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Aber to3j' mehr: Zwischen. bet 2. U-Sootfinfe ttnb unserer Nusfallstelle sollten kleine Kreuzer und Hilfs­kreuzer (die altbewährteM ö v e" war z. B. mit herau- gezogen) wirksamer ausgedehnte Minenfelder auf den Anmarschweg deS Feinde? legen. Auch diele Fahrzeuge lagen alle an dem Abend, alS die Flotte sammelte, klar zum Auslaufen.

Trifft man solche Vorbereitungen, wenn man die Flotte opfern will? Rein, diese Operation war so angelegt, daß der Engländer, wenn er den Kampf suchte, er ihn nicht ohne schwerste Echädi- 1 u n g vor Eintritt in die Schlacht haben konnte, war lo angelegt, daß unsere Flotte, wenn der Engländer kam, um sie trotz der Verluste, die er im Anmarsch haben mußte zum Kampf zu stellen, die Schlacht unter den denkbar gäustigsten Bedingun­gen gehabt hätte. Wir hatten Zeit und Ort deS Kampfe? bestimmt, die Zeit war so gewählt, daß ein Zusammentreffen nur kurz vor Sonnenuntergang er­folgen konnte, der Ort so, daß wir unsere Torpedo- 'wote endlich zu dem all die Jahre herbeigesehnten Nachtangriff auf die englische F'otte ansetzen und dann die großen Schiffe durch unsere in jahrelanger schwerer Arbeit erprobten Mivensuch-Streit^räste hinter die Sperren ausweichen lassen konnten. War daS S e 1b ff« ausopferungohne Zweck? Nei n, es war der Versuch, die ungewöhnliche Gunst der Gesamt' läge zur See auszunutzen, um den Feind schwer zu treffen.

Es ist anders gekommen, die Besatzung unserer großen Schiffe haben die U-Boote, die draußen auf den ihnen befohlenen Stellen warteten, im Stich gelassen, sie haben sich geweigert, die Deck­ung ihrer Kameraden auf den leichten Streitkräften ru übernehmen, die im ersten vollen Pslichtbewußtseiu keinen Augenblick zauderten, sich dem Feinde zu stellen, und überhaupt nicht daran dachten, dem gegebenen Befehl etwa nicht Folge zu leiste«.

Ja, warum habt Ihr uns das nicht gesagt, wird es jetzt heißen. Die Antwort ist einfach. Belügt Euch doch nicht selbst, Ihr von den großen Schiffen, Ihr wißt es ja ganz genau, daß in den letzten Jahren nie­mals, bevor jeder Verkehr mit dem Lande abgeschlos­sen war, derartige Absichten bekannt gegeben worden sind, weil da? nicht sein durfte. Ihr wißt es ja doch auch genau, daß unb wie uns Spio we umgeben. Warum kamen unsere Panzerkreuzer am 24. Januar 1915 in eine so schwierige Lage? Weil ihr Auslaufen, ihre Absicht dem Engländer bekannt geworden war. Wie leicht wäre es dem Flottenkommaud» gewesen die Flotte in den sicheren T-d zu fahren, wenn es das wollte, was Ihr Euch vorlügt! Es brauchte nur seine Absicht vorzeitig bekannt geben, dann war unser Weg mit feindlichen U-Boote, mit feindlichen Minen gesperrt. Das überlege sich jeder, wenn er ehrlich überlegen will. Ueber den Floitenvorstoß Ende Okto­ber 1918 wird die Geschichte urteilen. Ihr Urteil wird für die Leute, die die großen Schiffe lahmlegten, vernichtend sein.

H i n tz m a n n, Korvettenkapitän und AdmiralstabSoffizier be» Flotten komm andoS.

Marbrrr- unk Umgegen».

Marburg, 16. Januar.

* Verteilung von Nahrungsmitteln. Bom hie­sigen Magistrat wird uns mitgetetlt, daß die von der Stadt eingekauften Nahrungsmittel aus den Militärmagazinen nach und nach auf die Einkaufs­karten den einzelnen Haushaltungen überwiesen werden, soweit eine solche Aeberweisung nach Lage der Verhältnisse möglich ist. Es soll dafür gesorgt werden, daß die Waren nicht verderben «nd daß andererseits ihre Verteilung sich auf längere Zeit erstreckt, um die Möglichkeit jum Einkauf jedem zu geben und «m auch für die kommenden Wochen noch Nahrungsmittel verteilen zu können.

Vom städtischen Kehleuamt wird uns berichtet, daß jetzt wieder ein großer Andrang des Publi­kums stattfindet mit den Wünschen, daß die einzeln ausgeschriebenen Kohlenkarten auf andere Händ­ler lauten möchten oder auf andere Kohlensorten. Diesen Wünschen kann nicht stattgegeben weerden, und das Publikum mutz sich bei den ihm überwie­senen Kohlenhändlern und Kohlensorten beruhigen. Vor der Ausschreibung der Karten wird eine Be­standsaufnahme der Kohlen bei den verschiedenen Händlern vorgenommen, und nach dieser Bestands­aufnahme wird bestmöglichft nach den aus dem Kohlenbestellfchein vermerkten Wünschen der Be­völkerung die Kohle verteilt. Es ist ausgeschlos­sen, daß die einzelnen Wünsche genau befriedigt werden können, insbesondere wird die Bevölkerung aus dem Südviertel zum Teil aus dem Nordviertel Kohlen holen müssen.

Schöffengericht. Wegen Entwendung von Heeresgut wurde ein Schüler, der au» einem Militär-Automobil allerhand Sachen entwendet hatte, zu drei Tagen Gefängnis verurteilt. Ein

M km «? I

Die geplant« Opferung" der Flotte.

'< Bekanntlich war zur Begründung des Ausbruches ttt Revolte der Matrosen angeführt worden, daß eine Jke Flottenaktion gegen England hätte erfolgen sol- Lm. die aussichtslos gewesen wäre. Wir erhalten zu dieser Frage folgende Aufklärung:

Nach Eingang der chten über die schwere Bedrohung der flmrdris Front Anfang Oktober

wurde vom Flottenkoininando beschlossen, möglichst tgß einen Vorstoß der gesamten Flotte zu machen. g rechten Flügel des Heeres, sei es direkt durch

Schädigung des Feinde» aus seiner Verkehrsstraße ThemseFlandern, sei eS indirekt durch die in dem Vorstoß zum Ausdruck kommende Bedrohung des Ver­zehrs zu entlasten. Die allgemeine Wetterlage (schlech- ws Detter im ganzen September, daher kein Minen- suchen, Mondphake) und die militärische Lage ließen tziestn Vorstoß nicht vor Ende Oktober zu.

Vochedingung für die Unternehmung war, daß sie 1 solange als möglich geheim blieb, daß also der ' Vorstoß aus der deutschen Bucht heran» in langer dunller Rächt erfolgen mußte, damit wir nicht einem überraschenden Zusammentreffen mit stark überlegenen feindlichen Streitkräften ausgesetzt waren, und daß

1 2. eine genügende Anzahl U- Boote vor Beginn der Unternehmung aus den Anmarschwegen der feindlichen Flotte angeseht werden konnten, um

; heranmarschierende feindliche Fkottenteile recht­zeitig eurpfindkich schädigen zu können.

Diese U-Boote standen jetzt zur Verfüguna, kannten t6er erst Ende Oktober in ausreichender Zahl aus- marschiert sein.

Aus dieser Gesamtüberlegnng wurde die Unter­nehmung folgendermaßen geplant: Die Flotte sollte em Tage außer Sicht von Land von der Helgoländer Lucht so nach Westen marschieren, daß sie erst nach Einbruch der Dunkelheit die die Deutsche Bucht zwi­schen Terschelling und Hornsriff umgebenden und Mühenden Minengürtel erreichte. Alle Minensucher- Streitkräfte waren zu der Zeit aufmarschiert, um die Flotte durch diesen Minengürtel in die neutrale minen­freie Rinne westlich des Minengürtels zu bringen. Wahrend der Nacht sollten dann zwei Gruppen leich­ter Streitkräfte, die jede aus Torpedobooten und eini­gen Beinen Kreuzern bestanden, gegen die flandrische Küste und die Ausfahrt aus der Themse vorstoßen. Der Befehl sab vor, daß diese Gruppen mit Hellwerden feindliche Streitkräfte vor der Flandernküste und vor der Themse-Mündung angreifen und spätestens eine Stunde später den Rückmarsch antreten sollen. Zu ihrer Deckung gegen etwa in den Hoofden stehende stärkere Streitkräfte es kamen dort, wie uns zuver- läfsig bekannt war, immer nur schwache Streitkräfte der feindlicher Flotte in Frage hatte der Befehls­haber der Ausklärungsstreitkräite Befehl, mit dem Pan- rerkreuzergeschwader und einer ausreichenden Zahl von Torpedobooten den Vorstoß der beiden Gruppen nachts «ine Strecke zu begleiten und dann die Gruppen am nächsten Morgen auszunehmen. Das ro5 der Flotte endlich sollte mit geringer Fahrt als Rückhalt nur soweit folgen, daß es spätestens 5 Uhr nachmittags, d. h. vor Dunkelwerden, wieder in der neutralen Rinne stand und sollte dann unter dem Schutz der Minensucher von dort in die Deutsche Bucht zurück- kehren.

Dieser Plan wurde auf das Strengste geheim gehalten und war nur den Offizieren des Flotten- tzabes, dem Befehlshaber der Minensucherverbäude und dem Führer der U-Boote bekannt. Erst wenige Stun­den vor dem beabsichtigten Auslaufen ans der Jade wurde er den andern Unterführern in Umrissen be­kannt gegeben. Es ist daher vollkommen un­möglich, daß mit Bezug aus die Unternehmung die Offiziere beurlaubt, Abschiedsbriesc geschrieben oder sonstige Vorbereitungen getroffen worden sind.

Betrachten wir bte Gesamtlage der Unternehmung, S zeigt sie, daß diese Operation erheblich weniger isiko enthielt, als z.B. der Vorstoß unserer Tor­pedoboote im Februar 1918 in die Doverstraße oder bk verschiedenen Flottenvorstöße zum Beschießen der englischen Ostküste. Dieser Plan aber hatte gute und iroße Erfolgaussichten. Wir hatten mehr orxedoboote und bessere Torpedoboote als jemals früher, und wir hatten unsere U-Boote auf eine bis dahin unerreichte Höhe der Leistungsfähigkeit ge­bracht. In großer Zahl hatten sie ihre Beobachtuntzs- und Angriffs-Positionen ganz im Geheimen bereits an dem Tage eingenommen, an dem der Flottenchef bk Flotte auf der Außenjade versammelte. Eine weitere Anzahl sollte mit der Flotte auslausen und während des Marsches nach Süden den Rücken decken. Dicht vor den Ausgängen des Firth of Forth layen die ersten Reihen von U-Booteu, etwa in bet Mitte ffvischen der Stelle in der neutralen Rinne, von der aus die Flotte nach Süden marschieren sollte, und vor dem Firth of Forth lag eine zweite dichtere Reihe. Diese Reche mußten von der gegnerischen Flotte, die in den nordjchottischen Häsen lag, passiert werden, leer.:: sie den Kampf aufnehmen wollte. Sie konnte also keinesfalls, ohne vorher wirksam von unscrn Ernten U-Booten angegriffen zu sein, herankommen.

anderer Schüler hatte einem Soldaten die Brief­tasche mit 60 J*. gestohlen. Dieser Uebeltäter muß dafür fünf Tag« Gefängnis absitzen.

* Fraueu-Versammluug. Im Seebad«'scheu Saale and gestern abend ein« von der Deutschen Volksvartei einberufene gut besuchte Versammlung weiblicher Wähl-er statt. Die Versammlungsleiterin erwähnte eingangs, daß das fo lang erstrebte, aber auch vou vielen bekämpfte Stimmrecht den Frauen über Nacht in den Schoß gefallen sei. Die Frauen hätten damit zugleich eine große Verantwortung übernommen, denn es Handl« stch jetzt um dk Wahl der Volksvertretung, di« das Vaterland wieder neu aufbaucn sollte. Die Rednerin des Abends, Frau Professor Joseph, be­gann dann üjrt Ausführungen mit einem Rückblick auf ben letzten so schönen Friedeussommer 1914, schilderte die flammende Begeisterung, di« alle Herzen ergriff, als das Vaterland In Gefahr war und verglich damit dir hnittgen so jammervollen Vrrhältnisie. Aus die­sem Zustand müßten wir heran» und deshalb sei t» die Pflicht der Frauen politisch mit zu arbeiten. I, toten weiteren Ausführungen bezeichnete ste es als kindlich, di« Schuld au diese« Sigautenkompf allein auf di« Diplomatie zu schieben und die Ursache in de« Mord in Cerafewo zu such u. Englands Weltherrschaft, Frankreichs Revanchegelüste und Rußlands Wunsch traf Konstantinopel hätten sich verbündet, um da« mächtig geworden« Deutschland niederzuringen. Deuffchlaud sei 1914 wohl militäriitf) stark gewesen, aber wirtschastlich bat* es sich gar ui (fit aus einen Krieg eingerichtet. Es sei deshalb nicht richtig, dem Ausland Schuldzeug-m zu liefern: mehr Selbltbewußtsein und Selbstachtung sei b g Deutschen Pflicht. Niemand walle behaupten, daß früher ave» so ganz in Ordnung gewesen sei, aber die Deutschen hätten glücklich gelebt, jedenfalls glücklicher wie bn der jetzigen neuen Freiheit, die nicht diesen Namen verdiene. Auch der Vorwurf, daß wir früher Frieden schloßen mußten, sei zurSSzuweiien; wir hätten Friedensangebote genug gemacht. Die Aus­gaben der jetzigen Regierung stelle» die der früheren doch sehr in Schatten, die Leute wüßten W gar nicht mit dem Geld zu wirtschaft"». Daß alle Böller gegen ans seien erkläre sich durch unsere Gutmütigkeit, wir hätten uns niemals als Herrenvokk aufgespielt. IeCi würben wir umsomehr verachtet, meil wir uns selbst aufgegeben. Um andere Verhältnisse zu schaffen, müß­ten wir mehr wie je zusammenbalten, die leitenden Ke- banlen, wie Besserung zu erhoffen sei, enthalte das Programm der Deutschen Volkspartei, deren Zwecke und Ziele die Rednerin näher barlegte. Die volks- nartei sei eine bürgerliche Partei und habe Listenver- bindimg mit der Deutichnatioualen Volkspartei und dem Zentrum. Eine einzig« große Partei gegen die Sozialdemokratie fei durch die Demokratische Parte: vereitelt. Die Volksportei sei natic tal und wolle Deutschland aufbauen, baß es mit der Internationale nichts fei. mürbe durch das Ausbleiben des Echos gegen- über der Sozialdemokratie aus den feindlichen Ländern bewiesen: Deutschland solle vorläufig vom Völkerbund -rusg schlossen werben. Die Volkspartei fei auch liberal Sie hulbige bem Grundsätze, bem Tüchtigen fall freie Bahn geschaffen werdens Die Rednerin geiklte dnnv bie manchmal leichtfertige Zusammenstellung der Liften wr Nationalversammlung, die ein« so gnvaltige Arbeit leisten fall«. 6k erklärte sich gegen die Kleinstaaterei für ben Anschluß der Deutsch-Oester---ch-r unb bte Wie- bererlaqung der Kolonien. Die Volksvartei fordere in? starke Regierung, die auch-solchen Gefahren, wie sie sich jetzt im Osten »einten, kraftvoll entaeaentritt Ebenso Schutz des Familienlebens. Bekämpfung de« Alkohols. Dieses Laster, dem ja jetzt aus Mannten Gründen nicht fo gehuldigt würde, soll« niemals wte- d-r aufleben. Falls Trenne*« twi Staat und Kirch- erfolge, dürfe die Kirche niemals aefckülb'gt werben unb der Religionsunterricht in der Schule mülle blei­ben, natürlich unter Wahrung der Gew'FeusfreiHeii Förderung der Kleinsiedlung, des Mittelstonbes, Eo- -'alisierung nur ba, wo es angebracht sei. feien eben­falls Ziel« ber Vskksvartei. Die Bankguthaben. An­leihen ufro. müßten sicher gestellt unb di« Krirgsge- minne restlos eingezogen werben. Aus bem Krieae dürfe kein Mensch reicher wk früher hervor geben. Dir Rednerin schloß ihre mit großem Beifall aufgenom- menen etwa Inständigen Ausführungen mit den Wor­ten:Es geht ums Ganze, wir haben kein Vaterland m*br, wir müssen uns erst ein solches wieder schaffen.* Es schloß sich ehre Aussvrache an. in ber meist bie Wahl- haublunq betreffend« Fragen Peautmortunq fanden.

AuslandsoerteSa«. Man schreibt uns: Da die Vorträge über Belgien abgebrochen werben mußten, werden, wie schon früher hier bemertt wurde, die Ein­trittsgelder gegen Rückgabe bet Karten zurückgezahlt, wobei sllerbings die erheblichen Unkosten abgerechnet werden mußten. Di« Marburger Bank (Am Grün) wird die Freundl-chk it haben, innerhalb der Zeit vom 17.31. Januar für eine Karte von 10 Jt 7,50 .M, für eine solche von 7,50 M (Mitglieder der Deutsch-Flämi­schen Gesellschaft) 6 * und an Studierend« 3,50 zuriick- ,»zahlen.

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Kesseir-Naffim ttnb Na^bar^ebiete.

Frankfurt a. M., 15. Jan. Heute Mittag find sämtlich« Straßenbahner und Straßenbahnerinnen tu

den Ausstand getreten. Der Betrieb auf sämtliche», Linien der Stadt und den Darort bahnen ruht. Di« Forderungen der Straßenbahner erstrecken sich auf Lohn­erhöhungen und Entfernung einiget mißliebiger Bo­omten. Eineliebliche" Ueberraschung erlebten Bo- wohnet eines Hauses am Tiergarten. Auf ein verdäch­tiges Geräusch, das auf Einbrecher schließen ließ, Ssi- treten sie die Wohnung zum zweiten Stock und fanden in der Küche eine 3S4 Meter lange indische Riesen» ; 14lange. Man ließ Leute vom Zoologischen Garten kommen, von denen «an-dann hörte, daß das Tier schon mehrere lege dort vermißt wurde. Es war durch ben (Sorten gewandert, über bie Straße ttnb hatte sich an einem Dachkandel empor geringelt. De, Ausreißer

wurde gefangen und ht sicheren Gewahrsam gebracht. Am Bürgerhospital kam e« in der letzten Rächt zu eine» regelrechten Schlacht zwischen Einbrechern und Schutz- tarte. Eiu Schutzmann wurde schwer verletzt, (fo ge­lang zwei ba Einbrecher festzunehmen.

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Letzte Nachrich-m.

Liebknecht nnd Rosa Luxemburg f?

Berlin, 16. Jan. Sie bie Blatter überein« stimmend melden, gelang e» gestern spät abends Karl Liebknecht In der Wohnung eines feine» Freunde i, der Mannheimer Straße zu »e»e hafte». Zwei Mauu va« de, Gardekavallerie, Schützendivision fanden ihn dort nnd nahmen ihn fest. Sie brachte» ihn i» das Stabsquartier Im Edeuhotek.

Bestimmt austreteude Gerüchte wolle» wisse», der in der Nacht verhaftete Karl Liebknecht soll bei einem Fluchtversuch i» Tiergarten erfchsffe» worden fein. Auch Rofa Luxemburg soll «ährend ihres Abtransportes au» dem Edenhotel vou da Menge aus dem Wage» geriffe» »ud getötet wor­be« fei«. Eine amtliche Bestätigung liegt bfoha nicht vor.

A m st e r d a m, 15. Jan. DieTijb" meldet von der deutsch-holländischen Grenze, daß Liebknecht und Jtefa Luxemburg sich unter falschen Namen in Bent­heim aushalten sollen. Beide wollten nach den Ri»- derlanden flüchten, wurden aber dadurch aufgehalten, - daß sie nicht im Besitz der nötigen Baffe sind.

Di« Säuberung Balin«. ,

Berlin, 16. Jan. Die Besetzung der »atz- westlichen Stadtteile Berlins durch ein beträcht­liches Truppenaufgebot hat schon gestern guten Er­folg gqettiflt Der Anmarsch von f 1 nf Divi­sionen unb die Einteilung Drrlins in Eicher- heitsbezirke wirkte sehr beruhigend.

Der Ausstand ber Berliner Hochbahnangestellten ist beendet. Der Betrieb wirb heute in vollem Umfange wieder aufgenommen. Der Etabtbahn- verkehr ruht immer noch. Der Grund bex Ber- kehrsruhe ist de. Mangel an Lokomotive» infolge der Abgabe an bie Feinbe.

Das Standrecht in Breme».

Bremen, 15. Jan. In Bremen, wo bie ge­samte wirtschaftliche unb politische Macht in ben Hänben einet proletarischen Räteregierung liegt, ist am 10. Januar bas Standrecht verhängt wor­den. Alle Bürget unb Offiziere mutzten bei Todes­strafe bis zum 11. Januar ihre amtlichen Waffen abliefern. Jeder gegenrevolutionäre Versuch wird als Hochverrat mit sofortigem Erfchiehen geahndet. Die Polizeistunde wurde auf 9 Uhr abends fest­gesetzt. lieber alle bürgerlichen Zeitungen ist bie Vorzensur verhängt worben. Zugleich finll sie ge­nötigt, in ihrem redaktionellen Teil alles aufzu­nehmen, was ihnen vom Rat bet Volkskommissare ober besten Vertretern zugestellt wirb. Nach an­deren Meldungen hab« sich bie Garnison mit Er­folg gegen bie Diktatur bet Rabikalen gewandt. .

Berlin, 16. Jan. Der Abtransport der Kriegs« cefmtgenen m,s Deutschland ist nach $ZittrT'ing in der gestrigen Sitzung der Gesangeuenkommijjüm im großen unb ganzen beendet. '

Gestern nachmittag wurde da Beigeordnete int Auswärtigen Amt Kau tSky,unter der Beschuldigaug der Verbindung mit Rosa Luxemburg per haftet, nach kurzem Verhör aber sofort wieder freigrlasten.

Berlin, 16. Jan. DieDeutsche Allg. Zeitg.* meldet: In den beiden letzten NLHten find die bei dem Bahnpostamt am Anhatter Bakmbof aufgelieferten 50 000 Exemplare derRoten Fahne" beschlagnahmt worden. Der Verlag des Blattes hat bei der Regierung Beschwerte eingelegt. In ben betreffenden Nuunnen» des Spartakus-Organs waren die Ereignisse in Auf­sätzen von Liebknecht und Rosa Luxemburg vollkommen entstellt toorben, und es war zu neuen Taten aufgereizt.

Verleger und für die Schriftleitung verantwoilltch: phil E. Hitzerottz in Marburg.

Bedenke, dass du ein Glied der deutschen Nation bist!

Deuischnaiionale Volkspariei.

Wer erteilt b -1! I

Unterricht

in der BnobiMiteng?

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26 g.>: die GeschüttsdeOe

ffößr-e lefrlren zu höchste* Vr-; en«fftkuulf. »>«fl. M-igebkte an J. Stetetaef. freukinrt «. JR«, UHIoud» ya?;- n erb-, 413

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