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Nr. 14

Freitag, 17. Januar 1919

Berlin, 16. Ian. Das Interalliierte Komitee in IM

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lehen?"

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8. Kapitel.

Das war eine Begründ»»«,, gegen die sich nickt

sichetung schuldig zu sein glaubst, frage ich dich: ist es

verlieren.'

(Fortsetzung folgt.)

wobl etwas einm-nden lief). Und aufs neue vertiefte sich wittert mit stetig wachsendem Entzücken in dir Be- t'vchtnng des wiedrrg fundenen Meisterwerkes, das

Truppen an der polnischen Grenze zur Folge hatte. Er verlangt die endgültige Beseitigung des Bol-

MB. Berl im, 15. Jan. Bei der heute vorge- uornmeuen Besetzung von Ctadfte'^en Groß-Be'ttn? durch die Regieningstruvven zum stecke der Waffen-- abuahme soll'es in verschiedene,n Fällen zu bedauer­lichen Vork-mmniüen p-kommen sein. So wird be- sandtet, daß das Parteibüro der U. S. P. D. von 36 Soldaten unter der Führung eines Leutnants in "n-rhötter We'se verwüstet word-n sei, daß an^re Uebergriffe bezw. gr-udfas v-r"ber-eheube Verhaf­tungen vorgelommen seien. Die Reich sregieming ver-

Dänemark bat dem dänischen Roten Kreuz die Ermäck- tiRunfl erteilt, durch fein Berliner Büro 500 000 Kilo­gramm Lebensmittel, die in Schweden lagern, sonst- diejenigen Meng-n, die das dänische Rote Kreuz sonst Monatlich ans Dänemark erhalten kann, an notleidende Kinder in Deutschland zu verteilen. Die Verteilung füt die die Kommunen die Kosten zu tragen haben wird planmäßig vorgenonch'"» werden, und zwar wud

ten Menge an Lebensmitteln, die zur Verfügung stehen, soll zunächst die besonders notleidende Jugend in den Großstädten bedacht werden.

Der anwachsende Bolschewismus.

V e t n, 16. Ian. DerTemps" ist beunruhigt, daß der Vormarsch der bolschewistischen Kräfte in ! Rußland eine Zusammenziehung der deutschen

Slanzkosen Farben und kaum, erkennbaren Komturen nu, dem schmutzig bräunlichen Hintergründe hervor­traten, prangten die anderen Partten in so warmen *nd leuchtenden TLnsn, als wären sie eben erst unter As Häuden de» Künstlers hetvotgegaugen. .Und der

Gntmeihie Knust.

Roman von Reinbold O tt ma n n. (Forttzeünna.)

zunächst eine Stelle geKMcket werden, die solcke Per- pnlickk lten umfaßt, die h-i den Mestmöckten und den leutrofen Staaten durch ihre Tätigkeit auf humani- törem Gebiete b-kannt sind, und die die Verkeilung als eineDeutsche Woblfahrtsst lle" mit dem Sitz in Ber­kin unter Kontrolle des dänischen Rcken Kreuzes vor­nehmen wird. Den Vorsttz dieser Woblf-ckttsstttle bat der Staatssekretär des Aeubern, Graf Brockdorkf- Rantzau, übernommen. Btt der vorläufig befchränk-

zu tun, um die Durchführung der Wahlen zur Natio­nalversammlung zu sichern.

Der Zentralrat der deutschen sozialistischen Republik.

6t$. Set nett, Cohen, Hermann Müller.

Berlin, 16. Jan. Tie Regierung hat beschlos­sen, daß den Truppen an der Ostfront das Wahlrecht zur Nationalversammlung unbedingt gewährleistet wer­den soll. Sie sollen zwei Abgeordnete wählen.

MMWmd Md MtMI.

Die Fronarbeit der deutschen Kriegsgefangene», j Bern, 16. Jan. Der französische Ministerrat hat beschlossen, daß die deutschen Kriegsgefangenen grundsätzlich zu Wiederher st ellungsar« beiten im ehemals besetzten Gebiet Verwendung finden sollen. Die Abtransports der im Innern Has Landes untergebrachten Kriegsgefangenen be- |innfn schon jetzt in der Meise, sodaß im Marz #00000 deutsche Kriegsgefangene im besetzten Gebiet tätig sein werden. Der tägliche Lohn für die mit landwirtschaftlichen Arbeiten be­schäftigten Kriegsgefangenen wird sich auf zwei Franken belaufen.

Die Demobilmachung.

, Berlin, 16. Ian. Am 13. Januar überreichte der Vorsitzende der deutschen Waffenstiklstandskom-

Werk. Aber es handelt sich doch um zwei Rem­brandts nicht wahr? Darf ich auch den anderen

..Aber natürlich, Meisteri Wenn ich ttnen Zweifel hegte, würde ich ja gewiß nicht unterlassen haben, ihn vorzubringen in aller Bescheidenbeit natürlich; denn was würde meine abweichende Ansicht bedeuten neben der deinigen! Und wie wenig Gewicht hätte st« am Ende auch für dich gehabt!"

Ludwig Cotbach schüttelte den Kopf.

Sage das nicht. Und sieh dir das Bild noch ein. mal genau an ganz genau bis in die kleinsten Ein. zelheiten. Denn es geschieht zuweilen, daß dem Auge des voreingenommenen Kenners entgeht, was der utu befangene Blick des Laien mühelos entdeckt. Und du begreifst, wieviel hier für mich auf dem Spiele steht. Es handelt sich um den letzten armseligen Rest meines künstlerischen Ansehens, und vielleicht vielleicht noch um viel mehr als das." . _

Hubert leistete der Aufforderung des Prozeuor» Folge: aber er tat es eigentlich nur zum Schern: denn seine Ueberzeugung stand ja fest.

Ich finde nichts, das mich in meinem Glauben an die Echtbeit des Bildes wankend machen könnte. sagte er nach ein't kleinen Weile,es wäre denn die wunder­bare Leuchtkraft der Farben, die fast so ousiehen, als wären sie erst vor wenig Tagen oder Wochen ari;ge- tragen worden." , . ... m

Du würdest sie genau so leuchtend aus zedem Rem- brandttchen Gemälde finden, wenn man den Mut hättF sie von berufenen Händen restaurieren zu lallen, statt in dem braunen Rost, der die meisten Schönbeiten ver­birgt, eln-n ihrer wesentlichsten Vorzüge zu sehen. Es ist also nichts anderes da, das dich stutzig macht nichts garnichts?"

Gewiß nicht! Aber du fragst, als hättest du selbst ncch einen Zweifel. Sagtest du denn nicht vorhin, dst seiest deiner Sache ganz gewiß?"

Ludwig Corlmch griff sich mit beiden Händen an bi* '3u/lC ;IL

Ach, ich weiß nicht mehr, was ich glaube und was ich nicht glaube. Da drinnen geht alles durch einander Ich fürchte, ich bin auf dem Punkte, den Verstand

* bard-Dillenburg, 11. Buchhändler Sonnenfchein-

Berlin. 16. Ian. In ein-r Wäblerversammlung iMarburg. 12. Schmi-demeister Stehl-Trema, 13. in Ulm erklärte Staatssekretär Erzberger, wie in der |$ctan Christian-Biedenkavf, 14. Bürgermeister »Voll. Ztg." mitgeteilt wird, daß im Volke viel zu g^sauß-Ravolzhausen, 15. Oberpostschaffner Pfeil- menig Verständnis für den ungeheuren Ernst der I16 Landwirt Tafck-Atzbach, 17. Amtsg-rick^s- aeoenwörttg-n Lage vorbanden sei. Wenn bis F-bruar Hengsberger-Schlüchtern, 18. Lehrerin Ge- fetne Nationalversammlung zulammentt-ten könne, »r g i - Frankfurt a. M., 19. Landwirt Möhn-Dau- mürden uns schwere Verschärfungen der Waffrn- Larn sDaunus), 20. Studienrat E er land-Homburg st?Mands- n"d der Fri->densbedina"ngen droh-n, die ft, b z, Oberlehrer Dr. Weber-Marburg, unser-m Volke ein Sklav-njoch aus Iahr-Iyz. Direktor Dr. Israel-Oberursel (Taunus).

lehnte aufladen würden. Das b.vttcke Voll wehre 1 sich zu wenig gegen die unaeheueren Forderung-«. I

urteilt solche Ausschreitungen aufs Schärfste und wird jeden Schuldigen ohne Nachsicht zur Verantwortung ziehe». Die bisher bekannten Fälle werden schnellstens aus ihre Wahrheit hin untersucht werden, um vor allem! estzustellen, ob überhaupt Truppen des Oberbefehls­habers Noske als Täter in Frage kommen. In )em Falle des Parteibüros der U. S. P. D. steht be­reits einwandfrei fest, daß es sich nicht um NoSkesche Truppen handelt, sondern um eine Abteilung der Volkswehr aus dem Reichstage, die bort unter der Führung des Leutnants Schröder einoedrungen ist, ergeblich um Uebergriffe abzuwehren. Ter Leutnant ist bereits festgenommen und eine Feststellung des Tatbestandes uitt-r Hinzuziehung von Unabhängigen in die Wege geleitet.

Berlin, 16. Jan. Die Spartakisten hatten bei ihrem Aiftruhr auch die protestantische Georgen-Kirche beseht. Sie veranstalteten iu diesem Golteshause mit Weibern ein Tanz fest, und zur Tanzmusik be­nutzten sie die Orgel der Kirche.

,Staub und Schimmel im Verlauf von Jahrhunderten schlecht verwahrte und behandelte Oelgemälde^zu über- iiieben pflegen. Während auf der rechten Seite der «großen Leinwandsläche die Einzelheiten nut in matten

Berlin. 16. Jan. An d'- «Arbeiter-' n-d Sol- bateurät-! Am Sonata-, den 19 Januar,'lt das deutsche Voll die flefcMrbev.be Natio"all--riammft,»,q Die große B?de-tung d-eier Wa^l-n braucht nicht be- fand-rs dorrellat -u werde. Sie f'nd ett-^°ttick. um die Errurwenrch"ften der Reottttiau g-s-'-llch zu ve'-- ankern. Di-se Wa^en mf.f'en überall obn« lebe St 3 rnna b!"^g»f"-brt werden können; bie wahlbe- rechti.ft'.n d'".t>chen Männer und Frauen müllen fre; und unbeeinflußt i6t Wahlrecht ausüben Nn-en. hier­zu müssen b;c Arbeiter- und Soldatenr^ll b-m Volk verbellen. Deshalb rickften mir an affe Acheiter- und Soll»atenräte Deutschlands die Aufforderung, alles

Berlin, 16. Ian. Der Verkett, der englischen > AUmAtlf

Regierung im Haag hat dem dortigen Vertreter berl JJx X)"Ulutl«

Negierung witgeteftt,^ßamtt0Ignuar Berlin, 16. Jan. DerBerl. Lokalan-eiger" 000 und atn 11. Januar 000 tis 600 deullche Iiv'ft vreußis^- MnistervrSlldent pirsch un>

internierte England verlall-n haben. Am 10. Januar IMitttied der Rttchsregiernng Land sberg be< I aa^en sich jtt Verhandlungen nach Kattowitz und

Ausruf ebrlicken Entzückens, der von den Livpen des jungen Dialers kam. bewi 's am besten, wie über­raschend trotz der hochgespannten Erwartung ihre Schön- ...... beit auf ihn wirkte. - | Ludwig Corbach bcut.te auf eine mit der Bildsnie

Es war der Abschied des jungen Tobias von feinen I gegen bie Wand gelehnte Tafel, die an Größe dem au:

.Eltern, den der Künstler dargestellt batte. Und der «der Staffelei befindlichen Gemälde augensch.inlich Wieder war es ein langgestreckter, schmaler, gakerie-1Vorgang spielte sich, der naiven Ansfa^unasweife des! völlig gle>ch war.

artiger Raum, der sich vor Hubert öffarte. Di: ver- lsiebz buten Jahrhunderts entspreck-nd, in einer nieder-1 . Das ist et", sagte er.aber ich w»rde ihn dir vor-

l»itfte Bauart dieser restaurierten alten Burg mit ländischen Bauernstube ab, wie Hubert sie ähnlich ickon läufig nicht zeigen. Denn obwohl es sich zweifellos um ihren hundert Ecken und Winkeln mochte für den An- auf manchem zweifellos echten Rembtandtfchen Bilde g^genstrck zu di serAbreise des Tobias" handelt, oingeweihten eine Orientierung beinahe unmöglich. >gejehen hatte. ibin ich meiner Sache in diesem Falle doch noch nicht ge-

Aber ein Blick durch ehre der hohen, fpitzbogigenf Auf einem niebriacn Sckemtt, dem Beschauer ben ro{e jn d m anderen. Und ick will das mit mir Fenster belehrte Hubert, daß er sich in jenem fast un-I Rücken wendend, hockte links im Vordergründe d:e I^flein ausmachen: es würde mich nm meine Unbe- eränbert erhalten gebliebenen ältesten Teil d's Ge- Wutter d-s Tobias, während hinter ibr auf ehteiit |tanflenfKit brmgen. die Urteile und Meinungen aR= Baude« befand, besten Manern sich unmittelbar am Ihöheren Stuhle der ara>'bärttae Vater s^st, ein bäner- leerer zu vernehmen, ehe ich mit mir selber ganz ins äußersten Rande des schroff abfallenden Felsenhauges llicher Greis in holländischer Tracht und mit m ttsterbaft Reine gekommen bin." «hoben. gemaltem runzligem Antlitz. Die Mitte der Tafel aber

Hier hatte Ludwig Eorbach sein improvisiertes Ate-Inabm der am reckt stehende und anscheinend im Ge­lier aufgeschlagen, und er stand in seinem phantastischen ftvräck mit dem Alken begriffene Engel ein. Und von Arbeitsanzuge vor einer hohen Etasielei inmitten bee hrt Gestalt dies s gefttattt-n Himm-tsboten ging ^s OV9 .............

schmalen Raumes. Als er die Tür cknittchen hörte. Lickt aus. dellen wundettam-s Spiel den eigentlichen fAfen d'e berrl'chsten der ihm be-

»anMe er sich hastig um und ging dem Eintteienden lReiz des Gemäldes ausmachte. kannten Rembrandtschen Schöpfungen gestellt zu

dinige Eckritte entgegen. > Es überflutete mit warm goldigem Sckttnmer die 1^^^.

Stil einer forderten Munterkeit, die im ergreifen-1 ^yet beid-n Alten, um sich sanft in den en'fern-1 unstete Flackern in Ludw'g Eorbacks unver-

den Gegensatz stand zu feinem verwüstttm Antlitz unb »CTtlu dunk-l er^ck-inend-n Bedien d-s Peum-s zu ver- lmQP^t 0f (f,n gerichteten Augen konnte er dackei nn- seinen unstet umherirrenden Augen, begrüßte er futtert federn Kunstoerstend'gen bette fick fckan um Lürfitb n'ckt gewahr m. wohl aber hörte et nach einet tznd schüttelte ihm die Hand, um ihn sogleich vor bas kte;..g" töftn*en HeNdunkels willen der Gedanke auf- kleinen W-f: den Meister sagen:

leotze Gemälde auf der Staffelei zu sieten. idrängen müüm, biet einen R-rnbrandt vor sich zu I p «.rg aue 6,nt Biertelltund« allein, Margarete!

.Da sieh her", sagte er,und urteile selbst! Ist es Unb als Ludwig Eorbach fetzt mit zitterndem 'M- auf eine auem, ^targa

«In Rembrandt ober ist es teiner. IFinger auf eine Stelle in der linken Ecke des Gemäldes!-. fteflortbfe sckwttgend ab't sie verließ die Ga-

M--»ÄK*'«!V « «

Er dachte in diesem Augenbl'ck ebensowenig an des feffor seine Hand schwer auf bte Schulter oes euemah= Meisters unfreundliches Verhalten bei ihrer ersten gen Schülers legte:

Wie'oerbegeguuitg als an die Warnung Margaretens.Unter Berusung auf deme

Dem stürmischen 'Antriebe seines Herzens folgend: um- und aut d-e Dankbarkeit, dw du mit ja* beinet Än Entdeckung! ^ chrttche'unzweifelhafte Üe^rzeugu.^ daß dies

Bei" Gott wenn sie mir gelungen wäre, ich würde hun- Bild da ein echter Rembrandt, nicht vielleicht eine spa- bertmat pölzet darauf jeia al» <to[ h» befte eise« lle« Sälfchmst» ---«------------

bMiiliis im strlA.

Wandsbeck, 16. Jan. Jn einem hiesigen Lo­yale sind auf Veranlastnng des Arbeiter- und Soldaten- rates 18 Spa rtakisten verhaftet worben, bie als Verstärkung für Berlin gebacht waren. Sie hatten ein Hqnbgelb von 200 Mark bekommen unb waren zumeist bem W-rberus gefolgt, weil ihnen ein Tage- lobn von 20 Mark versvrochen war. Es wat ibnen oesagt worben, baß auch von anberen Stabten Ver­stärkungen nach Berlin abgthen sollten. '

Hannover, 15. Jan. Wie bie Abteilung für Presse unb Nachrichten im Arbeiter- unb Solbaten- ral mitteilt, würbe bei bet Verhandlung zwischen bett bevollmächtigten Dettrefern ber branuschweig'schm Re­gierung unb bem Zentral-Arbeiter- unb Soldatenrat des 10. A.-K. u. o. vereinbart, baß auf bet Strecke ^anno^erBerlin b"rch bas braunschweigische Sfbjet ämtliche Ziioe bes öffentlichen Verkehrs sowie Milität- zliae unb Militärtransvorte, soweit sie nicht etwa Truppen enthalten, bte für dieGegenrevolution" be­stimmt sind, ohne von der braunschweigischen Regierung angehalten zu werden, befördert werden dürfen. Die banno^erschen Twipven verlassen Vorsfelde. Jeder Eingriff in den Verkehr und den Betrieb der Eisen­bahnen wird von der braunschweigischen Regierung unterlassen.

Hannover, 16. Jan. Die Bresse- und Nachrich- tenabt-ilnng des Arbeiter- unb Soldatrurates meldet aus Cuxhaven: Die Beamten, Staatsarbeiter und bas Lehrerkartell stellen btt sozialistischen Republik Curx- haven ein Ultimatum, in bem un'er Anbrohung bes Ausstanbes tca. gesordert wirb: Aushebung der sozialistischen Republik Curhaven, Anerkennung bet Gesetze bet Reichsregierung, keine Einmischung in bett Diensrbetrieb bet Behörden, keine Verhastung und Absetzung von Beamten, keine Eingriffe in das Privat­eigentum, Sicherung bet Wahlen unb Aufhebung aller Beschlüsse, bie biesen Forderungen zuwider laufen.

E s f e n, 16. Jan. Der Bergbauverein Essen hat an bett VoEsbeauftragten Ebert folgendes Te'egratnm gerichtet: Wie wir hören, will sich bet vom Soldaten rat ernannte Volkskommiffar für die Sozialisierung der Bergwerke vom Arbeiter und Soldatenrat die Voll­macht geben lassen, über die Bankguthaben der Zecken zu versügen. Wir bitten aus der Aeußerung zu ersehen, wie die Lage sich hier zugespitzt hat und wie dringend ein Eingreifen zwecks Verhinderung ctueS volttommenen wirtschaftlichen Zusammenbruches nötig ist. ,

Weiter richtete wegen der vom Essener A.- ttnb S.-Rat zum Zwecke der Sozialisierung des Bergbaues entgleiteten Maßnahmen der Bergbauverein Essen folgendes Telegramm an Ebert: Die gegen den Zechen­verband unb ben Bergbauverein durch den hiesigen Arbeiter- unb Solbatenrat ergriffenen rechlswibrigen Maßnahmen unb Eingriffe bauern fort. Tie Unorb- nung im Revier hält an. Tie Gas- unb Elektnzttäts- versoruung ber Großstäbte ist bauernd in Frage ge­stellt. Gestern wurde uns der Streik des Wasserwerkes Mülheim gemeldet, von dem der Betrieb zahlretcker Zechen, industrieller Werke und bie Versorgung großer

Braunschweig, 16. Jan. Nach einer Bekannt- ,, . - v u c " v- -I- Iwachung bes Arbeiter- und Soldatenrates stehen die

schrwlsmus, der das Haupthindernis für qgü^en ^ur Nationalversammlung unter dem Schutze ben Weltfrieden geworden sei. DerTemps ve-1 Arbeiter- und Soldatenrates. Wer es unternimmt, fumortet demgegenüber ein Eingreifen gegen den tjfe Wahlen zu stören oder zu verhindern, wird vor das Bolschewismus und verlangt die Entsendung inter- Volksstandgericht gestellt unb entsprechenb bestraft, alliierter Kräfte, die von der Ukraine aus angrei-! Posen, 16. Jan. Wie bie ,,Telegravhe"-Un!on'" fen sollen I hort, hat ber oberste voln'sche Volksrat eine Veröffent-

B e r l i n. 16. Jan. Durch das dauernde «n- «chunz ettafien, baß di- Wahlen zur Nattonalversamm- wacklen des Bolschewismus in der Ukraine wird -ung nicht behmb.rt werben bürfen.

die Lage der dort noch anwenseden deutsch-m Trup- Dl« Kandidaten der Dentschnattonalen «olkspartei pen immer unhaltsamer. Ihr Abtransport!zur preußischen Nationalversammlung im Wahl- auf dem L"ndwege ist b-ute sckon völlig aus-lkreis Heffen-Rassau sind folgende. 1. Dr. Äittex« aefcklolfen Es verlautet daß die Westmachte Niederzwehren, 2. Sckriststeller Werner-Nf-der-

g e s ch l o s s e n. Es ve laurer, oan 7.» kaufungen. 3. Lokomotivführer Geck-Cassel, 4. Dir k-

Misfion in Spaa den Pertretern der Westmachte!^Erneut llestellten^An "k! . ' tot Stuhrmann-Cobesberg. 5. Lehrer Blume-

dn Aufzeichnung über bie Demobilmachung des W, 6. Landwirt Reu-Selters bei Wellburg 7.

' - I Truppen nunmehr anerkannt lwbew uyd vet ihren ^-Eheamter S ch e l l i n - Frankfurt a. M.. Studien-

Regienmgen befürworten werden. hat Hofmann- Cassel. 9. Frau Dr. phtft Christiane

» e Mewald-Marburg. 10. Eisettbabnscklosier Ger-

verboten. Jn der Pfalz sowie im ga'nen von den, ...

ftan'ösiscken Truvpen besetzten Gebiet ist seit dem swd berttts 350 deutsche Zivilinternierte in Rotterdam

1. Januar jeglicher privater Brief- und Pakeher- ftingetrofsen. I Oberschlesien.'

lehr untersagt. Hanbelskorres"onder'-en und Wa-I Trier, 16. Jan. Jur Verlaufe der qestrwen l Vromberg, 16. Jan. (Amtlich.) Gestern nach- renproden können tratet Einhaltung her Zensurbe- ~ ?n'! .ollenstiuuands kommis-on tometrtt Mittag sprengten polnische Banden bh Bahn- und stimm,.'n.gen versandt werden. -taatefefrefar ^entoto südlich Retzwalde. Die Nacht verlief

r , > ^-erna-n von Bauern. Wurlle^ u-> n, ö ruft»«

Die ttttgeheuerlichen finanziellen ,-oideeunqen. »;ne Begründung des Umstandes barstellt, baß die fle-1 y #____

Berlin, 16. Jan. In bet B-urt-ilung bet neuen I Norberte Leist'-ng be'üolich der Bblieferuua des Eisen-1

finanttell-n Forderungen an Deutsckland begegnet man I ba^-mterici;^ nickt Hal erreickt werden können. I äj. ffiovfinC

In Rührenden sckmeizerifcken Hgnde'skrellen großer Zu-1 Pg^is,. Jan. DerTemps" f*reibt: In An-1 Ul JJlliU«

rückbaltnnfl. Es berrfcht der Eindruck vor, daß die tzettochft daß das Enalifcke die gemeinfam» Suracke Berlin, 16. Jan. DasBerl. Taaebl." mel- Forbernngen wahrhaft ungeheuerlich sind. baf> |(cIK!f(tnhg und der Bereinigten Staaten ist und daß d>- I se|. bie' Säuberung d-s Stadtteiles Moabit

»an om deren Verwirklichung kaum glauben könne. Ii>r«niich' Ab-ckuung di--'e Smoche mahl b-^erttchi, ist I S^att-asten nahem oanz b-endet ist, w""de mit Stan erwartet, daß neue Verhandlungen falt'. nnben|man 3U der Annahme berechtigt, daß d'e Berattmoen j im ber Stadt keaonnen. Auf bem

Werden unb weist darauf b'n, daß letzten Eud s u i ck i I tt,.f ber K-uf-ren, auf Enolisch und ^ran'ösifch g-M'tt Dön'ß-ftAah und Spittelmarkt ist schwere Artillerie Deutschland, sondern die W-stmächte selbst die Ge-1merben. Ändete-sei^ wacht .betTemns" darauf auf- -faxst-ttt. Mehrere ber in ben letzten Nacken von stbSdiqt-n fein werden, wenn man das deutsche Wirt-1merksam, daß die SfWuna des Vertrages in zwei I ^nar^a'isten bescholleuen St-aßen sind mit St-sittum-s. fchasts!eb-n sabotiere. I Sprachen ermte Iln-ntröglichkriten zur Folge hätte, da I Mascki"euaewet're rnitsühren. besetzt. Auch Jn-

Lebeusmtrtel für notleidende deutsche Kinder. | eine wörtliche Ueb.rfttzung im allgemeinen ttnrnög-1 fanterie unb Abteifanaen mit Flammenwerfern und Minenw-ef-tn sind im Zentrum ber Stabt efaaeiroffen. ^ernet sah man 5Ai'ckitzenbat'erien unb 3" ne von "'e^bartillerie. Auch VauzerEcistwagen unb Tanfab- ^eilnng-n nahmen an ber Be^e^u"g tit. Auch ber Not^mesttn unb Norden bet Stabt würben mitta-s von ben Rea'etuug'trnvpen beseht. Viet» Sttasien sind -efaerrt. F-tner wurde in ben e-st-n Mittagsstunben mit ber Besetzung von Neukölln begonnen.

Deutschen Heeres. Danach waren an der Westfront tm 6. Januar noch fünf geschlosiene Divisionen, während 32 Divisionen sich auf dem Rückmarsch be­fanden. Im Osten war am 1. Jaguar Finnland vollst-fadia geräumt. Im übrigen Rußland befan­den sich noch 18 Dtvistoven. Der deutsche Vor- ptzende erhob entschiedenen Einsvruch gegen bas: jeder Menschlichkeit widersvrechendc Verhalten der -Westmächte, die aus die verschiedenen deutschen Ro­llen nnb Anfragen über d'e Abbefö'derung der in der Türkei vorhandenen etwa 10 000 Deutschen, un­ter denen sich zahlreiche Frauen und Kind»r befin­den, keine Antwort erteilt haben. Der f"a"- Msche Vorsitzende General R u d a n t teilte wtt, »ah der Lebenswittelvri'-k-ht innerhalb des d^^tz- fen Gebiets fle'fattet wäre. Die Ausfuhr nach «ich'besetzten Gebieten bleibt jedoch nach wie vor