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> jjffe 68 ftbrfgert Deutschland' nicht viel schlecht« sind -rz in Oldenburg, Mecklenburg und Schleswig-Holstein, »rauchen sich bte Verbündeten mit ihrer Hilfe ganz »ewiß nicht zu beei len. Ich bin überzeugt, daß Kiner der etwa zwanzig oder mehr Mitglieder der ver­schiedenen Nnterkommissionen, die viele hundert Meilen gurückgelegt und Zehntausende von Menschen ganz nahe Iahen, von einem einzigen Falle deutlich sichtbarer Unterernährung hörten, sie sind vielmehr einstimmig der Meinung, daß die ganze Bevölkerung dieser Land­strecken sowohl in den Städten als auch auf dem Lande tg gut wie normal ernährt sind. Man toirb das vorwiegend agrarische Norddrutschland nicht dem gan­zen Rnche gleichsetzen dürfen.

Schwere Niederlage der Rätetrupp«».

Omsk, 30. Dez. Die sibirische Armee machte in Verfolgung der zurückweichenden Bolschewisten 8100 Gefangene und erbeutete eine ungeheure Menge AusEtuagsgegenstände, mehrere Panzerzüge und sämt­lich« Gepäckwagen. Die 3. bolschewistische Armee, die den dritten Teil der holschewistischen Streitkräfte an der sibirischen Front «usmacht, hat zu bestehe» «msgr- hört.

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Marburg w* Umge-rn».

Marburg, 7. Januar.

Für die gestrige "'-rfammlung de» d«»tsch«n Volkspartei- erwiesen sich die Stadtsäle als viel zu klein. Der Name des Redners, Geheimrat Rießer», hatte eine solche Menschenmenge herbei- gerufen, daß längst nicht alle Einlaß finden konn­ten, trotzdem jedes Eckchen, selbst auf der Bühne, th einer Weise dicht besetzt war, die bei Ausbruch eines Brandes (es wurde dicht neben den Kulissen geraucht) keicht hätte katastrophal wirken kön­nen. So kam es, daß auch der Berichterstatter mit rinm sehr bescheidenen Plätzchen vorlieb nehmen mußte. Um im Interesse der Sicherheit der Be­sucher den Saal nach seiner vollen Besetzung recht­zeitig zu sperren, müßten ganz andere polizeiliche Vorkehrungen getroffen werden, als es der Fall war. Die Versammlung, die sich infolge der aus­gedehnten Aussprache bis y4l Uhr hinzog, nahm keinen der ruhigen Sachlichkeit der vottrefflichen Ausführungen Geheimrat Rießers entsprechenden Verlauf. Sie gestaltete sich vielmehr, da sich eine große Anzahl Gegner der bürgerlichen Parteien eingefunden hatten, die viele heftige Zwischenrufe machten, die wieder Geigenrufe bewirkten, äußerst stürmisch, teilweise geradezu bedrohlich. Der Ver­sammlungsleiter war bisweilen nicht in der Lage, stch und den Rednern die zum Sprechen erforder-

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lichr Ruhe ga verschaffen. Auf die Ausführunge« kommen wir noch zurück.

Der Verein ehemaliger Gardisten verband, wir man uns schreibt, die am Sonntag einberufene Generalversammlung gleichzeitig mit einer Be­grüßungsfeier der aus dem Felde wieder heim- gekehtten Kameraden. Fünf find auf dem Felde der Ehre gefallen, einer ist draußen verstorben, zwei andere werden vermißt. Ihrer aller wird stet» in Ehren gedacht werden. Bei der Dorstands­wahl wurde der alt« Vorstand zum größten Teil wieder gewählt. Der langjährige 1. Vorsitzende, Kamerad Wirges, wurde auf Beschluß der Ver­sammlung zum Ehrenvorsitzenden auf Lebenszeit gewählt. Der hierauf erstattete Kasienbettcht durch Kamerad Müller (Schloß) zeigte so vorzügliche Resultate, daß der Verr'n auch in diesem Jahre in der Lage sein wird, seine Krieger-Witwen durch eine Unterstützung zu erfreuen. Eine längere Aus­sprache wurde der Kriegsbeschadigten-Fürsorge zu­teil, in der man zu der lleberzeugung gelangte, den Anschluß der letzteren an den mit reichlichen Unter­stützungsmitteln versehenen Deutschen Kriegerbu'-^ bezw. die Kriegervereine auf» wärmste zu empfeh­len. Rach einigen Stunden echt kameradschaftlichen Zusammenseins trennte man fich in dem schönen Bewußtsein, nach wie vor treu zur Sache zu stehen.

Durch Beraubung von Heereslägern und unrecht­mäßige Veräußerung find große Mengen Uniformstoff, ganze Uniformen, Mäntel, Stiefel, Wäsche usw. in den Besitz Privater übergegangen, lieber dies« unrecht­mäßig erworbenen Bekleidungsstücke der Heeres Verwal­tung sagt das Reichsverwertungsamt in seiner heutigen Anzeige:Sie schänden den Träger und den deutschen Namen." Dem kann nur beigetreten werden. Die Ab­lieferung -ei den zuständigen Behörden ist daher Ehrensache.

* Einbruchsdiebstähle. In den letzten Tagen wurde in den Kolonialwarengeschäften von Quentel und Bromm in der Haspelsttatze eingebrochen. Bei Bromm fielen den Einbrechern 50 Pfd. Butter in die Hände, während sie bei Quentel unverrichteter Dinge abziehen mußten. Di« Polizei hat Maßnahmen zur Verfolgung getroffen und hat klein« Anhaltspuntte zur Ermitte­lung der Täter.

Theater, Konzerte, Berfa»»kv»»«n ufm.

* Deutschnational« Bolkspartel. Durch eine unvor­hergesehene Aenderung war es nötig, den ursprünglich für später angesetzten Vortrag de» Herrn Abgeordneten Lattmann schon für heute Dienstag abend an­zusetzen. Da di« Stadtsäl« anderweitig besetzt sind, findet diese Versammlung, wie au» dem Anzeigenteil ersichtlich ist, im Turnergarten ME"

Aus dem Felde zurückgekehrt, habe ich meine Berufstätigkeit wieder ausgenom­men. Ich praktiziere vorerst im Hotel Kaiser­hof, Bahnhofstraße 2, Zimmer Nr. 15, vom 1. Februar ab wieder in dem Hause Bahn­hofstraße 1, erster Stock. 146

Sprechstunden von 36 Uhr nachmittags.

Dr. Külz Rechtsanwalt

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' Mitglieder-Versammlung

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eiototmintlti > Am

1 vom k. Januar.

H'eute traten die Stadtverordneten zmn erstenmalc im neuen Jahre zu einer Sitzung zusammen. Unter Mitteilungen wurde eine Danlsagung des Landge- richtspräschenten Geh. Justizrat Muhl für die ihm von den städttschen Körperschaften zuteil gewordene Gratulation zum 50jährigen Dienstfubiläum ver­lesen. Ferner teilte der Stadtverordnetenvorstrher Justizrat Rohde inhalllich einig« Verfügungen wegen der Aurschreibung kommunaler Wahlen usw. mit und verband damit den Hinweis, daß auch weibliche Per­sonen in städtische Kommissionen gewählt werden kön­nen. Mit Beifall und herzlichem Dank wurde ferner davon Kenntnis genommen, daß die Firma Nieder- ehe zum zweitenmal 5000 Mark für Zwecke der Säuglingspflege, bezw. als Gnindstock zur Er­richtung eines Säuglingsheims gestiftet habe.

Bei der Aufhebung der OttSstatute für die Entnahme elektrischer Energie auS dem städtischen Elektrizitätswerk handelte eS sich um die endgültige Zustimmung, die auch erfolgte.

In das städtische Fürsorgeamt wurden außer dem Stadtverordnetenvorsteher die Stadtv. Becker, Münscher und Schäker II. gewählt. Bon dem Magistrat gehören bte Herren Geh. Rat Tuczek und Runkel dem Amt an.

Die Erhöhung der Beamtengehälter soll nun doch in die Wege geleitet werden. Die Sache wurde dem bereits früher gewählten Ausschuß über­tragen.

Mit einer Beihilfe von 1000 Mark an den hiesigen Vaterländischen Frauenverein zur Begründung einer Schwesternschaft war man nach kurzer Aussprache einverstanden.

Ebenso mit dem Atürag, di« den Kriegsblin­den usw. als Führer dienenden Hunde steuerfrei zu lassen.

In Uebereinstimmung mit dem Vorstand der Spar­kassendirektion hat der Magistrat die Abrechnung der KriegSdarlehnskasfe für 1917 genehmigt und beschlossen, die vereinnahmten Zinsen (51/, Prozent)

mit 4 Prozent gleich 921,16 Mark der Sparkasse tob im Vorfahr zu überweisen und den Rest mit 345,4* Mark für etwaige Ausfälle im Jahre 1918 aufzw sparen und vorzutragen. Auch die StadtverordneteA gaben hierzu ihre Zustimmung.

Bei der beantragten Rückzahlung.von zu viel gezahlter Mete für die Radfahrerbara^.' durch die Garnison handelt eS sich' um Beträge in Höhe voni 8792,52 Mark und 6949,02 Mark. Nach Vortrag der Sachlage erfolgte Zustimmung.

Bürgermeister Müller erstattete dann den kriegS« wittschaftlichen Bericht, an den sich eine Aussprache anschloß. Wir wecken darüber noch berichten.

--- ' D.

Hefsen-Nasscm tmb Nachd*nebiek.

Dillenburg, «.Jan. 80 Artilleristen voni 5.Regiment plünderten auf dem Bahnhof meh­rere Proviantwagen auS «nd raubten dabei 30 000 Zigarren, große Vorräte an Hafer, Mehl und Rost- nett. Die Zugwache war gegen die Plündere» machtlos.

Hanau, 6. Ja«, wegen Kohlenmangel» in btC städtischen Betriebswerken muß der Bettieb der städti» scheu Straßenbahn bi» auf weiteres gänzlich eingesteA wecken. Di« Zuleitungen von Gas und elekttifche« Strom in di« Stadt sind in der Zeit von 8 bi» 6 Ah» morgen» gänzlich gefpertt.

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Vermischtes.

Ein Bild an» der Gegenwart. Mr lese« in beS D. Tagesztg.": Vor dem Leiter des Armemoefen» hl einer größeren Vorortgemeinde erscheint ein ledige» 22jähriger Arbeiter, trat darüber gehött zu werden, w halb er sich weigere, zu den Unterhaltungskosten tot feine armenpflichtigen Eltern monatlich 10 Jt bekza- tragen. Er begründet feine Ablehnung damit, daß et zwar zeitgemäß verdiene, da» Geld aber zu angemesse­ner Lebensführung voll gebrauche, für seine Eltern als» nichts geben könne Der Beamtt:Ja, aber sagen Si» nur- Sie verdienen nach unsern Ermittlungen bei Soertz 9000 Mark jährlich; soviel habe ich nichf. De» junge Mann:Ja, wenn Sie so dumm sind, s» billig zu arbeiten... Ich zahle jedenfall» nicht." _______

Kirchliche Nachrichten.

Selbst, evang.-luth. Gemeinde. Mittwochs,,, den 8. Januar, abendS 8 Uhr: Knegsbetstunde« i

Donnerstag, den 9.Januar, 8 Uhr: Bibelstunden.

Eli,abethbaus: Pfarrer Heermann. OckerShausen: Pfarrer Fokken.

Verleger und für die Schrlstieltting verantwottlich: Dr. phil. C. Hi tz e r o t h in Marburg.

Verloren

«ine grüne Neifedrck« von Marburg nach Görzhausen

Wirderbringer erhält ein L. Krrnbranntwein. 145

C. Hofmann,

_ Görzhöufer Hof._____

Verloren am Kenntag »achmikta« ein; Broeohe im Waldbaus oder auf dem Wege ». Wald» haut b S Barfllßettor 24.

Da Andenken, gegen Be­lohnung obzugeben b 158 ___________Barfllßettor 24. t SUhrrne Uhr I« Lederarmband ketten Frei- ag in der ikaffeffelerllraße aetunde«. Abznhol. gegen Zurückerstattung der Jn- serar«nSgeBUbren. 166

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