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DieOberbessikche 3ettnng erscheint iechrmal x>5*entH<6. Der

Der «nzeiaenprei, betrigt fit btt 8geb. Zeile 90 4; amtliche, «Bärtige r t cvÄt,vl> ' m. SemmeUSni. 43 4. 10«/, Ärieg*gui<51««. Meflameteil« i X. Jeder Äebott ^llysg. gilt «le Sarrabatt. Bei Xuetunft derck die «e,ch-ift»stelle u. Vermittlung 6er Ifttft- Angebate l» SandergebÜht. PoftscheckkontO: Xr. »1» Amt Frankfurt«. M

TM <) f Vezug»prei« beträgt vierteij. dur» die Polt (ebne Befiellselv), 1.75 X. vlX-*> m her Gfadi Harburg frei in« Han« -">.75, bei unkeren Zeitungsstellen auf dem

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Lende 8,6J X. verleg »« De. C. Hitzerettz. Merkt 11/23. g«*i>r.55.

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holten werben soll, keineswegs »trooige Rückgade an Deutschland Diese Frage würbe schon entschieden, dem Völkerbund üb rlassen werden.

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noch wenig beachtet worden, das, gleich; Nationalversammlung ein provisorische.

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Mittwoch, 29. Januar

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batenräte Xordwestdeutlchands <nb Braunschweig» M Tage traten. Die sozialdemokratische Partei Schi«»«»,

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indnn man sie zwingt, für 100 Fr. 160 Mark zu zahlen, wahrend die Elsässer für 100 Franken 100 Mark er, baltm. Die Ausgewiesenen dürfen nun kein franz ösi- sches Geld nach Deutschland mitnehmen und sind infolge­dessen genötigt, ihr französisches Geld beim Ueberschrei- teit der Rhein brücke in deutsches umzuwechseln, wobei von den französischen Besatzuugstruppen des echten Rheinufers für 100 Fr., für die sie erst 160 Mark bezah­len mußten, um in Elsaß-Lothringen Zahlungen ent­richten zu können, nut 40 Mark geboten werden. Im Ganzen erleiden sie allo einen Geldverlust von 75 Proz

Sern, 27. Ian. TßrPetit Paeisien"' meldet aus Metz, daß die Regierung die Besitzungen Kaiser Wil­helms in Elsaß-Lothringen unter Seguefter gestellt Hobe. Zum B-rwalter sei Registratur-Inspektor Ger­ber in Metz ernannt worden.

Koblenz, 28. Jan. Ein Lehrer in Goch, der mit seinen Kindern das LiedDein Vaterland muß 'trüget sein" gesungen hatte, wurde wegen Bcleidignno der belgischen Soldaten vom Kriegsgericht zu 1000 Franken Geldstrafe und sechs Monaten Gefängnis verurteilt.

Montabaur (Westerwald), 28. Jan. Von den amerikanischen Bttatzungsttuppen wurde bit ol'g-meine Grußpflicht für Offiziere eingesührt. Wer gegen den Befehl handelt, wird sofort verhaftet und zu Zwangsarbeiten verschickt.

Besetzung de« Kehler Brückenköpfe«.

Lörrach i. B., 28. Jan. Gestern mittag be­setzten die Franzosen den rechts"heinischen Brücken­kopf der Eisenbahn brücke bei Leopoldshöhe. Die dort befindliche Wache der Bolksweht mutzte sich zurückziehen.

Die fortbestehrnde Blockade.

London, 28. Ian. Reuter erfährt, daß mit Unterzeichnung des Waffenstillstandes von ver­schiedenen Seiten ein starker Druck ausgeübt wurde, um die Härten der Blockade zu mildern. Die Blockadekommission, die die Grossmächte vertritt, ist damit beschäftigt, Zugeständnisse einzutäumen, wo immer die neue Lage sie durchführbar erscheinen läßt. Außerdem ist der Oberste Rat des Verpfle­gungs-Hilfswerkes mit der Erwägung einer Le­bensmittelhilfe beschäftigt. Was die Mittelmächte anbelangt, so wird die Blockade, abgesehen von den Lebensmittelvereinbarungen des Obersten Rates tatsächlich in ihrem vollen Druck aufrecht- erhallen.

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Die Mdmteisreßmm.

Die deutsche« Kolonien.

London, 28. Ian. R-utet stellt fest, daß die M-l bung, wonach das zukünftige Schicksal bet deutschen Kolonien bet Entjch idung des Völkerbundes vorbe-

zukünftige Gestaltung der Kolonien im einzelnen festzu- legen.

Pari«, 28. Ian. (Hava,.) In bet Montags Übung bet Vertretet der Großmächte, deren Darss t Elemenc'au fühtte, außette sich Pichsn über die Richt linien für die Untersuchungskommission, die sich noch Polen zu begeben hat. Im Laufe der Nachmittags- Übung wurde die Frage der deutschen Kolonien in Afrika behandelt. Hughes und General Botha sprachen für die Dominions und forderten: Neuguinea für Australim, die Samoa-Inseln für Neuseeland, Südwest afrika für Südafrika. Die Erörterung erstreckte sich aus bas Westafrika-, das Toga- und das Kamerun-Problem. Wilson entwickelte seine persönlichen Ansichten in bezug auf bte Regelung der Gebiets frage, wonach bet Völker­bund mit der Verwaltung eigen« einen Staat betrauen sei Es wurden dann verschiß den» Kommissionen pe- btld-t. Die Bildung bet Kommission für Entschädi­gungen bat noch zu erfolgen. Belgien vereinigte die meisten Stimmen auf sich. Der Vertreter Kuba» ver­langte für sein Land eine Vertretung ht bet Kom­mission für die internationale Arbeiteroesetzgebung hn Hinblick auf die Bedeutung bet kubanischen Zigarreu- industtie.

Pari«, 29. Ja«. sHava«) Bezüglich bet beut scheu Kolonien sah bi« Konferenz eine Fällung vor nach bet bte Verwaltung der deutschen Kolonien dem Völkerbund überttagen wird, bet seine Befugnis an die unmittelbar interelsterten Nationen überträgt Wenn dieser Gedanke sich durchsetzt, wird Frankreich Togo und zwei Drittel von Kamerun verwalten.

Berbamulng bee Kaisers nach Holländisch-Iudien7

Genf, 28. Ian. Hava» meldet au, Paris: Rach einem Uebereinfommen bet Verbündeten wird Kaiser Wilhelm nach Holländisc^Indien verbannt werden.

Pari«, 28. Jan. Die Pariser Ausgabe der -Daily Mail" bringt eine Unterredung mit George Wickers ham, dem früheren Generalstaatsanwalt ht Amerika, über die Schuld bei Deutschen Kaiser«. Mcketsham erklärte, er s-he furistisch keine Möglich keit, um den Kaiser zu verurteilen; man könne viel­leicht eine moralische Schuld feststellen. aber eine Der. urteihmg durch einen irgendwie gearteten Gerichtshof würde rein politischer und nicht rechtlicher Natur fein. Buch sei eine Verurteilung auf Grund de» Völkerrecht» nicht möglich

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«e Rirberkaae der Bolschewisten in Estland.

London, 28. Jan. Reuter erfährt, daß nach den letzten Nachrichten, welche die britischen Mili- tarstellen erhalten haben, die Niederlage der bol­schewistischen Heere in Estland jetzt vollständig ist. Diese Niederlage strafe die Sowjetpropaganda Lügen, die versuchte, die Leistungsfähigkeit der Ro­ten Armee und der revolutionären Regierung zu übertreiben. Es ist bekannt, daß mehrere Regi­menter Roter Karde desertierten, sobald sie gut organisierten Streitkräften gegrnübergestelli wurden, was ein deutliches Zeichen dafür ist, daß das bolschewistische Heer sich von der Propaganda mehr Erfolg verspricht als von den Kämpfen. Be- richte aus Omsk bezeugen, daß die Bolschewisten nicht länger mehr als politische Partei angespro­chen werden können. Sie bilden ein« verhältnis- mützis kleine Klaffe,di« das Bolk terrori- fiert. Die Bolschewisten begehen unbeschreibliche Grausamkeiten an der Bevölkerung. Alle Kirchen sind geschloffen, viele Geistliche wurden ermordet. Ein Bischof ist lebendig verbrannt worden.

Sowjet, und Epartaku,.

Basel, 27. Ian. Die ..Daily Mail" meldet aus Vetetsbritg: Im Sowjet machte bet Volkskommissar lit Petersburg bekannt, daß zwischen der Sawjet- r-gietung und den Spartakusanhängern in Deutschlanb ein formelles Off en s I v bi! n b n i s abgeschlossen «urbe. Außer Radek weilten immer noch einige her­vorragende Sorojetoertreter auf deutschem Boden.

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mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain

Tageszeitung für (das früher kurhessifchej Oberhessen

Berlin, 28. Jan. Der tu derNeuen Berl. Zeitz." vetöffentlichteu Darstellung der Umstände, bte öeiitref ».Winterfeld veranlaßt haben sollen, aus feiner tätigtet als Vorsitzender der deutschen Dele- Sation brr internationalen Wafsenstiltstandskommission 1 Span auszuscheideu, tritt dieD. Alla. Zeita." mit einer Erklärung entgegen, zu der sie von Staatssekretär Arzberger ermächtigt worden ist.

Karlsruhe, 27. Ian. Allen deutschen Vorstel­lungen wtb Protesten zum Trotz fahren die Franzosen fort, bi» elsaß-lothringischen Deutschen bei ihrer Aus­reise noch Deutschland in einer unerhört harten Weise Kl beNeb ht. Aus Straßburg, zurückgekehrt« Deutsche berichten, baß sie sich schon in den frühen Morgenstun­de« |W Abtransport auf dem Güterbahnhof einfinbtn kvlßten. Rach stundenlangem Warten setzte sich bet zur Befördern»« bereitstehende Zug schließlich um die Mit- bBg»fhntbe in Bewegung. Al, sie dann nachmittags in Kehl bte neutrale Zone etter en und das Schlimmste KEetftenben zu haben glaubten, wartete ihrer eine neue Lebetrafchung. Von ihrem Gepäck, das ste bei Antritt der Fahrt abgegeben hatten und endlich um 7 Uhr «bends in Kehl auf dem Bahnhof in Empfang nehmen follten, wat der größte Teil verschwunden und mit ihm bte letzte Habe, die ste mttnehmen durften. Einer der Reisenden erhielt von vier aufgegebenen Kostern Aut einen zurück.

Die Anrraubung bet aus Effaß-Lothringen ausge- eicjenen AN-Deutfcken, die oft ihre Angehörigen und ihre Habe hort zurücklassen müssen, wird an den Rhein- drücken heim Geldwechseln in schamloser Weise fortge- sttzt In Elsaß-Lothringen wurde sofort nach der Be- deilch die Franzosen die französische Währung Eingesührt Die Bevölkerung ist infolgedessen gezwun- Den, bas deutsche Geld in Franken umzutauschen: bei bieset Gelegenhett werden bte Deutschen übervorteilt.

Berlin, 28. Ian. DieD. Allg. Zig.« schreibt zu den Beratungen über den Entwurf der pro«-isorischen Verfassung u. a.: Es ist in der Geffert'

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Stettin, 28. Jan. Eine Versammlung von i000 Beamten protestierte gegen die erzwungene Trauer r5t Liebknecht und forderte vom A.- und S.-Rat »ine ausreichende Genugtuung für die Behörden und insbesondere für den OberstSsideuten Dr. Michaelis fegen bet durch die gewaltsame Hiffung roter Flag- jen angetanen Beleidigung.

Berlin, 28. Jan. DerVorwärts" schreibt: .Frechheit die größte W'ltmacht! Graf Ernst zu Neventlow wird sich am Mittwoch der Oeffenilich- keit wieder zeigen und ÜberDie Forderung der nattonalpolitffchen Lage" sprechen. Einer der Haupt, verd rbet Deutschlands stellt Forderungen! E» geht doch nichts über eine gehörige Dost, Iunkerfrechheit" Dazu sagt dieD. Tagesztg.": DieFreiheit" nach dem Willen dieser Trefflichen besteht offenbar darin, daß alle Andetsdenkenden ihnen widerstand» und 'chrankenlos da, Feld allein überlassen und schweigend alle» übt sich ergehen lasten. DerVorwärts" könnte bereit, bemerkt haben, daß in unseren Kreisen bte Ab- w besteht, biete Erwartungen einigermaßen |i ent- täuschen.

Braunschweig, 27 Ian. Wie bteBraunschwei- giftbe Cnnbcjeftung zuverlässig erfährt, wird der braunschweigische Landtag zum 6. Februar einbetufen.

tenhaus ins Leben treten wird, das aus den von den einzelnen Freistaaten ernannten Regierung», Vertretern bestehen soll. Das spätere bleibende Staatenhaus dagegen wird eine Vereinigung von Ver­tretern fein, welche die einzelnen Panbeenertemmlunge« der Freistaaten aus ihrer Mitte wählen. Es wäre indessen irrig, da» provisorische Staotenhans auf Grund feiner Entstehungsweite für eine Art Bundesrat zu halten, denn feine Funktionen werden hinter denen de, alten Bundesrats erheblich Zurückbleiben. 6, ist nut eine Art Filter für Gesetzentwürfe gedacht mb wird nur mit bedingtem Vetorecht ausaestattet derart, daß Gesetzentwürfe, die die Regierung dem Staatenbaus vorlegt, auch bann, wenn dieses sie ab- l-hnt. an die Nationalversammlung w-ilergehen. Auf diese Meise wird bte Nationalversammlung wiederum itren Charakter al, höchste entscheidende Instanz im ge­samten Staatsleben dokumentieren.

Württemberg gegen "si-ileilung Preußen».

Stuttgart. 28 - oct würitembergische»

Landesversammlung gof r iinifter bee Innern. Dt. Lindemann, folgenden Beichlnß der provisorischen Ra» gterung zum Reichsvetsassungsentwurf bekannt: Dte Zenttalistetung be, Reiches lebnen wir ab und halte« daran fest, baß bet Cbaratter der Bundesstaaten ha wesentlichen erkalten bleibt. Wit sind weiter der An. stcht. daß vorschritten, wie ste im st 11 der Reickwvee» fasiung niedergelegt stnd, nicht ohne Zustimmiin« der Bundesstaaten in bi« Reich» Verfassung auf genommen werden können. Wit gehen davon aus, daß der Be« Ha t) Preußen» im wesentlichen erholt«, bleibt. Sollte eine Zerlegung eintreten, so würde da, nach unserer Auffassung die Bildung einer zentral«, Reichsgewalt bedeuten, wo, mtt dem Ende b«t : Bundesstaaten gleichbedeutend wäre nntz ste zu Selbstverwoltungskörpem herabdrücken würbe. Da» Betreten diese» Wege» würde zum Verfall be, Reiche« führen, beflrn (Einbett allein durch bte föderativ« Verfassung verwirklicht werden kann.

Ablieferungsschmierigkeite» in Nordschleswig.

Kiel, 27. Ian. Di« provisorische Provinzialtegte- rung Schleswig-Holstein, richtete an dir Reichste««*, tung ein« Eingabe, in bcr ste ,n Vollmachten bittet, mit den maßgebende, Pett ''.feiten in Rord-kchl«» wtg uni» Dänemark a vethc-.. >.i:. Ferner erbittet |te bi« Lollmachton für den 4 Ernährungskommiskar ft* Schleswig-Holstein wegen der Ablieferungspflicht d«* Dünen in Rordschleswig. Di«Schleswig-Holsteln,ich« öolksztg." bemrrkt zu der Eingabe, daß es sich keines» » um «igenbrödlerifche, partrkularistische Tendenzc, handele, wie ste auf der Tagung bet Arbeitet- und Sofa

Kommiffion übermittelte Beschwerde beS Kardinals tz. Hartmann in Köln, daß bte britischen Trup­pen tat besetzten Gebiet Pfarrhäuser zur Einquartierung mtd «fe OffizierkasmoS benutzten, ging bet deutschen KoiUMtssisn die Anttvott zu, die britischen Truppen seien «ngeim'esen worden, Pfarrhäuser nur im Notfall £i kfege« und unter keinen Umständen in ihnen asinos einzurichten. Die britische Kommission über­sandte ferner eine Note, in der versichert wird, daß Mle Ausschreitungen englischer Soldaten umgebeud und ^ckstchtsloö bestraft würden. Anzeigen und AuS- eigen wn Einwohnern des besetzten Gebietes betreffend ebergrifle englischer Soldaten werd« die britische Aommission in unparteiischster Weise prüfen.

Berlin, 28. Jam. AuS dem Sitzungsbericht der Waffen stillsiandskommiffion in Spaa vom 27. Sar-ar: $rr Frage der Lebensmitteltransporte durch Gebiet über Danzig ließ di*' deutsche Re- airotng erllären, sie sei grundsätzlich bereit, die Tnrw- ftchr p, gestatten, loenn eine beschleunigte Rück- fl«6* b«S zur Verfügung gestellten Eisenbahn- Materials gewährleistet werd«. Sie zweiffe jedoch wegen bet schlechten ZustanbeS bet Bahnen »nd wegen des Mangels an rollenbem Material an einer schnel­len Beförderung. Ein Bettreter der deutschen Re- stiermtg bat nm Auskunft, ob btt in Polen weilende «merikonifch^polnische Lebensmittelkommission, die von den denkfchen Behörden Unterstützung zur Fahrt von Karschm, nach Danzig forderte, im Aujttagc der ame- Eanischen Wasfenstillsiandskommission handle. Es .Wurde nm schriftliche Aufllärung gebeten, daß sich die Tätigkeit bet Etnähnlngskonnnifsion auf Lebensmtttel- Trcnrspvete beschränke, unb daß sie sich jeder politischen Betätig»«) enthalten werde. Dte deutsche Regierung chehülte sich außerdem vor, die Abberufung bet poln scheu«missionsmitglieder zu verlangen, falls bte »nti,N«l-pol nische Ptopaganba zu tre den versuchten. Es könne nicht gebulbet werden, da durch »Uverantwottliche Machenschaften bet Entsche düng de* Friedenskonferenz über die Regelung bet vftgtenge Derttschlanbs vorqegriffen werbe.

Berlin, 28. Jan. Die Zulassung von Zeitungen ans be» nentraten oder nicht besetzten deutschen Ge- biete nach dem durch die Engländer besetzten Teil Deutfch!andZ hat folgende Bestimmung erhalten: Die Einfuhr ist verboten mit Ausnahme amtlicher Anzeige^ Aochenfchriften sowie wissenschaftlicher und technischer Zeftfchnften, für die der englische Militä'gouvetneut fcttf Antrag die Genehmigung erteilt. Der Reichs- da-rk ist rin ungehemmter Briefverkehr mit den besetzten Gebiete« zugestanden worden, soweit er ausschließlich dienstliche Sachen betrifft.

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Berlin, 27. Jan. Bon deutscher Seite wurde de» Bertretern der Westinächte in Spaa eine N«tr tberfaudt, die ersucht, sofort mit dem weiteren Ab- dranspott der tn H a t d a r - P a sch azusammenqejoge- »en dentschen Truppen durch das Mittelmect zu be- ginnm Teile dieser Truppen seien schon vor Weih- Dnchtm auf Frachtdampfern untergebracht worden, die «derhst^ der - Mole im Marmarameer ankern. Dies dvdMWWdi chtzn jetzt dort herrschenden Stürmen eine Mch«i»M«!tliche Härte. 3000 Mann seien fer­ner Ogch d^Jnsel Prinkipo und 1100 nach der Insel Hofft übergesührt worden. Diese Truppen seien «hne frd, Erappeneiurtchtung und daher auf die Hilfe der Weftmächte angewiesen. Dte deutsche Note stellt Jtfc d«d im Gegensatz zu dem gegebenen Versprechen »och Irin« Mitteilung über das Schicksal der dent- kchen Tmrppen im gesamten Gebiet des Schwarzen toeenet «inqegangen ist. Auch bte deutsche Bitte, eine PoAverbindung mit diesen Truppen zuzulaffen. fet »och unbeantwortet. Auf die von der deutschen

Amsterdam, 28. Jan. Wie aus Amerongen ge­meldet wird, wurde gestern anläßlich des Geburtstages kdeS früheren Deutschen Kaisers im Schloß ein Äot- tesdieust abgebalten, dem das Kaiserpaar mit Gefolge und die gräflich Bentiiufsche Familie beiwohnten.

Di« Verwerfung jeher Gewalt.

Genf, 27. Jan. DerTemp," meldet: Der Be­schluß ber Verbündeten gegen jede gewaltsame G biets- aneignung ist «uf Antrag Englands der polnischen, tschechischen und rumänischen Regierung auf offiziellem Wege zugestellt. Frankreich und England nehmen sich aus!

Die Verhandlungen auf den Prinzeninseln.

Wien, 28. Jan. Nach einer Meldung bet Slawi­scher Korresponbenz wirb kein auf bem Boden des heutigen Rußlands entstandener Staat der Einladung der Westmächte $u den Verhandlungen auf den Prinzen- inseln folgen.

müssen." Obwohl nun durch Reichsgesetz jede poe­tische Zensur abgeschafft worden ist, hat derRat der Bo'ksbeausttagten für den Staat Gotha" bat Tele­gramm zurückbehalten unb den Absendern den Borwurf gemacht, sie wünschtenoffenbar eine Ge- gentevolutron" herbei.

Stuttgart, 28. Jan. Dte Stuttgarter Sparta» knslerrte, 8S2, mit Fra, Zetkin an ber Spitze, haben ihtn Austritt au» bet unabhängigen sozialdemokrati­sch n Partei erklärt rurd find bem Spartakus-Bund bet# getreten.

Niederlage bet Spartakisten in Wilhelmshaven.

Hamburg, 28. Jan. Montag abend 10 Uhr seifte starkes Artilleriefeuer in Wilhelmshaven ein, das bis um 2 Uhr nachts dauerte. Die Spartakisten sind unterlegen. Nähere Mitteilungen find noch nicht zu erhalten, da die Fernverbindungen abgeschnitten find. Die Eisenbahner, die gestern die Arbeit niedergelegt haben, um gegen die Spar­takisten zu demonsWeren, streiken heute wegen Lahndifferen?en, die noch nicht beigelegt werben konnten, weiter. Präsident Knhnt und der 21er Rat haben an die Reichsregiernng eine Erklärung qedtabtet, dass fie mit den Vorgängen ht Wil­helmshaven nichts zu tun haben. Kuhnt ober fein Vertreter begibt sich auf schnellstem Wege n«ch Berlin, um Bericht zu erstatten.

Der erste Präsident ber deutschen Republik.

Berlin, 28. Jan. Es besteht eine Meinunnsve«, schiedenheit darüber, wie bet Präsident bet deutschen Republik gewählt werden soll.Auch auf der Linken", so schreibt dasB. T.,gibt es sowohl Anhänger 6et Wal'l durch die Nattonalveriammiung, wie auch Be» telbiger bcr Idee, daß der Präsident durch 8 01 k» a h# stimmung gewöbtt werden müsse. In polttilch»« Kreisen gilt es als ziemlich sichet, daß der erste Präst. bent durch die Nationalversammlung bestimmt werd-n wird, auch in Kreisen der Regi rung hält man dies für notwendig. Ob der Präsident den Reihen de* Sozialdemokratie entflammen wird ober was a» scheinens» auch in manchen sozialdemokratischen Kreifen angenommen wirb aus bet Demokratischen Partei bervorgehen wird, läßt sich noch nicht sagen. Man glaubt vielfach, daß Ebert auf bte Präsidentschaft 0 e * ichten unb an bet Spitze be« Kabinett, bet Jte» gietung stehenbleiben wird "

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Sena, 28. Jan. Am 4. Februar frnbet in Jena etne gemeinsame Tagung beS Zenttalvctbande« beut- scher Jnbustrreller unb be« BnnbeS bet Industriellen ftott, um über bte künftig«, einheitliche Organisation bet beutscheil Industrie zu beraten.

G 01ha, 28. Jan. Weit eKreise finb aufS äußerste beunruhigt barübet, baß bet Gothaer Arbeitet- unb So (baten rat an Mitglieder bet unabhängigen sozial­demokratischen Patte« viele hundert Gewehte ausge­geben hat, während alle anderen Bürget unb sämt- liche hiesigen Ttuvvenformationen ihre Mafien haben abgeben müssen. Deshalb haben bie Tevtschnationale BolkSpattei, bie Demokratische Partei, bie Tbrrüliche Balksvattei u n b bit Mehtheits-Sozioldemoktatte sol- genbe« Telegramm cm bte RerchStegierung geschickt Wit legen bei bem Rat bet Volksbeau ftragten schärf­ten Protest bagegen ein, daß bet Gothaer Atbeitet- unb Solbatenrat an Milglicher bet unabhängiaen ozialbemoktatischen Partei viele bunbert Schußwaffen ausgegeben unb badurch größte Beunruhigung in wei­teste Kreise bet Bevölkerung getragen hat. Diese Maßnahme entbehrt umso mehr jeder Begründung, als die Gefahr einer Gegenrevolution ausgeschlossen

unb alte übrigen Bürger ihre Wage» habt» adgcber, |$oqteüu nnb mit ihw Ne pro»ij«utich^r«»u^talrqp»

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