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gierung ersucht, die Verhandlungen über den Abschluß de? Präliminarfriedens einzuletten. Es ist keine A n t w o r t erfolgt. Der Gewalt des Siegers stelle ich das ewige Recht des deutschen Volkes gegenüber, das Recht auf Fortentwickelung. Dies Recht ist heilig und unantastbar.
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Marburg
Freitag, 17 Januar
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Kriegsgefangenen in dieser ober jener Gegend anzuordnen, die ihnen am angemessensten erscheinen wird."
In Anbetracht bet oben hervorgehobenen Verstöße unb um neue Garantien zu nehmen, beschließt das Oberkommando» sich vorzubehalten, von jetzt ab, wenn dieses für angemessen erachtet wird, den durch die Forts des rechten Rheinufers gebildeten Abschnitt der Festung Straßburg mit einem Geländestreifen von 5 bis 10 Klm. vor diesen Forts zu besetzen. Diese Besetzung soll drei Tage vorher angezeiat werden. Ihr soll keinerlei Zerstörung von Material oder von Räumlichkeiten vorhergehen. Die Linienführung der neutralen 10 Kilometer soll entsprechend vorgeschoben werden.
Erzbergers Ansprache.
Trier, 16. Jan. Die Verhandlungen zur Verlängerung des Waffenstillstandsabkommens wurden gestern vormittag hier im Salonwagen des Marschalls Foch mit einer Ansprache der Vorsitzenden der beiderseitigen Waffenstillftandskommijsio- nen eröffnet. Die Ansprache des deutschen Vorsitzenden Staatssekretärs Erzbergers enthielt u.a. folgende Gedanken: Das deutsche Volk will Frieden. Die verbündeten Regierungen haben es anders gewollt. Sie sprechen auch heute noch nicht vom Frieden, sondern nur von der Verlängerung des Waffenstillstandes. Das deutsche Volk hat die Waffenstiüstand-bedingunIen bis zur Grenze des Möglichen erfüllt. Wo die Bedingungen nicht eingehalten worden sind, tragen unsere Gegner fast ausschließlich die Verantwortung, so namentlich in der Frage der Abnahme des Verkehrsmaterials. Am 5. Januar waren von den Verbündeten übernommen 1828 Lokomotiven und 68 H34 Wagen, zur Ilebernahme vc-rxeführr aber waren 4907 Lokomotiven und 105 523 Wagen. Daher müssen wir eine Konventionalstrafe deutscherseits ablehnen und eine weitere Verlängerung der Frist für die Ilebergabe des Derkehrsmaterials fordern. Deutschland ist entschlossen, die Verpflichtungen des Waffenstillstandes loyal zu erfüllen, ober die Verbündeten haben ihrerseits das Waffenstillstands- abkommen systematisch verletzt, und ungehinderter Verkehr und wirtschaftliche Bewegungsfreiheit zwischen den besetzten Gebieten und dem übrigen Deutschland sind vernichtet worden. Mit Entrüstung erfüllt uns das Vorgehen bet französischen Besatzungsbehörden in Elsaß-Lothringnen. Alle Maßregeln der verbündeten Regierungen in Elsaß- Lothringen beweisen, daß Frankreich darauf ausgeht, der Entschekdung de» Friedenskongreffes vorzugreifen und Elsaß-Lothringen zu annektieren, ohne daß da? von Frankreich so ost und so laut geforderte Selbstbestimmungsrecht der Völker auch nur im geringsten beachtet wird. Derselbe Protest muß gegen das von der Entente angebotene oder vielmehr aufgezwungene Finanzabkommen erhoben werden, das Deutschland der finanziellen und wirtschaftlichen Diktatur der Entente ausliefert. Zum Schluß lege ich der Entente drei Fragen vor. Die erste lautet: Wann werden Sie die Blockade aufheben? Die Ernährung Deutschlands verschlechtert sich von Tag zu Tag. Bon dem Stande bet Ernährung wird es zum großen Teil abhängen, wie die innerpolitische Lage Deutschlands sich gestaltet. Das deutsche Volk hat es ertragen, waffenlos zu werden, aber es würde es nicht ertragen, brotlos zu werden. Der Hunger würde einen Zustand Hervorrufen, dessen Folgen a u ch die Verbündeten nicht wünschen können. Ich warne Sie; auch Ihre Völker sind nicht gefeit gegen die Weltrevolution! Die zweite Frage: Wird die Entente jetzt bindende Verpflichtungen ein« gehen über die sofortige Rückgabe der in ihren Händen befindlichen deutschen Kriegsge- fangen en? Die Regelung der Rückführung un- sererKriegsgesangenen sollte im Präliminarfrieden
Berlin, 16. Za«. Die Verlängerung des Waffenstillstandes ist heute nachmittag in Trier von Staatssekretär Erzberger unterzeichnet worden.
Die rachsüchtige Knebelung Deutschlands wird also wiederum verstärkt. Die „Straf-Ablieferung von landwirtschaftlichen Maschinen und Geräten bedeutet eine weitere schwere wirtschaftliche Schädigung, über deren Tragweite das Urteil sachverständiger landwirtschaftlicher Kreise abzuwarten ist. Gerade jetzt, wo wir nach wie vor cuf den Ertrag unseres eigenen Grund und Bodens angewiesen sind, muß die Schwächung der landwirtschaftlichen Betriebe sich empfindlich bemerkbar machen, vor allem, da der mangelnde Arbeitswille weiter Volkskreise den Ersatz bet abgelieferten Maschinen und Geräte verzögert, wenn nicht bald Einsicht und Vernunft wiederkehren. Hoffentlich kommt es bis zum Ablauf bet weiter bewilligten Frist nun enblich zum Abschluß des Vorfrisdens. Von „Verhandlungen" kann leidet nicht gesprochen werden, da Deutschland die ihm vorgelegten Bedingungen nur anzunehmen oder abzuliefern hat. Eine Wahl bleibt ihm hierbei nicht.
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3ede Frau muh ihr Wahlrecht ausüben 1
Unkundige und Gleichgültige kläre man auf über die
Dotwendigkeit jeder einzelnen Stimme»
landwirtschaftliche Maschine« nnb Geräte I liefern soll, die unter den durch die internationale KaffenstiUstandskommtssivn fest-us^onben Einzel- bediiigungen am 17. Februar zu übergeben sind:
100 vollständige Dampfpflug-Gruppen mit doppel: er Maschine und dazu eingerichtetem Pfluge; KCO Sämaschinen; 6500 Düngerstreumaschinen; SSA- Pflüge; 6500 Brabant-Pflüge; 12 500 Eggen; ■ jKstt' Mesiereggen; 2500 Srabkwal»en: 2500 C>oß- l isills; 250V Grasmähmaschinen; 2500 Heuwender tob 3000 Vindsmäher. '
Dieses Material soll neu oder in sehr gu- tem Zustande sei»; es muß versehen fein mit desr zu jedem Gerät gehörigen Zubehör und mit den Serien der für einen Betrieb von 18 M o - *oten nötigen Ersatzstücken. Es stellt im ganzen tim» Wert dar, der bedeutend unter einem Zehntel -des Wertes des geschuldeten Eifenbahnmaterials ■ sseht. Diese Lieferung ist unabhängig von bet gebildeten Rückerstattung des gesamten von den Detilschen entwendeten oder außer Gebrauch gesetzte« landwirtschsiklichen Materials.
Kriegsgefangene.
M tau Kreisblatt wr die fadle Marburg und Kirchhain Tageszeitung für (das früher kurhesiifche) Oberhessen
IDie „OberHessUcke Zeit«na" ersckeint lechrmal wS-bentlich. — Der! Rezuasprei« beträgt viertelt durck die Post lohne BesteNoelb), 3.75 .£.1 ,n der Stabt Marburg frei in« Sou« 3.75, bei unseren Zeitunzssfellen auf dem I Lande 3,6) X. - Verlag wen Dr. C. Sitzer.th. Markt 21/2». $etnf»r.55.|
Am zsrdkMW dn MmMIt.
Oerlängerung des Waffenstillstandes um eine« Monat. — Ablieferung landwirtschaftlicher
Maschine». — Besetzung des rechtsrheinische» »rückenkopfes Straßburg vorbehalte«.
- Trift, 16. Jan. Marschall Foch erklärte sich »cnen« bet Verbündeten bereit, den Wafsenstill- .stund um einen Monat zu verlängern 'guter folgenden Bedingungen:
Obwohl bei den Lieferungen seit der Erneue- M-g des Waffenstillstandes bemerkenswerte Fort« sihcktie gemacht worden sind, muß festgestellt werben. daß ihrs Gesamtzahl nicht die Halste dessen erreicht bat, was laut der festgesetzten Ver- thtf irung hätte erreicht sein sollen. Infolge bjeftr Vereinbarungen in Späa am 17. Dezember MW der Zusatz-Bu sstellurgepM^md 2 muß die de«Me Regierung als Strafe fürdicse Ve-zögerungenSb- llesern: 300 Lokomotiven und 19 009 Wagen, da- WOO für Elsr-st-Lothringeu.
In Anbetracht einesteils des Willens der verbündeten Regierungen, durch die Forderungen der Lieferung dieses ergänzenden Eisrnbahnmate'-ials »ich! die Schwierigkeiten Deutschlands zu vermehrte!?, andererseits in Anbetracht der beträchtlichen Behinderung, welche die Verheerungen her deutschen Regierung bei der Einhallunz ibrer Ve-pflich- tnngen der Wiederaufnahme des wirtschaftlichen Lebens in den verbündeten Ländern verursachten,
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Liebknecht auf der Flucht ersckossen. — Rosa Luxemburg gelyncht.
WD. Berlin, 16. Jan. lieber die Erschießung Liebknechts beim Fluchtversuch und über die Tötung Rosa Luxemburgs auf der Fahrt zum UntersuchungZgesängni- erhalten wir vom Stabe der Garde-Kavallerie-Schützen-Division folgenden Bericht:
Am Mittwochs den 15. Januar, gegen 9,30 Uhr abends wurde der durch Mannschaften der Wilmersdor- fer Bürgerwehr in Wilmersdorf, in der Mannheimer- straße 43, vorlönfig fest genommene Liebknecht und die gegen 10 Uhr gleichfalls dort vorläufig seügenom- mene Rosa Luxemburg beim Stabe der Gatde-Kaval- lerie-Schützen-Division eingeliefert. Nach kurzer Vernehmung der vorläufig Festgenommenen zut Feststellung ihrer Personalien wurde Liebknecht eröffnet, daß er sich weiterhin als vorläufig festgenommen anzusehen habe und auf Anordnung der vorgesetzten Dienststelle, Abt. Lnettwitz, in das Moabiter Üntersuchungsgefäug- nis geschasst würde, wo die Weiterversiignng über ihn die Reichsregierung zu treffen habe. Die Nachricht von der Verhaftung und vom Aufenthaltsort von Liebknecht und Rosa Luremburq hatte sich schnell in der Umgebung verbreitet. Die Folge davon war eine große Menschenansammlung vor dem-Eden-Hotel. Teile de? Publikums drangen sogar bis in die Halle des Hotels ein. Von der Harde-Kavallene-Sch Ützen-Div isi o n erhielt der Führer der in Aussicht genommenen Begleitmannschaft daher den ausdrücklichen Befehl, von der Menge unbemerkt Liebknecht durch einen Sei tenausganq aus dem Hause zu schaffen und ihn im Dienstautomobil nach Moabit zu bringen. Der Führer machte Liebknecht ausdrücklich daraus aufmerksam, daß er bei einem Fluchtversuch von bet Waffe G-brauch machen würde. Inzwischen hatte sich auch bereits am Seiten ausgang eine zahlreiche Menschenmenge versammelt, so daß es der Begleitmannschaft nur mühsam gelang, sich einen Weg zu bahnen. Als Liebknecht und die Begleitmannschaften gerade im Wagen Platz genommen hatten und der Wagen im Begriff war, abzufahren, erhielt Liebknecht auS -bet den Wagen umdrängcnden Menge von hinten von einem unbekannten Täter einen wuchtigen Schlag über den Kopf, wodurch er eine stark blutende Kopfverletzung davon trug. Der Führer der Begleitmannschaft ließ darauf hin daS Automobil so schnell wie möglich anlaufen, um Liebknecht vor der Menge zu schützen. Um Aussehen zu vermeiden, wählte der Führer der Begleitmannschaft einen Umweg durch den Tiergarten nach Moabit. Am dienen See blieb der Kraftwagen stehen, der offenbar durch das schnelle Anfahren in Unordnung geraten war. Als aus Befragen der Krastwagcuführer cmgab, daß die Wiederherstellung der Maschine einige Zeit erfordern würde, fragte der Führer bet Begleitmannschaft Liebknecht, ob er sich kräftig genug fühle, die Charlottenburger Chaussee zu Fuß zu erreichen. Hierbei leitete ihn die Absicht, sich eines Mietswagens zu bedienen, falls der Dienstwagen nicht bald wieder fahrbereit gemacht werden könne. Als sich die Be- aleitmaunnschasten etwa 50 Meter vom Wagen entfernt hatten, machte sich Liebknecht von ihnen los und rannte eiligst in gerader Nichiung von ihnen. Ein Begleitma.m wollte ihn halten, erhielt aber von Liebknecht einen Messerstich in die rechte Hand. Da Liebknecht aus mehrfaches Anrufen nicht stehen blieb, schossen mehrere Leute der Be- glettmannschaft hinter ihm her. Einige Augenblicke später stürzte Liebknecht zusammen und war anscheinend f o f o 111 o L
Aus Befehl der Garde-Kavallerie-Sch Ützen-Divist«» wurde etwa 10 Uhr abends einer zweiten Begleitmanv Kt befohlen, Rosa Luxemburg in daS Untev» mgsgefängniS zu überführe«. Da sich wegen bet Abtransportes von Liebknecht durch den Seitenausgana gerade dort eine große Menschenmenge angefammett hatte, versuchte bet Führer bet Begleitmannschaften die Menge dadurch zu zerstreue«, daß et mit laute« Stimme vor dem Seitenausgang tief, der Abtransport Rosa Luxemburgs sei bereits erfolgt. Der Führer ließ dann das Automobil abfafiren und erteilte dem Wogen« führet zur weiteren Irreführung der Menge mit laute« Stimme den Befehl, nach Hause zu fahren. Der Wage» fuhr dann im Bogen an bet Kaiser Wilhelm-Ged ächt« mskirche vorbei und wieder zurück vor de« Haupttine gang des Hotels. Zur Zeit des BorfahrenS wat de, Haupteingang menschenleer. Der Führet der 8e* gleitmanuschaft forderte die im Zimmer des erste» Stockwerks befindliche Rosa Luxemburg auf, ihm schnell nach dem Wagen zn folgen und ging selbst zu ihrem Schutz vor ihr her, während die Begleitmannschaften sie umringten. Innerhalb bet wenigen Minuten zwi« schen bet Vorfahrt des Wagen« und bet Abholung Rosa Luxemburgs hatte sich aber eine zahlreiche Menschenmenge vor dem Hotel und sie bet Halle des Hotels angesammelt. Die Menge nahm eine drohende Haltung gegen Rosa Luxemburg ein. ES fiele« Verwünschungen, und eS wurde mehrfach bet Versuch acmacht, gegen Rosa Luxemburg tällich zu werde«. Der Begleitmannschaft gelang eS, die Frau bis »um Wagen zu bringen und den Eingang des Wagen? frei» zuhalten. Da sich aber auch auf bet Straßenseite eine erregte Menschenmenge ansammelte, bie gleichfalls auf ben Wagen zudrängte, befand sich die Begleitmannschaft vorübergehend in einem erregten Men- schenknäul unb wurde auseinandetgerissen. In diesem Augenblick schlugdieMenschenmengeauf Rosa Luxemburg ein. Diese wurde vom Führet der Begleitmannschaften aufgefangen und bewußlloS von ihm und seinen Leuten in den Wagen gebracht. Rosa Luxemburg lag halb zurückgelehnt im Vordersitz des Wagen«. Als sich dieser der Menge wegen langsam in Bewegung setzte, sprang plötzlich ein Mann ander Menge auf daS Trittbrett und gab auf Rosa Luxemburg einen Pistolenschuß ab. Auf Befehl des Führers der Begleitmannschaften versuchte bet Wagen daraufhin schneller ben Kutsürstendamm in bet Richtung Berlin hinunterzufahren, wurde aber in der Nähe des Kanals plötzlich durch Haltruse zum Anhalten gebracht. In der Annahme, daß eS sich um eine kontrollierende Patrouille handle, hielt bet Wagenführer. In diesem Augenblick drängte sich eine zahlreiche Menschenmenge an ben Wagen heran, sprang auf die Trittbretter unb zerrte unter ben Sn» fen:„DaSikRosa!"benKörpetderFta« au» bem Wagen. Die Menge verschwand mit ihr in der Dunkelheit. Es ist anzunehmen, daß die Leute, die daS Automobil zum Anhalten brachten, ander vor dem Eden-Hotel nerfammetteu Menschenmenge waren. Da sich der Kraftwagen vom Hotel nur langsam hatte in Bewegung setzen können, wat eS de« Leuten möglich, dem Wagen vorauszueilen und chm ben Weg zu verlegen. Eine gerichtliche Untersuchung ist in beiben Fälle« eingeleitet. i
Bon zuständiger Stelle wich zur Tötung 21* knechts unb Rosa Luxemburgs mitgeteilt: Das Verschulden wich in strengster Weise geahndet. Die TranS- portführer sind vorläufig sestgenomme«.
Die Earbe-Kavallerie-Schützen-Tivision teilt mit: Zur Feststellung, ob bie beiden Führer der Begleit- Mannschaften von Liebknecht und Rosa Luxemburg ihre dienstliche Pflicht erfüllt haben, ist eine rrie gSge- richtliche Untersuchung ein geleitet worden. Der die Begleitmannschaft von Rosa Luxemburg befehligende Offizier ist vom Dienst suspendiert worden, brS Nargelegt ist, warum er zum Schutze nicht gegen bat Publikumvon seiner 28 affe Gebrauch gemacht hat.
Berlin, 17. Jan. D« Verschwinde« btt Leiche Rosa Luxemburgs ist noch immer nicht auf- geKctt. Die Annahme, daß bie Spartakus-Leute die Leiche geraubt unb in Sicherheit gebracht haben, scheint sich nicht zu bestätigen. Man mutz vielmehr annehme«, daß einige Personen, bie Mn her noch nicht ermittelt sind, ben Körper in bet nahe« Landwehr-Kanal geworfen Haden.
Die Stellung bet Reichstegierung.
Berlin, 16. Ja«. (Amtlich.) Die RegtN rung ordnete über bie Umstände, bie zn bem gewaltsamen Tode Rosa Luxemburgs unb Karl Liebknechts geführt Haden, bie strengste Untersuchung an. Schuldige werden nach dem Gesetze bestraft werden. Die beiden Getötete« hatten sich zweifellos schwer em deutschen Volk vergangen, hatten jedoch ebenso zweifellos Anspruch auf da» Recht, be< Schuldige bestraft, aber auch vor Unrecht schützt. Ein Akt der Lynchjustiz, wie er a« Rosa Ciigeeu bürg begangen zu fein scheint, schändet da, deutsch«
•** Bereinigten Staaten, Frankreichs, Großbritan« und Italiens den Abtransport der Kriegs-
►ftogenen ber Armeen der Verbündeten z« re» W*, werden eine mit ber Kontrolle bet russischen Kriegsgefangenen in Deutschland beauftragte Immission bilden. Diese Kommission mit • - , _ „ .
Sitz inBerlin soll befugt sein, nach den In- sein, den Präliminarfrieden zu ^yfUanen der verbündeten Regierungen alle auf «« russischen Kriegsgefangenen bezüglichen Fragen.
•Ci-iittefi«! mit der deutschen Regierung zu behan-
Sie wird von der deutschen Regierung alle Erieichterungei'. des Verkehrs erhalten, die not- ^udiz sind, um die Lebe»,?- und Berpflegungsbe- ryitangen dieser Kriegsgefangenen gu kontrollie- r*8- Die verbündeten Regierungen dehalten sich Recht vor, die Heimbefä-derung der russischen
Die verbündeten Regierungen fordern von der ^ukschen Regierung den Strafvollzug gegen «e Schuldigen; sie verfolgen die Durchführung bes ^Ezugs, abgesehen von den neuen Garantien, die «s Oberkommando gegen die Wiederkehr ähnlicher Vorgänge zu nehmen sich genötigt sieht. Um den fischen Gefangenen ehre den Gesetzen der Mensch- «chteit entsprechende Behandlung und Heimbesör- brrsng M sichern, bestimmen die verbündeten Re- ftennge«: „Die Offiziere, die von den verbündeten «lichten in Deutschland delegiert sind, um unter
Der Anzetaenprei« beträgt fit bie Saelw. Zette «0 4 ? amtliche, au»wärtige
u. SammeUlna. 43 n. 10e/, RrteaijUtelaa. Reklame,eile t Jeder Rabatt ,VT-
ailt al» Sarrabatt. — »et Iu»Unft but* Die »eichSitsftelle u. Vermittlung bet tnitt «ngebet- 25 4 S»nbetgebüht. — Postscheckkouta: Rr. 5C15 Imt Frankfurt a. M. 1313