten nationalistischen Abord« nung sind, die nach Europa fahren soll, um der Friedenskonferenz ihre Vorschläge für ein unab« hängigesSüdafrika vorzulegen,die P8fs verweigert. Da» Selbstbcstimmungsrecht gilt natürlich nicht pir die von England unterwor­fenen Völker!

Bauche rutschen", d. h. die, die ihrem Zweifel Aus- hvurf gegeben haben, ob Deutschland in der Lage sein werde, seine Forderungen dnrchznsehen. Das . Verl. Tagebl." meiNt^Me Westmächte könnten nicht mehr tun, als die Blockade fortsetzcn, das be­setzte Gebiet beseht halten ünd darüber hinaus noch weiteres Gebiet besetzen.Die Schwierigkeiten", so schreibt es,die uns besonders aus der Verlänge­rung der Blockade erwachsen würden, find jedem klar, und man muh ihnen nur. um alles richtig ab- ruwägen. das Unheil, das sich aus der glatlen Annahme eines vernichtenden Friedens ergeben würde, gegen überstellen." Dieser Satz könnte sehr gut etwa in derDeutschen Tagesztg." tu. lesen sein, die ebenfalls dafür eintritt, nicht 'eben Vernichtuvgssrieden anzunehmen. Hätten dasVerl. Tagebl." und feine Gesinnungsfreunde nur früher eingesehen und danach gehandelt , daß einige Wochen Blockadeverlängerung bes- s e r seien, als ein Vernichtur.gsfriede, so wäre uns vielleicht die bittere Wahl jetzt erspart geblieben. Während des Krieges aber wiegte es sich und an­dere in den Irrglauben, daß wir nur zuzrrgreifen brauchten, um den Rechrsfrieden zu haben.

Um neun Lodmotiven!

r» Berlin, 30. Jan. Das Schicksal von Millionen düngt augenblicklich tatsächlich von neun Lokomo­tiven ab! Dl« ganze Trostlosigkeit unserer wirtschaft­lichen Lage kann nicht erschütternder gekennzeichnet werden, qls durch dies« Feststellung. Neun Lokomo­tiven find notwendig, um täglich drei Eisenbabnzüge mit Kohlen au, dem Ruhrrovi r nach Berlin zu fahren. Dadurch, daß diese nenn Lokomotiven aber fehlen, kommt das ganze Wirtschaftsleben Berlins in die Ee- kahr. völlig lahmgelegt zu werden. Die gegenwärtigen B^jchrcinkumen. nammtlich in der Beleuchtung Berlins sind schon derart, daß di« Sicherheit von Leben und Eigentum, mit der es bisher schon recht schlecht bestellt war, auf das äußerste gefährdet erscheint. Der drohende Kohlenmang l würde aber die großen Jndusiriebetriebe Berl'ns lahmlegen. Jetzt schon sind m Berlin mehr als 200 000 Arbeitslose zusammengeballt. Die wirt­schaftlichen und auch politischen Wirkungen einer durch Kohlenmangel erzwungenen Arb itslosigkeit von wei­teren Hunderttausenden von Arbeitern wären garnicht abzuseh-n. Die Regierung wagt nichts Durchgreifendes zu tun. Kein Wunder, wenn der kümmerliche Rest von Autorität verloren geht und wenn die durch die Revo­lution zur Macht gelangten örtlichen Gewalten das Dorhandenfein einer zentral'« Gewalt vielfach garntchl anerkennen. Auf diese Weise treiben wir immer mehr einer Wirtschafts-Katastroph« Pt, w» der (f keine Rett»«, mehr -töt.

Chi sozialistische» Aktionsprogramm.

Berlin, 28. Jan. Der marxistische Theorett- ßtr vn» Führer der Unabhängigen. K. K a u t s k y, fcrt Richtlinien für ein sozialistisches Aktionspro- rrsmm ausgearbeitet. die in der .Freiheit" ver- äffentklcht werden. Aus seinen Darlegungen ist »er immer wiederkehrende Hinweis hervorzuheben, » vor ollen Dingen die Produktivität der Lolkswirlfchast auf das höchstmögliche Maß g e - jkeigert werden müße. Anstelle des Ausstandes »erbenandere Methoden zur Wahrung der An- fprüche der Arbeiter" gefordert, dieden Produk- Äonsprozeß weniger hemmen und stören." Als das hauptmittel der Sozialisierung bezeichnet Kautsky die Verstaatlichung,sobald der Frieden ge- fchlosi« und Klarheit geschaffen ist darüber, wie »eit das deutsche Volk über sein Staats- an» Reichseigenium eigentlich zu verfügen hat." Es Kchc nichts im Wege ohne weiteres sämtliches 6u5gnmbeigentum an Bergwerken und großen Bitten (etwa über 100 Hektar), sowie sämtlichen

«i w»mwe u.jmiii - "iw städtischen Grundbesitz (ohne die darauf stehenden Häuser) zu staatlichem Eigentum zu erklären gegen eine noch sestzusetzende Entschädigung. Bergwerks­regale, die meisten Fideikommisse und fürstlichen Besitztümer, die nicht auf dem Wege des Kaufs er­worben wurden, bedürfen einer Entschädigung nicht. Reben der Verstaatlichung empfiehli Kautsky die Kommunalisierung und ge­nas sen scha ft ltche Bearbeitung. Die wichtig­sten S ta ä ts« i nn a hm e« werden nachKautsky unter allen Umständen die direkten Steuern auf Einkommen, Vermögen und Erbschaften bilden muffen, nur dürfe man nicht vergesien, daß diese Steuern, wenn sie einen nennenswerten Ertrag liefern feilen, einen erheblichen Besitz und be­deutende Einnahmen vo ra u ssetzen . deren erste Vorbedingung wieder ein geregelter Gang der Produktion sei. Rur aus Ueber- schüsien könnten ohne Schädigung des Staates und der Berölkerung die Steuern bezahlt werden.Die strengsten Steuersätze gegen die Reichen liefern keinen Ertra.g: .wenn die Produktion stocks. Der Staat ist n i ch t .in der Lage, dem Kapitalisten große Summen durch Besteuerung ab-un-chm-ui,.. wenn die Arbeiter vorher aus dem Wege der.Lohn­erhöhung den Profit und Zins aufge­hoben haben. Darüber muffen sich die Arbeiter klar sein: Je mehr es ihnen ge'ingt, d"n Mehrwert zu verringern, den die Kav'talisten ei"fteck- ten, desto mehr müssen sie selbst van ihren Einnahmen an Steuern zahlen, soll her Staat die Summen aufbringen, deren er zu seinem Fortbestehen bedarf." x

Eilt Fni«m M Mei.

Von Pwfeffor Dove.

Die wenigen Wochen, die uns von de« Friedens- Verhandlungen trennen, lassen uns kaum noch Zeit zur Ueberlegung. Eine Förderung indessen, die al le Parteien ohne Rücksicht ans ihr besonderes Programm vertreten sollten, muß in dieser kurzen Zeit möglich» allgemein betont werden. Handelt es sich doch uw nichts geringeres, als um die Erhaltung unserer Son* kurrenzfähigkeit gegenüber dem Auslande. Diese ist aber nicht anders zu erlangen, als durch die Anweisung ausreichender K o>lon i a lb e s i tz u ngen an bet Deutsche Reich. Das ganze Volk, vom Großkaufman« dis zum kleinsten Arbeiter, muß sich völlig klar darüber ein, daß jetzt über unsere Beteiligung am Rohstoff« und Lebensmittelmarkt der ganzen Welt entschieden wird. Von dem uns nicht wohlwollenden Ausland« zu verlangen, daß es in dieser Angelegenheit zu unseren Gunsten handeln werde, wenn ihm nicht t« aller Deutlichkeit eröffnet wird» daß es sich hier fit uns um ein unumgängliches Verlangen handelt, würde eine ^lligr Verkennung der Loge bedeuten. 3« Zeutsch'and aber füllte man fühlen, daß die wirt» schädlichen Maßnahmen unserer Gegner, auch wen« man das WortWirtschaftskrieg" völlig vewneidetz sich von einem solchen nur sehr wenig unterscheide«.

Man muß sich veroegenwärtigen, was für uns -T auf dem Spiele steht. Auch wenn man von den nicht ''reduzierenden Testen Sl'dwestasr'kas absiebt, bleibt mmer noch die viereinhachsache Fläche des Deutsch« Reiches, die bei einiger Tätigkeit imstande ist, u«i -inen großen Teil der benötigten Dinge zu lie­fern. Es ist wirllich an der Zeit, daß unser Volk dai fifiirfe und unbearsiudete Urteil über die Leistungs- 'äbigkeit unserer Schutzgebiete durch ein besseres und w-hr der Wahrheit entsprechendes erseht, damit uni nes letzte große Ob-ekt, auf das wir Anspruch haben« nicht durch eigene Läsii gleit verloren fleht, während es nach den von WllsoN verkündeten Gk"nd» sätzeu uns erhalten buchen kann. Freilich habe» -nsi-re Kolonien bisher nur einen keinen Teil unseres Rohstoffbedarfs gedeckt. Bis zum Kriege lieferte uns Me ganze Welt zu mäßigen Preisen, wir hatten nicht nötig. Rohstoffe und Nahrungsmittel ans den eige­nen Besitzungen einzuführen. Andernfalls wären diese auch von dort in weit höherem Maße erhältlich flt« "cfen. Den Beweis für die Möglichkeit eines seht "(et schnellere« Anwachsens der Ausfuhr ans dies« andern liefert die ungeheure Steigerung btt west« afrikanischen Kakaoausfuhr und in unseren eigene« Besitzungen die Ste-gernng der Sisalanssuh'', die 1913 e-er-its in Ostafrika aus über 200000 Doppelzentner -estiegen war. obwohl es sich erst nm eine Kultur von wenwen Fahren handelte. Möchte man in allen. Untschen Volkskreisen bedenken, was es heißt, wenn wir die. Stoffe, um deren Beschauung sich unsere Ge- "cha'tswelt schwere Sorgen macht, unbeeinflußt von cr?mber Willkür und von den vom Auslande vorge« fchrkrbenen Preisen, im eignen Londe erziel« tSu* nett Mit den Lebensmitteln steht es ähnlich. C6 wir die zur Verssiaung stehenden Ueberschüsse des Ans­tandes bei dem Stande unserer Finanzen zu einige» maßen erschwinglichen Preisen erhalten werden, t« noch sehr fraglich. Auch hier winkt uns die einzige Ret­tung vor Ausbeutung und Not in dem Besitz unserer Kolonien. Was sie in dieser Beziehung für uns be­deuten. dafür mag noch an die Mängel unserer Fett« Versorgung erinnert werden. Die großen Oelpalm- bestände Kameruns würden uns augenblicklich eine sehr iff'bnrc Erleichterung verschaffen, wozu nicht ein­mal besondere kulturelle Vorbereitungen gehör« mürben.

Man sollte meinen, bas ganze Volk ohne Ausnahme müsse hinter unsere Bevollmächtigten.treten, um ihre« Bemühungen auf her Friedenskonferenz den nötigen Nachdruck zu verleihen. Kolonialswlitik ist das einzige Mittel, uns leistungsfähig zu erhalten und uns vor der ärgsten Not zu schützen. Es ist bedauerlich, daß die Zeit nicht mehr zur Verfügung steht, diese lleberzengung in den weitesten Kreisen zu befestigen. WaS geschehen kann, muß in den nächsten Wochen ge- schehe«, sonst ist es nichts nütze. Lossen wir, daß btt hier ansgesvrochene Meinung gleichwohl Bode« sinde^ dann wird sie ihren Zweck immerhin bis zu einem ge­wissen Grade erfüllen.

IrerotienllniiM iaS teilt.

9 et Tin, 30. Za«. Die Reichsreaierung hat Pch jwt Wiederherstellung geordneter Zustände in M««« genötigt gesehen, eine Truppenabtellung Mit* zu entsenden. Die ersten T'uppenziige tra- |#i tereits kn Bremen ein. Die Stärke der für son- ßffge Zrnecke bere'taestellten Truoptn erfährt in» ßßlge de« starken Zustroms von Freiwillige« kein« Wermi«serung,

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frfttmiti y.« md s-M».

Berlin, 30. Ian. In einer der letzten Sitzungen -es B^zugsrates der Berliner Arbeiter- und Soldaten­tüte 8*ei ein Antrag Weiß angenommen mord n. der die ReÄchsregierung auffordert, sich vor einer Ber- stnmnllnifl der gesamten A.- und S.-Räte Kroßberlins forote der kommunalen A - und S -Näte wegen der Vor- «Ge Während der Krawallwoche zu r e ch t f e r t I g e n. tzße Nellbsregierung bat es abgelebnt. dieser A'f- |e$bcnntfl Folge zu geben. In der Antwort der Re- ettttnm heißt es: Noch dem B schlutz des Rätekongreffes Hid mir für unser« Tätigkeit den örtlichen Arbeiter- srnd Sokdawnrälen nicht verantwortlich. D-.r Kon- Dreß bat vielmehr die Kontrolle unterer Tätigkeit dem gtiftafrat übertragen, in helfen Einv rnehmen h bet den Bkoßnahmen zur Hersiel'una der Sicherheit s« B-wkkW bondeltm. Sckwn deshalb Knnen wir den Uuffprverrmgen örtlicher Arbeiter- und Soldatenräte H mündlicher Berichterstattung üfrr unsere Tätigkeit Licht «tfvrechen. Ein solches Dersahren wäre auch ProMfch undurchführbar: denn mit dem gleichen NE w* Berlin könnten auch andere Orte uns zu Münvficher V richierstattung aufsorvern. ?n dem An­trag Weist ist zu bemerken, daß eine Militar'sier'ing Berlin«, was wobl beißen soll, dauernde tnititäriidv Belennrrg. nie b-absichttgt war und daß eine solch« auch «icht Die Heranzi-bung von Trnvpen ist von

-er RerOnregiernng und dem Iwttrasrai nngeordnet üserVit. damit die gestörte öffenllich? Sich r^eit m'-eder hera«N-Nt werde. Das lag nicht nur im Int-resie der Iferffwet B«"ölb'rnng, sondern war auch durch dos Neick«wch>reife unbed'n-rt geiwten. Daher sind auch b'e Aostmr Mr die millllkrifchrn Maßnahm«n auf die N«i-ß-ch»kfe übernommen worden. D'e Bervflegnna d*r erkefgt, wie »s bei allen wohileu Formationen Mich M. Nachdem di« Wlrr->n in.Berlin beendet »nd <tet' lefdkicke öffenll-che.S<ckerheit wieder eina-- 'treien N. wurden auch die Trnvpen zum. weitaus größ­te» Tekk aus Berlin zurückgezogen.

Der. Ballzugsrat Groß-Berlin bat der Regiernna #eto$ Mißbilkigung ausgesprochen wegen d r. Aksllsirllch-n !^ich-"-heitsmaßna<-m-n anläßlich der Be- «dignn« Liebknechts. Er verlangte ferner die bald- Wuflöfuna der Bürger- und Stuhmten- Debien. d'e Entwaffnung aller 3i»Hmfonen und die SeftarWhmn fein-s Mitaliedes Ledebour.

i 5fletJi«. 30. Ion. Di«Freiheit" veröffentlichte ei» Telegramm aus Hamburg. die.Reichsregiernng bab« fck Besttnnnnngen des Kriegetninisiers über b!e Snm= Mandog-mglt und die Sollmtenrätr iur bett B reich des O. Zrweekorxs anfgebotzen. Dies« Meldung ist erfun- te«. Bet der Besprechung mit den Miiatievern des 8«nt«krgtes beim 9. Ar,neelarvS hat Staalsfefretär Ass!- vt« Frage nach Anfhebtma der B-siimmnnoen tt «new kategorischen ,.R e i n" beemtworiet. Richtw U zedittkrch. daß der Altonaer Svldawnrat ebenso wi« hsie mcherrn Soldaienräte die Anordnungen der Re- IkruiflF" and V«*- Zentrakrates nicht beachten wolle». Sfe Reäietnng wird?ialls die Weigerung fort« S*t*Äe» sgüte. mit allem Nachdruck auf der Innehal- tnag Ker Anordnungen - zu b e-kt e h en wiffen.

Änstsburg, 30. Ian. In einer von mehreren sauftnv Perfan-n befuchirn Praiestnerfammlung der locWwelnca wegen des Todes vlebknechis und Raia Sttttwtfwrrte droht« bet ArheNerwützaigsrat Krönelin «us M»«-dcn die vallstänviW Arbeitseinstel- ftitifl f6i d'n Fall an. daß der Mitt« Februar ,u- fmrr>reirfr«tfr*ie neue bav rifche Landtag di« Recht- Und BoßoMiffe der ge«nw8rt^g-n A.- 8. S-Räle be- MeeSb« oder gar aufheben sollte.

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Berlin, 29. Fan- Aus dem Siptmosber^'t der Waffenstillstandskammisnan in Svan vom 2^. Fan:v- Das bei dem dmitschen Röckruge rnr POeqe der Ber u-,lndeten im besetzten Gebiet verb'i-b-tte d-mtfche Sanl- iatsversonal soll, ebenso wie da^ in Gefanqe"fchai' aeraiene Sanitätspersonal enllasferi in-rb-n. sobald es nicht nt'br benötigt wird. Das deutsche Erstiche" das Sanitätsversanak feitten aerich't'^n U"terl"ch "nqen und Bestrafungen ansiuseOen. lehnten die Ber bündetrn ab. Die Berfü-nug, nach ber die deti'srhev Offiziere die Offiziere d«r Ntrbünh«ten zuerst zu arüßen haben, ist nach den betfrf,ei: Feststeilunaen niAt von Marschall Fach, sondern von dem engsi'chen Grne'-a' Ferqusson er!affen worden. Die engaich,- KomwifK"!- snurde baßer ersucht, für sch'enttige Auih'b'tng bte'e- Vorf-brist zu fargen, di« bereits zu unliebsamen und "nwürdigen Auftritten V-ranlasfung ae^ben bad Die deutsche Kommission setzte in einer Nokf Ire Ver bflnbeten davon in Kenntnis, daß ttn<,ruc deutsch-' &f« datenräte in der Ukraine ebne Wissen und Wille» der deutschen Heeresleitung B'rtzräqe m't der Somlet- reflientnfl in Moskau be!refse:rd die Helmbesördemne der in ber Ukraine befindlichen deutschen Tnt»"crt übev Großr-'ßlaud abgefchloffen haben. Durch ibn Pe«balle- negenüber den deutschen Trnvvrn in Rußland trag'' die Entente einen wesenllichen Teil ber S<h':!d a» diesem Schrill, ber eine Stärbnug der Bolschewisten bebeute. Deutscherf-its wurde sestaestelll, daß ent« .tegen den. gegebenen Zusicherungen während der Da"-'"' der Trierer Berbanillunarn Bri-V b<'5 Staatssekretär? Erzberqer an da? Auswärtige Amt in Bellin von d»- atnerikanischen Zensnr aeöfsnet worden sind. Di- Zeutsch? Kommissi'vn forderte et re Rntersuchuna dieser Angelegenheit. Aus dir Bemerkung des {rtn'*ö?ir*en Vertreters in der Nntenkommitffon für Eiserbahn« n>nt«r-al, bie Abgabe von Lokom"tiven sei bisher banht« fachlich ans Preußen »nd nur in geringem Nmsano- aus den übrin-n deutschen Bundesstaaten e'folgt, wies der deutsche Vorsitzende darauf hin, daß dies seinen Gntnd in dem Besitzstand der verschiedenen Effmbahn- verwallunaen habe. Er b-ton te, daß daraus keinerlei ''vlitische Folgerungen auf das Verhältnis ber deut­schen Staaten zu einander gezogen werden dürsten

Berlin, 30. Jan. England hat aus der Zabl der ausgelieferten deutschen Ü-Boote folg-nde 15 Boote an Frankreich adaeg-bene 1t 57. 79, 94, 103, 105, 108, 113, 119, 139, 151. Letztere» ist das ehemalige fdandels-UnterseeboolDeutschland", bann N-B. 21, 73, 126 und UC. 58 und 103. Das Ende 1914 von den Oesterreichern vor Pola erbeutete französische UnterseebootCurie" ist von den Franzosen wieder in Toulon eingebracht worden.

Frankfurt a.M., 30. Jan. In Saarlouis be­tonte der Pfarrer de Has in einer seiner Sonntags- predigten, das deutsche Heer sei unbesiegt. In unzähligen Schlachten habe es seine Ueberlegenheit be­wiesen und habe vier Jahre lang den Feind von den Grenzen der Heimat abgehalten. Und wenn auch die Franzosen jetzt im Lande ständen, so seien sie doch mili­tärisch nicht die Sieger. Taraushin wurden dem mutigen Pfarrer von der französischen Besatzung 700 Mark Geldstrafe auferlegt. Am folgenden Sonntag ! r -uigte der Pfarrer wieder und sagte:Was ich am . iten Sonntag gesagt habe, ist wahr, und ich wieder- hc-ie eS heute, mich totiut ich daraufhin eingesperrt werde."

Paris, 30. Jan Es bestätigt sich, daß Wil­son Frankreich am 15. Februar verlassen wird, um sich nach Amerika zu begeben, um dort der Sitzung btt

Kongresses am 4. März beizuwohnen. Sein Aufent­halt in ben Vereinigten Staaten soll nur einige Tage dauern, bann wirb Wilson nach Frankreich zurück- kehren. Während der Abwesenheit Wilsons in Paris bie nicht mehr al« drei Wochen bauet« bürste, werden auch Lloyd George und Orlando in ihre Länder zu- rückkchten, um dort ihre Aufgaben als Leiter der Regierung zu erfüllen. In diesem Zeitraum werden die Arbeiten in den Ausschüssen fortdauern. ,

Berlin, 30. Jan. Wie derV. 3 berichtet wird, ordert l der norwegische Steuermannsverrin, daß Drulfchland für jeden während des Krieg.'s getötete« Steuermann 80000 Kronen Schadensersatz zahle. Be- vcr diese Schuld nicht entrichtet sei, wollt n die norwe- gijchen Seeleute kein« Lebensrnittel nach Deutschland iahren.

General v. Winterfeldt.

Berlin, 30. Jan. Eene«al v. Winter­feld t fand sich, wie diePolitisch-Palamenta- rischcn Nachrichten" melden, nicht bereit, sein Nück- trittsgesuch zariickzunehmen.

Die Besetzung von Kehsi

Kehl a. Rh , 30. Jan. Nachdem bereits gestern Abend der Bahnhof und das Postamt durch sran- zesifche Wach posten besetzt Eden waren, ist heute das Eros der französischen Besatzungstruppen in Kehl eingerückt und hat die Umgebung von Kehl entsprechend den in der Verlängerung des Wassen- stillstandsvertr2'"'s Linien besetzt. Der

E'senbahn-, Poft- und Fe-nsprechverkehr ruht.

Zunehmend« Zersetzung d«r feiuvlichen Truppen im befetzt«» Ecbiet?

Berlin, 30. Ian^ Wie Berllnrr Blärter« ber'ch'et wird, haben in Benrath bei Diweldors hie belgischen Salhate« ihre Offiziere abgesetzt unh Sol- hatenräte gewühlt. In Belgien, Hollanb und Luremburg soll es bebenklich gären. . Die französischen Kriegsgefangenen sverhe« von her französischen Arwe«- leitung nicht mehr burchgckaffm, weil man hie lieber- iTagung des Bolschemisrnns befsi'chtet. Die' Engländer drängen auf ihre Rückkehr nach der Heimat. In Köln sind eile Gefängnisse mit eng bis chen Dejer-teu- r c n voll gefüllt. Ordnung bewahr-n allein bi: Am«-- rifoner

Spate Einsicht. -

DasBerliner Tageblatt" verlangt in letzter Zeit, Deutschland dürfe unter keinen Umstäilden ehren anderen Frieden «uteczeichien,. als einen

Di«Oderbei'>>ch« Zeitung" «riteint lechrmal-ventlick. Der -»2 *llt «ezugrvrei» b«träot viertelj. durch bie Poft (ebne Beftelloeld), 1.75 *. JtS, 2.V <tt o« Stnvk M«»uro frei in* Hans 3 75, bei unseren Zei'.ungeftellen euf dem

Der Rnzeiaenprei, beträgt fSr bie Zeile 10 4; amtliche, «ueroättige u. Sammel-Anr- 4 > » 10'/. Kriegezu, ql«g. Ä#name»«t:e I *. Jeder Aat-ati x'ntjig

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