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mit dem Kreisblatt Dr die Krelle Marburg und Kirchhain

Tageszeiiung für (das früher kurhessische) Oberheffen

Der Anzeigenpreis beträgt für die 8gt|». Zeile tO 4 amtliche, auswärtige r 1 <Vn<.r* u. Eammrl-Anz. n 10'/, Krieaszuutiteg. Rekiamezeil» 1 X. Jed»r Rabatt'"*

1919

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Erstes Blatt

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bereitet Von Regierungstruppen sind große Men>

risch erklärt. Sollte die Ber>

de« Kriegsministeriums beraten werden sollte. D» der Erlaß nicht vom Kriegsminister allein ausgeht, sondern vorher vom Zentralrat beraten wurde und die Zustimmung der Volksbeauftragten erhielt, hält der Zentralrat die Einberufung einer Ko» ferenz, die sich mit diesen Bestimmungen befassen soll, nicht für zweckmäßig. Eine Abänderung der Bestimmungen kann durch eine Konferenz der Sol» datenräte nicht erfolgen.

Braunschweig solidarisch erklärt. Sollte die Ber­liner RegierDtzMricht zurücktreten, jo sei man ent­schlossen, sich 6ta Berlin loszusagen, um zusammen

DieDeutsche Zeitung- meldet: Es wird etzh Angebracht werden neuer großer Butsch der Spartakusgruppe vor^,,

Marburg

Freitag, 24 Jamm

Bewingen its Berliner Zentralstes.

Berlin, 22. Jan. In der Sitzung des Zen­tralrates der sozialistischen Republik vom 21. Ja­nuar berichteten Genossen aus Moskau und P e. tersburg übet die Zustände In diesen Städten. Weitet lag ein Bericht des Kriegsministeriums übet die Beschlagnahme von Lebensmitteln durch A.- und E.-Räte vor. Der Zenttaltat wies darauf hin, daß Beschlagnahmen von Lebensmitteln jeder Art unterbleiben müssen. Am 22. wurde be­schlossen: Der Zentralrat erhebt E l n s p r u ci gegen die Festsetzung des Tagungsortes für die Nationalversammlung, ohne daß dem Zentralrat Elegenheit zur Mitberatung gegeben wurde. Dann wurde über die Verordnung zur Beschaffung von Siedlungsland beraten und Zustim­mung zur Veröffentlichung erteilt. Längere Be­ratungen erforderte der vom Staatssekretär des Innern, Dr. Preuß, veröffentlichte Vetfas. s u n g s e n t w u r f für das Deutsche Reich. Der Zentralrat beschloß die Volksbeauftragten zu er- suchen, auch von sozialistischer Seite einen Verfassungsentwurf ausarbeiten zu lassen und der Nationalversammlung als Material zu übergeben, lieber die auswärtige Politik soll demnächst mit den Volksbeauftrogten gemeinsam beraten werden.

Den weiteren Beratungen lag folgender Vor­gang zugrunde: Ein Konferenz der Zentral-Sol- datenräte wat für den 23. Januar vom Zentralrat des 3. A.-K. einberufen. Die Vertretet dieser Konferenz beantragten beim Zentralrat zu ge- nebmiaen. bah eine Konferenz aller Soldatenräte

u. Eammel-Anz. 43 4-* 10'/, xrteg«juiml«a. Rellamerei!« gilt al» Barrabatt. Bei Auskunft but* Die Ge,chätt»stelle u. Vermittlung der Ingebate 25 4 Esnbergebähr. Postscheckksnte: Är. 5C15 Amt Frankfurt ä. M.

eWitiringei.

Der beginnende Umschwung.

München, 22. Jan. Der Ausschuß bet elsaß- lothringischen Autonomistenpartel teilt mit: Der Umschwung In Elsaß-Lothringen ist bereits ein« getreten. Wit erhalten aus Mülhausen, der Hoch­burg des Franzosentums, folgenden Bericht:

Am Montag bildete sich in Mülhausen ein De- monstratiorszug, meistens Arbeiter, die roll' schwarz-weiß-roten. Fahnen durch die Stadt gegen: Sie sangenDeutschland, Deutschland über alles!" und dieWacht am Rhein- sowieIch bin ein Preuße, kennt ihr meine Farben" und zogen nach dem Rathouse. Dort wollten sie die Trikolore herunterholen. Ferner erschölle« folgende Ruse: Hoch Deutschland, hoch Preußen, nieder mit Frankreich!" Militär mußte einschreiten, es wurde geschossen. Leute, die sich einbildeten, daß Ihnen durch die ftanzöstsche Herrschaft der Himmel voller Baßgeigen hängen würde, sind somit bereits schwer enttäuscht und erbittert. Die Maßnahmen, die die Franzosen trafen, müssen zu einer Katastrophe füh, reu. Für die Arbeiter und die unteren und mitt­leren Volksschichten wird in Frankreich sehr wenig getan. Ma« lese nur die französischen Zeitungen, um Einblick in das große Elend gewisser Gebiete und Volksschichten zn erlange«.

gen von Flugblättern beschlagnahmt worden. In diese« wird darauf hingewiesen, daß der erste Putsch der Spartakistengruppe mißlungen fei. Den gleiten werde man aber weit besser vorbereiten als den ersten. Radek selbst habe die Organi­sation In die Hände genommen. Geldmittel und Waffen ständen In großen Mengen zur Verfügung, und es sei sicher, daß die zweite Spartakisten-Revo- lution einen anderen Ausgang nehmen werde als die erste: Liebknecht und Rosa Luxemburg würden furchtbar gerächt werden.

Spartak», zur See.

Berlin. 22. Jan. Bon Wangeroog rotrb gemeldet: Die Bevölkerung der Nordsee-Inseln ist durch heran­ziehende Spartakusbanden ernstlich gefährdet, die Ort­schaften überfallen und plündern. So suchte am 10. Januar eine solche Band« in Stärke von 200 Mann mit 35 Bewaffneten, auf drei Minensuchbooten aus Kurhaven kommend, Wangeroog heim. Die Unterneh­mung ging von dem Soldatenrat in Bremen aus. Di« Spartakusbande wurde von der Jnselbesatzung über­mannt und gefangen genommen.

Der Kohkenmangel.

Dessau. 22. Ian. Die hiesige Gasanstalt mußt« wegen Kohlenmangels bk Gasltetenmg einstellen.

Gotha, 22. Ian. Die hiesige Gasanstalt stellte wegen Kohlenmangels den Betrieb vorläufig vollsiän-^ big ein. Auch das EkektrtzitStswerk beschränkt zelt, weilig die Abgabe von Strom.

Dresden, 22. Jan. Zahlreiche sächsische Industrie- Werke wurden wegen des Kohlenmangels stillgelegt. Beendigung des Ausstandes der Berliner Elektrizitäts- arbeiier.

Berlin.. 23. Jan. Der Ausstand der Berliner El ktrizitäts-Arbeiter wurde gestern durch Vermittlung des Einigungsamtes beendet. Der Einigungsspruch sieht einen Stundcnlohn von 1,05 X bis 2,65 ,M vor. Auch die Gasarbeiter haben erhöhte Lohnforde­rungen ring bracht, über die sich sAoktrige Berhand- lungen entwickelt haben.

mit dem Rheinland und Westfalen und Anschluß vielleicht auch von Hamburg, Bremen und Leipzig eine selbständige Republik zu bilden.

Die Bremer Aerzteschast beschloß ihre gesamte berufliche Tätigfeit sofort einzustellen, sobald durch politische Ausstände der Verkehr in Bremen sowie die Versorgung der Bevölkerung mit Lebens­rnitteln in gefahrdrohender Weise unterbunden werde. Die Apotheker haben einstimmig beschlos­sen, im Falle eines Aerzteausstandes ihre Apo­theken für jeden Verkehr zu schließen.

Gegen die Freiwilligenkorps.

Essen, 24. Jan. Der hiesige Arbeiter- und Soldatenrat verbietet erneut die Anwerbung von Freiwilligen für irgendwelche Truppenteile, um die Grenzen schützen, weil der Verdacht besteht, baj die alten Mächte diese Truppen zu einer Mili- -Herrschaft wieder benutzen wollen. Auch die Kon­gresse der A.- und S.-Räte des Riederrheines stimmten gegen die Bildung von Frciroilligen-Re- gimenter und begründen diesen Entschluß damit, daß diese Regimenter zu gegenrevolutionLren r-t---. - - t.-erben tcn::tcn.

Sern, 23. Jan. Wie anS Metz gemeldet wird, lüib die Thyssen'schen Stahlwerke in Hagendingen ^Lothringen) von der französischen Regierung unter Aangsverwaltung gestellt worden, werden ober, um chre vielen Arbeiter nicht brotlos zu machen, in Be­trieb bleiben.

Bingen, 23. Jan. Die französische Militärver- PpUung des Kreises Singen hat augeordnet, daß t.i

Oberklassen der städtischen und ländlichen Vok'- schul-n wöchentlich drei Stunden französischer Unter» Ucht f.« erteilen ist.

Marburr tme umgegent.

Marburg, 24. Januar.

Weitere Einschränkung der Gasabgabe. Die Stadt sieht sich genötigt, noch weitere Einschrän» tungen bei der Gasabgabe. vorzunehmen, da es nicht möglich gewesen ist, ausreichende Kohlenmen- gen nach Marburg zu bringen. Es wird jetzt Gas nur noch vormittags von 78 und abends von 1/269 Uhr abgegeben. Es muß das dringende Ersuchen an die Bewohner der Stadt, insbesondere an die Bewohner der höher gelegenen Häuser ge­richtet werden, um 9 Uhr mit dem Gasverbrauch aufzuhören. Die Gasanstalt ist aus technischen Gründen nicht In der Lage, die Zuführung von Gas in die Röhren vollkommen abstcllen zu können. Wenn die Bewohner der Oberstadt infolgedessen btt Möglichkeit haben, noch tatsächlich nach 9 Uhr Das verbrauchen zu können, so sollten sie doch damit rechnen, daß sie durch diesen Gasverbrauch sich selbst einen Vorteil gegenüber der übrigen Bevölkerung und der übrigen Bevölkerung einen Nachteil durch unrechtmäßigen Gasverbrauch verschaffen.

* Militärisches. Dem Hauptmann Elaasse» im Jäger-Datl. Nr. 11 wurde der Abschied mit bei gesetzlichen Pension bewilligt.

Glatt« Abwicklung dr, «ahlgefchLfte. I- ew lerer NaLdarLadt Leebenkopt ging ma> am *

schlnß der Verbündeten abhängig.

Wien, 22. Jan. Nach Budapester Meldungen wollen die Deutschen WestungarnS eine selbst in» d'ge Republik ausrusen oder den Anschluß an Dtulich- Oesterreich aussprechen, falls bis zum 20. Jans« das Gesetz über die Utewhomie der Deutschen nicht

Neiryork, 23. Jan. (Sleuter.) In sozialistischen -reisen per-lauter, daß den drei Sozialisten, die zur tetersatioualen Sozialiftenkonserenz in Lausarure reifen

zroß der von Deut'chlanb angerichtete Schoden und wie fiele Schadenvergütung Deutschland zu bezahlen

Gegen die Teilung Preußens.

Berlin, 23. Jan. Die württembergische Re­gierung soll lautB. Z." beschlosien haben, einer Zerlegung Preußen» zu widersprechen.

Eine am 22. d. Mts. von 2000 Personen besuchte Versammlung der Demokratischen Partei in Berlin erhob energischen Protest gegen jeden Plan einer Zertrümmerung Preußens.

LautB. Z." nahm In Düsseldorf eine Mass n- versammlung der Demokratischen Partei eine Ent­schließung an, in der der Plan auf Zertrümmerung des Reiches und Preußens abgelchnt wurde, da eine Republik Rheinland unter den heutigen Um­ständen mit innerer wirtschaftlicher und polit sch^r Notwendigkeit zu einem Pufferstaat zu einem Spiel­ball in den Händen Frankreichs, Belgiens und Englands werden würde.

LautTägl. Rundschau" wird am Dienstag in Weimar eine Reichsfinanzkonferenz zur Besprech­ung aller dringenden Finanzfragen abgehalten werden.

Ein neuer Spartakisteuputfch? '*

j itaiqiiioe, in der ui?er ine neuen vüuügva »ohuiuv üvi

Rotterdam, 22. Jan.Daily Mail" meldet: Die englische Regierung hat erklärt, einem möglichen Ansrtluß Deutsch-Oesterreichs an Deutschland nicht im Wege sein zu wollen. Sie macht jedoch ihre end­gültige Stellungnabme von dem gemeinsamen Be-

M Smimbk'rMMn.

Paris, 23. Jan. (Reuter.) Amtlich wird mitge- ftilt, daß die Mächte beschlossen- haben, eine aus zwei Bertretera, einem Zivilisten und einem Militär, be- strhcndc Kommission nach d.n Prinzeninseln im Marmara-Meer zu entsenden, utir dort mit russischen Lbgesaudten zusammenzukommen. Eine ähnliche Kom- Stijficn wird nach Danzig gehen, um mit den Polen zu verhandeln. Am 25. Januar wird eine öffentliche Voll- ßtzung abgehlten weredn, um über den Völkerbund zu beraten. Lloyd George wird bei dies r Gelegenheit Einen ass einigen wenigen kurzen Klauseln bestehenden Antrag liier die allgemeinen Bedingungen einbring-n. Hierauf wird Wilson den nach den Unterredungen mit Leon SVyrneois, Lord Robert Ceci! und Smuts ent- 'ylan einbringen. Schließlich rotrb eine be.

Wiker^rndkommission darüber entscheiden, rote

$!e Lüg» im ÜMti.

Berlin, 22. Jan. Von militärischer Seite wird gebeten, zur Beseitigung von Zweiteln ausdrücklich daraus hin'uweisen, daß die vom KriegPninisteriinn erlassenen Bestimmungen über die Neuregelungen der Kommandogewalt, die Rangabzeichen und die Grusi- vflicht keine Anwendung auf die im mobilen Zustande befindlichen Freiwillwen-Berbände für die Heimat und Grenzschutz findet. Es bleibt für diese Verbände be. den bisherigen Bestimmungen. >

Berlin, 23. Jan. In Genehmigung ihrer Ab­schiedsgesuche wurden mit der gesetzl. Pension zur Dis­position geste.t: General d. Art. v. Scholtz, Oberbe­fehlshaber einer Heeresgruppe, die Generale der Inf. 0. Hutter, Oberbefehlshaber der 19. Armee und 0. Winckler, Führer des 25. Res.-Korps.

Stuttgart, 23. Jan. Die verfassunggebende Landesversammlung trat heute mittag zur ersten Sitzung zusammen. Keil (Soz.) wurde mit 139 von 144 abgegebenen Stimmen zuM Präsidenten gewählt. Er betonte in längerer Rede die Notwen­digkeit, das g-genwärtige Provisorium in einen enb- giltigen Zustand zu verwandeln und dem tofirt- tembergischen Staate bald eine neue Verfassung zu geben. Gegenüber dem Siegesbewußtsein der Feinde dürfe man nicht schweigsam und geduldig alles hin- nehmen. Tie Friedensbedingungen müßten erträg­lich sein und Garantien für einen baueriben Frieden in sich tragen. Darum betonen wir unser Recht, ein großes Volk zu sein, mit allem Nachdruck vor aller Welt. Zum ersten Vizepräsidenten wurde Keck (Demokrat), zum zweiten Walter (Zentrum) gewählt.

Braunschweig, 23. Jan. Der A- und S.- Rat beschloß die Zensur des WTB. aufzuheben. Ferner wurde ein Antrag angenommen, wonach den bürger­lichen Zeitungen die behördlichen Anzeigen entzogen .oerden sollen.

Die radikalen Hochburgen gegen die Reichs­regierung.

Braunschweig, 22. Jan. Wie dieBraun- schweiHische Landesztg." berichtet, hatten die Aus­ständigen die Berliner Regierung aufgefordert, zurückzutreten, um einer wirklich sozialisti­schen Regierung Platz zu machen. Die Vertreter aus Rheinland und Westfalen hätten sich mit

IDieOberhessische Zeitung" erscheint sechsmal wöchentlich. Der Bezugspreis betrfiet wertest, durch die Post lohne Bestellgeld), 1.75 X. n her Stadl Mardnrq frei ms Haus 3.75, bei unseren Zeitungsstellen euf bent Lande 8,6j X. Verlag »en Dr. k. Hitzersth. Wiertt 21/2». Ferns,r.55.

Bit meinMIIA Swtmi in SortngiL

Oporto, 22. Jan. (Havas.) In Porto dauern die monarchistischen Umtriebe an. Die Royalisten haben Bürgerwehren gebildet. Ein Teil der Garnison Lissabon hat sich der Bewegung angeschlosien.> Bier Kriegsschiffe sind nach Ovorto abgegangen, brtz- jen strenge Blockierung augeordnet wurde.

Der Platz Valencia do Minho hat sich den Monar­chisten ergeben. In Oporto trafen 1500 Mann In­fanterie und Kavallerie ein, die unter den Klängen des Königsmarsches einrückten. Vor der Kaserne wurde die Proklamation der Monarchie Berieten. Auf dem Palais be» König» wurde die blau-weiße Flagge gehißt. Tie republikanische Flagge wurde öf­fentlich verbrannt.

Pari», 23. Jan. König Manuel, der noch immer in London weilt, erllärte einem Vertreter bei Petit Parisien", er stehe seinem Volke zur Verfügung und sei bereit, dem Rufe des Volkes Folge zu lei­sten. Er lege jedoch Wert darauf, zu erklären. datz die gegenwärtige Lage in keiner Weise aus einen Ein­griff von seiner Seite zurückgesührt werden dürfe.

Wal

Rotterdam, 23. Jan. Rach einer Meldung de»N. Rott Cour." au» London schreibt das liberal, AbendblattStar", daß die «rbeitsschroierigkett tu England beängstigende Formen anzunehmeu beginne. Tie Hauptursache dafür sei die ünzufriedenheU der Arbeiter darüber, daß die Regierung mit der Ein­führung einer kürzeren Arbeitswoche so lange zögere. Nach einer anderen Meldung wird der Ausstand btt Bergarbeiter in Yorkshire in kürzester Zeit die Still­legung von Industrien, die zusammen eine Million Menschen beschäftigen, zur Folge haben. Lon­don steht vor der Gefahr, daß die Untergrundbahn und die Sichtversorgung den Betrieb einstellen.

London, 23. Jan. (Reuter.) 150000 Berga arbeit« in den Kohlengruben von Yorkshire haben wegen einer Streitigkeit über die Dauer des Arbeits­tages die Arbeit niebetge egt

Bern, 23. Jan. Nach einer Havasmeldung au» Dublin wurden in Tipperary zwei Polizisten, die einen Wagen mit Munition begleiteten, durch Re- volverschüffe von Männern getötet, die sich bann be» Wagens bemächtigten.

Unbe ist, ferner in welcher Weise die Zahlung ge­sehen soll.

Newvork» 22. Jan. (Havas.) In einem $ot« trau' i > Rrockltzn erllärte bet frühere Botschafter ber Vereinigten Staaten in Berlin, Gerard, Deutschland müsse gezwungen werden, den Schaden, den es ver­ursacht habe, bis auf den letzten Heller zu bezahlen. Es habe feine rechtlichen Gründe für den Einfall in Belgien gegeben. Am 10. August habt ihm dtr Dtut- kche Kaistr erklärt, daß man aus strategischen Gründen ro Brigien einmarschieren müsse. Er glaubte jedoch, Nicht, baß Deutschland in der Sagt sei, tritt so be­trächtliche Entschädigung zu bezahlen, wie sie von den Kottern gefordert würde. Deutschland könne nur in ben Völkerbund ausgenommen werden, nachdem e? für bas von ihm angerkbtete Unheil Sühne ge­leistet habe. Der frühere Deutsche Kaiser müsse vor «neu Gerichtshof gestellt werden.

Bern, 23. Jan.Progres be Lyon" erfährt aus Brüffd, Belgien verlange in Afrika einen Weg vom Kongo zum Jnbischen Ozcan, bestehe aber vor allem auf seinen Gebietsforderungen in Europa, nämlich Luxemburg, Simburg unb der Scheldemündung.

Reine Expedition der Weftmächte nach Rußland.

A m si e r b a m, 24. Ja«. Wie verlautet. Nöl­ten die Westmächte von einer Expedition nach Ruß­land Abstand nehmen. Wilson hat die Hoffnung ausgesprochen, daß dort der Bolschewismus ohne Anwendung von Machtmitteln erlöschen wird. Frankreich hält eine Sendung von Kriegsmaterial für ausreichend. England wie Japan btabllch^ig-n, l^igkich Schutzmaßnahme» für die sie tete-efsieren- btu Gel Lloyd George werde sich dahin aus- sprechen, daß er sich dafür verwenden werde, Lebens- Mittel und Rohstoffe nach Rußland zu senden, wenn bk BvlfchewiLen das Zugeständnis machen, ferner «if Anwendung des Terrors, der Waffengewalt «nd des Bürgerkrieges sowie auf Eroberungen zr vernichten.

Poris, 23. Jan. Die französische Presse nimmt ait Entschließung der Friedenskonferenz, sich mit deu Bolschewill zn verOändigen, ohne Begeistentr-g auf in ber Befürchtendaß biese bie Gelegenheit, ihre Gedanken zu tierbr-' ohne Bedenken ausnutzen, sie über Europa und :(.* Welt verbreiten und durch

ihre Grundsätze bx ,ritdenswerk behindern würden.

Die deAkschen Kriegsgefangenen.

Berlin, 23. Jan. Vom deutscher Seite wurde «orgeschlagen, fisten über die in Frankr.üch befindlichen iteiegrgefangenen aufzustellen. Dies wurde von fran- Mjcher Seite nbge lehnt mit dem Hinweis darauf. «4 bis 1. MLex etwa 200600' deutsche Kriegsgefangene te S^srdfrankreich sem rofitbm, um dort alles otebe» nuf.zu b auen. was btt Deutschenzerstört" Wen. «tt de» Transport fei bereite begonnen roor- ben, frtzrf, etye große Bewegung der beutschen Kriegs- »esangtnen einges-cht habe. Dadurch werde die Aufftel- lung »on ka»-rlisten erschwert und die Angaben dieser Lagerlisie» würben in kurzer Zit nicht mehr zutr:ffend sein.

Ziirfch, 23. Jan. DerSecolo" gielbet mt? *cri3: Der Konler-uz ber Verbündeten sinb Ersuchen neutraler Seite auf Htimfchasifung ber deutschen Kriegsgefangenen bis Friedens- «chluß zugegangen.