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mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain

Tageszeitung für (das früher kurhessische) Oberhessen

Dee Anzeigenpreis beträgt fit bteSgef». Zeile IN ; amtliche, auswärtige ? i cvAf.r1 u. Sammel-An». 4 > n 10'/, ftrieqezuichleq.RefUme^ellr 1 X. Jeftrr Jlabatt ,J*otHjiy«

1919

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«rttes Blatt

Kongreß

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Lande 1,5) X. Verlag »en Dr. C. Aitzereth. ÜJiettt 21/21. Ferner.55

Der Neuaufbau des banerischen Heere,.

S n d>e n . 25. Jan. In einer Veranstaltung die »arniion München e»li»l<f#lle bet Minister militärische Angelegenheiten, dlahhaupter.

Tim?, über d e

Richtlinien für den künftigen Neuaufbau bei benrti» lchen Heere, und führte u. <t au. In Bayern wäre eine angeworbene Polijeitrnppe #u bilden, die eine Friedensstärke von 12000 Mann und eine Rrieas» stärke »an vielleicht 44 000 Mann (für ganz Dcutschland etwa 250 000 Mann» haben mürbe. Reben diese« stehenden Heere müßte da» System de» M i l i zhe e t e» auf der Grundlage der allgemeinen Pflicht zur Wehm Hastigkeit eingriührt werden. Bei einer Dienstzeit mm 3 bi, 5 Monaten und vier fe 14täqigen Wiederholnng», kursen ergebe stch für Bevern ein kriegsstarke» Hee» non 400 000 Mann, für ganz Deutschland 3 200 00» Streikt, alle, in all in 7*14 Millionen Mann.

Segen die Beseitigung der bisherigen Rangabzeichen

Minden, 24. Ion. Die Offiziere, Unterosfizier» und Militärbeamten bet Garnison Minden demon­strierten gestern öffentlich gegen die Beseitigung bet Rangabzeichen. Sie forderten tn einer an da, General­kommando Münster und bk Reichsregierung gerichteten Tntschließung die Aushebung der Anordnung bin 23, Januar abends, andernfalls für einen ordnuNFsrnätzd,. gen Dienstbetrieb in Minden keine Gewähr Übernr»»

terfeldt nimmt von dieser Erklärung Kenntnis und gibt der,Hoffnung Ausdruck, daß die Taten den Worten Nudants entsprechen mögen. Er müsse bei dieser Gelegenheit aber noch auf eine in der Unter, suchungrkornmission überreichte französische Note aufmerksam machen, deren Ton derartig ist, wie er höchstens einem Tributär st aat, nich aber der Regierung einer Großmacht gegenüber angängig ist. Er habe Anweisung gegeben, solche Noten künftig nicht mehr entgegenzunehmen. Der französische Vorsitzende entgegnete, er finde in der Note nichts, was zu diesen Einwendungen be­rechtige. Es scheine ihm, daß der deutsche Vor­sitzende sehr empfindlich geworden sei. Nach diesem Zwischenfall verliest der Vertreter der deutschen Regierung ein Telegramm, wonach die französischen Behörden au» der neutralen Zone alle nicht vor dem 1. August 1914 dort ansässig gewesenen und >etzt entlasieuen Mili'ärpersoneu mm 26. Januar ab ausweisen wollen. Durch diese Maßnahme würden allein in Mannheim 10 000 Personen be­troffen. Im Auftrage der deutschen Negierung er« luche et dringend um Aufhebung dieser Maßnahme. Der Stadt Saarbrücken sei infolge Verfehlungen einzelner Bürger eine Geldbuße auferlegt wworden. Die deutsche Wasfenstillstandskommif- ston weist da-auf hin, daß dies im Widerspruch zur Haager Landkriegsordnung und dem Waffenstill­stand steht und protestiert gegen dieses Vorgehen.

Frie- feien feien Ron-

Bern, 25. Jan. Lyoner Blätter glauben, Wilson »erbe nut eine rufflfche Regierung anerkennen, bte V* russischen Staatsschulden übernimmt.

neue Niederlage bet Bolschewisten. '

Helsingfor». 24. Ian. Teile bet 3. 4. und 5. Armee der Sowjetregierung tnurbm bei Penn von sibirischen Truppen unter Koltlckxik, bet die Vereinigung mit bet Nordarmee bei Wologda anstrebt, oetnich. tenb geschlagen. Der Fall Wologda» wird bal­digst erwartet. Dmikin rückt im Rorb-Kaukasu» vor. Die von bet Sorofetregictung neu eingezogenen Jahr­gänge stnb wegen schlechter Ernährung unzuverlässig, Reserven find nicht vorhanden. Die Unruhen in Peters­burg. insbesondere Ausschreitungen bet Arbeiters!««, dauern fort

Kolonien erhob 6mut» Anspruch auf Deutsch-Süd- westaftika im Namen der Südafrikaner. Heber diesen Punkt herrscht vollständige» Einvernehm n. Großbritannien ist bereit sich mit Togo, Kamerun und Ostairika in irgendeiner Form von Neutrali­sierung zu begnügen. Infolgedessen braucht man nur noch darüber zu verhandeln, was mit d n S a - moa-Inseln und den pazifischen Inseln geschehen soll. Japan hat vor einiger Zeit vorgeschlagen, daß für die ?uteilung dieser Inseln bet Aequator al» südliche Grenzlinie festgesetzt werben soll. In diesem Fall würde Japan die Karolinen und die Mar­sch a l l i n s e l n erhalten.

P a t i,. 25. Jan. (Reuter.) Die britischen Dele­gierten haben sich bereit erklärt, solche Probleme, njic die Zukunft Mesopotamiens, Palästinas und bet beut- fchen Kolonien an den Völkerbund zu verweisen, obalb bi 1er zustande gekommen ist, damit sie nicht bte Zeit der Friedenskonferenz in Anspruch nehmen.

Baumwolle für bis Mittelmächte?

Washington, 25. Jan. (Reutet.) In feiner Antwort auf bas Ersuchen der Baumwolle pflanzenden Staate^ daß alle Ausfuhrbeschränkungen für Baum»

lierung von Moskau habe auf den Vorschlag der denskonferenz geantwortet Die Bolschewisten bet Ansicht, die Prinzeninseln kMarmora-Meers zu weit entfernt, doch lehnten sie im Ptinzrp eine

gilt al, Barrabatt Bei Auskunft durch sie Lezchtttsktelle u. Vermittlung der Ingebete 36 4 Eanbergediihr. Posticheckkanta: Rr. 6616 »mt Frankfurt a. M.

wolle noch den nichtfeindlichen Ländern aufgehoben, auch Verschiffungen «ach Deutschland und O stetreich so rasch wie möglich gestattet werden möchten. kabelte Wilson, baß Baumwolle fetzt nach allen Ländern in Mengen, die ihrem Bedarf entsprechen, ausgeführt wer­den käme«. Die Ausfuhr nach den feindlichen Ländern werfe wichtige politische Fragen auf. bte von den ver­bünd ten Regierungen forgfältig erwogen würden.

Englische und deutsche Singebotenenpolitkk.

Berlin, 24. Ian. In einem im August 1918 erschienenen, ober erst im November 1918 nach Deutschland gelangten Vlaubuch über die Behand­lung der Eingeborenen durch die Deutschen in Süd­westafrika wurden von der britischen Regierung Klagen erhoben, die von bet englischen Presse mit dem Ergebnis ausgenommen wurden: Deutschland sei unwürdig, künftig Kolonien zu besitzen. Auf diese ebenso schweren rote unberechtigten An. griffe antwortet fetzt das Reichskolonialamt in einer Gegenschrift (BehandlunL der cinhci- mischeu Bevölkerung in den kolonialen Besitzungen Deutschlands und Englands). Das Blaubuch wird hierin im wesentlichen als Tendenrschrift gekenn­zeichnet, die den Zwecken des englischen A n - nektionismus dienen soll. Fehler und grobe Entstellungen in dem englischen Blaubuch werden an zahlreichen Stellen nachgewiesen. Bei der Zu­sammenstellung bet aus Gerichtsakten, Eingebo- renen-Aussagen und anderen herausgezogenen Mistgriffen und Verfehlungen fehlen vergleichende Hinweise aus ähnliche Erscheinungen in englischen Kolonien, wodurch der Glauben erweckt, dah nur in den deutschen Kolonien gesündigt wurde. Daß bies nicht der Fall ist. zeigt bet dritte Teil der Denkschrift. Wer diese Zusammenstellung eng­lischer Kolonialgreuel gelesen bat. wird demgegenüber die Anschuldigungen de» Vlaubuch» als recht zahm empfinden und die aufgeworfene Frage:Ist England berufen. Richter in Fragen der Eingeborenen-Behandlung zu spielen?", mit einem glattenNein" beantworten.

Die Bestrafung deutsthet .Krieg,vergehen".

ßonbon. 25. Ian. sReuter.i Admiral Hall, ein Mitglied bee Ausschusses zur Untersuchung deut­scher ftreastrrgcben zu Lande und zur See, erklärte in einet Rede in Liverpool, bet Ausschuß habe die Art i*in s Vorgebens bereits festgestellt ausgehend von der Erkenntnis, daß die Täter in zwei 91rien zu teilen 'eien, bte ausfübrenden Hände und die höheren Vorge- 'tten, de jene Verstöße angeordnet haben; gegen beide Arten fei mit un rbittlicher Gerechtigkeit vorzugehen. 3um Beispiel würde im Falle des Lazarettschiffes Llandovery Castle" derjenige, bet es versenkt bäte, in Unterst,chung gezogen und in öffentlicher »etichtssitzung Hin Am's weg n verteidigt werden; wenn er Sber- iührt würbe, so müßte er ft erben. Wer bet Grau- 'cmfeit im Widerspruch mit b r Menschlichkeit, nicht mit dem Völkerrecht, schuldig befunden würde, würde den Beweis führen msiNen, baß et höheren B fehlen ge- borcht habe oder müsse seine Strafe erleiden. Würbe er beweisen, daß er einem Befehl gehorcht habe, dann würben die Verbündeten gegen bn betreffenden höheren Vorgesetzten vorgehen, gleichgültig wie hoch er steht. D»r Arm Großkritannieiis lei lang genug, um die Schuldigen zu erreichen. UnbRing Stephan". .Baralong"sw.?

Di« norbschleswigsch« Frag«.

Kopenhagen. 25. Ian. Ritzau» Büro um­schreibt den Standpunkt der dänischen Regierung zur Entscheidung der Erenzfrage auf dem Frie- d-nskongreß etwa wie folgt: Für Dänemark ist die nordschlesw'gschr Frage ausschließlich eine nationale Frage. Die dänische Raiion hofft und sehnt sich danach, daß alle, die dänisch reden und empfinden, im Königreich Dänemark ver­einigt werden. An diese Frage knüpft sich fein an­deres Interesse als das nationale, da Dänemarks Kraft als Staat durch den Besitz eines größen "*"eil5 von Schleswig, als dessenigen, heften Bevöl­kerung sich tatsächlich an Dänemark anzuschließen wünscht, nicht gesteigert wird, während solch ein größerer Besitz Dänemark große politische und Ber- waltungsschwierigkeiten bereiten würde. Somit ist es Aufgabe der Friedenskonferenz, di« An- sprächt der dänischen Bevölkerung in Schleswig so dnrchzufühten, daß di« Frage auf Grund des Sclbstbestimmungsrechtes der Völker gelöst wirb und eine Abstimmung in Schleswig statlfindet.

D«t Berhsndlung»»orschlag an die Bolschewisten.

Pari», 25. Ian. Die M§umanite sagt: Die Re-

Marburg

Montag, 27. Jannar

Paris, 25. Jan. (Havas.) Die Ministerpräsi- deuten unb die Minister des Aeußern der verbündeten Staaten hielten am Freitag zwei Sitzungen ab. Mar­schall Foch und Daig sowie Pershing und Tiaz wur­den gefragt, welche Truppenzahl während des Waffenstillstandes an der Westfront bleiben mußten, ob­wohl man wünscht, daß die Mannschaften in ihre Heimat zurückkehren sollen. Man kam überein, noch eine Anzahl Divisionen auf Kriegsfuß zu belassen, um die Mittelmächte zwingen zu können, ihre Ver­pflichtungen einzuhalten. Tie Ministerpräsidenten und Minister des Auswärtigen erkannten den von Wilson

selbst zu entscheiden habe.

Die deutschen Kolonien.

London, 25. Ian. (Reuter.) Die meldet au» Paris: Bei den Berbanbfungen

Der Stunden eine Aufklärung herbeizuführen, sei wt deutsche Vorsitzende gezwungen, in dieser Nicht- dkachtung einer in dringender Form mehrmals dorgebrachten Anfrage ehte beabsichtigte Miß­achtung seiner Stellung und Person zu erblicken, voch selbst habe in Trier Journalisten gegenüber Erklärt, die Nichtbeantwortung deutscher Noten ge- ichähe absichtlich und systematisch. Eine ^lche Auffassung halte die deutsche Kommission mit "Er Würde bet Verhandlungen unvereinbar. Ee- :8trtt£ Nudant versichert dem deutschen Vorsitzenden ittnd den übrigen Mitgliedern der deutschen Kom- |eiRfx höchsten Achtung. General v. Win-

Berlin, 25. Jan. Sitzungsbericht bet Was- senstillstandskommission in Spaa vom 24. Januar: General Nudant überreichte eine Mitteilung Fochs, bet Befehlshaber der deutschen Strritkräfte im Osten verweigere polnischen gegen die Bolsche­wisten marschierenden Truppen den Durchzug durch Grodno. Tie polnische Regierung habe sich wegen dieses Vo falls bereits an Deutschland gewandt und um eine Entscheidung big »um 26. Januar ge­beten. Fach schließe ans dem Verbalen des deut­schen Befehlshabers, daß di« früheren Einsprüche gegen die Haltung der deutschen Militärbehörde im ststen berechtigt waten und daß den Bolschewist" nicht entgegen getreten robb. Et verlange, daß der nolnischen Forderung sofort Genüge ge­leistet werde. General n. Winterseldt verspricht, bte Mitteilung seiner Regierung zu ii6ermitt"fn. Eh selbst babe seinen schon oft wiederholten Aeuhe rungen über Dentschla-'bs S^"llung zu den Bolsche- wisten unb über die Haltung der Polen nichts hin- zuzufi'gen. Tie französische Kommission teilt mit. daß die Desatzstngsbebörden anfle^iefen roorbcr leien, den linksrheinisch w hne"den deu^shen Studenten zur Fortsebung ihres Studiums den Besuch der rechtsrheinisch gelegenen Univesi- täfen zu gestatten. Die deutsche Regierung fordert strenge Bestrafung der britischen Soldaten, die am 8. Januar den Geheimen Bergrat Foetdet in Bonn überfielen und schwer verletzten.

vorgeschlagenen feierlichen Protest gegen alle bieienv gen an, die Gewalt anwenden, um sich in den Besitz *on Gebieten zu setzen, über die allein bet

Bekanntmachung.

I Der XL> und S.-Rat Marburg steht bet Be- sihlagnohme von Bucheckern in bet Oelmühle Schmidt »ollkommen fern. Er wird der Angelegen­heit näher treten und versuchen, bte Geschädigten ge Ihrem Recht zu verhelfen. Er bittet die Be­troffenen umgehend um schriftliche ober mündliche Witteikang (Neue Kaserne Zimmer 80), welche Mengen Samen sie an Schmidt abgeliefert haben. > Marburg, den 25. Januar 1919.

i Für den Arbeiter- unb Soldatenrat Marburg: Po « rsch.

Sie £nt im M.

Berlin, 25. Jan. Die Zahl der Proteste gegen eine Abtrennung deutscher Lander teile vom Reich unter Neberschreitung des Wilson'fcken Programms häufen sich bei der Regierung derart, daß jede Einzelbeant» roortung unmöglich wird. Die Neichsregierung erklärt nochmals, daß sie nach wie vor an der rückhaltlosen Zustimmung zu den Wilson'schen Programmpunkten sesthält, daß sie auch deren Verwirllichung der Friv> denskonstrenz Vorbehalten sehen will und infolgedessen gegen eine Vorwegnahme der Entscheidungen dieser Konferenz oder gar gegen eine willkürliche Üebersch e:- tung des NationalitätenprinzipS sich aufs entschie­denste wehren wird. Sie wird jedem, der die angebliche Hilflosigkeit deS Reiches mißbrauchen will, den Beweis liefern, daß er sich geirrt hat.

DieMünchen-Augsburger Abendztg." schreibt zu, den Berliner Verfassungsberatungen, sie könne Eisner und Jasse nicht als Vertrauensleute der bayerischen Bevölkerung anerkennen. Wenn diese beiden Herren ein politisches Reinlichkeitsgesühl haben würden, dann würden sie schon begriffen haben, daß sie In einer bähe» rischen Regierung nichts mehr zu sichen haben.

Berli-n. 24- Jan. Angehörige einer Spanbasec Formation, bte in spartakistischein Fahrwasser segeln». hatten einen Putsch auf bas Svandauer Rathaus g»> plant, zwei Geschütze bereitgestellt unb eine starke Pa­trouille zur Vorbereitung be» Unternehmen» ausge- fanbt. Die Regierung»truppen vereitelten ben Putsch

Berlin, 24. Jan. Gegen Lebebour schwebt bei dem Untersuchungsrichter des Landgerichts I ein Straf» verfahren wegen Aufruhr und Londfriedensbruch, unb zwar soll sich Lebebour als Rädelsführer betätigt haben, sodaß do» Schwurgericht für die Aburteilung zuständig wäre. Von Rechtsanwalt Dr. Rosenfeld, dem ehemali­gen Iustizmlnister, ist ein Antrag auf Haftentlassung Lebet»urs gestellt worden, der damit begründet rotel^ daß ein Flucht »erdacht nicht vorliege.

H a m b u r g, 25. Ian. Als die Oberrealschule Ep­pendorf auf Befehl des A.» und L-Rates zu Ehren Liebknecht» halbmast flaggte, weigerten sich Schüler und Lehrer unabhängig von einander, unter diesem Zeichen zu unterrichten oder unterrichtet zu werden. Tie Schule blieb desha'b geschlossen.

Spariakasanschläge gegen Scheide« an«.

Cassel. 25. Ian. Wie der sozialdemokratisch» Parteioorstand mitteilt, muhte der Sonberzug. mit dein Echeidemann nach seiner ?llahlrede in Cassel die Reif« nach Bc-rlin antrat, zweimal umgeleitet werden, da sparkakistische Anschläge gegen bte Zug geplant war«, die rechtzeitig entdeckt werden konnten.

Die Bestattung Liebknecht».

Berlin. 25. Ian. 32 Opfer bet spartakistilche» Wirre«, an ihrer Spitze Liebknecht, sind heute mittag auf dem städtischen Friedhof in Friedrichsfelde beerdigt worden. Die Unabhängigen wollten wieder ben Leichen, zug tu einem politischen Demonstrationszug durch ganz Berlin gestalten. Dem hat diesmal die Regierung oot» aeb.ugt. indem durch militärische Absperrung bet Innenstadt an einigen Stellen waren sogar Geschütz« aufgefahren jede Ansammlung unmöglich war. Auf dem Bülowplatz hielt eine Frau eilte Ansprache, in der le ben Sieg d-s Kommunismus für später verkündete.

fereuz nicht ab. Maklakow erklärt im3Ratin, daß. wenn ihm auch nicht das Recht zuftehe, über die Kon­ferenz zu urteilen, so könne er doch sagen, daß alle in Pari» befindlichen Russen ein Gefühl heimlicher De­mütigung hätten. Burzew erklärt, bah die Antibolsche. miften nicht mit denen, die bas Vaterland ver­raten hätten, zusammen kommen wollten.

DieOberhelsilche Ieituna" erscheint lechewal wöchentlich. Der "W* 4)*1 Bezugsprei» beträgt Viertels durch die Post (ohne Bestellgeld), 3.75 X. * m der Stabt Mardiir, frei in« f>au4 3 75, bei unseren Zeitunzsstellen auf dem

r EeitilifiMi md «Mni.

Vtfetzon- >es Brückenkopfes von Kesil. Rücktritt | i des Generals v. Winterseldt.

Berlin, 24. Ian. In der heutigen Vollsitzung \ ta Spaa kündigte General v. Winterseldt an, daß er »en feinem Posten als Mitglied der deut­schen Dasfenstillstandskommission zurücktreten «erb«. Den Anlaß gab eine E'klärung des Mar- J | fchalls Foch, die von General Nudant verlesen Darbe; Foch erklärt darin kurz, daß der A b« s schnitt östlich von Straßburg a"f Grund der Vereinbarungen bei der letzten Verlä: gerung des Waffenstillstandes binnen sechs Tagen vom 23. Januar abends 6 Uhr ab werde besetzt werden, kenensl 9. Winterseldt erklärte daraufhin sofort: ^Ich hab« Herrn Gene"al Nudant in einer privaten tz jlnterrcbung mitgeteilt, daß ich in der Befetzuno 4 diese» Brückenkopfes ein derartiges Zeichen von Mißtrauen gegxn die Arbeit der Kommission , I«hea würde, daß ich an dem Tage, da ein derarti- pr Befehl gegeben rotrb, von meinem Posten abge- 1 L Kst gw werden birie. Dieter Zeitpunkt ist nunmehr i - eingetreten." General Nudant erwiderte:Ich 'kenne »icht einen der Gründe, die Marschall Fach -N seiner Maßnahme bestimmt haben, aber ich bin tlahezu sicher, daß sich diese Maßnahme in keiner Weise auf die Arbeit der Kommlsston gründet. Ohne den Schritt des Generals v. Winterseldt einem Artet! unterziehen zu wollen, muß ich doch ftgeu und zwar rein persönlich, daß ich eine solcke Entscheidung bedauern würde. Es freut mich, die aeRenbete Form der Beziehungen, die zwischen stns geherrscht haben, anerkennen zu können."

Zur Rückkehr der deutschen Kriegs- und Zivil- ttfangenen wird erklärt, daß nur bc verbündeten Regierungen über den Rücktransport der deutschen Gssangerten zu entschsidell haben. Dagegen we.de d«r Vorsitzende der französischen Wafsenstillstands- - r wmmispon aufs nachdrücklichste vorschlagen, die j ' deutschen Verwundeten und Kranken so schnell wie «öglich Heimzuschaffen. Die verbündeten Kommis­sionen seien auch bereit, die gewünschte Liste sämt- : kicher Kriegsgefangenen von ihren Regierungen tinzusardern. Die deutsche Waffenstillstandskom- | Kissis» bemerkt, die Nichterledigung der Eefan- ^nenfiey sei Unvereinbar mit dem Geist des Was- ^rstivstandsabkommen. Es sei unerhört, daß tt einem solchen Dauerwaffenstillstand, während dessen kein Mensch an die Forsetzung des Krieges ' p Mhr denkt, deutsche Gefangene auf unbestimmte s »eU in Gefangenschaft gehalten werden. General Rndanl entgegnete, die Verlängerung des Waffen- siillstande« sei notwendig geworden, weil Teutsch- «nd seinen Verpflichtungen nicht rechtzeitig nachge- «inm«n fei. General v. Winterseldt erklärt, er t habe »am ersten Tage an darauf hingewiesen, daß die Deutschland auferlegten Bedingungen nicht voll Erfüllt »erben könnten, da sie Unmögliches oer- »nzte». General v. Winterseldt übergibt sodann *ine Note, in der Beschwerde darüber geführt wird, ;[ daß bte zweimal verlangt« Auskunft über den an« siebitcheu Befehl Fochs, wonach die deutschen Ueber- siadeofsiziere ohne Rücksicht auf das Altersverhält- «s bte Offiziere der Verbündeten zu grüßen hät­ten, Andean t wo riet geblieben sei. Da Nu- i I dank zweifellos in der Lage wäre, innerhalb weni-