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Hessen-Nassau und Nachbaeaebrete. I

von

Geschäftsstelle zu wenden.

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Wer Verständnis hat fflt unser« Losung:Freie Bahn dem Tüchtigen" wem wahre Freiheit ohne Terror von links und rechts, wem Ehre und nationale Würde unsere» Volkes, wem Religion und Sittlichkeit, wem Ordnung und Gesetze am Herzen liegen, der ent» ziehe sich nicht unserer Arbeit!! Begeht kein« Unter­lassungssünde in der höchsten Not unsere» in seinem tiefen Unglück nur um so mehr geliebten Vaterlandes.

Sommersemester: ab 1. April.

Vergünstigungen für Kriegsteilnehmer.

Verleger und für Me Lchristleitung verantwortlich: Dr. phil E. Hitzeroth in Marburg.

theologischen Fakultäten zum Nutzen der Wissen­schaft und zum Wohl- des Volkes ihre alte Stel­lung im Rahmen der Universität ungeschmälert zu belassen."

* von der Polizei wird uns mitgeteilt: Von dem Stadtpärtner und anderen Interessenten wird erheb­liche Klage darüber ffeffifrt, daß in unseren Anlagen namentlich im Stadtpott. di« arümm Gebölz« durch Abreißen der äusseren kleinen Zweiaen derart verun­staltet stnd, baß fie kaum noch ihre frühere Form wie­der erhalten werden. Täter find messt Kinder und . solche, die nichts Beferes tun wollen. Die in den An- aufgestellten Bänke sind in gewöhnlichster Weise »--schmutzt, teilweise stnd die Nücklebnen al» Abortsttze benutzt worden. Für derartige Roheiten werden zu- »nstig, selbst wenn es Kinder über 12 Fahre betreffen |e!He, ganz erhebliche Strafen verhängt werden, ringln« wurden auf frischer Tat erwischt und von dem kiadtgärtner an Ort und Stelle gemaßregelt. Die Eltern dürfen sich nicht wundern, wenn ihre Kinder mn Ort der Tat von zuständiger Seit« eine gehörig« Tracht Prügel beziehen und sollten dafür dankbar sein. Die Hühnerbesttzer am Friedrichsplatz und den sonstigen öffentlichen Strasten werden auf da» verbot, ihre Hühner frei umherlaufen zu lasten, hingewiesen. Da» auf dem Friedrichsplatz ausgestellte Geschütz ist wiederholt mm der Stelle bewegt worden. Die Polizei­verwaltung wird dankbar sein für jede Mitteilung über

* Die Wahl muh persönlich ausgeübt «erden. Ts ist vielfach die Meinung verbreitet, daß bei den bevorstehenden Wahlen zur Nationalversammlung Frauen und Mädchen sich durch ihre Ehemänner oder Väter vertreten lassen könnten. Das ist nicht der Fall. Jede wahlberechtigte Fra« und jedes Mädchen mutz s e l b ft am 19. Januar an die Wahlurne herantreten und die Wahlliste persön­lich abgeben. Wer nicht selbst erscheint, geht sei­nes Wahlrechtes verlustig. Auch schriftliche Mit- teilungen stnd zwecklos, ebenso find Wahllisten mit sätzen oder Aenderungen ungültig.

Für Dentsch-Oesterreicher. DerReichsanz." veröffentlicht eine Verordnung, nach welcher die Angehörigen der deutsch-österreichischen Republik an den Wahlen zur deutschen Nationalversamm­lung ht der Gemeinde teilnehmen können, in der fie ihren Wohnfitz haben. Bedingung ist die Bei­bringung der Bescheinigung einer diplomatischen oder konsularischen Vertretungsbehörde Deutsch- Oesterreichs oder Oesterreich-Ungarns.

«t. Zu der erste, große, sozialdemokratische. Fr Versammlung in Marburg hatte sich am Mittwoch eine red>t stattliche Anzahl von Frauen, meist der arbeiten-

tureller Bestrebungen. Die Versammlung, di« einen sehr ruhigen Verlauf nahm, zollt« der Rednerin ein­mütig Beifall.

* Ausgestellte Federzeichnungen. Man schreibt uns: Im Schaufenster der N. E. Elwerfschen Buch- und Kunsthandlung stnd Gemälde und Federzeichnungen des Kand. arch. Georg Textor aus Marburg ausgestellt. Man versäum« nicht einen Augenblick davor zu ver­weilen. Ganz abgesehen von der künstlerischen Leistung sdie Arbeiten sprechen für sich) stnd diese Zeugen beute kchen Geistes und Gemütes heute mehr denn ft dazu berufen, dem Schwankenden eine letzte ernste Mahnung mit auf den Weg zu geben.

* Tenerungszoschlag für Reisegepäck-Versicherung, vom 10. d. tot», ab wird zu den Prämien der Reise» qepäckverficherung ein vorübergehender Teuerungszu­schlag von 200 Prozent erhoben.

* Al» gesunden wurden im Monat Dezember 1918 flcmelbet: 4 lote Geldbeträge, 4 Geldbörsen mit In­halt, 2 Taschentücher, 1 Spazierstock, 1 Stück Tuch, 1 Schirm, 1 Kindermützchen, 1 Hamsterbeutel, 1 gestickter Streifen. Ferner in den Wagen der elektrischen Straßenbahn: 1 Halskette, 1 Tuch 1 Spazierstock, 1 Schlüssel. Die rechtmäßigen Eigentümer wollen sick iw-cks Geltendmachung ihrer Reckte innerhalb 6 Wochen im Polizeisekretoriat, Kiliangeiäude Zimmer Rr. 9. melden, andernfalls anderweit über di« Each«n verfügt werden wird.

Die Bucheckern. Ein eiftiger Waldebesucher schreibt uns: Wer seine Schritte bei diesem linden Wetter in den Buchenwald lenkt, wird noch «in« Menge Buch­eckern finden, di« zum Teil erst in letzter Zeit gefallen stnd. Jetzt ist immer noch fedem Gelegenheit geboten, stch sein nötiges Fett zu besorgen. E» ist wirklich schade, wenn die Bucheckern ungenutzt zu Grunde gehen. Das Sammeln kann währ-nd des ganzen Winters fortgesetzt werden. Darum auf zum fleißigen Sammeln!

Tb enter. Konzerte, ve-temmlougon «he.

Marburger Konzert,erriu. Zm Lauft de» Januar sollen zwei Konzerte stattsinden, und zwar ist das Rebner-Quartett mit Frau Anna Kämpfert ge­wonnen, und ferner ist rin L i e d e r a b e nd des Bati- tonisten Dr. L! e g n i tz vorgesehen. Das ursprünglich vorgesehene Programm wird nur geändert, soweit dies die Berkebrsschwiertgkeiten unbedingt erfordern. Die näheren Angaben werden noch bekannt gegeben. Die Konzerte finden selbstverständlich im Abonnement statt.

auch für die Hausangestellten ein, eine Reform die 'stch allerdings nicht so glatt von heute auf morgen vollziehen lasten könne. Mit ihr sei eine Lohnregu­lierung zur Vermeidung von Ausnutzung verbunden. Mit Bezug auf die sehr optimistisch betrachtete Heim­arbeit wüßten Lohnämter eingerichtet werden. Ein wichttges Kapitel sei weiter di« Erziehung der Kin­der. Di« Frau müfle stch mehr um bte Schulgesetze kümmern, sodaß fie auch darin mitzusprechen hätte. Wetter erörterte die Rednerin di« sexuelte Frage und legte dar, auf welche Weise den durch das Geschlechts­leben kranker Personen entstehenden Gefahren vorge­beugt «nd st« gemildett werden könnten. Den Ausführun­gen wurde von Vertreterinnen anderer Parteien nur in wenigen Punkten widersprochen. II. a. hatte stch die Rednerin des Abend» bei bet Erörterung über das bisherige Lehrsystem in den Schulen über bte durch diese» vielfach gezeittgte Verblödung der Ki.tder, wo­rüber tn einem verteilten Flugblatt die Rede war, ge­äußert, worauf Frl. Beyer tteffend antwortete, daß ste heute abend von einerVerblödung der Anwesen­den noch nicht» gemertt habe"! Weitere Forderungen bezogen stch auf di« Reform de» Religionsunterrichtes, di« Unterstützung der Begabten und Tüchtigen zu allen Berufen durch den Staat und auf die Wcckung

Marburr m* Umgegtn*.

Universität. Zur Frage der Trennung von Staat und Kirche ist dem Ministerium folgende zugunsten der theologischen Fakultät erlassene Er- Körung zu gesandt morden:Die juristische, medi­zinische und philosophisch« Fakultät erblicken in den Heologischen Fakultäten vollwertige Glieder der Unir-erfitäten, die nicht nur Beamte des Staates und der Kirche ausbilden, sondern gleich den an­deren Fakultäten der reinen Wissenschaft durch Forschung und Unterricht dienen und zur Erhal­tung der Univerfita» Htterarum unentbehrlich Rnb. Sollen, wie allseitig gewünscht, die Univer- fitäten in Zukunft noch mehr als bisher Pflege­stätten her Eesamtkultur des ganzen Volkes bilden, so darf die theologische Wissenschaft keine Beein- trächtig -ng erfahren: denn fie ist mit anderen Wissensgebieten, namentlich philosophischen, histo- rischen, r hilologischen und juristischen Fächern, eng verknüpft und hat in reger Wechselbeziehung mit tonen zum Aufbau der modernen deutschen Wissen­schaft urb Kultur wesentlich beigetragen. Nicht minder ist das Fortbestehen der theologischen Fa- knftäten an den Universitäten. im Interesse der gesamten Volksbildung nottvendia. Nach wie tur werden die Geistlichen einen großen Einfluß auf rette Volk?kreise ausiiben. Deshalb ist es drin­gend wünschenswert, buj die Ausbildung der an­gehenden Kirchendiener auf der Universität er== folgt, wo sie Vorlesungen aus allen Gebieten der Wissenschaft hören können und in ständiger Be­rührung mit den Vett'et»--n »"b^er Berufskreit- ßleiben, nicht aber tn Predigt-Seminaren oh Konvikten, wo die großen Schäden einer völlig einseitigen Bildung unvermeidlich stnd. Wir bit­ten daher die Unterrichtsnermaltung auch im F-lle bet Trennung von Kirche und Staat den

den Bevölkerung, wie auch Männer eingefunben. Frau Ströbel eröffnete di« Versammlung, worauf di« be­kannte Frauenrechtlerin Frau Dr. Quark in sehr maßvoller Weift nach einer kurzen Einleitung, wie und warum die Revolution zuerst von den Mattosen in Kiel in» Werk gesetzt worden sei, die Ziel« er­läuterte, die sich die sozialdemokratische Partei zur polittschen und wirtschaftlichen Betätigung der Frauen gesteckt habe. Jene habe erkannt, daß sich die Produttionsarbeit der Frauen von 18821907 verdoppelt habe, daß im Hause nicht genug Arbeit gewesen sei für die, die hätten arbeiten wollen und können. Dieser Prozeß habe sich im Kriege fottgesetzt, eine Verschiebung au» allen möglichen vettieben in die bet Munition herstellenden habe sich vollzogen, wo­mit ein Plus bet Frauenarbeit über die der Männer von 191618 in dem Verhältnis von 4,1 Mill. Männer zu 4.2 Mill. Frauen festgestellt werden konnte. E» folgte dann eine Entwicklung bet Frauenarbeit. Tüt die Pflichtübernahme bet Frauen, führte die Rednerin weiter au», hab« die Sozia ldemottatie den Frauen auch Rechte verschafft. Um dies« wahr­nehmen zu können, fti ihre Zusammensetzung in bet Gemeinschaft nötig, daher Organisation nach Berufen. Zunächst ttat di« Vortragende für den 8 Stundentag

I 98t!», 8. Jan. Hebet Stockholm tneftef eine ] dMsche Telegraphenagentur, daß ht Petersburg Lebensmittel und Kohlen fast vollstLndig fehlen. Die Gefangenen erhalten nur zwei Suppen tn bet Woche ' mb gar kein Brot. Die Geiseln sterben vor Hunger.

Die Einwohner nähren sich von dem Fleische bei tn ben Straßen verendeten Pferd«. Di« bolschewistischen El«. Ment« tn Petersburg zählen kaum fünf Prozent, jedoch verbindet stch eine große Einwohnerzahl mtt die- ftn, um etwa» zu essen zu haben. Petersburg ist in «inen wirklichen Kirchhof verwandelt. Jede Diszi» plin und Konttoll« ist verschwunden. In bet Stadtver­waltung wird von oben bi» unten gestohlen.

Grund- nnd Hans- drkhtt-firrnu.

Am nufer« Mitglieder!

Da» Wohl de« Vaterlandes und Eure eign« Zu- bmft machen es zur Pflicht, daß alle Wahlberechtigten «m 19. Januar 1919 ihre Stimme bei den Wahlen zur Nationalversammlung abgeben.

Niemand darf der Wahlurne fern bleiben. Geht fttost zur Wahl und sorgt dafür, daß alle Familienglie- der, Freunde und Bekannte, Männer, Jünglinge, Frauen nnd Mädchen, ebenfalls zur Wahl gehen.

Gebt Eure Stimme dafür ab, daß Friede und Frei- Heit aber auch Recht und Ordnung dem deutschen Volke beschteden werden. Zeigt durch die Wahl, daß Jbr nicht» zu tun haben wollt mit Leuten, die unser Volk in Ro^und Elend stürzen und zum Brudermorde treiben.

Tretet bei der Wahl dafür ein, daß Arbeit und Fleiß Ihren Lohn finden. Sorgt aber auch dafür, daß die Grundlagen für die Wiederauftichtung unftre» erschüt­terten Wirtschaftslebens erhalten werden, durch die es allein ermöglichst wird, lohnend« Arbeit und freiheit- Ache Arbeitsbedingungen zu schaffen. Gebt keiner Partei Eure Stimme, die durch die Unterstützung un- stnniger Lohnforderungen unsere Produttion unter- pröbt nnd durch uferlos« Soztalifierungspläno den Wirtschattsgeist lahmt. Fordert die Erhaltung bee Privateigentum, und der Privatwirtschaft für den Hausbefitz.

Fördett alle Bestrebungen zur politischen, wirtfchaft- Kchen und sozialen Hebung der Arbeiterschaft. Haltet aber daran ftst, daß jeder Bürger gleicke» Recht und Bleiche Freiheit für stch in Anspruch nehmen darf. Gebt Eure Stimme nut solchen Parteien, die jede Herrschatt hier einzelnen Bevölkerung-Nasse ablehnen und alle Schichten des Volke» zur Mitherrschaft und Mitver­antwortung heranziehen. Wendet Euch gegen di« Allein­herrschaft einer Partei.

* Unterstützt die bürgerlichen Parteien. Tretet dafür vin. daß die bürgerlichen Patteien möglichst verbundene Ästen einreichen. Etärft dadurch namentlich solche Parteien und Wirtschaftsgruppeu, die unsere Bestte- stungen unterstützen und Euer Vertrauen erworben haben und nur solche Personen auf ihre Liste gesetzt haben, die auch eine .Gewähr dafür bieten, daß st« für Safere Rechte eintreten.

Beweist bei den Wahlen Eure organisatorische Kraft. Durch Einheit zum Ziel« zum Wohle unseres geliebten putschen Caterfanbe».

tll) , Der Vorstand. ~

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Helfer und Helferinnen zu Wahlarbeiten au» den Kreisen der Bürger« und Studentenschaft werden dringend gebeten, ihre Adressen tn unserer Geschäfts­stelle, Reitgasse 14, Restaurant Bopp, Zimmer links vom Eingang, abzugeben. Insbesondere werden auch Männer unb Frauen solcher Landgemeinden, tn denen wir noch nicht durch einen Vertrauensmann vertteten find, gebeten, sich mündlich »der schriftlich an unftre

Mitteilungen au» vem Leserkreise.

Unter dieser Rubrik veröffentlicht die Schriftleitung Stimmen au» ihrem Leserkreis. Für die hiettu aus­gesprochenen Ansichten und Tendenzen übernimmt bte Schriftleitung (außer der preßgesetzlichen) leine Verantwortung, diese bleibt vielmehr dem Ein-, x sender überlassen.

Sofortige Herabsetzung der Polizeistunde

§ank>wi^lft auf fie angewiesen inbezllg auf Woklbed'arf,, Die Stcidtvettretung dürfte sich deshalb den berechtigtes Anträgen der Schasibesitzer und der Landwitte nicht verschließen.

r. Neustadt, 8. Jan. Von seinem eigenen Sohne' wurde der Arbeiter Benedikt Mtcnbrandt in seiner Wohnung mit einem Revolver unvorsichtigerweise in den Leib geschossen. Das Geschoß zerriß die Därme, sodaß der Tod trotz' ärztlicher Hilfe in ter chirurgi­schen Klinik in Marburg erfolgte. Ter Sohn war erst kürzlich vom Militär entlassen worden.

H. Witte l*ttll Ffiefci m für zeitgemäße Ausbildung zum <

WM * Ml

Einführungskursus: 17. Februar bis 29. März.

ft. Neustadt, 4.Jan. Die im Jobre 1912 be­gonnene Zusammenlegung unserer Gemarkuno ist durch den Krieg nur wenig ausoebalten worden: sie nähett sich ihrem Abschlüsse, sddaß im Jahre 1920 wohl die Uebenveisung der Pläne erfolgen wird. Da mit der Berkovpelung der Grundstücke im allgemeinen die ge­schlossene Schashute in Serben anfhört, ist auch die seit Jahrhunderten hier blühende Schafzucht, die früher in sieben Herden vertreten war, in Frage gestellt und dem Untergang geweiht. Die Schachalter haben sich deshalb zujammengescklosien und die Srödivetiretnna auf diesen Uebelstand hingewieftn und beantragt, daß bei der Anlegung einer Jungviehweiee auch geeignete städtische Parzellen zur Schachute nnd Lagerplätze anSgewiejen werden. Unsere Gemarkung eignet sich infolge ihrer räumlichen Ausdehnung, sie umfaßt 2140 Hektar, wovon 460 Hektar Wald und 1680 Hektar Feld und Wiesen, und der reichlich vorhandenen Oed­ländereien, Wege und Triesche sehr zur Schafzucht: manche öde GraSfläche wird nicht beweibet, vieles Wiesengras verdirbt, wo Hundette Schafe sich sättigen könnten. Wir müssen darauf hinwirken, durch Set» mehrung bet Schafzucht die Rohstosse für unsere In­dustrie zur Herstellung der Kleiderstoffe selbst zu be­schaffen. Bon der Regierung und besonders der Land- wittschastskammer wird alles getan, um die Schafzucht wieder zu heben. In den Gemeinden, w» früher die Schafzucht eingegangen, find neue Herden entstanden, auch haben in letzter Zeit verschiedene Gemeinden, in denen das Zusammenlegungsverfahren eingesührt wurde, gleichzeitig mit der Anlegung von Jungviehwei- ben bie Anweisung von Schafhirten verbunden. In unserer Gemarkung mit ihren vielen Bergabhängen eig­nen sich viele Flächen für eine Schashute und die Oed- ländeteien am Steinbeil, Ringelkirchhof, Simmersberg usw. vorzüglich für Schaflagerplätze. Die Schafzucht ist ein lohnender Zweig der Landwittschast und jeder

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Eine Hausfrau für Biele.

Es sei an dieser Stelle gestattet, an die leitenden Persönlichkeiten betreffend Beleuchtung unserer Stadt die Bitte zu richten, doch auch an dem Weidenhäuse» Tot eine Lampe brennen zu lassen. Bei bet in den jetzigen Nächten herrschenden starken Dunkelheit und den dort sehr zahlreich und dicht ausgestellten große» Lastauto- ist es den Bewohnern des Grimmel'schen sowie deS SiechenhauseS ganz unmöglich, einen Zugang zu ihren Wohnunaen zu finden. Der Zugang zu« vindenburgstraße sowie zum Graben ist des NachtS überhaupt nicht zu finden; wer diesen sucht, endet ge- wöhnlich in dem dort fiießenden tiefen Wassergraben. Wenn man sieht, in welcher Fülle daS Licht -.B. in der Wettergasse sowie am Rudolphsplatz usw. vochanden ist, sollte man denken, daß auch für das Weidenhäuses Tor eine Lampe übrig wäre. Um gütige Beachtung dieser Zeilen an richtiger Stelle bittet der Einend«

Ür Wirtschaften und Hotels muß bringenb gefordert werden. Die Kohlen-, Gas- und Elektrizitätsnot wird immer größer, und wir Hausfrauen wissen gar nicht mehr, wie wir mit Licht und Heizung auskommen ollen, aber beides wird in den Hotels und in den Wirtschaften dadurch unnütz verschwendet, daß die Poli­zeistunde am 28. v. Mts. ohne jedes Bedürfnis auf 12 Uhr verlängert worden ist. Wenn Großstädte (wie Frankfurt <l M.) mit der 10 Uhr-Polizeistunde anS- kommen müssen, so können wir hier in der Kleinstadt Marburg erst recht um 10 Uhr Feierabend haben wie vor Jahresfrist. Der Arbeiter- und Soldatenrat und die Polizeiverwaltung mögen also aefl. sofort Vorsorgen, ehe unsere Not noch größer wird und mögen die Hotels und Wirtschaften aufs schärfste beaufsichtigen, damit auch in den versteckten Hinterzimmern die VR- lerei aufhört, denn die Zeiten sind so schon ttaurig ?enug. Für Wahlversammlungen kann bei deren vov- eriger Anmeldung den Saalbesitzern (sonst niemand?

Verlängerung gegeben werden.

Frankfurt a.M., 9.Jan. Der Schutzmann Gieselbach, der mit Hilfe eines Wachmannes einen Einbrecher festgenommen hatte, wurde von diesem in der Frankenallee erschossen. Bgn dem Täter fehlt bisher jede Spur. Die Möbelfabrik von Reinharöt in der Burgstraße ist in der Nacht auf Donnerstag zum größten Teil ausgebrannt. Ein überhitzter Ofen kommt als Ursache in Betracht. Der Schaden beläuft sich auf über 60000 Mark. In der Nacht zum Donnerstag wurde trotz ständiger Bewachung im Kauf­haus Hansa eingebrochen und Waren im Wette von 20000 Matt entwendet. Die Täter ließen zwei voll- gefüllte Koffer an zusammengebundenen Bettlaken hin­unter. Ein britter Koffer blieb stehen, ba die Täte, anscheinend gefrört wurden, unter denen sich auch eine Frau besand, welche die Gelegenheit benufcte, sich ' bis zu Fuß neu auSzustatten. Ihre allen Kleider ließ sie zurück.

Neuerburg 45/ , ,

Maryland 45/» a , ,

Lipp« Nr.0 , 25/» , . ,

in empfehlende Erinnerung zu bringen.

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'---wiegen. In Frankfurt a. M. ist im Osthofen bte Leiche einer unbekannten Fra« gelänbet, bte längere 3ett Im Wasser gelegen hatte. Die Unbekannte, an­scheinend Dienstmädchen, war etwa SO Jahre alt, 1,65 8t06» kräftig und hatte rotblonde» Haar. Bekleivet war fie mtt braunem Wollmantel, braunem, groß kartiertem Kleid, Am sachdienlich« Nachricht bittet bte Polizeiverwaltung.

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203 Klotzaustr. 2h.